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Autographen: Bildende Kunst
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Abel, Franz, Bildhauer (geb. 1860). Eigenh. Brief und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1917. Zusammen 2 SS. 4to bzw. 6,5:10,8 cm.
€ 60
"Nachdem es mir leider seit Monaten nicht gelingen kon[n]te, den geringsten Auftrag zu erhalten und ich mich in einer dringenden Notlage befinde so erlaube ich mir höflichst [...] Sie inständig zu bitten, um güttige [!] Intervention bei Seiner Exzellenz dem Herrn Bürgermeister [...]" (Br. v. 21. VI. 1917). - Franz Abel studierte an der Wiener Kunstakademie unter Edmund von Hellmer und Carl Kundmann und schuf u. a. Figuren am Museum in Szegedin und am Pavillon der Stadt Wien auf der Jubiläumsausstellung 1898. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6228} (mehr)
Adam, Albrecht, Maler (1786-1862). 2 eigenh. Briefe mit U. Wien und München, 20. III. 1850 und 16. III. 1857. Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 500
An einen Freund: "Bey Neumann habe ich einen guten Abguß von der von Holbing gefertigten Büste Sr. Majestät des Kaisers gefunden welche mir zur Benützung bereitwilligst zur Disposition steht [...]" (Br. v. 20. III. 1850). "Mein Aufenthalt in München dauerte viel länger als es anfangs meine Absicht war, ich hatte mir vorgenommen auf jeden Fall einige Zeit vor eintreffen [!] des allerhöchsten Hofes in Wien zu sein, allein verhindern Familieninteressen, darunter die Verheurathung meiner jüngsten Tochter mit einem brafen [!] Mann, auch einige unabweißliche Arbeiten, hielten mich fest biß jetzt [!] [...] Ich erlaube mir Ihnen dieß zu melden mit der Bitte (wenn Sie es für geeignet finden) S. Ex. dem Herrn S.M. L. Grafen von Grünne Kenntnis hievon zu geben [...]" (Br. v. 16. III. 1857). Karl Ludwig Graf von Grünne (1808-84) - seit 1848 Generalmajor und erster Generaladjutant des Kaisers - war zur Zeit der Entstehung des Briefes Leiter der Militärischen Zentralkanzlei. - Nach Studien an den Akademien in Augsburg und München lebte der gelernte Konditor Adam als Hofmaler des italienischen Vizekönigs Eugène de Beauharnais 1809-24 in Mailand und arbeitete anschließend an verschiedenen deutschen Höfen ehe er sich der Darstellungen von Schlachten verschrieb, die er u. a. im Auftrag von Kaiser Franz Joseph, König Ludwig I. und Joseph Wenzel Graf Radetzky ausführte. "Adams Verdienst besteht in der Vielseitigkeit und in der Naturwahrheit seiner Schilderungen [...] Mit Recht gilt er als einer der besten Schlachten- und Pferdemaler seiner Zeit [...]" (Thieme/Becker I, 57f., 57). {BN#3371} (mehr)
Adam, Albrecht, Maler (1786-1862). Eigenh. Empfangsschein mit U. München, 26. VI. 1858. 1 S. Folio.
€ 350
Gerichtet an "Herr[n] Eberle, oder Herrn Sekritair [!] Fischer", "bescheinigt [der Unterzeichnete] von der Komission zur Aufstellung der Bilder im Glaspallast [!] ein Gemälde, welches zur Aufstellung irrthümlich und gegen die gegebene Ordre von Prag aus eingesendet wurde, auf sein Verlangen zurück erhalten zu haben [...]". - Zunächst als Hofmaler des italienischen Vizekönigs Eugène de Beauharnais in Mailand arbeitete Adam anschließend an verschiedenen deutschen Höfen ehe er sich der Darstellungen von Schlachten verschrieb, die er u. a. im Auftrag von Kaiser Franz Joseph, König Ludwig I. und Joseph Wenzel Graf Radetzky schuf. "Adams Verdienst besteht in der Vielseitigkeit und in der Naturwahrheit seiner Schilderungen [...] Mit Recht gilt er als einer der besten Schlachten- und Pferdemaler seiner Zeit [...]" (Thieme/Becker I, 57f., 57). - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#3074} (mehr)
Adam, Emil, Maler (1843-1924). Eigenh. Albumblatt mit U. München, 12. IV. 1904. 1 S. Schmal-8vo.
€ 80
"In der Kunst ist Alles Empfindung; aber vom Bildungsgrad der Empfindung hängt die Bedeutung eines Kunstwerkes ab, seine Grösse und sein Werth". - Emil Adam, der Sohn des Tiermalers Benno Adam erfuhr seine Ausbildung unter Anleitung seines Vaters und seines Onkels, des Malers Franz Adam. "1861 stellte er auf der Kölner Kunstmesse erstmals aus. Im folgenden Jahr hielt er sich zum Studium der Vollblutpferde auf Pferdegütern bei Stuttgart, Weil und Scharnhausen auf. Ein 1863 in München ausgestelltes Bild machte den Zwanzigjährigen populär; er verbrachte die nächsten Jahre an europäischen Höfen, Pferde und Reiter porträtierend. 1865 betrieb er einige Monate an der Schule von Portaels in Brüssel figürliche Studien" (DBE). 1885 reiste er nach mehrfachen Aufforderungen erstmals nach England, wo insgesamt mehr als 150 Pferdeportraits, u. a. im Auftrag König Edwards VII. entstanden. {BN#20246} (mehr)
Adam, Eugen, Maler und Zeichner (1817-1880). Eigenh. ausgefüllte Tabelle mit U. Wien, o. D. 1 S. Qu.-4to.
€ 50
Von Adam - "wohnt am Glacis Nr. 146 - 1ter Stock in der Vorstadt Rossau zu Wien" - eh. ausgefülltes "Verzeichnis der an die kaiserl. Akademie der vereinigten bildenden Künste zu St. Anna in Wien [...] zur öffentlichen Kunstausstellung abgegebenen Gegenstände". Eingesandt bzw. abgegeben hatte der Sohn des Malers Albrecht Adam (1786-1862) ein "Oelgemälde eines Pferdemarkt[es] bei Raab in Ungarn". - Im Atelier seines Vaters ausgebildet, begleitete er diesen als Schüler auf zahlreichen Reisen. 1842 Mitglied des Münchener Kunstvereins geworden, bereiste er in den vierziger Jahren Kroatien, Dalmatien und Ungarn, wo er vor allem Kostümdarstellungen und Genrebildern schuf. Von 1848 bis 1858 im väterlichen Atelier in Mailand arbeitend, war er nach Ausbruch des Sardinischen Krieges 1859 Berichterstatter der Zeitschrift "Ueber Land und Meer"; im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er an verschiedenen Kriegsschauplätzen als Maler tätig - in Sedan, Orleans und zuletzt auch in Paris, "in das er 1.3. 1871 mit den siegreichen Truppen einzog" (Thieme/Becker I, 60f., 60). {BN#3075} (mehr)
Adam, Eugen, Maler und Zeichner (1817-1880). Eigenh. Brief mit U. München, 5. II. 1870. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 150
Schöner Brief an den Kunstsachverständigen und Kunstschriftsteller Andreas Andresen (ca. 1830-71) über das Werk seines Vaters Albrecht (1786-1862): "Mein Bruder Ben[n]o welcher Ihre geehrte Zuschrift von 17. erhalten hat, wird gegenwärtig mit Arbeiten zu sehr überhäuft um dieselben [!] eingehend zu erwidern, trug mir auf Sie mit diesem, dankend für Ihre gute Absicht über das Wirken und Lebens [!] unseres seligen Vaters was Gediegenes in die Öffentlichkeit zu bringen, zugleich in Kenntnis zu setzen daß wir uns gegenseitig noch weiter bemühen werden Ihnen hierzu noch die nöthigen Anhaltspunkte zu geben [...] Vor allem möchte ich Sie aufmerksam machen, jenes Werk von 100 Blättern von welchem Sie in Ihren Zeilen Erwähnung machen, nicht unter den Radierungen zu suchen. Es ist dieses die von A[lbrecht] Adam durch die frühere Firma Hermann & Barth viel verbreitete 'Voyage pittoresque en russi' [recte: 'Voyage pittoresque et militaire de Willenberg en Prusse jusq?à Moscou, fait an 1812 [...]', 1829/30] in welcher nur ein Theil dieses Werkes [...] von unseres Vaters eigener Hand mit dem Pinsel auf Stein gezeichnet, die Übrigen von Ben[n]o Adam[,] Engelmann [wohl Daniel E., um 1800-1870][,] Leibsché [wohl Carl August Lebschée, 1800-1877] und auch damals schon Franz u. Eugen Adam nach Originalskizzen des alten Adams lithographiert sind [...]". - Im Atelier seines Vaters ausgebildet, begleitete er diesen als Schüler auf zahlreichen Reisen und war u. a. von 1848 bis 1858 in dessen Mailänder Atelier tätig; im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er als Maler an verschiedenen Kriegsschauplätzen - in Sedan, Orleans und zuletzt auch in Paris, "in das er 1.3. 1871 mit den siegreichen Truppen einzog" (Thieme/Becker I, 60f., 60). - Mit Eingangsvermerk des Empfängers auf Bl. 1 recto; daselbst auch der Name des Empfängers in Bleistift von alter Hand vermerkt. {BN#3384} (mehr)
Adam, Franz, Maler (1815-1886). Eigenh. Brief mit U. München, 26. X. 1882. 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 220
Dankesbrief an eine, wohl in der kaiserlichen Hofkanzlei tätige ?Exzellenz?: ?Die außerordentliche Gnade, mit der mich Seine Majestät durch die Verleihung des Ordens der eisernen Krone zu beglücken geruhte, drängt mich, [mich] Ew. Exzellenz mit der Bitte zu nähern, meine[m] innigsten tiefgefühltesten Dank allerhöchsten Ortes Ausdruck zu geben [...] Im Jahre 1815 in Mailand geboren, bin ich faktisch geborner Österreicher und ist mir auch hängen geblieben [!]. Ich habe mit der Zeit einen Weltnamen errungen, befinde mich derzeit noch in voller Thatkraft als Künstler in München und lebe da in der glücklichen Einbildung, allgemein geliebt und geachtet zu sein. Spät geheiratet, habe eine vortreffliche Frau gefunden, war sehr schön, sehr jung und von altem Adel (Hornstein-Grüningen), schade, daß eine Frau diesen nicht wenigstens an die Söhne vererben kann, ich habe deren drei, einen von 21, von 7 Jahren und einen von 6 Monaten [...] So gern wäre ich nach Wien, um mich persönlich zu bedanken, aber der Umstand, daß ich ziemlich taub bin, ist Hinderniß. Mit den Bestellungen von Schlachtenbildern aus dem letzten Krieg 70-71 ist?s alle, die deutschen Großen bestellen ohnedem nichts und alle andern reichen Leute wollen nichts davon wissen [...]?. - Nach Ansicht seines Vaters Albrecht (1786-1862) der begabteste unter seinen malenden Söhnen, blieb Franz bis zu seines Vaters Tod in dessen Atelier. ?Sein erstes großes Kriegsgemälde, ?Die Schlacht bei Solferino? (1867), wurde auf der Pariser Weltausstellung ausgezeichnet. Nach einer Reise nach Sedan 1871 entstanden weitere Gemälde mit Kriegsthematik [...]? (DBE). - Der nach der Krone der Lombardei benannte ?Orden der Eisernen Krone? wurde von Napoleon Bonaparte als ziviler Verdienstorden für das Königreich Italien begründet und nach dem Wiener Kongreß 1814/15 von Kaiser Franz zunächst für das Österreich zugefallene Königreich Lombardo-Venetien weitergeführt, später aber auch in allen Ländern der Monarchie verliehen. Zu Adam vgl. Thieme/Becker I, 61f. {BN#3391} (mehr)
Adams, John Quincy, Maler (1874-1933). Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 27. IV. 1928. 1 S. Qu.-schmal.-kl.-8vo.
€ 100
Der Sohn des an der Wiener Hofoper engagierten Heldentenors Carl Adams verbrachte seine Jugend in den USA, besuchte im Jahre 1891 die Wiener Malschule von Robert Scheffer und studierte seit 1892 an den Akademien der bildenden Künste in Wien, München, Paris und London; 1903 wurde er Mitglied des Wiener Künstlerhauses. "Während des Ersten Weltkriegs malte Adams als Mitglied der Kunstgruppe des k.k. Kriegspressequartiers hauptsächlich Militärbilder; 1917 wurde ihm der Professorentitel verliehen" (DBE). Der "zu seiner Zeit vielbeachtete Porträtist der Wiener Gesellschaft [...] bemühte sich in seinen Darstellungen besonders um naturalistische Details" (ebd.). {BN#23631} (mehr)
Adams, John Quincy, Maler (1874-1933). Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 30. IX. 1930. 1 S. Qu.-schmal-8vo.
€ 100
Der Sohn des an der Wiener Hofoper engagierten Heldentenors Carl Adams verbrachte seine Jugend in den USA, besuchte im Jahre 1891 die Wiener Malschule von Robert Scheffer und studierte seit 1892 an den Akademien der bildenden Künste in Wien, München, Paris und London; 1903 wurde er Mitglied des Wiener Künstlerhauses. "Während des Ersten Weltkriegs malte Adams als Mitglied der Kunstgruppe des k.k. Kriegspressequartiers hauptsächlich Militärbilder; 1917 wurde ihm der Professorentitel verliehen" (DBE). Der "zu seiner Zeit vielbeachtete Porträtist der Wiener Gesellschaft [...] bemühte sich in seinen Darstellungen besonders um naturalistische Details" (ebd.). {BN#24000} (mehr)
Adjukiewicz, Zygmunt, Maler (1861-1917). Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. III. 1913. 1 S. 8vo.
€ 80
An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für eine Einladung, "welcher ich aber zu meinem grossen Bedauern, wegen Arbeit über die Feiertage nicht Folge leisten kann". - Nach Studien an den Akademien in Wien und München war Zygmunt Ajdukiewicz als freischaffender Maler in Wien tätig. "Er malte hauptsächlich Portraits, Genreszenen und Historiengemälde. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der zwölfteilige Historienzyklus 'Tadeusz Kosciuszko'. Er war Cousin des Malers Tadeusz Ajdukiewicz" (Wikipedia). {BN#24352} (mehr)
Aigner, Josef Matthäus, Maler (1819-1886). Eigenh. Brief mit U. ("J. M. Aigner"). Wien, 25. XI. 1850. 1 S. 4to.
€ 150
An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Angesprochen, einen Künstler nahmhaft zu machen, der es übernehmen würde, drey, nach Umständen auch mehr Albumsblätter zu machen, zu einem schönen Geschenke von Damenhänden an einen Dichter, beehre ich mich E. W. zu fragen, ob Sie diesen Auftrag übernehmen wollten. Es sollen diese Blätter nähmlich Scenen aus dem Novellenbuche von L. Compert ?Die böhmischen Juden" vorstellen, und sind selber für den Verfasser bestimmt [...]". - Der in Wien geborene Künstler war seit 1837 als freischaffender Künstler tätig. "Als Kommandant der akademischen Legion beteiligte Aigner sich an der Revolution von 1848, wurde nach seiner Gefangennahme zum Tod verurteilt, schließlich jedoch begnadigt. Er schloß sich dem Kreis um Carl Rahl an und war seit 1864 Mitglied des Künstlerhauses in Wien. Einen Auftrag des Kaisers Maximilian von Mexiko, Kopien von Werken des Belvedere für die mexikanische Nationalgalerie herzustellen, brach Aigner ab (1867/68). 1867-69 malte er Stifterporträts für den Saal des neuen Künstlerhauses in Wien" (DBE). "Unter der Menge seiner Bildnisse sind die interessantesten eine Skizze von Lenau und das Portrait des russischen Generals v. Danielos, beide im Irrenhaus zu Döbling angefertigt, wo sich beide Personen in Pflege befanden" (Thieme/Becker I, 148). - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren. {BN#23997} (mehr)
Aigner, Josef Matthäus, Maler (1819-1886). Eigenh. ausgefüllte Tabelle mit U. [Wien], 1844. 1 S. Qu.-4to.
€ 120
Von Aigner eh. ausgefülltes "Verzeichnis der an der kaiserl. Akademie der vereinigten bildenden Künste zu St. Anna in Wien im Jahre 1844 zur öffentlichen Kunstausstellung abgegebenen Gegenstände". Von den fünf von Aigner angeführten Portraits findet sich u. a. eines des Dichters Friedrich Halm. - Der in Wien geborene Künstler war seit 1837 als freischaffender Künstler tätig. "Als Kommandant der akademischen Legion beteiligte Aigner sich an der Revolution von 1848, wurde nach seiner Gefangennahme zum Tod verurteilt, schließlich jedoch begnadigt. Er schloß sich dem Kreis um Carl Rahl an und war seit 1864 Mitglied des Künstlerhauses in Wien. Einen Auftrag des Kaisers Maximilian von Mexiko, Kopien von Werken des Belvedere für die mexikanische Nationalgalerie herzustellen, brach Aigner ab (1867/68). 1867-69 malte er Stifterporträts für den Saal des neuen Künstlerhauses in Wien" (DBE). "Unter der Menge seiner Bildnisse sind die interessantesten eine Skizze von Lenau und das Portrait des russischen Generals v. Danielos, beide im Irrenhaus zu Döbling angefertigt, wo sich beide Personen in Pflege befanden" (Thieme/Becker I, 148). {BN#2969} (mehr)
[Album amicorum]. Freundschaftsalbum des Gottlieb Christian Haid. Augsburg und Venedig, 1756-1764. 332 SS. Mit 49 Einträgen in deutscher, italienischer, lateinischer, französischer und englischer Sprache aus Augsburg (1756-58) und Venedig (1758-68 [1787?]), darunter drei prächtige Aquarelle, sechs Federzeichnungen (davon zwei laviert), eine Bleistiftzeichnung sowie zahlreiche ansprechend kalligraphierte Einträge; einer mit illuminierter, goldgehöhter Federwerksinitiale. Zeitgenöss. Lederband mit hübscher Rückenblindprägung; die Deckel mit goldgepr. Bordüre, Mittel- und Eckstücken. Gelb-grüne Buntpapiervorsätze. Dreiseitiger ziselierter Goldschnitt. Quer-8vo. Im originalen braunen Pappschuber.
€ 18.000
| Prächtig illustriertes Freundschaftsalbum des Gottlieb Christian Haid, ein Mitglied der berühmten Augsburger Familie von Malern und Kupferstechern. Gottlieb Christian war wahrscheinlich der Bruder des Stechers und Portraitmalers Johann Elias Haid (1739-1809), der zwei schöne Aquarelle beisteuerte (beide mit Datum 1756, woraus sich erschließt, daß der Künstler sie im Alter von 17 Jahren anfertigte). Johann Elias Haid lernte bei seinem Vater; ab 1788 war er Direktor der Augsburger Kunstakademie. Er bereiste Venedig und die Niederlande und arbeitete im elterlichen Verlag. Außerdem findet sich ein Eintrag eines weiteren Bruders, Lorenz Jacob Haid. Ihr Vater, der Augsburger Maler, Verleger und Stecher Johann Jacob Haid II. (1704-67), war Schüler Ridingers und ist für seine großformatigen Schabkunstportraits bekannt. - Der Stammvater der Familie, Johann Jakob Haid I, war Lehrer im schwäbischen Klein-Eislingen und Salach gewesen. Er hatte fünf Söhne: Johann Georg (fl. um 1720), Maler; Johann Lorenz (1702-50), Zeichner und Stecher; Johann Jakob II. (1704-67); Johann Christian (1706-34), Maler; und Johann Gottfried (1710-76), Ornamentstecher und 1766 Begründer einer Schabkunstschule in Wien. - Das Album enthält zahlreiche Einträge von Freunden - oft Künstlerkollegen - sowohl aus Augsburg als auch aus Venedig, wohin Haid im Sommer 1758 gezogen war. Es dokumentiert damit die Augsburger wie auch venezianische Kunst- und Kulturgeschichte im letzten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts. Neben den Einträgen seiner Brüder finden sich Beiträge der Augsburger Künstler Philipp Sebastian und Johann Lorents Rugendas; Johann Balthasar Setlezky, wohl Sohn des Augsburger Stechers Balthasar Sigmund Setlezky (1695-1771); eine Meeresansicht von Antoni Christoph Gignoux, Marine- und Landschaftsmaler, 1763-89 in Augsburg tätig; der Ornamentstecher Georg Leopold Hertel (fl. um 1760), Sohn des Johann Georg Hertel; sowie der Stecher Emanuel Eichel (1717-82), der auf S. 257 eine interessante Federzeichnung beisteuerte. Bedeutsam für die Verbindung der Familie Mozart mit Augsburg ist der Eintrag des Johann Andreas Stein, des berühmten Klavierbauers, von dem Leopold Mozart (aus dieser Stadt gebürtig) seinem siebenjährigen Sohn Wolfgang Amadeus im Jahre 1763 ein Reisepiano kaufte, welches der Junge sieben Jahre lang spielten sollte. Außerdem findet sich eine prächtige Darstellung des Pantheon und der Sestiuspyramide in Rom, ausgeführt vom bekannten englischen Architekten James Wyatt I (1746-1813), der die Jahre 1762 bis 1768 in Italien verbrachte. - Detaillierte Verlistung der Beiträge auf Anfrage. - Vgl. zu Haid Thieme/B. XV, 480-482. {BN#23423} (mehr) |
Allemand, Conrad, Maler (1809-1880). Eigenh. Brief mit U. Hannover, 28. X. 1875. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 80
Setzt ?Hochwohlgeboren? davon in Kenntnis, ?daß die Portraits Seiner Majestät des Königs heute nach Kopenhagen und nach Mispelbrunn an die für die Selben bestimmten Persönlichkeiten abgegangen sind? und dankt ?auf das Verbindlichste für die gütige Mittheilung des Allerhöchsten Befehls Seiner Majestät über die vorzunehmende Uniformsänderung, womit ich in diesen Tagen beginnen werde [...]?. - Der Enkel des Frankfurter Medailleurs Conrad Christian Allemand (1752-1830) erfuhr seine Ausbildung in Wien, ging zu Beginn der 30er Jahre für zehn Jahre nach Frankfurt a. M., wo er als ?vielgesuchter Bildnismaler? (Thieme/Becker I, 309) tätig war, und lebte anschließend in Berlin und Hannover. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#3209} (mehr)
Allemand, Fritz L', Maler (1812-1866). 3 eigenh. Quittungen mit U. Wien, Jänner bis Juli 1840. Zusammen 3 SS. Folio.
€ 200
Bestätigt jeweils den Erhalt von 20 Gulden der ihm insgesamt auszufolgenden 80 Gulden für seine Tätigkeit als "außerordentliche Aushilfe". - Allemand besuchte die Akademie der bildenden Künste in Wien, war im Atelier von Friedrich Schilcher tätig und wandte sich von der Portrait- und Genremalerei hin zu Kriegsdarstellungen, "für die er die Motive in den Feldzügen von 1809, 1849 und 1864 fand" (ÖBL, s. v.); 1861 wurde er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens. - Jeweils mit einigen Vermerken der ausfolgenden Stelle und auf Papier mit gepr. 3 Kreuzer-Stempel. {BN#12239} (mehr)
Allemand, Sigmund l', Maler (1840-1910). Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. VIII. 1874. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
€ 90
An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. der Entlohnung "des Blattes 'Johann von Werth überfällt den französischen Artilleriepark bei Tuttlingen' aus dem in der k. k. Hofbibliothek befindlichen Werke 'Gedenkblätter aus der Geschichte des Österreichischen Heeres von Quirin Leitner - ich habe dasselbe seinerzeit gezeichnet und möchte nun gerne eine freie Copie davon machen, um mich mit der hieraus entstehenden Zeichnung an dem von der Verbindung für historische Kunst ausgeschriebenen Concourse zur Erlangung eines Auftrages auf dem Gebiethe der Geschichtsmalerei zu betheiligen [...]". - Sigmund l´Allemand, der Neffe und Schüler von Friedrich l´Allemand, studierte an der Wiener Akademie bei Karl von Blaas und war später Professor daselbst. Als "beliebter Porträtist des Kaiserhauses, des Hochadels und der Generalität" (DBE), schuf l´Allemand zudem auch Schlachtenbilder u. a. aus dem Dänischen Krieg. - Mit einer mehrzeiligen Notiz des Adressaten sowie einem weiteren Vermerk eines Beamten in Tinte. {BN#19394} (mehr)
Allemand, Sigmund l', Maler (1840-1910). Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. VI. 1882. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
€ 80
Schönes Dankschreiben an eine namentlich nicht genannte Exzellenz: "Die Allerhöchste Auszeichnung welche Seine Majestät der Kaiser über hohen Vortrag Euerer Excellenz durch Verleihung der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft mir zu ertheilen geruhte, hat die Dankbarkeit, zu welcher ich Euerer Excellenz seit Beginn meiner Künstlerlaufbahn für so mannigfache Beweise von Hüte und Wohlwollen tiefst verpflichtet bin, abermals vergrößert, denn wiederum ist es lediglich Euerer Excellenz besonders wohlgeneigte Beachtung meiner geringen Leistungen, welche mir zu dieser Allerhöchsten Gnadenbezeugung verhalf. Gestatten Eure Excellenz daher, daß ich das mich erfüllende Dankesgefühl hiermit ehrerbietigst zum Ausdrucke bringen, und die Bitte um die gütige Erhaltung Hochdero ferneren Geneigtheit anfügen zu dürfen [...]". - Sigmund l´Allemand, der Neffe und Schüler von Friedrich l'Allemand, studierte an der Wiener Akademie bei Karl von Blaas und war später Professor daselbst. Als "beliebter Porträtist des Kaiserhauses, des Hochadels und der Generalität" (DBE), schuf l´Allemand zudem auch Schlachtenbilder u. a. aus dem Dänischen Krieg. {BN#19392} (mehr)
Almásy, Louise Gfin., Malerin (geb. 1800). Eigenh. Notiz mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-schmal 8vo.
€ 80
"Albrecht Dürers Hausflur [?] Eigenthum des k. k. Hof-Mahlers Herrn v. Rottmann. Die zwey anderen Bilder bleiben mein Eigenthum [...]". - Louise Gfin. Almásy (auch Wilczek) war Sternkreuzordensdame in Wien und "zierte die Kunstausstellung des Jahres 1850 mit geschmackvollen, von ihr in Oel gemalten Landschaften" (Moritz Bermann, ÖBL 1851, s. v.). {BN#12119} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer (1893-1975). Eigenh. Briefkuvert. Vatikan, 5. VI. 1957. 1 S. Qu.-8vo.
€ 35
An den Schriftsteller Felix Braun. - Beiliegend ein Exemplar des ?Guten Menschenkenners? (14. neuer Jg., H. 6, Nov.-Dez. 1966) mit einer mehrseitigen Würdigung des Bildhauers aus Anlaß seines 60jährigen Arbeitsjubiläums. Mit einer eh. Notiz Ambrosis am vorderen Umschlag. {BN#8138} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer (1893-1975). 5 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, 1951-1964. Zusammen 5 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse.
€ 90
Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und ?für die schönen guten Äpfel [...] Sie haben Glück mit der Ernte gehabt. Bei meinen Freunden in Vorarlberg war sehr wenig Obst! - Ich esse alle Abende vor dem Einschlafen Apfelmus [...]? (Karte vom 26. I. 1964). - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. - Die Bildseiten der Karten mit Ansichten von Portraitbüsten und sonstiges Plastiken des Bildhauers (Cuno Amiet, Fred Fritsch, Franz Schubert, Burghart Breitner und die ?Kreuzabnahme? für das Grabmal von Bürgermeister Elias Wimmer). {BN#7339} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer u. Dichter (1893-1975). Gedr. Neujahrsblatt mit faks. Jahresspruch und eigenh. Grußzeile mit U. Wien, 1974. 6 SS. auf doppelt gefaltetem Bogen. Folio.
€ 50
An den Bundesminister a.d. Karl Maisel (1890-1982) und Gattin. Neben dem 28zeiligen Gedicht des Bildhauers und Lyrikers, der - schon des Lebens überdrüssig und ein halbes Jahr später diesem aus freien Stücken entsagend - den Freunden ?Prosit 1974! und für alle ferneren Jahre? wünscht und ankündigt, daß dies ?mein letztes Neujahrsblatt? sei, finden sich 16 Abbildungen von Ambrosis Skulpturen. - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. - Beiliegend ein ms. Kuvert. {BN#3040} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer u. Dichter (1893-1975). Gedr. Neujahrsblatt mit faks. Jahresspruch und eigenh. Grußzeile mit U. Wohl Wien, 1972. 4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit ms. adr. Kuvert.
€ 50
An den Bundesminister a.d. Karl Maisel (1890-1982) und Gattin. Neben dem 38zeiligen Gedicht des Bildhauers und Lyrikers finden sich auf der Innen-bzw. Verso-Seite 24 Abbildungen von Büsten Ambrosis, darunter mehrere Päpste, Bundespräsidenten und -kanzler, Komponisten und Schriftsteller. - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. {BN#16980} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer u. Dichter (1893-1975). Eigenh. Dialogzettel O. O. u. D. 4 SS. Doppelblatt. Folio.
€ 260
Ambrosi, seit seinem 7. Lebensjahr taubstumm, war gezwungen, Gespräche über Dialogzettel wie diesen zu führen. Dialog mit Herrn Menges über Ambrosis Arbeitszimmer: "hier sitzen Sie im Mittelalter. alles in diesem Zimmer bis auf 3 Sachen ist aus 1464-1540[.] das Bild ist von Michael Pachers Werkstatt. - an der Wand ist ein Brief Michelangelos [...] / Dieses Zimmer muß einen [k]olossalen Wert darstellen! / es ist auch alles geerbt bis auf den Leuchter. das ist ein Trümmerstück aus der beschossenen Kathedrale von Reims [...] das ist Luthers Bibel die er selber corrigiert hat / fürchten Sie nicht das dieses wertvolle Buch gestohlen wird [...]". - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. {BN#1108} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 25. XI. 1963. 1 S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert.
€ 30
An Alois Podhajsky (1898-1973), Offizier in der österreichischen Armee und Leiter der Spanischen Hofreitschule mit der Einladung zum Abendessen: "[...] Eingeladen sind noch: Der Herr Generaldirektor der Staatsdruckerei Dr. Sobek, der Herr Chefredakteur der Wiener Zeitung, Hofrat Dr. Stamprech mit Frau, der größte Steinmetzmeister Österreichs, der die St. Georgenskapelle in Wr. Neustadt zu renovieren verstand: Kommerzialrat Architekt, Steinmetzmeister Heinrich Cerny, dem der Herr Bundespräsident die Führung des Österreichischen Staatswappens genehmigte [...]". - Alois Podhajsky war 1939 zum Kommandeur der "Spanischen Reitschule" bestellt worden und sollte sie bis 1964 leiten. "Er erreichte eine Rückbenennung in Spanische Hofreitschule, führte einen Sommeraufenthalt an der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten für die Lipizzaner ein, erhöhte die Zahl der Pferde von 30 auf 70, beschaffte Material und Lüster für die Reitbahn, die immer noch im Einsatz sind, und führte den Galoppwechsel à tempo an der Spanischen Hofreitschule ein" (Wikipedia). Seit 1949 veranstaltete er auch zunehmend beliebter werdende Auslandstourneen der Spanischen Hofreitschule; 1958 doubelte er für den Film "Das Wunder der weißen Hengste" Robert Taylor, der Alois Podhajsky spielte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#18387} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). Sammlung von 10 (Portrait-)Photographien. Wien, ca. 1930-1960. Photographien, tw. rückseitig bedruckt. 295:240 mm bzw. 90:140 mm.
€ 200
Originalphotographien, die den Bildhauer bei der Arbeit bzw. vor eigenen Werken zeigen, sowie vollendete Werke. {BN#17491} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). Eigenh. Widmung mit U. in: Ambrosi-Festschrift. Wien, Burgenland-Verlag, (1948). (= Sonderdruck der "Fähre"). 47, (1) SS. In unbedr. Kartonmappe. Folio. Mit einer Beilage (s. u.).
€ 150
Schöne, ganzseitige Widmung für den Schauspieler Raoul Aslan (1886-1958) mit einem langen Textzitat "aus dem 'Tagebuch' Band 1931": "Der Mensch hat fünf Sinne, um das Leben wahrzunehmen. Ein wahrer echter Schauspieler bedient sich dieser fünf Sinne, um das Leben auszudrücken. Je größer der Schauspieler ist, desto weniger 'spielt' er das Leben: er ist es selber, überwirklicher, gesteigerter, großartiger [...]". - Beiliegend eine gedr. Neujahrsgabe für Freunde a. d. J. 1955 (Doppelblatt, Folio, eines von 1000 Exemplaren). {BN#25156} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). Gedr. Jahresspruch mit eigenh. U. Wien, 1976. 4 SS. auf Doppelblatt. Folio.
€ 30
Mit einer mehrzeiligen eh. Widmung mit U. eines Fritz Kreindl. - Beide Bll. am unteren äußeren Rand stärker fleckig und berieben. {BN#25157} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("Ambrosi"). Wien, 17. II. 1974. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 20
An Gerty Faschingbauer in Innsbruck: "Hansi Gräfin Palffy-Daun - war sie eine Verwandte des Malers Heinrich Gollob??? Ich erinnere mich dunkel - oder war sie verwandt mit der Dichterin Gräfin Palffy Daun, die unter dem Namen Gedeon Brandt Gedichte veröffentlichte? [...]" - Die Bildseite mit der Abbildung von Ambrosis Plastik "Der Engel und die Seele". {BN#23238} (mehr)
Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975). 3 eigenh. Bild- bzw. Portraitpostkarten mit U. Wien, 1947 bis 1956. Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo. Tls. mit eh. Adresse.
€ 60
An die Bildhauerin Margarethe Feslinger mit Wünschen zu Neujahr, Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und betr. der Zusendung eines Drucks für ihren Sohn, "der mit gleicher Post an Sie abgeht" (Bildpostkarte v. 17. I. 1956; die Bildseite mit einer Abbildung der von Ambrosi geschaffenen Büste von Eduard Heinl, von 1946 bis 1948 Bundesminister für Handel und Wiederaufbau. ). {BN#21075} (mehr)
Ameseder, Eduard, Maler (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. Karlsruhe, 2. V. [?] 1891. 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
€ 80
An einen namentlich nicht genannten Adressaten über verschiedene aktuelle Belange: "[...] Gleichzeitig erlaube ich mir Ihnen mitzutheilen dass ich am 27. Febr. mein letztes Bild als Eilgut franco aufgegeben habe und hoffe dass dieses so wie 2 andere kleinere rechtzeitig im Künstlerhause anlangen werden [...]". - Eduard Ameseder war Schüler von Schüler von Eduard von Lichtenfels an der Wiener Kunstakademie, bildete sich dann bei Gustav Schönleber in Karlsruhe weiter fort und hielt sich von 1893 an ständig in Wien auf, wo er u. a. an der Ausgestaltung des Naturhistorischen Museums beteiligt war. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren. {BN#24082} (mehr)
Andreae, Karl, Maler (1823-1904). 2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 1863 und 1876. Zusammen 3 SS. 8vo.
€ 120
An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: ?Als Ew. Hochwohlgeboren die Gnade hatten mir Ihren Besuch im Atelier anzusagen, war ich im Begriffe eine Reise anzutreten. Eine längere Abwesenheit u. dadurch außerordentlich gehäufte Arbeit auch die Menge an Besuch ließen mich meine Pflicht vergessen dem gnädigen Fräulein meine Rückkehr bisher anzuzeigen [...]? (Br. v. 24. VI. 1863). - In jungen Jahren von Schadow gefördert, vollendete Andreae mit nur 20 Jahren sein großes, preisgekröntes Pfingstbild ?Petri Predigt?. Später als Kirchenmaler erfolgreich, war er für die Ausführung zahlreicher Wand- und Glasmalereien und Ausschmückung mehrerer Kirchen verantwortlich. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9009} (mehr)
Andri, Ferdinand, Maler und Zeichner (1871-1956). Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. IX. 1951. ¼ S. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert.
€ 150
| An Oscar Hans Meng[e]s in Wien: "Von einer Reise zurück finde ich Ihren Brief und erfülle gerne Ihren Wunsch [...]". - Ferdinand Andri war von 1899 bis 1909 Mitglied der Wiener Sezession, zwei Jahre lang auch deren Präsident, und später Mitglied des Künstlerhauses und 1910 Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbundes; 1904 gestaltete Andri den österreichischen Pavillon auf der Weltausstellung in St. Louis/USA. "Im Ersten Weltkrieg diente er als Kriegsmaler an der Balkanfront. Seit 1920 o. Prof. an der Wiener Akademie, förderte er besonders die Freskomalerei. Andri, der 1935-38 und erneut 1945 wegen nationalsozialistischer Gesinnung seines Amtes enthoben wurde, schuf neben Pleinairmalerei und sakraler Kunst vor allem ländliche Genreszenen" (DBE). {BN#23999} (mehr) |
Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925). Eigenh. Brief mit U. ("HvAngeli"). O. O. u. D. 1 S. 8vo.
€ 150
| An den Bankier und Kunstsammler Albert Figdor (1843-1927): "Die Cigarren sind göttlich, nochmals meinen allerherzlichsten Dank. Beiliegend meine Schuld [...]". - Geboren als Sohn eines Gastwirts aus ursprünglich adliger venezianischer Familie, studierte der in Ödenburg geborene Angeli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1855 an der Düsseldorfer Akademie und von 1856 bis 59 bei Emanuel Leutze. "Nach Studienreisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande berief ihn König Ludwig I. an die Kunstakademie in München, wo Angeli sich dem Kreis um Karl von Piloty anschloß" (DBE). 1862 ließ er sich in Wien nieder, stand von 1870 bis 72 und von 1906 bis 10 der Wiener Künstlergenossenschaft vor und erhielt 1877 eine Professur für Porträtmalerei an der Wiener Akademie. "In seiner ersten Schaffensperiode malte Angeli bevorzugt Genre- und Historienszenen wie 'Maria Stuart bei Verlesung des Todesurteils' (1857). 1873 begann seine erfolgreiche Karriere als Portraitist der Wiener Adels- und Finanzwelt sowie der Höfe in Wien, Berlin, London und St. Petersburg. Angeli wurde 1907 geadelt" (ebd.). - Albert Figdor "erbte nach dem Tod seines Vaters ein großes Vermögen, das er in die Anschaffung von Kunstgegenständen investierte. Er galt bald als der größte Privatsammler Europas. Unterstützt von dem Kunsthistoriker Alois Riegl, sammelte Figdor neben Malerei, Plastik und Kleinkunst künstlerisch gestaltete Gebrauchsgegenstände sowie Dokumente und Schmuck. Er besaß eine der größten Judaica-Sammlungen Europas" (DBE). Nach Figdors Tod wurden seine Sammlungen 1930 in Berlin und Wien versteigert. - In altem Sammlungsumschlag; ohne die erwähnte Beilage. {BN#20725} (mehr) |
Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925). 2 eigenh. Briefe mit U. ("HvAngeli"). O. O. u. D. Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 4 (= 2 Doppelblatt). Mit zwei Beilagen (s. u.).
€ 280
| An eine Dame, deren Kind von ihm portraitiert wurde: "Das Bild Ihres Kindes ist nicht genügend eingetrocknet, als daß ich morgen ohne Gefahr für dasselbe daran weiter arbeiten könnte. So muß ich die Sitzung auf nächste Woche verschieben [...]". - Geboren als Sohn eines Gastwirts aus ursprünglich adliger venezianischer Familie, studierte der in Ödenburg geborene Angeli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1855 an der Düsseldorfer Akademie und von 1856 bis 59 bei Emanuel Leutze. "Nach Studienreisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande berief ihn König Ludwig I. an die Kunstakademie in München, wo Angeli sich dem Kreis um Karl von Piloty anschloß" (DBE). 1862 ließ er sich in Wien nieder, stand von 1870 bis 72 und von 1906 bis 10 der Wiener Künstlergenossenschaft vor und erhielt 1877 eine Professur für Porträtmalerei an der Wiener Akademie. "In seiner ersten Schaffensperiode malte Angeli bevorzugt Genre- und Historienszenen wie 'Maria Stuart bei Verlesung des Todesurteils' (1857). 1873 begann seine erfolgreiche Karriere als Portraitist der Wiener Adels- und Finanzwelt sowie der Höfe in Wien, Berlin, London und St. Petersburg. Angeli wurde 1907 geadelt" (ebd.). - Beiliegend eine Portraitphotographie (94:56 mm auf etwas größerem Trägerkarton) und ein auf Karton montierter Zeitungsausschnitt mit einem Portrait des Malers. {BN#23435} (mehr) |
[Architektur - Bad Ischl]. 15 Originalpläne der Villa Dr. Stanislaus v. Neymister in Bad Ischl. a. d. Hand eines nicht identifizierten Architekten O. O., um 1880. Zusammen 15 Bll. Verschiedene Formate. Beiliegend drei weitere, nicht näher bezeichnete Pläne derselben Villa und 7 wohl vom selben Architekten, jedoch für ein anderes Objekt gezeichnete Pläne.
€ 450
Bezeichnet sind die sehr sauber ausgeführten Fassaden- und Detailansichten dieser von uns nicht identifizierten Villa mit 1. Stock (3mal), Erdgeschoß, Querschnitt AB, Querschnitt CD, Fassade gegen die Kaltenbachstraße (3mal), Fassade gegen die Esplanade (2mal), Dachboden, Parterre, Souterrain, Detail der Nischen auf der Vorder- und Seitenfassade sowie Schnitt durch den Bogen bei aa natürl. Größe. Einer der Fassadenaufrisse mit der eigenh. Signatur des Bauherrn Neymeister sowie des Stadtbaumeisters Josef Zeller. - Teils etwas angestaubt bzw. wasserrandig, die dekorativen Gesamtansichten der imposanten Villa jedoch wohlerhalten. {BN#12101} (mehr)
Bacher, Rudolf, Maler und Bildhauer (1862-1945). Eigenh. Brief mit U. O. O. [Wien] u. D., [November 1915]. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 60
?Von Seite des Komitees der Künstlerfürsorge wird hiermit bestätigt, daß der akad. Maler Herr Ernst Eck, in folge der durch den Krieg hervorgerufenen mißlichen Verhältnisse sich in dürftiger Lage befindet und von der Künstler-Fürsorge in folge dessen zu wiederholten Malen mit Unterstützung bedacht wurde [...]?. - Bacher studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Leopold Carl Müller und wurde dort 1903 Professor. 1894 war er Gründungsmitglied der Vereinigung bildender Künstler (Wiener Secession), seit 1939 gehörte er dem Wiener Künstlerhaus an. Anfangs schuf er Gemälde mit religiöser Thematik (?Erlöst?, 1886), Landschaften und Aquarelle, war jedoch auch plastisch tätig (Bronzebüste einer Greisin, 1907); später trat er vor allem als Portraitist hervor (?Mädchen im schwarzen Kleide?, 1912). Zu seinen Schülern zählen Josef Dobrowski, Ferdinand Kitt, Hans Witt u.a. Vgl. Thieme/B. II, 315. - Am ob. Rand gestemp. ?Städt. Sammlungen Wien [...]?. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6298} (mehr)
Baldass, Ludwig, Kunsthistoriker (1887-1963). Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien (?), 8. II. 1960. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 75
Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Baldass war seit 1918 Kustos des Wiener Kunsthistorischen Museums, habilitierte sich 1926 und war bis 1949 Professor an der Universität Wien und Direktor der Gemälde-Galerie im Kunsthistorischen Museum. Sein Spezialgebiet war die abendländische Malerei des 14. bis 17. Jahrhunderts. Vgl. Öst. Lex. I, 80. - Die Bildseite der Karte zeigt die Detailansicht eines Stundenbuchs aus dem frühen 15. Jahrhundert. {BN#7354} (mehr)
Bamberger, Ferdinand, Maler. Eigenh. Brief mit U. Graz, 18. V. 1913. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
€ 40
?Durch die Direktion der Städtischen Sammlungen wurde mir mitgeteilt, daß der löbl. Stadtrat den Ankauf meines Pastellportraits des Dichters Dr. P. Rosegger beschlossen hat [...]?. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6247} (mehr)
Bara, Leopold, Maler (geb. 1847). 5 eigenh. Briefe und 8 eh. (davon 3 Bild-)Postkarten mit U. Wien, Rom u. a. O., 1902-1910. Zusammen 21½ SS. (Qu.-)8vo.
€ 280
?Seit der letzten Schlesingerfeier wo ich mit Hr. Vergani gesprochen und er mir sagte daß mein Bild in der Ausstellung die Gemeinde ankaufen sollte und ich selbst etwas dazu thun muß, seit dieser Zeit läßt mir die Geschichte keine Ruhe mehr [...]? (Br. v. 12. IV. 1902). - ?Bildhauer Swoboda ersucht mich immer bei Dir anzufragen wie es mit seiner Angelegenheit steht [...]? (undat. Postkarte). - Bara studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Anselm Feuerbach, vervollkommnete sich in Italien und nahm an der wissenschaftlichen Expedition des Grafen Lanckoronski nach Griechenland und Italien teil. Seit Mitte der 70er Jahre stellte er im Wiener Künstlerhaus aus. Vgl. Thieme/B. II, 451. - Gelegentlich im linken Rand gelocht (geringe Textberührung). - Beiliegend eine eh. Quittung des Vergolders W. Winkelmayer über die Vergoldung eines schwarzen Naturholzrahmens ?mit geschnitzten echt vergoldeten Leisten? (Wien, 9. IV. 1902. 1 S. Qu.-8vo). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6299} (mehr)
Baratta, Giovanni Maria (d. Ältere), Bildhauer und Architekt (1620-1679). Eigenh. Schuldschein mit U. Rom, 31. I. 1654. 1/3 S. 4to.
€ 500
| Ausgebildet von Alessandro Algardi (1598-1654) und von diesem mit der Bauleitung seiner von ihm projektierten Kirchen beauftragt, kam er in Kontakt mit Fürst Camillo Pamphili. Nach Algardis Tod hatte er die Leitung der Arbeit an S. Agnese auf der Piazza Navona inne, deren Fassade er nach eigenen Plänen vollendete. 1663 vollendete er die Außengestaltung der von Pamphili in Auftrag gegebenen Kapelle des hl. Thomas von Villanova, die Dekorationsarbeiten sollten hingegen bis 1669 dauern. Weitere seiner Arbeiten waren die Teilerneuerung von S. Nicola da Tolentino, die Villa Pamphili al Gianicolo und die Palazzi der Pamphili in der Via del Corso und auf der Piazza Navona. 1660 wurde Baratta zum Mitglied der Accademia di S. Luca ernannt. Vgl. Thieme/Becker II, 457. - Schwache Faltspuren, minimal stockfleckig. {BN#929} (mehr) |
Bartels, Hans von, Maler (1856-1913). Eigenh. Albumblatt mit U. München, 10. V. 1905. 1 S. Qu.-gr.8vo.
€ 50
"Rast ich - rost ich". - Hans von Bartels, Sohn eines kaiserlich russischen Kollegienassessors, erhielt seinen Unterricht bei dem Marinemaler Rudolf Hardorff in Hamburg, bildete sich in Düsseldorf weiter fort und unternahm Studienreisen durch Norddeutschland und Italien. "1885 siedelte er nach München über, bereiste alljährlich die Küsten Hollands, Englands und Frankreichs, wo er seine bevorzugten Sujets, einsame Strände und bewegte See, fand" (DBE); 1891 wurde er zum königlich bayerischen Professor ernannt. {BN#20263} (mehr)
Bartolini, Lorenzo, Bildhauer (1777-1850). Eigenh. Brief m. U. O. O., 1845. Mit Adresse. 1 S. 8vo.
€ 135
Bartolini, der "nach Canova [...] gepriesenste italienische Bildhauer" - der "in Italien als der Begründer einer neuen Richtung der Plastik" galt (Thieme/B. II, 556) - bittet einen Freund, ihm einen Wagen mit frischen Pferden zu senden. - Ein Teil des Datums weggerissen. {BN#1000} (mehr)
Basel, Alfred, Maler und Militär (1876-1920). 3 gedr. Glückwünschkarten mit eh. Gruß und U. Wien, 1913-1918. Zusammen 1 S. 8vo bzw. 21,9:13,1 cm. Beiliegend eine weitere, jedoch nicht signierte Kunstdruckkarte.
€ 80
Sendet militärisch knappe Grüße zum Jahreswchsel 1912/13, 1916/17 und 1917/18. - Der aus Wien stammende Maler und Graphiker wurde als Reserveoffizier mobilisiert. In Galizien kämpfte er gegen russische und polnische Truppen und war seit 1915 Militärmaler in den Karpaten, Tirol und Albanien, um dort seine Chronik fortzuführen. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6301} (mehr)
Batsche, Julius, Maler. Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. VI. 1913. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.
€ 40
?Verzeihen hochgeehrter Herr, daß ich mir erlaube mich nochmals an Sie zu wenden, ich habe immer mit Freude auf Ihren mich ehrenden Besuch gewartet, doch hochgeehrter Herr Stadtrath sind nicht gekommen [...]?. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6302} (mehr)
Baur, Albert , Maler (1835-1906). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. ½ S. 8vo.
€ 75
An Herrn Paffrath, den er über den Erhalt eines Telegramms informiert und ersucht, ?die nöthigen Recherchen sogleich vornehmen zu lassen [...]?. - Das Medizinstudium 1854 zugunsten einer künstlerischen Ausbildung abbrechend, studierte Baur 1855-56 an der Düsseldorfer Akademie und nach seinem Militärdienst studierte 1861 bei Moritz von Schwind (1804-1871) in München. Sich 1863 als Maler in Düsseldorf niederlassend, wurde ihm 1867 eine Professur an der Kunstschule in Weimar angeboten, die er erst 1872 - nach Studienreisen durch Frankreich, Holland und Italien - annahm. ?Nach 2jährigem Wirken an der dortigen Kunstschule zog es Baur wieder nach Düsseldorf zurück, wo er bis an sein Lebensende verblieb. Zahlreiche Werke bstätigen sein großes Können, das in meisterhaft zusammengefaßten Kompositionen und in dem vornehmen Tone seiner Bilder Ausdruck fand. Es herrscht in seinen Bildern ein gesunder Realismus und ein kräftiges, gesättigtes Kolorit? (Thieme/Becker III, 87). {BN#3132} (mehr)
Bauriedl, Otto, Maler (1879-1961). Albumblatt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D. 1 S. 4to.
€ 50
Unter einer alt montierten Abbildung eines Gemäldes. {BN#20257} (mehr)
Bayer, August von, Maler (1803-1875). Eigenh. Brief mit U. Karlsruhe, 16. VI. 1868. 1 S. 8vo.
€ 95
An die ?permanente Kunstausstellung zum röm. Kaiser der Herrn Werdtle und Peters?: ?Meinem Briefe an Sie von gestern habe ich in Folge einer so eben eingegangenen Mittheilung, daß in Stuttgart von Seite des dortigen Kunstvereines permanente Ausstellungen gehalten werden, bey Ihnen überhaupt anzufragen, ob Ihre Ausstellungen noch gleich wie früher andauern, ehe ich mein Bild absende [...]?. - Nach einer abgeschlossenen Architekturausbildung zog Bayer 1828 nach München, um dort bei Friedrich von Gärtner (1791-1847) und Georg Wilhelm Issel (1785-1870) Architekturmalerei zu studieren. 1839 nach Baden-Baden übersiedelt, gründete Bayer 1844 den Badischen Altertumsverein. 1852 zum Hofmaler und 1853 zum Landeskonservator der badischen Kunstdenkmäler ernannt, war er maßgeblich an deren Inventarisierung beteiligt. ?Seine eigenen, auf koloristische Wirkung und Lichteffekte bedachten Bilder sind im Stil der christlich-nationalem Romantik mit einer Vorliebe für die Spätgotik gehalten. Seine bevorzugten Sujets waren dabei Innenräume sakraler Bauten wie das Interieur der Franziskanerkirche in Salzburg (Neue Pinakothek, München)? (DBE). Vgl. auch Thieme/Becker III, 99. {BN#3131} (mehr)
Beck, Friedrich, Maler. Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 31. XII. 1913. 1 S. Qu.-8vo. Beiliegend ein Brief und eine Bildpostkarte aus der Hand von Gattin Marie.
€ 30
Sendet Neujahrswünsche. - Die Bildpostkarten mit einem Tannenbaum im Schnee bzw. einer Ansicht der Ortseinfahrt von Salasdorf/Niederösterreich. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6306} (mehr)
Beck, Martin Eugen, Paramentiker (1833-1903). 2 eigenh. Briefe mit U. Herrnhut, 1870 und 1878. Zusammen 7 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 160
An ein namentlich nicht genanntes Fräulein über Bezug, Vertrieb und Gestaltung der seit 1731 in Herrnhut erscheinenden Losungsbücher: ?Der regelmäßige Verkauf des Loosungsbüchleins hat in Dresden meines Wissens die Buchhandlung von Justus Naumann [...], ältere Jahrgänge werden dort schwerlich, es sei denn antiquarisch, vorräthig sein [...] Ich habe die Loosungen in Bausch und Bogen abgeschrieben, d. h. mit den unter die Bibelsprüche gesetzten Gesangbuchsversen [...] Die Abfassung des Loosungsbüchleins geschieht der Art, daß die alttestamentischen Sprüche in geschlossenen Zetteln, also gewissermaßen blindlings gezogen, die neutestamentischen aber dazu gewühlt werden [...]? (Br. v. 30. XII. 1970). - Beck war anfangs Töpfer und wandte sich Mitte der sechziger Jahre unter dem Einfluß Meurers und Andreaes der protestantischen Paramentik zu. - Ein Br. auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9010} (mehr)
Beck, Martin Eugen, Paramentiker (1833-1903). 2 eigenh. Briefe mit U. Herrnhut, 1872 bzw. o. D. Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 160
An einen namentlich nicht genannten Freund: "Hoffentlich geht es Ihnen nicht übel sondern Sie befinden sich so wohl als es zu dieer Zeit zu erwarten ist. Nur für diesen Fall gilt meine hierfolgende dringende Bitte. Ich muß nach Berlin reisen wegen Ausstattung der Bethanienkirche dort, und soll Ginai dort treffen, der anderer Geschäfte wegen dort hin kommt. Von großer Wichtigkeit wäre es nun, diese mündliche Besprechung benutzen zu können auch für unsere goldenen Hochzeitsarbeiten, und darum wäre mir höchst wichtig gerade in Berlin Kenntnis zu haben von dem Stande der Dinge in Dresden [...]" (Br. v. 25. II. 1872). - Beck war anfangs Töpfer und wandte sich Mitte der sechziger Jahre unter dem Einfluß Meurers und Andreaes der protestantischen Paramentik zu. {BN#9011} (mehr)
Becker, Karl Ludwig Friedrich, Maler (1820-1900). Portraitphotographie mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D. 16,5:10,2 cm.
€ 150
Schönes Portrait im Halbprofil. Geboren in Berlin, studierte Becker in München (u. a. bei Heinrich Maria Hess, 1798-1863), in Paris und in Rom, woselbst er die Wandgemälde für den Niobidensaal des Neuen Museums in Berlin vorbereitete und Gründungsmitglied des dortigen Kunstvereins war. Vgl. Thieme/Becker III, 145f. - Auf Untersatzkarton montiert. {BN#3740} (mehr)
Beernaert, Euphrosine Josephine, Malerin, (1831-1901). Eigenh. Brief mit U. Brüssel, 15. V. 1876. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 110
An einen Kollegen betr. der Übersendung zweier Gemälde "Dans les Dunes/Hollande" und "Bords de l'Escaut") für eine Ausstellung. - Die in Ostende geborene Malerin wurde durch ihre Landschaftsgemälde bekannt und stellte regelmäßig in den Salons von Brüssel und Antwerpen, aber auch in vielen Städten außerhalb Belgiens mit großem Erfolg aus. - Vgl. Thieme/Becker III, 70 und BAB 47, 229-231. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#2988} (mehr)
Benczur, Gyula (Julius), Maler (1844-1920). Eigenh. Brief mit U. München, 21. I. 1880. 2½ SS. auf Doppelblatt. 4to.
€ 150
An einen namentlich nicht genannten Adressaten: ?Nehmen Sie vor allem meinen Dank für Ihre Bemühungen die Sie sich im Interesse meiner Bilder bei den Redactionen der ?Illustr. Zeitung? in Leipzig und des ?Ueber Land u. Meer? gaben. Es freut mich sehr, daß Sie [...] die Bestellung der Holzschnittausführung meiner Bilder ?Almosen? und ?Ludwig XV im Boudoir der Grf[in]. Dubarry bekommen [...]?. - Die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, mit denen der Schüler Karl von Pilotys (1826-86) - dem er bei den Fresken des Maximilianeums und des Rathauses in München assisitierte - seit Ende der 80er Jahre ausgezeichnet wurde, ?stempelten Benczur zum gesuchtesten Porträtmaler der ungarischen Aristokratie und brachten ihm auch viele offizielle Aufträge, so zwei Porträts des Erzherzogs Rudolf für die Ungarische Akademie der Wissenschaften und fürs National-Kasino, das Bildnis Franz Josephs I. für das Komitatshaus in Budapest, die beiden Tiszas für die Stadt Szegedin. Auch wurde ihm die Ehrung zuteil, sein Selbstporträt der Uffizien-Galerie von Florenz widmen zu können? (Thieme/Becker III, 297f.). - Mit Faltungsspuren. {BN#3386} (mehr)
Bendemann, Eduard Julius Friedrich, Maler (1811-1889). Eigenh. Brief mit U. Dresden, 19. II. 1859. 1 S. 8vo. Mit eh. Kuvert.
€ 220
An den Lyriker und Librettisten Franz von Schober (1796-1882): ?Erlauben Sie mir Ihnen meinen Dank auszusprechen für die freundliche Einhändigung des für mich so ehrenvollen Gedichtes des Herrn von Mallitz. Gewiß haben Sie auch die Güte diesen meinen Dank Hr. v. Mallitz selbst zukommen zu lassen; ich kann mir keinen besseren Vermittler denken. Das tiefe Eingehen und sich Versenken in eines meiner Bilder erkenne ich stets mit dem größten Dank; wie könnte das auch Anders sein [...]?. - Als große Hoffnung der Düsseldorfer Schule geltend, wurde Bendemann gemeinsam mit Julius Hübner (1806-1882) Professor und später Leiter eines Malateliers an der Dresdener Akademie. Nachdem sein Lehrer Schadow als Direktor der Düsseldorfer Akademie 1859 zurückgetreten war, wurde Bendemann als sein Nachfolger berufen und leitete bis zu seinem Rücktritt 1867 die Geschicke des Hauses. - Der auf Schloß Torup bei Malmö geborene Franz von Schober lebte von etwa 1808 an in Wien, wo er dem Kreis des ?Silbernen Kaffeehauses? nahestand, ?dem u. a. Moritz von Schwind und Franz Schubert angehörten. Schubert vertonte einige seiner in Zeitschriften und Almanachen publizierten Gedichte, u. a. ?An die Musik? [...]? (DBE); von 1839-47 war er Privatsekretär von Franz Liszt. - Zu Bendemann vgl. Thieme/Becker III, 300f. {BN#3328} (mehr)
Benk, Johannes, Bildhauer (1844-1914). Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 15. X. 1907. Zusammen 2 SS. 8vo und 6,4:10,8 cm. Mit 2 eh. adr. Kuverts.
€ 70
?Sie haben sich seinerzeit so warm für die Ausführung der Deutschmeister Denkmals Medaille eingesetzt, und da derselbe junge Künstler welche[!] diese gemacht, von der Gemeinde Wien jetzt aufgefordert wurde einen Entwurf für eine ?Blumenschmuck Medaille Wiens? zu machen, so erlaube ich mir [...] auf diesen Entwurf [...] besonders aufmerksam zu machen [...]?. - Benk studierte an der Akademie der bildenden Künste bei Franz Bauer, ging nach Dresden zu Ernst Julius Hähnel und kehrte 1872 nach einem Studienaufenthalt in Rom (1870/71) nach Wien zurück. Die Reihe seiner monumentalen Werke für die Stadt begann mit acht Statuen für das Mittelportal der Votivkirche; 1873 erhielt er den kaiserlichen Auftrag, eine Kolossalgruppe Austria zwischen der geistigen und materiellen Kultur für Theophil von Hansens Waffenmuseum im Arsenal herzustellen. Von ihm stammt u. a. das Denkmal des Malers Friedrich von Amerling im Wiener Stadtpark und das monumentale Deutschmeisterdenkmal in Wien (1907). Vgl. Thieme/B. III, 329f. - Beiliegend eine gedr. Einladung ?zu der Freitag, den 12. März, um 11 Uhr vormittags stattfindenden Übergabe des Denkmales, welches dem Andenken des akademischen Bildhauers Professor Johannes Benk auf dem von der Gemeinde Wien gewidmeten Ehrengrabe auf dem Wiener Zentralfriedhof errichtet wurde? (1 S. auf Doppelblatt. 8vo.). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6215} (mehr)
Benk, Johannes, Bildhauer (1844-1914). Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 21. II. 1890. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 80
An Dr. Ungar: "Um ½5 Uhr bin ich heute sicher im Künstlerhause [...]". - Der Sohn eines aus Ungarn gebürtigen Bildhauers studierte an der Wiener Akademie unter Franz Bauer und wurde schon früh mit zahlreichen Modellierpreisen und der Fügerschen Goldmedaille für Komposition ausgezeichnet. Später an der Dresdner Akademie bei Ernst Haehnel, erhielt er für seine erste selbstständige Arbeit, die "Ruhe der heiligen Familie auf der Flucht", eine Goldmedaille und ein zweijähriges Wien - Stipendium; nach dem Empfang des großen Rom-Preises hielt er sich länger in Rom und Florenz auf und war seit 1872 in einem eigenem Atelier in Wien tätig, wo er u. a. Arbeiten für den Kunstpalast der Wiener Weltausstellung, eine kolossale Gruppe der Austria für die Waffenhalle des Wiener Arsenals und für zahlreiche Ringstraßenbauten schuf; er gilt als ein bedeutender Vertreter der Ringstraßenkunst. {BN#20365} (mehr)
Berg, Werner, Maler (1904-1981). Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Rutarhof (Kärnten), 17. IV. 1964. 1 S. Qu.-8vo.
€ 70
Wohl an den namentlich nicht genannten Josef Wesely mit "Dank für die guten Wünsche". - Werner Berg studierte an den Universitäten Köln, Bonn und Wien sowie an der Wiener Akademie der bildenden Künste und zog sich um 1930 auf einen Hof im Kärntner Unterland zurück. Die Sujets seiner stark expressionistischen Ölbilder und Holzschnitte, an denen der Einfluß von Emil Nolde und Edvard Munch zu erkennen ist, stammen zumeist aus Bergs ländlichem Umfeld. - Die Bildseite mit einer S/W-Aufnahme des Künstlers samt Gattin auf dem Rutarhof, einem Bergbauernhof im Kärntner Unterland nahe der slowenischen Grenze, den Werner Berg mit seiner Familie und dem befreundeten Dichter Curt Sachsse im März 1931 bezog. - Mit kleiner, unauffälliger Knickfalte. {BN#19188} (mehr)
Bergen, Carl von, Maler (1853-1933). Albumblatt mit eigenh. Namenszug. München, 8. XII. 1908. 1 S. Qu.-12mo.
€ 70
Der aus Cuxhaven stammende Maler schuf vorwiegend "genrebildliche Darstellungen heiteren Inhalts, zumeist in landschaftlicher Umgebung" (Thieme/Becker III, 394). {BN#20245} (mehr)
Berger, Georg, Architekt. Eigenh. Brief mit U. und 2 gedr. Bildpostkarten mit eh. Grüßen und U. Wien, 1914. Zusammen 3 SS. 4to und 8vo.
€ 50
Betr. die Begleichung von überfälligen 1500 Kronen. - Die gedr. Bildpostkarten nach einer Kaiser Franz Joseph I. und Kaiser Wilhelm II. darstellenden Bleistiftzeichnung in ovalem Zierrahmen mit der Überschrift ?Treubund? bzw. mit dem von Berger entworfenen und - wie verso angeführt - ?in Österreich-Ungarn und Deutschland gesetzlich geschützte[n] D. R. G. M. Trutzbund Wappen mit dem Ausspruche Kaiser Wilhelm ?gegen eine Welt von Feinden??. Es ?stellt in geistvoll erdachter Weise die feindliche Umkreisung der Großmächte Deutschland, Österreich-Ungarn, Türkei, deren Flaggen im Bilde ersichtlich - dar?. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6303} (mehr)
Bernt, Rudolf, Architekt und Maler (1844-1914). 3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1912-1914. Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 120
Gibt den Abschluß eines Projektes bekannt (Br. v. 7. II. 1912), dankt ?für Ihren gütigen Vorschlag bezüglich meiner Arbeit ?Aus dem Schwarzenberg[g]arten?? (Br. v. 9. II. 1914) und erlaubt sich auf ein Bild aufmerksam zu machen, ?welches von mir in der heurigen Jahresausstellung ausgestellt ist. Es ist dieß [!] ein größeres Aquarell, den neuen Markt darstellend, wie derselbe vor 25 Jahren ausgesehen hat. Vom ehemaligen Hotel Munsch angefangen bis zum Hintergrunde besteht heute nichts mehr [...]? (Br. v. 18. III. 1914). - Bernt studierte unter Eduard van der Nüll an der Akademie der bildenden Künste in Wien und war ?besonders als Zeichner (Darstellung und Composition), als Architekturmaler und Ornamentist thätig?. Seit 1870 im Atelier Otto Wagners tätig, war Bernt ?an dessen sämmtlichen Arbeiten betheiligt? (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA I 92, 59). - Ein Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6158} (mehr)
Beyer, Josef, Bildhauer (1843-1917). 4 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1909-1916. Zusammen 7½ SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 140
?In der gestrigen Nummer Ihres sehr geschätzten Blattes [...] ist unter der Rubrik ?Gemeindeangelegenheiten? und der Aufschrift ?Wiens künstlerischer Schmuck? angeführt, daß der ?Schubertbrunnen? für den Sobieskiplatz im IX. Bz. vom Bildhauer Schwar[t]z ausgeführt wird; es ist dies unrichtig [...]?, da ?der ergebenst Gefertigte, Bildhauer Josef Beyer, in der Sitzung des großen Schubertbrunnen Comites [!] am 20. Jänner 1906 im Gemeindehause IX. Bezirkes [!] [...] mit der Ausführung des Brunnens beauftragt wurde [...]? (Br. v. 5. III. 1906). - Der Brief vom 7. VI. 1909 betrifft Georg Raphael Donners ?herrlichen Brunnen am Mehlmarkt. Ich erbat mir, diesem besonderen Interesse [von H. A. Schwer am Werke Donners] Rechnung tragend, die Erlaubnis, Euer Hochwohlgeboren einen Abguß der Mittelfigur dieses Brunnens | die Vorsehung | die ich wie den ganzen Brunnen in kleinem Maßstabe getreulich kopirt habe, widmen zu dürfen [...]?. - Beyer wurde von Anton Dominik von Fernkorn in der k. k. Kunst-Erzgießerei in Wien ausgebildet, studierte anschließend an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Carl Kundmann und war danach als freier Künstler tätig. Er schuf u. a. drei Metopenreliefs für das Wiener Hofmuseum und Figuren für die Attika des Neuen Wiener Universitätsgebäudes. Vgl. Thieme/B. III, 567f. - Ein Br. im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6232} (mehr)
Birkle, Albert, Maler (1900-1986). Eigenh. Brief und eh. Billett mit U. sowie 4 ms. Briefe mit eh. U. Salzburg, 1953. Zusammen 4 SS. 4to und 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert.
€ 300
An Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie: ?Mit grossem Interesse erhielt ich einige Kataloge der Dom-Galerie [...] Wegen der von Ihnen geplanten Ausstellung wäre es gut, wie Sie selbst meinen, sich die Arbeiten von mir im Atelier hier anzusehen. Es sind ja sehr viele zur Auswahl da [...]?. - Birkle war 1923 als jüngstes Mitglied der von Lovis Corinth geleiteten 'Berliner Sezession' beigetreten; vier Jahre später schlug er eine ihm angebotene Professur an der Königsberger Akademie aus. Während des Zweiten Weltkrieges malte er, trotzdem er als ?entarteter Künstler? eingestuft worden war, als 'Reichsdienstler' Kasernen aus und verbrachte lange Zeit als Kriegsberichterstatter in Frankreich. Seit 1946 österreichischer Staatsbürger, wandte er sich nach dem Krieg der Glasmalerei zu und schuf hier die wohl bleibendsten Werke, zahlreiche Glasbilder und Fensterzyklen religiös-dekorativer Prägung. Vgl. Vollmer I, 218. - Die Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - Beiliegend 7 Bll. ms. Briefdurchschläge des Adressaten über die geplante Ausstellung sowie 22 Photographien von Birkles Arbeiten (meist im Format 18:24 cm). {BN#7041} (mehr)
Bitterlich, Eduard, Maler und Bildhauer (1833-1872). Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. XII. 1868. 1½ SS. Gr.-8vo.
€ 120
An einen namentlich nicht genannten Direktor mit dem Ausdruck seines Bedauerns, "daß ich Ihr geehrtes Schreiben erst heute beantworte. Ich hielt den Dienstag für einen Kanzleitag, war gestern Abends dort und erfuhr zu meinem Bedauern meinen Irrthum. Die Instituts-Angelegenheit betreffend würde ich, wenn es nicht zu spät wäre, noch einmal um Nachsicht bitten, daß ich mein Versprechen nicht erfüllte indem ich Ende März zuverlässig als den Termin bezeichne, bis zu welchem ich die Scharte auswetzen werde [...]". - Eduard Bitterlich war ein Schüler von F. G. Waldmüller, studierte zwei Jahre in Venedig und war anschließend im Atelier von Carl Rahl tätig. "Gemeinsam mit ihm und einem weiteren Schüler Rahls, Christian Griepenkerl, freskierte er das Stiegenhaus des Heeresgeschichtlichen Museums mit allegorischen Figuren. In weiterer Folge arbeitete weiterhin gemeinsam mit Rahl viele Jahre an der Wiener Hofoper und vollendete nach Rahls Tod mit Christian Griepenkerl dessen Entwürfe. Der Bühnenvorhang und die Fresken im Zuschauerraum der Oper wurden 1945 zerstört [...]" (Wikpedia). Neben Griepenkerl und August Eisenmenger gilt Bitterlich als der talentierteste und erfolgreichste Schüler und Gehilfe Rahls. {BN#23214} (mehr)
Bitterlich, Hans, Bildhauer (1860-1949). Eigenh. Brief mit U. [Wien], 12. X. 1942. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 50
An den namentlich nicht genannten Architekten und Rektor der Akademie der bildenden Künste Alexander Popp (1891-1947) mit Dank für eine Einladung zur 250-Jahrfeier der Akademie. - Bitterlich besuchte seit 1877 die Allgemeine Bildhauerschule der Wiener Akademie, anschließend die Meisterschule Kaspar von Zumbuschs und reiste 1886 für zwei Jahre zu Studienzwecken nach Italien. "Er schuf eine Reihe von Porträtbüsten für das Wiener Universitätsgebäude, Reliefs für die Hofburg sowie eine Marmorstatue des Cato. Der Träger mehrerer Kunstpreise wurde 1904 Professor an der Wiener Kunstakademie, leitete 1902-10 die Allgemeine Bildhauerschule und von da an eine Spezialschule für Bildhauerei. 1930 wurde er zum Rektor der Akademie berufen" (DBE). Zu seinen bedeutendsten Werken zählen das Gutenberg-Denkmal (1900) und das Kaiserin-Elisabeth-Denkmal (1904). - Der aus St. Leonhard am Forst (NÖ) stammende Architekt und Kunstgewerbler Alexander Popp war Schüler von Peter Behrens und später Assistent an dessen Meisterschule; von beiden stammt u. a. der Entwurf zu den Neubauten der österreichischen Tabakregie in Linz; zuletzt war er Rektor der Akademie der bildenden Künste. {BN#18435} (mehr)
Blaas, Eugen von, Maler (1843-1931). Eigenh. Brief mit U. Venedig, 13. V. 1890. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 160
| An eine Dame: "Ich lege Ihnen meinen herzlichen Dank zu Füßen, für das werthvolle Andenken welches Sie mir geschickt haben. Ich muß wirklich sagen, wie der Marchese Colombi 'questo e il piu bel bastone della mia vita'. Ich hoffe nächstens das Vergnügen zu haben Ihnen noch persönlich meinen Dank zu sagen [...]". - Seinen ersten Unterricht erhielt der in Albano bei Rom geborene Sohn des Historienmalers Karl von Blaas und Bruder des Pferdemalers Julius von Blaas von seinem Vater, "den er schon als 17jähriger bei der Ausmalung der Fresken in der Ruhmeshalle des Wiener Arsenals unterstützte. Seine weitere künstlerische Ausbildung genoß er an den Akademien von Wien und Venedig sowie auf Studienreisen nach Rom, Paris, Belgien und Großbritannien. Er ließ sich dauerhaft in Venedig nieder und erhielt 1870 eine Professur an der dortigen Akademie. Blaas' Spezialität waren Darstellungen südlicher, besonders venezianischer Genreszenen wie 'Eine Partie nach Murano' (Kunsthistorisches Museum, Wien)" (DBE). - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett. {BN#20925} (mehr) |
Blaas, Eugen von, Maler (1843-1931). Eigenh. Brief mit U. Venedig, 30. XI. 1879. 2 SS. 8vo.
€ 160
An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich habe von Herrn Hanfstängl in München noch keine Fotografien erhalten von meinem Bilde 'Maskenbesuch'. Ich denke aber, daß er dieselben erst in kürzester Zeit nach dem Schlusse der Münchner Ausstellung gemacht haben muß. Ich werde selbst an Herrn Hanfstängl schreiben um Nachrichten darüber zu haben u. ihn bitten daß er Ihnen eine Fotografie des Bildes senden soll [...]". - Seinen ersten Unterricht erhielt der in Albano bei Rom geborene Sohn des Historienmalers Karl von Blaas und Bruder des Pferdemalers Julius von Blaas von seinem Vater, "den er schon als 17jähriger bei der Ausmalung der Fresken in der Ruhmeshalle des Wiener Arsenals unterstützte. Seine weitere künstlerische Ausbildung genoß er an den Akademien von Wien und Venedig sowie auf Studienreisen nach Rom, Paris, Belgien und Großbritannien. Er ließ sich dauerhaft in Venedig nieder und erhielt 1870 eine Professur an der dortigen Akademie. Blaas' Spezialität waren Darstellungen südlicher, besonders venezianischer Genreszenen wie 'Eine Partie nach Murano' (Kunsthistorisches Museum, Wien)" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und angestaubt und mit kleinen Randläsuren; die Recto-Seite mit dem Rest eines schmalen Montagestreifens, verso mit den Spuren einer kleberartigen Flüssigkeit. {BN#23453} (mehr)
Blaas, Karl von, Maler (1815-1894). Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo.
€ 80
| Karl von Blaas studierte an der Akademie von Venedig und erzielt dort sowie in München und Wien erste Erfolge als Portraitmaler. "Für 'Moses auf dem Berg Sinai' stiftete ihm die Wiener Akademie einen fünfjährigen Studienaufenthalt in Rom, wo sich Blaas' Neigung zu religiösen Sujets im Verkehr mit den Nazarenern noch verstärkte. In der Folgezeit erhielt [er] von der kaiserlichen Familie und dem österreichisch-ungarischen und italienischen Hochadel zahlreiche Aufträge für Altargemälde, Kirchenfresken und Portraits" (DBE). - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und hs. Numerierung "31". {BN#20918} (mehr) |
Blanc, Charles, Kunsthistoriker (1813-1882). Eigenh. Brief mit U. Paris, 6. IV. 1880. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.
€ 75
An den Großkämmerer des österreichischen Kaisers Graf Franz Folliot de Crenneville-Poutet (1815-1888), dem er für die Übersendung einer Reproduktion eines Gemäldes von Rembrandt dankt. - Der Kunsthistoriker war Mitglied und später Präsident der französischen Akademie der Schönen Künste und Verfasser bzw. Herausgeber zahlreicher kunsthistorischer Werke, darunter die 14bändige ?Histoire des peintres de toutes les écoles? (Paris, 1865-1876). - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen. - Mit Faltspuren. - Beiliegend ein Zeitungsausschnitt aus ?L?illustration? vom 21.I. 1882 mit einem gedr. Portrait von Charles Blanc. {BN#3862} (mehr)
Blanckarts, Moritz, Maler (1839-1883). Vordruck mit eigenh. Namenszug und Ergänzungen. O. O. u. D., [um bzw. nach 1870]. 2 SS. Gr.-8vo.
€ 250
| Vordruck der "Notizen für C. A. Sachse's Theater-Lexikon" mit näheren Angaben zu Herkunft und Werdegang, wenngleich letzterer nichts mit dem zu tun hat, was der Vordruck vorschreibt, ist dieser doch auf Schauspieler zugeschnitten ("Wo und worin zuerst aufgetreten?" etc.). Die biographische Literatur kennt Blanckarts gewöhnlich als Maler, hier bezeichnet er selbst jedoch als "dramatischer Schriftsteller", beschreibt seine Laufbahn als Maler und endet mit einer Darstellung seiner Tätigkeit als Schriftsteller. - Moritz Blanckarts studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und widmete sich als Schüler von Schlachten- und Historienmalern vorwiegend diesem Genre. "Mit seinem Bild 'König Wilhelm bei Königgrätz' (1867) ging er dann zur Darstellung zeitgenössischer Kriegsszenen über. Blanckarts, der 1876 nach Stuttgart übersiedelte, trat auch als Verfasser historischer Schauspiele, der Tragödie 'Fürs Vaterland' (1868) und patriotischer 'Kriegs- und Siegeslieder' (1871) hervor" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt. {BN#22837} (mehr) |
Bleibtreu, Georg, Maler (1828-1892). Eigenh. Brief mit U. Charlottenburg, 03.08. o.J. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 180
?Zu meiner innigsten Freude vernehme ich, daß Ihr Bild sehr gefällt und von der Kritik überaus günstig besprochen wird. Ich freue mich doppelt darüber, weil so Ihre energische Arbeitskrafft [!] und auch der Katzen-Jammer gute Kräfte hervorgebracht hat, Ihr Ringen nicht umsonst gewesen ist [...] Mit meinem Sedan werde ich in einem Winterjahr fertig werden. Ueber dieses Bild, welches ich jedenfalls auch in München ausstelle, werden Sie sich wundern, denn es ist eigentlich ein nur ein [...] Bild in einer ruhigen Situation: der Kronprinz mit seinem ganzen Gefolge von einer Höhe aus die Schlacht betrachtend. Und doch soll dies mein bestes Bild sein [...]?. - ?Im Atelier von Wilhelm Schadow ging er zu Sujets aus den Befreiungskriegen über, die er nach seiner Übersiedlung nach Berlin (1858) auch als populäre Lithographien herausgab. Im Krieg gegen Dänemark 1864 verarbeitete Bleibtreu erstmals eigene Eindrücke zu großen Schlachtengemälden. Dasselbe tat er in den Kriegen Preußens gegen Österreich (1866) und gegen Frankreich (1870/71)? (DBE). Für die Ruhmeshalle des Berliner Zeughauses schuf der Vater des Schriftstellers Karl Bleibtreu (1859-1928) monumentale Fresken mit Massenkampfszenen aus siegreichen preußischen Schlachten. Vgl. auch Thieme/Becker IV, 110f. {BN#3100} (mehr)
Blunck, Detlef Konrad, Maler (1799-1853). Eigenh. Brief mit U. Wien, 29. IV. 1843. 3/4 S. 4to. Mit Adresse. Beiliegend ein von Blunck eh. ausgefüllter Leihzettel (?Verzeichnis der an die kaiserl. Akademie [...] in Wien zur öffentlichen Kunstausstellung abgegebenen Gegenstände?) sowie ein eh. Zettel mit dem Titel des besagten Gemäldes ?[g]emalt von D.C. Blunck aus Dänemark?.
€ 120
An J. N. v. Vogel, ?Redaktion des Morgenblatts?: ?Es ist mir von Sr. Majestät dem Kaiser die Erlaubnis geworden, ein für den König von Dänemark von mir gemaltes Bild [...] ausstellen zu dürfen, indem ich mir die Freiheit nehme, Sie davon in Kenntnis zu setzen, schmeichle ich mir Sie werden es des Beschauens würdigen [...]?. - Der in Breitenburg (Holstein) geborene Maler studierte von 1814-27 an der Akademie in Kopenhagen, ging anschließend nach Italien und wurde Mitglied der Ponte Molle-Gesellschaft. Später lebte und malte er in Dänemark, Hamburg und Wien, wo er von v. a. 1841-1844 tätig war. ?Blunck muß künstlerisch als Mittler zwischen dänischer und von den Romantikern beeinflußter dt. Malerei gelten? (AKL XI, 648). Vgl. auch Thieme/Becker IV, 144. - B {BN#3037} (mehr)
Blümelhuber, Michel, Stahlschneider (1865-1936). Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("Prof. Blümelhuber"). Steyr, 24. II. 1932. 1 S. 8vo. Alt auf Trägerpapier montiert.
€ 100
An einen "verehrten Kunstfreund": "Hier die Erfüllung Ihres Wunsches. Und es wäre jetzt mein Wunsch, daß alle Verehrer für die rasche Verbreitung meines neuesten Kunstbuches ?Jung Faust an die Menschheit' wirken. Das tut unserem Volk not! Es muß wieder hin kommen wo es hin gehört! Denn wo es jetzt hin gedrängt wurde, gehört es nicht hin! [...]" - Geboren in Unterhimmel-Christkindl bei Steyr, absolvierte Michel Blümelhuber die Fachschule für Eisen- und Stahlbearbeitung in Steyr und machte sich dann als Messerschmied selbständig. "Er nahm dabei die im 16. und 17. Jh. verbreitete Technik des Stahlschnitts zur Verzierung von Jagdmessern, Scheren etc. wieder auf und entwickelte sie weiter (?Ajourschnitt'). Mit staatlicher Subvention konnte er 1910 ein Meisteratelier für Stahlschnitt einrichten, das bis 1942 bestand. Seine Werke, die zumeist aus einem einzigen Stahlstück gefertigt waren, stellte er 1900-02 in Paris, Wien und London aus" (DBE). Daneben veröffentlichte Blümelhuber auch Gedichte, "vor allem nach dem Ersten Weltkrieg mit nationalistischer Tendenz (?Aufgesänge aus deutscher Not und neue deutsche Weihelieder', 1921)" (ebd.). - Die Bildseite mit einer Abbildung der von der Blümelhuber-Gemeinde in Steyr beauftragten B.-Plakette. {BN#23668} (mehr)
Boeckl, Herbert, Maler und Zeichner (1894-1966). Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 3. VI. 1964. 1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Kuvert.
€ 200
Dankt Josef Wesely (für ihm übersandte Geburtstagswünsche). - "Unter den sogenannten österreichischen Expressionisten der Zwischenkriegszeit war er der jüngste und zugleich der erste, der nicht mehr längerfristig unter dem Einfluß der Wiener Secession gestanden hat, wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Anton Kolig" (AKL XII, 1996, 110). Nach dem Zweiten Weltkrieg erster Rektor der Akademie der bildenden Künste, wurde Boeckl mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht und als Vertreter Österreichs auf große Ausstellungen entsandt. "Mit Richard Gerstl, Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Anton Kolig zählt Boeckl zu den bedeutendsten Exponenten einer österreichischen Moderne, die verspätet eingesetzt hat und von zwei Diktaturen bis zum Stillstand behindert wurde, bevor sie sich voll entfalten konnte" (ebd.). {BN#8240} (mehr)
Boehler, Hans, Maler und Graphiker (1884-1961). Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 25. V. 1952. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 100
Eine vom Architekten Josef Hoffmann mitunterzeichnete Karte an Rob[ert] Barn [?]: "[...] wir sitzen gemütlich bei den 'Schotten' in Nussdorf - u. gedenken Deiner! [...]" - Boehler studierte Malerei an der Privatschule Jaschke und an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Ausgedehnte Reisen führten ihn 1910/11 nach Rußland, Japan, China, Indien und Amerika; 1914 arbeitet er gemeinsam mit Egon Schiele und Ludwig Heinrich Jungnickel in Krumau. Eng mit Josef Hoffmann befreundet, gestaltete dieser auch sein Wiener Atelier; 1928 wurde er Mitglied des Österreichischen Werkbundes und gestaltete für diesen Postkarten. Von 1936 an in den USA lebend, kehrte er 1950 nach Österreich zurück. Bekannt wurde er vor allem durch farbintensive figurative Ölbilder und präzis konturierte Aktzeichnungen. - Die Bildseite der Karte mit einer Ansicht des Hochhauses in der Herrengasse aus dem Verlag Ingomar Reiffenstein, Wien. - Mit alliiertem Zensurstempel. {BN#13146} (mehr)
Boldini, Giovanni, Maler (1842-1931). Visitkarte mit 2 eigenh. Zeilen und U. ("Boldini"). Wohl Paris, o. D. 1 S. Visitkartenformat.
€ 350
An einen namentlich nicht genannten Adressaten in der Hoffnung, ihn ehest möglich kennenzulernen: "Sperando di conoscerla al più pressto [!] possibile". - Giovanni Boldini, seit 1872 in Paris ansässig, war mit u. a. Whistler, John Singer Sargent, Robert de Montesquiou, Philip Alexius de László und Paul César Helleu bekannt, mit Edgar Degas eng befreundet und gilt als "einer der meist gefragten Portraitmaler in der Belle Époque" (DBE). - In Bleistift und mit Abdruck einer alt entfernten Büroklammer. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und mit hs. Numerierung "17". {BN#20879} (mehr)
Bolzoni, Andrea, Kupferstecher und Münzstempelschneider (1689-1760). Eigenh. Brief mit U. Ferrara, 30. X. 1752. 1 S. 8vo. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Beiliegend eine Bolzoni zugeschriebene Skizze zur Initiale "Q" mit kleiner Landschaft.
€ 850
In dem an den Erzpriester Baruffaldi gerichteten Brief versichert er, die von jenem in Auftrag gegebene Medaille bereits in Arbeit und wohl bis November fertiggestellt zu haben. Nicht festzustellen war, ob es sich bei dem Adressaten um den Biographen und Kunstschriftsteller Girolamo Baruffaldi (1675-1753 o. 55), auf dessen Vorschlag hin Bolzoni 1797 zu Giacomo Parolini (1663-1733 oder 1667-1737) ging, oder um einen seiner Verwandten handelt. - In Bologna von seinem Onkel Francesco Bolzoni (gest. 1728) und von Giacomo Parolini ausgebildet, war Bolzoni seit 1727 in Ferrara tätig. So genau seine graphischen Arbeiten erfaßt sind, ist "trotz der Forschungen von Varese Bolzonis Tätigkeit als Stempelschneider für Münzvorlagen noch ungenügend erforscht" (Saur XII, 431). Vgl. auch Thieme/Becker IV, 258. - Brief und Skizze gering stockfleckig; der Brief mit kleinem Loch und winzigem Einriß auf der mit Ausnahme der Adresse leeren Blatthälfte. {BN#992} (mehr)
Boschan, Walter, Maler (1911-1984). Ms. Brief mit eigenh. U., Bildpostkarte mit eigenh. Widmung und U. verso sowie 10 gedr. und jeweils mit Grußzeile und U. versehene Billetts. Salzburg, 1958ff. Zusammen 12 Bll. Verschiedene Formate. Mit einem ms. adr. Kuvert.
€ 30
An Leonhard und Gertrude Zach: "Anbei übermittle ich Euch die Einladung zur Eröffnung meiner Ausstellung in Salzburg und möchte fragen, ob es, wie in Wien besprochen, dabei bleibt, dass Ihr nach Salzburg kommt [...]" (Br. v. 25. VIII. 1958). - Beiliegend eine Photographie aus dem Jahre 1946, die den Maler vor seiner Leinwand zeigt, ein unbeschriebenes Billett sowie ein Zeitungsausschnitt über den "Hochgebirgsmaler und Alpinist[en]" Walter Boschan a. d. J. 1957. {BN#7128} (mehr)
Boscowitz, Alice, Malerin (geb. 1875). Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. V. 1912. 1 S. 8vo.
€ 90
"An die sehr geehrte Redaction der Neuen Freien Presse gestatte ich mir die Mittheilung, daß S. Kais. Hoheit Erzherzog Reiner heute vormittag mein Atelier mit einem 1/2stündigen Besuch beehrte u. alle Portraits eingehend besichtigte u. sich sehr lobend u. anerkennend äußerste [...]". - Die in Regensburg geborene Portraitmalerin war Schülerin von Ludwig Herterich, Wilhelm von Diez und Franz von Lenbach. Vgl. Vollmer I, 275. {BN#2972} (mehr)
Boznanska, Olga, Malerin (1865-1940). Eigenh. Postkarte mit U. O. O., [1905]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 80
In polnischer Sprache an den namentlich nicht genannten Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937). - Olga Boznanska studierte an der Adrian Baraniecki-Schule für Frauen und bei Karl Kricheldorf und Wilhelm Dürr in München. Bekannt wurde sie durch ihre Portraits, Stilleben und Landschaftsmalereien. - Etwas angestaubt und gebräunt. {BN#24139} (mehr)
Brachert, Hermann, Bildhauer (1890-1972). Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Schlaitdorf bei Nürtingen, 29. XII. 1965]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
€ 60
Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zu Weihnacht und Neujahr. - Die Bildseite mit einer Ansicht von Bracherts Plastik "Genius" am Stuttgarter Justizgebäude. {BN#19733} (mehr)
Bradl, Jakob, Bildhauer und Maler (1864-1919). Eigenh. Albumblatt mit U. München, 28. III. 1914. 1 S. Qu.-4to.
€ 150
"Mitten unter allen diesen | Kunst-, Geist- und Verstandesriesen | steh ich mittendrunter drin | wie im Wald ein Schwammerling. | Dennoch, wie es ist der Brauch | mag ichs, einzufügen auch | diesem ruhmesschwangren Buch | einen weisheitsschweren Spruch, | der, von Praxis ausgeprägt, | Lebenswahrheit in sich trägt: | Sorge dass in dieser Welt | Es dir niemals fehlt an Geld". - Künstlerisch von seinem Vater, dem gleichnamigen Bildhauer, ausgebildet, besuchte Bradl anschließend kurze Zeit die Münchner Akademie. Danach war er zunächst als Illustrator und Kartonzeichner tätig. "Nachdem er mehrere Wettbewerbe um die Gestaltung von Denkmälern und Brunnen gewonnen hatte, häuften sich die bildhauerischen Aufträge. Er schuf u. a. Heiligenfiguren für verschiedene bayerische Kirchen und den Wittelsbacher Brunnen in Passau" (DBE). Zudem leitete er die Oberammergauer Holzschnitzschule und schrieb auch Dialektdichtungen. - Mit alt montierter Portraitphotographie (Brustbild im ¾-Profil). {BN#20244} (mehr)
Brand, Friedrich August, Maler und Stecher (1735-1806). 14 eigenh. Quittungen mit U. Wien, 1791-1797. Zusammen 14 Bll. 4to.
€ 750
Unterzeichnend als "Rath und Professor der K. K. Academie der bildenden Künste", bestätigt Brand den vierteljährlich ausbezahlten Betrag von 50 Gulden "aus der K. K. bildenden Künste Fonds Cassa durch den K. K. Niederländischen und Italienischen Departements Zahl Meister". - Der in Wien geborene Maler, Zeichner, Kupferstecher und Radierer studierte Historienmalerei bei Daniel Gran (1694-1757) und Paul Troger (1698-1762) sowie Kupferstich bei Jacob Schmutzer (1733-1811). 1774 wurde er an der Wiener Kupferstecher-Akademie aufgenommen, zwei Jahre später wurde ihm Johann Christian Brand (1722-1795) als Korrektor zur Seite gestellt, der sich 1787 erfolgreich dafür verwendete, Brand zum Professor der Schule für Landschaftsradieren zu ernennen. "In Brands Zeichnungen und Aquarellen, besonders Ansichten von Wien und Umgebung, mischen sich spätbarocke Tradition mit einer neuen Beobachtung der Wirklichkeit [...] die weiche Verteilung von Licht und Schatten und die lockere, zarte Strichführung entsprechen der traditionellen Manier der Wiener Akademie. Der Einfluß der Holländer des 17. Jh. ist unverkennbar [...]" (Saur, XIII). Vgl. auch Thieme/Becker IV, 525. - Alle Schriftstücke mit Siegel (davon eines lädiert) und mit horizontaler Faltspur. {BN#2951} (mehr)
Brandstetter, Hans, Bildhauer (1854-1925). 2 eigenh. Briefe mit U. Wien bzw. O. O., 1886. Zusammen (1+2 =) 3 SS. auf Doppelbll. 8vo.
€ 200
An den namentlich nicht genannten Staatsmann und Historiker Joseph Alexander Frh. von Helfert (1820-1910) mit Wünschen zum Jahreswechsel - "noch immer hege ich den Wunsch, Euer Excellenz Büste fertigen zu dürfen" (Br. v. 4. I. 1886) - und am Jahresende wiederholten Wünschen: "[...] Beigegebene Fotografie von meiner diesjährigen Studienarbeit 'Madonna mit Christus u. Johannes' bitte ich als Zeichen des Dankes annehmen und behalten zu wollen. Es soll ein kleiner Beweis sein, daß Euer Exzellenz nicht einem Unwürdigen die langjährige Unterstützung zu Theil werden ließen. Ich habe mich bei dieser lebensgroßen Gruppe geplagt und bemüht aber den Rompreis um den ich concurrirte gab man mir nicht. Es erhielt ihn ein Neffe des Professors Eisenmenger. Wie gerne ginge ich nach Rom um dort meinem Können die noch nöthige Weihe zu geben aber leider es fehlen die Mittel. Es wurden schon manche nach Rom geschickt, die jetzt nicht viel leisten, so daß ich mir oft denke, ohne eingebildet zu sein, daß ich es auch verdienen würde aber nicht jeder hat gerade das Glück [...]" (Br. v. 31. XII. 1886; ohne die erwähnte Photographie). - Brandstetter studierte an der Wiener Kunstakademie als Schüler von Edmund von Hellmer und Karl Kundemann. Nach einem Studienaufenthalt in Rom und Reisen nach Paris erfolgte 1891 seine Ernennung zum Professor für Modellieren an der Kunstgewerbeschule in Graz. Er schuf mehrere Denkmäler (darunter das Hebenstreit-Denkmal in Graz), Statuen, Portraitbüsten und Epitaphe. - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. {BN#17861} (mehr)
Braun, Elise, Malerin. Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. XII. 1917. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 40
?Durch Ihre gütige Vermittlung habe ich nun 3 meiner Bilder, u. zw. das Aquarell und die 2 Zeichnungen Fischerstiege und Hof in der Magdalenenstraß[e] für 280 Kr. an die Direktion der städt. Sammlungen verkauft [...]?. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6313} (mehr)
Braun, Louis (Ludwig), Maler (1836-1916). Eigenh. Brief mit U. München, 16. XII. 1891. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 140
An die Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart über sein Bild "Viola Moltke": "[...] Am gleichen Tag als der Kaiser Wilhelm mit seinem großen Generalstab Mittags in Reims eintraf, ging Moltke allein Abends in den Straßen spazieren und wurde von den Einwohnern erkannt und von allen ehrfurchtsvoll gegrüßt, ich bin Augenzeuge gewesen, und hat mich [so!] dieses Motiv so sehr gefallen, daß ich das Bild in Oel gemalt, und dasselbe in Berlin auch sofort verkauft habe [...]" - Braun arbeitete als Illustrator für Zeitschriften wie "Über Land und Meer", "Illustrierte Zeitung" und "Daheim". Sein bevorzugtes Sujet war das Militär; zum Zweck der Motivsuche nahm er am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teil. Danach ließ er sich in München nieder. {BN#15172} (mehr)
Braun, Louis, Maler (1836-1916). Eigenh. Albumblatt mit U. München, 26. XII. 1903. 1 S. Qu.-kl.8vo.
€ 60
"Inter arma silent leges!" - Louis Braun studierte an der Kunstschule in Stuttgart, war als Illustrator für Zeitschriften wie "Über Land und Meer", "Illustrierte Zeitung" und "Daheim" tätig und arbeitete seit 1859 in Paris im Atelier von Horace Bernet. Sein bevorzugtes Sujet war das Militär; "zum Zweck der Motivsuche nahm er an den Feldzügen von 1864 und 1866 sowie am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teil" (DBE). 1871 ließ er sich in München nieder und war als Professor an der dortigen Kunstakademie tätig. - Die Verso-Seite mit kl. Montagespuren. {BN#20243} (mehr)
Breitner, Joseph, Bildhauer (1864-1930). 3 eigenh. Briefe, 1 eh. Postkarte und 3 gedr. Visitkarten mit jeweils mehreren eh. Zeilen und U. Wien, 1916-1919. Zusammen 10½ SS. 4to und 8vo bzw. 7,5:12,5 cm. Mit 2 eh. adr. Kuverts.
€ 110
?Wie Ihnen bekannt, wurde mir [...] die Ausführung von 4 großen Steinreliefs ?Dichtkunst?, ?Schauspielkunst?, ?volkstümliche Musik? und ?Geschichtsschreibung? zum Preise von à 2900 Kr = zusammen 11600 Kronen übertragen. Die Arbeiten wurden von mir im Jahr 1915 und 1916 durchgeführt [...] Die Arbeiten waren vollkommen fertig und harren seit dieser Zeit der Verse[t]zung, welche da der Bau für das Kaiser Franz Josef Stadtmuseum bis heute nicht begonnen werden konnte, bis nun nicht erfolgen konnte [...]? (Br. v. 19. II. 1919). - Seine künstlerische Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule bei August Kühne und Otto König sowie bei Studienaufenthalten in Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden erfahrend, lehrte Breitner von 1895-1920 Bildhauerei an der Wr. Kunstgewerbeschule. Mitglied des Wiener Künstlerhauses, schuf er neben Genrestatuetten (u. a. ?Im Kampf ums tägliche Brot?) Grabdenkmäler, Holzplastiken, Reliefs, Portraitbüsten und plastische Dekorationen öffentlicher Gebäude wie das Statthalter-Graf-Thun-Denkmal in Salzburg und das Standbild Herzog Heinrichs II. Jasomirgott und die Portalfiguren Glaube, Liebe, Hoffnung an der Wiener Schottenkirche. Vgl. Thieme/B. IV, 574 und Czeike I, 458. - Ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6130} (mehr)
Bresslern-Roth, Norbertine von, Malerin (1891-1978). Ms. Postkarte mit U. Graz, 29. III. 1944. 1 S. Qu.-8vo.
€ 70
An Judith Konwalina. "Ende April reisen wir nach Gastein. Aber wissens, kleine Judith, von Wien nach Graz ists eigentlich auch nicht weiter und vielleicht gehts doch, dass Sie uns dahier einmal heimsuchen im Laufe des Sommers, Sie sind jederzeit willkommen [...]." - Nach neunjähriger Ausbildung bei Alfred von Schrötter an der Grazer Landeskunstschule studierte Norbertine von Bresslern-R. von 1911 bis 1916 bei Ferdinand Schmutzer in Wien. Eine Studienreise nach Nordafrika im Jahre 1928 war ausschlaggebend für ihre Hinwendung zur Tiermalerei, als deren - nach Frank Brangwyn - bedeutendste Vertreterin sie bis ins hohe Alter gefeiert und geehrt wurde (u. a. erhielt sie die Goldenen Medaille der Stadt Graz und die Ehrenmedaille des Joanneums). Vgl. Vollmer I, 310. {BN#1787} (mehr)
Bruggen, Johann van der, Kupferstecher (um 1675-1740). 2 Quittungen mit eigenh. U. Wien, 28.VI. und 17.VIII. 1717. Zusammen 2 SS. Folio. Ein Dokument gesiegelt.
€ 600
Beide Schriftstücke (von verschiedenen Händen und deren eines in französischer Sprache) betr. die Restaurierung von 114 Gemälden des verstorbenen Fürsten Mansfeld, für die Bruggen 300 Gulden bzw. von den Herren Harpprecht und Bidermann 500 (ges. 1000) Florins als Abschlußzahlung erhält. - Der Kupferstecher in Schwarzkunstmanier Johann van der Bruggen war gegen Ende des 17. Jahrunderts in Prag und später in Wien tätig, "wo er dreimal heiratete und 1740 als Trauzeuge auftrat" (AKL, Saur). Zwischen 1705 und 1730 wird seinem Namen in Dokumenten wiederholt der Titel eines Universitäts-Kupferstechers zugeordnet. "Man kennt von ihm einige Porträts berühmter Zeitgenossen, darunter das des Grafen Franz Ferdinand Wchinsky, ferner einen Stadtplan von Belgrad (1717) und eine Dekoration nach Giuseppe Galli Bibiena" (Thieme/Becker V, 111). Daß van der Bruggen auch als Maler oder zumindest als Restaurator tätig gewesen ist, war offensichtlich bislang nicht bekannt. - Gering braunfleckig. Das Siegel mit feinen Sprüngen, aber komplett erhalten. {BN#2963} (mehr)
Brugger, Friedrich, Bildhauer (1815-1870). Eigenh. Brief mit U. München, 25. XI. 1849. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit Adresse.
€ 220
An den Bildhauer Georg Zell (1810-1878): ?Ich beeilte mich Deinen Auftrag zu erfüllen eben war Herr Hauser bey mir welcher mir sagte daß er ein Stück Stein zu zwei Platten nach der von Dir angegebenen Größe besitze. Beide würden ungeschliffen 24 fl geschliffen aber 36 fl kosten, das verpacken 2 fl [...] Ich befinde mich ziemlich wohl habe die Tage auch wider einen Auftrag von König Ludwig erhalten, nämlich für verstorbenen Direktor Gärtner ein Monument auf dem neuen Kirchhof zu machen, es wird zwar ganz einfach, ein in byzantinischer Form gehaltener Grabstein mit einem Christus und seinem Portrait in Relief [...]?. - Nach erstem Unterricht bei Konrad Eberhard (1768-1859) studierte Brugger bei Ludwig von Schwanthaler (1802-1848) an der Münchner Kunstakademie, der seinem begabten Schüler die selbständige Arbeit an den für Walhalla bestimmten Standbildern der Walküren ermöglichte und ihn Bertel Thorvaldsen (1770-1844) in Rom empfahl, ?wo Bruggers Talent für Komposition und vollendete Formgebung (1841-43) zur Reife kam. In Brugger fand der ideale Geist und großartige Schönheitsfluß der Antike einen hellen Nachklang bei gleichmäßig inniger Wärme und Durchbildung? (Thieme/Becker V, 112). Auf Geheiß König Ludwigs I. und Maximilians II. schuf Brugger zahlreiche Kolossalstatuen, Büsten für die Ruhmeshalle (u. a. die Georg von Reichenbachs), eine Statue des Baumeisters Klenze, des Philosophen F.W. v. Schelling u.v.m. - Mit gebr. Siegel und Poststempel. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#3135} (mehr)
Brunhoff, Laurent de, Autor und Graphiker (geb. 1925). Eigenh. Brief mit U. [Paris], 11. XII. 1974. 1 S. Gr.-4to. Mit e. adr. Kuvert.
€ 120
| In französischer Sprache an einen Sammler. - Laurent de Brunhoff war Schöpfer der Kinderbuchfigur "Babar der Elefant". {BN#24947} (mehr) |
Burger, Franz, Maler (1857-1940). Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. XI. 1887. 2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit einer Originalradierung von Karl Karger nach einem Gemälde von Franz Defregger auf Bl. 1 recto (14,5:10 cm Plattenrand).
€ 150
An die nicht namentlich genannte Schriftstellerin Agnes Bogler v. Plankenburg (geb. 1848): ?Schön ist?s zur lieben Sommerszeit im Steirerland! Wie schien die Sonne, so mild so treu. Noch hör ich das so melancholisch klingende Rauschen alld er vielen kühlespendenden Wässer [...] Möchten Sie doch diese blassen Linien meiner Zeichnungen ein wenig erinnern an die farbensprühenden Bilder der trauten Steiermark [...]?. - Franz Burger studierte nach dem Besuch der Staatsgewerbeschule in Innsbruck in München Malerei, u.a. bei Franz Defregger. 1888 erhielt er den Auftrag für ein Altarbild in der Kapelle Görtschach bei Dölsach; 1897 wurde er als Professor an seine ehemalige Schule in Innsbruck berufen, wo er bis 1925 lehrte. Neben Exlibris und kunstgewerblichen Arbeiten malte Burger Genrebilder, Portraits, Panoramen (?Schlacht bei Orléans?) und Landschaften. 1905-09 schuf er im Auftrag des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand für die Neue Hofburg in Wien das Schlachtenbild ?Speckbacher erobert am 13. August 1809 die Sillbrücke?. Vgl. Thieme/B. V, 245f. - Die Adressatin, Bogler mit bürgerlichem Namen, schrieb Novellen, Skizzen, Feuilletons und Romane, die ?Zahl dieser Arbeiten beläuft sich bereits nahezu laut Aufschreibungen auf die stattliche Ziffer 700? (Lex. dt. Frauen der Feder II, zit. n. DBA I 963, 95). Vgl. auch Kosch I, 730f. - Ohne die erwähnten Zeichnungen. - Mit kl. Einr. im rechten Rand (geringe Textberührung). {BN#6899} (mehr)
Burger, Ludwig, Maler (1825-1884). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 13. II. 1869. 5 SS. 8vo.
€ 200
Inhaltsreiche Darstellung seines künstlerischen Werdegangs unter Nennung einzelner Werke an den Kunstsachverständigen und Kunstschriftsteller Andreas Andresen (ca. 1830-71): ?Geboren bin ich in Krakau [lt. Thieme/Becker V, 247 in Warschau] von deutschen Eltern am 19. September 1825, kam im J. 1842 nach Berlin, besuchte hier die Academie [...] Reisen 1851-53 in Belgien, Süddeutschland, Paris, dann fortwährender Aufenthalt in Berlin, durch kleinere und größere Reisen, 1857 nach Ungarn, 1866 nach dem Kriegsschauplatz etc. unterbrochen [...]?. In späteren Jahren schuf Burger neben zahlreichen Illustrationen für Druckwerke (darunter Corvins ?Weltgeschichte? oder Leixners ?Literaturgeschichte?) ungezählte Entwürfe für ?Initialen und Vignetten, Glasmalereien (z. B. Kölner Dom), für kunstgewerbliche Zwecke sowie Vereinsblätter, Adressen u. dgl. Als in den sechziger Jahren die Bautätigkeit in Berlin einen großen Aufschwung nahm, konnte Burger sich auch als Monumentalmaler betätigen [...]? (Thieme/Becker V, 247). {BN#3390} (mehr)
Burghart, Hermann, Maler (1834-1901). Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. II. 1870. 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
€ 180
An den Direktor des k. k. Hofburgtheaters: ?Nachdem ich dem mich so ehrenden Auftrage [...] eine Dekoration für ?Maryna? nach den Bestimmungen des Dichters zu malen beinahe nachgekommen bin, wurden einzelne Theile der Dekoration zu Änderungen verurtheilt, die meiner Ansicht nach die ganze Dekoration zu Grunde richten würden [...]?. - Hermann Burghart studierte an der TH Wien, seit 1856 an der Akademie der bildenden Künste und spezialisierte sich auf Dekorations- und Theatermalerei, war am Burgtheater und am Carl-Theater tätig und wurde 1866 an die Hofoper berufen, wo er Dekorationen für die Aufführungen von ?Merlin?, ?Rienzi?, ?Romeo und Julia?, ?Genofeva?, ?Fata Morgana? und zu den Balletten ?Flick-Flock? und ?Sakuntala? schuf. Mit Carlo Brioschi gemeinsam gründete er ein großes Privatatelier, zu dessen Auftraggebern Theater in London, St. Petersburg, Warschau, Berlin, Dresden und Hamburg ebenso wie die Oberammergauer Passionsspiele und König Ludwig II. von Bayern gehörten. Weitere seiner Werke sind u. a. die Wandbilder im Wartesaal des Nordwestbahnhofs und im Musikvereinsgebäude. Vgl. Thieme/B. V, 251. - Im Querfalz etwas eingerissen (unbedeutende Textberührung), der rechte Rand mit Quetschfalten. {BN#6754} (mehr)
Buzzi-Quattrini, Angelo, Bildhauer (1879-1941). Eigenh. Bildpostkarte mit U. Aargau (Schweiz), Stammschloß der Habsburger, 3. V. 1914. 1 S. 8vo.
€ 50
An den Wiener Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931): "Erlauben Sie mir von der Enthüllungsfeier meiner Kaiserbüste hier Ihnen meine ergebensten Grüße zu übermitteln [...]". - Der in Fribourg geborene Sohn des Bildhauers und Steinmetzen Luigi B.-Quattrini studierte in Wien bei Edmund von Hellmer (1850-1935) und Carl Kundmann (1838-1919). Nach Tätigkeiten in Budpest und Rom war er ab 1907 überwiegend in Wien tätig (u. a. Neue Hofburg, Festsaal-Stiegenhaus). Vgl. AKL XV, 412. - Die Bildseite der Karte zeigt die erwähnte Büste. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6035} (mehr)
Büchler, Eduard, Maler (1861-1958). 10 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1908-1915. Zusammen 18 SS. 4to und 8vo. Beiliegend ein Erhebungsbogen des Wiener Magistrats Abtlg. XI. 4 Bll. Folio.
€ 350
Betr. durchwegs das Ansuchen um Unterstützung sowie den erwünschten Ankauf seiner Werke durch die Stadt Wien: ?Herr Stadtrat dürften sich des verunglückten Porträts-Projektes bezüglich der Herrn Direktoren der Elektrizitäts-Werke noch erinnern. Ich bin leider dadurch in eine Verlegenheit geraten, da ich den dafür bereit gehaltenen Betrag an einen Gläubiger zediert hatte, da ich die Sache für sicher hielt [...]? (Br. v. 1. VI. 1908). - ?Mein eingereichtes Portrait ?Carl Gründorf? in den städt. Sammlungen harrt leider noch immer der Erledigung [...]? (Br. v. 23. XI. 1908). - Büchler studierte in Wien und Karlsruhe (dort bei Ferdinand Keller), kehrte nach Wien zurück und war dort als Portrait- und Figurenmaler tätig (u. a. ein Portrait von Karl Lueger). Seit 1907 war er Inhaber eines Kunstverlages. Vgl. Thieme/B. V, 188. - Der beiliegende Erhebungsbogen hat einen Antrag Büchlers um finanzielle Unterstützung zum Gegenstand, die ihm allerdings nicht gewährt wird: Nach einer kurzen Darstellung von Büchlers Werdegang und einer Darlegung seiner Wohn-, Einkommens- und Aufwendungsverhältnisse begründet der zuständige Beamte die Ablehnung von Büchlers Antrag: ?Mit Rücksicht darauf, daß derselbe keineswegs zu den Künstlern vielmehr zu den gewöhnlichen Durchschnittsmenschen zu rechnen ist, daher gar keine Bevorzugung vor anderen Geschäftsleuten verdient, in weiterer Erwägung des Umstandes, daß Büchlers als uns nicht [ein Wort versehentlich ausgelassen] bezeichnet werden kann und sich das Geld ganz gut von seinem Bruder Rudolf dürfte beschaffen können, beantragt der Gefertigte die Abweisung des Ansuchens. Bemerkt wird schließlich, daß die Haupteinnahmen des Bittstellers der Verschleiß von künstlerischen Photographien nicht aber die Malerei ist und daß dessen Vorgänger Otto Schmidt wegen Anfertigung von obszönen Bildern zu längerer Haft verurteilt wurde [...]?. - Einige Briefe im linken Rand gelocht (vereinzelt geringfügige Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6315} (mehr)
Bürkner, Hugo, Graphiker und Holzschneider (1818-1897). Gedr. Brief mit 3 eigenh. Zeilen und U. Dresden, 27. I. 1864. 1 S. 8vo.
€ 75
An den Maler Eduard Schleich (1812-1874) in München, dem Bürkner als Vorsitzender der Baukommission ?den aufrichtigsten und wärmsten Dank für die schöne Gabe? ausspricht, ?durch welche Sie die Lotterie für den Bau unseres Künstlerhauses so freundlich unterstützt haben?. - Der aus Dessau stammende Künstler erhielt seinen ersten Unterricht durch Heinrich Beck, studierte seit 1837 in Düsseldorf bei Carl Sohn und wurde Mitarbeiter an Raczynskis ?Geschichte der deutschen Kunst?. 1840 gemeinsam mit Eduard J. F. Bendemann (1811-1889) und Julius Hübner (1806-1882) nach Dresden ziehend, wurde er 1846 als Lehrer an das neugegründete Akademische Atelier für Holzschneidekunst berufen; 1855 wurde ihm der Professorentitel verliehen; die Wiener Kunstakademie ernannte ihn 1874 zu ihrem Ehrenmitglied. Der Vater des Mediziners Kurd Bürkner (1853-1913) ?schuf hauptsächlich Holzschnitte und Radierungen nach eigenen (u. a. Porträt des Malers Gustav Metz, 1853) und zeitgenössischen fremden Entwürfen sowie nach Werken der Dresdner Galerie? (DBE). Vgl. auch Thieme/Becker V, 198. {BN#3134} (mehr)
Bürkner, Hugo, Graphiker und Holzschneider (1818-1897). Eigenh. Brief mit U. Dresden, 7. II. 1876. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 200
An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte um Aufklärung: ?Vor einiger Zeit meldete sich an das Direktorium der ?Tiedge-Stiftung?, dem anzugehören ich d. Ehre habe, eine gewisse Clara Höchle in Wien, Tochter des früheren dortigen Hofmalers H., unter Darlegung ihrer äußerst traurigen Umstände bei hohem Alter (65 Jahr) um Unterstützung. Da hier Orts der Name und die Bedeutung dieses Malers nicht bekannt ist, d. Stiftung statutengemäß aber nicht nur Unterstützungen sondern ?Ehrengaben? bewilligt, die sich durch einige nennenswerte künstlerische Leistungen [...] motiviren lassen, so erlaubt sich der Unterzeichnete, mit weiter[er] Erkundigung beauftragt [...] bei Ihnen um gefällige Belehrung in diesem Fall zu ansuchen [!] [...]?. - Der Vater des Mediziners Kurt Bürkner (1853-1913) war Professor in Dresden, Ehrenmitglied der Wiener Kunstakademie und wurde durch Holzschnitte und Radierungen nach eigenen wie fremden Entwürfen bekannt. Vgl. auch Thieme/Becker V, 198. - Der im Brief erwähnte Johann Nepomuk Höchle (1790-1835) war 1800 mit seinem Vater Johann Baptist (1754-1832) nach Wien gekommen, studierte an der Kunstakademie und wurde nach seines Vaters Tod dessen Nachfolger als Hof- und Kammermaler. - Mit altem Sammlungsumschlag. {BN#3342} (mehr)
Bötel, Fritz, Maler und Graphiker (1896-nach 1960). Eigenh. Brief mit U. Celle, 27. IV. 1927. 1 S. 4to.
€ 40
An Herrn Schleifer: ?Ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben [...] und frage erg. an, ob Sie der Anfertigung eines Exlibris nähertreten wollen [...]?. - Fritz Bötel studierte in Kassel und war als Kunsterzieher in Hannover, Verden und Celle tätig. Vgl. AKL XII, 200 und Vollmer I, 250. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#7147} (mehr)
Böttcher, Christian Eduard, Maler (1818-1889). Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 26. VIII. 1859. 1 S. 4to.
€ 120
?Die Mittheilung Ihres geehrten Schreibens vom 23. August hat im Malkasten einen wahren Sturm hervorgerufen. Indem ich Ihnen hierdurch im Auftrage des Vereins unseren wärmsten Dank ausspreche, für die so freundliche Bereitwilligkeit unser Unternehmen zu unterstützen, beehre ich mich zugleich Ihnen mitzutheilen, daß sobald für den Werth von 18000 Thlr. Bilder eingeliefert und für 25000 Thlr. unterzeichnet sind, die Verausgabung der Loose [!] beginnen darf [...]?. - An der Stuttgarter Kunstschule zum Lithographen ausgebildet, wechselte Böttcher zur Malerei und besuchte die Akademie in Düsseldorf, wo er 1844-49 bei Theodor Hildebrandt und Wilhelm Schadow studierte. 1872 selbst zum Professor ernannt wurde, betätigte sich Böttcher auch als Porträtmaler. Vgl. Thieme/Becker IV, 210. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des 1848 u. a. von Oswald Achenbach, Carl Friedrich Lessing und Emanuel Leutze gegründeten Künstler-Vereins "Malkasten" und mit kl. Ausr. rechts unten, wodurch die zwei letzten Buchstaben der U. fehlen. {BN#3072} (mehr)
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