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Ado von Vienne. Breviarium chronicorum ab origine mundi ad sua usque tempora, id est, ad regnum Ludovici Francoru[m] regis cognomento Simplicis, An. Domini 1353. Basel, (Peter Perna), 1568. 236 (falsch: 226), (36) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und siebenzlg. figuraler Holzschnittinitiale. Spät. Pergamentband mit Bindebändern. 8vo.

€ 850

Erste Einzelausgabe der Weltchronik des Ado, im 9. Jh. Erzbischof von Vienne bei Lyon. "[Gehet] von der Schöpfung der Welt bis 874 [..., ist] aber von einer andern Hand bis 879 fortgesetzt worden. Es ist in den ältern Zeiten sehr kurz; die Geschichte der Fränkischen Könige der ersten Linie ist aus den Gestis regis Francorum entlehnet, in den neuern Nachrichten aber wirft man ihm viele Fehler vor" (Jöcher/A.). Erstmals 1522 in Paris separat gedruckt; nach einer weiteren Pariser Ausgabe von 1561 stellt die vorliegende, von Guillaume Morel besorgte die dritte Einzeledition dar. - Sehr sauberes, wohlerhaltenes Exemplar; am Titel Ausscheidestempel der Stadtbibliothek Douai. - VD 16, A 286. Adams A 153. Jöcher/A. I, 229. Nicht bei BM-STC German. {BN#18265} (mehr)

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Agricola, Georg. De ortu & causis subterraneorum lib. V. [und vier weitere Werke]. Basel, Froben, 1558. (8), 470, (22) SS. Mit einem ganzseitigen Textholzschnitt. Rotbrauner Maroquinband des 17. Jahrhunderts auf vier Doppelbünden mit goldgeprägten Deckelfileten und ornamentalen Mittelstücken, Rückenschildchen und -vergoldung. Folio.

€ 5.800

Sehr seltene zweite Ausgabe der erstmals 1548 veröffenlichten Schriften Agricolas zu Geologie, Mineralogie, Bergwesen und Alchemie. Enthält neben "De natura fossilium" (lt. Grolier/Horblit 2a the "first handbook of modern systematic mineralogy") die ebenfalls nie als Einzelausgaben erschienenen Schriften "De ortu et causis subterraneorum" ("A treatise on geology discussing underground heat and vapors", Stillwell), "De natura eorum quae effluunt" ("relates to subterranean waters and gases, ibidem) sowie "De veteribus & novis metallis". "In 'De Ortu et Causis Subterraneorum' Agricola made an important contribution to physical geology. He recognized the influence of water and wind on the shaping of the landscape and gave a clear account of the order of the strata he saw in the mines. Writing on the origin of mountains, he describes the eroding action of water as their cause with a perspicacity much in advance of his time" (PMM 79). Der zuletzt beigegebene "Bermannus" bringt am Ende das erste lateinisch-deutsche Wörterbuch bergmännischer Begriffe. - Der schöne Holzschnitt zeigt Musteranlagen von Thermal- und Heilbädern. - Durchgehend meist in der oberen Hälfte etwas wasserrandig. Der hübsche Einband am unteren Kapital unmerklich restauriert. Exlibris der "M. Boulton's Library, Soho" im vorderen Innendeckel, am Titel frühere Besitzvermerke eines "Cha. Brown" sowie von "J. Amson MD" (beide wohl noch aus dem 17. Jhdt.). - VD 16, A 921. Ferguson I, 9. Hoover 15. Darmstaedter, Agricola 89. Vgl. Freilich 11 (EA) sowie Stillwell (Science) IV, 562-565 (letztere einzeln für die hier enthaltenen Werke). {BN#14031} (mehr)

In meine Auswahl

Agricola, Georg. De la generatione de le cose, che sotto la terra sono, e de l'cause de'loro effetti e nature. De la natura di quelle cose, che da la terra scorrono. De la natura de le cose fossili, e che sotto la terra si cavano. De le minere antiche e moderne. Il Bermanno, o de le cose metallice, dialogo. Recato tutto hora dal latino in buona lingua volgare. Venedig, Michele Tramezzino, 1550. (27) Bll., 1 w. Bl., 467, (1) Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und wdh. am letzten Bl. recto sowie mehreren figuralen Holzschnittinitialen und einem ganzseitigen Textholzschnitt. Mod. Pergamentband mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.

€ 4.000

Erste italienische Ausgabe von Agricolas erdwissenschaftlichem Sammelwerk "De ortu et causis subterraneorum [...]" (1546 in Basel erschienen), nicht zu verwechseln mit seinem "De re metallica", das erst 1556 erscheinen sollte. "In 'De Ortu et Causis Subterraneorum', Basle 1546, Agricola made an important contribution to physical geology. He recognized the influence of water and wind on the shaping of the landscape and gave a clear account of the order of the strata he saw in the mines. Writing on the origin of mountains, he describes the eroding action of water as their cause with a perspicacity much in advance of his time" (PMM 79). - Einige hs. Notizen und gestrichener Besitzvermerk der Zeit am Titel; hs. Besitzvermerk (dat. 1918) am Vorsatz. Vereinzelt unbedeutende Wasserränder, im ganzen aber wohlerhaltenes Exemplar. "Uncommon: no complete copy has appeared at auction since 1974" (The magnificent scientific library of Joseph A. Freilich, lot 12 [5.000 USD, Sotheby's New York, Jan 11, 2001]). - Edit 16, CNC 527. Michaelis/Prescher 16f. Horst 494ff. Ebert *278 Anm. Graesse I, 43 (falsch: "1559"). {BN#8878} (mehr)

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Alamanni, Luigi. La coltivatione di Luigi Alamanni al christianissimo Re Francesco Primo. Paris, Robert Estienne (Stephanus), 1546. (3), 2 (falsch: 3)-154, (2) Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Pergamentband des frühen 18. Jhs. mit hs. Rückentitel. 4to.

€ 1.200

Erster Druck der ersten Ausgabe. - Hauptwerk des L. Alamanni (1495-1556), eines Medici-Vertrauten, der sich nach dem Sturz der Republik 1530 nach Paris begab, wo seine Bildung und Gewandtheit ihm das Vertrauen der Könige Franz I. und Heinrich II. verschafften. Er war u. a. französischer Botschafter bei Karl V. Sein Ruhm beruht vor allem auf dem vorliegenden, von Vergils "Georgica" inspirierten Gedicht über den Landbau - ein bedeutendes Zeugnis des französisch-italienischen Kulturaustauschs in der Renaissance. Der Druck des italienischen Buches in Paris bezeugt, daß für die gebildeten Kreise in Frankreich die Kenntnis des Italienischen selbstverständlich war. Schreiber betont die Einzigartigkeit dieser Produktion im Werk von Estienne: es ist das einzige von ihm in einer großen Kursivtype (grande italique) gedruckte Buch und überhaupt das einzige italienische, ja sogar das einzige von ihm in einer anderen modernen Sprache als dem Französischen gedruckte Werk. - Komplett mit den beiden Blättern "Alla Serenissima madama la Dalphina" nach dem Titelblatt und den beiden Schlußblättern mit dem Privileg sowie den Errata auf Bl. 154 verso, welche lt. Renouard alle häufig fehlen. Die Blattzählung zu Beginn etwas verwirrend, aber korrekt wie über die Bibliographien nachgewiesen: "No. 3 duplicated, no. 2 omitted, in numbering of leaves" (OCLC); die beiden Widmungsblätter sind nach dem (implizit als "1" gezählten) Titelblatt eingeschoben; darauf folgt das falsch als "3" foliierte Bl. 2. "Sans être exempte de fautes, cette édition parisienne est bien meilleure que ses deux réimpressions juntines de 1546 et 1549, in-8" (Renouard). - Kaum gebräuntes, sauberes Exemplar in einem italienischen Pergamentband um 1720. - Adams A 409. BM-STC French 6. I.A. 102.049. Renouard I, 68, 22. OCLC 3995871. Armstrong 39, 49. Fairfax Murray 3. Mortimer 10. Schreiber 88. Gamba 17. {BN#12726} (mehr)

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Alessio Piemontese. Kunstbuch [...] vo[n] mancherley nützlichen unnd bewerten Secreten oder Künsten, jetz neuwlich auß welscher unnd lateinischer Sprach inn Teutsch gebracht durch Doctor Hanß Jacob Wecker, Statt Artzet zu Colmar. [Basel, Peter Perna], 1573. 2 Teile in 1 Band. (48), 462 SS., l w. Bl. (8), 274, (22) SS. Titel in rot und schwarz. (Dazwischengebunden) II: Wecker, J. J. Ein nutzliches Büchlein von mancherleyen künstlichen Wassern, Ölen und Weinen. Ebd., 1573. (16), 127, (1) SS. Blindgepr. Pergamentband der Zeit mit Rollenprägung und hs. Rückentitel. Reste von Bindebändern. 8vo.

€ 2.500

Erste vollständige deutsche Ausgabe von Alessios "De secretis". Der Verfasser wird meist identifiziert mit dem Alchimisten Girolamo Ruscelli (1520-66). "Das Werk gehört nach Caillet zur 'haute philosophie hermetique'. Es enthält außer alchemistischen auch viele kosmetische Rezepte, ferner solche gegen Pest, Schlangengift, Ungeziefer, wie auch Konfekt, Einmachen von Früchten, Druckerschwärze, Putzmittel, Schlafmittel usw., des weiteren sehr frühe Beispiele zur Syphilis-Therapie und Arsenikverbindungen zur Haarvertilgung" (Horn/Arndt). Neben Abschnitten zur Weinherstellung auch solche zu Tinten, Seife, Zahnpasta usw. Perna druckte den ersten Teil bereits 1569, 1570 und 1571; der zweite Teils liegt hier erstmals vor. - II: Vierte Ausgabe; erstmals 1569 bei Perna gedruckt. Der Colmarer Stadtarzt Wecker (1528-86), Rhetorikprofessor zu Basel und bekannt als ?compilateur infatigable" (Simon), verfaßte mit seinem ?Antidotarium generale? eines der besten und berühmtesten pharmazeutischen Werke seiner Zeit. In der vorliegenden Abhandlung entwickelt er die von ihm übersetzten Rezepte Pedemontans weiter. - Der Einband zeigt eine umlaufende Tugendenrolle (174:14 mm; Caritas, Justitia, Fides, Spes); im Mittelfeld zwei Bogenfriese mit Knospenmotiv (nicht bei Haebler). - Ecken und Kanten bestoßen und teils mit kl. Läsuren. Etwas fleckig; vereinzelt leicht wasserrandig. Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk des ?Martinus Ruenz?. - I: VD 16, R 3830. Ferguson 22. Ferchl 455. Vgl. Rosenthal 754 u. 759. Caillet I, 177ff. Wellcome 189. Duveen 15f. Graesse (Bib. magica) 50. Simon 33. Krivatsy 202ff. und 215. - II: VD 16, W 1367. Vgl. Ferguson 534. Duveen 612. Simon 32. Ferchl 569. Wellcome I, 6705. {BN#6656} (mehr)

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Amaseo, Romolo. De pace oratio. Krakau, Mathias Scharfenberger, 1530. 13 nn. Bll., 1 w. Bll. Mit architektonischer Titelbordüre in Holzschnitt. Kleisterpapierbroschur um 1900. 4to.

€ 3.500

Sehr seltene erste Ausgabe der bedeutenden Türkenschrift des 1552 in Udine verstorbenen Humanisten. Amaseo hatte die vorliegende, lt. Apponnyi "sehr schöne, interessante" Rede am 1. Jänner des Jahres vor dem Kaiser, dem Papst und 30 Kardinälen in Bologna gehalten, und zwar unmittelbar, "nachdem der Friede zwischen den beiden Fürsten am Vorabend feierlich verkündet worden war. Der Redner hofft, daß der zwischen den christlichen Potentaten nunmehr gesicherte Friede es ermöglichen werde, den Türken endlich aufs Haupt zu schlagen [...] Amaseo wurde später vom Papst Paul III. in diplomatischen Missionen nach Polen gesandt, es scheint aber, daß er schon damals hohe Gönner dortselbst hatte, sonst wäre wohl die in Bologna gehaltene Rede nicht noch im selben Jahr in Krakau gedruckt worden" (Apponyi). - Auf dem von vierteiliger Holzschnittbordüre eingefaßten Titelblatt ein Dekastichon von Anianus Burgonius "in commendationem Romuli". - Nicht auf dt. oder internationalen Auktionen seit 1970, kein Ex. über OCL nachweisbar. Tadelloses Exemplar des seltenen Krakauer Drucks. - Göllner 359. Apponyi 1670. Sturminger 1. IA 1054.548. Wierzbowski 1061. Edit 16, CNCE 1486 (zwei Exemplare). Nicht bei Adams. {BN#10767} (mehr)

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Ambrosius, Hl. Gli uffici. Florenz, Lorenzo Torrentino, 1558. (24), 411, (13) SS. Mit architektonischer Holzschnitt-Titeleinfassung, einer kleinen Ansicht von Florenz, vier figuralen Initialen und der Holzschnittdruckermarke Torrentinos am letzten Blatt verso. Pergamentband d. 17. Jahrhunderts mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Kl.-4to.

€ 1.200

Erste italienische Ausgabe des "ersten Systems einer christlichen Sittenlehre" (LThK), der Officia des Hl. Ambrosius. Die Übersetzung stammt von Francesco Cattani da Diacceto (gest. 1574), Professor der Philosophie. Schönes, breitrandiges Exemplar. Hs. Besitzvermerk d. 18. Jhdt.s ("Desiderio Jilli") am Vorsatz. - BM-STC Italian 25. Graesse I, 99. Gamba 1190 ("Bella edizione"). Edit 16, CNC 1519. {BN#1592} (mehr)

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Antwerpen - Steuerrecht. Placcaet ende Ordinantie Onsheeren [!] des Conincx, ghemaect opt stuck vander Collectatie, van eenen hondersten penninck, vande roerende ende onroerende goeden, gheaccordeert byde Staten van herwaertsovere [...]. Antwerpen, Willem Silvius, 1578. (2), 6 SS. (A4). Mit Wappenholzschnitt (Antwerpen) am Titel. Mod. roter Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. 4to.

€ 750

Sehr seltene niederländische Ausgabe dieses Erlasses über die Einhebung von Steuern auf bewegliche Güter und Immobilien. Am 21. November 1576 proklamiert und 1577 überarbeitet; im Gegensatz zum Brüsseler Erstdruck von 1576 in Bibliotheken praktisch nicht nachweisbar. Es erschien auch eine französische Ausgabe ("Edict et ordonnance du roy nostre sire sur le fait de la levée & collectation d'un centiesme denir des biens meubles & immeubles"; Brüssel 1576). - Sauberes, breitrandiges Exemplar mit unbeschnittenen Büttenrändern. - Valkema Blouw 6084. OCLC 80825067 (ohne Standortnachweis). Vgl. Goldsmiths'-Kress 183. {BN#18225} (mehr)

In meine Auswahl

Apollonios von Rhodos. Argonauticorum libri quatuor, nunc primum latinitate donati, atque in lucem editi. Ioanne Hartungo interprete. Acceßit locuples rerum & verborum memorabilium index. Basel, (Kolophon:) Johannes Oporin, Februar 1550. (32), 226, (28) SS., l. w. Bl. Mit 2 figuralen Initialen in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

€ 1.400

Erste lateinische Ausgabe; die einzige lateinische Versübertragung des 16. Jh.s. Das bedeutendste, einzig vollständig überlieferte Epos des alexandrinischen Hellenismus in der Nachfolge Homers war von großen Einfluß, auch auf Vergil. - Der Philologe J. Hartung (1505-79), der sein Studium der Theologie, Philosophie und Jurisprudenz in Heidelberg aus finanziellen Gründen wiederholt unterbrechen und sich als Lehrer, Begleiter des Grafen von Falkenstein und Soldat in Ungarn verdingen mußte, erhielt 1537 eine Gräzistikprofessur in Heidelberg. 1546 folgte er ?einem Ruf als Prof. der griechischen und hebräischen Sprache an die Univ. Freiburg/Breisgau, wo er zeitweise auch Poesie lehrte? (DBE). - Hartungs Widmung richtet sich an den Freiburger Juristen Johann Venator: Hartung habe ?beim Übersetzen oft an den Nägeln kauen, sich den Kopf kratzen müssen, bis er verderbte Stellen wiederhergestellt, Dunkles verstanden habe. Er möge das Werk dafür umso mehr schätzen; zudem habe er diesen Dichter schon lange geliebt und beherrsche die griechische Sprache so gut, dass er sie schon öffentlich mit grossem Erfolg gelehrt habe. Was wenige Vertreter seines Faches vermöchten? (Hieronymus). Mit Widmungsgedichten von Joachim Mynsinger, Jacob Micyllus und Balthasar Acanthius; auf diese folgen ?griechische Textverbesserungen gegenüber der Aldina und der Frankfurter Ausgabe mit lateinischen und zum Teil - ganz ungewöhnlich - deutschen (in Fraktur!) Erklärungen? (Hieronymus). - Durchgehend etwas (teils stärker) gebräunt. Kl. Stempel der Bibliothek Bonclerici am Titel. - VD 16, A 3132. IA 106.503. Hoffmann I, 215. Schweiger I, 38. Hieronymus, Griechischer Geist 188. Nicht bei Adams oder BM-STC German. Nicht bei Dibdin oder Moss. {BN#6791} (mehr)

In meine Auswahl

Appianus. De bellis Punicis liber. De bellis Syriacis liber. De bellis Parthicis liber. De bellis Mithridaticis liber. De bellis civilibus libri V. De bellis Gallicis liber, seu potius epitome, Omnia per Sigismundum Gelenium Latinè reddita. De bellis Hispanicis liber, Caelio Secundo Curione translatore. De bellis Illyricis liber, P. Candido interprete. Additus est in praedictas historias index copiosissimus. (Basel, Hieronymus) Froben (& Nikolaus Episcopus), 1554. (16), 560 SS., 1 w. Bl., (44) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und großer Druckermarke am letzten Bl. verso sowie einigen figuralen Holzschnittinitialen. Pergamentband um 1700 mit goldgepr. Rückenschildchen. Buntpapiervorsätze. Folio (216:320 mm).

€ 800

Schöne Froben-Ausgabe in lateinischer Übertragung. "Hier erscheint zum ersten Mal wieder eine Übersetzung, die auf den griechischen Text zurückgeht, aus der Feder des jahrzehntelangen Mitarbeiters der Officina Froben, des Prager Humanisten Sigismund Gelenius (1494-1554). Sie ist sein letztes Werk, durch seinen plötzlichen Tod abgebrochen, das Fehlende teils aus der alten Übersetzung des Candidus, teils vom Basler Herausgeber Celio Secundo Curione selber ergänzt" (Hieronymus, GG 266). - Durchgehend gleichmäßig schwach gebräunt; zu Beginn in den Ecken unbedeutend wasserrandig; insgesamt hübsch. Aus der Sammlung des deutsch-schweizerischen Wirtschaftswissenschaftlers Edgar Salin (1892-1974), Mitglied des George-Kreises und seit 1927 Professor für Nationalökonomie in Basel, mit seinem eigenh. Besitz- und Signaturvermerk am Vorsatz. - VD 16, A 3164. IA 106.567. Adams A 1347. BM-STC German 38. Hoffmann I, 225. {BN#23724} (mehr)

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Aretino, Pietro. La prima [-seconda] parte de Ragionamenti di m. Pietro Aretino, cognominato il flagello de precipi, il veritiero, e'l diuino. Divisa in tre giornate. La contenenza de le quali si porra ne la facciata seguente. Veritas odium parit. Bengodi [d. i. Amsterdam?], il viggesimo primo d'octobre 1584 [d. i. 1600]. 3 Bde. in einem. (X), 198 SS. (VI), 339, (2) SS. 118 SS. Lederband des 18. Jhs. mit Rückenvergoldung. 8vo.

€ 5.000

Einziger im 16. Jh. erschienener Nachdruck der ersten Sammelausgabe von Aretinos berühmten "Unterhaltungen", welche John Wolfe 1594 in London druckte. Nach Brunet existieren (das Londoner Original eingeschlossen) vier verschiedene Ausgaben, die alle das Jahr "1584" am Titel tragen (wovon unsere die dritte darstellt), sämtlich in sehr kleiner Auflage gedruckt und "entre lesquelles, jusqu'ici, il y a eu peu de différence pour le prix" (Brunet). Erst durch die Forschungen Woodfields wurde kürzlich eine Unterscheidung und Lokalisierung der drei Nachdrucke möglich (unsere demnach die zweite), aber das Nordmann-Exemplar mit dem gleichen Impressum wie vorliegend wird dennoch katalogisiert als "extrement rare [...] comme les 3 autres" (Bibliothèque érotique Gérard Nordmann. Christie's Paris, 27. IV. 2006, lot 34 [est. EUR 20,000-30,000]). - Erster und zweiter Teil enthalten jeweils drei 'giornate', während der dritte betitelt ist "Commento di Ser Agretso da Ficarvolo (= Annibale Caro), sopra la prima ficata del Padre Sicco (= F. M. Molza). Con la diceria de nasi". - Schöne Sammelausgabe der Dialoge Pietro Aretinos (1492-1556), des großen italienischen Satirikers und Günstlings Giovanni de'Medicis, dessen freizügige Werke ihn so berühmt wie berüchtigt machten. Im Jahre 1558 wurde sein Gesamtwerk auf den Römischen Index gesetzt. Die Dialoge behandeln die drei Erscheinungsformen italienischer Frauen, nämlich Nonne, Ehegattin, Hure, "although the work is more a training manual on how to become a prostitute" (H. P. Kraus. Cat. 204, 8). - Durchgehender Wasserrand, dennoch gutes Exemplar. - Index Aureliensis 107.119. Gamba 1201 ("Rari"). Gay/Lem. III, 26-28. Pia, Livres de l'Enfer II, 1135-36. Brunet I, 411. Edit 16, CNCE 2485. Woodfield, B16 und B17. {BN#14569} (mehr)

In meine Auswahl

Aretino, Pietro. Quattro comedie [...] Cio' è Il Marescaléo, La Cortegiana, La Talanta, l'Hipocrito. Novellamente ritornate, per mezzo della stampa, a luce, a richiesta de conoscitori del lor valore. [London, John Wolfe], 1588. Small 8vo. 4 parts in one volume. VIII, 285, (3) ff. With medallion portrait (legend: "D. Petrus Aretinus Flagellum Principum") on title (repeated three times). 19th c. calf (slightly worn).

€ 1.500

Pirated edition of Aretino's "comedie" (the first appeared in Venice in 1553) printed by one of the most rebellious and outspoken of all the Elizabethan printers. Wolfe's production was in all probability chiefly destined for the European continent, as all of Aretino's works had been on the Roman Index since 1558; copies were offered for sale at the Frankfurt Book Fair of 1589. Aretino's comedies are considered the best of his works. They rank among the great works of Renaissance drama, and many of their leading characters were prototypes for later playwrights. ?La Talanta?, for example, prepared the way for Shakespeare?s character Falstaff. "[U]n frontespizo particolare ad ogni comedia [...] ha al fine una Lettera dell'Aretino a Daniele Barbaro" (Gamba). - One gathering misbound, but a nice complete copy. - Edit 16, CNCE 2486. Index Aureliensis 107.120. BM-STC Italian 517. Adams A 1562. Gamba 1204 note. Brunet I, 408. Pforzheimer 800. Woodfield, Surreptious Printing in England 43. {BN#14571} (mehr)

In meine Auswahl

[Arias Montanus, Benedictus. Regi seculor. immortali S. Humanae salutis monumenta B. Ariae Montani studio constructa et decantata Antwerp. Antwerpen, Christoph Plantin, 1571]. (150), 30 SS. Mit 71 ganzs. Textkupfern. Ohne den gest. Titel von Pieter Huys und das l. w. Bl. Restaurierter blind- und goldgepr. Kalbslederband unter Verwendung des zeitgenöss. Bezugsmaterials. Gr.-8vo.

€ 3.000

Erste Ausgabe von einem der schönsten Emblembücher: "editio princeps and the only edition with plates surrounded by borders" (Landwehr). Den lateinischen Oden des spanischen Theologen Arias (genannt Montanus) ist jeweils ein blattgroßer Kupferstich zugeordnet, innerhalb der separat gestochenen Bordüre mit einem gedruckten lateinischen Motto und einem kurzen Beitext am unteren Rand. Die prächtigen Kupferstiche nach Pieter van den Borcht zeigen italienisch-manieristischen Einfluß und sind gekennzeichnet durch ihren Verismus und ihre Liebe zum genau gezeichneten Detail. "70 copperplate emblems with monograms of the designers P. van der Borcht, and Cr. van den Broeck and of the engravers A. de Bruyn, P. Huys, H. Wiericx. All plates surrounded by ornamental borders in six varieties; they bear the monograms of P. H(uys) and J. S(adeler) only. Each plate with a caption on top and one below, a distichon, a motto and a poem on the opposite pages" (Landwehr). - Einband berieben (Rücken stärker); die ovalen mauresken Deckelornamentstempel anoxydiert. Innen stärker braun- und fingerfleckig, teils auch etwas wasserrandig. Die häufigen Randläsuren zumeist unfachmännisch hinterlegt. - Voet 588. Praz 259f. Landwehr (Low Countries) 43. BM-STC Dutch 13. Adams M 1646. Palau 16466. Vgl. Sorgeloos 111 (Ausg. 1583). {BN#23521} (mehr)

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Ariost, Ludovico. Orlando furioso di M. Lodovico Ariosto, tutto ricorretto, & di nuove figure adornato. Con le annotationi, gli avvertimenti, & le dichiarationi di Ieronimo Ruscelli. La vita dell'autore descritta dal signor Giovan Battista Pigna. Gli scontri de' luoghi mutati dall'autore dopo la prima impressione. La dichiaratione di tutte le istorie, & favole toccate nel presente libro, fatte da M. Nicolò Eugenico. Di nuovo aggiuntovi li cinque Canti del medesimo autore. Et una tavola de'principij di tutte le stanze. Conaltre cose utili, & necessarie. Venedig, Valgrisis Erben, 1580. 2 Teile in einem Bd. (16), 654, (32) SS. Mit 51 ganzseitigen szenischen Textholzschnitten sowie zahlreichen Initialen und Vignetten in Holzschnitt. Flexibler Pergamentband der Zeit. 4to.

€ 2.000

Ansprechend illustrierte Ausgabe des "Orlando Furioso"; die ganzseitigen Holzschnitte nach den Vorlagen von Dosso Dossi fanden erstmals in der Ausgabe von 1565 Verwendung. "Ottima edizione sia sul piano iconografico (51 tavole a piena pagina incise in legno) che su quello esegetico: vi sono le annotazioni del Ruscelli, la biografia ariostea del Pigna" (Agnelli). "A c. 2L3r con proprio front.: I cinque canti di m. Lodovico Ariosto" (Edit 16). - Der Titel alt aufgezogen, durchgehend leicht gebräunt, vereinzelt auch minimal fleckig. - Edit 16, CNCE 2796. Agnelli/Ravegiani I, 151. Adams A 1676. Brunet I, 436. {BN#23962} (mehr)

In meine Auswahl

Aristoteles / Simplicius. Simplicii peripatetici acutissimi commentaria in octo libros Aristotelis de physico auditu. Nunquam antea excusa. Lucillo Philaltheo interprete. Paris, (Jean Loys de Thielt für) Jean de Roigny, 1544. (6), 347 Bll. Mit großer Holzschnittdruckermarke (Szene in Druckwerkstatt) am Titel sowie einigen Schrotschnittinitialen und schematischen Textholzschnitten. Strukturgeprägter englischer Lederband kurz nach 1800 mit blindgepr. Deckelbordüre, goldgepr. rotem Rückenschildchen, Rückenvergoldung und goldgepr. Wappensupralibros an den Deckeln. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Stehkantenfileten; oxydierte Innenkantenvergoldung. Folio (220:319 mm).

€ 2.500

Zweite Ausgabe von Simplicius' Kommentar zur Aristotelischen "Physik", mit dem (in hübscher, großer Kursive gedruckten) lateinischen Text. Der Kommentar des Neuplatonikers Simplicius wurde um 540 n. Chr. abgefaßt. "Die Harmonisierung von Aristoteles mit Platon wird von Simplicius auf die Spitze getrieben: alle Unterschiede sind nur scheinbar" (Lex. der Alten Welt, 2802). Der Übersetzer Lucillo Maggi Filalteo (1510-78), ein Arzt aus Pavia, "commentirte auch über die Libros de coelo, und machte sich durch seinen Methodum recitandi curas, wie auch seine Consilia de morbis gravissimis bekannt" (Jöcher). - Stellenweise unbedeutend braunfleckig; Gelenke angeplatzt. Alt getilgter hs. Besitzvermerk des 16. Jhs. am Titel (Robert ...); später in der Bibliothek des französischen Finanzministers Jean-Baptiste Colbert (1625-83), der nach seinem Tode eine Bibliothek von nahezu 55.000 Büchern hinterließ (vgl. entspr. hs. Besitzvermerk am oberen Titelrand). Hernach in der Sammlung des englischen Diplomaten James Harris (seit 1800: 1st Earl of Malmesbury; 1746-1820) mit seinem Wappensupralibros an den Deckeln. Insgesamt ansprechendes Exemplar mit interessanter Provenienz in einem hübschen Privateinband eines englischen Adelshauses. - Adams A 1898. Schweiger I, 289. Hoffmann III, 407. Ebert 21285. Mattaire III, 363. Jöcher III, 1510. Diese Ausgabe nicht bei BM-STC French, IA, Schmitt etc. Vgl. DSB XII, 442. {BN#18484} (mehr)

In meine Auswahl

Aristoteles. [Operum quotquot extant, latina editio (...). Tomus ethicus]. Frankfurt, Andreas Wechels Erben, 1593. 3 Teile in 1 Band. 217, (7) SS. 212, (20) SS. 322, (70) SS. Mit 4 Holzschnittdruckermarken (3 größere, 1 kleinere) an Zwischentiteln und Schluß. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bänden mit etwas späterem hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. Dreiseitiger Rotschnitt. Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 600

Die drei die Ethik behandelnden Teile der lat. Wechel-Gesamtausgabe. Die vorliegenden Teile bildeten den letzten Band. "Eine sehr bequeme, und ziemlich nette Ausgabe, deren Inhalt nach den Theilen, in Thl. 1 angegeben ist. Selten; denn ich fand sie nirgends, auch nicht von Schweiger, aufgeführt [...] Ich sah sie selbst" (Hoffmann). - Teils etwas wasserrandig bzw. braunfleckig. Mit dem zeitgenöss. hs. Besitzvermerk des Erzbistums Neustadt am Titel. - VD 16, A 3286. Hoffmann I, 300. Cranz/Schmitt 106. Nicht bei Adams oder BM-STC German. {BN#11231} (mehr)

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Aristoteles. Parva quae vocant naturalia [...]. Omnia in Latinum conversa, & antiquorum more explicata a Nicolao Leonico Thomaeo [...]. Paris, (Ludwig Blaubloom f.) Simon de Colines, 1530. 3 Tle. in 1 Bd. (16), 373, (1) SS., 1 w. Bl. 126 SS., 1 w. Bl. 83, (7) SS. Mit 3 gleichen Verlegermarken an den Titeln, einigen Holzschnitt-Diagrammen und wenigen Textholzschnitten. Flexibler Pergamentband der Zeit. Bindebänder fehlen. Folio.

€ 2.500

Zweite Ausgabe dieser lateinischen Edition der "Parva naturalia", besorgt vom Humanisten Niccolò Leonico Tomeo (1446/57-1531). Der in Venedig geborene Grieche albanischer Abstammung, Schüler des Demetrios Chalkondylas in Florenz, lehrte seit 1497 in Padua Philosophie und soll als erster seinen Vorlesungen den griechischen Text des Aristoteles zugrundegelegt haben. Leonico versuchte unter dem Einfluß von Marsilius Ficino und Pico della Mirandola die platonische Ideenlehre mit der aristotelischen Psychologie zu verbinden. Den ihm angebotenen venezianischen Griechisch-Lehrstuhl (als Nachfolger von Giorgio Valla) schlug er aus, er wirkte jedoch als Mitarbeiter von Aldus Manutius. Die vorliegende Edition, eine seiner Hauptleistungen, erschien erstmals 1523 in Venedig bei Vitale. - Zu Beginn etwas gebräunt, am vorderen Innendeckel hs. Besitzvemerk des Francesco Sagramoro von Mailand. - Adams A 1889. BM-STC French 28 (nennt nur 2 Tle.). IA 107.925. Hoffmann I, 328. Moreau 1976. Renouard 149. Durling 284 (nur Tle. I und II). Nicht bei Schreiber. Nicht bei Schmitt. {BN#18512} (mehr)

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[Aristoteles u. a.]. Problemata Aristotelis. Mancherley zweyfelhafftiger Fragen gründtliche Erörterung und aufflösung, Deß hochberühmten Aristotelis, und vil anderer bewerten natur erkundiger [...]. Frankfurt am Main, Johann Wolff, 1571. 152 nn. Bll. Brauner Kalblederband von Jakob Krause auf vier Doppelbünden über Pappe mit reicher Decken-, Rücken- und Stehkantenvergoldung. Decken mit reichem Band- und Flechtwerk und goldgeprägtem Deckeltitel im Oval "PRO|BLE|MA" (Vorderdeckel) und "A|RIS|TOT|ELI|S" (Hinterdeckel). Schnitt vergoldet und arabesk gepunzt. In Kassette. 8vo.

€ 22.000

Prachtvolle, an die bekannten, vor allem durch die Bibliothek Groliers überlieferten französischen Vorbilder angelehnte Arbeit Jakob Krauses (1531-1586), der als der "bedeutendste deutsche Buchbinder der Renaissance" (DBE) gilt. Es handelt sich um einen der seltenen Geschenkbände des Kurfürsten August von Sachsen, die als "ein besonderer Gunstbeweis gesehen werden [müssen], denn August von Sachsen achtete bei jedem seiner Hofbeamten streng darauf, daß diese nur für ihn arbeiteten. So dürfte die Kurfürstin Anna nur städtische Buchbinder für sich arbeiten lassen: Die Krause-Einbände in ihrer Bibliothek waren seltene Geschenke des Kurfürsten August" (Bibl. Palatina [1986], I 252). Zu zwei in der Gestaltung der Decken und Rückenfelder identen und mit derselben Platte (145:92 mm Platte mit Bandwerk und Ranken [Schmidt Nr. P34]) und denselben Stempeln (u. a. Schmidt E41) hergestellten Einbänden vgl. den in der Bibliotheca Palatina befindlichen Geschenkband des Kurfürsten für den Pfalzgrafen Johann Casimir bzw. die Beschreibung eines, in der Landesbibliothek Dresden aufbewahrten Bandes aus der Bibliothek des Kurfürsten August (1071:KA 288) bei K. v. Rabenau: "Auf beide Deckel ist eine Platte mit einem schmalen leeren Rahmen aufgedruckt und füllt sie bis auf [...] einen äußeren Rand mit dreifachen blinden Streicheisenlinien. In der Mitte der Platte befindet sich ein Oval innerhalb einer exzentrischen Rollwerkkartusche [...] Um die Kartusche und teilweise durch ihre Einrollungen hindurch zieht sich ein Band, das nach einer Überkreuzung sich in eine breit ausladende Metallachse verwandelt, um dann in den äußeren Rahmen einzumünden. Das Bandwerk wird umspielt und in den äußeren Regionen durchdrungen von einem System dünner Ranken, die sich verbreitern und in mauresken Blättern und Blüten enden können. Ausgangs- und Knotenpunkte für diesen Überschwang sind die großen Kelchblüten in dem Beschlagwerk oben und unten sowie die miteinander verkoppelten Ranken seitlich der Mitte [...] Die fünf Rückenfelder haben die übliche konzentrische Abstimmung und den Wechsel von geometrischen Formen und einer kleineren Rankenbordüre" (ebenda, 86). - Zum Inhalt: Das erstmals 1551 erschienene Werk "ist keine eigentliche Ubsz. der aristotel. Probleme, sondern eine Samml. aus Aristoteles, Hippokrates, Avicenna, Galen, Averrhois u. a. Philosophen u. Aerzten und scholastischer Thelogen" (Hoffmann I, 350). Die letzten 42 Blätter enthalten "Ausserlesene Fragstücke / Marci Antonii Zimare [...] An den Durchleutigsten Fürsten [...] Johannem Castriotum". - Selten, kein Exemplar über OCLC nachweisbar. Kleinere Fehlstellen am Einbandrücken und den Ecken sorgfältig restauriert, Ausriß im Titelrand fachmännisch angegossen (ohne Textberührung). - VD 16, P 4903. Zu identen Einbänden Krauses vgl. Stamp. Pal. V 1715 (Palatina-Ausstellung 1986, E 8.4.2 und Farbtafel 176) bzw. K. v. Rabenau, Deutsche Bucheinbände der Renaissance (Brüssel 1994), Nr. 86 (mit zwei Farbabbildungen) sowie Schunke, Vorläufiges Verzeichnis der in der sächsischen Landesbibliothek zu Dresden erhaltenen Krause-Einbände. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 70 (1956), S. 256. Zur hier verwendeten Platte vgl. Schmidt, Jakob Krause (Leipzig 1923), Nr. P34 (Einzelstempel u. Typen unter E41 bzw. auf Tafel 61). {BN#2557} (mehr)

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Astesanus de Ast. Canones poenitentiales. [Nürnberg, Peter Wagner, ca. 1495]. Got. Type, 33 Zeilen. 8 nicht numerierte Bll. Mod. marmorierter Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. 4to.

€ 3.500

Wohl die erste Einzelausgabe der 'Canones' aus der 'Summa de casibus conscientiae', dem Hauptwerk des Astesanus de Ast. Der GW kennt noch eine ebenfalls undatierte Leipziger Ausgabe sowie die im Folgejahr in Wien erschienene Edition. Eine Besonderheit des vorliegenden Drucks ist Peter Wagners gleichzeitige Verwendung von in Holz geschnittener Titelzeile und Typendruck am ersten Blatt, "an experiment not found elsewhere" (BMC). - Spuren eines kl. getilgten Stempels am Titel, sonst sehr schönes und frisches Exemplar in einem ansprechenden Einband. - GW 2747. Goff A 1158. HC 4340. BMC II, 465. ISTC ia01158000. {BN#17343} (mehr)

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Augustinus von Hippo, Hl. Divi Aurelii Augustini Hippon. Episcopi meditationes, soliloquia et manuale. Meditationes B. Anselmi cum tractatu de humani generis redemptione. D. Bernardi idiotae viri docti de amore divino. Omnia ad mss. exemplaria emend. & in meliorem ordin. distributa: opera ac studio R. P. Henrici Sommalii Societatis Iesu theologi. Köln, Cornelius ab Egmondt, 1631. 410, (22) SS., l. w. Bl. Gest., ill. Titel. Lederband der Zeit über Holzdeckeln mit Rückenblindprägung. Dreiseitiger Rotschnitt. 2 Schließen. 16mo.

€ 120

Hübsch gedruckte Kölner Sedez-Ausgabe mit einer Sammlung von Augustineischen und pseudo-Augustineischen Werken sowie Schriften Dritter. Herausgegeben vom französischen Jesuiten Henri de Sommal (1534-1619); seine Edition war erstmals 1608 in Douay erschienen. - Einband berieben; Ecken, Kanten und Gelenke gering bestoßen. - VD 17, 3:311693L. De Backer/Sommervogel VII, 1381. {BN#22730} (mehr)

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Aurelius, Aneus Robertus. Rerum iudicatarum libri IIII. Paris, Iametio Mettayer & Pierre L'Huillier, 1597. 6 nn., 204, 130 Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel sowie zahlr. figuralen und floralen Initialen und Vignetten in Holzschnitt. Französischer Lederband des 17. Jh mit goldgepr. Deckelfileten, Rückentitel und -vergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Schnitt. Gr.-4to.

€ 540

Zweite, erweiterte Ausgabe der bedeutenden Abhandlung, erstmals 1595 erschienen. Der große Traktat über das Erbrecht behandelt Schenkungen, Stiftungen, Testamente, die soziale Bewertung des Reichtums etc. - Zahlreiche Stellen in griechischer Type. Exlibris des Juristen Saignard-Sasselanger am Spiegel, hs. Besitzvermerk "Ex libris petri fédon" (d. i. der Theologe Pierre Fédon, 1731-1799) am Vorsatz. Schönes Exemplar. - Vgl. BM-STC French 36 (nur Ausg. v. 1599). {BN#1669} (mehr)

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Bianchi, Marcantonio. Tractatus de compromissis inter coniunctos ex statutorum dispositione et de exceptionibus litis ingressum impedientibus. (Venedig, Aurelio Pinzi, 1543). (12), 75 SS., l. w. Bl. (Beigebunden:) Sánchez, Martin. Conspicua et adprime frugifera dividui et individui arbor. XVIII SS. Mit breiter figuraler Titelbordüre (darin Druckermarke) und ganzs. Holzschnitt am Titel verso. [Ebd.], 1538. Defekter Pergamentband der Zeit. Folio (280:410 mm).

€ 750

Erste Ausgabe. Familienrechtlich-vertragsrechtliches Hauptwerk des Paduaner Rechtslehrers Marcus Antonius Blancus (1498-1548). Selten; nur 5 Nachweise über Edit 16. - Am Schluß beigebunden ist das dritte bekannte Exemplar dieser seltenen zweiten Ausgabe (EA Toulouse, 1519) des "Arbor dividui et individui" von Martin Sanz (Sánchez) Bascolet. Der Rechtsbaum betrifft verschiedene Arten von Rechtshandlungen in Bezug auf Klauseln und Verträge hinsichtlich teilbarer und unteilbarer Gegenstände. Die einzigen sonst bekannten Exemplare finden sich in der Library of the Association of the Bar of the City of New York, Yale (als letzter Teil von Luca da Pennes "Lectura super tribus libris Codicis" [Lyon, Jacques Myt, 1538] beigebunden) und in der UB Tübingen (selbständig). Am Titel Pinzis schöne Druckermarke. - Durchgehend etwas wasserrandig, mit kl. Randläsuren bzw. gelegentlichen Wurmspuren im Rand. Zahlreiche Marginalien des 17. Jhs. Bindung stark gelockert; Einbanddeckel geworfen und lose. - Edit 16, CNCE 5724. Adams B 2102. Vgl. Leidenfrost I, 441. Nicht im BM-STC Italian. - II: OCLC 311252940. Nicht im Edit 16, bei Adams oder BM-STC Italian. {BN#23730} (mehr)

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[Biblia graeca - AT - Psalmi]. [Davides emmetros], sive Metaphrasis libri psalmorum graecis versibus contexta. (Ed. James Duport). Cambridge, John Field, 1666. Gest., ill. Titel (A. Hertochs fec.), (64), 216 SS. Englischer Lederband des 18. Jahrhunderts auf 5 Bünden mit goldgepr. rotem Rückenschildchen; Spuren oxydierter Stehkantenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 600

Variante der ersten Separatausgabe. - "A metrical version of the Psalter, in Greek hexameters [...] James Duport (1596-1679) was king's chaplain in 1660; he became Master of Magdalene College in 1668, and Vice-Chancellor of Cambridge University in 1669" (Darlow/M.). Schon 1665 hatte Field das ganze Alte Testament in griechischer Sprache gedruckt. 1666 erschienen dann die Psalmen in einer griechisch-lateinischen Ausgabe (mit 76 Seiten Vorstücken und 431 Seiten Text) sowie - wie vorliegend - nur griechisch. Die (durchgehend lateinischen) Vorstücke enthalten den Widmungsbrief an Charles II. sowie eine umfangreiche Vorrede an den Leser. - Etwas knapp beschnitten (gelegentlich geringer Verlust der Seitenzahlen); Einband an Ecken und Kanten etwas berieben; der Rücken fachmännisch restauriert. Am Titel alter hs. Besitzvermerk "EdR"; am vorderen Innendeckel alte Bibliothekssignatur. Im ganzen sehr schön erhaltenes Exemplar. - NUC 152, 378. OCLC 70338394. Vgl. Darlow/Moule 4703. Nicht in der Württ. Bibelslg. {BN#21744} (mehr)

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[Biblia graeco-latina - VT]. Biblia graeca et latina. Basel, Nicolaus Brylinger, 1550. 3 Bde. (2), 829 SS. 1100 SS, 1 w. Bl. 666 SS., 2 w. Bll. Mit der wiederholten Druckermarke in Holzschnitt sowie einem halbseitigen Textholzschnitt zu Beginn. Schweinslederbände der Zeit über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung (darunter Humanistenrolle sowie Einzelstempel Lilie), jeweils auf drei Doppelbünden und mit zwei intakten Messingschließen. 8vo.

€ 2.500

Schöne, zeitgenössisch gebundene Reihe, den vollständigen Text des Alten Testaments im zweisprachigen Paralleltext umfassend. "Apart from the Complutensian Polyglot, this is the earliest edition of the Bible in both Greek and Latin" (Darlow/M.) - "Einzige alte zweisprachige griechisch-lateinische Ausgabe [...] des Alten Testaments, zumindest im deutschen Sprachgebiet, bei der es dem Drucker in erster Linie um den griechischen Text gegangen ist, wie wir seiner Vorrede an den Leser entnehmen können, u. er die lateinische Übersetzung nur für die mediocriter docti beigefügt hat. Das neue Testament [...] scheint [...] getrennt erschienen zu sein, da wohl eine solche Ausgabe, hingegen kein Exemplar der Biblia mit diesem [...] bekannt ist [...] Den Beginn der Genesis schmückt eine Darstellung der Erschaffung Evas, ein anonymer Holzschnitt nach Darstellungen Hans Holbeins d. J." (Griechischer Geist aus Basler Pressen, Kat. d. Ausst. Basel etc. 1992-93, Nr. 383, mit Abb.). - Ohne den vierten Band mit den Apokryphen. Der Titel zu Band 2 wurde ebenfalls entfernt, der Text des AT jedoch komplett vorliegend. Aus dem Besitz des Caspar Lentzkovius (Lentzkow) mit dessen eigenh. Besitzvermerk sowie seinen eigenh. Marginalien (die Vorsätze zumeist dicht mit seinen zeitgenössischen griechischen bzw. lateinischen Notizen und Exzerpten gefüllt). Die attraktiven zeitgenöss. Prägebände nur leicht berieben, innen sauber. Gutes Exemplar aus Humanistenbesitz mit Marginalien der Zeit. - VD 16, B 2577. Adams B 969. Darlow/Moule 4621. Württemberger Bibelslg. C63. {BN#17316} (mehr)

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Biblia Latina. Biblia Hebraea, Chaldaea, Graeca & Latina nomina [...] cum Latina interpretatione. Locorum descriptio è Cosmographis. Index praeterea rerum & sententiarum quae in iisdem Bibliis continentur [...]. Paris, Robert Stephanus, 1538-1540. 4 Teile in einem Band. (10), 268 Bll. (1), 104 [recte: 103] Bll. 90 Bll. 92 Bll. [zus. 564 Bll.]. Mit figuraler Titelbordüre in Holzschnitt, der vierfach wiederholten, halbseitigen Druckermarke Estiennes, zwanzig teils ganzseitigen Textholzschnitten und zahlreichen Holzschnittinitialen. Blindgeprägter brauner Lederband der Zeit mit 8 (von 10) Messingeckbeschlägen und zwei intakten Schließbändern. Imp.-Folio.

€ 8.000

Robert Estiennes erste illustrierte Bibel (seine dritte in Folio). Der Text wurde korrigiert und revidiert von Guillaume Fabritius nach Estiennes Vulgata von 1528, ebenfalls im Imperial-Folio und "quite simply the most remarkable and original typographical treatment of the Bible ever printed [...] That of 1540 incorporates refinements of detail [...] The 1540 folio thus has a claim to be considered the most beautiful bible ever printed" (The Cambridge History of the Bible III, pp. 437-438). Estiennes erste Foliobibel von 1528 gilt als "the earliest genuine attempt at a critical edition of the Vulgate text" (Darlow/M. 6109). "The text of this edition represents a further revision on the same lines as that 1528, but based on a larger number of MSS [...] used by R. Stephanus, who acknowledges the help rendered by Guilelmus Fabritius in preparing this revision. It contains the Prayer of Manesses in Greek (as well as in Latin), printed here for the first time" (Darlow/M. zur vorliegenden Ausgabe). - "Most of the cuts are lettered and accompanied by printed keys [...] This is one of the few illustrated books printed by Estienne, and the purpose of the woodcuts is instruction above the Biblia pauperum level [...] Estienne acknowledges on the title-page the assistance of Francois Vatable, regius professor of Hebrew, in preparing the illustrations for the Tabernacle and the Temple of Solomon [...] Added to the scholarship of Vatable and Estienne was an accomplished hand in designing and cutting the blocks. They where thus widely copied [...] Tory criblé initials as in Estiennes's first folio Bible of 1528" (Mortimer). - Recht selten; über OCLC nicht nachweisbar. - Die Einbanddecken sowie die ersten bzw. letzten Bll. mit zahlreichen stecknadelkopfgroßen Wurmspuren, der Titel überdies etwas angestaubt, sonst innen weitgehend sauber und nur vereinzelt etwas fingerfleckig. Der zeitgenössische Einband stärker berieben und bestoßen, am oberen Kapital fachmännisch restauriert. - Mortimer (French) I, 68 (u. Abb. S. 93). Darlow/Moule 6117. Bibelslg. Württemberg D 488. Brunet I, 875 ("Tout en admirant la belle excecution de cette Bible"). Renouard (Estienne) 48, 1. Adams B 1022. BM-STC French 54. {BN#14532} (mehr)

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[Biblia latina - VT - Canticum canticorum.] Génébrard, Gilbert. Canticum canticorum Salomonis versibus et commentariis illustratum. Paris, Aegidius Gorbinus (Gilles Gourbin), 1585. (4), 188 (falsch: 170) Bll. (a4, A-Z8, Aa4). Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und 2 figuralen Initialen in Holzschnitt. Flexibler Pergamentband der Zeit auf drei durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. Reste von Bindebändern. 8vo.

€ 850

Zweite Ausgabe der Génébrard-Übersetzung (zuvor 1570 bei Martinus Juvenus erschienen), mit seinem ausführlichen Kommentar sowie den klassischen mittelalterlichen Kommentaren des Raschi sowie des Abraham ben Meïr Ibn Ezra. Genebrard (1537-97), ab 1591 Erzbischof von Aix, war einer der bedeutendsten Hebraisten seiner Zeit an der Sorbonne. - Paginierungsfehler: Bl. 10 gezählt als 2; 111 als 113, 113-187 als 115-189, 188 als 170. Einige griechische und zahlreiche hebräische Einsprengsel. - Papierbedingt etwas gebräunt; im Bug kl. Wurmgang (stellenweise auch etwas Buchstabenberührung). Titel mit hs. Besitzvermerk (dat. 1641). Selten; lt. OCLC nur 5 Exemplare in Amerika; seit 1950 international kein Exemplar im Handel nachgewiesen. - Adams B 1576. BM-STC French 61. OCLC 19274982. Nicht bei Darlow/Moule. Nicht in der Württ. Bibelslg. {BN#17910} (mehr)

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Blyssem, Heinrich, SJ. Defensio assertionum theologicarum de vera et sacrosancta Christi, quam habet in terris, ecclesia militante, quas Graetii, die 30 mensis Januarii anni MDLXXV, Henricus Blyssemius [...] defendit contra disputationem oppositam, quam Tubingensis quidam nuper adversus easdem edidit. Ingolstadt, David Sartorius, 1577. (8), 139 Bll., l. w. Bl. Mit gr. Holzschnittvignette am Titel. Flexibler Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Doppelbünden mit Resten eines hs. Rückenschildchens. Bindebänder fehlen. Gr.-4to.

€ 650

Erste Ausgabe der Verteidigungsschrift gegen Jakob Heerbrands "De vera ecclesia Christi militante" (1575) und "Contra assertiones Jesuiticas de ecclesia Christi" (1577). Der Kölner Jesuit Heinrich Blissem (1526-86), ein Vertrauter des Ignatius v. Loyola, bezieht sich hier auf seinen 1575 veröffentlichten Vortrag vom 30. Jänner 1575 in Graz, in dem er sich um eine Rechtfertigung des Jesuitenordens, der sog. "Ecclesia militans" bemühte. - Kl. Fehlstelle am Hinterdeckel. Innen teils leicht braunfleckig bzw. schwach wasserrandig; vereinzelt im w. Rand auch etwas wurmspurig. Vorsätze und letztes w. Bl. von alter Hand beschrieben; am Titel hs. Besitzvermerk der Kapuziner in Celje. - VD 16, B 5798. Adams B 2107. BM-STC German 129. De Backer/Sommervogel I, 1551, 3. Stalla 1342. Vgl. Jöcher I, 1132. {BN#12002} (mehr)

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Bock, Hieronymus. Kreüter Büch. Darinn underscheidt, Namen unnd Würckung der Kreutter, Stauden, Hecken unnd Beumen, sampt ihren Früchten, so inn Deütschen Landen wachsen [...]. Straßburg, Wendelin Rihel [d. Ä.], 1551. (20), 353 Bll., 1 w. Bl., 354-424, (8) Bll. Mit Wappenholzschnitt am Titel verso, einem Holzschnittportrait und mehr als 500 Holzschnitten (davon 2 zeitgenössisch koloriert, ein weiterer mit Spuren von Ankolorierung). Blindgepr. Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten auf 4 Doppelbünden. Eine ziselierte Messingschließe (von 2). Kl.-Folio.

€ 9.500

Zweite illustrierte (insgesamt dritte) Ausgabe des berühmten, erstmals 1539 erschienenen Kräuterbuchs mit den bekannten, teils figürlich belebten Holzschnitten von David Kandel, die in der 2. Ausgabe von 1546 hinzukamen. Der lutherische Prediger H. Bock (1498-1554) studierte in Heidelberg Philosophie, Theologie und Medizin; 1522 wurde er Lehrer, Arzt und Alchemist bei Herzog Ludwig II. in Zweibrücken. 1532 erhielt er eine Stiftsherrenstelle am Hornbacher Fabianstift, betreute die Bevölkerung medizinisch und trieb auf ausgedehnten Wanderungen botanische Studien. 1550/51 legte er als Leibarzt des Grafen Philipp III. von Nassau-Saarbrücken einen Botanischen Garten an. Bock, der mit Otto Brunfels und Konrad Gesner im Austausch stand, war der Lehrer von Jakob Theodor, genannt Tabernaemontanus. - Durchgehend etwas braunfleckig. Die beiden Brennesseldarstellungen auf S. 1 im zeitgenössischen Kolorit; der Stengel der Ringelblume braun ankoloriert. Zahlreiche Marginalien der Zeit in deutscher und lateinischer Sprache sowie brauner und roter Tinte, z. B. zur Mauerraute: "Mauerraüten gedorth, gepulvert in milch oder wasser sovil man zwischen dreyen fingern heben mag eingenommen zue nacht, und morgens 3 stund daruff gefastet macht den harn behalten, hatt mich Her Hans Goldenrieth gelerth an dem Karfreitag Anno C. 1562" (S. 201). Der hübsch blindgeprägte Einband (außen Evangelistenrolle; darin Laubstabrolle mit Profilbüste und Hahn; das Mittelfeld mit dreifacher Tugendenrolle) stärker berieben, die Ecken und Kapitale bestoßen. Zeitgenöss. Kaufvermerk von 1551 am vorderen Innendeckel (Name alt getilgt); wenig spätere hs. Besitzvermerke (Johann Ernst Stab bzw. Ottmar Stabius) an Vorsatz und Titel; weitere Besitzvermerke des 19. Jhs. (am Titel: "Josef Schlachter 1815"); Besitzstempel des Franz Martin Seybold, Buchbinder in Tölz (um 1860). - VD 16, B 6017. IA 120.590. BM-STC German 130. Graesse I, 458. Nissen (BBI) 182. Pritzel 866. Muller 414, 186. Ritter 215 (irrtüml. 413 num. u. 6 nn. Bll.). BNHCat B 711. Vgl. Schreiber 43 (frühere Ausg.). Nicht bei Adams. {BN#24854} (mehr)

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Boiardo, Matteo Maria. Orlando innamorato. Insieme co i tre libri di M. Nicolo de gli Agostini. Nuovamente stampato, e ricorretto, con nuovi argomenti, allegorie, & bellissime figure ad ogni canto. Venedig, Zuane (Giovanni) Alberti, 1588. (4), 370 (recte: 450) Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und 102 Textholzschnitten sowie zahlr. figuralen Initialen und Zierstücken in Holzschnitt (teils Münzen). Flexibler Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. Bindebänder fehlen. 4to.

€ 2.800

Spätere Ausgabe des Hauptwerks des italienischen Dichters Matteo Maria Boiardo (um 1441-94), Cousin Pico della Mirandolas. 1483 veröffentlichte Boiardo die zwei ersten Teile der Ritterdichtung in Reggio. "Mit dem Werk begründete Boiardo seinen Ruhm als größter italienischer Dichter des 15. Jhs.; sein Orlando wurde fortgesetzt durch Ariosts 'Orlando Furioso'" (Wikipedia). Hübsch illustrierte venezianische Ausgabe; die jeden Canto illustrierenden Holzschnitte mitsamt einem "Argomento" innerhalb einer Holzschnittbordüre gesetzt. - Durchgehend etwas gebräunt; gegen Ende auch wasserrandig. Einige Bleistiftanstreichungen. Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk ("Ad usum Joannis Baptistae Marringhi"). Einband berieben; kl. Fehlstellen im Bezug. - Edit 16, CNCE 6629. Harris 53. Adams B 2320. Brunet I, 1050. Graesse I, 471. OCLC 40795093. {BN#23978} (mehr)

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Bonatti, Guido, de Forlivio. Decem continens tractatus astronomie. Venedig, Jacobus Pentius de Leuco für Melchior Sessa, 3. VII. 1506. 194 nicht numerierte Bll. (d. l. w.). Zwei Spalten, 66 Zeilen. Gotische Type. Mit großer Holzschnitt-Titelvignette und der Druckermarke Sessas am Schluß. Zahlreiche kleinere astrologische Textillustrationen in Holzschnitt (teils wdh.), mehrere astronomische Diagramme und Schemata, eine Darstellung der Klimazonen der Erde, einige schwarzgrundige florale Initialen. Neuerer dunkelbrauner Lederband auf 4 erhabenen Doppelbünden unter Verwendung der originalen Holzdeckel und des originalen Deckelbezugs mit zeitgenöss. Blindprägung; der Rücken mit goldgepr. Titel. Folio (224:323 mm).

€ 9.500

Sehr seltene zweite Ausgabe (folgt der EA Augsburg, Ratdolt, 1491); die einzige Ausgabe des 16. Jahrhunderts. Bonattis Sammlung von zehn astronomischen Abhandlungen stellt eines der einflußreichsten italienischen Werke zur mittelalterlichen Astrologie dar; Dante weist dem Verfasser einen Platz im Inferno zu. Das Werk zeichnet "an exact picture, broad and comprehensive, of astronomical and astrological doctrines of his time" (Diz. Biogr. degli Italiani XI, 575). Viele der astrologischen Holzschnittillustrationen beruhen auf der Hyginus-Folge. Der Titelholzschnitt zeigt den Verfasser mit astronomischen Instrumenten (Astrolabium und Armillarsphäre) auf einem Thron, unter einem Baldachin von Sternen und Tierkreiszeichen, vor ihm die Muse Urania sowie eine Allegorie der Astronomie, die dem Leser sein Buch präsentiert. Die einzelnen Figuren mit ins Bild eingesetztem Typendruck bezeichnet (den gleichen Holzschnitt hatte Sessa bereits 1501 - mit abweichender Beschriftung - in seiner Sacrobosco-Ausgabe verwendet; vgl. Essling I, 265). Zu Sessas bekannter Druckermarke (eine Katze mit Maus im Maul) bemerkte der berühmte bibliophile Bischof von Ely, John Moore: "Whenever you see a book with a cat and a mouse in the frontispiece, seize upon it: for the chances are three to four that it will be found both curious and valuable" (zit. n. Fumagalli, 486). - Erste Blätter unten schmal angerändert (keine Textberührung). Zwei stecknadelkopfgroße Wurmgänge und schwacher Wasserrand im w. Außenrand (keine Textberührung). Am Titel unterhalb des Holzschnitts ist der Blindabdruck der Typenzeile sichtbar, den der Drucker zur Ausgleichzurichtung der nur im obersten Bereich bedruckten Seite eingesetzt hatte. Zahlreiche Anstreichungen und Marginalien von verschiedenen zeitgenöss. Händen (darunter zu den Humores); das letzte w. Bl. fast völlig beschrieben mit Rezepten in lateinischer und englischer Sprache ("A foment. Take rosemary, laventar spyke, and camomell [...]"). Der Einband fachmännisch in zeitgenössischer Manier erneuert. Die im spätgotischen Stil ausgeführte originale Deckelblindprägung zeigt in einem Doppelkreuz aus rollengestempelten Blüten-Rankenbändern ein mit dreifachen Streicheisenlinien gerautetes Mittelfeld, darin Einzelstempel (kleine und große Rosetten sowie Reiher im Rund). - Aus der Sammlung des schottischen Gelehrten, (Universitäts-)Politikers und Reisenden Sir William Stirling-Maxwell of Pollok (1818-78) mit seinem großen Wappenexlibris am vorderen Innendeckel. Stirling züchtete Rinder und Pferde, pflegte eine große Kunst- und Buchsammlung und betätigte sich auch als Historiker und Bibliograph. - Adams B 2381. Edit 16, CNCE 6865. Essling 548. Sander 1148. Riccardi I, 149. Honeyman Coll. I, 382. Thorndike II, 830-835. {BN#22348} (mehr)

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Bonaventura, Hl. In primum (-quartum) librum sententiarum elaborati dilucidatio [...]. Recognoscente R. P. M. Angelo Rocch. Augustiniano. Venedig, [al segno della Concordia], 1580. 5 Teile in 4 Bänden. (116) Bll. (d. l. w.). (8), 467, (1) Bll. (8), 661, (1) Bll. (7), 551 Bll., l. w. Bl. (8), 640 Bll. Mit Holzschnittvignette am Titel. Flexible Pergamentbände der Zeit mit hs. Rückentitel. Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 700

Späte Ausgabe von Bonaventuras schon in Inkunabelausgaben verbreitetem großem Kommentar zu den Sentenzen des Petrus Lombardus, über die Bonaventura an der Pariser Franziskanerschule Vorlesungen gehalten hatte. - Vor den ersten Teil ist gebunden der "Index generalis in omnes D. Bonaventurae super quatuor libros sententiarum Petri Lombardi dilucidationes". Am Titel des 1. Bands alt getilgter Besitzvermerk der Zeit; am Titel des 2. Bands zeitgenöss. hs. Besitzvermerk eines Bologneser Mönchs. Teils etwas wasserrandig; Rücken des 2. Bds. mit kl. Anplatzungen; Pergamentbezug am Hinterdeckel des 4. Bds. mit kl. Fehlstelle. - Edit 16, CNCE 6901. Nicht bei Adams oder BM-STC Italian. {BN#16857} (mehr)

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Borromeo, Carlo. Pastorum concionatorumque instructiones, ad concionandum, confessionisque & eucharistiae sacramenta ministrandum utilissimae. Köln, Maternus Cholinus, 1587. 425 (recte: 375), (1) SS. Mit halbseitigem Holzschnittportrait am Titel verso. (Beigebunden) II: Estella, Diego de. De modo concionandi liber. Köln, Birckmann für Arnold Mylius, 1586. (2), 123 Bll., 3 l. w. Bll. Flexibler Pergamentband der Zeit auf drei Bünden. Dreiseitiger Farbschnitt. Bindebänder. 8vo.

€ 500

Jeweils erste in Deutschland gedruckte Ausgabe: Die Pastoralanweisung des Hl. Karl Borromäus (1538-84, vgl. Wetzer/W. VII, 160) sowie eine wichtige homiletische Schrift (vgl. LThK III, 805) des Franziskanermönches Diego de Estella (1524-78), eine bedeutende Quelle für die spanische Mystik des 16. Jhs. - Papierbedingt gleichmäßig schwach gebräunt. Am hinteren Innendeckel hs. Kauf- und Bindekostenkalkulation. Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk des Ulmer Wengenklosters sowie hs. Besitzvermerk "Ex libris Samuelis Murer Ao. [15]87"; der Name "Samuel", wohl von dessen Sohn, später in "Georg" verändert (d. i. der Augsburger Domvikar Georg Murer, 1592-1680?). Später in der Bibliothek der Wiener unbeschuhten Augustiner (deren hs. Bibliothekssignatur am Innendeckel und Signaturschildchen am Rücken). - I: Adams B 2520. IA 122.538. VD 16, B 6753 (Ex. der BSB nicht mehr vorhanden). - II: Adams S 1709. VD 16, E 3994. {BN#22936} (mehr)

In meine Auswahl

Braun, Konrad. Libri sex, de haereticis in genere. D. Optati Afri episcopi quondam Milevitani, libri sex de donatistis. Mainz, Franz Behem, 1549. 2 Teile. (28), 358, (2), (16), 69, (3) SS. Mit 2 (wdh.) Holzschnittdruckermarken. (Beigebunden) II: Ders. De seditionibus libri sex [...]. Ioannis Cochlaei theologi De seditiosis appendix triplex, contra quosdam rebelles huius temporis. Ebd., 1570. (20), 355, (1) SS. Mit Holzschnitt-Druckermarke am letzten Bl. verso. (Beigebunden) III: Ders. Opera tria, nunc primum aedita. De legationibus libri quinque. De caeremoniis libri sex. De imaginibus liber unus. Ebd., 1548. 3 Teile. (32), 242, (20), 223, (20), 154, (2) SS. Mit 2 Holzschnittdruckermarken. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit auf 4 Doppelbünden. Spuren von Bindebändern. Folio (222:328 mm).

€ 950

Jeweils erste (Sammel-)Ausgabe. - Der Rechtsgelehrte Konrad Braun war Mitherausgeber der dritten Kammergerichtsordnung von 1548, seine Schriften befassen sich jedoch vorwiegend mit der Reformation. Braun "trat als Vorkämpfer der katholischen Sache auf. Sein Hauptziel war die Rückführung der Neugläubigen in eine von innen heraus erneuerte Kirche" (NDB II, 556). Die Holzschnitte zeigen das christliche Symbol des Pelikans in der Physiologus-Tradition sowie die Allegorie der Concupiscentia. - Am Titel hs. Besitzvermerk (17. Jh.) der Universitätsbibliothek Ingolstadt; hernach in der Londoner Jesuitenbibliothek in der Farm Street ("Writers' Library") mit entspr. Exlibris am vorderen Innendeckel. Papier etwas brüchig; einige kl. Randläsuren; Titel etwas fleckig mit kl. Wurmspuren. Der schöne Rollenstempelband (Bogenfries; Salvator, David, Paulus, Johannes; Feldherrnköpfe in Laubstab) etwas berieben; Ecken bestoßen; Gelenke angeplatzt. Ohne das vordere Vorsatzblatt. Insgesamt hübscher Sammelband mit drei seltenen Schriften des württembergisch-bayerischen Juristen und katholischen Humanisten. - I: VD 16, B 7202. BM-STC (German) 158. IA 123.929. - II: VD 16, B 7209 (und C 4383). BM-STC (German) 158. IA 123.931. - III: VD 16, B 7204. IA 123.923. {BN#22387} (mehr)

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Brisson, Barnabé. De formulis et sollemnibus populi Romani verbis, libri VIII [...]. Frankfurt, Wechel & Fischer, 1592. (8), 760 (falsch: 750), (84) SS. Zeitgenöss. Pergamentband mit doppelter umlaufender Deckelfilete und goldgeprägtem arabeskem Mittelstück. Rücken durch vierfache goldgeprägte Deckelfileten in ebensoviele Felder geteilt, darin jeweils rautenförmiger Einzelstempel in Goldprägung. Spuren von Bindebändern. Gr.-4to.

€ 1.800

Ausnehmend schön gebundenes Exemplar der maßgeblichen Ausgabe des bis ins 18. Jahrhunderts mehrfach gedruckten Standardwerks über die Rechtsprechung der alten Römer. Erstmals 1583 erschienen, wurde es 1592 mit einer Widmung an Heinrich von Rantzau in verbesserter und vermehrter Form zum zweiten Mal gedruckt. - Brisson (1531-91), Präsident des Pariser Parlaments, unternahm als erster den Versuch, alle Ausdrücke des lateinischen Rechts- und Politikschrifttums zu sammeln. Seine Idiomatik stützt sich dabei nicht nur auf Rechtsquellen, sondern er wertet auch in großem Maße literarische Quellen aus (zur weiteren Biographie vgl. NBG VII, 435f.). - Durchgehend etwas gebräunt; der Titel mit getilgtem Besitzvermerk. Der elegante Einband vorne mit minimalen Wurmspuren, sonst tadellos. - VD 16, B 8330. IA 125.117. Adams B 2848. Vgl. Brunet I, 1262. Ebert 2984. Graesse I, 541. Jöcher I, 1385f. {BN#17317} (mehr)

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Bronchorst, Eberhard von (praes.) / Apollonio, Gaspare (resp.). Miscellaneae quaedam propositiones, ex omni iuris materia decerptae [...]. Leiden, Franciscus Raphelengius, 1595. 7, (1) SS. Gefalzter, unaufgeschnittener Quartbogen.

€ 180

Seltene zivilrechtliche Prüfungsschrift der Leidener Akademie für Gaspare Apollonio aus Verano Brianza in der Lombardei. - Unbeschnitten und unaufgeschnitten. - Nicht bei Adams oder BM-STC Dutch. {BN#22495} (mehr)

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Bullock, George. Oeconomia concordantiarum scripturae sacrae. Venedig, Melchior Sessas Erben (Giorgio Angelieri & Alessandro Griffio), 1585. 2 Bde. (68), 1024 SS. (8), 1401, (1) SS. Mit 2 (wdh.) Holzschnittdruckermarken an den Titeln und einer Holzschnittvignette am letzten Blatt verso der Vorstücke von Bd. 2. Halbpergamentbände um 1700. 4to.

€ 400

Dritte, posthume Ausgabe (zwei 1567 bzw. 1572 bei Plantin in Antwerpen gedruckte Ausgaben waren vorangegangen). Herausgegeben vom Augustiner Livio Legge, Buchrevisor der Inquisition. Der englische Katholik G. Bullock (um 1521-80), Theologieprofessor in Cambridge (und Rektor von St. John's College), wurde 1559 nach einer Visitation der Königin Elisabeth seiner Ämter enthoben, da er sich weigerte, den Eid nach der Suprematsakte zu leisten. Über die Bretagne und Belgien verließ er England (seine unterwegs erfolgte Ausraubung durch "häretische Piraten" wird in der Widmung vorliegenden Werks an Papst Gregor XIII. erzählt). Um 1567 zog er nach Antwerpen, wo er seine vielgebrauchte Bibelkonkordanz erscheinen ließ und wo er um 1580 auch starb und im Michaelskloster beerdigt wurde. - Einbände berieben. Teils schwach gebräunt; einige kl. Wurmspuren. Vorderes Innengelenk jeweils angebrochen; Bindung teils gelockert (v. a. die erste Lage des 2. Bands). Kl. Eckausriß in Bd. 1, S. 1017f. (Verlust der Kustode). Am Titel zeitgenöss. hs. venezianischer Besitzvermerk; späterer hs. Besitzvermerk eines Oratorianers aus Chioggia in Bleistift am Vorsatz. Zu Sessas bekannter Druckermarke (eine Katze mit Maus im Maul) bemerkte der berühmte bibliophile Bischof von Ely, John Moore: "Whenever you see a book with a cat and a mouse in the frontispiece, seize upon it: for the chances are three to four that it will be found both curious and valuable" (zit. n. Fumagalli, 486). - Edit 16, CNCE 7824. BM-STC Italian 104. Adams B 3267. DNB III, 254. {BN#18933} (mehr)

In meine Auswahl

(Chytraeus, David u. Reuter, Christian). Christliche Kirchen Agenda: Wie die von den zweyen Ständen der Herrn und Ritterschafft, im Ertzhertzogthumb Oesterreich unter der Enns, gebraucht wird. [Rosenburg im Kamptal, Privatdruckerei des Ritters Leopold von Grabner], 1571. 4 nn., CCXIIII num., 3 nn. Bll. Mit mehreren Zierstücken und Initialen in Holzschnitt; zwei Seiten Notendruck. Zeitgenössischer Schweinslederband auf vier Bünden mit reicher Blindprägung, über das verwendete Stempelmaterial als Arbeit des sächsischen Hofbuchbinders Balthasar Metzger zu identifizieren. Folio.

€ 8.500

Erster Druck der ersten Ausgabe (Titelformulierung "von den zweyen"; später: "bey den zweyen"). - "Diese Agende darf wohl mit Recht als ein überragendes Hauptereignis in der österreichischen Reformationsgeschichte bezeichnet werden und ist daneben eines der interessantesten Denkmäler der Reformationsliteratur überhaupt [...] Die erste Ausarbeitung der Kirchenordnung stammt von David Chytraeus, der dazu 1568 eigens nach Nieder-Österreich gereist war und hier, abgeschirmt von der Beobachtung altkirchlicher Gegner, auf einer verborgenen Burg weilte [...] Nach Chytraeus' Abreise unternahm ohne dessen Wissen Christoph Reuter - der angesehene Sprecher der österreichischen evangelischen Pfarrer, Prediger des Leopold von Grabner auf der Rosenburg im Kamptal - eine vollständige Überarbeitung" (Gose). - Der Druck wurde früher irrtümlich Blasius Ebner in Stein/Scheibenhof zugewiesen. Vom vorliegenden ersten Druck sind nur noch 6 Exemplare bekannt: zwei vollständige und ein unvollständiges (alle von Jekal beschrieben), ferner das von Gose zitierte (Edelmann, Reformationsdrucke, Kat. 75), eines als Doublette aus der Stadtbibliothek Breslau und das vorliegende, aus einem Jesuitenkloster. Vom zweiten Druck ist ebenfalls nur eine Handvoll Exemplare bekannt (vgl. KVK). - Die Gesamtauflage lag bei 4000 Exemplaren. Die Ausgabe stockte schnell; verkauft wurden laut Abrechnung bis Anfang 1572 nur 409 Stück; etwa 3000 Exemplare fielen Anfang des 17. Jhs. im Gewölbe des Wiener Landständehauses der Gegenreformation zum Opfer. - Der schöne Einband durch Streicheisenlinien sowie Christusrolle (Crucifixus, Verkündigung, Taufe u. Auferstehung, monogrammiert BM) und Köpferolle doppelt kassettiert, äußere Umrahmung mit Kandelaberrolle (verzeichnet bei Haebler I, 279, 2 bzw. 10 u. 12). Der Buchbinder Balthasar Metzger spielte lt. Haebler "eine führende Rolle in Dresden", wie sein Zeitgenosse Jakob Krause hat er neben seinen Arbeiten für den Kurfürsten August auch Einbände für vermögende Privatleute angefertigt. Titel mit Besitzvermerken, einige alte Marginalien (u. a. Zusetzung einer Choralstrophe zur Eucharistiefeier "Christe du Lamb Gottes" mit Text und Noten auf Bl. CVIII verso), vereinzelte Wurmspuren, im letzten Drittel wasserrandig, sonst nur gelegentlich stockfleckig. Ausrisse in den Vorsätzen mit altem Papier ergänzt, der Einband ohne die Messingbeschläge, Schließbänder erneuert. Insgesamt schönes Exemplar in einem Dresdner Meistereinband der Zeit. - BM-STC German 517 (ohne Variantenunterscheidung). Richter II, 347. Jekal 204-213. Gose 176. Jackson 547: "Sehr seltener erster Druck". Vgl. VD 16, A 734 (nur der zweite Druck). Richter, Die evangelischen Kirchenordnungen II, 347, CXXXVIII. H. Krimm, Agende der niederösterr. Stände vom Jahr 1571 (in: Jahrbuch für die Geschichte des Protestantismus im ehemal. u. im neuen Österreich Jgg. 55-57, 1934-36). G. Jekal, Die protestantische Druckerei auf der Rosenburg im Kamptal (in: Das Waldviertel. Jg. 16 (27), 1967), 204-13. {BN#10623} (mehr)

In meine Auswahl

Cicero, M. Tullius. Opera omnia. Praeter hactenus vulgatam Dion. Lambini editionem, acc. D. Gothofredi notae. (Genf), Laymarie, 1596. 4 Tle. in 1 Bd. 958 Sp., 3 nn. SS. 635 Sp., 2 nn. SS. 714 Sp. 80 nn. SS. Mit breiter figuraler Holzschnittbordüre und zahlreichen Initialen und Vignetten in Holzschnitt. Schweinslederband der Zeit auf fünf Bünden mit reicher Blindprägung. Die Decken durch vier verschiedene Rollen (Humanisten, Bandwerk und Palmwedel) sowie doppelte Blindlinien kassettiert, Eckfleurons als Mittelstück das Wappen der Herzöge von Württemberg, Fürsten von Mömpelgard und Monogramm "AOB", der Hinterdeckel mit arabeskem Mittelstück. Kl.-Folio.

€ 2.500

Druck aus der Presse des G. Laymarie, ohne Angabe des Druckortes, der häufig mit Lyon angegeben wird, laut Baudrier I, 240 hat er aber nie in Lyon gedruckt. - Der reich verzierte Einband mit geprägter Datierung "1600" stammt aus der Regierungszeit Friedrich I. von Württemberg (1593-1608). Bei dem verwendeten Wappenstempel handelt sich um den bei Haebler II, 93, 1 beschriebenen, der sich auf den Bänden der Privatbibliothek der württembergischen Herzöge findet. Allerdings "wird das Wappen von Württemberg offenbar in viel weiterem Umfange von den Buchbindern dieses Landes zum Schmuck der von ihnen gefertigten Einbände verwendet" (Haebler II, 90). - Ohne die Bindebänder, die Prägung prägnant und wohlerhalten. Titel mit zwei Besitzvermerken des 17. Jahrhunderts. Innen etwas gebräunt bzw. fleckig. Im Ganzen jedoch sehr ansprechendes Exemplar. - Graesse II, 157. Schweiger I, 106. Moss I, 294. BM-STC French 109. Nicht bei Adams. {BN#14034} (mehr)

In meine Auswahl

Civile, Marco. Eine freidige vermanung, zu klarem und öffentlichen bekentnis, Jhesu Christi, wider Adiaphoristische, Davidianische, und Epicurische klugheit, des heuchelns und meuchelns, sehr nutzlich zu lesen. Magdeburg, M. Lotter, 1551. 12 unn. Bll. Schlichter Pappband. 4to.

€ 400

Einer von zwei Drucken aus demselben Jahr. Der ungenannte Herausgeber (und wahrscheinliche Übersetzer) war Matthias Flaccius Illyricus. - Etwas gebräunt; Buchblock gelockert. - VD 16, C 3967. {BN#10602} (mehr)

In meine Auswahl

Clemens VIII. Clemens episcopus servus seruorum Dei. Dilectis filiis universo clero & populo romano salutem & apostolicam benedictionem. Speculatores domus Israel [...]. Rom, Paolo Blado, 1592. 4 SS. Mit dem großem Papstwappen, flankiert von Petrus und Paulus sowie einer Initiale in Holzschnitt. Folio.

€ 200

Die im ersten Jahr seines Pontifikats erlassene Verordnung Clemens VII. betrifft die sogenannte "Visitatio liminum Apostolorum" und enthält einen Aufruf an alle Kirchenfürsten und Ordensoberen, ihrer Berichtspflicht gegenüber dem Hl. Stuhl nachzukommen. - Alte Heftspuren im Bug, kleiner Einriß im breiten weißen Rand. - Edit 16, CNC 44106. {BN#3962} (mehr)

In meine Auswahl

Clemens VIII. S. d. n. d. Clementis divina providentia papae VIII. Confirmatio constitutionis sanctae me. Pii papae V de civitatibus terris, & locis, S. R. E. non infeudandis, et declarationis fe.re. Innocentii papae IX desuper factae. Rom, Paolo Blado, 1592. 4 SS. Mit großem Wappenholzschnitt am Titel einer ornamentalen Holzschnittinitiale. Folio.

€ 220

Clemens VIII., der im gleichen Jahr sein Pontifikat angetreten hat, bestätigt mit vorliegender Bulle die ?Constitutio de civitatibus e terris? seines Vorgängers Pius V. (1566-72). - In den Rändern etwas gebräunt, Spuren alter Heftung, sonst tadellos. - Edit 16, CNC 40177. {BN#3961} (mehr)

In meine Auswahl

[Commonefactio]. Commonefactio ecclesiae Witebergensis ad alias, quae ordinationem ministrorum Witebergae quaerunt. Wittenberg, J. Schwertel, 1571. 12 unn. Bll. (d. l. w.). Mit kleinem Titelholzschnitt. Pappband. 4to.

€ 300

Einer von zwei Drucken im selben Jahr. - Titel unten beschnitten und mit Japanpapier ergänzt. Teils leicht braunfleckig. - VD 16, C 4654. {BN#10601} (mehr)

In meine Auswahl

[Como]. Lodi devote per uso della dottrina christiana. Como, Girolamo Frova, 1596. 100 (statt 104) SS. Durchgehend mit Holzschnittbordüre und mit zahlreichen kl. Holzschnittvignetten im Text. Marmorierter Pappband um 1900. 8vo.

€ 800

Noch frühe, von der Diözese Como herausgegebene Ausgabe, erschienen als zweiter Teil der "Dottrina christiana". Enthält 24 SS. Notendruck und ebensoviele kleine Textillustrationen in Holzschnitt (Monogramme, Heilige, biblische Szenen und Gestalten). Durchgehend etwas braunfleckig bzw. wasserrandig. Es fehlen die SS. 31-34; die S. 25f. verbunden. - Selten, nur 3 Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (Queriniana Bresci; UB Genua; NB Braidense Mailand). Kein Exemplar im JAP oder ABPC. - Edit 16, CNCE 14996. Nicht bei Adams oder BM-STC Italian. Nicht im OCLC. {BN#19583} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilia omnia]. Conciliorum omnium, tam generalium, quam provincialium [...] volumina quinque. Venedig, Domenico Nicolini [da Sabbio], 1585. 5 Bde. (22) Bll. (d. l. w.), 24 Bll., 1226, (2) SS. (6), (11) Bll., 1 w. Bl., 870, (2) SS. (4), 18 Bll., 986, (2) SS. (6), 15 Bll., 1 w. Bl., 927, (1) SS. (2), 14 Bll., 791, (1) SS. Titel durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Jeder Band mit 2 versch. Druckermarken an Titel und letztem Bl. Blindgepr. Schweinslederbände der Zeit über Holzdeckeln mit jeweils 2 intakten Schließen. Dreiseitiger Farbschnitt. Folio.

€ 5.000

Die seltene fünfbändige Nicoloni'sche Konziliensammlung, die an Reichhaltigkeit alle früheren Sammlungen übertraf (vgl. LThK). - Alle Bände bis auf den ersten mit hs. Schenkungsvermerk am vorderen Vorsatz: "Dises Buech ist dem Herrn Spitelmaister unnd seinem Convent zu Memmingen von Herr Jacob Fugger dem Eltern verehrt worden Imm December Ao. 1588"; alle Bände am Rücken durch zeitgenöss. Beschriftung ausgewiesen als "Donum generosi dni. Baronus Jacobi Fuggeri" (das ursprüngliche Vorsatzblatt im 1. Band wohl verlorengegangen). Jakob Frh. Fugger (1542-98; ab 1560: Herr von Babenhausen, Wellenburg und Boos) war Sohn des Bankiers Anton Fugger (dem Neffen und Nachfolger Jakob Fuggers "des Reichen"). Der Beiname "der Ältere", der sonst den 1469 gestorbenen Stammherrn des Hauses bezeichnet, grenzt unseren Jakob von seinem gleichnamigen Neffen ab (1567-1626), der 1588 noch in Rom studierte und hernach Fürstbischof von Konstanz wurde. - Das im 13. Jh. gegründete Kreuzherrenkonvent im allgäuischen Memmingen widmete sich der Armen- und Krankenpflege. Nach einem Großbrand im Jahre 1477 wurde die Spitalkirche als gotische Hallenkirche mit Turm wiedererrichtet, womit der Anlage weitgehend die heutige Gestalt gegeben war. 1803 wurde das Kloster säkularisiert; die Bibliothek wurde zerstreut und die vorliegende Reihe kam hernach - wie durch Stempel am Titel ausgewiesen - in die Bibliothek des Franziskanerklosters Bad Tölz (nach der Säkularisierung 1828 wiedererrichtet und 180 Jahre später geschlossen). - Durchgehend mit kl. Wurmspuren; in Bd. 2 auch stärker (vor allem zu Beginn und gegen Ende; auch den Text betreffend). Die prächtigen, außergewöhnlich gut erhaltenen Schweinslederbände zeigen innerhalb einer Bogenfriesrolle und zwei negativ gestochenen Ornamentrollen insgesamt drei verschiedene, teils mit "I. B". bezeichnete Plattenstempel, von denen zwei bei Haebler nachgewiesen sind. Haebler nennt mit Jakob Bitmer auch einen im gegenständlichen Zeitraum (1587-93) tätigen Augsburger Meister, dem die Einbände möglicherweise zuzuschreiben sind. Einbände vereinzelt schwach berieben; Bd. 2 mit kl. Schabspur am Hinterdeckel, sonst von perfekter Erhaltung. - Adams C 2773. Edit 16, CNCE 13060. LThK VI, 185. OCLC 6967756. Nicht im BM-STC Italian. Zu den Plattenstempeln: Haebler I, 55f.: I.B. VI, Platten I u. II. {BN#20133} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilium Lateranense V]. Nomina et tituli revere[n]dissimo[rum] d[omi]no[rum] S. R. E. Cardinaliu[m]. [Rom, Marcello Silber, um 1513]. 4 unnum. SS. Mit Holzschnittvignette (Papstwappen Leo X.) und vierteiliger ornamentaler Holzschnittbordüre am Titel. 4to.

€ 3.500

Das zweite nachweisbare Exemplar des Verzeichnisses der am 5. Laterankonzil (1512-17) teilnehmenden Kardinäle, gegliedert in "Cardinales Episcopi", "Cardinales Presbiteri" und "Cardinales Dyaconi", innerhalb dessen nach dem ernennenden Papst (Sixtus IV., Alexander VI., Julius II. und der amtierende Leo X.). Einige ungefähr zeitgenöss. hs. Marginalien und Ergänzungen (so beim niederländischen Kardinal Hadrianus der Hinweis auf seine spätere Papstkür im Jahre 1522); am Schluß siebenzlg. Nachschrift von derselben Hand. - Minimale Papierschäden im Innenrand (keine Textberührung); insgesamt sauber. Nicht in der Vaticana, nicht im OCLC, kein Exemplar in Amerika. Nur ein Exemplar in internationalen Bibliothekskatalogen über Edit 16 nachweisbar (Biblioteca dell'Accademia nazionale dei Lincei e Corsiniana, Roma), - Edit 16, CNCE 54236. Tinto (Ann. tip. Silber) 93. Nicht bei Adams oder BM-STC Italian. {BN#16237} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilium Lateranense V]. Bulla tertie sessionis habite in Sacrosancto Concilio lateranen[se] tertio non[as] Dece[m]bris M.D.xii Pont. sanctiss. D. N. Julii divina providentia Papa ii. Anno X. [Rom, Giacomo Mazzocchi], (1512). 4 unnum. Bll. (d. l. w.). Mit Holzschnittvignette (Papstwappen Julius II.) am Titel. Geheftet. 4to.

€ 1.500

Eine von zwei (drei?) römischen Ausgaben dieser Bulle im selben Jahr (zugleich aufgelegt von Marcello Silber). Am Schluß gezeichnet und im Namen der apostolischen Kammer mit Nachdruckverbot versehen von Balthasar Tuerdus, "Domin. de Comitibus". - Unten schwach wasserrandig; Titel von zeitgenöss. Hand in roter Tinte umrahmt und mit Marginalvermerken versehen. - Edit 16, CNCE 13926. Vgl. BM-STC Italian 571 (Silber-Ausgabe; eine andere Giovanni Beplin zugeschrieben). Nicht bei Adams. {BN#16239} (mehr)

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[Concilium Lateranense V]. Convocatio Generalis Concilii ex parte principum. (Nürnberg, Johann Weißenburger, 1512). 4 unnum. Bll. (Aa4). Mit einer Holzschnittinitiale. [Und:] Bulla intimatio[n]is Generalis Concilii apud Lateranum per S. d. n. Juliu[m] Papa[m] ii. edita. 8 unnum. Bll. (A-B4). Mit einem Textholzschnitt. [Und:] Bulla Monitorii Apostolici: co[n]tra tres revere[n]dissimos Cardinales, ut redea[n]t ad obedie[n]tia[m] S. d. n. Pape. Ne Scisma in eccl[es]is sancta dei orie[tur]. 4 unnum. Bll. (C4). [Und:] [Fondi], Angelo. Oratio Angeli Anachorite Vallisumbrose pro Concilio Lateranensi. Contra Conventiculum Pisanum. 4 unnum. Bll. (D4). [Und:] Corvino, Massimo. Oratio Maximi Corvini Parthenopei Episcopi Esernien. Sanctissimo Julio Secundo Pont. Max. dicta. 4 unnum. Bll. (E4, d. l. w.). Mit 2 figural. Holzschnittinitialen. [Und:] Breve Julii Secu[n]di Pont. Max. ad Reges Duces et principes christianos: in quo co[n]tinent potiores: licet plures sint alie cause privationis Cardinaliu[m] Hereticoru[m] Scismaticoru[m]q[ue]. 4 unnum. Bll. (F4, d. l. w.). [Und:] Corsi, [Pietro]. Cursii Panegyris de federe inter Juliu[m] ii. Pont. Max. et Hispan. Rege. 4 unnum. Bll. (G4, d. l. w.). Mit einer neunzeiligen figural. Holzschnittinitiale. Alle Teile außer dem ersten mit (wdh.) Titelholzschnitt (Papstwappen Julius II.) am Titel. Zus. 7 Teile mit 32 Bll. Flexibler Pergamentband, Bindebänder. 4to.

€ 4.500

Überaus seltene Sammlung sieben früher Hauptschriften (zwei Bullen, ein Breve, zwei Orationen, ein kurzes Panegyrikon sowie die Convocatio) zur 5. Lateransynode, die Papst Julius II. 1512 gegen das antipäpstliche Konzil von Pisa einberief. Nach Julius' Tod im Folgejahr von Papst Leo X. fortgesetzt, schloß das Konzil 1517 mit der Beendigung des Pisaner Schismas und mit einer begonnenen Kirchenreform. Das Konzil verwarf auch die Pragmatische Sanktion von Bourges (1438), die auf eine französische Nationalkirche abgezielt hatte. - Convocatio, Bulla intimationis und Breve gezeichnet vom päpstlichen Sekretär Sigismundus Pindarus. Obwohl die Drucke zumeist einzeln auftreten, sind diese durch die Bogensignaturen als ursprünglich zusammengehörig ausgewiesen, wobei VD 16 und BM den hier vorgebundenen Teil (ohne Titelholzschnitt, aber mit Weißenburgers Impressum) als letzten angeben. - Vollständig wie vorliegend sehr selten, so auf Auktionen der letzten Jahrzehnte nicht nachweisbar. Das einzige im OCLC verzeichnete Exemplar unvollständig ("LC copy incomplete: wants the Oratio Angeli Anachoritae Vallisumbrosae"). - Erstes Bl. recto etwas braunfleckig, sonst im ganzen sehr sauber. Kartusche im Wappenholzschnitt von Corvinos "Oratio" von zeitgenöss. Hand mit roter Tinte nachgezogen. - VD 16, K 243. BM-STC German 753. OCLC 33207567. Separat: VD 16, C 4986; K 242 (vgl.); K 244; F 1816; C 5322; K 235; C 5300. Nicht bei Adams. {BN#16240} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilium Lateranense V]. Littere clare memo. Ludovici XI. Franco[rum] Regis Christianissimi super abrogatione Pragmatice sanctionis in quarta Sessione Sacro sancti Lateranen. Concilii publice lecte et recitate. [Rom, Marcello Silber, 1512]. 4 unnum. Bll. (d. l. w.). Geheftet. 4to.

€ 2.000

Sendschrift des französischen Königs Ludwig XI. an Papst Pius II. vom 27. November 1461, hier neu aufgelegt im Rahmen der 5. Lateransynode, die Papst Julius II. 1512 gegen das antipäpstliche Konzil von Pisa einberief. Das Laterankonzil verwarf unter anderem die 1438 unterzeichnete Pragmatische Sanktion von Bourges, die auf eine französische Nationalkirche abgezielt hatte. Trotz Ludwigs hier vorliegender Versicherung, er habe die Pragmatische Sanktion "im ganzen Reich und in der Dauphiné" abrogiert, blieb sie dem Geiste nach in Kraft; 1463 und 1464 erließ er "eine Reihe von Ordonanzen 'zur Abwehr der röm. Übergriffe u. Herstellung der alten gallikan. Freiheiten'. 1567 hob er sie abermals auf, fuhr aber fort, ganz im Sinne der Pragmatischen Sanktion zu handeln" (LThK VIII, 425). Nachdem die Bischofsversammlung zu Rom 1510 auf Wunsch Ludwigs XII. erklärte, man habe sich an die Pragmatische Sanktion zu halten, verwarf das 5. Laterankonzil dieselbe endgültig; 1516 wurde sie von Franz I. durch das Konkordat ersetzt. Der vorliegende, vom Vatikan veranstaltete Druck von Ludwigs Abrogationsschrift sollte wohl die französische Kirche an gegebene Zusagen erinnern und die Grundlage für eine Lösung des Streits im Sinne Roms bereiten. - Am Schluß mit Kollationsbestätigung von Johannes Gerones, Notar der Apostolischen Kammer; darunter Nachdruckverbot von Balthasar Tuerdus. - Kl. Braunfleck am Titel. Fast unmerkliche Spuren früherer Faltung; letztes Bl. v. a. verso etwas gebräunt bzw. braun- und fingerfleckig. - Adams L 670. Edit 15, CNCE 31026. Nicht bei BM-STC Italian. {BN#16236} (mehr)

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[Concilium Tridentinum]. La harangue faicte par les legats du sainct siege apostolique, en l'ouverture du concile, aux peres estans en iceluy. Translatée de Latin en François [...]. Paris, Guillaume Nyverd, 25. IX. 1561. (24) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Mod. Halblederband. 8vo.

€ 350

Einer von zwei Drucken im selben Jahr (der andere in Rheims bei Jean de Foigny erschienen). Mit der hier abgedruckten Rede wurde die dritte und letzte Periode des Trienter Konzils (1561-63) in der "première session" eröffnet. - Gutes, sauberes Exemplar. - BM-STC French 425. Nicht bei Adams. {BN#20312} (mehr)

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[Copp, Johannes]. Erklärung unnd gründtliche underweysung, alles nutzes, so in dem Edlen Instrument, Astrolabiu[m] genan[n]t, begriffen, und erfunden würt, denen, so der lateinischen Sprach unverstendig, doch Liebhaber der Kunst, erkannt, trewlich verteutscht, unnd durch den Truck außgangen. (Augsburg, Silvanus Ottmar), 1525. 30 unn. Bll. (d. l. w.). Mit 10 (teils fast blattgr.) Textholzschnitten, einigen gedruckten Tabellen im Text und eineir schwarzgrundigen figuralen Holzschnittinitiale. Gesprenkelter Pappband. 4to.

€ 3.500

Vermutlich erste Ausgabe der sehr seltenen Schrift. Sie wurde im selben Jahr auch von Erlinger in Bamberg unter anderem Titel und unillustriert, aber unter Nennung des Verfassers gedruckt. "Der Titel, die Vorrede und die ersten Kapitel unterscheiden sich wesentlich. Der ganze übrige Text stimmt inhaltlich in den beiden Ausgaben überein, auch sprachlich ergeben sich keine starken Abweichungen. Das 21. Kapitel des Erlinger-Druckes fehlt in dem Augsburger Druck. Dieser weist dagegen astronomische Figuren und einen Schlußcanon auf, die im Erlinger Druck fehlen" (Schottenloher). - Johannes Copp (1487-1563) war Arzt in Joachimsthal und wurde von Ferdinand I. zum Königl. Arzt in Prag ernannt. - Titel mit zeitgenössischem Vermerk "Das Astrolombium [!] khan bei Mihr gemacht werden, und alle zait fertig gefunden werden". Das letzte weiße Blatt mit einem Rezept von derselben Hand. - Durchgehend gebräunt und wasserrandig; Randläsuren bzw. kl. Eckverluste (durchwegs ohne Textberührung) teils hinterlegt. - VD 16, C 5029. IA 144.400. Zinner 1295. Schottenloher, Erlinger, 40. Vgl. Houzeau/Lancaster 3259. {BN#10612} (mehr)

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Cordus, Euricius. Ain Regiment Wie man sich vor der neuen plage, der Englische Schwaiß genannt, unnd so man damit ergriffen wirdt, darjn halten soll. [Marburg?, 1529]. 8 Bll. Mit einer Holzschnittinitiale. Buntpapierbroschur. 4to.

€ 3.000

Bibliographisch nicht nachweisbarer Druck über die im selben Jahr erstmals in Deutschland aufgetretene Seuche. Die Ursache dieser auch als "sudor anglicus" bekannten Erkrankung, die in den älteren dt. Literatur oftmals mit der Pest gleichgesetzt wird, "remained a total mystery until it was it was compared with Hantavirus pulmonary syndrome (HPS) in 1994 [...] [It] predominantly attacked males between the ages of 15 and 45 years. The incubation period was frighteningly short and the outcome normally fatal [...] its pockets of instant lethality in communities gave it a special ranking of horror" (PMID, nach Br J Biomed Sci. 2001;58(1):1-6). - Der Verfasser war Professor für Medizin an der Universität in Marburg und Stadtarzt in Bremen; seinen "Nachruhm verdankt er indes den 13 Büchern seiner lateinischen Epigramme, die ihn als einen der bedeutendsten Vertreter dieser literarischen Gattung im 16. Jahrhundert ausweisen" (DBE). - Mit zahlreichen Marginalien von zeitgenössischer Hand. Schönes, kaum gebräuntes Exemplar. - Vgl. VD 16, C 5097-5104 (8 verschiedene Drucke, nicht identisch mit unserem). Durling 1024. Wellcome I, 1588. Hirsch/H. II, 107. {BN#15733} (mehr)

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Cornarius, Janus [d. i. Johann Hagenbut]. Universae rei medicae epigraphe seu enumeratio, compedio tractata. Basel, [Froben], 1529. 94, (2) SS. Beigebunden 2 Bll. aus anderem Cornarius-Werk. Goldbrokatumschlag des frühen 18. Jhs. 4to.

€ 750

Erste Ausgabe einer Hauptschrift des Cornarius, Stadtarzt in Frankfurt und Herausgebers des Hippokrates, später Professor in Marburg und Jena. Cornarius gilt als der verdienstvollste medizinische Philologe des 16. Jhs., der "sich allein durch seine Ausgaben der griechischen medizinischen Classiker in der Geschichte der Medizin unsterblich gemacht hat" (Hirsch/H.). - Sauberes Exemplar mit vereinzelten kleinen Rand- u. Bugmängel (kl. Einrisse; Papierdurchbrüche, Messerspuren), Bll. g2 u. g3 (SS. 51-54) mit großem Ein- bzw. Ausriß im Text, unschön hinterlegt (g3 auch mit etwas Textverlust). Am Schluß beigebunden sind Titel und letztes Blatt (verso mit großer Holzschnittdruckermarke Frobens) aus Cornarius' komplett nur 6 Bll. umfassenden Schrift "In divi Hippocratis laudem praefation ante eiusdem prognostica" (1528; IA 144.869). Die Broschur mit kl. Randläsuren; am Hinterdeckel etwas lappig und mit größeren Fehlstellen. Am vorderen Innendeckel gedr. Exlibris (gez. von J. Buning) des niederländischen Pharmazeuten Jan Kok (1899-1982). - VD 16, C 5145. BM-STC German 223. IA 144.870. Durling 1039. Wellcome I, 1608. Panzer VI, 270, 732. Bird 601. Hirsch/Hübotter III, 15. Wolfenbüttel 377. Nicht bei Adams, Lesky, Osler oder Waller. {BN#12315} (mehr)

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[Corpus iuris civilis - Codex Iustinianus]. Codicis Iustinianei constitutiones imperiales complectentis, libri IX priores. Cum Accursii commentariis. [...] Editio postrema. Venedig, Niccolò Bevilacqua, 1569. (48 [statt 52]), 1486 [recte: 1488], (26). Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und 2 gefalt. Holzschnittschemata. Lederband des 18. Jhs. auf 5 Bünden mit goldgepr. Wappensupralibros an beiden Deckeln und doppeltem goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Gr.-4to.

€ 450

Hübsch gedruckte Konstitutionenausgabe (Bücher 1-9). - Einband berieben; an Ecken und Kanten bestoßen; Kapitale lädiert. Bei der Neubindung im 18. Jh. knapp beschnitten (teils etwas Verlust der Kopfzeile und der zeitgenöss. Marginalien von verschiedenen Händen). Titel an den Rändern besonders stark beschnitten, alt aufgezogen (etwas Textverlust, Fehlstellen von Hand ergänzt); erste Lage angerändert und mit kl. Wurmspur. Die Schemata zeigen die arbor de interdictis und arbor super interesse (letztere unten abgeschnitten; der Abschnitt lose beiliegend). Es fehlen die Bll. alpha 2-3 (wohl Widmung). Unterschiedlich gebräunt; insgesamt gutes Arbeitsexemplar. Aus der Bibliothek des Olmützer Bischofs Johann Wenzel Xaver Freiherr Frey von Freyenfels (1705-76) mit seinem Wappensupralibros an beiden Deckeln und seinem gest. heraldischem Exlibris am vorderen Innendeckel. - Edit 16, CNCE 13447. Nicht bei Adams oder BM-STC Italian. {BN#24095} (mehr)

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Cyrill von Alexandria, Hl. Divi Cyrilli Alexandrini episcopi [...] omnia opera quae hactenus summa diligentia reperiri potuere [...]. Paris, Michel Sonnius, 1573. 2 Bde. in einem. (8) SS., 1074 Spp., (1) S., l. w. Bl. 762 Spp., (53) SS. (ohne das l. w. Bl.). Mit 2 Holzschnittdruckermarken am Titel. Lederband des 17. Jhs. (stark lädiert) auf 5 Doppelbünden mit Resten von Rückenvergoldung. Folio.

€ 650

Zweite lateinische Ausgabe bei Sonnius (zuvor kollationsgleich im Vorjahr erschienen), aus dem Griechischen übersetzt und ediert von Gentian Hervet (1499-1584; vgl. Gamillscheg/Harlfinger: Repertorium der griechischen Kopisten 800-1600). - Beide Deckel stark berieben (Oberschicht des Leders abgerieben); Kapitale defekt; Ecken und Kanten stärker bestoßen mit kl. Fehlstellen im Lederbezug. Innen insgesamt sauber und wohlerhalten; Titel unbedeutend fingerfleckig; vereinzelte hs. Anstreichungen und Notizen des 17. Jhs. Am vorderen Vorsatz verso kl. Provenienzvermerk: "Ex biblioth. P. Fabri". Recht selten; lt. OCLC kein Exemplar in USA (Nachweise für Nijmegen, Maastricht, Utrecht); ferner in Berlin, München, Köln (nicht in BnF). - Adams C 3171. OCLC 63813114. Nicht bei BM-STC French. {BN#21366} (mehr)

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Defensorium impiae falsitatis. Defensorium impiae falsitatis, a quibusdam pseudo-patribus ordinis Praedicatoru[m] excogitatum, principaliter contra mundissima[m] superbenetictae virginis Mariae conceptione[m]: Cum insertione actoru[m] in Berna sub annis Christi millesimo quingentesimo septimo, octavo & nono usq[ue] ad ultimam Maii, qua die quattuor eiusde[m] falsitatis architecti igne deleti sunt. [Basel, Gregor Bartholomaeus], 1509. (58) SS. Mit Titelholzschnitt. Pappband. 4to.

€ 2.500

Erste Ausgabe. - Anonymer Bericht über den sog. "Jetzerhandel" und den Streit zwischen Dominikanern und Franziskanern um die Lehre der unbefleckten Empfängnis Mariä. 1507 trat der Schneidergeselle Johann Jetzer aus Zurzach als Novize ins Predigerkloster in Bern ein und simulierte Erscheinungen. Nach seiner Entlarvung beschuldigte er die Mönche, ihn mit Hilfe des Teufels mißbraucht zu haben. Im anschließenden Ketzerprozeß wurden die beschuldigten Mönche verhaftet und nach Folterung zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Erst im 19. Jahrhundert stellte sich heraus, daß die Mönche Opfer eines Justizmordes geworden waren (vgl. Steck, Der Berner Ketzerprozeß. Bern, 1902). - Durchgehend etwas braun- bzw. fingerfleckig; einige zeitgenöss. Marginalien. Der Holzschnitt zeigt einen vor vier Dominikanern knieenden Mann vor den Stadtmauern von Bern; über den Köpfen der Dargestellten sind von zeitgenöss. Hand kleine Teufelchen bzw. Käfer mit Tinte eingemalt. Selten; seit 1950 kein Exemplar auf Auktionen nachgewiesen. - VD 16, D 418. Haller III, 43. Panzer IX, 110, 39. {BN#15294} (mehr)

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[Delfini, Cesare]. De summo Romani pontificis principatu et de ipsius temporali ditione demonstratio. Venedig, Gabriel Giolito de Ferrari, 1547. (32) SS. Mit 2 verschiedenen großen Holzschnittdruckermarken am Titel und am letzten Bl. recto. Mehrere figurale Holzschnittinitialen. (Beigebunden) II: Ders. De proportione papae ad concilium, et de utroque eiusdem principatu, ad sanctiss. D. N. Iulium III Pon. Max. [Parma, Seth Viotti, nicht vor 1550]. (84) SS. Mit großer Holzschnittdruckermarke am Titel. (Beigebunden) III: Muzio, Girolamo. De Romana ecclesia tractatus. Pesaro, [Erben nach Bartolomeo Cesano], 1563. (30) SS., l. w. Bl. Mit großer Holzschnittdruckermarke am Titel. Flexibler Pergamentband der Zeit. 4to.

€ 1.500

Jeweils erste Ausgabe dieser kirchenrechtlichen Traktate. Der aus Parma gebürtige italienische Philosoph, Mediziner und Theologe Cesare Delfini (gest. 1566 in Rom) betätigte sich auch als Astronom (vgl. Hoefer XIII, 462); der italienische Humanist und Polemiker Girolamo Muzio (1496-1576) "widmete sich seit 1551 ganz dem Studium der religiösen Fragen" (LThK). - Die Vorsätze etwas stärker gebräunt; am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk der Wiener Jesuiten; am vorderen Innendeckel späterer hs. Signaturvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner (18. Jh.). - I: BM-STC Italian 212. IA 151.044. Bongi I, 200. Edit 16, CNCE 16420. - II: IA 151.046. Edit 16, CNCE 16421. - III: BM-STC Italian 458. Adams M 2078. Edit 16, CNCE 47054. Vgl. LThK VII, 400. {BN#22939} (mehr)

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Demosthenes / Aischines. Opera, cum utriusq[ue] autoris vita, & Ulpiani commentariis, novisq[ue] scholiis ex quarta, eaque postrema recognitione, graecolatina [...]. Per Hieronymus Wolfium Oetingensem, utriusque linguae in Augustana Schola professorem. Basel, Herwagen, per Eusebium Episcopium, [1571-]1572. 3 Tle. (= 6 Tomoi) in 1 Bd. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und am letzten Bl. verso sowie zahlr. ornamentale Initialen in Holzschnitt. (36), 744, (32), 368, 218, (24) SS., 1 Bl. Schweinslederband der Zeit mit hs. Rückentitel und blindgepr. Deckelfileten. Reste von Schließbändern. Gr.-Folio.

€ 4.200

Lt. Schweiger "beste und correcteste" Humanistenausgabe der Werke der Redner Demosthenes und Aischines, den wohl größten Rhetoren der griechischen Antike und erbitterte politische Gegner: der Ruhm des Aischines, Anhänger des Makedonenkönigs Philipp, beruht großteils auf dem Konflikt mit dem überragenden Demosthenes, dieser ein glühender Parteigänger der athenischen Patriotenpartei. - Griech. Text und lat. Übersetzung (vom Herausgeber Wolf) im zweispaltigen Paralleltext gedruckt. Die erste Wolfsche Ausgabe erschien ohne Jahr um 1545. "Diese 4te der Wolf'schen Ausgaben wird als die beste und correcteste angesehen. Zahlr. Conjecturen und Verbesserungen sind in den Text aufgenommen" (Schweiger). "The edition of 1572 is compiled from two MSS., and a careful investigation of the ancient editions: many things are however inserted from the author's own conjecture" (Dibdin). - Einige zeitgenössische Marginalien. Erste und letzte Bll. im Außensteg etwas wasserrandig, sonst prachtvolles Exemplar des monumentalen Werkes. Mit eh. Besitzvermerk des Joseph Frh. v. Laßberg (1770-1855) in kalligraphischer Fraktur am Vorsatz: "J. v. Laßberg auf der alten Meersburg". - VD 16, D486. BM-STC German 239. IA 151, 340. Adams D 486. Schweiger I, 87. Hoffmann I, 510. Dibdin I, 477ff. {BN#2101} (mehr)

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Dietmann, Kaspar. Sacrosanctum extremae unctionis mysterium, ex Academicis, in Herbipolensi Societatis Iesu Collegi, praelectionibus, in assertionum capita duodecim [...]. Würzburg, Heinrich Aquensis, 1588. 32 nn. Bll. Mit Titelbordüre und -vignette sowie 2 Initialen und mehreren Zierstücken in Holzschnitt. Späterer Pappband unter Verwendung eines zeitgenössischen in Rot und Schwarz bedruckten Bogens (mit einer floralen Holzschnittinitiale und zwei Textholzschnitten). 4to.

€ 300

Theologische Baccalaureatsdisputation am Würzburger Jesuitenkolleg über das Mysterium der Sakramente von Kaspar Dietmann, nicht zu verwechseln mit dem Würzburger Glasmaler gleichen Namens (Sohn des Johann Dietmann und 1622 im Zunftbuch als ?freigesprochen? genannt; vgl. Thieme/Becker IX, 257), möglicherweise jedoch als derselben Familie stammend. - Anfangs unbedeutend braunfleckig, sonst sauberes Exemplar. - VD 16, 1524. Nicht in Adams oder BM-STC German. Nicht bei De Backer/Sommervogel. {BN#3079} (mehr)

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Diogenes Laertius. De vita, & moribus philosophorum libri decem, nuper ad vetusti Graeci codocis fidem accuratissime castigati [...]. Basel, Valentin Curio, (Calendis Septembris) 1524. (20), 391, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am letzten Bl. verso und zahlr. figuralen Holzschnittinitialen. Pergamentband der Zeit auf 4 durchzogenen Bünden. Verblaßter hs. Rückentitel. 4to (142:215 mm).

€ 1.200

Seltene lateinische Ausgabe des berühmten Werks, "als Materialsammlung zur Ergänzung verlorener antiker Quellen unentbehrlich" (Tusc. Lex. Lit., 78). Die editio princeps des griechischen Gesamtwerks sollte erst 1533 bei Froben erscheinen. Die Übersetzung basiert auf der des Kamaldulensers Pater Ambrosius Traversari (1386-1439) und war schon um 1472 aufgelegt worden; ihre vorliegende Ausgabe (überarbeitet von Curio und Michael Bentiinus) ist die erste des 16. Jhs. und zugleich die erste im deutschen Sprachgebiet gedruckte. "In Valentin Curios Planung seiner noch jungen Offizin, zudem aber vor allem erstmals in textlicher Revision und Ergänzung nach einer griechischen Handschrift" (Hieronymus). - Fast durchgehend etwas fleckenrandig, gegen Schluß auch mit unschönen Randläsuren und kl. Wurmspuren (gelegentliche Berührung der gedruckten Marginalien). Einige hs. Marginalien und Anstreichungen der Zeit. - VD 16, D 1837. Adams D 486. BM-STC German 244. Hieronymus, GG 92. Schweiger I, 97. Hoffmann I, 568. {BN#8582} (mehr)

In meine Auswahl

Dionysius Carthusianus. In quatuor evangelistas enarrationes. Köln, Peter Quentel, (25. I.) 1532. (8), CCCLXXXIII [recte: 381], (1) Bll. Mit breiter figürlicher Titelbordüre, Holzschnittwappen am Titel verso und einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen von Anton Woensam von Worms. (Beigebunden): Ders. In omnes beati Pauli epistolas commentaria. Ebd., (10. III.) 1532. (6), CXL [140] Bll. Mit breiter figürlicher Titelbordüre und einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen von A. Woensam. Blindgeprägter dunkelbrauner Lederband der Zeit über Holzdeckeln. Reste von Schließen. Folio.

€ 950

Erste Ausgaben dieser Bearbeitungen. Woensams schöne Titeleinfassung (am Titel der Beibindung wiederholt) zeigt den thronenden himmlischen Vater, die Evangelisten und Kirchenväter sowie die Ekstase des Karthäusers Dionysius. Der heraldische Holzschnitt am Titel verso zeigt das Wappen des Heinrich VIII. von England. - Der blindgeprägte Einband (am Deckel der Verfasser und das Bindejahr "1537"; vierfache Bordüre mit verschiedenen Knospenstempeln) berieben und beschabt; kleinere Kapitalläsuren fachmännisch ergänzt. Leicht gebräunt; am Anfang und Ende mit kl. Wurmspuren. Titel etwas fingerfleckig; hs. Besitzvermerk "Monasterii Planicensis" (dat. 1645). - I: VD 16, D 1917. Adams D 579. IA 154.026. Merlo 1033, 412 und 1061, 472. - II. VD 16, D 1868. IA 154.025 (nur 3 Ex. in Amsterdam UB, München SB und Wolfenbüttel HB). Merlo 1033, 412. Vgl. Adams D 593 (nur Ausg. 1533). Beide Werke nicht im BM-STC German. {BN#18482} (mehr)

In meine Auswahl

Dionysius Carthusianus. In VII epistolas canonicas [...], in acta apostolorum, apocalypsim, hymnos ecclesiasticos piae ac eruditae enarrationes. Paris, Jacques Kerver, 1542. (16), 534 Bll. Mit alt ankol. Holzschnittdruckermarke am Titel. Reste eines Pergamentbands der Zeit (Vorderdeckel fehlt; Rücken mit größeren Fehlstellen). Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.

€ 450

Seltene Pariser Oktavausgabe dieses Bibelkommentars (zu den sieben katholischen Briefen, zur Apostelgeschichte, zur Offenbarung und zu den hymni ecclesiastici) des spätmittelalterlichen scholastischen Philosophen Dionysius des Kartäusers (1402-71). - Buchblock gebrochen; durchgehend etwas gebräunt und wasserrandig; Einband defekt. Titel knittrig und mit kl. Löchern; stellenweise hinterlegt. In den Bibl. nat. de France nur eine kollationsgleiche Ausgabe aus demselben Jahr, aber mit dem Impressum "apud J. Mace". - Nicht im OCLC. Nicht im BM-STC French. Nicht bei Adams. {BN#20382} (mehr)

In meine Auswahl

Dionysius Carthusianus. Summae fidei orthodoxae. Tomus primus (-secundus). Venedig, Compagnia degli Uniti, 1585. 2 Bde. in einem. (8), 239 Bll., l. w. Bl. (12), 347, (1) Bll. Mit (wdh.) Holzschnittdruckermarke am Titel. Flexibler Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 400

"Abriß der 'Summa theol.' des hl. Thomas" (LThK III, 337) durch den spätmittelalterlichen scholastischen Philosophen Dionysius den Kartäuser (1402-71). - Vorsatz und Titel mit altem hs. Besitzvermerk. Durchgehend leicht gebräunt bzw. teils etwas braunfleckig; Buchblock stellenweise gelockert. Kl. Fehlstelle im Rückenbezug. - Adams D 618. BM-STC Italian, Suppl., 48. IA 154.211. Edit 16, CNCE 16788. {BN#22940} (mehr)

In meine Auswahl

Dionysius de Burgo Sancti Sepulcri. Commentarium in Valerianum Maximum. [Straßburg, Adolf Rusch, um 1471]. 371 Bll. (statt 372: ohne das l. w. Bl.; das erste w. Bl. am Vorsatz gegengeklebt). 36-38 Zeilen. Antiqua, Type 1:103R. Blindgepr. Halbschweinslederband der Zeit über Holzdeckeln auf drei Doppelbünden mit späteren goldgepr. Rückenschildchen. Reste einer Schließe (mit hübsch ziseliertem Messingbuckel am Hinterdeckel). Folio (225:306 mm).

€ 14.000

Einzige Ausgabe; Variante mit dem fehlerhaften Incipit ("heremitarnm"). Hauptwerk des aus dem toskanischen Borgo San Sepolcro stammenden Augustiner-Eremiten Dionysius de Robertis (um 1280-1342), seit 1340 Bischof von Monopoli in Unteritalien. Der Frühhumanist war Mitglied des Freundschaftsbundes der jüngeren Dichter Boccaccio und Petrarca (letzterem schenkte er sogar eine Handschrift von Augustinus' "Confessiones"). "Als erster Gelehrter interpretierte er seit 1338 an der Universität Neapel klassische Autoren. Von seinen diesbezüglichen Werken ist der von Zeitgenossen und Nachwelt sehr geschätzte Kommentar zu den 'Facta et dicta memorabilia' des Valerius Maximus erhalten geblieben (rund 30 Mss., gedruckt Straßburg um 1470)" (A. Zumkeller, in: LMA III, 1088). 1489 erschien in Augsburg eine verkürzte deutsche Übersetzung des Kommentars. Valerianus Maximus' Sammlung historischer Anekdoten (vor allem aus der römischen Geschichte) diente der rhetorischen Schulung und blieb im ganzen Mittelalter populär. Unser Druck ist ein prachtvolles Beispiel für die erste in Deutschland verwendete Antiqua-Type, die Rusch 1467 eingeführt hatte (vgl. LGB² VI, 424). Der Drucker wird auch als "the R-Printer" bzw. der "Drucker mit dem bizarren R" bezeichnet; erst Karl Dziatzko gelang es, seine Identität festzustellen. - Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig. Zu Beginn und gegen Ende wurmspurig. Nicht rubriziert; jedoch von zeitgenöss. Hand durchgehend am oberen Blattrand recto mit Kapitelüberschriften versehen; teils auch entspr. Maginalien, Randanstreichgungen und Fingerweiser von derselben Hand. Eine zeitgenöss. (fehlerhafte) hs. Paginierung bricht nach Bl. 202 ab. Eine abgebrochene Ecke am Hinterdeckel in neuerer Zeit ersetzt. Die Blindprägung zeigt, zwischen Streicheisenlinien gefaßt, spätgotische Rosetten- und Adlerstempel. Aus der Bibliothek der Mäzenin Dr. Hannah E. Bigelow (Marlborough, Massachusetts); von dieser 1910 der Stadtbibliothek Marlborough übermacht (entspr. Exlibris, Schenkungsvermerke und Stempelungen am vorderen Innendeckel und Vorsatz). - HC 4103* (falsch: "369 ff."). Goff D-242. GW 8411. BSB-Ink D 173. BMC I, 63 (IB 629). Pell 3059. Sheppard 224. Proctor 237. Panzer I, 76. Walsh 74-76. Oates 97. Schweiger II, 1114f. {BN#22927} (mehr)

In meine Auswahl

Durie, John, SJ. Confutatio responsionis Gulielmi Whitakeri in Academia Cantabrigensi professoris regii, ad rationes decem [...]. Liber antehac in Germania nunquam excusus. Ingolstadt, David Sartorius, 1585. (36), 856. (44) SS. Pergamentband der Zeit (Gelenke restauriert) mit verblaßtem hs. Rückenschildchen und hübscher Deckelgoldprägung (oxydiert). Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 450

Zweite Ausgabe. - Der schottische Jesuit Durie (Johannes Duraeus; geb. in Fifeshire, gest. 1588), nicht zu verwechseln mit dem späteren gleichnamigen Protestanten aus Edinburgh (1596-1680), lehrte am Collège de Clermont in Paris, wo auch diese gegen den Cambridger Theologen William Whitaker (1548-95) gerichtete Schrift - seine einzige - erstmals 1582 erschien. - Am Titel hs. Schenkungsvermerk des Carl Imhoff an ein Kloster (dat. 1620); außerdem hs. Besitzvermerk "Michaelis Steib" (um 1700) und alter Rundblindstempel. Vorsätze erneuert; ansonsten gutes, sauberes Exemplar. - VD 16, D 3060. Adams D 1201. BM-STC German 258. Stalla 1521. IA 158.063. De Backer/Sommervogel III, 304, 1. {BN#18488} (mehr)

In meine Auswahl

Eder, Georg. Malleus haereticorum. De variis falsorum dogmatum notis, atque censuris, libri duo. Ingolstadt, David Sartorius, 1580. (80), 510, (2) SS. Mit dreiseitigem aufwendig ziseliertem Goldschnitt. Auf drei Doppelbünde geheftet. 8vo.

€ 850

Erste Ausgabe des "Ketzerhammers", Eders großem Spätwerk; im Folgejahr nachgedruckt. Der glühende Gegenreformator, dessen "Evangelische Inquisition" sogar die Kritik des moderaten Kaisers Maximilian II. auf sich gezogen hatte, war langjähriger Universitätsrektor, Reichshofrat und als strenger Antiireniker eine der theologischen Schlüsselfiguren im Wien des späten 16. Jahrhunderts. "Eders Schriften aus dieser Zeit haben sämmtlich die kirchliche Bekenntnißfrage mit Beziehung auf die abweichenden und entgegengesetzten Aufstellungen der Protestanten zu ihrem Gegenstande" (ADB V, 642). - Etwas braunfleckig. Titel mit radiertem hs. Besitzvermerk (dat. 1580) sowie späterem Besitzvermerk (18. Jh.) der Wiener Unbeschuhten Augustiner. - VD 16, E 540. Stalla 1413. Adams E 63. {BN#22942} (mehr)

In meine Auswahl

[Einblattdruck - Niederösterreich]. Gedr. Steuerzahlungsformular mit einigen hs. Einfügungen. Wien, 6. II. 1538. 1 S. Qu.-gr.-4to.

€ 850

Ausgestellt für den "Einnemmer" "Wilhalm Hrn. von Puechaim zum Haidnrichstain" (d. i. Wilhelm Hrn. von Puchheim zu Heidenreichstein), Landmarschall in Österreich, und umseitig adressiert an Christoph von Traun, der hierdurch aufgefordert wurde, "jnner dreyen tagen" in Korneuburg vor dem "Einnemmer" zu erscheinen und die "Aussenstände" (Steuerschulden) zu bezahlen. Ansonsten würden dessen "Hab und Güter" verloren gehen, und er selbst würde der "Römischen Kü[niglichen] Mai[estät] sweren ungnad" anheimfallen. - Interessantes Dokument aus der Zeit nach der Ersten Türkenbelagerung 1529, der drei Jahre darauf ein zweiter Vorstoß gefolgt war, in dessen Folge die Habsburger und Sultan Süleyman I. einen Friedensvertrag schlossen, der Ungarn aufteilte: Die Habsburger behielten das sog. Königliche Ungarn (d. i. der Westen Oberungarns), der Rest verblieb unter der Oberhoheit des Osmanischen Reiches; den enormen Kosten, die sowohl die Türkenbelagerung selbst wie auch die anschließende Behebung der Kriegsschäden verursachten, mußte seitens des Landes Niederösterreich, so legt es das Schriftstück nahe, mit drastischen Mitteln begegnet werden. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; leicht fleckig und stellenweise mit winzigen Papierdurchbrüchen in den Faltungen. {BN#24178} (mehr)

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Eisengrein, Martin. Aurea postilla evangeliorum, dominicalium et festivorum totius anni [...]. Köln, Gerwin Calenius & Johann Quentels Erben, 1573. (16), 759, (1) SS. [Dabei:] Aurea postilla evangeliorum, quae festivis diebus per totius anni cursum in ecclesia Dei leguntur. Ebd., 1573. 332, (4) SS. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten auf 3 Doppelbünden mit zeitgenöss. hs. Rückenschildchen. 2 intakte Schließen. 8vo.

€ 600

Erste Ausgabe des berühmten Predigtenwerks. Der Stuttgarter Theologe Martin Eisengrein (1535-78), 1558 unter dem Einfluß seines Onkels Jakob Jonas zum Katholizismus konvertiert, wurde 1560 Priester und Domprediger in Wien und folgte 1562 einem Ruf als Prof. der Theologie nach Ingolstadt, wo er mehrmals als Rektor wirkte und auch die dortige Universitätsbibliothek gründete. "1571 erhielt er als erster Propst von Altötting die bischöflichen Insignien. Eisengrein führte zahlreiche kirchenpolitische Aufträge Herzog Albrechts V. von Bayern aus, u. a. trat er 1563/64 in Wien für Laienkelch und Priesterehe ein. Als kaiserlicher Hofprediger in Wien (1568/69) war er für seine volkstümlichen Predigten bekannt. Eisengrein hatte entscheidend Anteil an der katholischen Restauration in Bayern" (DBE). - Der bemerkenswert schön erhaltene Einband zeigt außen eine schmale Rankenwerksrolle, die ihrerseits eine Figurenrolle umschließt; darin im Mittelfeld, oben und unten von kurzen, leeren Querriegeln begrenzt, ein knapper Bogenfries. - VD 16, ZV 5580. BM-STC German 117. Nicht bei Adams. {BN#18049} (mehr)

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Epiphanius von Salamis. Contra octoaginta haereses opus, Panarium, sive arcula, aut capsula medica appellatum [...]. Iano Cornario medico physico interprete. Basel, (Robert Winter, September 1543). (12), 632 (recte: 624), (16) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am letzten Bl. verso. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 4 Doppelbünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten; Rücken alt mit hellerem Lederüberzug erneuert und mit goldgepr. Rückenschildchen versehen. Eine Schließe (von 2). Folio (265:376 mm).

€ 850

Zweiter Druck der lateinischen Ausgabe bei Winter. Enthält alle damals greifbaren Schriften des Kirchenvaters und orthodoxen Ketzerbekämpfers Epiphanios aus Eleutheropolis in Judäa, der ab 367 Bischof von Salamis auf Zypern war. Sein "Panarium" (der "Brotkasten" oder die "Medizinbüchse") ist das ausführlichste Werk seiner Zeit gegen Häretiker (vor allem gegen Origenes und die Arianer), es werden darin aber auch die Philosophenschulen und die jüdischen Sekten angegriffen. "Überaus stoffreiche [...] 'Ketzerbestreitung'" (LThK III, 730). Die Herausgabe besorgte der Arzt und Philologe Janus Cornarius (eigtl. Johannes Hagenbut) aus Zwickau, der lange Zeit in Basel weilte und vor allem durch seine Hippokrates-Ausgaben bekannt wurde. - Am ersten Widmungsblatt gest. Exlibris des Servitenordens (wohl der Klosterbibliothek in der Wiener Rossau); am Titel alte hs. Bibliothekssignatur. Am vorderen Innendeckel die spätere hs. Bibliothekssignatur der Wiener Unbeschuhten Augustiner; entspr. hs. Signaturschildchen am Rücken. Titel stärker fleckig. Durchgehend etwas gebräunt und wasserrandig, gegen Ende kleine Wurmlöcher im breiten w. Rand. Der schöne, etwas beriebene Einband mit vierfacher Rahmung, davon zwei Rollenstempel (Salvator, David, Johannes, Paulus, jeweils mit Bibelmotto; Tugendenrolle Fides, Justitia, Caritas, Spes - beide nicht bei Haebler); das schmale Mittelfeld mit Knospenstempeln geziert. Die untere Schließe intakt; der oberen fehlt der Haken. Der Rückenbezug des 18. Jhs. stärker lädiert. - BM-STC (German) 273. Adams E 253. VD 16, E 1645 (Ex. der BSB nicht mehr vorhanden). Hoffmann II, 152 (s. v. "Opera omnia"). Vgl. Hieronymus, Griech. Geist, 441 (Ausg. ebda. 1543). {BN#22391} (mehr)

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Fendt, Tobias. Monumenta sepulcrorum cum epigraphis ingenio et doctrina excellentium virorum aliorumq[ue] tam prisci quam nostri seculi memorabilium hominum: de archetypis expressa. [Breslau, Crispin Scharffenberg], 1574. Gest., ill. Titel, (10) SS., 129 Tafeln (num. 1-125 sowie 3*, 13*, 21* und 22*). Halbpergamentband um 1700. Dreiseitiger Goldschnitt. Folio.

€ 7.500

Erste Ausgabe des Hauptwerks des polnischen Zeichners und Kupferstechers, komplett mit allen 129 Tafeln wie vorliegend von größter Seltenheit. Auftraggeber der vorliegenden Publikation war der kaiserliche Kammerrat Sygfried Rybisch aus Breslau; unser Exemplar trägt am Titel ein sonst nicht nachweisbares kaiserliches Druckprivileg in zeitgenössischer Federkalligraphie, durch welches das Werk auf den Zeitraum von acht Jahren vor Nachdruck geschützt war. Die Ergänzung "Cum Gratia et Privilegio Caes[aris] Ma[jes]t[atis] at VIII annos" am Titel ist in den uns zugänglichen Vergleichsexemplaren weder wie hier in handschriftlicher noch in gedruckter Form zu finden. - Fendts Darstellungen von Grabdenkmälern der Antike bis zum 16. Jh. wurden noch bis ins späte 17. Jahrhundert wiederholt unter dem Titel "Monumenta illustrium virorum" aufgelegt. Allerdings war bereits die zweite Ausgabe von 1585, die bei Feyerabend in Frankfurt mit einem Titel von Jost Amman erschienen ist, auf 125 Kupfertafeln verkürzt. - Gezeigt sind Beispiele aus Basel, Bologna, Brescia, Cadiz, Como, Ferrara, Florenz, Freiburg, Freising, Krakau, Mailand, Neapel, Padua, Pavia, Perugia, Pisa, Pistoia, Pozzuoli, Ravenna, Riva di Garda, Rom, Stuttgart, Tübingen, Verona, Volterra, Wien und Wittenberg, darunter die Gräber von Alciatus, Cicero, Dante, Erasmus, Marsilio Ficino, Grynaeus, Hutten, Livius, Lukrez, Melanchthon, Otto von Freising, Paulus Jovius, Poggio Fiorentino, Reuchlin, Vergil und Zasius. - Einband berieben; innen stellenweise etwas braunfleckig bzw. wasserrandig. Aus der Sammlung des Nürnberger Juristen Johann Konrad Feuerl(e)in (1725-88) mit seinem gest. Exlibris am vorderen Vorsatz sowie seinen eigenh. bibliographischen Notizen ("de raro hoc opere conf. Vogti Cat. libr. rar. p. no. 278" etc.) sowie am Schluß einem 3seitigen hs. "Index alphabeticus monumentorum". Feuerlein, der in seiner Vaterstadt als Ratskonsulent, an der Universität Altdorf aber als Prokanzler wirkte, galt als "ein Mann, der ausser einer soliden Rechtswissenschaft auch eine grosse Stärke in der gelehrten Geschichte besitzet" (Weidlich, zit. n. DBA I 316, 225). "Da es ihm an Vermögen nicht fehlte, so sammelte er sich eine solche ansehnliche und auserlesene Bibliothek, die in allen Fächern der Rechtsgelehrsamkeit, der Geschichte, Alterthümer, Philologie, u.s.w. so reichlich besetzt war, dergleichen man zu seiner Zeit in Deutschland bey Privatpersonen nur selten antraf. Da man in derselben über 18.000 Bände zählen konnte, so wußte er doch von jedem Buch den Inhalt und die Eigenschaften desselben anzugeben" (Hirsching II, zit. n. ebd., 229; vgl. auch Will, Nürnb. Gelehrten-Lex. I, 428f.). Ein Katalog seiner Sammlung erschien noch zu seinen Lebzeiten in 2 Bänden (Schwabach, 1768-79; vgl. auch Bogeng III, Anm. 240); nach seinem Tode kamen zwei Verkaufskataloge heraus (1793 und 1803). Nicht im ABPC, auf deutschen Nachkriegsauktionen nur zwei vollständige Exemplare nachweisbar (1959 und 1999 [Donaueschingen]), letzteres belegbar ohne das vorliegende Druckprivileg. - VD 16, F 727. Adams F 228. BM-STC German 300. Brunet II, 1206. Ebert 2881. BNHCat F 94. Ornamentstichslg. Berlin 2673. Avery 328. Hollstein VIII, 37, 1. Thieme/Becker XI, 386. Nagler IV, 276. {BN#18303} (mehr)

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[Ferdinand I. - Ordnung und Reformation guter Pollicey]. Römischer zu Hungernn unnd Behaim ec. Küniglicher Mayestat, Ertzhertzogen zu Osterreich ec. Ordnung und Reformation guter Pollicey, in derselben fünff Niderösterreichischen Lannden und Fürstlichen Graffschafft Görtz, auffgericht unnd ernewert Anno 1552. Wien, Johann Singriener d. J., 1553. Titel in rot und schwarz, 40 röm. num. Bll. Mit Titelvignette und einigen Initialen in Holzschnitt. (Beigebunden) II: Gerichtsproceß und Ordnung des Landßrechtens des hochlöblichen Ertzhertzogthumbs Osterreich unnder der Enns. Ebd., [1557]. Titel in rot und schwarz, (3), 39 röm. num., (1) Bll. Mit 3 Wappenholzschnitten am Titel. (Beigebunden) III: Der Stat Wienn Ordnu[n]g und Freyhaiten. [Ebd.], 1549. 23 unn. Bll., 1 w. Bl. Mit einer Holzschnittinitiale. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit mit schönen Rollenstempeln. Reste von Bindebändern. Folio.

€ 2.500

Zweite Ausgabe. - Allgemeine Richtlinien zur Bekämpfung von Mißbräuchen und Delikten aller Art und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Mit interessanten Kapiteln u. a. über Gotteslästerung, außereheliche Beiwohnung, Fluchen, Trinken, Wucher, Betteln, Zigeuner, Landfahren, Singen und Reimsprechen, Advokaten, Apotheker, Schmähschriften, zur Kleiderordnung für Juden etc. - II: Erste Ausgabe dieser Fassung der Strafprozeßordnung, behandelnd u. a. Eide, Termine, Exceptiones, Verhören, Appellationen usw. - III: 2. Ausgabe der Wiener Stadtordnung, zu Weinlese, -schenken und -zehent, Burgmaut, Kaufleuten, Jahrmarkt, zu Steuern und Testament etc. Der Titel zeigt den kaiserlichen Adler und zwei Wappen: die fünf Adler im blauen Feld sowie den österreichischen Bindeschild. - Anfangs einige Wurmspuren. Der schöne, jedoch stärker wurmstichige und am unteren Vorderdeckel leicht lädierte Einband zeigt um das mit floralen Einzelstempeln gefüllte Mittelstück eine Musenrolle (Kalliope, Thalia, Euterpe, Terpsichore, Apollo), gefolgt von einem Rahmen mit losen Folgen von Vierblattblüten und Eulen; außen eine Wappenrolle. Der Einband ist über die im Bildnis der Euterpe mit ?GF? bezeichnete Musenrolle einem in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in oder bei Würzburg tätigen Buchbinder zuschreibbar (vgl. Haebler I, 114: Rolle 1), möglicherweise ein Nachkomme des Georg Fuchs. Die bemerkenswerte Wappenrolle (sechs verschiedene Wappen, darunter Adler, Löwe, Kreuz) bei Haebler nicht nachgewiesen. - Schöner juristischer Sammelband des 16. Jahrhunderts in einem ansprechenden zeitgenössischen Rollenstempeleinband. - I: VD 16, N 1682. Denis S. 510, 531. Vgl. Mayer I, S. 49, 111. - II: VD 16, N 1648. Vgl. Mayer I, S. 52, 146. - III: VD 16, N 1657. Denis S. 439, 454. Vgl. Mayer I, S. 49, 106. {BN#4164} (mehr)

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Feucht, Jakob. Neun und dreissig catholische Predige[n], zu underschidlichen Zeiten und von mancherley Materien vormalen verfertiget und in Druck außgangen, nun aber widerumb uberlesen, und also in einen Tomum gebracht [...]. Sampt einem offentlichen Widerrüff zweyer gehorner Jüden ihres Jüdischen Unglaubens und Bekantnuß des Christlichen Catholischen Glaubens. Köln, Gerwin Calenius & Johann Quentels Erben, 1585. Titel in rot und schwarz, 2-691, (1) SS. Mit zwei Textholzschnitten (den Gekreuzigten und den Auferstandenen darstellend) sowie zahlr. ornamentalen Initialen in Holzschnitt. Zeitgenössischer Schweinslederband über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten und mit reicher Deckelblindprägung. Reste von Schließen. 4to.

€ 600

Zweite Ausgabe dieser polemischen Predigtsammlung des kath. Theologen Jakob Feucht (1540-1580), der nach der Priesterweihe 1563 und einem kurzen Studienaufenthalt in Ingolstadt die Pfarrei Altdorf in der Diözese Eichstätt übernahm. Feucht wurde Lizentiat der Theologie und war 1571 Rektor der Universität, ein Jahr später Weihbischof von Bamberg. Der spätere kaiserliche Rat und Kanoniker zu St. Stephan in Bamberg trat als Prediger und Verfasser von Kontroversschriften und Postillen vehement für die Gegenreformation ein. ?Seine Hauptwirksamkeit lag in der segensvollen Verwaltung des Predigtamtes, wodurch er viele Schwankende im Glauben befestigte und Abgefallene zur Kirche zurückführte. [...] Sehr polemischen Charakter trägt die Sammlung: ?39 Cath. Predigten?, Cöln 1578, worin die Lehre von der Fürbitte für Verstorbene, vom Fegfeuer, vom Ablaß, von der heiligen Messe und Communion, eine Auslegung des Vater Unser, eine Erläuterung der 20 Ursachen, warum die Leute nicht katholisch sein wollen, fünf Reden zur Zeit der großen Theuerung und die Bekehrungsgeschichte zweier am Neujahrstage 1577 getauften Juden (Jochinann Buechel von Wonfurt und Abrahe Blin von Marckelßheim) enthalten ist? (Wetzer/Welte). - Der schöne Einband trägt ganz außen einen schmalen, von mehrfachen Streicheisenlinien abgetrennten leeren Rahmen, darin eine breite Bordüre aus rollengestempeltem Rankenwerk, darin wiederum eine Tugendenrolle (Fides-Forti[tudo]-Carit[as]-Spes; Haebler I 230, 5: Meister HK zuschreibbar). Im Mittelfeld zwei parallele Rankenbogenrollen, von dichten Streicheisenlinien getrennt, darüber und darunter leere Riegel mit Rosetten in den Enden. - Kleine Fehlstellen im hinteren Deckelbezug (obere Ecken, oberes Gelenk), stellenweise leicht berieben, insgesamt jedoch gut erhalten in klarer, kräftiger Prägung. Mit zahlreichen eh. Besitzvermerken und Einträgen des 17. und 18. Jhs. (?Josephi Ant. Hledick, Parochi Erdberg?; ?Imm 1654 Jahr dem 5. Tag Junyus [...]?; ?Gott allein Dir Ehr [...] Anno 1717?; ?Im 1653 Jahr den 10. Februarij hab ich mit meiner Kusine die Hochzeit gehaldten? etc.) an Spiegel und Vorsätzen; hs. Besitzvermerk am Titel alt gelöscht. Im Text teils gebräunt; im Rand vereinzelt etwas wasserrandig. - Selten; nur 4 Exx. in internat. Bibliotheken nachgewiesen (nicht in BSB, lt. OCLC kein Ex. in USA); seit 16 Jahren kein Ex. auf internat. Auktionen. - VD 16, ZV 5814 (nur 2 Nachweise; nicht in München). BM-STC German 301. Nicht bei Adams. Wetzer/Welte IV, 1468. {BN#3912} (mehr)

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[Fischart, Johann/Marnix, Philips van]. Binenkorb des Heyl. Römischen Imenschwarms, seiner Hum[m]elszellen (oder Him[m]elszellen) Hurnaußnäster, Brämengeschwürm und Wäspengetöß. ("Christlingen" [d. i. Straßburg], "Ursinus Gottgwinn" [d. i. Bernhard Jobin], 1581). 245 [recte: 246], (17) Bll. Titel sowie Titelholzschnitt in rot und schwarz gedruckt. Flexibler schwarzer Pappband der Zeit mit oxydierter Deckelinitiale "F". 8vo.

€ 1.500

Dritte Ausgabe (EA 1579); eine von zwei Titelvarianten im selben Jahr. - Das Pamphlet gegen die katholische Kirche; eine genaue, ohne Streichungen und Änderungen, aber mit zahlreichen Zusätzen durchgeführte Übertragung des niederländischen "Byencorf" von Philipp van Marnix. "In der Gesinnung angeregt durch Calvin, in der Weltanschauung durch Erasmus, im Stil durch Rabelais" (Neufforge). Das Titelblatt - mit der Variante "durchziert" im Titel (vgl. Goed.) - und der Titelholzschnitt in rot und schwarz gedruckt. Der Titelholzschnitt zeigt einen Bienenkorb in Form der Tiara mit Kirche und Windmühle. Dieser im Text wiederholt (Bl. 235v), ferner am letzten Textblatt ein weiterer Textholzschnitt, der die Kirche in Form einer Karikatur der "Veritas" verunglimpft. - Papierbedingt durchgehend schwach gebräunt; gelegentl. kl. Wurmgänge im Rand (teils Berührung der Marginalien). Einband etwas berieben; Vordergelenk angeplatzt. - VD 16, M 1050. Ritter 855. Neufforge 112f. Goedeke II, 439, 37 c. Graesse II, 587f. Weller (Druckorte) 6. Stammler III, 213. Hauffen II, 123. Seebaß/Edelmann NF 308. {BN#22162} (mehr)

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Flores, Pedro de. Oratio habita Romae in basilica principis Apostolor[um] ad sacrum Collegiu[m] Sacrosancte Roma. Ecclesie Card. de Summo Pont. eligendo Iulii II. Pontific. Maxi. successore. Straßburg, Matthias Schürer, Mai 1513. 7 Bll. Roter Pappband. Dreiseitiger Rotschnitt. 4to.

€ 800

Einzige Ausgabe der Rede über die Wahl des Nachfolgers des am 20. Februar 1513 überraschend verstorbenen Papstes Julius II. Das Ende des von ihm einberufenen V. Laterankonzils (1512-17) sollte er nicht erleben; am 11. März 1513 war ihm Giovanni de' Medici als Leo X. nachgefolgt. - Der spanische Jurist Pedro de Flores "wurde 1510 Bischof zu [Castellammare di] Stabia, darauf 1536 zu Cajazzo [...] und starb 1540" (Jöcher). - Ohne das letzte w. Bl. Durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; alte hs. Numerierung am Titel; letztes Bl. mit minimalen Wurmspuren im w. Rand (keine Textberührung). - VD 16, F 1672. Muller II, 186, 107. Ritter 870. Schmidt 101. Jöcher II, 645. {BN#11735} (mehr)

In meine Auswahl

Florus, Lucius Annaeus. Lucii Flori bellorum Romanorum libri quattuor ex vetustissimo exemplari novissime: ac diligenter recogniti. (Wien, Hieronymus Vietor & Johann Singriener für Leonhard & Lucas Alantsee, 23. Juli - 13. Sept. 1511). 2 Teile in einem Band. (14), LX, (50) Bll. (Vorgebunden) II: Arator. Arator poeta christianissimus in actus apostoloru[m]. [Leipzig, Melchior Lotter d. Ä., um 1512]. 58 (statt 60) Bll. (das letzte weiß). (Beigebunden) III: Sallustius Crispus, Caius. C. Crispi Salustii bellum Catilinarum. Item. Bellum Iugurthinum eiusdem. Item. Variae rationes ex libris eiusdem historiarum exceptae. Item. C. Crispi Salustii Vita. (Straßburg, Matthias Schürer, August 1512). 95 (statt 94!) röm. gez. Bll. (Beigebunden) IV: Vergilius, Polydorus. Proverbiorum liber, quo paroemiae insigniores omiu[m] fere scriptorum luculentissima enarratione explicantur. (Ebd., November 1511). (6), XLVII, (1) Bll. (Beigebunden) V: Ders. De inventoribus rerum libri tres. M. Antonii Sabellici de artium inventoribus ad Bassam carmen elegantissimum. [...] Ex secunda recognitione. (Ebd., Juni 1512). Holzdeckelband der Zeit mit hübsch blindgepr. Schweinslederrücken (ergänzte Fehlstelle am Hinterdeckel). Schließen fehlen. 4to.

€ 7.500

I: Hübsch gedruckte, von Johann Camers besorgte Ausgabe; nur zwei Tage nach Cuspinians (häufigerer) Wiener Edition (bei J. Winterburger) erschienen. - Mit Widmung der Verleger an Francesco II. Sforza, über "ars illa imprimendi". "Noch ist eine Anrede der Drucker an die Studierenden angehängt, in welcher sie ihren Florus empfehlen. Er ist auch in der That mit der schönsten grossen Schrift gedruckt. Daß nur die vielen Abbreviaturen nicht wären!" (Denis) Der zweite Teil enthält die Annotationes, von denen Camers sagt, er habe sie "in der Zeit eines Monats aufgesetzet. Sie bestehen meistentheils aus Citaten andrer alten Schriftsteller, die von eben dem Gegenstande handeln, und machen der Belesenheiten unsers Minoriten Ehre" (ebd.). Zur Erklärung der kuriosen Gleichzeitigkeit der beiden Wiener Florus-Editionen mutmaßt Denis, dies müsse auf eine Eifersucht zwischen den beiden Herausgebern zurückgehen. - Etwas gebräunt und fingerfleckig. Mit zahlreichen Marginalien und Interlinearnotizen von zeitgenöss. Humanistenhand. Die Blattränder teils eingeschnitten; über den Beschnitt hinausstehende Marginalien eingefaltet. - II: Zweite Ausgabe des 16. Jhs. Epische Umdichtung der Apostelgeschichte, die "mit kühnen Allegorien und Zahlenmystik den tieferen Sinn der Erzählungen zu deuten sucht" (Tusculum Lex. Lit. 35). Der christliche lateinische Dichter Arator aus Ligurien, Schüler des Bischofs Ennodius, erhielt um 540 von Papst Vigilius ein Subdiakonat in Rom. Das "vollständig erhaltene, im Mittelalter hochgeschätzte Werk [ist] eine Schilderung des Hauptinhalts der Apostelgeschichte und des Martyriums des Paulus und Petrus in 2326 Hexametern mit den gesuchtesten Ausdeutungen des Bibeltextes, insbesondere der Zahlen und Namen. Vigilius, dem Arator sein Werk gewidmet hat, ließ es 544 in der Kirche Petri ad vincula an vier Tagen unter großem Beifall der Hörer verlesen" (Bautz, BBKL I, 204). - Erste Lage verbunden (A1, 5, 2, 6); es fehlen die Bll. A3-4. Durchgehend wasserrandig. Titel und Anfang mit teils unterlegten Randläsuren. Mit zahlreichen Marginalien und Interlinearnotizen von zeitgenöss. Humanistenhand. Die Blattränder teils eingeschnitten; über den Beschnitt hinausstehende Marginalien eingefaltet. - III: Seltene Straßburger Sallust-Ausgabe. Vor dem letzten Blatt mit der Kurzvita des Autors und dem Impressum ist noch ein Blatt aus Schürers Sallust-Ausgabe von 1513 (VD 16, S 1368) eingebunden, das eine andere Sallust-Vita sowie das Impressum jener anderen Ausgabe enthält. - Titel etwas fleckig. Mehrere hübsche eingedruckte Fingerweiser im Rand; bis Bl. XXVIII eng mit Marginalien von zeitgenöss. Humanistenhand versehen (ebenfalls am letzten Bl. verso). - IV: Das Erstlingswerk des italienisch-englischen Humanisten (EA 1498). Gemeinsam mit den "Adagia" seines Freundes Erasmus bildete es eine der beliebtesten Sprichwörtersammlungen der Renaissance. - Etwas gebräunt u. fleckig, teils auch wasserrandig. Einige Stellen in griechischer Type. - V: Frühe Ausgabe des vielfach aufgelegten Hauptwerks des italienisch-englischen Gelehrten: Ein enzyklopädisches Werk humanistischer Gedächtniskultur, das die Ursprünge der Philosophie, Medizin, Astrologie, Pharmazie, Magie etc. behandelt. "Véritable encyclopédie, remplie de détails et d'anecdotes curieuses" (Caillet III, 675). - Etwas gebräunt bzw. wasserrandig; letztes Bl. fachmännisch angerändert. Insgesamt schöner Sammelband zur klassischen wie auch neulateinischen Literatur und Geschichtsschreibung in einem Holzdeckeleinband der Zeit; der abgebrochene Außenrand des Hinterdeckels fachmännisch ergänzt. - I: VD 16, F 1685. Denis 55 a, b. Graesse II, 604. BNH F 303, C 157. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - II: VD 16, A 3185. BM-STC German 39. Nicht bei Adams. - III: VD 16, ZV 13683. Muller II, 184, 87. Ritter 2060. Schmidt 82. Nicht bei Adams oder BM-STC German.- IV: VD 16, V 770. Muller II, 181, 61. Ritter 2396. Schmidt 58. Nicht bei Adams oder BM-STC German.- V: VD 16, V 745. Adams V 425. Muller II, 184, 90. Ritter 2397. Schmidt 74. Nicht bei BM-STC German. {BN#22791} (mehr)

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Gedik, Simon. Defensio sexus muliebris, opposita futilissimae disputationi recens editae, qua suppresso authoris & typographi nomine blaspheme contenditur, mulieres homines non esse. Leipzig, Michael Lantzenberger [für Henning Grosse], 1595. (62) SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. (Beigebunden) II: Admonitio theologicae facultatis in Academia Witebergensi, ad scholasticam iuventutem, de libello famoso & blasphemo recens sparso, cuius titulus est: Disputatio nova contra mulieres, qua ostenditur, eas homines non esse. Wittenberg, Matthäus Welacks Witwe, 1595. (12) SS. Pappband um 1900. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 2.500

Die zwei wichtigsten Reaktionen auf die anonyme antifeministische Skandalschrift "Disputatio nova contra mulieres, qua probatur eas homines non esse" (o. O., 1595; VD 16, ZV 4618), die das Menschsein der Frauen (und damit zugleich ihre Heilsfähigkeit) in Abrede stellte. Die Polemik gab dem 17. Jahrhundert "den Anstoß für eine ganze Welle von Satiren im Stil der Querelle des Femmes [...] Die theologische Fakultät von Wittenberg warnt die studentische Jugend vor der Lektüre, [...] und der Leipziger Professor für hebräische Schrache und Hallenser Hauptpastor Simon Gediccus [1551-1631] gibt im selben Jahr eine 'Defensio sexus muliebris' heraus, in der er die Thesen fein säuberlich widerlegt. Die 'Disputatio' und die 'Defensio' werden später gerne zusammen publiziert und erhalten eine Umarbeitung in einen Dialog zwischen einem frauenfeindlichen Benediktiner und einem frauenfreundlichen Jesuiten, welche 1618 und in mindestens vier weiteren Auflagen unter dem Titel 'Ob die Weiber Menschen seyn, oder nicht?' erscheint" (U. Kundert, Konfliktverläufe. Normen der Geschlechterbeziehungen in Texten des 17. Jahrhunderts. Berlin, 2004, S. 115). - Papierbedingt durchgehend gebräunt; alter hs. Vermerk am letzten Bl. Aus dem Besitz des Juristen Christian Friedrich Eberhard (1753-1818) mit seinem Exlibris am vorderen Innendeckel. Beide Drucke von großer Seltenheit, kein Nachweis auf dt. Auktionen seit 1950. - I: VD 16, G 652. - II: VD 16, W 3701. {BN#23401} (mehr)

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Georg [der Bärtige], Herzog v. Sachsen. Güldener Brieff deß hochlöblichsten Fürsten und Herrn, Herrn Georgen, Hertzogen zu Sachsen, etc. an den theuren Mann Martin Luther geschriben. An jetzo aber allen und jeden, so wol Papisten, als auch evangelischen Christen [...] zu Gefallen in Truck verfertigt. O. O. u. Dr., 1593. (2), 13, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. (Vorgebunden) II: Valentia, Gregor de, SJ. (praes.) / Hendschele, Tobias (resp.). Disputatio theologica de theologia necessitate et ratione [...]. Ingolstadt, David Sartorius, 1589. (6), 8 SS., l. w. Bl. (Vorgebunden) III: Rabe, [Johann] Jakob. In formulam concordiae Iacobi Andreae Schidelini [...] quam Sturmius impugnat, [anonymos]. Ingolstadt, Weissenhorn / bei Wolfgang Eder, 1580. 18 unnum. Bll. (d. l. w.). Mit Titelbordüre in Holzschnitt. (Vorgebunden) IV: Thyraeus, Petrus, SJ. (praes.) / Bickel, Philipp (resp.). Examen apologeticarum thesium Danielis Tossani [...]. Mainz, Caspar Behem, 1588. 50 unnum. Bll. Mit Titelbordüre in Holzschnitt. (Vorgebunden) V: Pistorius von Nidda, Johann d. J. Epistolae duae [...] ad Ioannem Pappum, Lutheranae theologiae doctorem [...]. Freiburg/Schweiz, Abraham Gemperlin, 1592. 111, (1) SS. (Vorgebunden) VI: Hänlin, Georg. Parallela confessionis augustinianae, et augustanae. Opposita parallelis Ioannis cuiusdam Pappi [...] Cum epistolis duabus ad eundem Pappum, scripis à Ioanne Pistorio Nidano. Freiburg/Schweiz, Abraham Gemperlin, 1592. (20), 122, (2) SS. (Vorgebunden) VII: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Aedilis, Georg (resp.). Brevis explicatio, octo priorum capitum epistolae D. Pauli ad Romanos [...]. Ingolstadt, David Sartorius, 1586. (4), 42, (2) SS. (Vorgebunden) VIII: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Rotbaur, Johann (resp.). Prioris epistolae D. Pauli ad Timotheum pars posterior, id est Tria posteriora capita [...]. Ingolstadt, Wolfgang Eder, 1587. (4), 35, (1) SS. Mit 1 gr. Holzschnitt am Titel verso. (Vorgebunden) IX: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Kepser, Wilhelm Sixtus (resp.). Epistolae D. Pauli ad Galatas expositio [...]. Ingolstadt, Wolfgang Eder, 1592. (4), 13 SS., 14-39, (1) Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. (Vorgebunden) X: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Schmidtner, Michael (resp.). Epistolae divi Pauli ad Hebraeos, septem priorum capitum brevis explicatio [...]. Ingolstadt, David Sartorius, 1588. (4), 47, (1) SS. (Vorgebunden) XI: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Winzet of Glasgow, John (resp.). In canonicam D. Jacobi epistolam brevis commentarius [...]. Ingolstadt, David Sartorius, 1591. (4), 50, (2) SS. Mit Titelbordüre in Holzschnitt. (Vorgebunden) XII: Stevart Leodius, Pierre (praes.) / Melemius, Andreas (resp.). Exegesis in epistolam D. Pauli ad Ephesios ecclesiae [...]. Ingolstadt, David Sartorius, 1593. (4), 83, (1) SS. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 4 Doppelbünden. Bindebänder fehlen. Dreiseitiger locker gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 2.800

Hübscher Sammelband, zwölf antireformatorische Schriften versammelnd. Neben der sehr seltenen ersten Separatveröffentlichung des Briefs Herzog Georgs von Sachsen gegen Martin Luther (zuvor nur in Gesamtausgaben abgedruckt) enthält der Band noch elf antilutherische Streitschriften, zum Teil in Form von Disputationen und Dissertationen. - Teilweise leicht wasserrandig. Der etwas braunfleckige Rollenstempelband zeigt außen eine Rolle mit Petrus, Paulus und Johannes, darin eine Rolle mit Köpfen im Oval; das Mittelfeld ist gefüllt mit Bogenfriesen. - Insgesamt wohlerhaltene Sammlung katholischer Polemik in einem zeitgenössischen Stempeleinband. - I: Nicht im VD 16. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - II: VD 16, V 83. Stalla 1616. Nicht bei de Backer/Sommervogel. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - III: VD 16, R 4. Stalla 840. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - IV: VD 16, T 1244. Adams T 699. De Backer/Sommervogel VIII, 13, 9. Nicht bei BM-STC German. - V: Adams P 1317. Nicht bei BM-STC German. Nicht im VD 16. - VI: VD 16, H 131 und P 3041. Adams H 4. Nicht bei BM-German. - VII: VD 16, S 8953. Stalla 1564. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - VIII: VD 16, S 8967. Stalla 1013. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - IX: VD 16, S 8956. Stalla 1132. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - X: VD 16, S 8957. Stalla 1607. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - XI: VD 16, S 8961. Stalla 1693. Nicht bei Adams oder BM-STC German. - XII: VD 16, S 8959. Stalla 1739. Nicht bei Adams oder BM-STC German. {BN#12160} (mehr)

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Glareanus (Loriti), Henricus. De sex arithmeticae practicae speciebus, Henrici Glareani epitome. Paris, Guillaume Cavellat, 1558. 48 nicht num. SS. Mit Druckermarke in Holzschnitt. Marmorierter Pappband. 8vo.

€ 1.800

Seltene und schön gedruckte Ausgabe des erstmals 1539 in Freiburg erschienenen arithmetischen Handbuchs des Schweizer Mathematikers und Musiktheoretikers. "In it Glareanus first treats of notation, including the Greek, Roman and Arabic systems; then of the elementary operations with integers; then, briefly, of progressions and proportion" (Smith). - Der in Mollis (Kanton Glarus) geborene Galearus studierte seit 1501 an der Universität Köln Philosophie, Theologie, Mathematik und Musik, letztere als Schüler von Johannes Cochläus, und begann nach der Sponsion zum Magister artium 1510 zu lehren. Er wurde 1512 von Kaiser Maximilian I. auf dem Kölner Reichstag zum Poeta laureatus gekrönt, zog 1527 schließlich nach Freiburg/Breisgau und erhielt dort 1529 eine Professur für Poetik und war bis zu seinem Tod 1563 als angesehener Lehrer tätig. "Bedeutend für die Geschichte der Musiktheorie ist das 1547 gedruckte Dodekachordon, in dem er den acht Kirchentonarten vier weitere (auf c und a, Vorläufer des modernen Dur und Moll) hinzufügte" (DBE). - Kein Exemplar auf internationalen Auktionen seit 1975; diese Ausgabe nicht im OCLC. - Schönes Exemplar mit zeitgenössischen Marginalien in französischer Sprache. - Adams G 763. Vgl. Smith, Rara 192. Vgl. Fritzsche, Glarean 17. {BN#17336} (mehr)

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Glareanus, Henricus [d. i. Heinrich Loriti]. Ad divum Max. Aemilianum Romanorum imperatorem, semper Augustum, Henrici Glareani Helvetii Poe. Laure. Panegyricon. Eiusdem de situ Helvetiae & Vicinis gentibus. De quattuor Helvetiorum pagis. Pro iustissimo Helvetiorum foedere panegyricon. Basel, Adam Petri, 1514/1515. (34) SS. (wie stets ohne das l. w. Bl.) Mit Titel-Holzschnittbordüre, einem blattgr. 17teiligen Wappenholzschnitt von Urs Graf sowie zahlreichen Textholzschnitten, darunter 1 herald. Kopfstück, 4 florale Holzschnittinitialen von Hans Holbein und 16 kleine Wappenvignetten der Kantone. Durchgehend zeitgenöss. rubriziert; die Holzschnitte durchgehend zeitgenöss. sorgfältig koloriert. (Beigebunden): Glossar zu Glareanus' Schweizer Geographie. Lateinische und deutsche Bastarda, wohl um 1516/1517. Schwarze und rote Tinte auf Papier; durchgehend rubriziert. (14) SS., ca. 38 Zeilen. Lederband unter Verwendung zeitgenöss. blindgepr. Deckelmaterials. 4to.

€ 18.000

Äußerst seltene erste Ausgabe der Beschreibung der Schweiz in Hexametern, hier in einem besonders schönen Exemplar, durchgehend zeitgenössisch koloriert, rubriziert und umfassend annotiert, mit einem Ortsnamen-Glossar als Manuskript im Anhang. - Der bedeutende Schweizer Humanist und Musiktheoretiker Glareanus (1488-1563) stand mit Zwingli in engem Briefkontakt. 1512 wurde er aufgrund eines Lobgedichtes auf Kaiser Maximilian, das er diesem in Köln vortrug, zum "poeta laureatus" ernannt; 1514 kehrte er nach Basel zurück, wo er am Gymnasium lehrte. 1517 schon zog er für fünf Jahre nach Paris. Seine vorliegende Beschreibung der Schweiz, entstanden gleich nach seiner kurzen Rückkehr aus dem Reich, "besteht aus drei Teilen; der erste: 'de situ Helvetiae et vicinis gentibus', gibt in 92 Versen eine geographische Beschreibung [...] Der zweite Teil, 'De quattuor Helvetiorum pagis', bietet eine Beschreibung nach den vier Hauptflüssen; der dritte, das 'Panegyricon justissimo Helvetiorum foedere', enthält zuerst ein Lob des Volkes; dann werden die dreizehn eidgenössischen Orte vom noblem Tigurum bis zu dem eben in den Bund aufgenommenen Abbatiscella (Appenzell) nach ihren Verdiensten angesungen. Das Ganze schließt mit einer Paränese, einer Ermahnung, die Eidgenossen sollten die alten Römer zu Vorbildern nehmen [...] Zuweilen klingen Tone des Naturgefühls auf [...] Glarean überreichte sein Werk statt irgendeinem Mäzen der Tagsatzung, die ihn reichlich belohnte. Er machte Schule, traf den Geschmack der Zeit und fand viele Nachahmer, die aber ganz verflachten" (Feller/B.). Ganz zu Beginn steht außerdem das (bereits früher separat erschienene) Lobgedicht auf Kaiser Maximilian. Vor der "Helvetiae descriptio" steht die Vorrede an Heinrich Uttinger, Kanonikus in Zürich, vor dem Kaiserlob die Widmung an den Humanisten Johannes Caesarius, einen Freund Melanchthons. Der Druck ist am Schluß datiert "sub annum domini MDXV", "d. h. 'gegen 1515', offenbar kurz vor Jahresende 1514 gedruckt; Glareans Widmung [...] ist aus Basel 1514 datiert" (Hieronymus). "Als Schmuck verwendet Petri ausser der Titeleinfassung Urs Grafs mit dem Täfelchen 'Maria' und Datumstafel mit Monogramm und hier nachgeführtem Datum '1514' [...] 16 kleine Holzschnitte mit Wappenträgern und Wappen der einzelnen Orte [...], im Panegyricon jeweils zu deren Abschnitt, einen grösseren - signierten - Holzschnitt mit Reichswappen, gehalten von zwei Löwen mit den Reichsinsignien" (ebd). - Das vorliegende Exemplar ist nicht nur in der Illustration lebhaft koloriert und im Text rubriziert, sondern auch durchgehend von einer zeitgenössischen Hand minutiös durchgearbeitet und mit (vor allem, aber nicht nur die Geographie betreffenden) Worterklärungen, Interlinearkommentaren und Paraphrasen versehen (außerdem finden sich einzelne Textkorrekturen: "Morus" im Vorwort an Uttinger etwa ist verbessert in "Momus"). Beispielsweise hat der unbekannte Kommentator die innere Gliederung des Panegyricons auf den Kaiser im Seitenrand nachvollzogen durch entsprechende Marginalien "Oriens", "Occidens", "Septentrio" und "Meridies". Die "Pierides nymphae", mit denen die Beschreibung der Schweiz anhebt, werden glossiert mit "a monte Beocie"; die Erwähnung der Kimbern wird über der Druckzeile kommentiert: "Denmarch, Cimbria chersonesum"; der Versschluß "agitataque limina bello" ist überschrieben: "aggressas regiones"; "Libye" ist erläutert: "Aphrica". Das Lob auf Tigurum (Zürich) trägt einen Verweis auf entsprechende Stellen bei Caesar und Strabo; "Hercinios ... sylvam" wird erklärt als "sylvam Germanorum latissimam"; "e Nilo Memphiticus Heros" ist zwischen den Zeilen kommentiert: "ex Aegipto nato / ex Aegiptorumque civitas Memphis". - Tatsächlich war eine solche Kommentierung zu ebenjener Zeit von Glareans Freund Oswald Myconius (1488-1552), einem Schweizer Humanisten und Reformator, vorgenommen worden: Seine Edition, deren Apparat den sehr dicht gewobenen Text Glareans fast Wort für Wort seziert, bildet die schon 1519 bei Froben erschienene zweite Ausgabe der "Helvetiae Descriptio". Myconius begründet in seinem Vorwort die Kommentierung damit, daß diese Dichtung zwar schon viele Leser gefunden habe, aber nur von wenigen völlig verstanden worden sei; deswegen hätten Schüler Glareans bei ihm angefragt, ob er die Schrift kommentieren könne: "Quod quidem a multis lectum, a paucis vero intellectum cum haberetur compertum, adierunt me ex Glareani discipulis quidam rogitantes, ut praeceptoris opusculum redderem lucidius" (S. [3]). Ein Vergleich zwischen Myconius' publiziertem Kommentar und dem vorliegenden handschriftlichen zeigt vielfach fast wörtliche Übereinstimmungen; allerdings sind die Abweichungen im Wortlaut doch zu groß, um eine direkte Abhängigkeit des einen vom anderen Text nachweisbar zu machen. Oft geht Myconius' Kommentar weit über den in unserem Exemplar hinaus; andererseits finden sich hier immer wieder Anmerkungen zu Worten, über die Myconius hinwegging (zudem ist hier, anders als in der Ausgabe von 1519, auch das Lob auf Maximilian annotiert). Wie speziell die etwas ungelenken griechischen Buchstaben und einzelne Orthographiefehler ("phylax" mit iota) nahelegen, dürfte die vorliegende Durcharbeitung des Textes auf einen Schüler zurückgehen - womöglich einen direkten Zögling Glareans, der sein Werk im Unterricht verwendet haben könnte, zumal, wie Myconius berichtet, die Schüler selbst auf entsprechende Erläuterungen drängten. Gut denkbar ist jedoch auch, daß es sich beim Schreiber um einen Schüler von Myconius handelte, der zu dieser Zeit Schulmeister an St. Theodor war und Glareans "Descriptio" wahrscheinlich selbst im Unterricht benutzte - didaktische Erfahrungen, die sicherlich in seinen veröffentlichten Kommentar eingeflossen wären. Gerade die manchmal recht banalen Anmerkungen in unserem Exemplar machen es sehr wahrscheinlich, dass es sich hier um Mitschriften von Erläuterungen handelt, die aus einer Unterrichtssituation heraus gegeben wurden, in der man auf spezifische Probleme der Schüler eingehen kann. Die etymologische Auflösung des Wortes "Erythropolitanos" (Biii r) etwa, hier im Rand glossiert: "erythros: rubeus / polis: civitas", ist gerade im Unterricht sehr plausibel. In Myconius' gedrucktem Gelehrtenkommentar dagegen steht, mit acht Druckzeilen weit ausführlicher, doch hinsichtlich der Wortbildung naturgemäß weniger elementar: "Rotuilanos, ita enim vulgo dicimus. Erythròn namque rubrum signat. Hujus civitatis mentionem his de causis maxime facit [...]". - An den Schluß unseres Exemplars ist noch ein von derselben Hand stammendes, gleichfalls in roter und schwarzer Tinte gehaltenes Manuskript gebunden, das weniger bekannte Ortsangaben in Glareans Schweizer Geographie glossiert. Die Überschrift bindet das Manuskript ebenfalls direkt in den Kontext unmittelbarer Beteiligung im Rahmen des Basler Gymnasialunterrichts ein: "Explanatio vocum minus bene cognitarum quae in geographia Helveciae pertinentum, quod carmen ipse Henricus Glareanus Basileae in studiorum contubernio 19. Calendas Janua. palam omnibus gymnasij cultoribus decantavit paulo ante anni Christi servatoris nostri 1515 et subinde diligenti labore exposuit." Nach dieser viereinhalb Seiten einnehmenden Erklärung von Schweizer Orts- und Volksnamen folgt, abgegrenzt durch die Zeile "Hactenus Glareanus", ein Verzeichnis auch außerhelvetischer Orte, so etwa "Vienna Vienen oder Wien in Österreich"; "Armenia maior, seu Asia minor hodie dicit Thurcia maior, et alia Armenia [...]"; "Florentia olim Fluentia, Florentz"; "Herbipolis Wirtzburg quasi herbarum civitate dictam volunt, cui vulgare concordat" oder "Odenwald nemus est pars Hercinii ab Heidelberga ad Menum protendit. Nomen sumpsit ab imperatore Othone. Alij a viro Othenheim." Am letzten Blatt verso schließlich findet sich der Schriftzug "Tecum habi / Giorgius", der dunkle, aber einzige Hinweis auf den möglichen Schreiber. Das Titelblatt ist mit einem schönen Lobspruch auf die Schweiz in roter Tinte versehen: "Helvetij durate diu, fit gloria vestra Semper terrigenum fausta pro omne solum. S[ic] C S[ic] M"[?]. - Papierbedingt minimal gebräunt; unbedeutender Wasserrand; etwas braun- bzw. fingerfleckig. Gering beschnitten (die hs. Randkommentare gelegentlich leicht miterfaßt). Eine alte Randausbesserung. Insgesamt ein sauberes, durch seine zeitgenössische Kolorierung, Rubrizierung und vor allem handschriftliche Kommentierung einmalig schönes Exemplar der editio princeps von Glareans "Helvetiae descriptio", mit einem eigenständigen geographischen Glossar als Handschrift an den Schluß gefügt. - Zensus: In der Schweiz von den fünf wichtigsten Bibliotheken gehalten, in Deutschland von sechs (wenigstens das Exemplar der BSB inkomplett: nur die ersten 4 Bll. mit dem Kaiserlob); in Österreich nur an der ÖNB; kein einziges Exemplar davon als koloriert ausgewiesen. In den USA nur die Saur'sche Mikrofilmausgabe von 1990. Im Handel sehr selten: Im Jahrbuch der Auktionspreise nur drei Nachweise; der erste 1959 bei Brandes (lot 465, einer von fünf Teilen eines Sammelbands); ein inkomplettes Exemplar (die ersten 4 Bll.) 1988 bei Zisska für 400 DM zugeschlagen; ein vollständiges, aber unkoloriertes Exemplar (Slg. Guido Jenny) erzielte 1996 bei Kiefer/Moirandat sFr 17,000 . - VD 16, L 2639, 2655, u. 2674. Lonchamp 1250. Heckethorn 147, 19. Hieronymus/OBB 2, Nr. 134. Hieronymus/Petri-Schwabe, 1988, 42. Feller/Bonjour 310. OCLC 80764217. Nicht in BM-STC German oder bei Adams. {BN#24700} (mehr)

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Gnodalius, Petrus. Seditio repentina vulgi, praecipue rusticorum anno MDXXV tempore verno per universam fere Germaniam exorta [...]. Basel, Sebastian Henricpetri, 1570. (28) SS., 2 w. Bll., (16), 439, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und größerer Druckermarke am letzten Bl. verso sowie einigen figuralen Holzschnittdruckermarken. (Beigebunden) II: Naogeorg [d. i. Kirchmeyer], Thomas. Rubricae, sive summae capitulorum iuris canonici, omnibus tam iura disce[n]tibus, quam aliarum artium studiosis scitu cumprimis utiles ac necessariae, nunc primum [...] editae. Basel, o. Dr., [um 1551]. (32), 301, (1) SS. Flexibler Pergamentband der Zeit auf 2 durchzogenen Bünden. Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 3.500

Erste Ausgabe der wohl frühesten zusammenhängenden Darstellung der deutschen Bauernkriege, von größter Seltenheit. Der Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über die Erhebungen in Oberschwaben und rund um den Bodensee sowie deren Niederschlagung im Jahr 1525. Selbst die ungleich häufigere, erst 1573 erschienene deutsche Übersetzung gilt noch als "sehr selten" (RA 68, Nr. 77). Kein einziger Nachweis der vorliegenden Originalausgabe auf dt. Auktionen seit 1950. - Titel mit alten hs. Besitzvermerken (u. a. Monogramm HF, Monogramm MK in lateinischer und hebräischer Schrift; "Laurentius Rudanthi" [?]). - II: Erste Ausgabe des kirchenrechtlichen Übungsbuches, einer Art früher Sammlung von Klausurproblemen. Der bekannte Straubinger lutherische Theologe und neulateinische Dichter Thomas Kirchmeyer (1508-63), der sich 1526 von den Dominikanern abgewandt hatte, verfaßte das Werk 1551 während seiner kurzen rechtswissenschaftlichen Studien in Basel, wo er mit Oporinus, Bonifacius Amerbach und Ulrich Iselius befreundet war. - Titel mit altem hs. Besitzermonogramm "HF". - Gutes, sauberes, nur gelegentlich unbedeutend gebräuntes Exemplar. - I: VD 16, G 2283. BM-STC German 362. Adams G 782. Schottenloher 34770c. Jöcher II, 1027. - II: VD 16, K 992. Vgl. NDB XVIII, 729. Diese Ausgabe nicht bei Adams oder BM-STC German. {BN#17174} (mehr)

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Grégoire, Pierre / Villagut, Alfonso / Zecchi, Lelio. Tractatus de usuris triplex, trium clarissimorum iureconsultorum. Frankfurt, Zacharias Palthenius für Jonas Rosa, 1598. Mit Druckermarke auf dem Titel. (54) SS., 1 w. Bl., 989, (1) SS., 1 w. Bl., (40) SS. Flexibler Pergamentskriptband der Zeit auf drei durchzogenen Bünden unter Verwendung einer Antiphonarhandschrift des 15. Jhs. in rot, blau und schwarz. 8vo.

€ 850

Seltene erste Ausgabe dieser Sammlung dreier juristischer Abhandlungen über den Wucher. 1611 erschien, abermals in Frankfurt (bei Hoffmann für Kröner), eine zweite Ausgabe unter leicht verändertem Titel. - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig, vereinzelt schwach wasserrandig; am Anfang und Ende mit Randläsuren. Die letzten Bll. mit kl. Wurmspur. Einband angestaubt und mit Fehlstelle am unteren Kapital. - VD 16, ZV 6999. OCLC 257688651. Nicht im BM-STC German oder bei Adams. {BN#22943} (mehr)

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Gregor XIII., Papst. Bulla processus, lecta die coenae Domini anno M. D. CXXX. Cum mandato [...] Archiepiscopi et Principis Salisburgensis &c. necnon [...]. Ingolstadt, David Sartorius, (1580). 10 Bll. Mit ornamentaler Holzschnittbordüre am Titel. Roter Pappband. Dreiseitiger Rotschnitt. 4to.

€ 350

Wohl zweiter Druck der ersten Ausgabe. Die Ende März 1580 verlautbarte Bulle betrifft vorwiegend Häretiker und verworfene Irrlehren, aber auch das Seeräuber- und Bandenunwesen. Das Vorwort des Salzburger Erzbischofs Johann Jakob datiert 12. Juli 1580, das des Urban, Bischof von Passau, am 19. August d. J. Die Registratur beim kaiserlichen Sekretariat trägt den Vermerk "Romae, apud haeredes Antonii Bladii impressores camerales". - Durchgehend braunfleckig; Titel mit alter hs. Numerierung. - Stalla 1417. VD 16, K 489. Nicht bei Adams oder BM-STC German. Keine in Italien gedruckte Ausgabe über ICCU nachweisbar. {BN#11934} (mehr)

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Grimaudet, François. Paraphrase des droicts des usures et contracts pignoratifs: ensemble des causes qui excusent de dol. Paris, chez Hierosme de Marnef & la veufue Guilllaume Cavellat, 1585. 2 Teile in 1 Band. (16), 381, (35) SS. 52 SS. Mit 2 (wdh.) Holzschnittdruckermarken an den Titeln. Flexibler Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 450

Dritte Ausgabe (EA 1577). - Abhandlung über den Wucher und das Schuldrecht. Der französische Jurist Grimaudet (1520-80) aus Angers "practicirte in seiner Vaterstadt, ward in derselben Conseiller au Presidial, und 1558 königlicher Advocat, wie auch des Hertzogs von Anjou und nachmahligen Königs Henrici III Rath und Requeten-Meister; da er denn in den damahligen Unruhen sich vor seinen König und die catholische Religion sehr eifrig bezeigte" (Jöcher). - Durchgehend leicht wasserrandig; einige hs. Anstreichungen der Zeit. - Hoefer XXII, 85. Jöcher II, 1185. Nicht bei Adams oder BM-STC French. {BN#13040} (mehr)

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Guevara, Antonio de. Libro di Marco Aurelio con l?horologio de' prencipi, distinto in IIII. volumi [...]. Con la giunta del quarto libro, già tradotto di lingua Spagnuola in Italiana, de la copia originale di esso auttore, si com?era nella quarta impressione [...]. Venedig, Fabio & Agostino Zoppini, 1581. 4 Bde. in einem. (24), 88 Bll. (4), 96 Bll. (4), 112 Bll. (4), 59 Bll. (ohne das letzte w. Bl.). Mit 4 (wdh.) Holzschnittdruckermarken an den Titeln und einigen (darunter 3 größeren) Textholzschnitten. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und Deckelblindprägung (Fileten, Eckfleurons, maureskes Mittelornament). 4to.

€ 580

Italienische Ausgabe des berühmten, in zahllosen Auflagen, Ausgaben, Übersetzungen und Bearbeitungen verbreiteten Fürstenspiegels (EA 1529) mit Lebensregeln für den Tagesablauf zu allen denkbaren Anlässen. Die erste italienische Ausgabe erschien 1546 (verkürzt). "In Guevaras Werk werden Verhaltensregeln für den Fürsten an Hand einer Pseudobiographie Mark Aurels aufgestellt" (KLL VII, 33). - Titel mit mehreren getilgten hs. Besitzvermerken des 17. und 18. Jhs. Durchgehend etwas gebräunt; stellenweise leicht wasserrandig. Einige Bll. mit kl. Wurmspur im unteren Innenrand. - Palau² 110.159. Edit 16, CNCE 22278. Vgl. BM-STC Italian 320 (Ausg. Venedig 1584). Adams G 1482 (Ausg. Venedig 1562). Haym 166, 4-6. {BN#18500} (mehr)

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Guicciardini, Francesco. Dell' epitome dell' historia d?Italia. Libri XX. Venedig, Giacomo Sansovino, 1580. (7), 244, (27) Bll. 3 w. Bll. (13) Bll. (a8-1, b5). Mit Holzschnittdruckermarke am Titel, einer Portrait-Holzschnittafel und zahlreichen großen figuralen Initialen in Holzschnitt. Späterer Pappband mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.

€ 350

Spätere Ausgabe des bekannten Geschichtswerks, herausgegeben von Francesco Sansovino und gewidmet dem Bischof von Padua. Der florentinische Staatsmann und Historiker F. Guicciardini (1483-1540) verfaßte seine die Jahre 1492-1532 behandelnde ?Storia d?Italia? zwischen 1537 und 1540. Das Werk ?ist die erste grundlegende Geschichte Gesamtitaliens und gibt bei reicher Heranziehung archivalischen Materials ein zuverlässiges Bild der europäischen Politik? (Brockhaus, 17. A.). Die (anscheinend inkomplette) Beibindung am Schluß enthält "Ritratti di diversi principi, et personaggi illustri, di mano di M. Francesco Guicciardini cavati dalla sua Historia". - Zu Beginn etwas wasserrandig und mit kl. Wurmspuren im Innenfalz; die Beibindung am Schluß gebräunt. Einband etwas berieben. - BM-STC Italian 321. Edit 16, CNCE 22325. Nicht bei Adams. {BN#10858} (mehr)

In meine Auswahl

Guidacerius, Agathus. Institutiones grammatice hebraice linguae. [Paris], Gilles de Gourmont, 1529. 36 nn. Bll. (linksläufig kollationiert). Mit breiter figuraler Titelbordüre in Holzschnitt sowie einer figuralen Initiale und einer großen Holzschnittvignette am letzten Bl. verso. Mod. Pergamentband. 4to.

€ 4.500

Sehr seltene zweite Ausgabe dieser hebräischen Grammatik in lateinischer Sprache, verfaßt vom italienischen Hebraisten Agatho Guidacerio aus Rocca-Coragio in Kalabrien (1477-1542?). Nachdem er, selber ein Christ, in Rom unter einem portugiesischen Rabbiner Hebräisch studiert hatte und sich dort das Wohlwollen Lorenzo Medicis und seines Sohnes, Papst Leo X., erworben hatte, wurde er an der Universität von Rom Lehrer des Hebräischen. "In 1530 he was appointed by Francis I. professor at the Collège de France, where he interpreted both the Hebrew and Greek texts of the Scripture" (Jew. Ency.). Sein Hauptwerk, seine hebräische Grammatik, stellte er nach der Grammatik "Petach Debarai" und Kimchis "Miklol" zusammen. Sie erschien erstmals 1514 in Rom, dann nach Guidacerios Übersiedlung nach Paris daselbst 1529, 1539 und 1546. Wie schon die Erstausgabe ist diese Überarbeitung seinem Gönner Leo X. (Giovanni Medici) gewidmet. - Druckjahr in griechischer Schrift. Die hübsche Titelbordüre zeigt die drei Weisen beim Christuskind auf dem Schoße Mariae, im oberen Querriegel Gourmonts Druckerzeichen mit Wappen. Einige wenige Bleistiftanstreichungen bzw. zeitgenöss. hs. Marginalien und Notizen. Im Innenrand durchgehend leicht wasserschattig; der unbekleidete Torso der Figur in der Druckermarke am Schlußblatt alt mit Tinte übermalt. - Von größter Seltenheit; kein Ex. in internationalen Bibliotheken oder im Handel der letzten 30 Jahre nachgewiesen. - Jewish Encyclopedia (in JBA S45, 21f.). Hoefer, NBG XXII, 537. Vgl. Michaud, Biogr. Univ. XVIII, 100. Vgl. Jöcher Erg. I, 295 (nennt Paris 1537 als EA). Vgl. Fürst I, 346 (Paris, 1539). Vgl. Steinschneider I, 1022, 5167 (Paris, 1540). Nicht in BM-STC French. Nicht bei Adams. Zu Druckermarke und Titelbordüre vgl. Renouard, Marques typogr. Paris, 384. {BN#4012} (mehr)

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Guillonius, Renatus. Gnomon. Opus quidem perneccessaruim ac perutile, volentibus serio studio rimari arcana poetarum omnium Graecorum, quantum syllabarum & figuras, libertatesque poematis graeci attinet, recens ab autore auctum & recognitum. Paris, Andreas Wechel, 1556. 70, (2) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und kleinerer Druckermarke am letzten Bl. verso. Mod. Pappband. 4to.

€ 650

Zweite, erweiterte Ausgabe des seltenen, erstmals 1548 erschienenen Werks zur griechischen Prosodie und Metrik. Das neue Druckprivileg ist datiert mit 13. September 1555. René Guillonius (1500-70) war Schüler der großen Gräzisten Guillaume Budé (1467-1540) gewesen. - Am Titel zeitgenöss. hs. Besitz- und Kaufvermerk sowie darunter Persius-Motto "Sum Thomae [...] constat 1 fl. | Vive memor lethi fugit hora. Persius". Der Nachname des Besitzers kaum später getilgt und von einem wohl ebenfalls Thomas (Bauer) genannten Nachbesitzer des 16. Jhs. in roter Tinte ersetzt: "Agricola". Durchgehend mit kl. Wurmgang (etwas Textverlust). - Adams G 1581. BM-STC French 213. OCLC 65708718. {BN#18356} (mehr)

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[Halsgerichtsordnung]. Bambergische Peinliche Halßgerichtßordnung. Bamberg, J. Wagner, 1580. 4 nn. (das letzte weiß), 72 num., 20 nn. Bl. (das 2. weiß). Mit großem Titelholzschnitt von Jost Amman und 21 (dav. 14 nahezu ganzseit.) Textholzschnitten von Wilhelm Traut (20) und Jost Amman. [Beigebunden:] Dorneck, J. A. von. Practica und Proceß Peinlicher Gerichtshandlung. Frankfurt, G. Rab und S. Feyerabend, 1576. Mit 4 (3 verschied.) Druckermarken und Textholzschnitt. 8 nn., 51 num., 1 nn. Bll., 37 SS. Flexibler Pergamentband der Zeit. Dreiseitiger Rotschnitt. Folio.

€ 6.500

Erste Ausgabe eines der maßgeblichen Rechtsbücher des 16. Jahrhunderts. Die Urfassung (erstmals 1507 erschienen) stammt von Johann von Schwarzenberg. Vorliegende Bearbeitung erfolgte unter dem Bamberger Bischof Georg III. Schenk von Limburg. Die "Bambergensis" ist mehr eine Strafvollzugsverordnung als Strafgesetzbuch; sie beschäftigt sich mehr mit der Ausführung der Bestrafung als mit dem materiellen Recht. Entsprechend auch die Holzschnitte mit Abbildungen von Folterungen, Folterwerkzeugen, Gerichtsszenen etc. Einzige Ausgabe mit dem schönem Holzschnitt-Titel und einer ganzseitigen Darstellung des Jüngsten Gerichts von Jobst Amman (Becker 139). Die anderen, noch eher mittelalterlich wirkenden Holzschnitte (Moses, Vereidigung von Beisitzern, Vorführung eines Delinquenten durch Gerichtsbüttel, peinliches Verhör, Du sollst nicht falsch Zeugnis geben, Hinrichtungen etc.) sind größtenteils Wiederverwendungen der Originalstöcke von Wolf Traut aus der Ausgabe von 1507 (vgl. Thieme/B. 33, 353a). - Zur Beibindung: Einer von zwei Drucken im Jahr der Erstausgabe. "Behandelt im ersten Buch den Criminalproceß, in den beiden folgenden einzelne Verbrechen [...] Uebrigens behandelt Dorneck nur die Verbrechen gegen die Religion und die Fleischesverbrechen" (Stintzing/L.). Im Anhang ein Traktat Susarias über die "Peinliche Befragung", übersetzt von Georg Lauterbeck. - Etwas gebräunt und wenig fleckig; vereinzelt kleine Wurmspuren. Schöner Sammelband mit zeitgenössischem Besitzvermerk im vorderen Innendeckel. - I: VD 16, B 266. BM-STC German 64. Fairfax Murray 457 Anm. Muther 669. Andresen I, 354, 127 und 223. Conrad II, 408. Becker, Amman, 139. Vgl. Kaspers 132. - II: VD 16, D 2411. Stintzing/Landsberg I, 633. {BN#15810} (mehr)

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[Haubold, Hieronymus]. Warer und gründlicher Bericht von den grewlichen und erschröcklichen Irrthumben der Flaccianer. O. O. u. Dr., 1579. 8 Bll. Mit einem ganzseitigen Holzschnittportrait Martin Luthers. Mod. Pappband unter Verwendung eines in rot und schwarz bedruckten Bogens aus einem liturgischen Werk des 17. Jhs. 4to.

€ 450

Verteidigungsschrift für die Flacianer, einer orthodoxen Richtung des Luthertums (sog. "Gnesiolutheranismus"), deren Begründer Matthias Flacius "jede Fortentwicklung der Lehre nach dem Tod [Luthers] ab[lehnte] und [...] die Vermittlungstheologie Philipp Melanchthons [bekämpfte]" (DBE). Der sächsische Theologe Haubold, selbst Absolvent von Wittenberg, wurde als Flacianer vom Kurfürsten August verfolgt. In seinen Schriften "tritt uns der Verfasser als tüchtiger Streiter für die reine lutherische Lehre entgegen, freilich als Kind seiner Zeit voller Wuth und Geifer gegen Andersdenkende" (ADB XI, 42). - Kl. Wurmspur im w. Außenrand (kein Textverlust, aber Berührung des Portraits). Im unteren Rand durchgehender Wasserrand. - VD 16, H 768 (nur 7 Bll.; fehlt das Portrait). BM-STC German 384. Holzmann/Bohatta I, 5574 (falsch: ?1573?). Nicht bei Adams. {BN#8895} (mehr)

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Henricpetri, Adam. General Historien der aller namhafftig unnd fürnembsten Geschichten, Thaten und Handlungen, so sich bey Ubergebung und Ende [...] Carols des Fünfften, und Anfange Ferdinanden seines Bruders Regierung [...] zügetragen unnd verhandlet worden [...] auß frembden Sprachen [...] in unsere Teütsche [...] gebracht. Basel, Sebastian Henricpetri, [1577]. (24), DCXV [recte: 595] SS. Mit mehrfach gefalt. Holzschnittkarte, Druckermarke am Ende und 49 (3 doppelblattgr.) Textholzschnitten. (Beigebunden) II: Huttich, Johann. Novus orbis regionum ac insularum veteribus incognitarum. Basel, Johann Herwagen, (September) 1555. (38) SS., 1 w. Bl., (12), 677 [recte: 577], (2) SS. Mit wdh. Druckermarke am Titel und letztem Bl. verso, einigen Holzschnitt-Initialen und 2 Textholzschnitten. Ohne die Karte. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 5 Doppelbünden über Holzdeckeln mit 2 intakten Metallschließen, monogrammiert und datiert "PLD 1578". Folio.

€ 9.500

I: Erste Ausgabe dieser materialreichen Chronik der Jahre 1555-61, als Fortsetzung zu Johannes Sleidanus' politisch-religiöser Weltgeschichte von 1555 konzipiert. Die doppelblattgroßen Holzschnitte (2 davon wegen ihres Überformats gefaltet) mit einer Ansicht von St. Quentin, der Darstellung des Prunkschiffes Karls V. und einer Szene eines Inquisitionsprozesses in Spanien; die kleineren Holzschnitte zeigen vor allem Belagerungspläne und Portraits. Die Faltkarte (innen etw. eingerissen) zeigt den Türkischen Feldzug von 1556 mit dem Gebiet zwischen Pest, Györ und Balaton (Plattensee). - II. Dritte lateinische Ausgabe dieser wichtigen Sammlung von Reisebeschreibungen der großen spanischen und portugiesischen Entdecker. Von besonderem Interesse sind die Berichte über Amerika. "This edition contains, besides the matter of the first, also four supplementary pieces including the second and third letters of Cortes" (Sabin). - Durchgehend leicht gebräunt; vereinzelt mit hs. Marginalien und Textanstreichungen. Mehrf. gestempelt (Bibliothek der Anhaltinischen Grafen sowie Landesbibliothek Dessau). Die Plattenstempel des schönen, insgesamt sehr gut erhaltenen zeitgenössischen Einbands zeigen am Vorderdeckel das Wappen Sachsens (stärker berieben) und am Hinterdeckel das Wappen Wittenbergs, darüber ein Engel mit Schriftband "Insignia Ur|bis Witeber", darunter eine 4zeilige Unterschrift mit Signatur "H. Cantz." (Haebler I, 72 ff., XXXIV und III): "Die Buchbinderei des Hans Cantzler muß eine der größten in Wittenberg gewesen sein, wenn man nach dem Stempelmateriale schließen darf, das in ihr zur Verwendung gelangt ist" (ebd.). - I: VD 16, H 2075. BM-STC German 392 (vermutet als Verfasser Philips van Marnix van Sint Aldegonde). Lipperheide Cg 50. - II: VD 16, G 3829 (Ex. der BSB unvollständig). BM-STC German 375. Adams G 1338 (ebenfalls ohne die Karte). Streit I, 73. Sabin 34104. Alden 555/42. Dekesel G 96. Burmeister (Münster) 63. {BN#18483} (mehr)

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Herauld, Didier. Adversariorum libri duo. Quibus adiunctus est animadversionum eiusdem in librum Iamblichi de vita Pythagorae nuper primum editum liber unus. Paris, Jeremias Perier, 1599. (16) 183 (recte: 181), (10) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Pappband um 1850. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 850

Erste Ausgabe dieser Sammlung von 17 textkritischen Aufsätzen. Der französische Philologe und Rechtsgelehrte D. Hérauld (1575-1649) war seit 1598 Professor für Gräzistik an der protestantischen Akademie in Sedan. - Zahlreiche längere Passagen in griechischer Sprache. Der Titel verso mit Exlibris der Dillenburger Bibliothek der Fürsten von Oranien-Nassau. Titel gestempelt. Papierbedingt durchgehend gleichmäßig gebräunt. - BM-STC French 222. Adams H 291. Hoefer XXIV, 268. {BN#17181} (mehr)

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Herodot. Historiae libri IX. Interprete Laurentio Valla. Eiusdem Herodoti libellus de vita Homeri, interprete Conrado Heresbachio. Basel, (Sebastian Henricpetri, März 1583). (96), 651, (1) SS., 2 Bll. (das erste weiß). Mit Holzschnittdruckermarke am Titel sowie größerer Druckermarken am letzten Bl. verso; mehrere (teils figurale) Holzschnittinitialen. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 650

Seitengleicher Nachdruck der Basler Ausgabe von 1559. Die klassische Übertragung durch den italienischer Humanisten Laurentius Valla erschien erstmals 1474 im Druck. - Titel mit Prägestempel. Papierbedingt gleichmäßig schwach gebräunt; im Oberrrand teils gering wasserrandig. Insgesamt gutes Exemplar aus dem Besitz des Philologen und Literarhistorikers Johann Jakob Spreng (1699-1768) mit seinem eigenh. Besitzvermerk "Sprengii" am vorderen Innendeckel. - VD 16, H 2532. Adams H 405. Nicht bei BM-STC German. Nicht bei Hoffmann oder Schweiger. {BN#17171} (mehr)

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Hess, Johann Dominikus. Synodus oecumenica theologorum protestantium in antiquissimo Saxoniae Ducatu nuper a praestantioribus verbi ministris laboriose inchoata [...]. Graz, Georg Widmanstetter, 1593. 199, (1) Bll. Mit Holzschnittvignette am Titel und zahlreichen Zierstücken und ornamentalen Initialen in Holzschnitt. Flexibler Pergamentskriptband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden unter Verwendung einer Musikhandschrift in rot und schwarz mit roten und blauen Initialen. Bindebänder fehlen. 8vo.

€ 380

Erste Ausgabe der antiprotestantischen Schmähschrift des Wiener Franziskaners und Predigers J. D. Hess. - Der Hofbuchdrucker Georg Widmanstetter druckte seit 1586 in Graz. Erzherzog Karl hatte den Katholiken ins Land gerufen, um in der überwiegend protestantischen Stadt die Gegenreformation voranzutreiben - eine Sache, in deren Dienst der ?treue Gefolgsmann der Jesuiten [...] sein ganzes Schaffen? stellte (Durstmüller I, 80). - Der Pergamentskriptband mit Resten eines hs. Rückenschildchens und von Rückenkalkung des späten 17. Jh.s. Titel mit Ausschnitt von entferntem Besitzvermerk (kein Textverlust). Teils etwas gebräunt bzw. stellenweise leicht wasserrandig, sonst gutes Exemplar. - VD 16, 2758. BM-STC German 402. Adams H 487. {BN#6532} (mehr)

In meine Auswahl

Heßhusen, Tilman. Verae et sanae confessionis de praesentia corporis Christi, in coena Domini, pia defensio adversus cavillos & calumnias, I. Johannis Calvini, II. Petri Boquini. III. Theodori Bezae. IV. Wilhelmi Cleinwitzii. Magdeburg, Wolfgang Kirchner, 1562. 184 unn. Bll. (d. l. w.). Mit einer figuralen Initiale in Holzschnitt. Pappband. 4to.

€ 600

Erste Ausgabe. - Eine der zahlreichen Streitschriften des "Brausekopfs" (ADB) Heßhusen, der sich nirgends halten konnte, aufgrund der vorliegenden Schrift 1562 aus Magdeburg gewaltsam ausgewiesen wurde und noch zahlreiche Absetzungen "wegen völliger Unfügsamkeit" hinnehmen mußte. "Heßhusen nimmt unter den Epigonen des strengen und streitbaren Lutherthums eine historische denkwürdige Stelle ein" (ebd.). - Unten etwas wasserrandig. Einige wenige hs. Marginalien des 17. Jhs. - Kein Exemplar auf deutschen Nachkriegsauktionen nachweisbar. - VD 16, H 3155. Adams H 467. Vgl. ADB XII, 314. Kosch VII, 1090. Wetzer/Welte V, 1958f. {BN#10618} (mehr)

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Hirschvogel, Augustin. Concordantz unnd vergleychung des alten und newen Testaments [...]. Wien, Aegidius Adler, 1550. 18 nicht numerierte Blätter (einschl. 1 weißes, A4-D4). Halbpergamentband. 4to.

€ 8.500

Erste Ausgabe des typologischen Bilderkreises alt- und neutestamentarischer Begebenheiten; von allergrößter Seltenheit. Der Kupferstecher und Mathematiker Augustin Hirschvogel "gehört zu den vielseitigsten Künstlern des 16. Jh." (NDB). Ab 1547 arbeitete er "für den in Österreich gefangengehaltenen ungarischen calvinistischen Staatsmann Peter Perényi v. Ferd an dessen geplanter Bilderbibel mit, die unvollendet blieb. Hirschvogel gab davon 1550 die [...] 'Concordantz unnd Vergleychung' heraus" (NDB). Nach Falkenau erschienen 1550 drei Ausgaben der 'Concordanz' (die vorliegende in Quart; außerdem eine illustrierte und noch eine - ebenso wie die erste - nicht illustrierte Ausgabe in Folio), von denen er die Quartausgabe als erste nennt (Ausgabe "A"). Wie die erste Ausgabe sind auch die beiden Folioausgaben von größter Seltenheit und jeweils nur in zwei bzw. einem Exemplar nachweisbar. Der Veröffentlichung zugrunde liegt "die mittelalterliche Vorstellung, wonach jedes Ereignis aus der Lebens- und Leidensgeschichte Christi im Neuen Testament bereits durch eines oder mehrere Ereignisse im Alten Testament vorweggenommen und angekündigt wurde. So konstruierte man z. B. eine Parallele zwischen den drei Tagen, die Jonas im Bauch des Walfisches verbrachte, um dann wieder unversehrt ausgespieen zu werden, und der dreitägigen Grabesruhe Christi, der am Ostersonntag auferstand. Auch in nachmittelalterlicher Zeit wurde noch vereinzelt an dieses typologische Denken angeknüpft, wofür die 'concordantz' ein herausragendes Beispiel ist: zum einen wegen der sehr großen Zahl der behandelten Ereignisse [enthält 180 auf insgesamt 238 biblische Begebenheiten bezügliche Verse], zum anderen, weil hier neue typologische Kombinationen aufgestellt werden, die es zuvor noch nicht gegeben hatte. Für einige Szenen, besonders aus dem alten Testament, gab es bis zu Hirschvogels Werk keine ikonographische Tradition; es handet sich hier also um eine komplette Neuschöpfung" (Falkenau, 11f. und Klappentext). - Weltweit nur zwei Nachweise über Bibliothekskataloge (Nationalbibliothek Wien und Wolfenbüttel); nicht im OCLC; keine der Ausgaben im Handel oder auf Auktionen seit 1950 nachweisbar. - VD 16, H 3846. NDB IX, 232. Durstmüller I, 48. Thieme/B. XVII, 139. Falkenau, Die "Concordantz Alt und News Testaments" von 1550: ein Hauptwerk biblischer Typologie des 16. Jahrhunderts. Regensburg 1999. Nicht bei Denis. Nicht in Mayer. Nicht in Knaake und Kuczinski. Nicht im BM-STC German. Nicht bei Adams. {BN#16173} (mehr)

In meine Auswahl

[Hochzeitsschrift - Karl V.]. Substantz unnd kurtzer begryff der Spectackel oder sehung, so gewesen seynd auff der Hochzeyt oder Gemahelschafft des unüberwindtlichisten und großmechtigisten Herrn, Römischen Kayser Carolus, des fünfften, und der Durchleijchtesten Frawen, Fraw Isabelle, Künigin von Lusitanien [...]. [Augsburg, Philipp Ulhart d. Ä., 1526]. 8 nicht numerierte Bll. Mit einer Lombardinitiale in Holzschnitt. Roter Halbpergamentband. 4to.

€ 2.500

Erste und einzige Ausgabe der ausführlichen Beschreibung der Hochzeitsfeierlichkeiten anläßlich der in Sevilla begangenen Vermählung Kaiser Karls mit Isabella von Portugal. - Selten, kein Exemplar auf dt. Auktionen seit 1950. - VD 16, S 10080. Hohenemser (Slg. Freytag), 1130. Panzer II, 3149. Nicht in Halle u. Gilhofer (Newe Zeytungen). Nicht bei Lang. {BN#11952} (mehr)

In meine Auswahl

Hoffmann, Peter. Farrago sacrorum aliquot carminum hactenus non impressorum cum annexis circa finem nonnullis epigrammatibus. Quae laetissimo [...] D. Laurentii Reis [...] monasterii Campi Liliorum Abbatis [...]. (Wien, Leonhard Nassinger), 1592. (60) SS. Mit Titelbordüre in Holzschnitt und großen Holzschnittinitialen. Schlichte Broschur des 18. Jhs. 4to.

€ 400

Dem Abt des Zisterzienserstifts Lilienfeld gewidmete lateinische Gedichtsammlung des Petrus Hoffmann, "scholae civilis apud S. Stephanum Rector, ac in Academia Vien[nensis] substitutus professor poeseos". - Durchgehend etwas braunfleckig und wasserrandig; kleine Wurmspur zu Beginn. - VD 16, H 4230. Mayer 756. Sartori II, 698. {BN#21788} (mehr)

In meine Auswahl

Holthusius, Johann. Modus examinandi sacrorum ordinum candidatos [...]. Dillingen, Sebald Mayer, 1564. (16), 272 Bll. Mit einer figuralen Initiale in Holzschnitt. Mit einer alt braun altkolorierten figuralen Holzschnittinitiale. Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten und mit schöner Deckelblindprägung. Reste von Schließen. 8vo.

€ 350

Erste Ausgabe. - Prüfungsfragen und deren eingehende Antworten zur Vorbereitung auf die Aufnahme in die Ordensgemeinschaft. Der Verfasser, der Theologe J. Holthusius von Kempen, war Rektor an der Schule der Kathedrale zu Augsburg und selbst als Prüfer bei solchen Gelegenheiten tätig. - Mit Anstreichungen und teils recht ausführlichen Marginalien eines zeitgenössischen Besitzers, der es zur Präparation nutzte, wohl der am hinteren Innendeckel kalligraphisch eingetragene ?Christophorus ... Augustanus? (Nachname alt gelöscht). Am vorderen Innendeckel stark verblaßter hs. Besitzeintrag ?Ex libris Georgii Christop[hor]i Krückenburgi [?] Presbyteri An. 1668?; weitere (teils gelöschte) alte Besitzvermerke am Titel. Der etwas beriebene Einband mit schöner Rollenstempelung (Köpfe) und blindgestempelten Bogenfriesen in den Mittelfeldern. Lederbezug an den Ecken teils angeplatzt. Titel und 2. Blatt etwas staubig, sonst sauberes Exemplar. Sehr selten; Exemplare international nur in 5 Bibliotheken vorhanden (BSB, Tübingen, Augsburg, UB München, UB Eichstätt); kein Ex. in USA. Kein Exemplar irgendeiner Ausgabe im internationalen Auktionshandel der letzten 30 Jahre nachgewiesen. - VD 16, H 4525. Nicht bei Adams oder BM-STC German. {BN#5382} (mehr)

In meine Auswahl

Homer. [Ilias.] [Homerou Ilias, e mallon hapanta ta sozomena.] Homeri Ilias, seu potius omnia eius quae quidem extant opera. Studia & cura Ob. Giphanii I.C. quam emendatissime edita, cum eiusdem scholiis & indicibus novis. Straßburg, Théodose Rihel, [1572?]. [Ohne den separat erschienenen 2. Teil (Odyssee)]. (15), 16-913, (69) SS., l. w. Bl. Die Dedikation datiert ?A.D. XIIII. Kal. Aprilis?. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 4 Doppelbünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. 2 intakte Schließen. 8vo.

€ 1.200

Geschätzte, durchgehend griechisch-lateinische Ausgabe im Paralleltext; eine von mehreren undatierten Varianten. Rihel druckte seine Homerausgabe (zuvor schon um 1570 durch Episcopius auf Rihels Kosten aufgelegt), stets ohne Jahresangabe, nach 1572 noch mehrfach: das Druckjahr der vorliegenden Ausgabe wird vom VD 16 für diese Paginierung aufgelöst mit ?1572?. Verbreiteter sind Rihels Ausgaben mit 893 SS., welchen das VD 16 die Druckjahre ?um 1588? und ?um 1592? zuweist. Davon abweichend gibt Adams für die Ausgaben ?1572? (H 764) und ?um 1575? (H 765) die gleiche Paginierung an (893 SS.), jedoch abweichende Kollationen, wobei sich der für H 765 angegebene Lagenschlüssel mit dem vorliegenden deckt. Auch Muller und Ritter nennen nur eine 1572 sowie ?vers 1575? datierte Ausgabe. Ebert nennt 3 verschiedene Ausgaben mit demselben Titel: ?Für die erste halte ich die, deren 1. Th. ausser den ungez. Bll. 893 SS. [...] und in welcher die Dedication obiges Datum [1572] hat. Sie ist ziemlich sauber gedruckt. In der 2n Ausg. ist unter der Dedication das Jahr weggelassen, Th. I hat 913 SS. Sie ist in gr. 8. mit grösserer und ebenfalls ziemlich scharfer und reiner Schrift. In der 3n ist das Datum der Dedic. und die Seitenz. wie in der 1n, aber sie ist auf schlecht Papier und mit stumpfen Typen unsauber gedruckt?. Hoffmann dagegen spricht von ?doppelten Ausgaben?, beide auf 1572 datiert: ?In einigen ist die Dedication unterzeichnet: ?A.D. XIIII. Kal. Aprilis?, und umfasst 913 SS.; in anderen ist die Dedication unterzeichnet: ?Argentorati XIIII. Kal. April. an. D. MDLXXII?, und umfaßt 893 SS. Eine dritte Art, die Ebert anzeigt, giebt es nicht; denn der Druck auf schlecht Papier hat stets ein schlechtes Ansehen?. - Der schöne Einband mit umlaufender Tugendenrolle; das Mittelfeld am Vorderdeckel zeigt eine Lucretia-Platte (?Voluntatem Timentium | S[e] Faciet Dominus PS?), am Hinterdeckel eine Jael-Platte (?Sic Pereant Omnes Inim | ici Tui Domine [...]?). Vereinzelt unbedeutende Wasserränder bzw. Braunflecken; kleiner Randausriß am Titel alt hinterlegt (keine Textberührung). Am Titel alter hs. Besitzvermerk (verblaßt); am vorderen Innendeckel Kaufvermerk des Joachim Alting, dat. 1578: "emptus Heydelbergae 22 batzis" (möglicherweise ein Verwandter des Heidelberger reformierten Theologen Menso Alting [1541-1612]). Gedr. Exlibris (1903) des schwedischen Beamten und Sammlers Birger [Axel Gustaf] Lundell (geb. 1880). Der Einband insgesamt etwas berieben (Hinterdeckel stärker) und die Ecken bestoßen, im ganzen aber schönes Exemplar dieser seltenen Druckvariante. - VD 16, H 4658. Hoffmann I, 317. Ebert *9960. Muller III, 546, 52. Ritter, Elsaß 1185. BM-STC German 413. Schweiger I, 157. Vgl. Adams H 765 (unser Lagenschlüssel, abweichende Paginierung). {BN#11429} (mehr)

In meine Auswahl

Homer. [Ilias.] [Homerou Ilias ek tes tetartes anagnoseos]. Cum indice nunc primum adiecto. Straßburg, "apud Vuolf. Cephal." (d. s. Wolfgang Köpfels Erben), (März) 1550. (10), 3-277, (3 [statt 59?]) Bll. Titel mit breiter figuraler Holzschnittbordüre; eine figurale Holzschnittinitiale; große Holzschnittdruckermarke am letzten Blatt verso. Schweinslederband der Zeit auf 3 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten und hübscher Deckelblindprägung. 2 intakte Messingschließen. Kopfschnitt mit eingebranntem Monogramm "AT". 8vo.

€ 2.000

Vierte Ausgabe bei Köpfel (Nachdruck der Ausgabe 1542; so erstmals 1525 gedruckt); besorgt von J. Lonicerus. Zugleich erschien ein Band mit der Odyssee. Geht zurück auf die 2. und 3. Aldine, durchgehend mit griechischem Text sowie mit einer Vorrede von Johann Winther von Andernach. Die schöne Titelbordüre (wohl von Hans Weiditz) zeigt Szenen aus der Ilias: Hektor und Achilles im Kampf sowie den von Achills Wagen geschleiften toten Helden, Priamos und Hekuba, die Mauern von Troja, Homer, Kalliope, sowie Deiphobus und Alexander. - Kleines Loch in der Darstellung der Kalliope, sonst schönes Exemplar mit durchgehenden zeitgenöss. Marginalien von verschiedenen Händen. Am vorderen Innendeckel mehrere hs. Besitzvermerke des 16. und 17. Jahrhunderts (Johann Andreas Northusius; Daniel Danielis von Kindberg; Johann Wiclichennius [?]; weiterer alter Besitzvermerk am hinteren Innendeckel); zuletzt im Besitz der schwedischen Sammler Edvard Bergström (dat. Upsala 1826) und Amandus Ekström (dat. Strengnas, 6/12/1847). Es fehlt der vordere fliegende Vorsatz. Der hübsche, kaum beriebene Stempeleinband mit umlaufenden Köpferollen, Lucretia-Platte vorn und Justitia-Platte hinten; über die letzteren, monogrammiert IF bzw. MV (Stechermarke), die Lucretia außerdem datiert 1561 (Haebler I, 118, V = Kuhnert 294), dem Wittenberger Buchbinder Jacob Fritzsch zuschreibbar. "Es hat zwei Meister dieses Namens gegeben, Vater und Sohn, aber ihr Werk läßt sich nicht trennen" (Haebler I, 119). Die vorliegende Ausgabe in sich abgeschlossen mit dem Kolophon und der Druckermarke am Schluß; das im VD 16 verzeichnete Exemplar der BSB zählt noch weitere 56 Bll. (wohl das Leben Homers enthaltend), die hier jedoch nie beigebunden waren, sondern wohl zum Odyssee-Band gehörten. "Harwood [notices] only the Iliad, styling it 'liber rarissimus' [...] It may be remarked that all the works of Cephalaeus are of rare occurrence" (Dibdin). - VD 16, H 4655. Muller II, 290, 231. Ritter 1197. BM-STC German 412. Ebert *9949. Hoffmann II, 316. Schweiger I, 157. Dibdin II, 46. Vgl. Adams H 746 (erste Ausg. bei Köpfel 1525). {BN#11428} (mehr)

In meine Auswahl

Horatius Flaccus, Quintus. Quintus Horatius Flaccus: Ex fide atque auctoritate veterum codicum manu scriptorum emendatus [...]. Lyon, Antonius Gryphius, 1566. 287, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Buntpapier. Pappband um 1700 mit hs. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 12mo.

€ 300

Seltene Duodezausgabe der Werke. Etwas gebräunt bzw. wasserrandig; der Einband berieben, Kapitale lädiert, Spuren eines entfernten Deckelschildchens. International nur ein weiteres Exemplar nachweisbar (University Library, Cambridge). - Adams H 913. Nicht im BM-STC French. Nicht bei Schweiger. {BN#21783} (mehr)

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