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Kunst, Kunstgewerbe, Architektur
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Album Mariani. Album Mariani. Vingt-quatre portraits contemporains gravés a l'eau-forte par A. Lalauze. [1ère série, Juillet 1891]. Paris, G. Richard, 1891. (6), 24 SS. Mit 24 Radierungen. Grüner Leinenband der Zeit mit goldgepr. Deckel- und Rückentitel. Kopfgoldschnitt. Folio.
€ 180
Seltener erster Band der Reihe. Nr. 57 von 800 numerierten Exemplaren; aus der auf 150 Exemplare limitierten Serie "sur papier impérial du Japon". Portraitiert werden Paul Arène, Léon Chapron, Léon Cladel, Edouard Colonne, Juliette Conneau, Coquelin Cadet, Cunéo d'Ornano, Rose Delaunay, François Domingo, Charles Fauvel, Charles Gounod, Augusta Holmès. Lemercier de Neuville, Émile Pessard, Jean Rameau, Renée Richard, Oscar Roty, Mme. de Rute, Mme. Séverine, Armand Silvestre, Ambroise Thomas, Octave Uzanne, Adolphe Yvon und Ruiz Zorilla; unter der Portraitradierung jeweils ein lithographiertes Handschriftenfaksimile. - Sauber und wohlerhalten. - Zu Adolphe Lalauze (1838-1905) vgl. Thieme/B. XXII, 240. {BN#21544} (mehr)
Angell, Samuel / Evans, Thomas. Sculptured Metopes Discovered Amongst the Ruins of the Temples of the Ancient City of Selinus in Sicily. London, Priestley & Weale, 1826. (4), 56 SS. Mit Textkupfer und 9 (3 teilkolor.) Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit gedr. Rückenschildchen. Gr.-Folio (320:450 mm).
€ 850
| Erste Ausgabe. - "This work is 'the first to discuss polychromatic decoration in Greek architecture' (Blackmer Cat. 34), the metopes having been discovered by Angell and William Harris. It is dedicated to William Hamilaton and the subscribers include Bröndsted, Cockerell, Clarke, Dallaway, Gell, Hope, Inwood, Leake, Millingen and Wilkins" (Sotheby's, Blackmer). - Das Textkupfer zeigt einen Plan des antiken Selinunt (Sciacca). Titel gebräunt. Letztes Textblatt und Tafeln etw. braunfleckig. Exemplar aus der Sammlung Henry Myron Blackmer mit seinem Exlibris am vorderen Innendeckel. - Pollen 33. Mira I, 39. Borroni 9268. Blackmer 374 (£450, dieses Exemplar). {BN#24423} (mehr) |
Arclais de Montamy, Didier d'. Traité des couleurs pour la peinture en émail et sur la porcelaine; précédé de l'art de peindre sur l'émail [...]. Paris, G. Cavelier, 1765. LII, 287, (1) SS. Mit kl. Holzschnittvignette am Titel. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 600
| Erste Ausgabe, selten. - Herausgeber des posthum publizierten Werks über die Email- und Porzellan-Malerei von D. d'Arclais de Montamy (1702-65), dem ersten Maitre d'Hotel des Herzogs von Orleans, ist kein Geringerer als Diderot. Es behandelt verschiedene Grundierungen und die Herstellung der Farben (mit Zutatenlisten und Mengenangaben) sowie die Eigenheiten der jeweiligen Farbzusammensetzungen. Das Buch erschien schon 1767 auf Deutsch unter dem Titel "Abhandlung von den Farben zum Porcellän- und Email-Malen". 1981 bei Olms als Reprint erschienen. - Teils etwas stockfleckig. Rücken fachmännisch restauriert. - Poggendorff I, 57. Ferchl 12. Nicht bei Schießl. {BN#5542} (mehr) |
Audran, Gérard. Des Menschlichen Leibes Proportionen: Von den vortreflichsten und allerschönsten Antichen genommen, und mit Fleiß abgemessen, Durch Mr. Audran, Professeur der Königlichen Mahler-Academie zu Paris. Anitzo, Den Kunst-liebenden zum Besten, ins Teutsche übersetzet [...]. [Nürnberg], Sandrart, [ca. 1690]. 4 Bll., 26 gest. Tafeln. Broschiert in schlichter Pappmappe der Zeit, Bindebänder. Folio.
€ 850
Erste deutsche Ausgabe der Zeichenschule des großen Graphikers Audran (1640-1703); lt. Nagler eine "vortreffliche Schrift". Die französische Originalausgabe war 1683 - kurz nach Audrans Rückkehr aus Italien - erschienen. Audran "malte gleichsam mit der Nadel und dem Grabstichel, und diese Instrumente erhielten in seiner Hand eine solche Leichtigkeit, die nur mit dem Pinsel zu erreichen ist [...] frei von jeder gezwungenen Reinlichkeit [...], Modelle des besten Styls, reicher Vorbilder für jeden historischen Stecher" (Nagler, I, 190). - In den Rändern etwas stock- und fingerfleckig, die Kupfertafeln jedoch durchwegs breitrandig und recht sauber. Der schlichte Umschlag und die zeitgenössische Mappe mit stärkeren Gebrauchspuren und zahlreichen hs. Notizen der Zeit. - VD 17, 23:652384U. Graesse I, 251. Fromm 1127. {BN#12330} (mehr)
[Boutet, Claude]. Anweisung zum Mignaturmahlen, vermittelst deren diese Kunst gantz leicht und ohne Lehrmeister zu begreifen, nebst vielen raren und geheimen hierzu gehörigen Kunst-Stücken: Ingleichen ein Planier- und Muschel-Gold und Silber, wie auch den rechten Chinesischen Verniß selber zu machen. Leipzig, bey Friedrich Lanckischens Erben, 1753. (8), 112, (6) SS. Mit Holzschnittvignette am rot-schwarzen Titel. Stärker lädierter Pappband der Zeit (Rücken fehlt). 8vo.
€ 280
| Zweite deutsche Ausgabe (EA 1713) des Standardwerks der Restaurationskunde. Mit sehr genauen Rezepten und Verfahren, noch heute von großem Nutzen für den Restaurator. "Zugrunde liegt das Miniaturbuch von Claude Boutet, das 1672 bis 1817 in mindestens 17 französischen Ausgaben erschien" (Schießl). - Papierbedingt durchgehend stärker gebräunt und etwas wasserrandig; vereinzelt kl. Randläsuren. - Schießl 586. Vgl. Engelmann (Bibl. mech.-tech.) 11 (nur 4. Aufl.). {BN#22799} (mehr) |
[Boutet, Claude]. Anweisung zum Mignaturmahlen, vermittelst deren diese Kunst gantz leicht und ohne Lehrmeister zu begreifen, nebst vielen raren und geheimen hierzu gehörigen Kunst-Stücken; ingleichen ein Planier- und Muschel-Gold und Silber, wie auch den rechten Chinesischen Verniß selber zu machen. Dritte Auflage. Leipzig, Johann Friedrich Junius, 1766. (8), 112, (6) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Lederband der Zeit mit hübscher Rückenvergoldung. Marmorvorsätze. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 850
| Dritte Ausgabe des Standardwerks der Restaurationskunde, mit sehr genauen Rezepten und Verfahren. "Zugrunde liegt das Miniaturbuch von Claude Boutet, das 1672 bis 1817 in mindestens 17 französischen Ausgaben erschien [...] Entspricht in allen Teilen der deutschen Ausgabe von 1688" (Schießl). - Recht selten; nur ein einziges Exemplar in den USA (Queens Univ. Library). Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt. Aus der Sammlung des Wiener Brauindustriellen Josef Wünsch (1843-1916) mit seinem Exlibris am vorderen Innendeckel. - Schießl 587. OCLC 46262706. Vgl. Engelmann (Bibl. mech.-tech.) 11 (nur 4. Aufl.). {BN#20224} (mehr) |
Cancellieri, Francesco. Le due nuove campane di Campidoglio [...] con varie notizie sopra i campanili e sopra ogni sorta di orologi ed un'appendice di monumenti. Rom, Antonio Fulgoni, 1806. XVI, 200 SS. Mit gest. Frontispiz u. gest. Titelvignette sowie 2 gest. Textvignetten. Blaue Interimsbroschur der Zeit mit gedrucktem Rückenschildchen. 4to.
€ 600
Erste und einzige Ausgabe des monographischen Werks über die beiden gerade von Papst Pius VII. geweihten Glocken am Kapitolshügel in Rom. Für den Entwurf des Platzes und der ursprünglichen Anlage zeichnete Michelangelo verantwortlich; die Piazza di Campidoglio gilt bis heute als "one of the most significant contributions ever made in the history of urban planning" (M. Trachtenberg, Architecture: from Prehistory to Post-Modernism, 313). Die erste Hälfte des Werkes bringt ausschließlich Glockenkundliches, danach erläutert Cancellieri ausführlich die Baugeschichte des Platzes und seiner Paläste. - Die Broschur am Rücken etwas rissig, sonst sehr gutes, gänzlich unaufgeschnittenes Exemplar im originalen Auslieferungszustand. - Cicognara 3643 ("una quantità sterminata di preziosa erudizione"). Nicht bei Arntzen/R. u. Schlosser. {BN#10833} (mehr)
Cicognara, Leopoldo. Storia della scultura dal suo risorgimento in Italia fino al secolo di Canova. Edizione seconda. Prato, Giachetti, 1823-1824. 7 Bde. und Atlasband. Mit gest. Portraitfrontispiz im ersten Band sowie 185 gest. Tafeln. Prächtige marmorierte Halblederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. grünen Rückenschildchen und Rückenvergoldung sowie -blindprägung. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Lesebändchen. Gr.-8vo. Die 185 Tafeln lose in drei bedr. Originallieferumschlägen. Folio (ca. 330:470 mm).
€ 3.500
| Zweite, auf den doppelten Umfang erweiterte Ausgabe; "still useful" (Arntzen/R.). - Das Hauptwerk Leopoldo Cicognaras ist dieses ursprünglich drei-, dann in zweiten Ausgabe siebenbändige Werk über die Geschichte der italienischen Skulptur, das in Anknüpfung an die Arbeiten Winckelmanns und d'Agincourts zu sehen ist. Mit zahlreichen Umrißradierungen illustriert, zeichnete Cicognara die Geschichte der italienischen Bildhauerkunst von Nicola Pisano in einer aufsteigenden Entwicklung über Donatello und Ghiberti bis hin zu Michelangelo nach. Die Barockzeit sah er (zeittypisch) als Verfallsphase an, auf die als neuer Höhepunkt die Kunst des Klassizismus mit Antonio Canova folgt, der mit entsprechend vielen Bildbeispielen gefeiert wird. - Die Tafeln unbeschnitten und breitrandig in den Originallieferumschlägen; etwas stockfleckig bzw. an den Rändern teils angestaubt. Die dekorativ gebundene Reihe der Textbände innen zumeist sauber und fleckenfrei. Aus der Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich, mit dem charakteristischen Signaturschildchen am Rücken. - Pollen 293. Arntzen/Rainwater H 85. Vgl. Cicognara 18 (EA 1813-18). {BN#24428} (mehr) |
D'Adda, Gioachimo. La metropolitana di Milano e dettagli rimarcabili di questo edificio. Mailand, Felice Rusconi, 1824. (18) SS., 38 (statt 35!) gest. Tafeln. Mit gest. Titelvignette (Allegorie Mailands vor den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt). Pappband unter Verwendung der bedr. Originaldeckel. Imperial-Folio (415:577 mm).
€ 850
| Einzige Ausgabe dieses Prachtwerkes über die architektonischen Meisterwerke Mailands. Unter den Abbildungen ein Grundriß des Doms, Fassadenansichten, ein Querschnitt, Ansichten der unterirdischen Kapelle und des Chors, Türen, Säulen, Verzierungen, Statuen, Pilaster, Kapitelle, Altar, Baptisterium usw. Mit drei Tafeln mehr als von Titel und Kommentartext gefordert: Zusätzlich vorhanden sind eine prachtvolle perspektivische Ansicht des Mailänder Doms, eine zusätzliche Pilasterdarstellung sowie - zwei Platten auf einer Tafel vereinigend - "Statue che ornano la Guglia con Scala" und "Ponti ed armature per terminare la facciata". Die Exemplare von Kaiser Franz I. (1998 bei Christie's versteigert) und Erzherzog Rainer (Tusculum, Kat. XIV) hatten beide zwei Tafeln weniger als das vorliegende, nämlich nur die überzählige Pilastertafel. - Sehr breitrandiges Exemplar auf starkem, handgeschöpftem Papier. Selten; nur 2 Exemplare in italienischen Bibliotheken (Biblioteca d'arte und Palazzo Sormani, Milano, verzeichnet mit "36 c. di tav."). - Im Unterrand schwache Spuren eines Wasserrands. - Salveraglio (Il Duomo di Milano. Saggio Bibliografico), 34. Hoepli (Cat. Milano nei suoi libri) 1027. Arrigoni (Milano nelle vecchie stampe) I, 50f. ICCU LO1E 15497. {BN#22481} (mehr) |
[Diderot, Denis und d'Alembert, Jean Le Rond. Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux, et les arts méchaniques, avec leur explication (...)]. Plumassier / Panachier. [Paris, Briasson, 1771]. 1 Bl., 4 (statt 5) gest. Tafeln (Benard fecit). Geheftet (der Index lose). Folio.
€ 250
Vier der fünf Tafeln zur Schmuckfederverarbeitung aus der Erstausgabe von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband VIII). Es fehlt Tafel 1. - Lough 11. {BN#19964} (mehr)
[Diderot, Denis und d'Alembert, Jean Le Rond. Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux, et les arts méchaniques, avec leur explication (...)]. Formier / Gainier. [Paris, Briasson, 1767]. 1 Bl., 4 gest. Tafeln, 1 Bl., 6 gest. Tafeln (Defehrt u. Prevost fec.). Mod. rot-schwarzer Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio.
€ 750
Alle vier Tafeln zur Kunst des Leistenmachens sowie die sechs Tafeln zur Etui- und Futteralmachekunst aus der Erstausgabe von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband IV). Die beschreibenden Textblätter jeweils vorgebunden. - Sauberes, gutes Exemplar. - Lough 10f. {BN#22180} (mehr)
Duhamel de Monceau, Henri Louis. Die Kunst türkische Tapeten zu weben, welche unter dem Namen der Savonnerie bekannt sind. [Königsberg u. Leipzig, Johann Jacob Kanter, 1768]. 32 SS. Mit 4 mehrf. gefalteten Kupfern. Marmorierter Pappband des 20. Jh.s mit goldgepr. ledernem Deckelschild.
€ 325
Erste deutsche Ausgabe von Duhamels ?Art de faire les tapis, façon de Turquie? (Paris, 1766), übersetzt und herausgegeben von Daniel Gottfried Schreber, Professor an der Universität Leipzig. Die deutsche Fassung erschien als Teil 7 von J. H. G. v. Justis 'Schauplatz der Künste und Handwerke', wie schon die frz. Ausgabe Bestandteil des ?Descriptions des arts et metiers? der kgl. Akademie der Wissenschaften gewesen war. Die Stiche zeigen Webstühle in unterschiedlichen Detailansichten und Aufrissen, den Weg und die Knüpfung des Garns, Tapetenknüpfer am Webstuhl etc., von der Dresdner Kupferstecherin Johanna Dorothea Sysang (1729-91, vgl. Thieme/Becker 32, 368), Schülerin ihres Vaters Johann Christoph S. und seit 1755 Gattin des Leipziger Beamten G. Philipp. - Fromm 7040. {BN#2128} (mehr)
[Ernst von Sachsen]. Wolverdiente Ehren-Seule dem weyland durchläuchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Ernst Hertzogen zu Sachsen, Jülich, Cleve und Bergk, Landgrafen zu Thüringen, Marckgrafen zu Meissen, Gefürsteten Grafen zu Henneberg, Grafen zu der Marck und Ravensberg, Herrn zu Ravenstein, ec. Aufgerichtet zum Friedenstein. Gotha, Christoph Reyher, [1678]. Gest., gefalt. Frontispiz, Titel, (2), 378 [recte: 380], 108, (20) SS. Mit 10 zumeist mehrf. gefalt. Tafeln, dem Wappenholzschnitt am Titel und zahlreichen ornamentalen Initialen und Zierstücken in Holzschnitt. Lederband (dat. 1681) mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. Folio.
€ 1.600
Einzige Ausgabe der aufwendig gestalteten Festbuchs, enthaltend die Trauerfeierlichkeiten für und Leichenpredigt auf den beliebten Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (geb. 1601, gest. 26. März 1675), den Gründer des Gothaischen Gesamthauses. ?One of the great memorial volumes of the Baroque? (Jantz). Das mit 1678 datierte Frontispiz mit der Büste Ernsts signiert von Jacob von Sandrart (1630-1708, vgl. Thieme/Becker XXIX, 397), ebenso das schöne große Portrait des Herzogs und eine von Engeln umschwebte Aufbahrungsszene; wohl gleichfalls sein Werk sind die drei Ansichten des geschlossenen Sargs auf dem Katafalk, der Leichenzug im Hof der fürstlichen Residenz, die drei Tafeln, die die Reihenfolge bei der Prozession darstellen, sowie die Tafel der Gedächtnismünzen. Enthält am Schluß Kaspar von Stielers ?Hoch-Fürstlichen Ehren-Altar?, ?a giant-sized poem of 616 rhymed trochaic eight-beat lines, followed, with special title page, by ?Josias, Das ist: Der weyland Durchläuchtigste Fürst und Herr, Herr Ernst Herzog zu Sachsen ... Mit dem Gottseligen Könige Josia verglichen von M. Heinrich Ernst Treibern [...]?; 208 alexandrine lines, with annotations? (Faber du F.). Der Dichter, Jurist und Lexikograph Stieler (1632-1707) wird auch oft als möglicher Herausgeber des vorliegenden Gedenkbuchs genannt. - Mit 10 Tafeln nicht nachgewiesen (hier nicht nur das häufig fehlende Portrait, ca. 60:44 cm, sondern auch beide Ansichten des undrapierten Sargs), alle unten genannten Ex. mit höchstens 9 Tafeln. Mehrf. gefalt. Tafeln teils mit kl. Papierdurchbruch im doppelten Falz; das Portrait des Herzogs mit kl. Randeinriß. Kleinere Beschädigungen am Lederband fachmännisch restauriert. Der Rücken mit goldgepr. Filetten um die Bänder, den Initialen ?F.V.W. | S.N.C.? und dem Bindejahr ?1681?, die übrigen Rückenfelder mit dem wiederholten Stempel des Tetragrammatons im Strahlenkranz. Innen sauberes, fast fleckenfreies Exemplar, weitgehend ungebräunt und frisch. - VD 17, 23:249754Q (Ex. mit nur 7 Kupfern). Hollstein 39, 93, 391-400. Jantz 3357. STC W 1222. Vinet 734. Ornamentstichslg. Berlin 3111. Lipperheide Sbe 8. Bulling 70. Seebaß, N. F., 879 (nur die letzten 10 Bll.). Dünnhaupt (Stieler) 28. Bircher, Kat. der Fruchtbringenden Gesellschaft, 749. Faber du Faur, 347a. Slg. Harold Jantz, 3357. Nicht in Ruggieri (Festbücher). {BN#3176} (mehr)
Eyßvogel, Friedrich Gottlob. Neu-Eröffnetes Magazin, bestehend in einer Versammlung allerhand raren Künsten und besonderen Wissenschafften durch welche sich alle Arten der Künstler sehr grossen Nutzen schaffen können, aus denen biß anhero geheim-gehaltenen Manuscriptis mit besonderen Fleiß zusamm getragen und in 2 Theil abgefasset [...]. Zweyter Theil. Bamberg, Martin Göbhardt, 1756. Nur 2. Band (von 2). 657, (77) SS., l. w. Bl. Mit einer Textillustration in Holzschnitt. Lederband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen auf 4 Bünden. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 300
Erste Ausgabe. - Nur zweiter Band des seltenen Handbuchs, mit Abschnitten zur Anfertigung von Lackfirnissen und Geheimtinten, über Holzfärbung, Farbenherstellung, Pergamentbearbeitung, belebende Tinkturen, Geruchssäcklein etc. - Ecken und Kanten stellenweise bestoßen; Hintergelenk etwas lädiert. Alter hs. Besitzvermerk am Titel; gegen Ende unbedeutender Wasserrand. - Ferchl 147. Schießl 42. Brüning 4787. Vgl. Hoover Collection 289. {BN#22303} (mehr)
[Farbe-Belustigung]. Die mit allerhand schönen curiösen und geheimen Wissenschafften angefüllte Farbe-Belustigung, eingetheilet in zwey Theile; darinnen in dem ersten Theil angewiesen werde die schöne Illuminir-Kunst [...]. In dem andern Theil ist enthalten die schöne vollständige Farbe-Kunst [...]. Nürnberg, Georg Christoph Lochner für Johann Christoph Lochner, 1711. 2 Teile in einem Band. Doppelblattgroßer, rot-schwarz gedruckter Titel, (4), 162 (recte: 160), 220 SS. Pappband. 8vo.
€ 950
| Zweite Ausgabe; wohl eine Titelauflage von 1707. "An early 18th-century German formula book with hundreds of recipes of paints, dyes, and inks of all kinds for all purposes, with a section on cleaning and spot-removing" (Bibl. Tinct.). - Durchgehend etwas gebräunt; teils auch wasserrandig und fleckig (gegen Ende stärker). Einige Randläsuren (restauriert). Der doppelblattgroße Titel mit. kl. Randläsuren. Hs. Besitzvermerk "Anton Carl mpr. angehörig" am Titel verso. - Vgl. Bibliotheca Tinctoria 739f. (andere Ausgaben). {BN#24093} (mehr) |
Fortoul, H[ippolyte]. Les Fastes de Versailles depuis son origine jusqu'a nos jours. Paris, Houdaille & Cie., 1844. (8), 327, (5) SS. Mit gest. Frontispiz, gest., altkol. Stahlstichtitel und 21 gest. Tafeln. Roter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt; Marmorvorsätze. Gr.-8vo.
€ 120
Zweite, anders ausgestattete Ausgabe (EA 1839) des schönen Werks über die Reichtümer der französischen Königsresidenz. Der Schriftsteller Hippolyte Fortoul (1811-56) wurde 1840 Professor für französische Literatur in Toulouse und machte sich um die Edition der Schriften des Abbé Sieyès verdient. Ab 1851 diente er als Unterrichtsminister. - Ecken und Kanten etwas bestoßen. Am Vortitel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk "Annie A. Broadwood"; am Titel wiederum gezeichnet "Annie King" (dazu das kleine Monogrammexlibris "AAK" am vorderen Innendeckel). Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; die Tafeln meist weniger betroffen. - Hoefer 18, 227. Vgl. Brunet VI, 24177. Graesse II, 618. {BN#17158} (mehr)
Furttenbach, Joseph. Architectura civilis: Das ist: Eigentliche Beschreibung wie ma[n] nach bester Form, und gerechter Regul, fürs Erste: Palläst, mit dero Lust- und Thiergarten, darbey auch Grotten: Sodann gemeine Bewohnunungen: Zum Andern, Kirchen, Capellen, Altär, Gotshäuser: Drittens, Spitäler, Lazareten und Gotsäcker aufführen unnd erbawen; Alles auß vielfalter Erfahrnuß zusammen getragen, beschrieben, und mit 40 Kupfferstucken für Augen gestellt. Ulm, Jonas Sauer, 1628. (22), 78 SS., l. w. Bl. Titel in rot und schwarz; ohne das Frontispiz. Mit 38 (statt 40) gefalt. Kupfern. (Beigebunden) II: Ders. Architectura recreationis, Das ist: Von allerhand nutzlich- und erfrewlich civilischen Gebäwen: In vier unterschidliche Hauptstuck eingetheilt [...]. Augsburg, Johann Schultes, 1640. (26), 120 SS. Titel in rot und schwarz; ohne das Frontispiz. Mit 33 (statt 35) gefalt. Kupfern. (Beigebunden) III: [Ders.] Architectura privata. Das ist: Gründtliche Beschreibung [...]. Augsburg, Johann Schultes, 1641. (14), 78 SS. Mit 12 (statt 15) gefalt. Kupfern. Halbleinenband um 1920. Kl.-Folio.
€ 2.000
Sammelband mit den Hauptwerken Furttenbachs zur Architekturtheorie und -praxis, alle in jeweils erster Ausgaben. Der Allgäuer Architekt und Kunstschriftsteller, in Italien ausgebildet, baute "1634 das 'Brechhaus' in Ulm, 1638 ein Brunnenwerk am Seelgraben, 1641 das Komödienhaus sowie verschiedene Bürgerhäuser und arbeitete an den Festungswerken" (DBE). - Der erste Band, ein klassisches Werk in der Tradition Serlios, beschreibt den Bau von Palästen und Kirchen. Das zweite Werk "gibt Beispiele für die Anlage von Wohnhäusern, Schlössern, Palästen und Rathäusern mit Gärten und Nebengebäuden" (Augsb. Barock). Die 'Architectura privata' schließlich mit ihren Abbildungen von Wohnhäusern, Fenstern, Portalen, Grundrissen, Gartenanlagen und Grotten (nebst Beschreibung dazu zu verwendender Materialien wie Muscheln, Korallen, Kitt etc.) ist "das Spiegelbild bürgerlicher Lebensformen, die sich in ihrer berechnenden, gediegenen Behäbigkeit als Vorbild verstanden wissen möchte" (Kruft). - Es fehlen der 'Architectura civilis' die Kupfer 28, 29 und das Frontispiz; der 'A. recreationis' die Kupfer 24, 28 und das Frontispiz; der 'A. privata' die Kupfer 5, 11 und die unnumerierte Tafel. Teils schwach wasserrandig; die ersten und letzten Bll. auch mit größeren, hinterlegten Randläsuren; Titel von I neu aufgezogen. - I: Ornamentstichslg. Berlin 1953. BM-STC F 1635. Millard III, 34. Fowler 131. Kruft 688 u. 194. - II: Ornamentstichslg. Berlin 1957. Poggendorff I, 819. Kruft 194, 12. Thieme/Becker XII, 605. Augsburger Barock, 643. - III: Ornamentstichslg. Berlin 1958. Schloisser 588. Krufft 570, 13 u. 195. {BN#12110} (mehr)
Gargiulo, Raffaele. Raccolta de monumenti più interessanti del Re. Museo Borbonico e di varie collezioni private. Neapel, Museo Reale, 1825. Gest. Titel und 160 (dav. 1 gefalt.) Umriß-Kupfertafeln. Grüner strukturierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Fileten. Gr.-4to (235:282 mm).
€ 750
| Erste Ausgabe. - Die Tafeln zeigen antike Büsten, Skulpturen, Vasen, Leuchter, Rüstungen, Kannen, Tische, Wandbilder etc. Zum Keramiker R. Gargiulo (gest. 1858) vgl. Minghetti, Ceramisti (Milano, 1939). - Teils unbedeutend stockfleckig. Am Schluß beigebunden ist ein zeitgenöss. hs. Tafelverzeichnis (8 Bll.). Einband gering berieben. Aus der Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich, mit dem charakteristischen Signaturschildchen am Rücken. - Brunet II, 1485. Borroni 1856 (nennen beide nur 80 Tafeln). Murray III, 45 (nennt 2 Bde. mit 200 Tafeln). {BN#24430} (mehr) |
Garnier, Charles. Le nouvel opera de Paris. Paris, Ducher et Cie., 1880. 2 Bde. in einem (nur die beiden Tafelbände) mit zus. 75 Tafeln. Bd. 1: Vortitel in rot, Haupttitel in rot und schwarz, 1 Bl. Tafelverzeichnis, gest. Portrait, 35 Tafeln (num. 1-40; 5 doppelt gezählt). Bd. 2: Vortitel in rot, Titel in rot und schwarz, 1 Bl. Tafelverzeichnis, 40 Tafeln (num. 1-60; 20 Chromolithographien doppelt gezählt). Dabei: Vortitel des Textbands. Zusammen lose in roter Halbleinenmappe der Zeit mit goldgepr. Deckeltitel "Le Nouvel Opera de Paris | Bronzes" und vier Schließbändern. Imperial-Folio.
€ 7.500
| Erste Ausgabe. - Die Tafelbände des seltenen Prachtwerks zur "Opéra Garnier", des nach seinem Erbauer benannten, 1875 eröffneten neobarocken Pariser Opernhaus, eines der meistbestaunten Bauwerke seiner Zeit. Die Tafeln zeigen Pläne, Querschnitte und Aufrisse des Gebäudes, detailgenau gestochen nach Zeichnungen von Duchamp, Jasson, Riquois und anderen. Die prächtigen Chromolithographien (darunter auch vom berühmten Treppenhaus) vermitteln einen Eindruck von Reichtum und Luxus der Innenausstattung. "Mit einem Schlage wurde [Garniers] Name bekannt, als ihm 1861 in dem Wettbewerb um eine Neue Oper einstimmig der 1. Preis zuerkannt wurde [...] Mit dem unerhörten Aufwande von nahezu 50 Millionen Francs hat Garnier in seiner Oper das bis heute unübertroffene architektonische Prunkstück des modernen Paris geschaffen" (Thieme/B.). Zu den Tafeln hinzu kamen noch vier Bände mit Photographien von Durandelle sowie Garniers monographischer Textband, die hier nicht vorliegen. - Teils etwas berieben; ungefähr 10 Tafeln mit kl. Randläsuren. Alter Bibliotheksstempel ("Malmö Stadts Yrkesskolas Bibliotek") am vorderen Innendeckel. - Thieme/Becker 13, 205. Nicht im Kat. der Ornamentstichslg. Berlin. {BN#19083} (mehr) |
Gavarni, Paul [d. i. Chevalier, Sulpice Guillaume] / Méry, Joseph. Les Parures. Fantasie par Gavarni. Texte par Méry. Histoire de la mode par le C.te Foelix [d. i. L. F. Raban]. Paris, (Lacour für) G. de Gonet, Martinon, Veuve Louis Janet sowie Karl Twietmeyer (Leipzig), [1850]. (4), 300 SS. Mit handkol. gest. Frontispiz und 15 handkol. gest. Tafeln mit breiten, fein schablonengestanzten Spitzenborten und Schutzblättern aus Japanpapier. Goldgepr. roter Originalleinenband. Dreiseitiger Goldschnitt. Kl.-Folio.
€ 600
| Erste Ausgabe. - Reizendes Werk der französischen Modeillustration, das außer Kleidung und textilen Accessoires auch Juwelen- und Blumenschmuck zur Geltung bringt. Die 16 Stahlstiche von Geoffroy nach dem geschätzten Zeichner Gavarni (1804-66) enthalten "studies of beautiful women, fashionably attired for the most part, which were drawn in London. Méry wrote the 'fantasy' accompanying them to fit Gavarni's designs" (Ray). - Vorliegend die "appealing [...] special edition in which the steel engravings are printed and delicately colored on paper with borders cut to various lace patterns. So presented, Gavarni's designs become fashion plates of the first order" (ebd.). - Im selben Jahr erschien noch ein gleich aufgemachter weiterer, ebenfalls in sich selbständiger Band, worauf noch der Reihentitel "Perles et Parues" am Vortitel hindeutet. - Teils etwas stockfleckig; Einband mit winzigen Läsuren an den Kapitalen. Ungarischer Bibliotheksstempel. - Lipperheide Cm 9 (incpl.). Ray (French) 209A. Carteret III, 461. Vicaire 770f. Sander 469. OCLC 1533760. Nicht bei Colas. {BN#10970} (mehr) |
Gheyn, Jakob de. Arataea, sive signa coelestia: in quibus astronomicae speculationes veterum ad archetypa vetustissimi Arataeorum Caesaris Germanici codicis 44 aereis formis expressae, artificiose ob oculos ponuntur. Amsterdam, J. Janssonius, 1621. Mit 43 kolor. Kupfertafeln von Dolendo nach J. de Gheyn. Flexibler Pergamentband der Zeit mit hs. Signatur am Rücken. Folio.
€ 28.000
| Seltene erste Ausgabe des prächtigen Sternenatlas, lt. Warner "the finest illustrations of the individual Hyginus constellations". Ein Teil der Sternenbilder Gheyns waren bereits 1600 als Textkupfer zum Aratus-Kommentar des Grotius' erschienen, erweitert zum Atlas wie vorliegend wurde die prachtvolle Folge dann erst 1652 zum zweiten Mal aufgelegt. Lt. Brunet enthalten einige Exemplare zusätzlich zu den durchlaufend numerierten und hier komplett vorliegenden Sternenkonstellationen noch eine - nicht numerierte - "gravure separée" in deutlich größerem Format als die übrigen Blätter. Diese Übersichtskarte des Sternenhimmels mit dem Zodiakus ist unserem Exemplar - so wie z. B. auch jenem der Bibliothek Nationale, Paris - nicht beigegeben. Titel mit altem Sammlerstempel (Dreiberg mit Monogramm "LPT", nicht bei Lugt). Die gest. Legende jeweils zur Steigerung der dekorativen Wirkung des kräftigen Kolorits auf blauem Grund übermalt, weiße Ränder nur vereinzelt minimal fleckig, Titel u. 3 Tafeln mit restaurierten Randeinriss. Insgesamt jedoch sehr gutes, sauberes und breitrandiges Exemplar (210:305 mm bei einer Plattengröße von 140:160 mm). - Sehr selten, lt. OCLC nur zwei Exemplare in Amerika (US Naval observatory, Ohio State University). - Warner, The Sky Explored, 93, 1a. Hollstein VII, 119, 51-95. Bartsch III, 119, 35-55. Bibl. Belgica III, G 320 Anm. Vgl. Thieme/B. XIII, 530ff. Brunet II, 1766 ("Recueil rare et recherché"). {BN#22980} (mehr) |
Gilbert, Antoine Pierre Marie. Description de la Cathédrale d'Amiens. Amiens, Caron-Vitet, 1833. Kupferfrontispiz, III-XII, 380 SS. Mit 4 gest. Tafeln sowie einigen gest. Vignetten. Bedruckte Originalbroschur. Gr.-8vo.
€ 220
Kunsthistorische Studie Gilberts (1785-1858) zur klassischen gotischen Kathedrale von Amiens (eine der besterhaltenen Frankreichs), begonnen 1220 und vollendet 1288. Die Kupferstiche zeigen die berühmte Haupt- (West-)Fassade (Frontispiz), den Grundriß der Kathedrale, die östliche Rückansicht sowie Innenansichten des Hauptschiffs und des Allerheiligsten. Sie stammen von Auguste Joron, Millet, Teillard sowie Charles P. J. Normand (1765-1840), der 1792 den Grand Prix gewonnen hatte. - Unbeschnitten; anfangs tw. unaufgeschnitten. {BN#1494} (mehr)
Gilbert, Antoine Pierre Marie. Description de la Basilique Métropolitaine de Paris. Paris, Le Clere, 1821. Kupferfrontispiz, X, II, 447 SS., 1 Bl. Mit 3 gest. Tafeln, davon 2 mehrfach gefaltet. Broschur der Zeit mit gedr. Rückenschildchen. Gr.-8vo.
€ 180
Erste Ausgabe. - Kunsthistorische Studie Gilberts (1785-1858) zur Kathedrale Notre-Dame de Paris, von den früheren Kirchen am selben Ort bis zum berühmten Höhepunkt frühgotischer Baukunst (begonnen 1163, vollendet Mitte des 13. Jh.s). Die Kupferstiche zeigen Hauptfassade (Frontispiz) und Grundriß der Kathedrale sowie die bedeutenden Bauplastiken des Hauptportals. Sie stammen von Jacques Marie Véran (geb. 1780) aus Arles, der v. a. als Buchillustrator tätig war. - Unbeschnitten; anfangs tw. unaufgeschnitten. Durchgehend leicht stockfleckig. {BN#1490} (mehr)
Goltz, Alexander Demetrius, Maler, Graphiker und Bühnenbildner (1857-1944). 5 Kostümbilder zur Neuinszenierung von Wagners "Tannhäuser" an der Wiener Hofoper. [Wien, 1909]. 5 Originalaquarelle auf Karton, alle von Goltz eigenh. monogrammiert und bezeichnet. Mit Blindstempel der "K. u. K. Direction d. K. u. K. Hoftheater". Rechts oben mit blauem Farbstift numeriert (3-7). Jeweils 480:310 mm. Unter Passepartout.
€ 2.000
| Die bildmäßig ausgeführten Kostümbilder zeigen den Landgraf, Walther von der Vogelweide, Biterolf, Heinrich den Schreiber sowie Reinmar von Zweter. Außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts findet sich die Numerierung von zeitgenössischer Hand. - Goltz war Mitglied des Hagenbunds und der Wiener Sezession; für die Neuinszenierung des "Tannhäuser" unter der musikalischen Leitung Bruno Walters zeichnete er gemeinsam mit K. L. Prinz für die Ausstattung verantwortlich. - Außerhalb des Bildausschnitts unbedeutend fingerfleckig bzw. leicht angestaubt, im ganzen jedoch saubere und äußerst dekorative Kostümbilder. - F. Hadamowsky, Die Wiener Hofoper (Staatsoper) 1811-1974, Wien 1975, S. 435. {BN#15312} (mehr) |
Hefele, Melchior. Triumphbogen für Kaiser Leopold II. Wien, 1790. Kupferstich von Carl Schütz. 810:650 mm.
€ 1.000
Von Carl Schütz gestochene, prachtvolle Kupferstichansicht des von Melchior Hefele im Dezember 1790 errichteten Triumphbogens anlässlich der Rückkehr Kaiser Leopolds II. von der Krönung nach Wien. Der Architekt Melchior Hefele (1716-94) war zunächst um 1734 beim bischöflichen Schlossermeister Georg Oegg in Würzburg tätig und übersiedelte nach Wien, wo er 1742 einen ersten Preis und die Goldene Medaille für Architektur der Akademie für bildende Künste gewann. Er war Zeichenlehrer der ungarischen Leibgarde Maria Theresias und führte seit 1756 den Titel eines k. u. k. Baumeisters. "1763-70 war Hefele als Passauer Hofarchitekt mit der Umgestaltung und dem weitgehenden Neubau der dortigen fürstbischöflichen Residenz befaßt. Seit 1770 wirkte er überwiegend in Ungarn, wo er für den Bischof von Steinamanger (Szombathely) u. a. eine bischöfliche Residenz und die Kathedralkirche in Steinamanger, die als sein Hauptwerk gilt, errichtete. Seine Bauten zeichnen sich durch die Verbindung barocker Monumentalität und klassizistischer Strenge aus" (DBE). - Selten. - Thieme/Becker 16, 236f. {BN#23516} (mehr)
Hermbstädt, Sigismund Friedrich (Hrsg.). Magazin für Färber, Zeugdrucker und Bleicher. Berlin, kgl. preuß. akadem. Kunst- und Buchhandlung, 1815. 2 Bde. (von 8) in einem. XIV, 330 SS. X, 262 SS. Mit zus. 10 gest. Tafeln (dav. 2 koloriert). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 380
| Zweite, vermehrte Auflage dieser "Sammlung der neuesten und wichtigsten Entdeckungen, Erfahrungen und Beobachtungen, zur Beförderung und Vervollkommnung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinen-Färberei, der Zeugdruckerei, und der Kunst zu bleichen" (Untertitel). Vorliegend die beiden Bände 3 und 4. Der Erfurter Chemiker und Pharmazeut S. F. Hermbstaedt (1760-1833) war (seit 1810) erster Professor der Technologie an der Universität Berlin. - Papierbedingt schwach braunfleckig. Der Einband etwas berieben. - Nicht bei Schießl oder Kirchner. Vgl. Poggendorff I, 1082. {BN#18508} (mehr) |
Hoff, Johann Friedrich. Adrian Ludwig Richter. Maler und Radierer. Des Meisters eigenhändige Radierungen [...]. Dresden, J. Heinrich Richter, 1877. XXXX, 489, (4) SS. Mit einem Portraitfrontispiz in Lichtdruck und einem 4seitigen lithogr. Brieffaksimile. Halbpergamentband der Zeit mit gepr. Rückentitel. Gr.-8vo.
€ 110
Erste Ausgabe. - Erstes grundlegendes Werkverzeichnis. Durchgehend annotiertes Handexemplar mit zahlr. hs. Zusätzen, Verbesserungen und Anstreichungen in Bleistift, Buntstift und roter Tinte (um 1909, lt. dat. hs. Schenkungsvermerk). Mit Griffregister. Gutes Exemplar. - Thieme/Becker XXVIII, 299. {BN#3639} (mehr)
Hundertpfund, Liberat. The Art of Painting Restored to its Simplest and Surest Principles [...]. London, David Bogue, 1849. IX, (3), 122 SS. Mit 24 lithogr. Tafeln (dav. 19 in Farbe) und 1 gefalteten Tabelle ("View of the Principal Combinations (Mixtures) of the Three Primary Colours"). Blindgeprägter Originalleinenband mit Rückentitel und -vergoldung. 8vo.
€ 750
Erste englische Ausgabe vom theoretischen Hauptwerk des aus Bregenz stammenden und mit Moritz von Schwind befreundeten Malers (1806-78), erstmals 1847 unter dem Titel "Malerei auf ihre einfachsten und sichersten Grundsätze zurückgeführt, eine Anweisung, mit ganzen Farben alle Halbtöne und Schatten ohne Mischung zu malen" erschienen. - Aus der Bibliothek des Vorarlberger Rechtsanwalts Dr. Karl J. Steger mit dessen gest. Exlibris (Ranzoni [sculpsit] 1950) im vorderen Innendeckel. - Vgl. Schießl (Maltechniken) 365 (EA). {BN#11837} (mehr)
Ilg, Albert (Hrsg.). Alt-Wien in Bild und Wort. Herausgegeben vom Wiener Alterthumsverein und von der Redaction des Wiener Illustrirten Extrablattes. Wien, Verlag des Wiener Alterthumsvereins in Commission bei C. Gerold?s Sohn, 1893. Titelblatt, 1 Blatt Vorwort, 105 (statt 109) Tafeln in Holzstich. Zusammen lose in Halbleinenmappe mit Bindebändern. Folio (Tafelgröße 29,5:46 cm).
€ 180
Jede Tafel mit einer halbseitigen Ansicht. Zumeist mit Randläsuren (die Abbildung meistens nicht betroffen). Untere Ecke des Vorderdeckels der Mappe abgebrochen. Es fehlen die Tafeln 26, 53, 54 und 69. - Nicht in Slg. Mayer. {BN#5478} (mehr)
Jezl, Jacob. Die vollständige Folge der "Schwarzmander" in der Innsbrucker Hofkirche. [Innsbruck, um 1715]. 28 durchlaufend numerierte Radierungen (62:118 mm bei einem Blattmaß von 220:345 mm) auf 14 Bll. (jeweils recto u. verso bedruckt; die letzte in der Platte signiert). In losen Bogen ineinandergelegt, die Blätter jeweils von zeitgenössischer Hand mit ausführlicher dt. Beschreibung der Dargestellten versehen.
€ 2.800
| Bemerkenswertes Besipiel naiver Tiroler Volkskunst des Hochbarock. Die Radierungen dokumentieren das Skulpturenprogramm am Grabmal Kaiser Maximilians in der Innsbrucker Hofkirche und zeigen alle 28 um den Kenotaph des Kaisers wachenden "Schwarz-Mander". Die Bilder der hier komplett vorliegenden Folge wurden mit Sicherheit in der Innsbrucker Hofkirche auch einzeln als Wallfahrtsbilder ausgegeben. Während der handschriftliche Text dem Werk Mildorfers folgt, sind die Radierung völlig unabhängig von den dort veröffentlichten Abbildungen und wohl auch etwas früher als diese entstanden. - Der aus einer Innsbrucker Goldschmied- und Medailleurfamilie stammende Jakob Jezl (1677-1748) lernte das Radierhandwerk unter seinem gleichnamigen Vater, der der Regierung und den Ständen von Innsbruck wiederholt "kleinere Arbeiten lieferte" (Thieme/B.). Wie schon sein Vater verfertigte auch er "eine Reihe von Gelegenheitsbildern mit Darstellungen von Ehrenpforten, Wallfahrtsandenken, Exlibris u. dgl., doch alles ohne jegliche Kenntnis von Anatomie oder Perspektive. Besonders kläglich fiel der Stich der Bronzestatuen der Innsbrucker Hofkirche aus" (ebenda). Nur das erste und letzte Blatt etwas angestaubt bzw. im Rand leicht knittrig. Die ersten drei Radierungen zeitgenössisch koloriert. Die vollständige Serie in einem außergewöhnlich breitrandigen Exemplar und durchwegs klaren Abzügen auf gänzlich unbeschnittenen Bögen. - Thieme/Becker XVIII, 549. {BN#23337} (mehr) |
[Kalligraphie]. Schreibhefte der Marie Strasser. Wien, 1828-29. 9 Bll., 68 nicht numer. Seiten. 2 Bände. Schwarze Lackpapierbroschuren der Zeit. 4to.
€ 100
Hübsche biedermeierliche Schriftübungshefte einer Wiener Schülerin mit Muster- und Zieralphabeten, Gedichttexten in variierender Auszeichnung und Musterbögen für Briefe und Quittungen. Letztere in gehefteten Bogen lose im Umschlag. {BN#3960} (mehr)
Krafft, Albert. Catalogue de la Galerie de Tableaux Imperiale et Royale au Belvedere a Vienne. Wien, H. F. Müller, 1845. XII, 274, (2) SS. Mit zwei mehrfach gefalteten, gestochenen Tafeln. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.
€ 60
Französische Ausgabe des erstmals 1837 (in deutscher Sprache) erschienenen Standardwerks. "Eine mit musterhafter Genauigkeit und Gründlichkeit ausgeführte Arbeit" (Wurzbach). - Albrecht Krafft, Sohn des Wiener Portraitmalers Peter Krafft (dieser ein Schüler von Tischbein und Füger), hatte - dem väterlichen Wunsche entsprechend - zugleich mit dem Gymnasium auch die Akademie der Bildenden Künste besucht, bevor er sich, eigenen Neigungen folgend, der Orientalistik zuwandte. "Von seinem geplanten krit. Katalog der kaiserl. Gemäldegal. im Belvedere, der etwa 10 Bände umfassen sollte, ist nur ein Band erschienen (1837), ein für seine Zeit vorzügliches Buch" (Thieme/B.). - Thieme/Becker 21, 384. Vgl. Wurzbach XIII, 99. {BN#23514} (mehr)
Kramer, Eduard, Architekt, Schüler Otto Wagners (1874-1943). "Skizze für die neuen Hotelbauten in Brioni". O. O., 16. X. 1905. Fassadenaufriß (Bleistiftzeichnung mit gespritztem Hintergrund in Aquarellfarbe) mit eigenh. Beschriftung in Versalien, rechts unten eh. signiert und datiert. Zeitgenössisch auf Buntpapier montiert, rückseitig mit zwei Ringen zur Aufhängung versehen. 565:175 mm.
€ 1.500
Ausnehmend dekorative und, wie an der zeitgenössischen Montage ersichtlich, bereits von Kramer zu Ausstellungs- bzw. Präsentationszwecken hergestellte Architekturzeichnung ganz im Stile seines Lehrers Otto Wagner, in dessen Spezialschule für Architektur er 1894/5 inskribiert war. Der in Galizien geborene "Kramer war freiberuflicher Architekt in Wien, wahrscheinlich war er am Bau des 'Meeres von Zishäusern' (Altenberg) beteilgt" (Marco Pozzetto. Die Schule Otto Wagners. 1894-1912. Wien 1980. S. 235). {BN#16207} (mehr)
[Kunsthandwerk]. Der österreichische Kunstfreund durch Mittheilungen aus dem Gebiethe des menschlichen Kunstwissens [...]. Herausgegeben von R. von L-e. Pest, Hartleben, 1825. Titel, 348 SS. Neuerer Halblederband mit blindgepr. Rückentitel und -verzierung. 8vo.
€ 480
Bibliographisch nicht zu ermittelndes, offenbar seltenes Werk, enthaltend Ratschläge und Rezepte, die im weitesten Sinne mit dem Handwerk eines Künstlers zu tun haben: Zubereitung verschiedener Arten von Kitt, guter Schreib- und Zeichenfedern, verschiedener Tinten; Eintheilung der Farben; Papier mit Saft- und Sandfarben zu versilbern oder zu vergolden; Von der Transparentir-Kunst; Beizen auf Holz; Kenntnis und Bearbeitung des Wachses zu Abgüssen; Von den Lackfirnissen; Von der Kunst des Vergoldens überhaupt etc. - Schönes, ungebräuntes und ganz fleckenfreies Exemplar. Über KVK nur 1 Ex. nachgewiesen (UB Augsburg). - Nicht in Holzmann-Bohatta. Nicht bei Schießl (Maltechniken). {BN#2129} (mehr)
LeBrun, [Charles]. Handwörterbuch der Seelenmahlerei. Zum gemeinnützigen Gebrauch, besonders für Zeichner, Mahler und Liebhaber charakteristischer und allegorischer Darstellungen. Nebst zwei und funfzig in Kupfer gestochenen Köpfen, die vorzüglichsten Gemüthsbewegungen und Leidenschaften betreffend. Leipzig, Kleefeld, 1802. VIII, 326 SS. Mit 13 gest. Tafeln. Pappband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 850
Erste deutsche Ausgabe der "Expression des passions de l'âme" (bei Fromm: "Traité de la physionomie"). Seltenes Werk über allegorische Malerei; enthält ferner ein interessantes Lexikon mit Begriffen zur Malerei der Gemütsverfassungen, Temperamente etc., illustriert mit Zeichnungen nach Charles Le Brun (1619-90). - Teils wasserrandig; der schlichte Einband am Rücken ausgeblichen. - Fromm 14617. {BN#12016} (mehr)
Lefler, Heinrich, Graphiker und Kunstgewerbler (1863-1919). 2 Kostümbilder zur Neuinszenierung von Wagners "Lohengrin" an der Wiener Hofoper. [Wien, 1906]. 2 Originalaquarelle auf Karton, von Lefler eigenh. monogrammiert und bezeichnet. Mit Blindstempel der "K. u. K. Direction d. K. u. K. Hoftheater" . Rechts oben mit blauem Farbstift numeriert ("1" bzw. "3"). Jeweils 480:310 mm. Unter Passepartout.
€ 1.500
Die bildmäßig ausgeführten Kostümbilder zeigen Lohengrin bzw. Ortrud. Rechts außen notierte Lefler die für das Kostüm zu verwendenden Materialien und Stoffe, beim Kostüm des Lohengrin auch Detailzeichnungen für Kopfreif bzw. Stickereibordüren. Ebenfalls außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts findet sich die Numerierung von zeitgenössischer Hand. - Lefler war Mitbegründer des Hagenbundes; seine Bühnenbild- und Kostümentwürfe zählen ebenso wie seine Märchenillustrationen zu den Höhepunkten der Graphik des Wiener Jugendstils. Unter der Direktion Gustav Mahlers wurde Lefler zum Ausstattungsleiter der Wiener Hofoper bestellt, für die Wiener Inszenierung des "Lohengrin" zeichnete er gemeinsam mit Alfred Roller für die Kostüme und das Bühnenbild verantwortlich. - Außerhalb des Bildausschnitts unbedeutend fingerfleckig bzw. leicht angestaubt, im ganzen jedoch saubere und äußerst dekorative Kostümbilder Leflers. - F. Hadamowsky, Die Wiener Hofoper (Staatsoper) 1811-1974, Wien 1975, S. 264. {BN#15311} (mehr)
Leitner, Quirin. Die hervorragendsten Kunstwerke der Schatzkammer des österreichischen Kaiserhauses. Wien, Holzhausen, 1870-1873. 5 nn. Bll., 100 Originalradierungen von W. Ungar, J. G. Fahrnbauer, E. Schuhmann u. a. Originalhalblederband mit Rückentitel und -vergoldung sowie etwas Deckelblindprägung. Imperial-Folio.
€ 850
| Exemplar der Subskriptionsausgabe auf besserem Papier; Titel- und Tafelverzeichnis hier noch zweisprachig im dt./englischen Paralleltext vorliegend. Im Auftrag des Obersthofkämmers Franz Graf Folliot de Crenneville veranstaltetes Prachtwerk, das die von Quirin Leitner initiierte Neuaufstellung der Schatzkammer dokumentiert. Die hervorragend gestochenen Abbildungen zeigen die wichtigsten Objekte der kaiserlichen Sammlungen, darunter Kunstkammerobjekte wie Cellinis Salzfass, die Kronjuwelen, Uhren, aber auch Prachthandschriften. Das vorgebundene gedruckte Subskriptionsblatt weist unser Exemplar als jenes des "Herrn Josef Kalous, Realitaetenbesitzer, Ritter des San Silvesterordens etc." aus. - Die vordere Einbanddecke oben mit kl. Wasserschaden, innen jedoch tadellos und fleckenfrei. - ÖBL V, 121. {BN#19495} (mehr) |
[Lennox - Luftschiffahrt]. Das erste Luft-Post-Schiff genant der Adler nach der Natur getreu abgebildet. O. O., um 1835. Kupferstich, 395:261 mm.
€ 950
| Interessanter deutscher Kupferstich, der das von Gf. Lennox 1834/35 in London konstruierte Luftschiff zeigt und ausführlich beschreibt. "In 1835, the comte de Lennox built the 'Eagle', a cigar-shaped airship that he displayed in London. This craft had four large paddles on either side that 'experimental sailors' were to turn back and forth like the oars of ancient ships. No evidence exists that Lennox tried to fly his invention, nor is there any reason to think it would have worked if he had tried" (Don Berliner, Aviation: Reaching for the Sky [1997], p. 33). "[The airship of 98,700 cubic feet capacity] is of interest because a small balloon or ballonet, 7,050 cubic feet contents, was placed inside the larger one for an air filling. A car 66 feet in length was rigged beneath the envelope by means of ropes eighteen inces long. Above the car the envelope was provided with a long air cushion in connection with a valve. The intention was by compression of the air in the cushion in connection with a valve. The intention was by compression of the air in the cushion and the inner balloon, to alter the height of the airship, in order to travel with the most favourable air currents. The motive power was 20 oar propellers worked by men. The airship proved to be too heavy on completion to lift its own weight, and was destroyed by the onlookers" (George Whale, British Airships: Past, Present and Future [1919], p. 16). - Stellenweise unbedeutend braunfleckig; gering knittrig. Faltspuren. - Vgl. die formatgleiche Handzeichnung, dat. 1838, beschr. im ILA-Kat. Liebmann/Wahl (1912), Nr. 136; wahrscheinlich Vorzeichnung zu oder Kopie nach unserem Stich. {BN#23983} (mehr) |
Leonardo da Vinci. Trattato della pittura. Mailand, Società Tipografica de' Classici Italiani, 1804. 2 Teile in 1 Bd. 207, (1) SS. 256, (2) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz, gest. Titelvignette, gest. Kopfstück und 61 (statt 60!, dav. 3 gefalt.) gest. Tafeln. Marmorierter Halblederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen in rot und blau. 8vo.
€ 750
| Schön gedruckte Ausgabe des "bedeutendsten Monuments der gesamten italienischen Kunstgeschichte" (Schlosser, 140), "mit bemerkenswerten Memorie storiche sulla vita, gli studi e le Opere di L. d. V. des Herausgebers" (ebd., 144). Die auf dem Manuskript H 228 in der Biblioteca Ambrosiana zu Mailand beruhende Sammlung erlebte zahlreiche Auflagen und Übersetzungen - die erste Ausgabe überhaupt, herausgegeben von Rafael Trichet du Fresne, erschien 1651 bei Langlois in Paris in französischer Sprache; die erste italienische Ausgabe wurde erst 1733 in Neapel gedruckt. Noch die vorliegende, von Carlo Amoretti herausgegebene Ausgabe beruht auf du Fresnes Edition. - Leonardo behandelt die Malerei als Spiegel des Universums; seine Schriften enthalten Elemente der Kosmologie, Psychologie, Perspektive, Farbenlehre, Bildkomposition und Philosophie. Der erste Teil der Tafeln wurde nach Zeichnungen Leonardos gestochen; als wahrscheinlicher Künstler der Tafeln im 2. Teil gilt Nicolas Poussin. - Einband an Deckeln und Kanten leicht berieben. Gedr. herald. Bibliotheksschildchen "Lancut" am vorderen Innendeckel; entspr. herald. Besitzerstempel am Frontispiz verso. Die Tafel 41 doppelt vorhanden. - Schlosser 144. Graesse 327. Brunet V, 1258. Chastel 104. {BN#19060} (mehr) |
Lingard, John. Les antiquités de l'église anglo-saxonne. Paris, Carié de la Charie, 1828. XII, V, (1), 7-626 SS. Mit einer gest., grenzkolorierten Karte von England. Halblederband der Zeit mit godlgepr. Rückentitel. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt in drei Farben. Lesebändchen. Gr.-8vo.
€ 160
Erste französische Ausgabe dieser englischen Kirchengeschichte (engl. EA 1806), hier übersetzt von A. Cumberworth jr. nach der 1810 erschienenen 2. Ausgabe. Erste selbständige Publikation des katholischen englischen Geistlichen und Historikers J. Lingard (1771-1851). - Ecken und Kanten bestoßen; Rücken stärker berieben; Vordergelenk unten angeplatzt; unteres Kapital lädiert. Erste und letzte Bll. schwach braunfleckig, sonst innen sauber. - OCLC 4823964. Vgl. DNB XI, 1201, 1. {BN#15274} (mehr)
[Louis de France, Dauphin, Sohn Ludwigs XV., Vater Ludwigs XVI. (1729-1765)]. L'Office de la Semaine sante [...] Dedié a la Reine, pour l'usage de sa Maison. Paris, Jean-Baptiste Garnier, 1752. (4), XLVIII, 852 SS. Schwarzer Maroquinband von Dubuisson für Louis de France, Dauphin. Decken mit reicher Vergoldung aus Rahmenplatte und mehreren Einzelstempeln. Rücken auf fünf Bünden, dazwischen jeweils reiche Vergoldung mit verschlungenem Bandwerk und Lilienstempeln; goldgeprägter Rückentitel. Steh- und Innenkantenvergoldung, Brokatpapiervorsätze, dreiseitiger Goldschnitt. 8vo. In Halblederkassette mit Goldfileten.
€ 8.500
| Prachtvolle Arbeit von Pierre-Paul Dubuisson, Nachfolger von Antoine-Michel Padeloup als "Relieur du Roi", für den 23jährigen Dauphin. Die von Dubuisson für den vorliegenden Einband verwendete große Rahmenplatte bildet in "ihrer vollendeten Schönheit und Reichhaltigkeit [...] eine Musterkarte der dekorativen Formen des Louis-XV-Stils mit allen Reizen und allen Übertreibungen der Rocaille" (Fürstenberg, zit. nach v. Arnim, s. u.). Im Gegensatz zu allen unten zitierten, mit derselben Platte gestalteten Vergleichseinbänden Dubuissons ist der Zwischenraum zwischen dem Supralibros des Dauphin und der Rahmenplatte auf unserem Einband noch mit mehreren Einzelstempeln in freier Handvergoldung gefüllt und bildet somit einen vollendeten Beleg für den horror vacui des Rokoko. - Die Ecken mit minimalen Spuren fachmännischer Restaurierung, insgesamt jedoch von außergewöhnlich frischer, makelloser Erhaltung. - Provenienz: Bis zuletzt im Besitz des österreichischen Erzhauses; direkt erworben von Patricia Federica Maria Valeria Nella von Habsburg-Lothringen. Erst durch die Verehelichung ihrer Großmutter Blanca de Castilla de Borbón, Infantin von Spanien (1868-1949) mit Erzherzog Leopold Salvator (1863-1931) war der Band in den Besitz des Hauses Habsburg gelangt. - Olivier Pl. 2524, Fer. 3 (Supralibros). Slg. Fürstenberg 174 (Einband für Ludwig von Frankreich). Devauchelle II, 47 (ganzseitige Abbildung der verwendeten Rahmenplatte). Database of Bookbindings (British Library), c130c1. Rahir, Livres dans de riches reliures, 1910, 184 a. Gumuchian, Belles reliures (= Cat. XII), Nr. 245 und Tafel 102 (Einband Dubuissons für Madame Adelaide auf einem 1751 gedruckten Offizium, jedoch wieder ohne Vergoldung zwischen Supralibros und der Rahmenplatte). Von Arnim, Europäische Einbandkunst aus sechs Jahrhunderten aus der Bibliothek Otto Schäfer, Nr. 116 (Einband für den Duc de La Vrilliere v. 1755, dort auch weitere Literatur). {BN#18639} (mehr) |
Mildorfer, Simon. Encomia nunquam sat laudatae Caesareae, Regiae, Archiducalis, &c. domus Austriacae aes, et marmor, in Ecclesia S. Crucis Oenipontano-Aulica praedicant: Quae Simon Milldorffer [...] toti orbi propalare conatur. Ruhm deß [...] Ertz-Hauß Oesterreichs. Innsbruck, Jacob Christoph Wagner, 1715. Titel mit Holzschnittbordüre. 34 nicht num. Bll. und 30 Kupfertafeln. Etwas späterer marmorierter Halbpergamentband. Folio.
€ 4.000
| Erste und einzige Ausgabe. In höchst eigenartigen Schabkunstblättern vorgestellt werden die 28 das Grabmal Kaiser Maximiliams in der Innsbrucker Hofkirche bewachenden überlebensgroßen Bronzefiguren. Nach diesem noch von Kaiser Maximilian selbst in Auftrag gegebenen, aber erst 1584 vollendeten Skulpturenprogramm wird die am Rande der Altstadt gelegene Grabeskirche bis heute auch als "Schwarzmanderkirche" bezeichnet. Jeder der 28 Tafeln ist jeweils eine ganzseitige Beschreibung der abgebildeten Person (darunter Mitglieder der Familie des Kaisers, anderer europäischer Fürstenhäuser sowie einige Kreuzfahrer) gegenübergestellt, die deren Bedeutung und Biographie sowohl in deutscher als auch lateinischer Sprache erläutert. Die letzte Tafel zeigt schließlich das Grabmal der Philippina, der 1580 verstorbenen Gemahlin des Erzherzogs Ferdinand von Tirol; daran angeschlossen ist noch eine - wiederum zweisprachige - Beschreibung der "23 kleinere[n] Bilder, welche in der Höhe an dem Rucken deß Chors stehen". - Kleiner Eckausriß am Titel (ohne Textberührung) alt hinterlegt, sonst tadelloses, sauberes Exemplar. Sehr selten, nur zwei Exemplare auf deutschen Nachkriegsauktionen (1953 bzw. 1987, jeweils stark beschädigt). Kein Nachweis über ABPC oder im Handel der letzten Jahrzehnte. Nicht im OCLC. - Vgl. hierzu auch Kat.-Nr. 42 (Jezl). - Wurzbach XVIII, 312. Thieme/Becker XXIV, 557. {BN#23336} (mehr) |
Moser, Johannes, Schneidermeister (fl. um 1722). Eigenh. Schnittmusterbücher. Wohl Süddeutschland/Böhmen, um 1722. Tusche auf Papier. 2 Hefte. 16 beschr. SS. auf 12 Bll. sowie 19 beschr. und in roter, blauer und grüner Gouache kolorierten SS. auf 10 Bll. mit handkoloriertem Umschlag. Zus. in Pappschatulle. 4to.
€ 1.500
| Schnittmusterbuch eines Johannes Moser, als Teil seiner Meisterprüfung: "Anno 1722 d. 10. Januarii hatt der Ehrbahre Johannes Moser Bey Einem Ehrbahren Handtwerck Sein MeisterStück Tauglichen abgerissen [?]. Die Herrn Eltisten Seindt zu der zeit Hl. Friedrich Türsch [?], und Hl. Heinrich Sauer, der abgeordnette Herr Theobald Friedland, Scabinor [Schöffe]. Undt hatt d. 11ten Dito Sein Meister-Recht bekommen." Die 15 Schnittmuster zeigen Roben für Magister der Universität, Habits für Mönche sowie eine Pferdedecke, eine französische Robe, ferner ein böhmisches Cape, verschiedene Kopfbedeckungen (Mönchskappen, böhmische Kappe, "Doctor Kugel") etc., so z. B.: "Zum Levitten Rock 8 Ellen Sammet, Damasc, oder gulden Stück, Zum Futter Sechs Ell Zetter" (mit genauen Bemaßungen); außerdem sogar ein großes Festzelt. Das zweite Heft, offenbar von derselben Hand, wiederholt manche der Schnittmuster in farbiger, floraler Ausgestaltung und zeigt außerdem Schnitte für eine Damengarderobe. - Mit den bei solchen Gebrauchsbüchern üblichen Gebrauchsspuren: Durchgehend etwas fingerfleckig; Ränder stärker lappig; einige größere Einrisse. Das kolorierte Heft mit einigen durch Farbverklebungen bedingten Papierdurchbrüchen im Bug. {BN#21037} (mehr) |
(Oostkapelle, Johan Steengracht van). Les principaux tableaux du Musee Royal a La Haye, gravés au trait, avec leur description. Den Haag, de l'imprimerie du gouvernement, 1826. (4), 48 SS. Mit 25 Umrißradierungen. Pappband der Zeit. 8vo.
€ 140
Erster Teil von insgesamt vieren. Johan Steengracht van Oostkapelle (1792-1846) war bedeutender Kunstsammler und erster Direktor des Den Haager "Mauritshuis", das die Königliche Gemäldegalerie beherbergt. - Rücken lädiert; innen sauber und ungebräunt. Gutes, breitrandiges Exemplar. {BN#22490} (mehr)
(Orlandi, Pellegrino Antonio). Allgemeines Künstler-Lexicon, oder: Kurze Nachricht von dem Leben und den Werken der Mahler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Kunstgiesser, Stahlschneider, etc. etc. Nebst einem angehängten Verzeichniß der Bildnissen, der in diesem Lexicon enthaltenen Künstler, in alphabetischer Ordnung beschrieben. Zürich, Heidegger und Co., 1763. XX, 772 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Blauer Interimspappband der Zeit mit hs. Rückentitel. 4to.
€ 350
Deutsche Ausgabe des erstmals 1704 erschienenen "Abecedario pittorico" des P. Pellegrino Orlandi, bearbeitet von Johann Rudolf Füssli. Eine englische Übersetzung war bereits 1730 erschienen. - Vorsätze mit hs. Notizen der Zeit zu Steinmetzzeichen und Monogrammen. Einband fleckig und bestoßen; innen kaum gebräunt. - Vgl. Zischka 115. {BN#24522} (mehr)
Palladio, Andrea. Architecture de Palladio, divisée en quatre livres [...]. Avec des notes d' Inigo Jones [...]. Le tout revu, dessiné & nouvellement mis au jour par Jaques Leoni [...]. Den Haag, Pierre Gosse, 1726. 4 Teile in 1 Band. (6), 115, (1), (2), 46, (2), 38, (2), 16, (4) SS. Mit gest. Portrait, gest. Frontispiz, zus. 204 gest. Tafeln (230 Nummern) und 12 Textkupfern. Lederband der Zeit auf sieben Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Gr.-Folio (300:455 mm).
€ 6.500
| Diese Ausgabe von Palladios Hauptwerk (aus dem Italienischen von N. du Bois) erschien nach der englischen Ausgabe des Inigo Jones von 1715 und gilt durch ihre in kleinem Maßstab ausgeführten Illustrationen als eine der besten. "Opere di un enorme dispensione per sua ricca e laboriosa esecuzione" (Cicognara). Die erstmals 1570 erschienene "Architectura" ist das bedeutendste Werk jenes Architekten, ?der die stärkste und nachhaltigste Wirkung auf die Baukunst ganz Europas ausgeübt hat? (Thieme/B. 26, 165). - Exemplar aus dem Besitz des Architekten Heinrich von Ferstel (1828-83) mit seinem Exlibris am vorderen Innendeckel. Ferstel gilt als einer der hervorragendsten Vertreter des Historismus und einer der wesentlichen Bildner der Wiener Ringstraße (1868-71 Museum für Kunst und Industrie, 1873-84 Universität); das 1860 vollendete "Palais Ferstel" berherbergt das berühmte Café Central. Als sein Hauptwerk gilt die Wiener Votivkirche (1856-79) im Stil der französischen Gotik. - Hernach im Besitz des Münchner Architekten Heinrich von Hügel (gest. 1899) mit seiner Plakette in der oberen rechten Ecke des Vorderdeckels montiert. Hügel baute u. a. das Zeughaus und das Palais Schack in München sowie das Theater in Franzensbad (1867). Er "bediente sich meist der Formensprache der italienischen Renaissance" (Thieme/B. 18, 53). - Einband etwas berieben; Vordergelenk fachmännisch restauriert. Innen sehr sauber und im allgemeinen nur zum Rand hin gelegentlich unbedeutend gebräunt. Insgesamt sehr schönes Provenienzexemplar dieser prächtig illustrierten Ikone der Architekturgeschichte. - Cicognara 596. Fowler 225. Graesse V, 108. Kat. der Ornamentstichslg. Berlin 2599. {BN#18244} (mehr) |
Palladio, Andrea. Le fabbriche e i disegne di Andrea Palladio, raccolti ed illustrati da Ottavio Bertotti Scamozzi. Opera divisa in quattro tomi con tavole in rame, rapprensentanti le piante, i prospetti, e gli spaccati. Tomo primo (-terzo). Vicenza, Giovanni Rossi, 1796. 3 Bde. (von 4). VIII, 128 SS. Mit gest. Frontispiz und 52 teils mehrf gefalt. gest. Tafeln. Iv, 76 SS. Mit 51 Tafeln . IV, 60 SS. Mit 52 Kupfern auf 50 teils mehrf. gefalt. gest. Tafeln. Einheitl. gebundene marmorierte Lederbände der Zeit mit Rückentitel und -vergoldung sowie goldgepr. Deckelbordüre. Gr.-4to.
€ 1.400
| Wohl dritte italienische Ausgabe dieser Reihe, seltener als ihre zugleich erschienenen Pendants in französischer Sprache bzw. "con la traduzione Francese". Die erste Ausgabe erschien 1776-81, ebenfalls in Vicenza. - Reich illustrierte Ausgabe des bedeutendsten Werkes jenes Architekten, "der die stärkste und nachhaltigste Wirkung auf die Baukunst ganz Europas ausgeübt hat" (Thieme/B. XXVI, 165). Die Tafeln zeigen Grundrisse, Aufrisse, Fassaden und architektonische Details. Einbände berieben, Ecken und Kanten bestoßen, Kapitale etwas lädiert. Innen sauber und praktisch fleckenfrei. Wie meist fehlt der vierte und letzte Band der Reihe, die ersten drei jedoch wie vorliegend komplett. - Vgl. Kat. der Ornamentstichslg. Berlin 2722. Fowler 231. Avery 745. {BN#14087} (mehr) |
[Papiertheater]. "Vorstellung eines grossen Lustgartens". [Augsburg, Martin Engelbrecht, um 1730]. Sechs zeitgenössisch adjustierte und rückseitig auf Makulatur kaschierte Kupferstichblätter im Originalkolorit. Lose in Pappmappe der Zeit und hs. Deckelschildchen. Kl.-4to (16:21 cm).
€ 2.400
| Die Miniaturtheater des Augsburger Kupferstechers Martin Engelbrecht (1684-1756) sind eine Weiterentwicklung seiner größerformatigen Guckkastenbilder und gelten als die frühesten Papiertheater überhaupt. Das aus fünf kulissenartigen Auschneidbögen und einer festen Rückwand bestehende Diorama ergibt hintereinander aufgestellt den perspektivische Ausblick auf eine prachtvolle Gartenanlage mit Schloß im Hintergrund, die freistehenden Figuren sind jeweils Teil der ausgeschnittenen Bögen. - Durch die durchlaufende handschriftliche Numerierung vom ersten bis zum letzten Blatt, das den Abschluß des so geschaffenen Bühneraums bildet, ist die Vollständigkeit der Folge leicht nachzuvollziehen. - Zeitgenössisch montierte Papiertheater mit allen Teilen wie vorliegend sind von größter Seltenheit. Die zeitgenössischen Beschriftung des Deckelschildchens der hübschen Pappmappe nebst laufender Nummer ist Hinweis auf die Zugehörigkeit unseres Papiertheaters zum mitgeführten Repertoire eines wandernden Schaustellers. - AKL XXXIV, 24. {BN#21300} (mehr) |
[Papiertheater]. "Vorstellung eines zerstörten Schlosses mit Geister". [Augsburg, Martin Engelbrecht, um 1730]. Sechs zeitgenössisch adjustierte und rückseitig auf Makulatur kaschierte Kupferstichblätter im Originalkolorit. Lose in Pappmappe der Zeit mit Kattunpapierbezug und hs. Deckelschildchen. Kl.-4to (16:21 cm).
€ 2.500
| Die Miniaturtheater des Augsburger Kupferstechers Martin Engelbrecht (1684-1756) sind eine Weiterentwicklung seiner größerformatigen Guckkastenbilder und gelten als die frühesten Papiertheater überhaupt. Das aus fünf kulissenartigen Auschneidbögen und einer festen Rückwand bestehende Diorama ergibt hintereinander aufgestellt das perspektivische Bild eines verwilderten Schloßgartens, die freistehenden Figuren sind jeweils Teil der ausgeschnittenen Bögen. - Durch die durchlaufende handschriftliche Numerierung vom ersten bis zum letzten Blatt, das den Abschluß des so geschaffenen Bühnenraums bildet, ist die Vollständigkeit der Folge leicht nachzuvollziehen. - Zeitgenössisch montierte Papiertheater mit allen Teilen wie vorliegend sind von größter Seltenheit. Die zeitgenössischen Beschriftung des Deckelschildchens der hübschen Pappmappe nebst laufender Nummer ist Hinweis auf die Zugehörigkeit unseres Papiertheaters zum mitgeführten Repertoire eines wandernden Schaustellers. - AKL XXXIV, 24. {BN#21299} (mehr) |
[Papiertheater]. Franc-Macons. Freymaurer Loge. [Augsburg, Martin Engelbrecht, um 1730]. Sechs zeitgenössisch adjustierte und rückseitig auf Makulatur kaschierte Kupferstichblätter im Originalkolorit. Lose in Pappmappe der Zeit mit Buntpapierbezug und hs. Deckelschildchen. Kl.-4to (16:21 cm).
€ 3.500
| Die Miniaturtheater des Augsburger Kupferstechers Martin Engelbrecht (1684-1756) sind eine Weiterentwicklung seiner größerformatigen Guckkastenbilder und gelten als die frühesten Papiertheater überhaupt. Das aus fünf kulissenartigen Ausschneidbögen und einer festen Rückwand bestehende Diorama ergibt hintereinander aufgestellt das perspektivische Bild einer Freimaurerloge, die freistehenden Figuren sind jeweils Teil der ausgeschnittenen Bögen. - Durch die durchlaufende handschriftliche Numerierung vom ersten bis zum letzten Blatt, das den Abschluß des so geschaffenen Bühneraums bildet, ist die Vollständigkeit der Folge leicht nachzuvollziehen. - Zeitgenössisch montierte Papiertheater mit allen Teilen wie vorliegend sind von größter Seltenheit. Die zeitgenössischen Beschriftung des Deckelschildchens der hübschen Pappmappe ("Vorstellung einer Freymauerer Loge") nebst laufender Nummer ist Hinweis auf die Zugehörigkeit unseres Papiertheaters zum mitgeführten Repertoire eines wandernden Schaustellers. - AKL XXXIV, 24. {BN#21298} (mehr) |
[Papiertheater]. "Vorstellung eines angenehmen Lusthausses". [Augsburg, Martin Engelbrecht, um 1730]. Sechs zeitgenössisch adjustierte und rückseitig auf Makulatur kaschierte Kupferstichblätter im Originalkolorit. Lose in Pappmappe der Zeit mit Brokatpapierbezug und hs. Deckelschildchen. Kl.-4to (16:21 cm).
€ 2.500
| Die Miniaturtheater des Augsburger Kupferstechers Martin Engelbrecht (1684-1756) sind eine Weiterentwicklung seiner größerformatigen Guckkastenbilder und gelten als die frühesten Papiertheater überhaupt. Das aus fünf kulissenartigen Auschneidbögen und einer festen Rückwand bestehende Diorama ergibt hintereinander aufgestellt die perspektivische Innenansicht einer Säulenhalle, die freistehenden Figuren sind jeweils Teil der ausgeschnittenen Bögen. - Durch die durchlaufende handschriftliche Numerierung vom ersten bis zum letzten Blatt, das den Abschluß des so geschaffenen Bühneraums bildet, ist die Vollständigkeit der Folge leicht nachzuvollziehen. - Zeitgenössisch montierte Papiertheater mit allen Teilen wie vorliegend sind von größter Seltenheit. Die zeitgenössischen Beschriftung des Deckelschildchens der hübschen Pappmappe nebst laufender Nummer ist Hinweis auf die Zugehörigkeit unseres Papiertheaters zum mitgeführten Repertoire eines wandernden Schaustellers. - AKL XXXIV, 24. {BN#21301} (mehr) |
Paterno, Anton. Verlags-Catalog der Kunsthandlung des Anton Paterno in Wien, am Neuen Markt, No. 1064. [Wien], J. P. Sollinger, 1832. 31, (1) SS. (Beigebunden:) Supplement des Verlags-Cataloges von F. Paterno, (vormals: A. Paterno's Wwe. & Sohn), Wien. [Wien], (L. C. Zamarski / J. P. Sollinger Nfg. für) R. Weigl in Leipzig, [um 1900]. 15, (1) SS. (Beigebunden:) Verlags-Catalog der Artistischen-Anstalt und Kunstdruckerei für Ölfarbendruck F. Paterno. III. Bezirk, Maroccanergasse Nr. 5. [Wien, um 1938]. 28 SS. (Beigebunden:) Verlags-Katalog von L. T. Neumann Kunsthandlung in Wien. Wien, Jacob & Holzhausen, 1862. 50 SS. Halbleinenband um 1920 mit goldgepr. Rückentitel; die bedr. Originalbroschuren mitgebunden. 8vo.
€ 300
Sammelband mit drei Kunstkatalogen der Wiener Firmen Paterno und einem weiteren der Kunsthandlung L. T. Neumann (letzterer mit hs. Nachträgen), verzeichnen die gesamte Verlagsproduktion unter Angabe der Einzelpreise. - Selten; sämtlich nicht in ÖNB. {BN#12372} (mehr)
Piles, [Roger] de. Cours de peinture par principes. Amsterdam & Leipzig, Arkstée & Merkus für Gebr. Estienne, 1767. (8), 389, (11) SS. Mit gest. Frontispiz und 2 gest. Tafeln. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel sowie Rücken- und Stehkantenvergoldung. 8vo.
€ 300
Etwas spätere Ausgabe von de Piles' (1635-1709) erstmals 1708 erschienenem Erfolgswerk. "Roger de Piles, der das [17.] Jahrhundert als der bestallte Literat der Akademie beschließt, [...] ist nichts weniger als ein Umsturzmann [...] Mit De Piles [...] tritt ein neuer Typus auf den Plan, der für die Zukunft größte Bedeutung hat: der Liebhaber als Kenner und Kritiker, dessen Urteil [...] durch eigene Sammlertätigkeit gestützt ist. Er, der sein Kabinett vorwiegend in Holland zusammengebracht hatte, urteilt über die Kunst dieses Landes, in dem die Zukunft ruht, mit ganz anderem Anteil und anderer Zuständigkeit; er schätzt nicht nur Rubens, sondern auch Rembrandt, und schon ist ihm, der ein guter Kopf war, [...] ein Funke des Verständnisses sogar für die alten Niederländer, die Van Eyck und selbst für Brueghel, aufgeglommen" (Schlosser, 554). - Untere Ecken bestoßen; oberes Kapital lädiert. Innen nur schwach fleckig; Vortitel mit hs. Besitzvermerk "Wm. Stevenson" (um 1800). - Vgl. Schlosser 556. {BN#10556} (mehr)
[Prater]. Plan du pavillon et du jardin de l'ambassadeur de Russie prince de Gallitzin au Prater. Wien, um 1775. Kupferstich von G. Nicolai. 63 x 57 cm.
€ 450
Demetrius Michailowitsch Gallitzin (Golizyn, 1721-1793) war 1760/61 russischer Gesandter in Paris, wo er seinen Privatsekretär Ludwig Heinrich von Nicolay kennenlernte. Ab Mai 1762 Gesandter in Wien, spielte er eine große Rolle bei der Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und dem Habsburgerreich. Er verhandelte erfolgreich mit Österreich die Erste Teilung Polens, die seinem Land den meisten Landgewinn brachte. 1784 wurde er zum Botschafter des russischen Hofes bei Kaiser Joseph II. ernannt. Golizyn war bekannt als ein großzügiger Förderer der Künste. Wolfgang Amadeus Mozart besuchte häufig sein Stadtpalais und spielte dort Konzerte. 1775 errichtete er im Wiener Prater zwischen Hauptallee und heutiger Ausstellungsstrasse ein Lusthaus mit Park. 1780 erwarb der Fürst weite Besitzungen von der Gemeinde Ottakring im Westen Wiens am Predigtstuhl, der bald nach ihm, später auch offiziell Gallitzinberg genannt wurde. 1785 ließ er sich dort ein Sommerschlösschen erbauen, an der Stelle wo heute das Schloss Wilhelminenberg steht. Das Schloss beherbergte seine umfangreiche Kunstsammlung. - Seltener Plan des frühen Landschaftsgartens im Wiener Prater. - Czeike II. {BN#23518} (mehr)
[Raffael]. Bartoli, Pietro Santi. [Fregi disegnati ed eseguiti da Rafaello nel Vaticano.] D. Nicolao Simonellio picturae omniumq[ue] bonarum artium cultori eximio genio tuo obsequor, gratiam quaero, Nicolae praestantissime eruditis oculis tuis admiranda Raphaelis Urbinatis monumenta subijcio, tuoque nomini dico : dum enim ipsa, meis typis, eduntur, tu, qui pictorem principem, summo studio, prosequeris, dignus profecto es, qui eius quoque gloriae comes prodeas, et eniteas. Rom, J. B. Rossi, [um 1670]. Gest., illustrierte Widmung und 14 gest. Tafeln von P. S. Bartoli nach Raffael. Marmorierter Umschlag. Qu.-Folio (440:280 mm, Plattengröße: 250:110 mm).
€ 1.400
Die wie vorliegend komplette Stichfolge, "di prima bellaza ed una delle più belle opere di questo intagliatore" (Cicognara), widmete der in Rom tätige Altertumsforscher und Kupferstecher Bartoli (1635-1700) dem neapolitanischen Barockmaler Nicolo de Simone. Bartolis veröffentlichtes Werk, zumeist aus seinen Zeichnungen nach antiken oder zeitgenössischen Vorlagen zusammengestellte und bei Rossi veröffentlichte graphische Folgen, war lt. AKL "hochgerühmt und [...] sehr begehrt". - Sehr selten; über internationale Bibliothekskataloge nur auf Mikrofiche nachweisbar (Cicognara Library, Cambridge 1989; dort mit identer Kollation). - Schönes, breitrandiges Exemplar, nur das Widmungsblatt etwas fingerfleckig und mit kleiner Randläsur. Kl. Blindstempel "Calcographia CAR" (nicht bei Lugt) am ersten Blatt. - OCLC 51079148. Cicognara 3600. Nicht im Kat. der Ornamentstichslg. Berlin. Nicht in Libreria Vinciana. Zu Bartoli vgl. AKL VII, 1993, 258. {BN#9608} (mehr)
[Rainer Ferdinand, Erzherzog]. Erzherzog Rainers Reisen durch Südtirol. Eine Sammlung von 52 Originalaquarellen aus den Jahren 1848 bis 1851. Wien, Inlibris, 2003. 60 SS. Mit 57 durchgehend farbigen Abbildungen. Qu.-8vo.
€ 35
Katalog 12. - Erzherzog Rainer war nicht bloß "Landschaftsmaler und Lithograph" (Fuchs II, 37), sondern gilt als eine "der hervorragendsten Gestalten der Regierungszeit Kaiser Franz Josefs" (O. Redlich in: Biogr. Jahrb. und dt. Nekrolog XVIII, zit. n. DBA II 1040, 150f.). Ehrenmitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften sowie vielseitig begabt und interessiert, war er eine der profiliertesten Sammlerpersönlichkeiten des Hauses Habsburg. - Schon sein Vater Erzherzog Rainer Joseph (1783-1852), Bruder des Kaisers Franz, hatte Österreich im Jahr 1848 verlassen, um sich in Oberitalien niederzulassen. So verlebte also auch Rainer d. J. "die Jugend [...] in dem altösterreichischen Italien [...] geleitet und angeregt von den für alles Schöne empfänglichen Eltern u. von vortrefflichen Lehrern" (Redlich). - Ob sich unter den "vortrefflichen Lehrern", den bildnerischen Erziehern Erzherzog Rainers, einer der großen Kammermaler seiner Zeit befand, die ja gerade in der ersten Jahrhunderthälfte nachweislich zur Zeichenausbildung der jungen Erzherzöge herangezogen wurden, muß vorläufig offen bleiben. Auffallend ist jedenfalls die doch häufige Übereinstimmung in der Wahl der Reisewege und Motive mit den dokumentierten Exkursionen Thomas Enders ins Ötztal sowie nach Südtirol und Oberitalien in den Jahren 1843 bis 1847. Zur Entstehungszeit der vorliegenden Blätter reiste Rainer jedoch mit Sicherheit schon auf eigene Faust und ohne seine Lehrer (sich selbst beim Zeichnen und seine Begleiter hat er übrigens mehrfach in den Landschaftsbildern festgehalten), auch die Qualität der Aquarelle ist mit jener seiner überlieferten Schülerzeichnungen nicht mehr vergleichbar. Die gereifte Begabung des 1851 bereits 24jährigen Erzherzogs und die außergewöhnliche Qualität seiner Arbeiten wird vor allem im direkten Vergleich mit Werken von anderen - teils ebenfalls in der Landschaftsmalerei - dilettierenden Mitgliedern des Kaiserhauses (vgl. die sogenannten Dilettantenkassetten der Albertina) deutlich. - ISBN: 3-9500813-8-0. {BN#6177} (mehr)
R[everoni] S[aint-]C[yr, J. A.]. Essai sur le perfectionnement des beaux-arts par les sciences exactes ou calculs et hypothèses sur la poésie, la peinture et la musique. Paris, Pougens, Henrichs & Magimel, 1803. 2 Bde. (4), 226 SS. (4), 242 SS. Mit 4 gefalt. Kupfertafeln. Marmorierte Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. roten Rückenschildchen, reicher Rückenvergoldung, goldgepr. Deckelbordüren und bayerischem Wappensupralibros; Stehkantenfileten. Dreiseitiger Farbschnitt. Lesebändchen. 8vo.
€ 2.500
| Erste und einzige Ausgabe, sehr selten. - Kunsttheoretische Schrift des Barons Jacques-Antoine de Saint-Cyr (1767-1829), der als Oberst in der französischen Armee diente und zahlreiche Theaterstücke sowie einige Romane verfaßte. Das in kleinster Auflage erschienene Werk hat auch bei den Bibliographen nur geringe Beachtung gefunden, obwohl es für das Verständnis ästhetischer Anschauungen der Zeit durchaus aufschlußreich ist. - Die Kupfertafeln mit Maßverhältnissen und anatomischen Studien als Hilfsmittel für die Zeichnung sowie Notenbeispielen, die musikalische Ausdrucksmomente durch Wolken, Wellen und Architektur veranschaulichen. - Die Einbände beschabt und mit kl. Wurmspuren bzw. Fehlstellen; die Rückenerscheinung tadellos. Innen sehr sauber; stellenweise unaufgeschnitten. Aus der Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich, mit dem charakteristischen Signaturschildchen am Rücken. - Becker 498. {BN#24431} (mehr) |
[Rossau - Architektur]. Eigentliche Vorstellung des inneren der Kapellen nebst dem von Schwarzen Marmel errichteten Altar zu Ehren des wunderthätigen Heiligen Peregrini Latiosi aus dem Orden der Diener unserer Lieben Frauen in obbelobten Ordens Kirchen bey Maria Verkündigung der Vorstadt Rossau zu Wien. Wien, (1767). Kupferstich, 345:495 mm (Plattengröße). M. Hefele Inv. et del.; F. Landerer sculp. Gerahmt.
€ 350
| Von F. Landerer nach der Zeichnung von Melchior Hefele gestochene, prachtvolle Ansicht der 1767 nach Hefeles Entwurf geschaffenen Peregrinikapelle der Wiener Servitenkirche. Der Architekt Melchior Hefele (1716-94) war zunächst um 1734 beim bischöflichen Schlossermeister Georg Oegg in Würzburg tätig und übersiedelte nach Wien, wo er 1742 einen ersten Preis und die Goldene Medaille für Architektur der Akademie für bildende Künste gewann. Er war Zeichenlehrer der ungarischen Leibgarde Maria Theresias und führte seit 1756 den Titel eines k. u. k. Baumeisters. "1763-70 war Hefele als Passauer Hofarchitekt mit der Umgestaltung und dem weitgehenden Neubau der dortigen fürstbischöflichen Residenz befaßt. Seit 1770 wirkte er überwiegend in Ungarn, wo er für den Bischof von Steinamanger (Szombathely) u. a. eine bischöfliche Residenz und die Kathedralkirche in Steinamanger, die als sein Hauptwerk gilt, errichtete. Seine Bauten zeichnen sich durch die Verbindung barocker Monumentalität und klassizistischer Strenge aus" (DBE). - Kräftiger, kontrastreicher Abruck des seltenen Blattes. - Anna Zádor, "Hefele, Melchior", in: NDB VIII, 200f. {BN#23984} (mehr) |
Sacken, Eduard von. Oesterreichs kirchliche Kunstdenkmale der Vorzeit. Lieferung I. St. Maria Stiegenkirche in Wien. Beschrieben von Dr. Ed. Freiherr von Sacken. Wien, Fr. Springer & R. v. Waldheim, 1856. XV, (1) SS auf gefalt. Doppelbögen. Titelblatt und Initialen in Golddruck; mehrere Textillustrationen in Holzstich. 9 tonlithograph. Tafeln. - Dabei: Lieferung III und IV: Petersschloß u. St. Bartholomä zu Friesach. Ebd., 1857. 1 Bl., XVII-XXVI SS, Mit 3 Tonlithographien, 1 Farblithographie und 2 Chromolithographien sowie 1 Stahlstich. Weiterhin dabei: SS. XVII-XXIV und 2 Chromolith. 1 Tonlith. und der Stahlstich wiederholt. Zusammen lose in bedr. Originalhalbleinenmappe mit Bindebändern, tw. in originalen Lieferungsumschlägen. Folio (36,5:52,5 cm).
€ 200
Seltene Vorzugsausgabe mit in gold gedruckten Titeln und Initialen auf besserem Papier der vom österreichischen Kunsthistoriker Ed. Frh. v. Sacken (1824-83) betreuten Serie, die zu den Inkunabeln der österreichischen Kunstgeschichtsforschung zählt. Die erste Lieferung behandelt die gotischen Kunstdenkmäler zu St. Maria am Gestade in Wien; die unvollständigen beiden weiteren Lieferungen Friesach in Kärnten. - Trägerpapier zumeist etwas stockfleckig; die Lithographien selbst wenig betroffen. Schönes Exemplar aus der Bibliothek der Genossenschaft bildender Künstler Wiens. - Gugitz 13842. Slg. Mayer 1034 (nur St. Maria). {BN#5456} (mehr)
Sadeler, Tobias. Calendarium Romanum ethnicae vetustatis, sub Imp. Constantino, Imp. Constantini Magni filio, circa annum Christi CCCLIV compositum et Valentino cuidam dedicatum. [Wien, um 1670]. Gestoch. Titel und 12 Kupfertafeln von Tobias Sadeler. Flexibler Pergamentband auf durchzogenen Bünden. Qu.-4to.
€ 4.500
Schöne Folge von Monatskupfern in bemerkenswert kräftigen Abdrucken, in der Platte vom Künstler signiert. Darunter in gest. Legende der auf den jeweiligen Monat bezüglich Merkvers aus den 'Eclogae' des Ausonius. Tobias Sadeler (auch: Sadler) war lt. Thieme/B. zwischen 1670 und 1675 in Wien tätig, wo er u. a. für die Kupfer von Vischers großen Österreich-Topographien verantwortlich zeichnete. Eine Tätigkeit außerhalb Wiens ist für ihn nicht belegt; seine Werke wurden ausnahmslos hier gedruckt und verlegt. Bei Mayer sind knapp fünzig von ihm illustrierte Drucke verzeichnet. - Von größter Seltenheit, kein Nachweis auf Auktionen der letzten Jahrzehnte. Kein Exemplar des Werkes über KVK oder OCL nachweisbar. - In den breiten weißen Rändern etwas gebräunt bzw. fingerfleckig, sonst tadellos. - Hollstein 101-113. Nicht im VD 17. Nicht bei Mayer (Wiens Buchdruckergeschichte). Nicht in Ornamentstichslg. Berlin, Praz, Landwehr etc. Vgl. Thieme/B. XXIX, 301f. u. Nagler XIV, 165 (beide ohne Nennung der vorliegenden Folge). {BN#15811} (mehr)
Sanquirico, Alessandro. Raccolta di varie decorazioni sceniche inventate e dipinte per l'I. R. Teatro alla Scala. [Mailand, o. Dr., 1818-1829]. Titel und 62 gest. kolorierte Umrißradierungen von A. Sanquirico (alle auf Papier mit Wasserzeichen "J. Whatman, Turkey Mill"), die zwischengebundenen Transparentpapiere (Wasserzeichen "FB") durchwegs erhalten. Moosgrüner Pappband der Zeit mit neoklassizistischer Vergoldung. Decken mit Rahmen aus Fileten mit Wellenband sowie breitem Mäanderband. Rücken durch stlisierte Blütenbänder in neun Felder geteilt. Dreiseitiger Farbschnitt. Im gleichfarbigen Originalschuber mit dreipaßförmiger Ausnehmung am Vorderschnitt. Quer-Folio (485:405 mm).
€ 135.000
| Die nie in den Handel gekommene und von Sanquirico nur an höchste Würdenträger verschenkte erste Ausgabe dieser Gesamtschau seines Werkes, mit 62 Blättern wie vorliegend komplett. "La grandiosa collezione del Sanquirico, in fogli di grande formato, stampati e colorati con estrema cura, era evidentemente destinata a clienti 'facoltosi'" (Ferrero). Im Jahre 1818 begann Sanquirico mit den Arbeiten zur "Herausgabe eines größeren Werkes, welches die von ihm ausgeführten Theaterdecorationen, in Umrissen radirt, sorgfältig ausgetuscht und colorirt, enthält und im Jahre 1829 in 62 Blättern unter dem Titel: 'Raccolta die varie decorazioni [...]' in einem Bande vorlag, aber nicht in den Handel gekommen ist" (Wurzbach). Sanquirico gilt als bester Bühnenbildner seiner Zeit und war von 1817 bis 1832 als "scenografico unico" an der Mailänder Scala tätig, wo er "durch einen immerwährenden Reichtum neuer Schöpfungen gesteigerte Bewunderung erregte. Er ist ein Meister in der Perspektive und auch als Maler vom feinsten Geschmacke im Stande, durch Farbe und Licht magische Effekte hervorzubringen. Jede seiner Dekorationen hat neuen Zauber und reiche Mannigfaltigkeit der Erfindung. Es verging daher keine Oper oder ein anderes pomphaftes Schauspiel, in welchem Sanquirico neben den gefeierten Sängern und anderen Bühnenhelden nicht ebenfalls seinen Triumph feierte" (Nagler). "La sua attività coincise con uno dei periodi più interessante della lirica italiana, quando ai nomi ormai famosi di Mayr, Mozart e Meyerbeer si alternavano quelli di Rossini, Bellini, Donizetti e Pacini, e il balletto italiano trovava la sua nova espressione nelle pantomime eroiche" (Enc. dello Spettacolo). Als Papier für das hier vorliegende Album verwendete Sanquirico das beste damals erhältliche, nämlich jenes dicke Velin der Turkey Mill, auf dem auch James Audubon zur gleichen Zeit seine 'Birds of America' druckte (vgl. hierzu Bannon/Clark, Handbook of Audubon Prints, 35). Das Kolorit der Blätter ist meisterhaft ausgeführt und von außergewöhnlicher Leuchtkraft: Hunderte von feinsten Farbnuancen - etwa in der tropischen Pflanzenwelt, den kostbaren Kostümen der auftretenden exotischen Völker oder in den rötlich zarten Wolkenformationen des Abendhimmels über den Ideallandschaften und -architekturen - erzeugen eine atmosphärische Dichte, die die Ansichten zu den schönsten ihrer Art werden ließ. - Makelloses und völlig fleckenfreies Exemplar im originalen Pappband der Erstauslieferung. Lediglich der zugehörige Schuber mit Restaurierungsspuren, sonst gänzlich unberührt und bis zuletzt in der Bibliothek der Herzöge in Bayern auf Schloß Tegernsee. - Wurzbach XXVIII, 196. Nagler XVI, 135. Enc. dello Spettacolo VIII, 1483. M. V. Ferrero, La Scenografia della Scala nell'età neoclassica, Mailand 1983, 91-140. {BN#24469} (mehr) |
Schlager, Johann Evangelist. Georg Rafael Donner. Ein Beitrag zur österreichischen Kunstgeschichte. Mit seinem Bilde, dem Facsimile und 14 Original-Beilagen. Wien, Kaulfuß Witwe, Prandel & Comp., 1848. VI, 170 SS. Mit gest. Frontispiz von Jacob Schmutzer. Marmorierter Halbleinenband um 1900. Kl.-8vo.
€ 80
Seltene erste Ausgabe der ersten Monographie über den bedeutenden Wiener Bildhauer des Barock. Schlager (1786-1852), der als Topograph und Historiker zu den produktivsten Forschern seiner Zeit in Wien gehörte, leistete hier, wie bei allen seinen Werken, akribisches Quellenstudium und schuf so eine lange gültige und mehrfach aufgelegte Monographie. Die wichtigsten Archivalien sind im Anhang im Originaltext abgedruckt. {BN#4212} (mehr)
Schwind, M[oritz] von. Almanach von Radierungen [...] mit erklärendem Text in Versen von Ernst, Freiherr von Feuchtersleben. Erster Jahrgang [= alles Erschienene]. Zürich, J. Veith u. a., 1844. 55 unnum. Bll. Mit 42 Radierungen von Moritz von Schwind. Originalbroschur im marmorierten Pappschuber der Zeit. 4to.
€ 350
Zweiter Druck der ersten Ausgabe. "Auch unter dem Namen 'Album für Raucher und Trinker' bekannt" (Rümann). - Die Darstellungen zeigen phantasievolle Pfeifenköpfe, schmauchende Alte, Junge und Frauen, Amoretten und Genien im blauen Dunst sowie Pokale und andere bacchantische Elemente. - Nur leicht gebräunt bzw. stockfleckig. Schönes, breitrandiges Exemplar. - Rümann 2351. Vgl. Pfister II, 7435. {BN#17191} (mehr)
Sengschmitt, Berthold. Grundsteinlegung des Stiftes Schottes am 6ten Mai 1831. Wien, Anton Edler v. Schmid, 1831. Lith., ill. Titel, 3-8, (2) SS. Zeitgenöss. Buntpapierbroschur. 4to.
€ 58
Gedicht auf die Grundsteinlegung des Schottenstiftes. Der Verfasser, der Benediktiner Sengschmitt (1801-52), war Stiftsarchivar und Kapitular-Priester des Schottenstiftes und Sprachlehrer am Schottengymnasium. Die Titellithographie zeigt die von Josef Kornhäusel gestaltete Fassade des Stiftes und stammt aus der Wiener lithogr. Anstalt der Gebrüder Matthias und Joseph Trentsensky. Die von 1826 bis 1832 durch Kornhäusel ausgeführten Umbauarbeiten im Stift gehören zum bedeutendsten Schaffen des Architekten in Wien. {BN#1729} (mehr)
Serradifalco, Domenico Lo Faso Pietrasanta, Duca di. Del duomo di Monreale e di altre chiese siculo-normane. Palermo, Roberti, 1838. (4), 87, (3) SS. Mit gestochenem Vortitel, lithographiertem Titel, 5 gestoch. Vignetten u. 27 (davon 2 gefalt.) gestoch. u. 1 lithogr. Tafel. Illustrierter Originalpappband. Imperial-Folio (54:38 cm).
€ 2.000
| Erste Ausgabe. - Dedikationsexemplar mit eigenh. Widmung des Autors "a Monsieur Monsr. A(lbert) Thiers Grand Off. de la Legion d'honneur etc. etc. hommage de l'auteur". Prachtvolles Werk über die im 12. Jahrhundert erbaute Kathedrale von Monreale, "das bedeutendste Bauwerk des normannisch-sizilischen Stiles, mit alten Bronzetüren, prächtigen Mosaiken auf Goldgrund und Grabmälern normannischer Könige" (Meyer, 6. A.). Die Tafeln mit Innen- und Außenansichten der Kathedrale, Grundrissen, Plänen sowie zahlreichen Detailansichten. - Unbeschnittenes und fleckenfreies Exemplar auf besserem Papier aus der "Bibliothéque Fondation Thiers" mit entsprechendem Stempel. Der Einband aufgrund seines übergroßen Formats etwas bestoßen und beschabt, sonst tadellos. - Nicht bei Schlosser. Brunet V, 311. Graesse VI, 372. {BN#1047} (mehr) |
Steinbüchel, Anton von. Grosser antiquarischer Atlas oder Abbildung der vorzüglichsten Denkmähler der alten Welt zu einer wissenschaftlichen Begründung der Alterthumskunde, nach den Vorträgen im k. k. Münz- u. Antiken-Cabinett zu Wien. Wien, Joseph Trentsensky, [1833]. 48 (statt 51) lithogr. Tafeln in 8 Lieferungen (in den bedr. Original-Lieferungsumschlägen). Die Lieferungen 7 und 8 jeweils in einem zusätzlichen Exemplar im Umschlag (mit zus. 12 Tafeln) vorliegend. Imp.-Folio.
€ 850
Annähernd komplettes Exemplar der seltenen, praktisch nie vollständig vorkommenden lithographischen Folge, nach Vorträgen des Altertumsforschers Anton Steinbüchel von Rheinwall (1790-1883), Direktor der Wiener Münz- und Antikenkabinetts. "Zu den wichtigsten lithographischen Betrieben der Frühzeit in Österreich zählte die Firma, die Josef Trentsensky 1819 gründete" (Durstmüller I, 246). Vorliegend die Grundserie (42 Tafeln) sowie die sechs zusätzlichen Tafeln VI. B, VIII. B, C, D, X. B und XXIV. B. Es fehlen gegenüber der Kollation bei Wurzbach drei Tafeln sowie der einen halben Bogen umfassende Textteil. Die Faszikel 7 und 8 jeweils doppelt vorliegend (z. T. tintenrandig bzw. braunfleckig). - Wurzbach XXXVIII, 55. Nicht bei Nebehay/Wagner. {BN#18243} (mehr)
[Story, George H.]. Illustrated catalogue. Paintings in the Metropolitan Museum of Art New York. [New York, Metropolitan Museum, 1907]. XL, 248 SS. Mit zahlreichen schwarz-weißen Tafeln. Ill. grüner Originalleinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. Gr.-8vo.
€ 50
Sehr gutes Exemplar des noch immer nützlichen Sammlungskataloges, aus dem Besitz des Numismatikers und Kunstsammlers Leon Ruzicka mit seinem gedr. Exlibris (?Für alles Interesse?, nach eigener Zeichnung). {BN#5524} (mehr)
Sucquet, Antonius. Piae considerationes ad declinandum à malo et faciendum bonum. Cum Iconibus. Viae vitae aeternae. Wien, o. Dr., 1672. Titelkupfer, (4), 46 Bll. Mit Holzschnittvignette nach dem Sachindex, zahlreichen figuralen Initialen in Holzschnitt sowie 32 Kupfertafeln, in Platte fortlaufend numeriert. Lederband der Zeit mit geprägtem Rückenschildchen und -verzierung. 8vo.
€ 350
Spätere Ausgabe des außergewöhnlich populären Werkes, das erstmals 1620 in Antwerpen (unter dem Titel 'Viae vitae aeternae') erschienen war und allein bis 1630 sieben Auflagen erlebte. Für die christliche Ikonographie des 17. Jh.s war das Werk grundlegend. Brunet schreibt darüber: "die Frommen suchen das Buch wegen seiner Texte, die Neugierigen wegen der 32 Stiche, die es zieren." - Das Titelkupfer der vorliegenden Ausgabe ist signiert vom Wiener Kupferstecher Johann Martin Lerch, der wohl auch die anderen Illustrationen den Stichen des "Boetius a Bolswert" in der Erstausgabe nachgestochen hat. Jeder der (nicht mitpaginierten) Kupfertafeln ist eine ausführliche Erklärung anhand der eingestochenen Bezeichnungen gegenübergestellt. - Mit Besitzvermerk der Zeit am Titel und Exlibris der Bibliothek des Michaelsklosters von Belmont/Hereford am vorderen Spiegel. Durchgehend leicht gebräunt und fleckig. Ecken etwas bestoßen, Rücken und Kapitale stellenweise mit kleinen Fehlstellen. Vorderes Deckelgelenk angebrochen. - VD 17, 12:104430T. Praz, Studies in 17th century image, 506. Vgl. Brunet V, 577. {BN#1401} (mehr)
[Teppich von Bayeux]. Notice historique sur la tapisserie brodée de la Reine Mathilde, epouse de Guillaume le Conquérant. Saint-Lo, J. Elie, 1827. 46 SS., l. w. Bl. Blaue Interimsbroschur der Zeit. 8vo.
€ 50
Ungefähr vierte Ausgabe (EA 1802) dieser Schrift über den "Teppich von Bayeux", einen fast 70 Meter langen und 50 Zentimeter hohen Tuchstreifen, der in bunten, gestickten Bildern die Geschichte der Eroberung Englands im Jahre 1066 erzählt. Nach französischer Tradition wurde er von Königin Mathilde, der Gattin Wilhelms des Eroberers, gestickt. - Ohne die 6 Tafeln. {BN#18781} (mehr)
Vergnaud, Armand Denis. Nouveau manuel complet du teinturier, contenant l?art de teindre en laine, soie, coton, fil, en drap et en pièce, sur toute espece de tissus, etc., etc.; d?enlever les taches, de dégraisser, reteindre, remettre a neuf, lustrer, etc, etc., etc. Ouvrage d?une théorie et d?une pratique égalementfaciles pour les ouvriers et pour les gens du monde. Paris, à la Librairie Encylopédique de Roret, 1842. VI, 372 SS. Mit 3 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. (Beigebunden:) Verlagsverzeichnis Juli 1845. 90 SS. Marmorierter Halbmoiréeband mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. 12mo.
€ 220
?Nouvelle édition?. - Noch frühe Ausgabe des oft aufgelegten Handbuchs zu Färbekunst für Wolle und Textilien, verfaßt vom Pariser Kunsthandwerker A. D. Vergnaud (1791-1885). Erschienen in der Reihe der ?Manuels-Roret?. Die Tafeln zeigen Vorrichtungen zum Farbkochen sowie Walzenapparaturen. Teils leicht braunfleckig; der EInband vestoßen und an den Gelenken schwach angeplatzt. Altes Bibliotheksetikett am Vorderdeckel; Titel verso mit Stempel des oö. Landesmuseums. - Nicht bei Brunet, Graesse, Schießl, Ornamentstichkatalog, etc. {BN#8314} (mehr)
Vischer, Peter d. Ä. und Reindel, A[lbert Christoph]. Vierzehn der vorzüglichsten Figuren des von Peter Vischer in Erz gegossenen Grabmahls des heil. Sebaldus in Nürnberg. Gezeichnet und gestochen von A. Reindel. Nebst einer perspectivischen Ansicht des Monuments, gestochen v. F. Geissler. Nürnberg, A. Reindel, [um 1830]. 15 gest. Tafeln. Bedruckte Originalbroschur in etwas späterem marmoriertem Pappband mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Gr.-8vo.
€ 150
Erster Etat der ersten Ausgabe mit den beiden zusätzlichen Tafeln und ohne den erst später beigegebenen Text. "Unmöglich kann das Sebaldusgrab das Werk eines Einzelnen sein. Eine ganze Künstlergeneration hat daran gearbeitet und ihr Bestes an Erfindung, Können und Kunstfertigkeit geleistet" (Thieme/B. XXXIV, 405). Die Tafeln zeigen neben die Statuen der 12 Apostel und eine Gesamtansicht des Grabmals. - Schönes Exemplar, die Kupfer in hervorragenden Abdrucken. - Nagler XII, 392, 16b ("Erste Abdrücke in gr.8"). Vgl. Thieme/B. XXVIII, 117 u. XXXIV, 408. Vgl. Freitag 10005 (Ausg. 1851-56). {BN#10643} (mehr)
Watin, [Jean-Félix]. Der Staffirmaler, oder die Kunst anzustreichen, zu vergolden und zu lackiren, wie solche bey Gebäuden, Meublen, Galanteriewaaren, Kutschen, u.s.w. auf die beste, leichteste und einfachste Art anzuwenden ist, sowohl den Künstlern als den Liebhabern zum Unterricht herausgegeben [...]. Nach der zweyten viel verbesserten französischen Ausgabe übersetzt. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1779. XVI, 336, (8) SS. Halblederband der Zeit mit goldgepr. grünem Rückenschildchen und Rückenfileten. 8vo.
€ 680
| Zweite deutsche Ausgabe (EA 1774) des Standardhandbuchs für Kunsthandwerker über die Aufbereitung von Farben, Gold und Firnis zur Verzierung von Möblen, Kutschen, Gebäuden, etc. Folgt der zweiten, insbesondere in bezug auf das Anstreichen und Vergolden stark erweiterten französischen Ausgabe (die erste behandelte vornehmlich das Lackieren mit Firnis). - Papierbedingt etwas gebräunt. Einband berieben; Ecken und Kanten etwas bestoßen, sonst gutes Exemplar. - Fromm 27301 ("Vogel"). Vgl. Schießl 924 (dt. EA). Cicognara 240 (spätere frz. Ausg.). {BN#19795} (mehr) |
Wolff, Jeremias. [Augsburger Kleidertrachten]. Augsburg, [um 1715]. 19 (von 30?) gest. Tafeln. Quer-Folio.
€ 250
Bibliographisch nicht nachweisbare Folge von Ornamentstichen, zumeist Vorlagen für Stickereiarbeiten. Diese teils in den gest. Legenden erläutert, darunter auch die "Straussen [...] zu den Beltzhauben zu sticken". Weiters komplette Schnittmuster für "Frauen Zimmer Handschuh", goldbestickte Schuhe mit "Schuh laschen", "Zu Weiß abgeneheten Hauben" und "Hertz Beuttel". - Lediglich die BSB verzeichnet ein offenbar ähnliches, ebenfalls unbetiteltes und ohne Beitext erschienenes Vorlagenwerk des bis zu seinem Tod 1724 in Augsburg tätigen Wolff, ansonsten auch über Bibliothekskataloge nicht nachweisbar. Das Ex. der BSB mit 24 Kupfern, tatsächlich dürften aber - wie aus den Lücken in der durchlaufenden Numerierung unserer Tafeln ersichtlich - insgesamt 30 Tafeln erschienen sein. - Die Tafeln mittig gefaltet, zwei mit Randschäden und Einriß in der vertikalen Faltung. - Vgl. Nagler XXIV, 548, Thieme/Becker XXXVI, 206. u. Ornamentstichkat. Berlin 4574 (alle ohne Nennung des vorliegenden Werkes). {BN#10798} (mehr)
Ziegler, Anton. Historische Memorabilien des In- und Auslandes für anziehende Weltbegebenheiten, berühmte Bau- und Kunstdenkmale, ausgezeichnete Großthaten, Würdigung der verdienste erlauchter Fürsten und berühmter Männer &c. aus mehreren Jahrhunderten gesammelt und mit Original-Federzeichnungen ausgestattet. Wien, Benko für den Verfasser, 1840. 2 Bde. (Text u. Tafeln separat gebunden). 99 Bll. 96 getönte federlithogr. Tafeln von Johann Peter Nepomuk Geiger. Marmorierte Halbleinenbände der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln. Folio.
€ 150
Erste u. einzige Ausgabe des zweiten Auftragswerks des "Österreichischen Menzel" (Thieme/B.). - Sauberes Exemplar, Titel m. hs. Besitzvermerk "Ferstel 1866". - Rümann 500. Thieme/Becker XIII, 344. {BN#12329} (mehr)
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