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Autographen: Wissenschaft

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Aberle, Mat(t)hias, Mediziner (1784-1847). Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 28. IX. 1935. 1 S. Qu.-8vo.

€ 120

Empfiehlt sich zu "freundschaftliche[m] collegiale[m] Andenken". - Adressat der Widmung ist wohl der Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Aberle praktizierte an den Militärkrankenhäusern von Innsbruck und Hall und wurde 1811 von der bayerischen Regierung zum Professor der Anatomie und der Physiologie an der neuerrichteten Schule für Landärzte in Salzburg ernannt. Nach der Abtretung Salzburgs an Österreich lehnte er einen Ruf nach Landshut ab und blieb bis zu seinem Tod Professor an der nunmehrigen Medizinisch-Chirurgischen Lehranstalt. Er gründete ein anatomisch-physiologisches und ein anatomisch-pathologisches Museum. Seine zahlreichen Publikationen erschienen in Zeitungen und Fachzeitschriften. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9469} (mehr)

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Adler, Heinrich, Mediziner (1849-1909). Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. VII. 1907. 1 S. 8vo.

€ 100

An einen namentlich nicht genannten Adressaten [d. i. Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913)]: "Verbindlichsten Dank für die Überlassung Ihres Berliner Referates, welches selbstverständlich erst nach dem Congress in der 'Monatsschrift für Gesundheitspflege' erscheinen soll [...]". - Adler war als Sekundararzt im k. k. Allgemeinen Krankenhaus und nach der Ernennung zum städtischen Arzt als Bezirksarzt im öffentlichen Dienst tätig. Später widmete er sich dann hauptsächlich dem Fachjournalismus und Angelegenheiten der ärztlichen Berufsverbände und war u. a. Redakteur der "Wiener medizinischen Wochenschrift" und der "Monatsschrift für die Gesundheitspflege". Seit 1883 gehörte er dem Geschäftsausschuß des Österreichischen Ärztevereins-Verbandes an. - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ?Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß?. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Wiener medizinischen Wochenschrift. {BN#10146} (mehr)

In meine Auswahl

Ainslie, Whitelaw, britischer Chirurg (1767-1837). Eigenh. Brief mit U. ("Whitelaw Ainslie"). Cairnbank near Dunse (Berwickshire), 3. XI. 1833. 2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to.

€ 450

Amüsanter, ausführlicher Brief an John Kenyon (1784-1856), St. Peter's College, Cambridge: "You should have had an earlier reply to your kind letter, but the fact is, I have been moving about, and it and its much prized accompaniment only reached me a few days ago; accept my best thanks, my good friend, for both; the latter has not only surprised but delighted me. I say, surprised, because I did not know you had a single acre of land on Parnassus, & behold you turn out to be a rich proprietor. To be serious I have read your Poem with great pleasure, not only because it possesses much Poetic merit, but because it is something new 'in his temporibus' and carries one back to the days of Pope, and other 'Reasoners in Rhyme' - 'When sense to fancy near, like light and shade / Each chasing each, their due succession made.' Poetry must at all times be much under the influence of imagination, but of late years it has been too much so, and that is one powerful cause why it has, as an object of literature, got a good deal into the background. But let us hope that under your instrumentality, the Muses may be wooed in a different strain, from that in which they have lately been sought [...] It is commonly said that at a certain age the Nine begin to look cool on their 'old worshipers', and that they do not like grey-headed old fellows in fact: under this impression it was that I lately took a somewhat formal leave of them, in an address which you shall see when we next meet. Whether they will have anything more to do with me, I know not; thus much I do know, that several of them are rank Quoquets - as for Thalaia, I believe her to be no better than she should be: but pray do not you tell her so, next time you meet as I should not like her to cut me, altogether, bad as she is. Mrs. Ainslie and myself have for a short time been at this place in Berwickshire, it belongs to my brother, and is in the heart of a fine shooting, hunting, and fishing country, but these are amusements I now partake of with great moderation, and do not think I shall like Somerville write a Chase, or like Sir Humphrey Davy, give to the world a work on Salmon fishing. Our weather gets bleak, and I have taken a strange fancy to an 'easy' chair not far from the fire side, and which gives me the light at my back, in the most agreeable manner you can imagine. We prepare as usual wintering in Edinburgh, and I think it probable that I may take a run up to London in the Spring [...]". - Sir Whitelaw Ainslie war Chirurg bei der East India Company und diente 27 Jahre in Indien. 1813 veröffentlichte er sein Hauptwerk, "Materia medica of Hindustan", welches er 1826 zu den zweibändigen "Materia Indica" erweiterte. Ainslie lieferte damit die erste englische Monographie über indische Medizin. Mit seiner Bemerkung über die unbeständige Muse Thalia spielt er auf seine eigenen früheren dramatischen Versuche an. - Der Philologe Kenyon, der schon jahrelang als Lyriker dilettiert hatte, trat 1838 mit seinen "Poems: for the most part occasional" ans Licht der Öffentlichkeit. Die Sammlung wurde als Dichtung im klassischen Geiste Popes oder Cowpers von der Kritik wohlwollend aufgenommen. Die im Brief zitierten Verse stammen aus dem "Rhymed plea for tolerance In two dialogues", welches Kenyon 1839 veröffentlichte. {BN#22725} (mehr)

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Albert, Eduard, Chirurg (1841-1900). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. 4to.

€ 100

Lädt Karl Sonklar von Innstädten ?zu der am 26. d. M. um 11 Uhr in der Aula stattfindenden 30jähr. Jubelfeier unseres Fakultäts-Seniors [...]?. - Albert wurde nach seiner Promotion Assistent bei Johann von Dumreicher an der Chirurgischen Klinik, habilitierte sich 1872, wurde im Jahr darauf Ordinarius an der Chirurgischen Klinik in Innsbruck und später Professor und Mitdirektor der Chirurgischen Klinik in Wien. Ihm ?gelang vermutlich als erstem eine Nerventransplantation und eine Schilddrüsenentfernung? (DBE); sein ?Lehrbuch der Chirurgie? (1877-80), das mehrfach aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde, legte erstmals die Kenntnisse über Antisepsis zugrunde. Zu seinen Schülern zählten u. a. Adolf Lorenz, Julius von Hochenegg und Rudolf Frank. Vgl. Öst. Lex. I, 16. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#7224} (mehr)

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Aldini, Giovanni, Physiker (1762-1834). Eigenh. Brief mit U. ("Aldini"). Mailand, 18. VI. 1808. 2½ SS. auf Doppelblatt. 4to.

€ 1.500

Ein in seiner Eigenschaft als Stadtrat verfaßter, recht ungehaltener Brief an einen Ratskollegen, dem gegenüber er sein Mißfallen darüber äußert, daß ein von ihm verfaßter Rapport keine Unterstützung im Rat gefunden hatte. Aldini fodert für seine Meinung Respekt ein und verwahrt sich gegen die "maledetti stracci", den "verdammten Wisch", seines Kontrahenten: "[...] L'ultimo affare andò gavi matina con approvazione della seduta del consiglio Generali, benché fosse stato il solo nel quale il mio rapporto non aveva avutto il suffraggio del Consiglio degli Uditori. Feci inserire nel processo verbale il mio dissenso, e appoggiato dal Ministero del Culto, da Guicciardi, e da Contarini feci vedere a miei stessi colleghi che bisognava rispettare le mie opinioni. L'affare era legale, e senza quei vostri maledetti stracci sostenni, e vinsi la causa come potrete essere informato in detaglio dal Giudice Bellentani a cui ne scrivo, poiché me l'aveva vivamente raccomandata [...] credo che non vadi niente della vostra convenienza col ripetere mia petizione colla quale chiederete il disputo dell' affare, accennando che vi sono fondi appositi pur il noto pagamento, e che non c'è bisogno di rescrivere al Prefetto. Mandatemi la petizione per la posta per profittare del momento. Parlai al Generale Polfranneschi del Giandame Ferrari, e rimase sorpreso della condotta del Colonello Zanini, promettendo nuovamente, che non emergendo notizie in contrario, avrebbe anche a mio riguardo avuto in tutta considerazione la sua istanza [...]". - Giovanni Aldini, der Bruder des Politikers Antonio Aldini, war von Kaiser Franz I. von Österreich in Anerkennung seiner Verdienste zum Ritter der eisernen Krone geschlagen und zum Stadtrat in Mailand ernannt worden. - Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung), dieses größtenteils erhalten. {BN#23071} (mehr)

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Altmütter, Georg, Physiker (1787-1858). Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. IV. 1846. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse.

€ 120

An L. Schulz von Strasznizki: "Beyliegend sende ich Ihnen die Beantwortung einiger Fragepunkte, mit der Bemerkung, daß ich auch Einiges miterwähnt habe, was nicht unmittelbar in denselben liegt [...]". - Altmütter war drei Jahre Assistent für Physik am Theresianum in Wien und anschließend am Polytechnikum in Wien, wo er seit 1816 eine Professur für mechanische Technologie innehatte. Zu seinen technischen Erfindungen zählen u. a. neue Werkzeuge, Verbesserungen bei der Spielkartenfabrikation, der Fertigung von Stecknadelköpfen und von Globen. Altmütter, der mit Franz Grillparzer befreundet war, legte eine große Sammlung technischer Werkzeuge und Fabrikprodukte an, die er 1925 unter dem Titel Beschreibung der "Werkzeugsammlung am Polytechnischen Institut zu Wien" schilderte. - Ohne die erwähnten "Fragepunkte". - Mit kl. Ausschnitt durch Brieföffnung (keine Textberührung). {BN#14976} (mehr)

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Antoine, Tassilo, Gynäkologe (1895-1980). Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. IX. 1960. 1 S. 4to.

€ 20

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Übermorgen machen sie ein großes Fest, um Dich zu würdigen und zu feiern. Und da wollte ich auch dabei sein. Unglückseligerweise fahre ich aber schon morgen ab, da ich zu einem Kongreß nach Tokyo muß. So kann ich Dir leider nicht die Hand drücken [...]". - Antoine war nach seiner Promotion an den Kliniken seiner Lehrer Chvostek, Eiselsberg, Kermauner und Weibel tätig. Nach der Habilitation i. J. 1936 leitete er bis 1940 die gynäkologische Abteilung des Lainzer Krankenhauses und wurde im selben Jahr o. Professor. Später Vorstand der Universitätsfrauenklinik in Innsbruck und Leiter der I. Universitätsfrauenklinik in Wien, lehnte er einen Ruf nach Zürich ab und lehrte von 1949 bis zu seiner Emeritierung 1968 als o.Prof. an der Universität Wien. Antoine publizierte etwa 50 wissenschaftliche Arbeiten in Fachzeitschriften und gab überarbeitete Auflagen des "Lehrbuchs der Frauenheilkunde" von Wilhelm Weibel heraus. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17402} (mehr)

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Arlt, Ferdinand Rt. von, Mediziner (1812-1887). Schuldschein mit eigenh. U. Wien, 10. X. 1891. 6½ SS. auf 4 Bll. Folio. Mit Rundsiegel, mehreren Stempel-, -marken und Gegezeichnungen.

€ 120

Bestätigung über den Erhalt von 5000 Gulden österreichischer Währung von Therese Roch und Verpflichtung, "dieses Darlehen vom Zuzälungsbetrage [!] ab mit 5 % [...] jährlich zu verzinsen, das Capital selbst aber nach vorausgegangener, beiden Theilen jeder Zeit freistehenden, halbjährigen Aufkündigung, hier in Wien an die Frau Gläubigerin zurückzuza[h]len [...]". - Arlt war nach seiner Promotion Assistent von Johann Nepomuk Fischer und übernahm 1849 dessen Lehrstuhl. 1856 folgte er einem Ruf als o. Prof. der Ophthalmologie nach Wien, wo er bis zu seiner Emeritierung 1883 die Augenklinik leitete. Arlt nutzte pathologische, physiologische und histologische Erkenntnisse für die Augenheilkunde und war einer ihrer Begründer als eigenständiges medizinisches Fachgebiet. Sein Lehrbuch "Die Krankheiten des Auges für practische Ärzte" galt weltweit als Standardwerk; als erster beschrieb Arlt verschiedene Krankheitsbilder und entdeckte die sagittale Verlängerung des Augapfels als Ursache der Kurzsichtigkeit. Zudem führte er neue Operationsmethoden bei der Augapfelentfernung, bei Lidverwachsungen und bei der Entfernung der Linse ein und entwickelte neue Spezialoperationsbestecke für die Augenheilkunde. {BN#17424} (mehr)

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Arlt, Ferdinand Rt. von, Mediziner (1812-1887). Schuldschein mit eigenh. U. Wien, 20. X. 1892. 6¾ SS. auf 4 Bll. Folio. Mit Rundsiegel, mehreren Stempel-, -marken und Gegezeichnungen.

€ 120

Bestätigung über den Erhalt von 6000 Gulden österreichischer Währung von Georg Roch und kontraktliche Verpflichtung, "dieses Darlehen vom Zuzälungsbetrage [!] ab mit [...] 5 % jährlich zu verzinsen, das Capital selbst aber nach vorausgegangener, beiden Theilen jeder Zeit freistehenden, halbjährigen Aufkündigung, hier in Wien an den Herrn Gläubiger zurückzuza[h]len [...]". - Arlt war nach seiner Promotion Assistent von Johann Nepomuk Fischer und übernahm 1849 dessen Lehrstuhl. 1856 folgte er einem Ruf als o. Prof. der Ophthalmologie nach Wien, wo er bis zu seiner Emeritierung 1883 die Augenklinik leitete. Arlt nutzte pathologische, physiologische und histologische Erkenntnisse für die Augenheilkunde und war einer ihrer Begründer als eigenständiges medizinisches Fachgebiet. Sein Lehrbuch "Die Krankheiten des Auges für practische Ärzte" galt weltweit als Standardwerk; als erster beschrieb Arlt verschiedene Krankheitsbilder und entdeckte die sagittale Verlängerung des Augapfels als Ursache der Kurzsichtigkeit. Zudem führte er neue Operationsmethoden bei der Augapfelentfernung, bei Lidverwachsungen und bei der Entfernung der Linse ein und entwickelte neue Spezialoperationsbestecke für die Augenheilkunde. {BN#17425} (mehr)

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Ballin, Samuel Jakob, Mediziner (1802-1866). Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 3. XII. 1831. 1 S. Qu.-8vo.

€ 90

Adressat der wohl einem Gästebuch entstammenden Widmung ist vermutlich der Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84). - Langjähriges Mitglied im königlichen Sanitätskollegium, wurde Ballin "namentlich bekannt durch seine Studien über asiatische Cholera, welche Krankheit er nach königlichem Befehl im Auslande im Jahre 1831-1832 untersuchte" (Hirsch I, 272). - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9470} (mehr)

In meine Auswahl

Ballingall, George, Mediziner (1780-1855). 3 eigenh. Briefe und 1 eh. Albumblatt mit U. Edinburgh und Wien, 1828-1843. Zusammen 10½ SS. Gr.-8vo. 2 Br. mit eh. Adresse.

€ 250

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "I take the liberty of recommending to your kind attention Dr. Philip, a young friend and pupil of mine who professes to spend some time in Vienna and in whom I feel much interested [...]" (Br. v. 20. V. 1828). - Ballingall war Professor für Militärchirurgie in Edinburgh und wurde mit dem Titel "Chirurg der Königin" augezeichnet. "Hochgeachtet und geehrt starb er [...] auf seiner Besitzung [...]" (Hirsch I, 273). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9472} (mehr)

In meine Auswahl

[Ballonfahrt]. 5 Originalphotographien (bez. A. P. Huber) mit Darstellung von Ballonfahrten von Angehörigen des Kaiserhauses. Wien, 1901. Je 21,3:14,3 cm (Bildgröße) auf Untersatzkarton (21:28,2 cm). Hoch- bzw. Querformate.

€ 750

Zwei der dekorativen Aufnahmen zeigen Erzherzog Leopold Salvator (1863-1931) samt Gattin Blanka von Bourbon-Kastilien (1868-1949) und Kindern; drei andere im selben Jahr nur zu anderer Gelegenheit entstandene Aufnahmen aus dem Haus des k. k. Hofphotographen Anton Paul Huber zeigen Blanka und ihre Kinder mit Erzherzog Eugen (1863-1954). - Erzherzog Leopold Salvator betätigte sich seit der Jahrhundertwende als Ballonflieger ?und nahm regen Anteil an der Entwicklung der Luftschiffahrt? (Hamann, Habsburger, 261). Als Techniker und Erfinder durch seine Erfindungen (etwa der als ?Daimler-Salvator? bekannt gewordene Vierradantrieb für Zugwagen) reich geworden, lebte er nach dem Ende der Monarchie in Barcelona und kehrte ein Jahr vor seinem Tod nach Wien zurück. - Anton Paul Huber eröffnete 1881 sein erstes Atelier, dem nach 1880 noch einige Filialen folgen sollten. Seit 1898 mit dem Titel eines Hofphotographen ausgezeichnet, wurde er bekannt als Photograph von Manövern und militärischen Veranstaltungen. Vgl. Koschatzky, Geschichte der Fotografie in Österreich II, 130. - Im weißen Rand etwas angestaubt, sonst tadellos erhalten. {BN#4372} (mehr)

In meine Auswahl

Bang, Oluf Sundt, Mediziner (1788-1877). Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. VI. 1839. 1 S. Qu.-kl.8vo.

€ 180

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84). - Als "Nestor der dänischen Ärzte" geltend, bekeidete Bang im Laufe seiner Karriere unzählige medizinische Ämter. "Seine Menschenliebe, Humanität, Rechtschaffenheit und ehrlichen Fortschrittsbestrebungen wurden von Allen anerkannt [...]" (Hirsch I, 281). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9473} (mehr)

In meine Auswahl

Barb, Heinrich, Sprachforscher und Direktor der k.k. Orientalischen Akademie in Wien (D. n. b.). Brief mit eigenh. U. Wien, 8. X. 1878. 1 S. Gr.-4to.

€ 120

Seltenes Schriftzeugnis des Sprachforschers, unter dessen Ägide 1851 eine k.k. Öffentliche Lehranstalt für orientalische Sprachen in Wien etabliert wurde, die sich auf die modernen Sprachformen des Arabischen, Persischen und Osmanisch-Türkischen spezialisierte und bis 1948 existierte: "Auf die unter dem 4. dM. an mich gerichtete gefällige Anfrage beehre ich mich zu erwidern, daß ich mich gerne bereit finde, den im Vorjahr ausgefallenen Vortrag über Sprachenverwandtschaft im Laufe der kommenden Wintersaison, und zwar im Monathe Feber zu halten [...]". - Der ehemalige Diplomat und Weltreisende Doblhoff-Dier gründete 1876 den "Wissenschaftlichen Klub", widmete sich in Lausanne archäologischen Studien und war Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde an. Seit 1899 wieder in Wien, wurde er Bibliothekar der Geographischen Gesellschaft. - Mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und einigen Vermerken von alter Hand. {BN#20271} (mehr)

In meine Auswahl

Barnard, Christiaan, Herzchirurg (1922-2001). Ms. Brief mit eigenh. U. Cape Town, 13. VIII. 1971. 1 S. 4to. Mit ms. Adresse (Faltbrief).

€ 90

An einen Sammler: "[...] I think the best piece of literature ever written is the Bible and therefore would like to quote the following passage: 'Blessed are the poor in spirit: for theirs is the kingdom of heaven. Blessed are they that mourn: for they shall be comforted. Blessed are the meek: for they shall inherit the earth [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der University of Capetown; mit kleinen Randläsuren. {BN#24850} (mehr)

In meine Auswahl

Bartal, Georg, Historiograph und Jurist (1785-1865). Eigenh. Brief mit U. Padd [?], 20. III. 1861. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse.

€ 75

In ungarischer Sprache betr. den ?Pester Lloyd? an Mor Rath. - Der in Czalloköz geborene Rechtsgelehrte veröffentlichte u. a. einen Kommentar zur mittelalterlichen Rechtsgeschichte Ungarns (??Georgii Bartal de Belcháza Commentariorum ad historiam status jurisque publici Hungariae aevi medii?, 1827). Vgl. DBA I 56,167. - Mit gänzlich erhaltenem Siegel und kl. Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung). {BN#4869} (mehr)

In meine Auswahl

Barth von Barthenau, Ludwig, Chemiker (1839-1890). 2 eigenh. Briefe mit U. Innsbruck, 1864 und 1865. Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo.

€ 140

An Karl Sonklar von Innstädten: ?Was zunächst den Antrag des Alpenvereines in Betreff unserer Stubaier Arbeit anlangt den zu übermitteln Sie so freundlich waren, so habe ich selbstverständlich sogleich an Dr. Pfaundler darüber berichtet [...] Was nun die versprochenen Pflanzen betrifft, so muß ich mich allerdings wieder entschuldigen aber doch hoffe abermals mit triftigen Gründen. Bei Durchsicht meines Herbars zeigte es sich daß nur ein paar Exemplare der v. Ihnen bezeichneten Species zum Verschicken tauglich gewesen wären [...]? (Br. v. 13. XII. 1864). - Barth von Barthenau hatte 1859 sein bei Justus von Liebig und Max von Pettenkofer in München begonnenes Studium der Chemie unterbrochen, um als Freiwilliger der Akademischen Legion in Norditalien zu kämpfen. 1860 in Innsbruck promoviert und als Universitätsassistent tätig, zog er 1866 gegen Preußen erneut ins Feld. Im Jahr darauf als Professor für Chemie an die Universität Innsbruck berufen, ging er 1876 nach Wien, war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und des Obersten Sanitätsrats. Zu den Begründern der ?Monatshefte für Chemie? zählend, befaßte er sich besonders mit den Benzolderivaten, erforschte die Einwirkung der Kalischmelze auf organische Substanzen und entdeckte das Resorzin. Mit Leopold Pfaundler von Hadermur hatte er 1865 die erwähnte ?Die Stubaier Gebirgsgruppe? verfaßt. Vgl. Öst. Lex. I, 87. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#7228} (mehr)

In meine Auswahl

Bauer, Wilhelm, Historiker (1877-1953). Ms. Postkarte mit eigenh. U. Linz, 28. XII. 1947. ½ S. Qu.-8vo.

€ 35

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: ?Möge uns allen ein gesegnetes 1948 erblühen [...]?. - Wilhelm Bauer war seit 1917 außerordentlicher, seit 1930 o.Prof. für Allgemeine Neuere Geschichte und gehörte seit 1931 der Wiener Akademie der Wissenschaften an. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählten vor allem Probleme der Kulturgeschichte und die Entwicklung der Publizistik; 1930 erschien ?Die öffentliche Meinung in der Weltgeschichte?. Von 1920-45 war er Redakteur der ?Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung?. Vgl. Öst. Lex. I, 88. - Die Adreßseite der Karte mit Namensstempel. {BN#7363} (mehr)

In meine Auswahl

Beccaria, Cesare di, Rechtsphilosoph (1738-1794). Schriftstück mit eigenh. U. O. O., 9. V. 1785. ¾ S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 2.000

An den Grafen Conti: "Gli stampatori [?] hanno presentato la note delle [?] che rilevano la somme di £>3 S.11; Come [?] dagli annessi originali [?], affinché voglia compiacerli farli riconoscenza e a norma del contratto visto il nome Bernacco, [?] l'importanza e far comprendere nel [?]". {BN#18206} (mehr)

In meine Auswahl

Becker, Anton, Geograph und Lehrerbildner (1868-1955).30 Eigenh. Briefkarte mit U. [Wien], 24. X. 1949. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 30

An Josef Wesely: "[?] Ihre liebenswürdigen Glückwünsche zu meinem 81. Geburtstage kann ich erst heute mit dem herzlichsten Dank beantworten, da Ihre schöne Karte durch einen Zufall bei der Postzustellung in eine Zeitschrift eingeschoben wurde; erst gestern bin ich zu meinem größten Erstaunen auf die Karte gestoßen [?]. - Der um die Methodik des Geographieunterrichts verdiente Anton Becker war von 1913 bis 22 Landesschulinspektor für Wien und Niederösterreich und von 1930 bis 55 Präsident des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich. Becker verfaßte landeskundliche Arbeiten vor allem über Niederösterreich. {BN#18708} (mehr)

In meine Auswahl

Becquerel, Henri, Physiker und Nobelpreisträger (1852-1908). Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen. O. O., 25. X. 1903. 1 S. Visitkartenformat.

€ 480

An den Physiker und Direktor des Berliner Königlichen Physikalischen Instituts Emil Warburg (1846-1931) und Gattin: "Mr & Mme Henri Becquerel adressent à Mr et à Madame Warburg leurs meilleurs voeux, et tiennent à leur redire combien ils ont été charmés de les revoir cet automne à Méran". - Leicht gebräunt, sonst wohlerhalten. {BN#22128} (mehr)

In meine Auswahl

Behm, Johann, Theologe (1687-1753). Eigenh. Albumblatt mit U. Königsberg, 3. I. 1737. 1 S. Qu.-8vo.

€ 650

"Fide Dei; fallit spes hominum, quamvis optima". - Johann Behm war Professor der Theologie und Griechisch in Königsberg sowie Oberaufseher der königlichen Bibliothek daselbst. - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blattrand. {BN#20420} (mehr)

In meine Auswahl

Beitzke, Hermann, Anatom (1875-1953). Eigenh. Postkarte mit U. Graz, 23. VI. 1947. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 25

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Beitzke war Professor für allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie an der Universität Graz und beschäftigte sich vor allem mit der Pathologie der Infektionskrankheiten. Auch war Mitherausgeber der ?Ergebnisse der gesamten Tuberkuloseforschung? und veröffentlichte u. a. eine ?Pathologisch-anatomische Diagnostik? (1926). {BN#8114} (mehr)

In meine Auswahl

[Bell, Alexander Graham, Erfinder (1847-1922)]. - Brockett, Paul, Bibliothekar und Bibliograph (1872-1946). Ms. Brief mit U. und 3zlg. eigenh. Nachschrift. Washington, DC, 16. VII. 1920. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Dabei: 7 Photostatkopien, davon 6 negativ (4to) und eine positiv (Folio). Zahlreiche Beilagen.

€ 1.000

Hübsche Materialsammlung zu Alexander Graham Bells Konstruktionsversuchen an Tragflügelbooten und Flugmaschinen in seinen letzten Lebensjahren, nämlich der Zeit des Ersten Weltkriegs und unmittelbar danach. Brockett schreibt an Bell: "The fact that I have not written to you does not mean that I have not been going ahead with the search for the material relating to the boats in which you are interested. I am going through some of the older series of 'Revista Marittima' and publications of a similar class, keeping a careful list of what I am doing, as suggested by you. Just to be sure that I am correct as to the size of the copy, I am sending you a few photostat copies which I have had made. It seems to me that it would have been much better to have the black on white as we agreed upon before you left. Another thing, as to bringing these things together, would you like to have me send them on or was it your intention that I should retain them here [...]". - Eh. Nachschrift zu den Reproduktionsgebühren: "The black on white will be the same price as this - 25 cents a sheet". Paul Brockett, von 1914 bis 1925 "assistant librarian" der Smithsonian Institution (nach der Hausnomenklatur de facto der Bibliotheksdirektor), ist vor allem bekannt durch sein Standardwerk, die "Bibliography of Aeronautics". - Neben den im Brief erwähnten Photostatkopien liegen bei: 2 ms. Abschriften aus Bells "Home Notes", seiner zuletzt 135bändigen Memorandasammlung: "A Hydroplane Submarine Chaser" (5. II. 1917; 3 Bll. sowie 4.-5. IV. 1917, 6 Bll. 4to). Die Memoranda erschienen im "Beinn Breagh Recorder" (Bd. XXI, SS. 95ff. und 175ff.), Bells in nur 21 Exemplaren selbstaufgelegtem Hausperiodikum. - Typoskriptdurchschlag "Secret and Confidential Report on the Graham Bell 'Hydroplane'" (21 Bll. Folio). - Typoskriptdurchschlag "Report on Experiments with the HD-4 with Liberty Motors. Made 1919 Sept. 26 by Alexander Graham Bell" (4 Bll. Gr.-4to). - Separatabdruck aus dem "Smithsonian Report for 1919": Nutting, William Washington, "The 'HD-4'. A 70-Miler With Remarkable Possibilities Developed at Dr. Graham Bell's Laboratories on the Bras d'Or Lakes". Washington, 1921. (2), 205-210 SS. Mit 9 Tafeln. Originalbroschur. 8vo. - Bleistift-Kurvenbild (von Bells Hand?) auf Milimeterpapier, den steigenden Treibstoffverbrauch bei steigender Drehzahl darstellend. - Bell, dem meist die Erfindung des Telefons zugeschrieben wird, war auch ein Pionier beim Bau von Tragflächenbooten. Schon 1908 unternahm er erste entsprechende Versuche; 1915 entstand sein erfolgreichstes Modell: die HD-4, mit der er am 9. September 1919 die Geschwindigkeit von 114 km/h erreichte - ein Rekord, der zehn Jahre lang unangefochten bleiben sollte. {BN#21526} (mehr)

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Bell, Quentin, Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Maler, Keramiker und Schriftsteller (1910-1996). Ms. Brief mit eigenh. U. Beddingham (Sussex), 16. III. 1978. ½ S. 8vo. Mit ms. adr. Kuvert.

€ 150

An einen Sammler: "[...] I have received a number of letters asking me to send signed biographies of Virginia Woolf to the writers or their friends, and I have had to make it a rule to excuse myself from these demands [...]". - Der Neffe von Virginia Woolf lehrte Kunstgeschichte am King's College, University of Durham, und in Oxford und war Verfasser einer mehrfach ausgezeichneten Biographie über seine Tante. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#24774} (mehr)

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Bergmann, Friedrich, Jurist (1785-1854). Eigenh. Zeugnis mit U. Göttingen, 3. VIII. 1813. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 180

?Herr Franz von Buchholz hat im vorletzten Winter meinen Vorlesungen über das deutsche Privat- und Lehen-Recht mit dem musterhaftesten Fleiße und der rühmlichsten Aufmerksamkeit beigewohnt. Mit Vergnügen ertheile ich demselben dieses Zeugnis [...]?. - Der aus Hannover stammende Jurist war seit 1811 als Professor der Rechte in Göttingen tätig; 1841 wurde er Mitglied des Staatsrats und 1844 Ordinarius des Spruchkollegiums. Sein Hauptwerk ist der 1827 erschienene ?Grundriß einer Theorie des deutschen Civilprozesses? (1827). Vgl. DBA I 86, 421-434. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#4819} (mehr)

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Bergmann, Joseph Rt. von, Historiker, Philologe und Numismatiker (1796-1872). Eigenh. Brief mit U. ("Bergmann"). O. O., 8. I. 1836. 1½ SS. 8vo.

€ 120

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich habe die Ehre, Ihnen nach dem Schlusse des mir unvergeßlichen Jahres 1835, das mich so schwer heimsuchte, meinen wärmsten, schuldigsten Dank für Ihre mir bewiesene Mühe u. Sorgfalt zu sagen, u. bitte mich u. die Meinigen auch zukünftig Ihrem Rathe u. Ihrer Hülfe empfohlen seyn zu lassen [...]". - Nach kurzer Tätigkeit als Gymnasiallehrer in Cilli wurde Bergmann 1828 Kustos am Münz- und Antiken-Kabinett der Ambraser Sammlung in Wien, dem er seit 1863 als Direktor vorstand. Von 1831-44 auch Geschichts- und Lateinlehrer der Söhne des Erzherzogs Albrecht, befaßte er sich hauptsächlich mit historischen und numismatischen Studien und verfaßte u. a. eine "Darstellung mehrerer Systeme für Anordnung von Sammlungen von Münzen" (1865). Versiert in heimatkundlicher Forschung, gilt Bergmann als Begründer einer quellenkritischen und methodisch einwandfreien Vorarlberger Landesgeschichtsschreibung. - Papierbedingt etwas gebräunt. {BN#20681} (mehr)

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Bernatzik, Hugo, Ethnologe und Schriftsteller (1897-1953). Ms. Postkarte mit eigenh. U. Wien, 28. III. 1938. 1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse.

€ 60

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Bernatzik unternahm zahlreiche Forschungsreisen nach Hinterindien, in die Südsee und nach Afrika. "Bekannt wurde er durch die Berichte und Photographien von seinen Reisen. Mit seiner Forderung, den Kolonisationsprozeß unter Berücksichtigung und Einbeziehung völkerkundlicher Erkenntnisse zu vollziehen, gilt er als Begründer der sogenannten angewandten Ethnologie" (DBE). Er veröffentlichte u. a. "Afrika. Handbuch der angewandten Völkerkunde" (1944). {BN#19186} (mehr)

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Biehl, Karl, Mediziner (geb. 1869). Gedr. Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. O. O. u. D. 2 SS. 6,6:10,8 cm.

€ 40

Betrifft das Zusammentreffen eines Consiliums. - Karl Biehl habilitierte sich 1902 in Wien für Ohrenheilkunde; seine Arbeiten behandeln vor allem die Physiologie des Vestibularapparates. Vgl. Fischer (Hrsg.), Biogr. Lex. d. hervorragenden Ärzte d. letzten fünfzig Jahre; zit. in. DBA II 121, 290. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6307} (mehr)

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Bieling, Richard, Mediziner (1888-1967). Ms. Briefdurchschlag mit eigenh. U. Wien, 18. XII. 1957. 1 S. Qu.-8vo.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Mit der höflichen Bitte, dies anzuschlagen. Ich möchte Sie dabei darauf hinweisen, daß das Colloquium, das ich versuchsweise angekündigt habe, auch für jüngere Ärzte in den Instituten und Kliniken von Interesse sein könnte [...]". - Richard Bieling war wissenschaftlicher Mitarbeiter, später auch Leiter der Serumabteilung der Behring-Werke Frankfurt a. M. Nach seiner Habilitation für Hygiene wurde er zum a.o. Professor ernannt und hielt Vorlesungen in Frankfurt und Marburg. Von 1940 bis 44 im Sanitätsdienst tätig, wurde er 1951 Professor der Hygiene an der Universität Wien. "Seine Forschungen galten hauptsächlich den Infektionskrankheiten und ihrer Bekämpfung, der Immunitätslehre und der Chemotherapie" (DBE). - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17297} (mehr)

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Bier, August, Chirurg (1861-1949). Eigenh. Briefkarte mit U. ("ABier"). Berlin, 24. XI. 1924. 2 SS. Qu.-8vo.

€ 300

An eine namentlich nicht genannte Dame: "Zu dem schweren Verlust, den Sie und die deutsche Wissenschaft durch den Tod Ihres Herrn Gemahls erlitten haben, spreche ich Ihnen und den Ihrigen mein herzlichstes Beileid aus [...]". - August Bier lehrte nach Stationen in Kiel, Greifswald und Bonn von 1907 bis 1932 an der Universität Berlin und war dort Leiter der Chirurgischen Klinik. Als "einer der führenden Chirurgen seiner Zeit, machte [er] sich um die Behandlung von Amputationsstümpfen verdient, führte die Behandlung mit künstlicher Hyperämie ('Hyperämie als Heilmittel', 1903) sowie die Rückenmarkanästhesie (Biersche Lumbalanästhesie) ein und setzte sich für die Homöopathie ein. 1920 wurde er Gründungsrektor der Deutschen Hochschule für Leibesübungen" (DBE). Zu Biers zahlreichen Veröffentlichungen gehören u. a. "Harmonisches System der Heilkunde" (1929), "Neuere Gesichtspunkte in der Vererbung" (1938), "Die Seele" (1939), und "Homöopathie und harmonische Ordnung der Heilkunde" (1939, mit Oswald Schlegel). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#23213} (mehr)

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Bischko, Johannes, Chirurg (geb. 1922). 3 eigenh. Billets und 1 eh. Brief mit U. Wien, 1985-89. Zusammen 4 SS. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert.

€ 100

An die Damen (Gertrude) Zach und Unterer mit besten Wünschen zu Weihnachten bzw. Ostern. - Johannes Bischko war Leiter des 1972 Ludwig Boltzmann-Instituts für Akupunktur in Wien und zählt zu den Pionieren der Akupunktur in Europa. - Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#7005} (mehr)

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Bischoff von Altenstern, Ignaz Rudolf, Mediziner (1784-1850). 4 eigenh. Briefe mit U. Wien u. a. O., 1844-1849 Zusammen 4½ SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse.

€ 280

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) betreffs der Zusendung von Vivenots jüngster Arbeit, der Weiterleitung derselben an G. Nadherny in Prag und der Vereinbarung zu einer Verabredung ?zu einem Consilium bei einer Dame aus der Walachei? (Br. v. 5. VI. o. J.). - Seit 1813 als Professor an der Universität Prag tätig, beteiligte sich Bischoff an der Bekämpfung der Typhusepidemie von 1813 und setzte sich für die Verbreitung der Kuhpockenimpfung ein. Seit 1825 lehrte er an der Josephs-Akademie in Wien, deren Direktion er später übernahm. 1836 wurde er in den Adelsstand erhoben und 1847 zum obersten Feldarzt der österreichischen Armee ernannt. Bischoff veröffentlichte zahlreiche Monographien zu Infektionskrankheiten und das umfassende, vierbändige Werk ?Grundsätze der praktischen Heilkunde? (1823-25). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Beiliegend ein Brief des erwähnten G. Nadherny an Bischoff (Prag, 14. VIII. 1849. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo). - Der Brief vom 22. VIII. 1849 mit kl. Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9480} (mehr)

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Bloch, Karola, Architektin (1905-1994). Eigenh. Postkarte mit U. Tübingen, 23. VII. 1988. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 50

An Erika Pick, Akademie der Künste der DDR, der sie die Zustimmung ?zum Abdruck des Briefwechsels Ernst Bloch-Wieland Herzfelde? erteilt. - Ernst Bloch hatte 1944 zusammen mit Wieland Herzfelde u. a. in New York den Aurora-Verlag gegründet (vgl. Sternfeld/Tiedemann S. 60f.). Zur Publikation des Briefwechsels kam es, wohl bedingt duch die deutsche Wiedervereinigung im darauffolgenden Jahr, nicht; der Band erschien erst 2001 (Jürgen Jahn (Hrsg.): E. Bloch/W. Herzfelde: "Wir haben das Leben wieder vor uns". Briefwechsel 1938-1949. Frankfurt a.M., Suhrkamp, 2001). {BN#3580} (mehr)

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Bock, Fritz, Politiker (1911-1993). Ms. Brief mit eigenh. U. O. O., 17. III. 1950. 1 S. 4to.

€ 20

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Endlich wieder ein wenig beweglicher benütze ich die erste Gelegenheit, um Ihnen auf diesem Wege nochmals meinen besten Dank für Ihre Bemühungen anlässlich meiner Operation auszusprechen. Irgend ein besonderes Lob auszusprechen hiesse Eulen nach Athen tragen und so unterlasse ich es, obwohl es mir vom Herzen käme. Es wird Sie aber gewiss freuen zu hören, dass auch der gesamte Betrieb Ihrer Klinik, Ärzte, Krankenschwestern, Behandlung, Verpflegung usw. usw. über jedes Lob erhaben sind. Ich könnte allen und allem nur das beste Zeugnis ausstellen [...]". - Fritz Bock war 1945 einer der Mitbegründer der ÖVP, gehörte der ersten Bundesparteileitung an, war Geschäftsführer des ÖVP-Generalsekretariats und Generalsekretär des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes. 1952 wurde er Staatssekretär im Ministerium für Handel- und Wiederaufbau, später im Finanzministerium und war von 1956 bis 68 als Bundesminister für Handel und Wiederaufbau, von 1966-68 auch als Vizekanzler tätig. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - Beiliegend der ms. Durchschlag von Schönbauers Antwortschreiben. {BN#17267} (mehr)

In meine Auswahl

Bodoni, Giambattista, Drucker und Schriftschneider (1740-1813). Eigenh. Brief mit U. Parma, 31. VIII. 1779. 2 SS. 4to.

€ 3.500

Schöner und inhaltsreicher Brief des berühmten Druckers an den Herzog von Parma, dem er Bericht über den Fortgang der Arbeiten in der Herzogl. Druckerei erstattet: Mr. Barbier, einen in polnischem Dienst stehenden französischen Beamten, habe er empfangen; wegen der vielen Arbeit der vergangenen Wochen sei es nicht möglich gewesen, mit der 'Mineralogia Siciliana' zu beginnen ("non é stato possibile di far dare cominciamento alla Mineralogia Siciliana"), die Dissertation des Conte Rezzonico hoffe er aber im Laufe der nächsten Woche fertigstellen zu können. Für das Werk des Herzogs könne er die neuen Schrifttypen gut gebrauchen, und aus diesem Grund wolle er diesem eine Probe zukommen lassen (womit wohl die Festschrift zur Taufe des Prinzen Ludovico - De Lama II, 8/9 - gemeint ist). - Giambattista Bodoni leitete seit 1768 die Herzogliche Druckerei in Parma, die er zu weltweitem Ansehen führte. {BN#3016} (mehr)

In meine Auswahl

Bohatta, Hanns, Bibliothekar und Bibliograph (1864-1947). Eigenh. Brief mit U. und eh. Briefkarte mit Namenszug. Wien, 12. VII. 1947. Zusammen 2 SS. 8vo. bzw- 7,2:12,9 cm.

€ 140

An Dr. Täuber, damaligen Geschäftsführer des Wiener Antiquariats Gilhofer: ?Da ich noch immer am Ausgehen ziemlich behindert bin, erlaube ich mir einen schriftlichen Bericht über meine Arbeiten zu übersenden: I: Buchkunde: Verzeichnis der Illustrationen liegt bei. Ein ausführlicher Index ist fertig, nur die Seitenzahlen sind noch beizufügen [...]?. - Geboren in Wien, war Hanns Bohatta bis zu seiner Pensionierung an der Universitätsbibliothek und nebenamtlich als Bibliothekar der Fürstlich Liechtensteinischen Bibliothek sowie seit 1928 als Dozent für Buch- und Bibliothekswesen tätig. Zu seinem wissenschaftlichen Werk zählen u. a. ein Anonymenlexion (7 Bde., 1902-28) sowie ein Pseudonymenlexikon, mit welch beiden er ?zur Erforschung unbekannter literarischer oder kulturhistorischer Erscheinungen einen bedeutenden Beitrag geleistet [hat]? (CzeikeI, 414). Zudem ist ihm der erste Schlagwortkatalog des deutschen Sprachgebietes, den er für die UB Wien erstellt hat, zu verdanken. Vgl auch Öst. Lex. I, 135. {BN#4565} (mehr)

In meine Auswahl

Boltz, Theodor, Bürgermeister von Königsberg (1680-1764). Eigenh. Albumblatt mit U. Königsberg, 8. XII. 1736. 1 S. Qu.-8vo.

€ 800

"Nos patriam fugimus" (Vergil) und einige Zeilen Widmung . - Theodor Boltz war Mitglied der juristischen Fakultät und später auch Rektor. - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspuren am unteren Blattrand. {BN#20422} (mehr)

In meine Auswahl

Boltzmann, Ludwig, Physiker und Philosoph (1844-1906). Eigenh. Brief mit U. Graz, 25. V. 1885. 1 S. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 2.500

An den Altphilologen Wilhelm von Hartel (1839-1907), der ihm seine Wahl zum wirklichen Mitglied der kaiserlichen Akademie in Wien mitgeteilt hatte: "Meinen herzlichsten Dank für Ihr freundliches Telegramm, welches die erste Nachricht bildete, die ich von meiner Wahl erhielt. Ich bekam es schon 2½ Uhr und da, wie ich glaube, die Sitzung erst 1½ Uhr begann, so begreife ich fast gar nicht, wie ich so schnell Nachricht haben konnte. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen, daß es mich sehr erfreut, daß Sie Sich so freundlich meiner erinnern [...]". - Von größter Seltenheit. - Papierbedingt etwas gebräunt, sonst sehr wohlerhalten. {BN#21397} (mehr)

In meine Auswahl

Bonitz, Hermann, Philologe und Pädagoge (1814-1888). Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. X. 1858 [?]. 1 S. Gr.-4to.

€ 100

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ersuchen, "der gestrigen gütigen Zusage gemäß, das Packet [!] dem Amtsdiener, der diese Zeilen überbringt, übergeben zu wollen; es wird auf diesem Wege sicher in meine Hände gelangen [...]". - Seit 1849 als Professor der Altphilologie an der Universität Wien tätig, gründete Bonitz das Philologische Seminar und erarbeitete gemeinsam mit Franz Exner die Schrift "Organisation der Gymnasien und Realschulen in Österreich" (1849), die 1854 vom Unterrichtsminister definitiv angenommen wurde. Der Begründer der "Zeitschrift für die österreichischen Gymnasien" kehrte 1867 als Direktor des Gymnasiums zum Grauen Kloster nach Berlin zurück und schuf als Vortragender Rat im preußischen Unterrichtsministerium (seit 1875) die Lehrpläne und Prüfungsordnung für die höheren Schulen in Preußen von 1882. Als Altphilologe trat er vor allem mit Arbeiten zu Platon und Aristoteles hervor (u. a. "Index Aristotelicus", 1870). Vgl. Öst. Lex. I, 138 und Czeike I, 423. - Mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und einigen Vermerken von alter Hand. {BN#20273} (mehr)

In meine Auswahl

Bopp, Franz, Sprachforscher (1791-1867). Eigenh. Brief mit U. O. O., 02.04.1843. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse.

€ 280

An Justizrat Büchner: ?[...] kam gestern nicht, weil die Sache [...] war und [...] wegen seiner Theilnahme an der [...]zeitung ein hartnäckiges Schweigen. Ich will heute Nachmittag schreiben und ihn dringend auffordern. Es wäre mir sehr lieb, wenn Du mir bis [am] Nachmittag ein Briefchen an ihn zum Einlegen senden wolltest, worin Du ihn gleichfalls dringend auffordertest, zu antworten und Theil zu nehmen [...]?. - Der Begründer der vergleichenden Sprachwissenschaft war seit 1825 Professor der orientalischen Literatur und der allgemeinen Sprachkunde in Berlin. - Das bis auf die Adresse leere Blatt lose und auf Untersatzkarton montiert. {BN#3800} (mehr)

In meine Auswahl

Born, Max, Physiker (1882-1970). Ms. Postkarte mit eigenh. U. Bad Pyrmont, 11. IV. 1968. 1 S. Qu.-8vo.

€ 250

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: ?Ich kann mich aber bei meinen 85 Jahren gar nicht mehr erinnern, woher Sie mich kennen. Jedenfalls danke ich Ihnen herzlich und bitte Sie, in Zukunft Abstand zu nehmen, mir zu schreiben, weil ich doch nicht antworten kann [...]?. - Dem großen Physiker wurde 1954 gemeinsam mit Walter Bothe der Nobelpreis "für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion" verliehen. Von Albert Einstein, der mit Born befreundet war, wurde dessen Leistung in Bezug auf die Quantentheorie jedoch nicht anerkannt. Gleich Einstein aber nutzte Born die mit dem Preis einhergehende Popularität zu öffentlichem Engagement gegen das Wettrüsten und andere Narreteien der Zeit. {BN#7387} (mehr)

In meine Auswahl

Brandweiner, Heinrich, Kirchen- und Völkerrechtler (1910-1997). 2 gedr. Visitkarten mit eigenh. Grußzeile und U. Graz, 1962 und 1963. Zusammen 2 SS. Mit 2 eh. adr. Kuverts.

€ 30

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche. - Heinrich Brandweiner wurde 1948 Universitätsprofessor in Graz, zeitweise vom Dienst suspendiert, 1967 dann vorzeitig pensioniert. Wegen seines Engagements für den KPÖ-nahen österreichischen Friedensrat - dessen Vorsitz er von 1953 bis 60 innehatte - war er während des Kalten Kriegs mehrfach in Disziplinar- und Strafverfahren involviert. Vgl. Öst. Lex. I, 142. {BN#8081} (mehr)

In meine Auswahl

Brandweiner, Heinrich, Kirchen- und Völkerrechtler (1910-1997). Eigenh. Briefkarte mit U. [Graz], 9. I. 1966. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 50

An Josef Wesely mit "herzlichen Wünschen und aufrichtigem Dank". - Heinrich Brandweiner wurde 1948 Universitätsprofessor in Graz, zeitweise vom Dienst suspendiert, 1967 dann vorzeitig pensioniert. Wegen seines Engagements für den KPÖ-nahen österreichischen Friedensrat - dessen Vorsitz er von 1953 bis 60 innehatte - war er während des Kalten Kriegs mehrfach in Disziplinar- und Strafverfahren involviert. Vgl. Öst. Lex. I, 142. {BN#19687} (mehr)

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Braun, Christian Renatus, Jurist (1714-1782 od. 1792). Eigenh. Albumblatt mit U. Königsberg, 5. I. 1737. 1 S. Qu.-8vo.

€ 1.800

"Fide Deo. Dic sape preces. Peccare caveto. Sis humilis. Pacem dilige. Magna fuge. Multa audi. Dic pauca. Secreta taceto [...]". - Christian Braun war später Professor der Rechte in Königsberg; Immanuel Kant widmete ihm seinen Denkvers V ("Was giebt den Leitstern in der Rechte Dunkelheit, | Ist's Wissen, oder mehr des Herzens Redlichkeit? [...]"). - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspuren am unteren Blattrand. {BN#20423} (mehr)

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Braun, Wernher von, Raketenkonstrukteur (1912-1977). Portraitphotographie (Reproduktion) mit eigenh. U. O. O. u. D., [1973]. 254:204 mm.

€ 250

Portrait im ¾-Profil in Farbe. {BN#24944} (mehr)

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Braun-Fernwald, Carl von, Gynäkologe (1822-1891). Eigenh. Unterschrift auf Rezeptvordruck. O. O. u. D., [nach 1877). 1 S. Qu.-8vo.

€ 50

Carl Rudolf Ritter von Braun-Fernwald erwarb sich besondere Verdienst um die praktische Geburtshilfe durch Entwicklung neuer Methoden und Instrumente; er trennte die Gynäkologie als eigenes Fach von der Chirurgie und war maßgeblich an der Einrichtung und am Ausbau der Heil- und Lehrstätte für Gynäkologie und Geburtshilfe beteiligt. 1857 erschien sein "Lehrbuch der Geburtshilfe"; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben und erhielt 1877 den Titel Hofrat. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#9125} (mehr)

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Breitenecker, Leopold, Gerichtsmediziner (1902-1981). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 21. II. 1975. ¾ S. 4to.

€ 40

An Heinz Hausner: "Wenn Sie einen Durchschlag Ihres Vortrages über 'Zukunftsaussichten' hätten, wäre ich Ihnen dankbar, denn der Mitteilung von Eisenstadt lag ein Vortragsbericht nicht bei, sondern nur eine kurze Inhaltsangabe [...]". - Leopold Breitenecker war seit 1959 Ordinarius und Vorstand des Instituts für gerichtliche Medizin Wien; sein zentrales Forschungsthema waren Gerichts- und Versicherungsmedizin sowie ärztliche Rechtskunde. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Rotary-Clubs. {BN#21082} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Ms. Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 10. I. 1950. ½ S. 4to.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Darf ich Dich mit einer Patientenbitte belästigen. Schon vor einiger Zeit hat mir Rudolf Kremslehner gesagt, er möchte sich wegen der Unterbringung eines Fritz Moser (anscheinend chronische Appendicitis) an Dich wenden. Ich sagte ihm, dass er sich dabei jederzeit auf mich berufen könne. Es scheint nun soweit zu sein, dass die Aufnahme fällig wird. Darf ich Dich herzlich bitten, diesem Falle Deine persönliche Geneigtheit zu widmen [...]". - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17419} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Billett mit eigenh. Grüßen und U. Innsbruck, Dezember 1952. 1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer mit einer Einladung zur Inauguration Breitners als Rector Magnificus der Universität Innsbruck f. d. Studienjahr 1952/53. - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung), mit bedr. Einlageblatt. - Beiliegend ein ms. Antworttelegramm Schönbauers. {BN#17285} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Eigenh. Nachricht. Innsbruck, 6. XII. 1952. 1 S. Qu.-8vo.

€ 70

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Es ist natürlich eine arge Zumutung -! Aber sie muß getan werden [...]". - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung), mit kl. Ausr. am linken oberen Rand und alt abgetrennter unterer Hälfte des Blattes. {BN#17284} (mehr)

In meine Auswahl

Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Eigenh. Postkarte mit U. Innsbruck, 16. VI. 1938. 1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse.

€ 50

An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. {BN#19775} (mehr)

In meine Auswahl

Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Gedr. Dankeskarte mit eigenh. Datum und U. Innsbruck, August 1952. 1 S. Qu.-8vo. Mit tls. eh. adr. Kuvert.

€ 40

An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. {BN#19681} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Gedr. Dankeskarte mit einigen eigenh. Anmerkungen und U. Innsbruck, Dezember 1932. 1 S. Qu.-8vo.

€ 50

An einen namentlich mit Dank für Glückwünsche zur Übernahme der Leitung der chirurgischen Klinik in Innsbruck. - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. {BN#20525} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Ms. Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 21. II. 1950. 1 S. Qu.-8vo.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer mit Dank "für Deinen inhaltsreichen Brief, den ich Sonntag nach meiner Rückkehr von Basel (klinischer Gastbesuch) vorfand [...] Nur eines: Nach Wien kann ich nicht kommen! (mündlich!) Ich kann daher, so leid es mir tut und so sehr mich Dein Vorschlag freut, die Festrede nicht übernehmen!" - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17417} (mehr)

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Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Ms. Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 29. XII. 1949. ½ S. 4to.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Es war bis heute unmöglich, mit voller Sicherheit Ort und Zeit der nächsten Tagung des Arbeitsausschusses festzulegen. Keineswegs kann die Tagung vor dem 11. und 12. Februar stattfinden. Wahrscheinlich nicht in Klagenfurt, sondern in Linz oder Salzburg [...]". - Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17418} (mehr)

In meine Auswahl

Breitner, Burghard, Mediziner und Schriftsteller (1884-1956). Bildpostkarte mit eigenh. U. verso. O. O. u. D. 1 S. 8vo.

€ 50

Breitner, Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928), war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen, wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den fünfziger Jahren war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl. - Die Bildseite mit einer Ansicht von Innsbruck. {BN#16789} (mehr)

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Brenner-Felsach, Ignaz von, Turkologe und Beamter (1772-1849). Eigenh. Brief mit U. sowie 3 eh. Quittungen mit U. Wien, 2.I.1813-26.IV.1819. Zusammen 4 SS. Cu.-8vo.

€ 200

Der Brief vom 2.I. 1813 an Ignatz Hortig in Budapest mit der Anweisung, eintausend Gulden an das ?hiesige Handelhaus der Hl[öblichen] Gebrüder Oeconomus gegen ihre Quittung zu verabfolgen [...]?. Diese bestätigen rückseitig, den genannten Betrag vom ?Zahlmeister bey der kk geheimen Hof und Staats Kanzley richtig erhalten? zu haben. - Der in Wien geborene Turkologe Brenner-F. trat 1787 in die 1754 gegründete Orientalische Akademie ein, ?schrieb ein türkisches Drama sowie ein tschagatisches Wörterbuch und diente als Palastdolmetscher in Konstantinopel? (DBE). Schriftstellerische Verdienste erwarb er sich mit den Auszügen ?Aus den Schriften des Türken Hassan? (1808) und dem ?Ausflug von Konstantinopel nach Brussa in Kleinasien im Jahre 1793? (1818). - Der Brief mit papiergedecktem Siegel. {BN#3505} (mehr)

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Brentano, Lujo, Nationalökonom (1844-1931). 8 eigenh. Briefe und 1 eh. Postkarte mit U. München und Prien am Chiemsee, 1919 bis 1922. Zusammen 10½ SS. auf 9 Bll. Meist Gr.-4to.

€ 950

Inhaltsreiche Korrespondenz mit Hermann Butzke in Berlin vom Komitee deutscher Freihändler: "In höflicher Beantwortung Ihres Briefes [...] erkläre ich meine Uebereinstimmung mit Ihrer Auffassung, dass nur der Freihandel uns die Millionenwerthe an Rohstoffen und Lebensmitteln verschaffen kann, die wir nöthig haben; und auch damit stimme ich überein, daß dies mit der Sozialisierung der dazu geeigneten Betriebe nicht in Widerspruch steht. Schon vor unserer Niederlage und vor der Revolution habe ich (im August und September 1918) Verhandlungen geführt um eine Freihandelsdelegation in Deutschland ins Leben zu rufen [...] Aber im Ganzen fehlte es unserem Bürgerthum in dieser Frage, wie in allen anderen, an der nöthigen Schneid, das was es für richtig hielt öffentlich zu behaupten [...]". - Der damalige Ministerpräsident Kurt Eisner, aber auch der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Eduard Bernstein seien "wenigstens freihändlerisch gesinnt" gewesen, "andere Sozialdemokraten, wie [Max] Schippel, sind verstockte Schutzzöllner" (a. d. Br. v. 2. II. 1919). - Auch die anderen Briefe Brentanos behandeln die Frage von Freihandel und Schutzzöllen, so schreibt er etwa unterm 16. Februar 1921, daß er "den Augenblick nicht für sehr günstig für eine Freinhandelsdelegation in Deutschland halte. Zum Schutzzoll dürfen wir allerdings in Deutschland nicht zurück. Es geht nicht an, dem deutschen Volke zuzumuten, dass es ausser den Millionen, die es an die Entente zahlen soll, nich Milliarden zahle, die in die Tasche von Privaten fliessen [...]". - Jeweils im linken Rand gelocht (minimale bzw. keine Buchstabenberührung) und mit Eingangsstempel. {BN#22422} (mehr)

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Bretschneider, Karl Gottlieb, evangel. Theologe (1776-1848). Eigenh. Manuskriptfragment mit Namenszug im Titel. O. O. u. D., [1845/46]. 2 SS. auf 1 Bl. 8vo.

€ 100

Das mit "Kurzes Vorwort" betitelte, beinahe schon in einer Reinschrift vorliegende und mit nur geringfügigen Annotationen am Rande versehene Fragment könnte das Vorwort zu seinem 1846 bei Reclam in Leipzig erschienenem ?Über die jetzigen Bewegungen der evangelischen Kirche Deutschlands? darstellen. "Der Gedanke, die Glaubensbekenntnisse, welche die christkatholischen Gemeinden bisher veröffentlicht haben, zu sammeln und nebeneinander zu stellen, verdient gewiß allen Beifall. Denn außer Streit ist die reformatorische Bewegung unter den deutschen Katholiken eines der wichtigsten Ereignisse der jetzigen Zeit, dessen Folgen nicht nur für Deutschland sehr wohlthätig werden können, sondern auch für das ganze römisch-katholische Kirchenthum von bleibenden Wirkungen seyn müssen [...]". - 1807 Oberpfarrer in Annaberg, im Jahr darauf in Schneeberg, lehnte Bretschneider 1809 einen Ruf an die Universität Königsberg ab und wurde Generalsuperintendent von Gotha. Der "Verfechter des rationalen Supranaturalismus, verfaßte u. a. ein 'Handbuch der Dogmatik der evangelisch-lutherischen Kirche' (1814) und ein griechisch-lateinisches Lexikon für das Neue Testament, gab seit 1837 im 'Corpus Reformatorum' die Schriften Calvins und Melanchthons heraus und schrieb Erinnerungen 'Aus meinem Leben' (1851). Er bezweifelte die Echtheit der johanneischen Schriften und trat für die Kirchenunion ein" (DBE). Vgl. auch LThK II, 550 sowie RE f. protestant. Theologie u. Kirche (3. A.) III, 389ff. {BN#2712} (mehr)

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Bretschneider, Mediziner. Eigenh. Brief mit U. Gotha, 24. V. 1851. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to.

€ 30

Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Indem ich Ihnen beiliegende Prospekte übersende, knüpfe ich daran noch persönlich die ergebenste Bitte, daß Sie sich [...] betheiligen möchten. Gebe Gott, daß das Unternehmen, welches wir nach langem Zögern und vielen Vorbereitungen endlich zur Ausführung bringen, gedeihe und nütze [...]?. - Der Verfasser war - so lt. beiliegendem Sammlungsumschlag - Professor der Medizin und Leibarzt von Ernst II., Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. {BN#9483} (mehr)

In meine Auswahl

Brockelmann, Carl, Orientalist (1868-1956). Ms. Postkarte mit eigenh. U. Halle a. d. Saale, 20. IX. 1913. 1 S. Qu.-8vo.

€ 60

An Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913): "Ew. Hochwohlgeboren muss ich mit verbindlichstem Dank für die mir zugedachte Ehre der Mitarbeit an Ihrem Werke saluti feminarum leider mitteilen, dass es mir wegen schon übernommenen Pflichten leider unmöglich ist den Beitrag 'Die Frau des alten Israels' zu übernehmen [...]". - Brockelmann folgte 1903 einem Ruf als o. Prof. an die Universität Königsberg und war später in Halle/Saale, Berlin und danach in Breslau tätig. - Das erwähnte Werk dürfte in Anbetracht seiner Absenz in Bibliothekskatalogen und des nur kurze Zeit später erfolgten Ablebens Lindheims nicht erschienen sein. - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene "Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß". {BN#9285} (mehr)

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Broglie, Louis Prinz von, Physiker und Nobelpreisträger (1892-1987). Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("Louis de Broglie"). Neuilly-sur-Seine (Paris), 6. VIII. 1947. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 200

An Antonio Giaò "avec tous mes remerciements [...]". - Louis von Broglie, der als einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts gilt, erhielt 1929 den Nobelpreis für seine Entdeckung der Wellennatur des Elektrons. - Die Bildseite mit einer S/W-Ansicht von Louvre und Place du Carrousel. {BN#22473} (mehr)

In meine Auswahl

Broglie, Louis Prinz von, Physiker und Nobelpreisträger (1892-1987). Eigenh. Briefkarte mit U. ("Louis de Broglie"). Neuilly-sur-Seine, 8. X. 1947. 2 SS. Qu.-8vo.

€ 1.000

An einen namentlich nicht genannten Freund bzw. Kollegen, Mitarbeiter oder Teilnehmer seines Seminars in Antwort auf dessen Schreiben, in dem dieser sich für Informationen bezüglich eines Seminars bedankt und seinerseits seine Vorstellungen über kommende Sitzungen dargelegt hatte. So sei die Formel "M = KM" weder von Blackett noch von Mariani und aus diesem Grund keine Seminarsitzung wert. Die Theorie von Mariani halte er ohnehin für anfechtbar: "Puisque la formule M = KM n'est ni de Blackett ni de Mariani, il n'est en effet pas utile de consacrer une de nos séances à cette question. D'ailleurs, comme je vous l'ai dit, la théorie de Masiani me paraît contestable [...]". Hingegen scheinen ihm die Fragen des Adressaten hinsichtlich des Wasserstoffspektrums so bedeutend zu sein, daß er sie in das Programm zukünftiger Versammlungen aufnehme: "Quant aux questions relatives au spectre de l'hydrogène dont vous me parlez, elles me paraissent très importantes et je les inscris au programme de nos futurs réunions [?]." {BN#21477} (mehr)

In meine Auswahl

Bruns, Heinrich, Mathematiker und Astronom (1848-1919). Eigenh. ausgefüllte Zahlungbestätigung mit U. Leipzig, 8. X. 1883. 1 S. Qu.-8vo.

€ 100

Bestätigt, von Baron E. von Haerdtl aus Wien ?als lebenslänglichen Beitrag zur Astronomischen Gesellschaft? hundertfünfzig Mark erhalten zu haben. - 1876 als Professor für Mathematik an die Berliner Universität berufen, wurde Bruns 1882 Professor der Astronomie und Direktor der Sternwarte in Leipzig. Sein Forschungsschwerpunkt waren u.a. Potentialtheorie, die Figur der Erde, Dreikörperprobleme und geometrische Optik. Im Bereich der Stellarstatistik verfaßte er u. a. ?Wahrscheinlichkeitsrechnung und Kollektivmaßlehre? (1906) und ?Das Gruppenschema für zufällige Ereignisse? (1906). - Der österreichische Astronom Eduard Frh. von Haerdtl (1861-1897) war seit 1892 Professor für theoretische Astronomie an der Universität Innsbruck. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in wissenschaftlichen Periodika, u.a. in den ?Astronomischen Nachrichten?; 1884 erschienen seine ?Astronomischen Beiträge zur assyrischen Chronologie?. {BN#4976} (mehr)

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Brücke, Ernst Wilhelm von, Physiologe (1819-1892). Eigenh. Brief mit U. ("EBrücke"). Wien, 30. XI. 1871. 1 S. Gr.-8vo.

€ 180

An einen Hofrat: "Beifolgend sende ich zwei Brillen zur Probe. Sie sind beide nicht für Sie bestimmt; denn die eine ist ein altes Klapperwerk und die andere ist eine Frauenbrille. Ich bitte Sie aber beide, nicht nur bei Tageslicht, sondern auch am Abend zu versuchen und mir dann sagen zu lassen, welche von beiden am besten für [S]ie paßt [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt und mit einem kleinen Fleck. {BN#23500} (mehr)

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Budden, R. H., Alpinist. 2 eigenh. Briefe mit U. Florenz und Rom, 1876 und 1877. Zusammen 5 SS. 8vo.

€ 100

In französischer Sprache an Karl Sonklar von Innstädten. - R. H. Budden war Verfasser von alpinistischer Literatur (?Sull'Utlità practica dei ricoveri alpini?, Turin 1888) und Präsident der Florentinischen Sektion des Italienischen Alpenklubs. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#7232} (mehr)

In meine Auswahl

Burckhardt, Jacob, Kulturhistoriker (1818-1897). Eigenh. Brief mit U. ("Jac. Burckhardt"). Basel, 23. III. 1884. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

€ 2.000

An den namentlich nicht genannten Kunsthistoriker und Museumsdirektor Oskar Eisenmann (1842-1933) mit der Bitte um eine Auskunft, "da mir sonst Niemand Rath geben kann. Herr Habich, welcher auf seiner Reise nach Neapel mich hier besuchte, hat mir dann durch die Firma Hanfstängl die prachtvolle ganz große Photographie von Grünewald's Crucifixus zusenden lassen. Zunächst bin ich nun in Sorgen, es sei mir doch nur eine kleinere Edition davon zugedacht gewesen? was nun wohl schwer rückgängig zu machen wäre? - Sodann aber (und dieß ist's was ich von Ihnen erbitte) brauche ich Herrn Habich's Adresse um ihm schriftlich meinen Dank auszusprechen [...]". - Oskar Eisenmann war von 1876 bis 1908 Direktor der Kasseler Galerie, "gestaltete 1887 zusammen mit Bredius die Sammlungen des Mauritiushauses neu, organisierte 1888/89 die Überführung und Katalogisierung der Gemäldesammlung des Welfenhauses nach Hannover und erreichte 1900 die Neugestaltung der Karlsruher Kunsthalle" (DBE). Die erwähnten Grünewaldtafeln hatte Eisenmann 1877 in Tauberbischofsheim entdeckt und den Brauereibesitzer und Kunstsammler Edward Habich (eig. George Eduard, 1818-1901) veranlaßt, sie zu kaufen; später jedoch mußten sie an die Kirchengemeinde zurückgeben werden, 1899 wurden sie schließlich von der Karlsruher Kunsthalle erworben. - Aus dem Besitz von Kurt Martin (1843-1933), dem ehemaligen Generaldirektor der Kasseler Gemäldegalerie. - Abgedruckt in: Jacob Burckhardt: Briefe. Vollständige und kritisch bearbeitete Ausgabe. Mit Benützung des handschriftlichen Nachlasses hergestellt von Max Burckhardt. 10 Bde. Basel, Schwabe, 1949-1986 (Gesamtregister 1994). Bd. VIII. Ebd., 1974, Nr. 1048. - Papierbedingt etwas gebräunt, sonst wohlerhalten. {BN#21609} (mehr)

In meine Auswahl

Burckhardt, Jacob, Kulturhistoriker (1818-1897). Eigenh. Brief mit U. ("JBurckhardt"). Basel, 24. II. 1885. 1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo.

€ 1.800

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie sehr bedaure ich, Sie pressieren zu müssen! So eben erhalte ich die Nachricht, daß auf unserer Lesegesellschaft auf den Ihnen übersandten Band von Gachard, Don Carlos et Philippe II, pränumerirt worden ist [...]." - Das zweibändige Werk des belgischen Historikers Louis Prosper Gachard "Don Carlos et Philippe II" war 1863 in Paris erschienen. - Aus dem Besitz von Kurt Martin (1843-1933), dem ehemaligen Generaldirektor der Kasseler Gemäldegalerie. - Abgedruckt in: Jacob Burckhardt: Briefe. Vollständige und kritisch bearbeitete Ausgabe. Mit Benützung des handschriftlichen Nachlasses hergestellt von Max Burckhardt. 10 Bde. Basel, Schwabe, 1949-1986 (Gesamtregister 1994). Bd. VIII. Ebd., 1974, Nr. 1093. - Papierbedingt etwas gebräunt, sonst wohlerhalten. {BN#21610} (mehr)

In meine Auswahl

Burdach, Karl Friedrich, Mediziner (1776-1847). Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 28. IX. 1832. 1 S. Qu.-8vo.

€ 200

Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Der freundlichen Aufnahme in Wien fürs ganze Leben eingedenk?. - Seit 1811 als Professor der Anatomie, Physiologie und Gerichtsmedizin an der Universität Dorpat tätig, wechselte Burdach 1814 an die Universität Königsberg, ?wo er sein naturphilosophisch orientiertes Programm als Lehrer und Forscher umzusetzen begann, wobei er endlich auch praktische anatomische und physiologische Arbeiten durchführen konnte? (DBE). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9474} (mehr)

In meine Auswahl

Bücher, Karl, Volkswirtschaftler und Soziologe (1847-1930). Eigenh. Brief mit U. ("K Bücher"). Leipzig, 7. IV. 1904. 1 2/3 SS. Gr.-8vo.

€ 200

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, "daß der Vorstand am Sonnabend den 7. April Nachmittags 3 Uhr eine vorbereitende Sitzung [...] im Patronatszimmer der Universität halten wird, um die bei den Berliner Verhandlungen einzunehmende Haltung im Einzelnen festzulegen. Eingeladen sind nach dem [...] Verzeichnisse 76 Personen; doch habe ich zu meinem großen Erstaunen einen Vertreter aus dem Großherzogtum Hessen darunter nicht bemerkt. Darf ich aus Ihrem Briefe schließen, daß Sie nachträglich noch eine Einladung erhalten haben? [...]" - Karl Bücher habilitierte sich an der Universität München für Nationalökonomie und Statistik, folgte 1882 einem Ruf als Ordinarius für Statistik nach Dorpat und lehrte von 1883 bis 1890 an der Universität Basel, dann an der TH Karlsruhe und von 1892 bis 1917 an der Universität Leipzig, "an der er das erste Zeitungswissenschaftliche Universitätsinstitut Deutschlands gründete. Neben seinem wirtschaftswissenschaftlichen Hauptwerk ?Die Entstehung der Volkswirtschaft' (2 Bde., 1893) schrieb Bücher u. a. ?Arbeit und Rhythmus' (1896), ein Buch, das auch für die Musik- und Sportwissenschaft von Bedeutung wurde" (DBE). {BN#22612} (mehr)

In meine Auswahl

Bünckau, Hermann, Theologe (D. n. b.). Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 21. XII. 1743. 1 S. Qu.-8vo.

€ 450

"Perfectio discipulorum gaudium et corona est magistrorum: Fructus enim magistri obedientia est discipuli, et ejus bona conversatio coronam dat magistro" (Ambrosius). - Hermann Bünckau war Archidiakon der Aegidienkirche in Lübeck und Herausgeber der "Bibliotheca anti-fanaticam Lubecensis" (1717). - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspur am unteren Blattrand. {BN#20433} (mehr)

In meine Auswahl

Bäumler, Christian, Mediziner (1836-1933). Eigenh. Brief mit U. London, 17. IV. 1870. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 100

Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens: "Diese Trauerbotschaft kam mir um so unerwarteter, als ich noch die Woche vorher einen, allerdings schon Ende Februar geschriebenen Brief des Verstorbenen erhalten hatte, worin von irgend einem Unwohlsein keine Rede war [...]". - Bäumler war Assistent in Fürth und an der Erlanger Poliklinik, ging 1863 an das Deutsche Hospital in London, war seit 1866 auch an der Klinik für Brustkrankheiten im Victoria-Park tätig und folgte 1872 einem Ruf als Professor der Klinischen Propädeutik an die Universität Erlangen. Zwei Jahre später wechselte er nach Freiburg, wo er zunächst Direktor der Poliklinik und Professor für Pharmakologie, 1876 Direktor der Medizinischen Klinik sowie Professor für Spezielle Pathologie und Therapie wurde. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. {BN#10082} (mehr)

In meine Auswahl

Böhm, Mediziner. Eigenh. Brief mit U. Greifswald, o. D. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse.

€ 50

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Ich kann es nicht über mich gerinnen [?], Sie unseren Norden verlassen zu sehen, ohne Ihnen noch einmal aus voller Brust ein Lebewohl nachzurufen. Auf meiner ganzen, und wahrlich bewegten Lebensbühn[e] ist mir nie ein Mann entgegengetreten, der in so kurzer Zeit der Bekanntschaft einen gleich wohlthuenden Eindruck auf mich genommen hat als Sie. Sie müssen - Sie müssen der seyn, der Sie sich hier gaben, oder die ganze Psychologie ist eine Lüge [...]?. - Der Verfasser war - so lt. beiliegendem Sammlungsumschlag - Professor der Medizin in Greifswald. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. {BN#9481} (mehr)

In meine Auswahl

Calkoen, Jan Frederik van Beeck, Naturwissenschaftler (1772-1811). Eigenh. Brief mit U. Leiden, 17. VI. 1802. ¼ S. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 100

An den Buchhändler A. Loosjes in Haarlem betreffs der Rücksendung eines Buches. - Mit kl. Ausr. durch Siegelbruch (keine Textberührung). {BN#10701} (mehr)

In meine Auswahl

Calkoen, Jan Frederik van Beeck, Naturwissenschaftler (1772-1811). Eigenh. Brief mit U. Utrecht, 5. IX. 1805. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 150

An einen namentlich nicht genannten Adressaten über Erfindungen von Maschinen und Vergleiche mit Windmühlen. - Mit kl. Ausr. durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung). {BN#10702} (mehr)

In meine Auswahl

Calkoen, Jan Frederik van Beeck, Naturwissenschaftler (1772-1811). Eigenh. Brief mit U. Utrecht, 5. II. 1808. ½ S. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 80

An den "Ministre de l'Empire" P. H. Marron über eine Erfindung des wittenbergischen Physikers Ernst Chladni (1756-1827). - Mit kl. Ausr. durch Öffnen Siegelbruch (keine Textberührung). {BN#10700} (mehr)

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Carneri, Bartholomäus von, Philosoph und Politiker (1821-1909). Eigenh. Brief mit U. Marburg/Drau, 21. III. 1894. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 80

An einen Autor betr. einer Rezension: ?Von Herzen gern würd? ich Ihren Wunsch erfüllen, wenn ich nur ein bißchen in Ägypten zu Hause wäre. Grundsätzlich schreibe ich nur über Dinge, von welchen ich etwas zu verstehen glaube. Wollte ich davon abgehen, so verlören meine Besprechungen allen Werth u. nützten niemand mehr [...]?. - Carneri studierte in Wien Philosophie, bewirtschaftete seit 1857 ein Gut in der Steiermark, widmete sich philosophischen Studien und engagierte sich von 1861-83 im Steirischen Landtag, von 1870-85 gehörte der liberale Politiker überdies als Abgeordneter des steirischen Großgrundbesitzes dem Reichstag an. ?In seinen philosophischen Werken geht Carneri von einem Darwinismus Haeckelscher Prägung aus und entwickelt eine humanitär ausgerichtete Sozialethik (?Sittlichkeit und Darwinismus?, 1871)?(DBA, Saur). Vgl. auch Kosch I, 268. {BN#3704} (mehr)

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Carpzov, Johann Gottlob, Theologe (1679-1767). Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 16. XII. 1773. 1 S. Qu.-8vo.

€ 1.500

"Ouden ater graphes" ("Nichts wider die Schrift" - Klemens v. Alexandria). - Johann Gottlob Carpzov, Sohn des Theologen Samuel Benedikt Carpzov, studierte Theologie in Leipzig und Altdorf bei Nürnberg und begleitete als Reiseprediger den polnisch-sächsischen Gesandten nach England und Holland. 1719 erhielt er eine a.o.Professur der orientalischen Sprachen in Leipzig; von dort aus ging er 1730 als Superintendent nach Lübeck. "In seinen Schriften verteidigte er die orthodoxe Verbalinspirationslehre des Alten Testaments gegen die Bibelkritik Richard Simons, Spinozas und anderer. Zu seinen Hauptwerken gehört die 'Introductio in libros canonicos bibliorum Veteris Testamenti' (3 Bde., 1714-21). - Mit kl. zeitgen. Vermerk: "Dieser, mein Herr Pathe, wurde in Dresden am 26. September [lt. DBE Juni] 1679 gebohren und starb in Lübeck am 7. April 1767". - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspur am unteren Blattrand. {BN#20428} (mehr)

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Cartellieri, Paul C., Mediziner (1784-1850). Eigenh. Brief mit U. Franzensbad, 19. IX. 1844. 3 SS. auf Doppelblatt. 4to.

€ 120

Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Euer Hochwohlgeboren sage ich den innigsten Dank für die gütige Mittheilung anamnetischer Notizen und praktischer Winke in Betreff des Krankheitszustandes der vortrefflichen Baronin Strachwitz. Ob die Affection der Centralorgane des Nervensystems und namentlich des Rückenmarks eine primäre ist, blieb mir trotz sorgfältiger Untersuchung dunkel [...]?. - Cartellieri war Brunnenarzt in Franzensbad, ?um dessen Hebung er sich hochverdient gemacht hat [...]? (Hirsch I, 673). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9484} (mehr)

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Carus, Carl Gustav. Vergleichende Psychologie oder Geschichte der Seele in der Reihenfolge der Thierwelt. Wien, Braumüller, 1866. VI, (2), 316 SS. Mit einigen Holzstichen im Text. Halblederband der Zeit auf vier Bünden mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung (sign. C. A. Unrasch). Dreiseitiger marmorierter Schnitt. Gr.-8vo.

€ 2.800

Erste Ausgabe von Carus' letztem wissenschaftlichem Hauptwerk. Mit ganzseitiger eh. Widmung m. U. am Vorsatz: "Seinem lieben und verehrten Freunde Herrn Präsidenten Dr. v. Langern Eyzler [?] zum 26 Januar 1866" sowie 14versigem Gedicht in Hexametern: "Der Du mit sinnigem Blick das Größte wägst und das Kleinste, / Strenge den Schuldigen strafst, doch lieber den Schuldlosen freiläßt! / Auch das Thier ist Dir werth, die ungeflügelte Psyche, / Welchem göttlicher Hauch ersetzt das bewußtvolle Denken; / Dich erfreut seine Regung, zieht an das hohe Geheimnis [...] Endlich löst sich das Siegel, die Binde fällt von den Augen, / Und 'Epheb' am Altar' stellt nun dies Büchlein sich dar." - Mit einigen eh. Notizen und Anstreichungen Eyzlers im Text bzw. am hinteren Spiegel. - Der Mediziner Carus (1789-1869), ein Freund Goethes, der auch als Psychologe, Naturwissenschaftler, Philosoph und - unter der Anleitung Caspar David Friedrichs - nicht zuletzt Maler hervortrat, war für die Theorie des Unbewußten im Seelenleben und für die Ausdruckskunde wegweisend. "Carus stellte sich in seinem Buch das Ziel, eine 'Entwicklungsgeschichte der Thierseele vom Infusorium an bis zum menschenähnlichen Affen zu geben, und ein solches Gesammtbild dem gegenüberzustellen, was (er) einestheils in somatischer Beziehung in der vergleichenden Anatomie, anderntheils aber in (der) 'Psyche' als Entwicklungsgeschichte der menschlichen Seele, vom Embryo an bis zur Geistesreife des vollkommenen Menschen, gegeben hatte' [...] In der Darstellung vermochte sich Carus nicht mehr auf das eigentliche Thema zu konzentrieren. In einem Übermaß von Reflexionen schweiften die Gedanken - zweifellos von einer Überfülle des Wissens getragen - vom Gegenstand ab und verloren sich in Abstraktionen" (W. Genschorek, C. G. Carus, 233f.). - Der dekorative Einband vom Buchbinder Unrasch in Dresden, mit dessen Stempel im hinteren Innendeckel. Schönes Dedikationsexemplar des des bedeutenden Frühwerks zur Theorie des Unbewußten. - Vgl. Hirsch, I 674. Slg. Borst 2959. Ziegenfuß I, 174. {BN#2287} (mehr)

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Cassel, Paulus Stephanus, Theologe und Schriftsteller (1821-1892). Gedr. Visitkarte mit 9 eigenh. Zeilen und U. O. O. u. D. 1 S.

€ 60

Empfiehlt einem namentlich nicht genannten Adressaten das Fräulein Agnes Gebher, ?zumal das, wozu sie sich anheischig macht, von ihr zu Befriedigung und Freude Aller [...] geleistet wird [...]?. - Der Bruder des Historikers und Hebraisten David Cassel ging in Berlin philosophischen, rabbinischen und - als Schüler Leopold Rankes - historischen Studien nach, beschäftigte sich mit Forschungen zur jüdischen Geschichte und wurde 1850 Redakteur der ?Erfurter Zeitung?. 1855 zum evangelischen Glaben übergetreten, wurde er im Jahr darauf Bibliothekar der kgl. Bibliothek in Erfurt. 1866/67 war er als Abgeordneter der Konservativen Partei im Preußischen Landtag tätig, von 1868-91 wirkte er als Prediger an der Christuskirche in Berlin und als Missionar in Zusammenarbeit mit der Londoner Judenmissionsgesellschaft. Vgl. BBKL I, s. v. {BN#6842} (mehr)

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Catalani, Michele, Jesuit, Historiker und Archäologe (1750-1805). 9 eigenh. Briefe mit U. Fermo, 1776-1782. Zusammen 10 SS. auf 20 (= 10 Doppel)Blatt. 4to. Jeweils mit eh. Adresse.

€ 600

An Prior Antonangelo Rafaelli in Cingoli, u. a. mit Dank für die Transkription einiger Textstellen, die für ihn u. a. die Frage aufwerfen, wann die Bezeichnung der Provinz des Piceno als "la Provincia de' Castelli" zum ersten Mal aufgetaucht sei (I); weiters mit Dank für den Erhalt von Schriften, die er nun mit großer Freude lesen wolle (II), und mit der Benachrichtigung, daß die "Abhandlungen über das Altertum" mit der Post verschickt worden seien und er nun befürchte, daß Rafaelli diese nicht erhalten habe; er möchte auch wissen, ob die folgenden Werke verkäuflich sind bzw. zu welchem Preis man diese beziehen kann (III). - I: "Le rinnovo le mie più sincere e affettuose obbligazioni pe' [ite?...] passi di autori, che con tanta gentilezza ha favorito di trascrivermi. Dal primo di [Boezio?...] rileva quanto sia giusta la spiegazione della parola censura datami dal Sig.r Francesco, e che può aver anche l'altro significato da me espresso. Quanto al secondo del capitolo di Plinio, bramo sapere la Biblioteca, in cui conservasi il MSS [?] la quale parmi che sia la [...]; ma convenendo citarlo, ne bramo la sicurezza. [...] mi figurava di non doverla più incomodare. Ma una iscrizione di Montecchio mene porge nuova occasione. L'in Maffei a pag. CCCLX num. [...] del Museo Veronese, ed incomincia M.VIBIO. M.F. ~ VEL.BALBINO. e la riporta anche il Lupi nelle Dissertazioni teleologiche [...] pag. LXXXII. Or bramo la copia del Maffei con quel poco, ch'egli vi avrà notato. Il motivo, che me la fa chiedere è quel PRAET. AERARI, giacché nel Maffei manca affatto il PRAET. e il Lupi legge Praefecto contra la fede della pietra originale che io lessi e trascrissi il Novembre passato. E se nell'indice del Museo Veronese [...] vi avesse qualche Pretore dell' [...], io la prego a notificarmelo. Faccia il tutto a pieno suo agio. Il dottiss.º Suo Sig.r Padre nelle memorie di S. Esuperanzio riconosce nel Piceno la Provincia de' Castelli come già il Beretti. Or bramo sapere da lui in che secolo stima che fosse in vigore siffatta denominazione. Non so qual fatale necessità mi fa successivamente nascere nuovo ricerche da incomodarla; ma spero di esser giunto al fine. Ella avrà così (?) la compagnia di sposi [...] Mi riverisca ben di cuore il Ch. Sig.r Francesco Maria, a la stimatissima sua casa; mentre io pieno di stima e gratitudine mi riprometto [?] [...]" (Br. v. 22. III. 1778). - II: "Le sue grazie giungono sempre in tempo: ma quando poi [...] per crescere di numero, allora la tardanza riesce gradita sopra qualunque sollecitudine. Così interviene in questa volta, in cui alle altre dotte stampe del Ch. Suo Sig. Padre ha aggiunto il proseguimento della nota Dissertazione la quale non so spiegarle quanto non dirò mi piaccia, giacché ciò è proprio di qualunque altra produzione sua, ma mi riesca [...] opportuna per qualche lavoro, che ora ho per le mani. Io pertanto la ringrazio vivamente e di queste e dotte altre stampe, le quali tosto incomincerò a leggere con piacer' e profitto sommo. Questi miei ringraziamenti, e sensi di gratitudine la prego di comunicarli anche al Sig.re Franco Maria, rallegrarsi meco del suo felice stato di salute, e, quando questo non ne soffra il menomo danno, esortarlo alla ultimazione dei Santi del Piceno. Quel poco saggio, che io n'ebbi così leggendola, mi fa esserne [?] ogni di più ansioso di vederla pubblicata la opera intera. La prego anche di darmi occasione di contraccambiare in qualche parte i molti suoi favori onorandomi di qualche comando, onde possa mostrarle che pieno di stima e di riconoscenza sono inalterabilmente [...]" (Br. v. 26. III. 1782). - III: "Le inviai 25 giorni [...] la richiesta Dissertazione sulle antichità Fale[...] del Colucci. La consegnai a questo Postiglione, e da questo dovea passare al Postiglione di costà. Temendo che sia ita in dispersione La prego a darmi notizia se sia stata ricapitata al suo Sig.r Padre al quale era diretta. Dal medesimo suo Sig.r Padre bramo di sapere dove siano vendibili e a che prezzo le [...] seguenti Opere: De Ecclesia, et de Episcopi lugubiny del P. Sarti = De Episcopi Camen: [...] del canonico Turchi = [...] Sacrum dello stesso Turchi e di questo ultimo libro bramo anche aver la notizia di ciò che ivi trattisi. La prego de' miei rispetti allo stesso Sig.r Francesco, e a tutta la sua casa, e immutabilmente mi dichiaro [...]" (26. IV. 1778). - Respektblatt jeweils mit ausgeschnittenem Siegel (keine Textberührung); durchwegs mit Randläsuren und (tls. stärker) gebräunt. {BN#19147} (mehr)

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Chaufepié, Johann Heinrich de, Mediziner (geb. 1773). Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 28. IX. 1832. 1 S. Qu.-8vo.

€ 150

Wohl für den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Alles Gute, Liebe u. Schöne, Alles was den Menschen erhebt u. beglückt, sei für ein langes heiteres u. gesundes Leben mit Ihnen [...]?. - Der als praktischer Arzt in Hamburg niedergelassene Mediziner war (korrespondierendes bzw. echtes) Mitglied zahlreicher internationaler medizinischer Gesellschaften, so etwa der von Kopenhagen, Kolumbien oder Berlin. Zudem war Chaufepié 1816 Gründer des Ärztlichen Vereins und von dessen Bibliothek in Hamburg, die bis heute zu den größten, gegenwärtig 120.000 Bände und 180 laufend gehaltene Zeitschriften umfassenden medizinischen Bibliotheken Europas zählt. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9488} (mehr)

In meine Auswahl

Chavanne, Josef, Geograph (1846-1902). Eigenh. Brief mit U. Wien, 24. I. 1878. 1 S. 8vo.

€ 75

An den namentlich nicht genannten Diplomaten und Schriftsteller Joseph Doblhoff-Dier (1844-1928), Gründer des in Wien ansässigen "Wissenschaftlichen Clubs" (1876): "In der Anlage erlaube ich mir Ihnen einige Autographen zu übersenden und ich hoffe daß dieselben Ihren Wünschen entsprechen [...]". - Chavanne bereiste 1867-69 die USA, Mexiko, Westindien und Nordafrika, war nach seiner Rückkehr Hilfsarbeiter in der Meteorologischen Reichsanstalt in Wien, wurde 1875 Sekretär der Wiener k. k. Geographischen Gesellschaft und übernahm die Herausgabe von deren Mitteilungen. Vom Kongo 1884 mit topographischen Aufnahmen des Landes betraut, veröffentlichte er 1887 "Reisen und Forschungen im alten und neuen Kongostaat in den Jahren 1884/85", das sich allerdings später zum Teil als Plagiat erwies. 1888 wanderte er nach Buenos Aires aus, wurde 1895 Beamter im dortigen Hydrographischen Institut sowie Mitarbeiter des "Argentinischen Tageblattes? und schrieb u. a. ?Temperatur- und Regenverhältnisse Argentiniens" (1902). - Der ehemalige Diplomat und Weltreisende Doblhoff-Dier gründete 1876 den "Wissenschaftlichen Klub", widmete sich in Lausanne archäologischen Studien und war Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde an. Seit 1899 wieder in Wien, wurde er Bibliothekar der Geographischen Gesellschaft. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der ?K. K. Geographischen Gesellschaft? und mit Abklatsch der U. des Adressaten; ohne die erwähnte Anlage. - In altem Sammlungsumschlag (Bl. 1 erhalten, Bl. 2 alt entfernt). {BN#8262} (mehr)

In meine Auswahl

Chavanne, Josef, Geograph (1846-1902). Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1881. 2 SS. 8vo.

€ 120

An Karl Sonklar von Innstädten: "Ich habe nach Erhalt [des Schreibens] mich sofort zu Herrn Hofrath Steinhauser begeben um mich vorzufragen wie weit die Schritte bezüglich der Einreichung an die Academie gediehen sind [...]". - Chavanne bereiste 1867-69 die USA, Mexiko, Westindien und Nordafrika, war nach seiner Rückkehr Hilfsarbeiter in der Meteorologischen Reichsanstalt in Wien, wurde 1875 Sekretär der Wiener k. k. Geographischen Gesellschaft und übernahm die Herausgabe von deren Mitteilungen. Vom Kongo 1884 mit topographischen Aufnahmen des Landes betraut, veröffentlichte er 1887 "Reisen und Forschungen im alten und neuen Kongostaat in den Jahren 1884/85", das sich allerdings später zum Teil als Plagiat erwies. 1888 wanderte er nach Buenos Aires aus, wurde 1895 Beamter im dortigen Hydrographischen Institut sowie Mitarbeiter des "Argentinischen Tageblattes" und schrieb u. a. "Temperatur- und Regenverhältnisse Argentiniens" (1902). - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#7235} (mehr)

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Chelius, Maximilian von, Chirurg und Augenarzt (1794-1876). Eigenh. Rezept mit U. O. O., 24. IV. 1841. 1 S. Schmal-8vo.

€ 180

Chelius nahm als Militärarzt 1815 an den letzten Schlachten gegen Napoleon teil. Nach dem Friedensschluß reiste er mit einem Freund, dem Freiburger Chirurgen Karl Joseph Beck, zu Studienzwecken nach Halle, Leipzig, Würzburg, Jena und Paris. 1817 wurde er Professor an der Universität Heidelberg. Er gilt "als einer der bedeutendsten Chirurgen seiner Zeit" (DBE) und verfaßte u. a. ein in elf Sprachen übersetztes "Handbuch der Chirurgie" sowie ein "Handbuch der Augenheilkunde" (1844). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9485} (mehr)

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Chiappa, Giuseppe del, Mediziner. 2 eigenh. Briefe und 1 eh. Albumblatt mit U. Pavia, 1842-1844. Zusammen 3½ SS. 8vo. Ein Brief mit eh. Adresse.

€ 200

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Non posso piu lungamente stare in silenzio, dachè l?amico mi richiama assai spesso a Lei, da cui ebbi tanti favori nel mio soggiorno in [...] capitale [...]? (Br. v. 22. XII. 1842). - ?Mi voglio richiamare alla sua memoria e le scrivo perciò approfittandomi di una circostanza che mi obbligo ad interessarmi per un mio amico, che è il Sig. Luigi Toffoli di Bassano. Ella Sappia che questo Toffoli è quegli che ha fatte le tante osservazioni e i tanti esperimenti sulla rabbia canina, intorno alla quale ha una sua [...] dottrina, dietro a cui egli va proponendo ai governi tutti e specialmente al nostro una profilassi generale di questa malattia [...]? (Br. v. 15. III. 1844). - Del Chiappa war, so am beiliegenden Sammlungsumschlag vermerkt, Professor der Medizin in Pavia. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den ?Konstitutionell-monarchistischen Verein?; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. {BN#9655} (mehr)

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Chiari, Hermann, Pathologe (1897-1969). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 30. XII. 1960. ½ S. 4to.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Darf ich Dich daran erinnern, dass die Sitzung der Kommission zur nochmaligen Stellungnahme gegen einige Punkte des 'letzten' Entwurfes des Krankenpflegegesetzes am Dienstag, den 10. Jänner 1961 um 9.00 auf der II. Medizinischen Klinik unter Vorsitz von Professor Fellinger stattfindet [...]". - Der Sohn des Pathologen Hans Chiari war nach seiner Promotion am Institut für Experimentelle Pathologie in Wien, am Institut für Schiffs- und Tropenhygiene in Hamburg und am Pathologischen Institut der Charité in Berlin tätig. Danach Assistent von Jakob Erdheim, ging er Mitte der zwanziger Jahre als Assistent von Rudolf Maresch an die Universität Wien, wo er sich habilitierte und von 1933 bis 69 als Professor der Pathologie wirkte. Chiari "beschäftigte sich mit Bakteriologie, Parasitologie und experimenteller Pathologie, vor allem aber mit Rheumatismus und anderen Gelenkserkrankungen sowie mit der Pathologie des Herzens und der Leber. Er veröffentlichte u. a. eine 'Anleitung zur Vornahme von Leichenöffnungen' (1933, mit Rudolf Maresch) und 'Die pathologische Anatomie des akuten Rheumatismus' (1938)" (DBE). - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). {BN#17303} (mehr)

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Chiari, Hermann, Pathologe (1897-1969). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 29. III. 1958. 1 S. Qu.-8vo.

€ 30

An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Aus Graz ist ein Ansuchen des Herrn cand. med. Otto Milowiz um Gewährung einer Subvention für seine Krebsuntersuchungen an die Sonnleitner Stiftung eingelangt. Herr College Ratzenhofer, sein Chef, mit dem ich auch über dieses Ansuchen gesprochen habe, und der schriftlich auf dem beiliegenden Gesuch dasselbe bestens befürwortet, wäre auch sehr froh, wenn Herr Milowiz diese Subvention erhalten könnte [...]". - Der Sohn des Pathologen Hans Chiari war nach seiner Promotion am Institut für Experimentelle Pathologie in Wien, am Institut für Schiffs- und Tropenhygiene in Hamburg und am Pathologischen Institut der Charité in Berlin tätig. Danach Assistent von Jakob Erdheim, ging er Mitte der zwanziger Jahre als Assistent von Rudolf Maresch an die Universität Wien, wo er sich habilitierte und von 1933 bis 69 als Professor der Pathologie wirkte. Chiari "beschäftigte sich mit Bakteriologie, Parasitologie und experimenteller Pathologie, vor allem aber mit Rheumatismus und anderen Gelenkserkrankungen sowie mit der Pathologie des Herzens und der Leber. Er veröffentlichte u. a. eine 'Anleitung zur Vornahme von Leichenöffnungen' (1933, mit Rudolf Maresch) und 'Die pathologische Anatomie des akuten Rheumatismus' (1938)" (DBE). - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - Beiliegend der ms. Durchschlag von Schönbauers Antwortschreiben. {BN#17294} (mehr)

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Chiari, Johann, Gynäkologe (1817-1854). Eigenh. Brief mit U. O. O., 25. III. 1852. 1½ SS. 8vo.

€ 100

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Es thut mir unendlich leid, Euer Hochwohlgeboren heute irregeführt zu haben. Die Ursache davon war der heutige Feiertag der mich auf den Donnerstag [?] vergessen ließ [...]". - Chiari erhielt nach seiner Promotion eine Assistentenstelle an der Ersten Gebärklinik in Wien, habilitierte sich für Geburtshilfe, ging nach Prag und später wieder nach Wien, wo er als Professor der Medizinisch-Chirurgischen Josephsakademie tätig war. Chiari unterstützte als einziger seiner Kollegen Ignaz Philipp Semmelweis und teilte dessen Ansichten über die Ursachen des Kindbettfiebers. In seinen wissenschaftlichen Schriften befaßte er sich vor allem mit Uteruserkrankungen und gab zusammen mit anderen Gynäkologen die 1855 erst nach seinem Tod erschienene "Klinik der Geburtshilfe und Gynäkologie" heraus. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Am oberen Rand etwas lappig; Faltspuren. {BN#10165} (mehr)

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Child, George, Mediziner. Eigenh. Brief mit U. Edinburgh, 10. X. 1837. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse.

€ 40

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884), dem er für die freundliche Aufnahme während eines Aufenthaltes in Wien dankt und einen Kollegen empfiehlt: ?Allow me to introduce to you Dr. Kennedy of Edinburgh [...]?. - Zu George Child, später auch Child-Chaplin vgl. BBA I 227, 177-178. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9487} (mehr)

In meine Auswahl

Cori, Carl Ferdinand, Mediziner (1896-1984). Sammlung von 4 (3 eigenh. und 1 ms.) Briefen mit U. Wien und Prag, 4.VI.-1.VIII. 1920 bzw. o. D. Zusammen 10½ SS. (Qu.-)8vo bzw. 4to.

€ 1.800

Berührende Briefe des österreichischen Nobelpreisträgers für Medizin an seinen Vater, den Zoologen und Mediziner Carl Isidor Cori (1865-1954): "Es tut mir leid, daß Du soviel Unangenehmes und Trauriges erlebst, umsomehr als noch Deine Sorge um mich hinzukommt. Ich habe nun doch Mama einiges mitgeteilt und es ist mir nicht leicht gefallen, aber es mußte einmal geschehen. Ich weiß sehr genau, daß meine Situation immer furchtbarer wird und daß Ihr den Glauben ganz an mich verlieren werdet. Auf dem Weg den ich einmal beschritten habe, kann ich nicht mehr zurück und ich muß die Konsequenzen tragen. Es ist das alles sehr traurig. Ich bin vor eine Alternative gestellt und ich muß Euch glauben, wenn Ihr sagt, daß es nichts anderes, keine Verständigung zwischen uns gibt [...] so muß ich Dir die traurige Mitteilung machen, daß ich mich mit Mama in keiner Weise gefühlsmäßig verbunden fühle, wenn ich noch so tief in mich hineinhorche. Daran sind die vielen Jahre schuld, in denen sie mir nie ein wirklich tiefes Interesse oder Verständnis entgegengebracht hat [...]" (Br. v. 21.VI. 1920). Auch die zwei anderen im Laufe des Sommers verfaßten Briefe thematisieren das schwierige Verhältnis innerhalb der Familie, die u. a. der geplanten Hochzeit des Sohnes mit der Medizinerin Gerty Theresa Radnitz (1896-1957) ablehnend gegenüberstand: "Zeugen sind meine Freunde Edi und Willi. Sonst habe ich niemanden verständigt, da ja eine Heirat, die gegen den Willen der Eltern geschieht, nichts sehr Erfreuliches ist. Ich bin leider nicht in der Verfassung einen langen Brief zu schreiben, kaum fähig meine Angelegenheiten zu führen [...]" (Br. v. 1.VIII. 1920). - 27 Jahre später sollte das Ehepaar gemeinsam den Nobelpreis für die Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels erhalten. - Der schon nach seiner Übersiedlung in die USA maschinschriftlich verfaßte Brief dürfte nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sein. {BN#4013} (mehr)

In meine Auswahl

Cori, Carl Ferdinand, Mediziner (1896-1984). Sammlung von 5 eigenh. Briefen mit U. O. O. bzw. Buffalo und St. Louis, März 1923-13.V. 1937. Zusammen 10½ SS. 4to.

€ 2.000

Inhaltsreiche Briefe des österreichischen Nobelpreisträgers für Medizin an seine Schwester Greti. Der erste, wohl in den ersten Monaten nach seiner Übersiedlung in die USA verfaßte Brief thematisiert unmißverständlich die Schwierigkeiten, sich in der 'Neuen Welt' einzuleben und deren gegenüber europäischen Verhältnissen so konträre Sozialität zu verstehen: "Was nun Amerika betrifft, darfst Du dieses Dir nicht wie das Gelobte Land vorstellen. - Es ist hier bei der Wesensart der Leute fast unmöglich Bekannte zu erwerben, die wirklich Anteil nehmen. - Man findet also kaum einen Verkehr, der einem zusagt. - Jeder ist auf sich allein angewiesen und das Leben bietet nicht viel Abwechslung wenn man nicht ganz in seiner Arbeit aufgeht. - Es gibt wohl kaum ein Land, wo man so stark das Gefühl hat in der Fremde zu sein. - Ich beobachte die jungen Mädchen, welche hier bei uns im Institut oder in einem Bureau arbeiten, ihr ganzer Lebensinhalt besteht in Kleidern und daß sie ev. von einem jungen Mann am Abend ausgeführt werden, was hier ganz gesellschaftsfähig ist. - Der Bildungsgrad ist gleich 0. Sie lesen nichts außer billigen Liebesromanen [...]". Nicht minder problematisch erscheint Cori das Verhältnis der Amerikaner zu ihren Kirchen und deren das gesellschaftliche Leben dominierende Stellung, "so daß man in die Gesellschaft gar nicht hineinkommt, wenn man nicht Mitglied der Kirche ist. Die Katholiken haben übrigens hier eine ansehnliche Macht, werden aber von dem Ku Klux Klan, dieser hier neu entstandenen Geheimorganisation aus den Freiheitskriegen[,] bekämpft. Das merkwürdigste sind aber hier die Revivals [...]" (Brief v. März 1923). - Die späteren Briefe (1925, 1931, 1933 [2x] und 1937) zeigen einen bereits assimilierten Schreiber, der u. a. über eine Festschrift für seinen Vater, den Zoologen und Mediziner Carl Isidor Cori (1865-1954), nachdenkt: "Von der Liste, die Du mir sandtest[,] bin ich einverstanden mit | Keller, Joseph, Krumbach, Storch, Moroff, Stojanoff, Nowikoff, Kubo, Hans Przibram, Leder [...]; von ehemaligen Schülern fällt mir noch Steuer, Innsbruck ein [...]". - Zwei der fünf Briefe mit 4 bzw. 12 eh. Zeilen und U. von Coris Gattin Gerty Theresa (geb. Radnitz, 1896-1957), mit der gemeinsam Cori 1947 den Nobelpreis für die Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels erhielt. Zu C. F. und G. T. Cori vgl. Öst. Lex. I, 198, zu C. F. Cori weiters Czeike I, 592 (mit Todesdatum 1986). - Der Brief v. 23.V. 1925 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "State Institute for the Study of Malignant Disease". {BN#4011} (mehr)

In meine Auswahl

Crawford, A. N., Mediziner. 2 eigenh. Briefe mit U. London bzw. o. O., 17. VII. 1839 bzw. o. D. Zusammen 5½ SS. (Gr.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse.

€ 70

An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): ?Will you allow me to introduce to you my cousin Mr. Robert Ross of Bladensburg. He is the son of a very distinguished officer in our service [...]? (Br. v. 17. VII. 1839; mit kl. Ausriß durch Siegelbruch). - ?I cannot allow Herr von Himmelstein to leave Munich without writing a few lines to assure you of my gratitude for the many kindnesses you have shown me during my residence in Vienna [...]? (undat. Br., auf Briefpapier mit einem hübschen Stahlstich von Bad Kreuth). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9489} (mehr)

In meine Auswahl

Curtius, Ernst, Historiker und Archäologe (1814-1896). Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 16. XII. 1894. 1 S. Qu.-kl.-8vo.

€ 250

"Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. Besseres als dies alte Psalmwort weiß ich nicht in kurzem Spruch zu schreiben". - Ernst Curtius war Professor für klassische Archäologie sowie Direktor des Kgl. Museums in Berlin und war 1871 von der Reichsregierung mit der Leitung der von ihm angeregten Ausgrabungen in Olympia betraut worden, bei der die Skulpturen des Zeustempels, des Hermes und des Praxiteles gefunden wurden. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und mit hs. Numerierung "61". {BN#20892} (mehr)

In meine Auswahl

Cuvier, Georges Baron, Naturforscher (1769-1832). Eintrittskarte mit eigenh. U. ("BGCuvier"). [Paris, nach 1815]. 1 S. 82:82 mm.

€ 450

Gut erhaltene Eintrittskarte ins Muséum national d'histoire naturelle au Jardin du Roi, an dem der bedeutende französische Forscher seit 1795 tätig war. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und mit hs. Numerierung "40". {BN#20886} (mehr)

In meine Auswahl

Cyon, Elie, Mediziner (geb. 1843). Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg, 20. XI. 1868. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 100

An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Sie werden gefälligst entschuldigen wenn ich Sie durch eine Bitte belästige. Sie werden mich nemlich [!] sehr verpflichten, wenn Sie die Güte haben werden mir auf folgende paar Fragen Auskunft ertheilen zu wollen: 1) Welcher Mechanikus den pneumatischen Apparat im Sophienbad errichtet und 2) Wie hoch sich im ganzen die Kosten eines vollständigen Apparates belaufen [...]". - Cyon wurde 1872 zum ordentlichen Professor der medizinischen Akademie in St. Petersburg ernannt und wurde mit der Aufgabe betraut, die als Herd nihilistischer Umtriebe berüchtigte Anstalt zu reorganisieren, trat aber fünf Jahre später von seinem Amt zurück, da er sich von der Regierung nicht genügend unterstützt sah; Zar Alexander II. ernannte Cyon zum wirklichen Staatsrat, als welcher er einem Ruf nach Paris folgte. - Rudolf Rt. von Vivenot jun. - der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-1884) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-1838) und Bruder des Historikers Alfred (1836-1874) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-1846) - zählt zu den Pionieren der ?experimentell-physiologische Richtung der Klimatologie? in Wien. ?Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße? (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand. {BN#10042} (mehr)

In meine Auswahl

Czermak, Josef Julius, Mediziner (1799-1851). Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen verso. [Wien], o. D. 1 S. 30:65 mm.

€ 60

Empfiehlt sich aufs Beste dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Czermak war seit 1827 Professor für Physiologie und höhere Anatomie in Wien. ?Zu wissenschaftlichen Zwecken, insbesondere um den innern Bau der Seethiere genauer kennen zu lernen, bereiste er die Küsten des nördlichen Italiens, besichtigte im nächsten Jahre Paris, um in den reichen Gallerien des Museums und an Cuviers Seite seine Studien über vergleichende Anatomie zu vervollständigen? (Wurzbach, zit. n. DBA I, 216, 128). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9492} (mehr)

In meine Auswahl

Czoernig von Cernhausen, Karl Frh., Statistiker (1804-1889). 2 eigenh. Briefe mit U. Görz, 1869. Zusammen 4½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit 2 eh. adr. Kuverts.

€ 120

An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Mit aufrichtiger Befriedigung habe ich aus den Zeitungen entnommen, daß S. M. Sie zum Professor der Climatologie, wofür Sie die berufenste Spezialität sind, ernannt hat. Ihr Herr Vater wird Ihnen bereits meinen Glückwunsch mitgetheilt haben [...]" (Br. v. 28. III. 1869). - Czoernig von Cernhausen bemühte sich um die Reorganisation der österreichischen Handelsmarine, war maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung der Donau-Dampfschiffahrt beteiligt und leitete von 1853-59 die Sektion für Eisenbahnbauten und Eisenbahnbetrieb. Bis 1865 war er Präsident der statistischen Verwaltungskommission. Daneben hatte er die Organisation und Leitung der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der alten Baudenkmale Österreichs inne und veröffentlichte eine Reihe staatswissenschaftlich-ethnographischer Schriften, darunter die "Ethnographie der österreichischen Monarchie" (1855-57). - Rudolf Rt. von Vivenot jun. - der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-1884) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-1838) und Bruder des Historikers Alfred (1836-1874) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-1846) - zählt zu den Pionieren der ?experimentell-physiologische Richtung der Klimatologie? in Wien. ?Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße? (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand. {BN#10013} (mehr)

In meine Auswahl

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