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Literatur, illustrierte Bücher vor 1880
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Abraham à Sancta Clara [d. i. Ulrich Megerle]. Abrahamische Lauber-Hütt. Wien, (Leopold Grund für) Carl Armbruster, 1826-1828. 2 Teile in 1 Band. VI, (2), 83, (5) SS. (4), 108 SS. Beide Titel in rot und schwarz gedruckt. Mod. Leinenband. Gr.-8vo.
€ 120
| Späte Ausgabe "in einem zeitgemäßen Auszuge und mit Beybehaltung der eigenthümlichen Schreibart des Verfassers". Die beliebte Sammlung von Abrahams Schriften war erstmals 1721 erschienen. {BN#21550} (mehr) |
Abraham à Santa Clara [d. i. Ulrich Megerle]. Nuttelyk mengelmoes, bestaande uyt alderhande zeldzame en wonderlyke geschiedenissen; smakelyk, voedsaam en vermaakelyk gemaakt [...]. Amsterdam, Ww. Wolters & J. Pauli, 1718. (10), 514, (20) SS., l. w. Bl. Titel in rot und schwarz. Mit 50 emblematischen Textkupfern von Jan Luycken. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und etwas Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 400
Erste niederländische Ausgabe von Abraham à Sancta Claras "Heilsames Gemisch Gemasch" (EA Würzburg 1704). - Es fehlt das Frontispiz; das letzte Bl. der Vorstücke ("Opschriften der Hoofdt-stukken") ist irrtümlich zwischen die SS. 16 u. 17 (A8 und B1) gebunden. Ecken leicht lädiert. Aus dem Besitz des schwedischen Theologen Henrik Bergström (1840-95) mit seinem eigenh. Besitz- und Kaufvermerk "Ostende 19.9.1894)" am vorderen Vorsatz. - Bertsche 46 b/2. Landwehr (Dutch) 1. Landwehr (Emblem & fable books) 2. Van Eeghen/van der Kellen 393. BCNI 17526. Klaversma/Hanneman 24. OCLC 63243125. {BN#15616} (mehr)
[Alkmar, Heinrich von]. Reineke de vos mit dem koker. Wolfenbüttel, Frytag, 1711. (18), 380 SS. Mit gest. Frontispiz. Mod. marmorierter Halblederband. 4to.
€ 600
| Seltene, von F. A. Hackmann herausgebene Wolfenbüttler Ausgabe nach dem niederdeutschen Text des Lübecker Drucks von 1498. Nach Goedekes Ansicht ist der Anteil Heinrich von Alkmars an dem Werk gering, während der eigentliche Übersetzer und Bearbeiter der niederdeutschen Fassung der Buchdrucker Backhusen gewesen sei. Die vorliegende Ausgabe diente Gottsched als Vorlage für seine Edition von 1752. Als Verfasser des beigefügten "Kokers" (Köchers), einer Sammlung von gereimten Sprichwörtern und Sittenlehren in alphabetischer Folge, vermutet Ebert irrtümlich den Herausgeber Hackmann, während es sich in Wahrheit um Hermann Bote handelt. - Durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig. Am Titel hs. bibliograph. Notiz um 1830: "Diese Edition ist die Hachmannische, oder Hackmannsche, welche die älteste Lübecker Edition von 1498 ziemlich genau wiedergiebt. Spätere aber schlechtere Textesabdrucke sind von Gottsched 1752, u zu Eutin 1789." Von derselben Hand an den Vorsätzen ausführliche Wort- und Namensglossen sowie am vorderen Innendeckel bibliograph. Verweis auf eine in der Allg. Jen. Literaturzeitung zitierte Ausgabe von 1825 sowie die Bemerkung, "Eine hochdeutsche Bearbeitung des Reineke von Beuther 2te Aufl. Frankf. a. M. 1556 soll sehr gut seyn". Am Vorsatz, von offenbar anderer Hand, Besitzvermerk "Dr. J. Jacoby 1859". Hernach in der Sammlung des Bibliothekars und Kantforschers Rudolf Reicke (1825-1905) mit mehreren Bleistiftmarginalien von seiner Hand sowie am Vorsatz dem ein Jahr nach seinem Tod angebrachten Akzessionsstempel der Königsberger Stadtbibliothek. Um 1960 neu aufgebunden (unter Wahrung der ursprünglichen Spiegel). - Goedeke I, 483, 18. Ebert 18846. Borchling/Cl. 3885. Jantz 1264. {BN#22178} (mehr) |
[Almanach]. Almanach des Demoiselles. Paris, (Didot für) Louis Janet, [1820]. (32) SS. Mit gest., ill. Titel und 6 gest. Tafeln. Purpurfarbener bedr. Originalpappband. Dreiseitiger Goldschnitt. 12mo.
€ 80
Die Tafeln zeigen Stiche Janets nach verschiedenen Künstlern: "Le doigt coupé" (nach Wilkie), "Vue du parc de St. Cloud" (nach Lemercier), "L'innocence" (nach Merimée), "L'aveugle musicien" (nach Wilkie), "Départ pour la chasse au faucon" (nach Wouvermans) und "Un paysage" (nach Le Mercier). Der restliche Almanach enthält neben dem Kalenderteil noch Dichtungen von Mme. de Genlis, Mme. Desbordes-Valmore u. a. - Einband berieben und mit angeplatzten Gelenken. {BN#15512} (mehr)
Aquino, Niccolò Tommaso d'. Delle delizie Tarantine libri IV. Opera postuma [...]. Neapel, Raimondo, 1771. LXIII, (1), 552, (2) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel sowie zwei architekturalen Initialen und drei Vignetten in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. Gr.-4to.
€ 450
Seltene erste Ausgabe der nachgelassenen Werke des Tarentiner Lyrikers N. T. Aquino (1665-1721), noch 1979 nachgedruckt. Mit dem lateinischen Original links und rechts der italienischen Übertragung (in ottava rima) des Dichters Cataldo Antonio Carducci Atenisio (1733-75), dessen Anmerkungen zum Text jedem Buch folgen. - Mit eigenh. Besitzvermerk am Titel vom Gothaer Bibliothekssekretär Johann Georg Rathgeber (1800-71) sowie einigen Anstreichungen im Text und Bemerkungen am hinteren Vorsatz von dessen Hand. - Durchgehend etwas stockfleckig. - Lozzi II, 5281. {BN#16380} (mehr)
Argens, Jean Baptiste de Boyer, Marquis d'. Kabbalistische Briefe, oder philosophischer, historischer und kritischer Briefwechsel zwischen zween Kabbalisten, verschiedenen Elementargeistern und dem höllischen Astaroth. Aus dem Französischen nach der neuesten Haager Ausgabe übersetzet. Neue Auflage. Zweyter Theil. Danzig, Daniel Ludewig Wedel, 1773. Nur 2. Teil (von 8). XII, 348 SS. Lederband der Zeit mit Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 100
Zweiter Band der ersten deutschen Ausgabe (2. Druck) von d'Argens' "Lettres Cabalistiques" (übersetzt durch Johann Adam Tritt). "Ouvrage intéressant, mis à l'index le 8 juillet 1742. Rare" (Caillet). "Fait la distinction entre sorciers et magiciens. Parle des grands procès, des enfers" (Yve-Plessis). "Die an die Tradition des pseudorientalischen Briefromans anknüpfenden [...] 'Lettres cabbalistiques' [...] kommentieren in feuilletonistischer Manier mit einem deutlichen antiklerikalen Unterton zeitgenössische Debatten zu religiösen, philosophischen, literarischen und politischen Fragen und werden oft als frühes Beispiel journalistischer Arbeit im modernen Sinne zitiert" (Wikipedia). Der Marquis d'Argens gilt auch als mutmaßlicher Verfasser der berüchtigten "Thérèse philosophe". - Einband berieben; Ecken und Kanten bestoßen. Alter hs. Besitzvermerk des Michael Eder, Pfarrer in Viechtwang (dat. 1889). - Fromm 580. Caillet 1605. Yve-Plessis 868. Wolfstieg 10715. {BN#22768} (mehr)
Ariosto, Lodovico. Ariost's rasender Roland. Neu übersetzt von Hermann Kurtz. Erstes (-drittes) Bändchen. Stuttgart, Hoffmann, 1840 (Bd. 3: Pforzheim, Dennig Finck & Co., 1841). 3 Bde. XX, 456 SS. 468 SS. 474, (2) SS. Mit 3 Frontispizen in Stahlstich nach Peter Carl Geissler. Zeitgenöss. Pappbände mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen in rot und schwarz und Rückenfileten. Kl.-4to.
€ 70
Erste metrische deutsche Gesamtausgabe des "Orlando Furioso". - Ecken und Kanten etwas berieben und bestoßen. Wie meist durchgehend etwas stockfleckig. - WG²11 (s. v. Kurz). {BN#14388} (mehr)
Arndt, Ernst Moritz. Briefe an Psychidion, oder: Ueber weibliche Erziehung. Altona, J. F. Hammerich, 1819. (6), 261 SS. Zeitgenössischer Pappband mit grünem Rücken und marmorierten Deckelbezügen. 8vo.
€ 150
Seltenes, als Nachtrag zu Arndts pädagogischem Hauptwerk "Fragmente über Menschenbildung" erschienenes Werk. Die pseudonyme Adressatin ist Elisa Munck, Gattin von Arndts engem Freund Baron Otto Magnus Munck, dem Oberhofmarschall des schwedischen Königs. Arndt war 1806 auf der Flucht vor Napoleons Truppen nachSchweden emigriert, wo er bis 1809 blieb. - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. - Goedeke VII, 822, 18. Sveistrup/Z. 359. Loh 103. {BN#18345} (mehr)
[Avist, Ferdinand?]. Spaziergänge eines zweiten Wiener Poeten. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1843. VI, 159, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Marmorierter Halbleinenband der Zeit; die bedr. Originalbroschur mitgebunden. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. 8vo.
€ 65
Erste Ausgabe. - Politische Gedichte, den "Spaziergängen" (1831) Anastasius Grüns nachempfunden. - Sauber und kaum gebräunt; die originale Verlagsbroschur mitgebunden. Aus der Viennensia-Sammlung Prof. Dr. Ferdinand Engel. - Holzmann/Bohatta VII, 9551. {BN#21823} (mehr)
Bacon, Francis. The Essays, or Counsels, Civil & Moral, of Sir Francis Bacon, Lord Verulam, Viscount St. Alban: With a Table of the Colours of Good and Evil. Whereunto is added the Wisdome of the Ancients. London, Thomas Ratcliffe & Thomas Daniel for Humphrey Robinson and Joseph Nevill, 1669. (6), 254, (12), 32 SS., 1 w. Bl., (16), 129 [recte: 131], (1) SS. Ohne das Portraitfrontispiz. Lederband der Zeit (lädiert). 12mo.
€ 100
Noch frühe Ausgabe von Bacons berühmten, erstmals 1597 erschienenen "Essayes", die 1612 von zehn auf 38 erweitert wurden, bevor sie in der Ausgabe von 1625 ihre letzte Form (mit nunmehr 58 Aufsätzen) erhielten. - Restaurierungsbedürftiges Exemplar: Frontispiz fehlt, Vorderdeckel lose, Titel stärker gebräunt; durchgehend etwas wasserrandig bzw. fingerfleckig; Buchblock gebrochen mit einigen losen Lagen; vereinzelte kl. Eckausrisse (minimaler Textverlust). Am vorderen Innendeckel Exlibris des schwedischen Gynäkologieprofessors (Gustaf) Elis Essen-Möller (1870-1956); am hinteren Innendeckel ein eigenh. Bacon-Zitat (datiert 30.1.1945). - OCLC 35796281. {BN#17817} (mehr)
Baldovini, Francesco. Il lamento di Cecco da Varlungo. Florenz, Moücke, 1755. LII, 220 SS. Mit gest. Vignette am rot-schwarz gedruckten Titel, gest. Portraittafel, 1 gest. Initiale, 1 Wappenholzschnitt im Text und 1 Kopfstück in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 300
| Seltene, gut eingerichtete Ausgabe. "La più importante edizione del 'Lamento', sia per apparato critico che per eleganza tipografica" (Piantanida, 3037). "Va fregiato della vita dell' aut. scritta da Dom. Maria Manni ed è pregevole per le illustraz. di O. Marrini" (Gamba). - Titel mit kl., hinterlegter Rasur von entferntem Besitzvermerk. Die Deckel minimal aufgeworfen; kleine Fehlstelle am Vorderdeckel fachmännisch restauriert, sonst sehr sauberes, breitrandiges Exemplar. - Gamba 1768. Moreni I, 69. Brunet I, 623. Tiraboschi VIII, 435. Moreni I, 69 ("Raro"). Graesse I, 280/1 ("Bonne édition"). {BN#23471} (mehr) |
[Balzac, Jean Louis Guez de / Ogier, François]. Apologie pour monsieur de Balzac. Rouen, L. Maurry für Louis Billaine, 2. I. 1663. Titel, Druckprivileg, (12), 256, 53, (1) SS., l. w. Bl. Mit einer Holzschnittvignette am Titel, einigen Kopfstücken und zwei floralen Initialen in Holzschnitt. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel sowie Rücken- und Stehkantenvergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Rotschnitt. 12mo.
€ 240
| Vom frz. Prediger F. Ogier (1597?-1670) allein oder in Zusammenarbeit mit Guez de Balzac verfaßte Erwiderung auf die am Schluß mit separater Paginierung beigegebene ?Conformité de l'eloquence de Mr. de Balzac, avec celle des plus grands personnages du temps passé & du present? von André de Saint Denis. Maurry druckte das Werk für verschiedene Pariser Buchhändler mit variierenden Titelblättern. - Jean Louis Guez de Balzac (1597-1654) gilt aufgrund der Formung, die er der frz. Sprache gab, als ?einer der bedeutendsten Vorläufer der Klassik? (Brockhaus, 17. A.). - Der Einband an Ecken und Rücken etwas bestoßen; unteres Kapital lädiert und am hinteren Gelenk etwas angeplatzt. Innen gutes Exemplar. - Selten; nur 3 Exx. in europäischen Bibliotheken (Oxford; BSB; UB Mannheim); in Tours und BnF je ein Exemplar für T. Jolly in Paris. Kein Exemplar im internationalen Handel der letzten 30 Jahre nachgewiesen. - Graesse I, 284. Nicht bei Ebert, Brunet, Barbier. {BN#3918} (mehr) |
Barclay, John. Argenis. Frankfurt am Main, Daniel & David Aubry & Clemens Schleich, 1623. 665, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Pergamentband um 1700 mit hs. Rückenschildchen in rot und schwarz und dreifachen blindgepr. Deckelfileten. 8vo.
€ 400
Zweite in Deutschland erschienene Ausgabe des berühmten Romans des katholischen englischen Satirikers John Barclay (1582-1621). Zuvor 1622 in Straßburg gedruckt. ?The Argenis is a political romance; actual figures of Barclay?s time play a role in it, such as Queen Elizabeth (Hyanisbe)? (Faber du F. I, 62). Das Werk entfaltete seine außerordentliche Wirkung seit seinem ersten Erscheinen in Barclays Todesjahr (in Paris) bis weit ins 18. Jahrhundert. "Richelieu kannte das Werk, und es scheint, daß er sich in Einzelzügen seiner Politik davon leiten ließ, Crashaw übersetzte Verse daraus, Leibniz soll den Roman auf dem Sterbebett noch gelesen haben, Rousseau schätzte, Cowper und Coleridge priesen die Argenis? (KLL IV, 1155). - Titel gelockert und mit hs. Besitzvermerk "Ex Libris Antonii Biderman[ni] Ao. 1631" (bei der Neubindung Ende des 17. Jhs. minimal angeschnitten); von derselben Hand zahlr. zeitgenöss. Anstrichungen und Marginalien. Später in der Bibliothek der Wiener Kapuziner (hs. Besitzvermerk um 1700 am 1. Widmungsblatt). Vordergelenk angeplatzt. Durchgehend leicht gebräunt, sonst gutes, sauberes Exemplar dieser frühen Ausgabe. - VD 17, 23:331104P. Vgl. Graesse I, 291. {BN#14970} (mehr)
Barclay, John. Argenis, figuris aeneis adillustrata, suffixo clave, hoc est, nominum propriorum explicatione, atque indice locupletissimo. Nürnberg, Johann Ernst Adelbulner für Wolfgang Moritz Endter, 1724. (22), 708, (36) SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz und 36 Kupfern. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. 8vo.
€ 400
Spätere lateinische Ausgabe des berühmten Romans des katholischen englischen Satirikers John Barclay (1582-1621). ?The Argenis is a political romance; actual figures of Barclay?s time play a role in it, such as Queen Elizabeth (Hyanisbe)? (Faber du F. I, 62). Das Werk entfaltete seine außerordentliche Wirkung seit seinem Erscheinen in Barclays Todesjahr bis weit ins 18. Jahrhundert. "Richelieu kannte das Werk, und es scheint, daß er sich in Einzelzügen seiner Politik davon leiten ließ, Crashaw übersetzte Verse daraus, Leibniz soll den Roman auf dem Sterbebett noch gelesen haben, Rousseau schätzte, Cowper und Coleridge priesen die Argenis [...] Noch 1723 empfehlen die einflußreichen 'Discourse der Mahlern' von J. J. Bodmer das Werk? (KLL IV, 1155). Ab den 1730er Jahren sollte der Roman auch als lateinische Schullektüre dienen. - Gelegentlich unbedeutend wasserrandig bzw. minimal gebräunt; im ganzen gutes Exemplar im zeitgenössischen Pergamentband. - Vgl. Goedeke II, 34, 21 21b. Graesse I, 291. Seebaß, NF90. {BN#6383} (mehr)
Baudius, Dominicus. Epistolarum centuriae tres. Ex recentissima editione Lugdunensi. Editio noviter revisa [...]. Leipzig, Gregor Ritzsch für Elias Rehefeld, 1635. (14) SS., 1 w. Bl., (2), 698, (2) SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Portraitfrontispiz und Holzschnittdruckermarke an Titel und l. Bl. recto. (Beigebunden:) Ders. Orationes, quae exstant omnes, ex bibliotheca Jani Rutgersi. Sexta editio serio emendata. Ebd., 1635. (12), 150 (statt 212) SS. Halblederband der Zeit. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 150
Etwas spätere Ausgabe der Briefe des französischen Juristen und neulateinischen Dichters D. Bauldier (1561-1613) aus Lille. Beigebunden: Fragment der Reden. "Große stilistische Gewandtheit zeigt sich in den nach seinem Tode gesammelten Epistolae [...] und Orationes [...], worunter die Trauerrede auf Justus Saliger vom J. 1609" (ADB II, 138). - Papierbedingt durchgehend gebräunt; Titel alt angerändert. Einige hs. Anstreichungen der Zeit. Vorderer Innendeckel mit Spuren eines unschön gelöschten Stempels. Die SS. 151-212 (letzte 31 Bll.) der Orationes sauber mit Skalpell herausgetrennt. - VD 17, 39:141524X u. 39:141526N. {BN#14442} (mehr)
Beccelli, Giulio Cesare. Il Gonnella. Canti XII con gli argomenti di ciascun canto [...]. Verona, Dionisio Ramanzini, 1739. (4), 280 SS. Mit gest. Frontispiz und Holzschnittvignette am Titel. Pappband der Zeit. Kl.-Folio.
€ 300
Einzige Ausgabe. - Der Dichter, Theologe und Drucker Julius Cäsar Beccelli (1683-1750), "aus einer adeligen Famile in Verona, [...] trat in den Jesuiter-Orden, welchen er aber 1710 wieder verließ, und hierauf junge Leute unterrichtete" (Jöcher/A.). - Nur zwei Exemplare in italienischen Bibliotheken nachweisbar (Verona; Milano); kein Exemplar im OCLC. Titel unbedeutend fingerfleckig, sonst sauberes, sehr breitrandiges Exemplar aus der Sammlung des Historikers und Bibliographen Patrizio Antolini (1843-1927) mit entspr. Besitzstempel am vorderen Vorsatz und Titel. - ICCU VIAE 08489. Jöcher/Adelung I, 1574. Nicht bei Gamba oder Parenti. Nicht bei de Backer/Sommervogel. {BN#18337} (mehr)
Bembo, Pietro. Della istoria viniziana da lui volgarizzata libri dodici ora per la prima volta secondo l'originale pubblicati. Venedig, Antonio Zatta, 1790. 2 Bde. XLIII, 310 SS. (2), 356 SS. Mit gest. Frontispiz (Portrait Bembos nach Tizian). Mamorierte Halblederbände des frühen 19. Jhs. mit zweifärbigen Rückenschildchen und etwas -vergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Farbschnitt. 4to.
€ 850
Schöner klassizistischer Pressendruck auf besserem Papier. "In questa moderna, nobile ed accuratissima ristampa [...] il testo è ridotto per la prima volta alla sua inigrità sopra un manoscritto di pugno di Bembo che serbasi nella Marciana, e vi si trovano non poche voci che mancano nel Vocabolario, e chi gli Accademici avrebbo adottate, se questa edizione si fosse pubblicata a'tempi loro" (Gamba). - Die hübschen Einbände an den Kanten bestoßen, die Kapitale mit kl. Läsuren. Innen breitrandig, sauber und fleckenfrei. - Gamba 131. Cicogna 570 (Anm.). {BN#25051} (mehr)
Benno, J[ohann] E[rnst]. König Burisleif und seine drei Töchter. Nach wendischen Sagen. Cöslin, C. G. Hendeß, 1828. (4), 276, (2) SS. Broschur der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.
€ 120
Erste und einzige Ausgabe. - Der Verfasser J. E. Benno (1777-1848), der Sohn eines Senators, Stadtsekretärs und Organisten namens Benike, änderte seinen Namen in Benno und wurde Kanzleibeamter Blüchers. Nach den Befreiungskriegen, in denen er das Eiserne Kreuz erhielt, wurde er Regierungs-Sekretär in Köslin, später Rechnungsrat. Seit 1825 leitete er mehrere Jahre das ?Allg. Pommersche Volksblatt? (vgl. Goedeke, Kosch und Hamberger/Meusel, 5. A., XXII, in DBA I 82, 91). - Letzte Bll. mit kl. Läsur im w. Innenrand (auch den Hinterdeckel betreffend); im ganzen gutes, nur gelegentlich leicht braunfleckiges Exemplar, unbeschnitten und breitrandig. Sehr selten; nur 2 Exx. in internationalen Bibliotheken nachgewiesen (Göttingen; SB Berlin). - Goedeke X, 136, 8 (abweichender Untertitel: ?Nach nordischen Sagen?). Kosch I, 129 (Druckjahr falsch: 1829). Nicht bei Hamberger/Meusel. {BN#4085} (mehr)
Bernardin de Saint-Pierre. Paul und Virginie und die Indische Hütte. Pforzheim, Dennig, Finck & Co., 1840. XXXII, 458, (2) SS. Mit gest. Frontispiz, 3 Stahlstichtafeln, 30 Holzstichtafeln, zahlr. (teils ganzs.) Textillustrationen in Holzstich und einer lithogr. Karte von Ile de France. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung.
€ 50
Deutsche Ausgabe der prachtvoll illustrierten Pariser Edition von 1838; Erstdruck von Finks Neuübertragung. "Paul und Virginie" war erstmals 1795 in deutscher Sprache erschienen, "Die indische Hütte" bereits 1791. Mit dem interessanten Anhang "Flora von Paul und Virginie und der Indischen Hütte" (SS. 413-448). - Seltenes "erstes Dokument des 'exotisme' in Frankreich. Als Teil der theoretischen 'Etudes de la nature' (1784) sollte die Erzählung die Harmonie im Walten der Natur, die gefühlsmäßige [...] Erkenntnis ihrer Gesetze anschaulich verdeutlichen und eine große Utopie von der idealen Gesellschaft entwerfen" (KLL 7268). - Durchgehend gebräunt bzw. stockfleckig. Einband berieben; Ecken und Kanten bestoßen; unteres Vordergelenk angeplatzt. - Fromm 23176. Sander 605. Rümann 130. Vgl. Brivois 388 ff. Marie 99. Vicaire VII, 42f. {BN#22209} (mehr)
Berquin, [Arnaud]. Idylles et romances. A l'usage des enfans, ornées de 24 vignettes en taille-douce. Nouvelle édition. Paris, Leprieur, X (1802). 144 SS. Mit gest. Frontispiz (F. Huot inv. & del.), und 24 gest. Vignetten auf 8 Tafeln. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Deckelbordüre, goldgepr. grünem Rückenschildchen und Rücken- sowie Stehkantenvergoldung. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 180
"Edition rare" (Gumuchian). Speziell für Kinder besorgte Bearbeitung mit reizenden Vignetten. Der Illustrator, François Huot, wurde im Jahr darauf mit der Gestaltung von Berquins Gesammelten Werken betraut. - Teils schwach braunfleckig bzw. gebräunt; das Frontispiz etwas wasserrandig. Der hübsche Einband leicht berieben und bestoßen. - Gumuchian 576 (nennt nur 7 Kupfer). Vgl. Cohen/Ricci. 57f. Graesse I, 348. Sander 125ff. Nicht bei Brivois. {BN#12300} (mehr)
Biernatzki, J[ohann] C[hristoph]. Gesammelte Schriften. Erste vollständige Gesammtausgabe in acht Bänden. Erster (-achter) Band. Altona, Johann Friedrich Hammerich, 1844. 8 Bde. in 2. XII, 163, (1) SS. X, (2), 196 SS. 189, (1) SS. (6), 191-374, (2) SS. 214 SS. (6), 215-408 SS. (6), 409-521, (1), 106 SS. 171, (1) SS. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln. Kl.-4to.
€ 240
Erste Werkausgabe des norddeutschen Schriftstellers und Theologen J. C. Biernatzki (1795-1840), herausgegeben von seinem Halbbruder Carl Leonhard Biernatzki. Mit einer Biographie im 1. Band. "Neben lyrischen Versuchen, die zu Biernatzkis Lebzeiten unveröffentlicht blieben, arbeitete er an Erzählungen, von denen 'Wege zum Glauben oder die Liebe aus der Kindheit' 1835 erschien, 'Die Hallig oder Die Schiffbrüchigen auf dem Eilande in der Nordsee' 1836, 'Der braune Knabe, oder die Gemeinden in der Zerstreuung', Biernatzki. letztes und umfangreichstes Prosawerk, 1839" (BLSH 10, 36). - Bindung des 2. Bands gelockert, sonst dekorative, wohlerhaltene Reihe. - Goedeke X, 622, 209, 8. {BN#16324} (mehr)
Blumauer, Alois. Virgils Aeneis. Dritte Auflage. (Bücher 1-9). Wien, [Pichler], 1809. 3 Teile in 1 Band. (4), IV, 122 SS. (4), 120 SS. (4), 121, (1) SS. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 180
Seltener, zensurfreier Wiener Nachdruck von Blumauers wohl populärstem Werk (EA 1784-88). Erschienen als Bde. 1-3 der dritten Werkausgabe (Nachdruck der Müller'schen Ausgabe Leipzig 1801-03). Blumauer (1755-98), "lasziver Zyniker und platter Spötter [...], war im Jahrzehnt des josefinischen Kulturkampfes ein viel gekaufter Wiener Autor, mußte aber - Jahre bereits auf dem römischen Index mit einem seiner Poeme - auf seinem Totenbette noch weiter es erleben [...], daß jetzt auch das weltliche Interdikt sein dichterisches Hauptwerk traf und seine travestierte Äneis staatlich für ganz Österreich verboten wurde [...] Und dieses Verbot wurde jetzt auch in allen Buchhandlungen rigoros durchgeführt. Da ist es interessant, von einer Gesamtausgabe Blumauers zu vernehmen. Als Napoleon 1809 Wien auf Monate besetzt hatte, ließ der Wiener Buchdrucker Pichler - die momentane unfreiwillig-milde Zensur ausnützend - eine Gesamtausgabe in 9 schlanken Oktavbänden [...] herstellen [...] (ohne Nennung eines Verlags - auch die Buchdruckerfirma findet sich in keinem der 9 Bände). Und diese Ausgabe wurde sogar damals im franzosenbesetzten Wien durch Plakatanschlag öffentlich angekündigt. Allerdings soll Pichler nach dem Abzug der Franzosen behördlich zur Verantwortung gezogen worden sein" (Rabenlechner). - Ecken und Kanten stärker berieben und bestoßen; innen teils wasserrandig bzw. braunfleckig. - Rabenlechner I, 9f. Vgl. Goedeke IV/1/2, 636, 17. Wernigg 163. Hayn/Gotendorf I, 384. {BN#20102} (mehr)
Blumauer, [Alois]. Virgils Aeneis travestirt von Blumauer. Frankfurt und Leipzig, 1788. 3 Bde. in einem. 112 SS. 118 SS., l. w. Bl. 118 SS., l. w. Bl. Mit 3 gest. Titelvignetten. Lederband der Zeit (lädiert). Rote Buntpapiervorsätze. 8vo.
€ 80
Noch frühe Nachdruckausgabe von Blumauers wohl populärstem Werk (EA 1784-88). - Einband berieben und mit Wurmspuren; Rücken mit größeren Fehlstellen; Kapitale defekt. Innen etwas braunfleckig. - Vgl. Goedeke 4/1/2, 636, 12. Hayn/Gotendorf I, 384. {BN#19091} (mehr)
Boccaccio, Giovanni. Trenta novelle di messer Giovanni Boccacci scelte dal suo Decamerone. Ad uso principalmente de' modesti giovani, e studiosi della Toscana favella. Con la descrizione della pestilenza stata in Firenze nel 1348 dello stesso autore. Il tutto tratto con somma diligenza dagli ottimi testi. Venedig, Giammaria Bassaglia, 1785. 214 SS. Blaue Interimsbroschur der Zeit. 8vo.
€ 30
| Seltene Auswahlausgabe aus dem "Decamerone" für den Schulgebrauch. - Papierbedingt durchgehend braunfleckig; Ecken knittrig. Vorderer Broschurdeckel mit Besitzerstempel "RC". - Nicht im ICCU. {BN#17245} (mehr) |
Boccaccio, Giovanni. Trenta novelle [...] scelte suo Decamerone. [...] Con la descrizione della Pestilenza stata in Firenze nel 1348 dello stesso Autore. Venedig, Giuseppe Gnoato, 1817. 240 SS. Buntpapierbroschur der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.
€ 45
Dreißig Geschichten aus Boccaccios (1313-75) "Decamerone" sowie seine Schilderung der Pest in Florenz (1348). - Unaufgeschnitten und unbeschnitten. {BN#1744} (mehr)
Boccaccio. Giovanni. Il Decamerone. Amsterdam (d. i. Neapel), 1789. 2 Bde. XVI, 456 SS. 544 SS. Zeitgenössische hellbraune Lederbände mit umlaufenden Deckelbordüren sowie reicher Rückenvergoldung, goldgepr. Rückentitel sowie goldgepr. Namenszug "Gaal" auf beiden Bänden. Marmorierte Vorsätze, dreiseitiger gesprenkelter Schnitt. 8vo.
€ 350
| Hübsche Leseausgabe des Dekameron; das vorliegende Exemplar in dekorativen Einbänden der Zeit für den Schriftsteller Georg von Gáal (1783-1855), der 1804 in die Dienste des Fürsten Nikolaus von Esterhazy trat, "für den er seit 1811 als Bibliothekar und Galeriedirektor in Wien tätig war [...] Von größerer Bedeutung waren Gáals Übersetzungen aus dem Ungarischen (u. a. "Theater der Magyaren", 1820) sowie seine Sammlungen und Veröffentlichungen von volkstümlichem Erzählgut" (DBE). - Stempel am Titel, sonst tadellos und sauber. {BN#19316} (mehr) |
Bonarelli (della Rovere), Prospero. Il Solimano Tragedia. Florenz, Pietro Cecconcelli, 1620. Illustrierter gest. Titel v. Jacques Callot, (10), 162, (2) SS. Mit 5 gefaltenten, radierten Tafeln von Callot und der Druckermarke in Holzschnitt. Flexibler Pergamentband d. Zt. 4to.
€ 6.000
| Erste Ausgabe. "Das Cosimo II., Großherzog von Toscana, gewidmete Stück [über die Ermordung des jungen Mustapha durch seinen Vater, den türkischen Sultan Soliman II. (1596-1666)] war ein großer Bucherfolg; bis 1636 wurde es sechsmal verlegt [...] Die künstlerische Bedeutung des Werks liegt vor allem in seiner zügigen Dramatik, der differenzierten Charakterisierung, dem kunstvollen Versmaß und nicht zuletzt in den lyrischen Partien [...]" (KLL 24, 10938). "Tragedia in cinque atti, una delle più importanti ed interessanti del secolo XVII, assai ricercata per la bella veste tipografica" (Libr. Vinciana). - Die prachtvollen Radierungen zählen zu den schönsten Theater- und Ballettillustrationen Callots, sie wurden nach Bühnenentwürfen seines Tutors und Kollegen Giulio Parigi, einem Architekten und Bühnenbildner am Hofe Cosimos II. geschaffen. Beide waren damals ausschließlich für den Großherzog tätig; Callot perfektionierte in dieser Zeit seine Radiertechnik. Es ist dies eines seiner letzten Bücher für die Medici; nach dem Tod Cosimos II. 1621 kehrte er in seine Geburtsstadt Nancy zurück. Die ersten vier Tafeln folgen ziemlich genau den Zeichnungen Parigis, die letzte Darstellung mit der brennenden Stadt Aleppo zeigt mit der Feuersbrunst in phantastischen Ausmaßen hingegen seine eigenen Vorstellungen über die Möglichkeiten der Bühne. - Rücken leicht lädiert, ohne die Bindebänder. Etwas stockfleckig. Eine Tafel gewaschen und mit restauriertem Braunfleck, vier Textbll. mit sauber restaurierten Rissen. Im ganzen jedoch ansprechendes Exemplar. - Brunet I, 1089. Cicognara 1086. Ebert 2725. Gamba 1536. Kat. d. Ornamentstichslg. Bln. 4112. Libreria Vinciana 3870. Slg. Schäfer, Cat. Sotheby's 8.12.1994, lot 38 (6000 USD). Lieure 363-368. {BN#960} (mehr) |
Braun, Georg Christian. Rafael Sanzio von Urbino. Ein dramatisches Spiel in 5 Akten. Mit einem noch ungedruckten Gedicht F. Schillers an einen Künstler, so wie erklärenden Anmerkungen und 6 Umrissen in Kupfer. Mainz, Florian Kupferberg, 1819. (4), 212 SS. Mit 6 Umrißkupfern von F. G. Hobel und einer gest., gefalt. Notentafel. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 100
Erste Ausgabe. - Bereits 1815 hatte Braun (1785-1834) eine Vita Raffaels verfaßt. "[Brauns] Künstlerdramen haben mitunter gute Gedanken, entbehren aber [...] der Handlung und des dramatischen Lebens" (Goedeke). Die hübschen Kupfer zeigen Raffael, Dürer, Michelangelo, Papst Julius II., Castiglione und Leonardo da Vinci. Die Noten enthalten ein Lied von Carl August von Klein. - Unbeschnittenes, breitrandiges Exemplar; teils schwach wellig, aber kaum gebräunt. - Goedeke XIII, 286, 11. {BN#14366} (mehr)
Bulwer-[Lytton], E[dward] G[eorge]. Die Wanderer am Rheine. Aus dem Englischen. Stuttgart, Julius Weise, 1834. XXIV, 400 SS. Zeitgenössischer brauner Halblederband mit Marmorpapierbezügen. 8vo.
€ 180
Erste deutsche Ausgabe, im Jahr der englischen Originalausgabe erschienen (zeitgleich erschien in Quedlinburg eine deutsche Ausgabe mit Kupfern). "In 'The Pilgrims of the Rhine', [Bulwer-Lytton] brought together English fairy lore and Teutonic legend" (Cambridge History of E. & Am. Lit., XIII, 13, 1). - Durchgehend leicht braunfleckig. Oberes Kapital lädiert; Vordergelenk oben eingerissen. {BN#10990} (mehr)
[Busse, Carl Heinrich von]. Fürst Wladimir und dessen Tafelrunde. Alt-Russische Heldenlieder. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1819. XVI, 160 SS. Weißer Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und grün marmoriertem Papierbezug. Rote Marmorvorsätze. 8vo.
€ 140
Erste deutsche Ausgabe. - Der Sagenkreis um Fürst Wladimir, das russische Pendant zu dem um König Artus und dessen Tafelrunde, bildet den größten Teil der sog. Bylinen, der mittelalterlichen russischen Heldenepik. "Mit der Bearbeitung [...] hat man Ursache zufrieden zu sein: [Busse] hat sich, wie man sogleich fühlt [...] keine Zusätze erlaubt, nur ausgelassen, was ihm moderne Zuthat schien [...] Das gewählte Mass, die [...] spanischen Redondillas [...], ist auch ganz passend, nöthigt wenigstens nicht zu Veränderungen und Verdrehungen" (Wilhelm Grimm). - Hübsches, sauberes Exemplar aus dem Besitz des aus Riga gebürtigen Schriftstellers und Redakteurs Bernhard Stern (1867-nach 1932) mit seinem Monogrammstempel "BS" am Titel. Der lange in Wien und Budapest tätige Stern, der sich auch Szana nannte und als Eroticasammler in Erinnerung ist, veröffentlichte 1892 eine eigene Sammlung von Wladimirsagen in deutscher Sprache. - Goedeke XVII, 247, 79, 2. Claus, Slavica-Katalog Gotha 3510. KNLL 18, 354. Brockhaus Verlagsverzeichnis S. 137 u. 964. Denecke/Teitge (Bibl. d. Brüder Grimm) 4158. Enslin/Engelmann I, 494. {BN#12340} (mehr)
Bussy-Rabutin, Roger Comte de. Les lettres de messire Roger de Rabutin comte de Bussy [...] Nouvelle edition avec les réponses. Tomer premier (- second). Paris, Pierre Delaulne, 1697. 2 Bde. (statt 4) in einem. (10), 427, (1) SS. 355, (5) SS. Beide Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit 2 gest. Frontispizen. Zeitgenöss. Kalbslederband mit goldgepr. rotem Rückenschildchen, reicher floraler Rückenvergoldung und goldgepr. Deckelbordüre. Rote Wolkenkleistervorsätze. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 12mo.
€ 200
Erste Ausgabe in diesem Umfang. Die Briefe Bussy-Rabutins, "berüchtigter Verfasser der 'Histoire amoureuse des Gaules'" (Englisch 352), erschienen in zwei Abteilungen: die erste "partie" des Werks, 1697 gedruckt, umfaßt 4 Bände (davon hier die ersten beiden vorliegend); weitere 3 Bände sollten 1709 hinzukommen. - Gutes, sauberes Exemplar in einem dekorativen Schmuckband der Zeit. - Brunet I, 1422. {BN#16685} (mehr)
Bürger, Gottfried August. Gedichte. Petersburg [d. i. Salzburg], [Mayr], 1779. XX, (4), 266 SS. Lederband der Zeit mit blindgepr. Deckelfileten, goldgepr. Rückenschildchen und schöner Rückenvergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 250
Früher Raubnachdruck der 1778 mit Chodowiecki-Kupfern erschienenen ?Gedichte? Bürgers mit zahlreichen bisher ungedruckten Werken. - Die erste Lage des Textes braunfleckig, sonst gutes, sauberes Exemplar. - Goedeke 4.I.2, 1005, 26. {BN#3873} (mehr)
Bürger, Gottfried August. Gedichte. Wien, F. A. Schrämbl, 1792. 3 Bde. XXXIII, (5), 224 SS. (8), 240, (12) SS. 249, (1) SS. Jeder Band mit gest., ill. Titel (implizit mitpaginiert) und gest. Frontispiz. Halbleinenbände um 1850 mit goldgepr. Rückentitel. Kl.-8vo.
€ 120
Zweite Schrämbl'scher Nachdruck von Bürgers zuerst 1789 in Göttingen aufgelegter Gedichtausgabe (sog. Ausgabe B). Die Kupfertitel tragen noch das Druckjahr 1789. Der 3. Band enthält Proben einer Ilias-Übersetzung in Hexametern. - Einbände minimal berieben, sonst gutes Exemplar. - Goedeke IV/1/2, 1011, 54. {BN#15017} (mehr)
[Bänkellied]. Entschlossenheit und Geistesgegenwart des Grafen Heinrich Todleben der auf eine außerordentliche Weise, den Händen der Räuber entkam. [O. O., um 1830]. 4 unn. SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.
€ 75
Ballade in 10 Strophen, in der geschildert wird, wie Graf Johann Heinrich Todleben auf der Reise nach Riga einer raubmörderischen Wirtsfamilie entkommt und dabei noch die Liebe findet. - Zum Kaufmann J. H. Todleben, der nach Riga auswanderte und dessen Sohn zum kaiserlich-russischen Feldherrn aufstieg, vgl. ADB XXXVIII, 403. - Leicht braunfleckig. {BN#7213} (mehr)
Bäuerle, Adolf (Hrsg.). Allgemeine Theaterzeitung, Originalblatt für Kunst, Literatur, Musik, Mode und geselliges Leben. 34. Jahrgang. Wien, (J. P. Sollinger), 1841. (2), X, 1376 SS. (= 313 Nrn.) in 2 Bdn. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger Farbschnitt. Gr.-4to.
€ 300
Vollständiger Jahrgang 1841 des von Adolf Bäuerle redigierten Blattes, das täglich außer Sonntag in Wien erschien. Die 1806 gegründete "Theaterzeitung" erschien unter wechselnden Namen bis 1860 und war zeitweise die meistgelesene Zeitung Österreichs. Bäuerle (1786-1859) widmete dem Blatt sein ganzes Leben und ist darüber hinaus als Schöpfer einer großen Zahl von Volkskomödien sowie der Figur des Regenschirmmachers "Staberl" in Erinnerung. - Vorgebunden das Gesamtinhaltsverzeichnis des 33. Jahrgangs. Einbände berieben, die Ecken gering bestoßen. Insgesamt wohlerhalten. - Helfert 287, 3. ORBI 2,2:188. {BN#25115} (mehr)
Camus, Jean Pierre. Der Geist des Heiligen Francisci von Sales Bischof und Fürstens zu Genf [...]. In das Teutsche übersetzt von R. P. Michaele Kolb SJ. Ausgburg und Innsbruck, Joseph Wolff, 1758. (8), XLVI, (10), 510, (10) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Lederband der Zeit auf 4 Bünden mit gepr. Rückenschildchen und floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 150
Zweite deutsche Ausgabe (zuvor 1751) des erstmals 1641 in Paris erschienenen Werkes. Camus war 1608 von seinem Freund Franz von Sales zum Bischof von Belley geweiht worden. Selten. - Unbedeutend gebräunt; teils schwacher Waserrrand. - De Backer/Sommervogel IV, 1178, 2. Vgl. Hoefer VIII, 428. Fromm 4445 ff. (nur spätere Ausgaben ab 1830). {BN#22518} (mehr)
Capasso, Nicolo. Poesie napoletane, maccaroniche, e satiriche. Neapel, Giuseppe-Maria Porcelli, 1787. (3)-284 SS. Pergamentband der Ziet mit goldgepr. Rückentitel. dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Lesebändchen. 8vo.
€ 50
Einzige Ausgabe dieser Gedichtsammlung im neapolitanischen Dialekt, verfaßt vom Juristen Nicolò Capasso (1671-1745). Den Hauptteil macht Capassos (bereits 1761 erschienene) "Ilias"-Teilübertragung ins Neapolitanische aus, die anhebt mit dem berühmten Musenanruf: "Dimme, Sia Ddea, che arraggia, o che mmalora | Tanto abbottaie d'Achille li premmune [...]". - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. Es fehlt der Vortitel mit dem Reihentitel ("Collezione di tutti i poemi in lingua napoletana", Bd. 15). - OCLC 9165539. ICCU SBLE 09531. {BN#18291} (mehr)
Casa, Giovanni della. Opere. Venedig, Angiolo Pasinello, 1728-1729. 5 Bde. in 4. (12), 477, (1) SS. 18 SS. - XXIV, 487, (1) SS. - (6), 412 SS. 51, (2) SS. 19, (1) SS. - (20), 308 SS. (4), 264 SS. Mit gest. Portraitfrontispiz, 5 (wdh.) gest. Titelvignetten, 4 (wdh.) gest. Kopfstücken und 3 gest. Initialen. Pergamentbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 4to.
€ 1.200
| Zweite Werkausgabe (eine erste, jedoch weniger vollständige, war bereits 1707 erschienen), herausgegeben von J.-B. Casotti und A. F. Seghezzi. Der toskanische Dichter und Kirchenmann G. della Casa (1503-56) war Erzbischof von Benevent und päpstlicher Nuntius in Venedig, wo er die Inquisition einführte. Sein berühmtes Sitten- und Erziehungsbuch "Galateo" wurde in Italien so sprichwörtlich wie im deutschsprachigen Raum der "Knigge". - Zur vorliegenden Edition gehören auch einige Teile mit eigenem Titelblatt bzw. Impressum, die nicht von Pasinello gedruckt und wohl auch separat vertrieben wurden: "Le terze Rime di M. Giovanni della Casa" (18 SS.) am Schluß von Bd. 1 trägt das Kolophon "In Usecht al Reno appresso Jacopo Broedelet 1726"; die "due Orazione di Monsignor Gio. della Casa" (51 SS.) im 3. Band haben das Titelblatt "Lione, Bartolommeo Martin", o. J., danach folgen "Aggiunta di alcune cose appartenenti al primo tomo delle opere di Mons. della Casa" (19 SS.). - "Bonne édition, plus complète que celle de 1707 [...] A la fin du 3e volume doivent se trouver deux morceaux, qui ont une pagination particulière, et dont l'un est un dialogue. intitulé 'il Tasso'" (Brunet). - Papierbedingt teils etwas braunfleckig; zahlreiche Bleistiftmarginalien. Insgesamt sauberes, hübsch gebundenes Exemplar. - Brunet I, 1610. Gamba 289. Acq. Vanzetti 18.42. OCLC 13601484. {BN#18336} (mehr) |
Castelli, Ignaz Franz, Schriftsteller (1781-1862). "Zu meinem 80. Geburtstage am 6. März 1860". [Wien], Auer, 1860. Einblattdruck. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 100
Erste Ausgabe. - Gut erhaltenes Exemplar des 48zeiligen Geburtstagsgedichtes, das der Jubilar "zur Vertheilung an meine Freunde" drucken ließ: "Es ist nun heute neunundsiebzig Jahre, | Daß ich zuerst das Licht der Welt erblickt, | Morsch ist mein Leib und weiß sind meine Haare, | Ein jeder Tag dem Grab mich näher rückt; | Ich fühle es, wie Aug? und Ohr ermatten, | Ich bin nur leider mehr mein eig?ner Schatten [...]". - Beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit Castellis Gedicht "Gebet einer Frau": "Nicht länger ist es zu ertragen | Mit meinem bösen Mann; | Ach! gestern hat er mich geschlagen, | Daß ich nicht stehen kann. | Gott! Ende einmal meine Leiden, | Zerreiß' dies läst'ge Band, | Nimm zu Dir eines von uns beiden - | Ich ziehe dann aufs Land". - Weiters beiliegend Josef Frankls als Einblattdruck bei Anton Schweiger in Wien erschienenes Huldigungsgedicht "Jupiter und Castelli. Zum 6. März 1860", das, wie der Verfasser in einer Anmerkung notiert, "mit Beziehung auf Castelli?s herrliches Gedicht 'Zu meinem 80. Geburtstage'" verfaßt worden sei (2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo). - Josef Frankl (1803-1877) war Badearzt in Marienbad und Autor mehrerer einschlägiger Werke. - WG2 93. {BN#9977} (mehr)
Castelli, Ignaz Franz, Schriftsteller (1781-1862). "Castelli?s Abschied vom Berghofe". O. O., 14. VI. 1854. Einblattdruck. 163:250 mm.
€ 100
"Ich schuf' und liebte dieses Haus, | Mit Wehmut verlaß' ich es heute, | Und nur dies Eine tröstet mich noch: | Ich laß? es an brave Leute". - Beiliegend eine zeitgenössische Radierung des Dichters (206:130 mm) mit faksimilierter Unterschrift. {BN#9969} (mehr)
Castelli, Ignaz Franz, Schriftsteller (1781-1862). "Castelli?s Haus-Spruch". O. O., 1. VI. 1841. Einblattdruck. 163:250 mm.
€ 100
"Ich hab? auf dem Berg? mir ein Haus gebaut, | Weil man dort viel näher den Himmel schaut. | Ich hab? es auf einen Felsen gesetzt, | Weil ich immer den guten Grund hab? geschätzt. | Ich hab? es von vorne mit Säulen geziert, | Damit Schönes mit Gutem vereinet wird [es folgen zwölf Zeilen]". - Beiliegend eine zeitgenössische Lithographie des Dichters (13,5:9,3 cm) mit faksimilierter Unterschrift auf Untersatzkarton. {BN#9968} (mehr)
Castelli, Ignaz Franz. Memoiren meines Lebens. Gefundenes und Empfundes, Erlebtes & Erstrebtes. Wien und Prag, Kober & Markgraf (1 und 2) bzw. Kober (3 und 4), 1861. 4 in 2 Bdn. (12), 292 SS. (8), 284 SS. (6), 288 SS. (6), 240 SS. Mit gest. Porträt. Zeitgenössische marmorierte Halbleinenbände. 8vo.
€ 200
Erste Ausgabe von Castellis Autobiographie, Exemplar aus der Bibliothek Alfred von Lindheims, der das seit 1841 von Castelli bewohnte Schloß Berghof bei Lilienfeld 1854 erwarb und es seinerseits später an Rudolf Ritter von Vivenot verkaufte. Bibliotheksstempel "Von Lindheim'sche Bibliothek Schloß Berghof (Lilienfeld)" im vorderen Innendeckel. - Wie meist durchgehend etwas gebräunt und fleckig. - WG² 95. Goedeke IX, 69, 82. Rabenlechner I, 103. Gugitz 6373a. Hayn/Gotendorf VIII, 432. Mayer 5035. Giebisch/G. 49. {BN#10192} (mehr)
Castelli, Nicolo di. Lettere miscellanee curiose e galanti [...] oder vermischte curiose und galante Briefe [...] mit der deutschen Übersetzung herausgegeben von Johann Matthias Cramer. Zweyte verbessete Auflage. Nürnberg, Gabriel Nicolaus Raspe, 1762. (2), 509, (1) SS. Pappband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 200
Zweite deutsche Ausgabe (zuvor 1750 erschienen). Durchgehend im italienisch-deutschen Paralleltext. Der Autor der "galanten Briefe" ist wohl identisch mit dem von Jöcher/Adelung verzeichneten "italiänischen Sprachmeister zu Leipzig", der als Lexikograph und Übersetzer hervortrat. Die deutsche Übertragung seiner Episteln besorgte der Nürnberger J. M. Kramer, ebenfalls als Lexikograph tätig und einige Zeit Lektor der italienischen Sprache in Göttingen, "ging aber 1754 oder 55 nach Amerika" (Jöcher/A. III, 800). - Ecken und Kapitale bestoßen; Vorderdeckel mit größerer Schabstelle. Selten; diese Ausgabe nicht in Göttingen; nur 1 Ex. in Bibliotheken nachweisbar (Münster). - Vgl. OCLC 48733170 (Ausg. 1781). {BN#8295} (mehr)
Cervantes Saavedra, Miguel de. Leben und Thaten des weisen Junkers Don Quixote von Mancha. Von Friedr. Just. Bertuch. Wien und Prag, Franz Haas, 1798. 6 Bde. in 3. 308, (2) SS., l. w. Bl. 316, (2) SS., l. w. Bl. 360, (4) SS., 2 l. w. Bll. 436, (4) SS. 304, (4) SS. 312, (4) SS., 2 l. w. Bll. Mit zus. 6 gest. Frontispizen (Weinrauch nach nach Chodowiecki) und 6 gest. Titeln mit Vignette. Marmorierte Pappbände der Zeit. 8vo.
€ 480
| Seltener Wiener Nachdruck von Bertuchs erstmals 1775-79 erschienener Übersetzung, mit den hübschen Frontispizen nach Daniel Chodowiecki. - Einbände berieben; Ecken leicht bestoßen. Innen gelegentlich unbedeutend braunfleckig; insgesamt von hübscher Erhaltung. - Rümann 158. Vgl. Goedeke IV.1, 679, 12. {BN#21541} (mehr) |
Chasles, Philarète. Voyages d'un critique a travers la vie et les livres. Orient. Paris, Didier & Cie., 1865. (2), XIV, (2), 422; (2), 22, (4) SS. (Verlagsanzeigen). Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 150
Mit eigenh. Widmung und U. des Verfassers Philarète Chasles (1798-1873) am Vorsatz: "A Madame la Princesse Galitzin | Hommage & respect et profond desmeneur | Philar. Chasles". Die Widmungsempängerin ist wohl Caroline Gallitzin de Genthod (geb. Comtesse Walewska), Schwester des polnischen Diplomaten in französischen Diensten Alexander Walewski (1810-68). Schon 1846 hatte Balzac ihr sein "Drame au Bord de la Mer" gewidmet. - Broschur etwas angestaubt und mit Randläsuren (am Hinterdeckel stärker). Innen etwas gebräunt bzw. braun- und stockfleckig. {BN#22528} (mehr)
[Choisy, François Timoléon, Abbé de]. La vie de Madame de Miramion. Paris, Antoine Dezallier, 1706. (12), 424, (8) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und floraler Rückenvergoldung; Stehkantenvergoldung etwas berieben. Marmorvorsätze. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 350
Seltene erste Oktavausgabe des Lebens der Marie Bonneau de Miramion (1629-96), die als vermögende Wohltäterin und Barmherzige Schwester des hl. Vinzenz von Paul "sich die Pflege von Armen und Kranken, die Betreuung verwahrloster Jugendlicher und den kostenlosen Unterricht der weiblichen Jugend zur Aufgabe" machte (Bautz, BBKL V, 1568). Zugleich erschien die Erstausgabe in 4to. Es fehlt das Portrait von Edelinck. - Dekoratives, wohlerhaltenes Exemplar. - Brunet VI, 21969. Jöcher II, 1884. {BN#12344} (mehr)
Collin, Heinrich Joseph von jun. Gedichte. Wien, Anton Strauß / in Commission bey Carl Schaumburg & Co. im Ausland, 1812. (8), 288, (2) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz in Punktiermanier. Marmorierter roter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 100
Erste Ausgabe. - Ecken und Kanten berieben und bestoßen. Exemplar aus der Bibliothek des Berliner Mediziners und Literarhistorikers Leopold Hirschberg (1867-1929) mit seinem 1913 datierten Exlibris am vorderen Innendeckel. Hirschberg gab E. T. A. Hoffmanns Werke heraus. 1924 erschien sein lange gebrauchter "Taschengoedeke"; 1919 seine "Erinnerungen eines Bibliophilen". - Am hinteren Innendeckel numeriertes Buchetikett des "Ksiegarnia Antykwariat"; Titel mit Stempel einer Bibliothek aus Hirschbergs Geburtsstadt Poznan (Posen). - WG², 13. Goedeke VI, 107, 11. Wurzbach III, 412. Mayer 5078. {BN#15336} (mehr)
[Constant de Rebecque, François Marc Samuel]. Laure, ou lettres de quelques personnes de Suisse. London [d. i. Paris?], o. Dr., 1787. 5 Bde. XXIV, 299 SS. 318 SS. 298 SS. 312 SS. 303 SS. Mit zus. 5 gest. Frontispizen und 5 versch. Holzschnittvignetten am Titel. Halblederbände der Zeit mit rotem, goldgepr. Rückenschildchen und Rückenfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. Kl.-8vo.
€ 260
| Erstauflage der Ausgabe in 5 Bänden: Das erstmals 1786 in Genf erschienene Werk des Romanciers Marc Samuel François de Constant de Rebecque (1729-1800, verwandt mit dem berühmteren Schriftsteller Benjamin Constant de Rebecque, Freund der Madame de Stael). Samuel trat 1748 in die Dienste des holländischen Militärs, demissionierte aber 1757, kehrte in die Schweiz zurück und widmete sich der Schriftstellerei. Er verfaßte Dramen, Belehrungswerke, Übersetzungen und Romane, in denen genaue Stimmungszeichnung und moralische Analyse stark hervortreten. Zu seinen bekanntesten Briefromanen zählt die vorliegende 'Laura', ein charakteristisches Beispiel für die im 18. Jahrhundert beliebte Herausgeberfiktion, die die Authentizität des Dargestellten gewährleisten und es den anonym bleibenden Autoren ermöglichen sollte, auch anstößige Themen ungestraft behandeln zu können. - Einbände etwas berieben und bestoßen. Innen teils leicht wasserrandig, im ganzen jedoch sauberes Exemplar. Die SS. 263f. in Bd. 1 von alter Hand kalligraphisch ergänzt und mitgebunden. Die Frontispize nach Zeichnungen des Malers und Radierers Balthasar Anton Duncker (1746-1807; vgl. Thieme/Becker X, 144). - Lonchamp 693. Gay/Lemonnyer II, 779. Cohen-Ricci 252. Vgl. Barbier II, 1071 und Cioranescu I, 21070 (Ausg. in 7 Bdn.). {BN#2139} (mehr) |
Coppola, [Giovanni] Carlo. Il cosmo overo l'Italia trionfante. Poema sacro. Florenz, Amadore Massi, 1651. (8), 195, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Pergamentband der Zeit. Gr.-4to.
€ 400
| Zweite Ausgabe (erstmals im Vorjahr in Folio erschienen). Jedem Canto ist ein "Argomento" in hübscher ornamentaler Umrahmung vorangestellt. - Giovanni Carlo Coppola (1599-1652), "ein neapolitanischer Poet von Gallipolli, hielt sich 5 Jahr bey dem Campanella auf, wurde 1643 Bischoff zu Muro, und schrieb unterschiedene italiänische Gedichte" (Jöcher). Als sein bekanntestes Werk darf wohl "Le nozze de gli Dei" (1637) gelten. - Einband behutsam restauriert; Vorsätze erneuert. Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; vereinzelt auch unbedeutend wasserrandig. - Ebert 5193 (Anm.). OCLC 11740750. ICCU TO0E 01081. Jöcher I, 2082. Vgl. Graesse II, 261. {BN#18334} (mehr) |
Cottin, [Marie Sophie] de. Élisabeth ou Les exilés de Sibérie, précédée d'une notice historique sur l'auteur, et suivie du poème de la prise de Jéricho. Paris, Lebigre Frères, 1836. 215, (1) SS. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung. Dreiseitiger Farbschnitt. Marmorvorsätze. 12mo.
€ 30
Etwas spätere Ausgabe (EA 1806). "Charmant récit destiné aux jeunes filles" (Larousse). "A wildly romantic but irreproachably moral tale" (Nuttall's Encyclopaedia). Erschienen als 12. Band innerhalb der Werkausgabe. Mit einer vorangestellten biographischen Notiz zur Verfasserin aus Michauds "Biographie universelle". Die Romane der Madame de Cottin (1773-1807) waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. - Papierbedingt stellenweise etwas braunfleckig. - OCLC 69167698. {BN#17202} (mehr)
Coventry, [Francis]. The History of Pompey the Little; or, The Adventures of a Lap-Dog. London, C. Cooke, 1795. Gest., ill. Titel, VI, 7-156 SS. Mit 2 gest. Tafeln (eine als Frontispiz). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung, Deckelbordüre sowie Innenkanten- und Reste von Stehkantenvergoldung. 12mo.
€ 100
Satirische Romanze über einen kleinen Hund aus Bologna, ?a place famous for lap-dogs and sausages? (S. 11), verfaßt vom um 1759 an den Pocken gestorbenen Cambridger Dichter F. Coventry. ?Several characters were intended for ladies well known in contemporary society? (DNB). Lady Mary Montagu bemerkte zum erstmals 1751 veröffentlichten Werk, es gebe "a real exact representation of Life as it is now acted in London". Die Tafeln und der gest. Titel nach Zeichnungen von Richard Corbould (1757-1831; vgl. Thieme/Becker VII, 396f.). - Einband berieben, sonst gutes und kaum fleckiges Exemplar. - Vgl. DNB IV, 1282. {BN#4530} (mehr)
Coyer, [Gabriel-François]. Bagatelles morales et dissertations par Mr. l?abbé Coyer, avec le testament litteraire de Mr. l?abbé Desfontaines. Nouvelle édition. London und Frankfurt, Knoch & Eslinger, 1755. (4), 289, (1) SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Titelvignette. Marmorierter Pappband der Zeit (lädiert). 8vo.
€ 150
Erste Ausgabe in dieser Form. - Sammlung von Essays des französischen Schriftstellers G.-F. Coyer (1707-82); am Schluß beigegeben das ?Testament litteraire? des Abtes Pierre-François Guyot (1685-1745), ?trouvé après sa most, parmi ses papiers?. - Gelegentlich schwach braunfleckig; Einband mit Fehlstellen. - Cioranescu 21575. {BN#5610} (mehr)
[Cranz, August Friedrich]. Der Lauf der Welt in treuen Kopien wahrhafter Begebenheiten mit lebendigen Farben geschildert von einem Kunstmaler. Berlin, Friedrich Maurer, 1782. 158, (2) SS. Zeitgenössischer Pappband mit blindgeprägtem Rückentitel. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 250
Erste Ausgabe. Enthält drei ?pikante Novellen? (Hayn/Gotendorf) des Satirikers, darunter ?Jung gewohnt, alt gethan, oder die alte Französin?. Der Sohn eines lutherischen Predigers lebte seit 1779 als freier Schriftsteller in Berlin und Potsdam, wo er durch die Unterstützung Friedrichs des Großen zeitweise völlige Zensurfreiheit genoß und eine kgl. Pension bezog. ?Im Xenienstreit von 1797 trat Cranz Goethe und Schiller in seiner Schrift ?Ochsiade oder freundschaftliche Unterhaltungen der Herren Schiller und Goethe mit einigen ihrer Herren Collegen? entgegen? (DBE). - Selten, kein Exemplar über OCLC nachweisbar. - Einband minimal berieben, innen vereinzelt etwas fingerfleckig. - Holzmann/Bohatta III, 333. Goedeke V, 544, 11. Hayn/Gotendorf IV, 39. {BN#4738} (mehr)
Craven, Pauline Marie Armande Aglae (Ferron de La Ferronays). La Soeur Natalie Narischkin. Paris, Didier, 1877. (4), VIII, 446 SS. Pergamentband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung sowie Deckelfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. Gr.-8vo.
€ 280
Mit eigenh. Widmung der Verfasserin, Pauline de La Ferronnays Craven (1808-1891), "A Sa Majesté L' Imperatrice Reine". {BN#1434} (mehr)
[Crébillon, Claude Prosper Jolyot de]. Les égaremens du coeur et de l'esprit, ou memoires de Mr. de Meilcour. Paris, Prault le jeune, 1765. 3 Teile in 1 Band. (18), 174 SS. 153, (1) SS. 176, (1) SS., l. w. Bl. Hübscher Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen, goldgepr. Deckelbordüre, Rückenvergoldung und Stehkantenfileten. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Buntpapiervorsätze. Lesebändchen. 8vo.
€ 250
Spätere Ausgabe im Verlag der Originalausgabe. - Claude Propser Crébillon (1707-77), Sohn des bedeutenden Dramatikers Prosper Jolyot Crébillon und daher genannt "Crébillon fils", verfaßte zahlreiche Romane mit satirischer und antipäpstlicher Tendenz. Sein amouröser Roman "Les Égarements du c?ur et de l'esprit" (EA 1735) nimmt Motive aus Choderlos de Laclos' "Les Liaisons dangereuses" (1782) vorweg. Obwohl Crébillon bis 1738 daran weiterarbeitete, wurde er nie vollendet. - Schöner Einband aus der Bibliothek des Feldzeugmeisters Johann (Karl) Graf Chotek (1705-87) mit seinem Wappen im obersten Rückenfeld; am Schwanz das Monogramm "JGC". Aus der Sammlung Prof. Dr. Ferdinand Engel. {BN#21847} (mehr)
Curmer, [Henri] Léon. Dresde - Paris - Rome - Florence - Montpellier. Troisième edition. Paris, Auguste Aubry (durch Louis Perrin in Lyon), 1863. (8), 111, (1) SS. Titel in rot, schwarz und gold, die Widmung in rot und gold gedruckt. Mit montiertem gest. Frontispiz und 25 Tafeln (sämtlich photographische Reproduktionen, Albuminabzüge auf Leerblättern aufgezogen) sowie zahlr. Illustrationen in Holzstich. Grüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel; die bedr. graue Originalbroschur mitgebunden. Marmorvorsätze; Kopfgoldschnitt. Gr.-8vo.
€ 450
Nr. 1 von 109 numerierten Exemplaren mit eigenh. Verfasserwidmung in Bleistift am Vortitel: "à Mr. Albert Geoffroy | L. Curmer". Das schön ausgestattete Werk vereinigt lyrische Betrachtungen bedeutender Gemälde und Graphiken von Correggio, del Sarto, Raffael, Holbein, Rubens etc., die jeweils auf einer Tafel abgebildet sind. Bemerkenswert ist die frühe Verwendung der Photographie als Reproduktionstechnik, war doch das Problem der Vervielfältigung von Abzügen erst seit wenigen Jahren einigermaßen befriedigend gelöst, das hier zur Anwendung gelangte Verfahren gerade erst 1856 überhaupt erfunden worden. Die sepiafarbenen Abbildungen zumeist in frischen, nur teils zum Rand hin etwas verblichenen bzw abflauenden Abzügen im Kohlephotographieverfahren: "Die Lichthärtung des Reliefs erfolgt ja ganz fein abgestuft [...], so daß Helligkeit und Dunkelheit in aller Feinheit der Vorlage entsprechen. [...] Als man auf den Gedanken kam, daß der Staub gar nicht unbedingt von Kohle, also nur schwarz sein müsse, sondern vielmehr in der Zusammenstellung so gewählt oder gemischt werden könne, daß er etwa einer einfärbigen Zeichnung perfekt entspreche, war auch die Methode gefunden, Kreidezeichnungen oder Farbstiftzeichnungen in optimaler Weise wiederzugeben" (Koschatzky, Die Kunst der Photographie, 104). Papierbedingt etwas gebräunt (Titel stärker); der Einband an Ecken und Kanten etwas berieben und bestoßen; die Bünde beschabt. {BN#18089} (mehr)
Czigler, Hermine von Pecse-Cappilleri. Streifzüge auf dem Gebiete des Culturlebens. Wien, Szelinski, [um 1875]. (2), 222, (2) SS. Mit einem Porträt der Autorin (Albuminabzug). Illustrierter Originalleinenband. 8vo.
€ 75
Das hier vorhandene photographische Frontispiz fehlt in allen uns zugänglichen Vergleichsexemplaren. Kurioses Werk der 1840 geborenenen Dichterin, enthält u. a. die Kapitel ?Über die Religion der alten Magyaren?, ?Prophezeiung und Aberglaube?, ?Geheimbünde? sowie ?Über die Frauenfrage?. - Titelei etwas stockfleckig, sonst sehr gutes Exemplar aus der Zita?schen Schloßbibliothek ?Bourbon-Parma? mit ensprechendem Bibliotheksstempel am Titelblatt verso. {BN#5365} (mehr)
De Rossi, Giovan Gherardo. Commedie. Prato, per i fratelli Giachetti, 1826. 4 Bde. in 2. XIX, (1), 291, (1) SS. (3)-314, (2) SS. 328, (2) SS. 251, (1) SS. Halbpergamentbände der Zeit mit doppelten goldgepr. roten Rückenschildchen. 8vo.
€ 450
| Zweite Gesamtausgabe der Komödien Rossis (1754-1827), erstmals 1790 - ebenfalls vierbändig - in Bassano gedruckt. "Nei sui 16 lavori, rappr. in teatri privati, ritrae difatti aspetti e vizi della società del tempo che gli appare formata di intriganti e ladri, in una satira appuntita, e peraltro priva di fantasia? (Enc. d. Spett.). Nur drei Exemplarnachweise in italienischen Bibliotheken (Bibl. Morelli Bologna, Bibl. Com. Mailand, Bibl. Naz. Neapel). - Durchgehend etwas braunfleckig. Es fehlt der Reihentitel von Bd. 2. - Enc. dello Spettacolo IV, 505. Nicht bei Gamba. {BN#18602} (mehr) |
Defoe, Daniel. The Genuine Works of Mr. Daniel D'Foe, Author of The True-Born English-Man, a Satyr. Containing, Thirty Nine Scarce and Valuable Tracts, Upon Many Curious and Uncommon Subjects. To which is Added a Complete Key to the Whole, Never Before Printed. Vol. II. London, printed and sold by the booksellers, [1721]. Nur 2. Band (von 2). (16), 479, (1) SS. Etwas späterer Lederband mit gopldgepr. Rückenschildchen. Kopfgoldschnitt. Gr.-8vo.
€ 200
Nur 2. Band der neuen Gesamtausgabe der Werke Defoes (1661-1731). Der vorliegende Band umfaßt: "A New Discovery of an Old Intreague", "More Reformation", "An Elegy on the Author of the True-Born English Man", "The Storm", "A Hymn to the Pillory", "A Hymn to Victory", "The Pacificator", "The Double Welcome", "The Dissenters Answer to the High-Church Challenge", "A Challenge of Peace", "Peace Without Union", "More Short Ways with the Dissenters", "A New Test of the Church of England's Honesty", "A Serious Enquiry into this Grand Question, Whether a Law to Prevent the Occasional Conformity of Dissenters would not be Inconsistent with the Act of Toleration", "The Dissenter Misrepresented and Represented", "The Parallel: or Persecution of Protestants the Shortest Way to Prevent the Growth of Popery in Ireland", "Giving Alms no Charity" und "Royal Religion". - Papierbedingt teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig; Unteres Kapital minimal lädiert; Ecken bestoßen. Selten. - Moore 440. OCLC 54194140. {BN#13812} (mehr)
Deinhardstein, [Johann Ludwig Ferdinand]. Erzählungen und Novellen. Pest, Heckenast, 1846. (8), 274 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 60
Erste Ausgabe. - Der Wiener Schriftsteller J. L. Deinhard-Deinhardstein (1790-1859) trat seit 1811 "als Lyriker und Verfasser von Lustspieleinaktern an die Öffentlichkeit und wurde 1827 Prof. der Ästhetik an der Wiener Univ. sowie am Theresianum. 1829-41 nebenberuflich, anschließend bis 1848 als Regierungsrat an der Polizeihofstelle Zensor, redigierte er 1829-49 die 'Wiener Jahrbücher der Litteratur' und verfolgte - trotz der Mitarbeit u. a. von Goethe und den Brüdern Grimm - eine patriotisch-restaurative Linie. Als Dramaturg und stellvertretender Direktor des Burgtheaters 1832-41 engagierte er namhafte Schauspieler und führte vorwiegend publikumswirksame Schauspiele (u. a. von Bauernfeld und Halm) auf" (DBE). - Einband etwas knittrig; Bindung stellenweise gelockert. Aus der Viennensia-Sammlung Prof. Dr. Ferdinand Engel. - WG² 20. {BN#21883} (mehr)
Delille, Jacques. Les jardins. Poeme [...]. Nouvelle édition considérablement augmentée. Paris, Levrault freres, an IX / 1801. XXXI, (1), 166 SS. Mit gest. Frontispiz (Monciau del. / Choffard sculp.). Etwas späterer Leinenband (um 1840) mit goldgepr. Rückentitel. 8vo.
€ 250
| Etwas spätere Ausgabe des erstmals 1782 erschienenen Lehrgedichtes "Les jardins, ou, L'art d'embellir les paysages", das erste größere Originalwerk des Verfassers, der bisher mit einer vielgelobten Georgica-Übersetzung (1769) sowie als Professor der lateinischen Poesie am Collège de France hervorgetreten war. - Sehr gutes, sauberes Exemplar aus der Bibliothek des 1848 von Aufständischen gehängten österreichischen Kriegsministers Theodor Graf Baillet de Latour mit seinem gest. Exlibris am vorderen Innendeckel. - OCLC 17863946. {BN#19148} (mehr) |
Deshoulierès, Antoinette & Antoinette Thérèse de la Fon-de. Oeuvres de Madame et de Mademoiselle Deshoulieres. Nouvelle édition. Tome premier (-second). Paris, chez les librarires associés, 1764. 2 Bde. LX, 248 SS. XII, 294, (4) SS., 2 l. w. Bll. Auf bläulichem Papier. Mit gest. Portraitfrontispiz. Dekorative marmorierte Lederbände der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildchen in rot und grün und hübscher Rückenvergoldung; Stehkantenvergoldung etwas berieben. Marmorierter Schnitt. Lesebändchen. Kl.-8vo.
€ 200
Hübsche, seltene Ausgabe der Werke der zu ihrer Zeit als "zehnte Muse" gefeierten franz. Dichterin A. Deshoulières (1638-94) sowie der Episteln, Madrigale etc. ihrer Tochter Antoinette Therèse (1656-1718). - Ecken teils schwach bestoßen; erste und letzte Bll. etwas leimschattig, sonst sehr hübsch. Aus der Sammlung des schwedischen Bibliophilen und Goldschmieds Christian Hammer (1818-1905) mit seinem gest. Exlibris. Vorher im Besitz des schwedischen Geheimrats, Botschafters und Sammlers Baron Josias Cederhjelm (1673-1729) mit seinem eigenh. Besitzvermerk am Vorsatz. - OCLC 14180509. Vgl. Brunet II, 626. BN 39, 396. BM 128, 622 (andere Ausgg.). {BN#12057} (mehr)
Deshoulierès, Antoinette & Antoinette Thérèse de la Fon-de. Poesies de Madame et de Mademoiselle Deshoulieres. Nouvelle édition, augmentée de plusieurs ouvrages. Tome premier (-second). Brüssel, chez la Veuve Foppens, 1740. 2 Bde. (4), 275, (9) SS. (6), 282, (14) SS. Beide Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Portraitfrontispiz und 2 (wdh.) gest. Kopfstücken. Marmorierte Lederbände der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildchen in rot und grün und hübscher Rückenvergoldung; Stehkantenvergoldung berieben. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 180
Recht hübsche, seltene Ausgabe der Werke der zu ihrer Zeit als "zehnte Muse" gefeierten franz. Dichterin A. Deshoulières (1638-94) sowie der Episteln, Madrigale etc. ihrer Tochter Antoinette Therèse (1656-1718). - Einbände mit größeren Schabspuren; innen sauber und nur schwach gebräunt. - OCLC 18513934. Vgl. Brunet II, 626 (andere Ausgg.). {BN#13820} (mehr)
Dickens, Charles. Dombey und Sohn. Leipzig, Carl B. Lorck, 1847-1848. 10 Bde. in 12 Heften. Mit 18 (statt 20) Holzstichtafeln von Hablot K. Browne. Bedr. Originalbroschuren. 8vo.
€ 80
Erste deutsche Ausgabe; aus dem Englischen von Julius Seybt. - Erschienen innerhalb der Reihe "Boz' sämmtliche Werke" (Teile 58-67). Papierbedingt teils gebräunt bzw. braunfleckig. Broschuren vereinzelt mit kl. Läsuren; alte hs. Deckelnumerierung. Es fehlen die beiden Illustrationen in Bd. 4. - KNLL 4, 638. {BN#17838} (mehr)
Drexler, Anton Ferdinand. Louise, die Braut Napoleons. Wien, Anton Strauß, 1810. (4) Bll. Buntpapierumschlag der Zeit. 4to.
€ 50
Prachtvoller Druck eines Festgedichts auf die Braut Napoleons in schönem zeitgenössischen Kattunpapierumschlag. {BN#1332} (mehr)
Drexler, Anton Ferdinand. Versuche in einigen Dichtungsarten. Wien, Anton Strauß, 1812. 4 Bll., 284 (recte 264) SS. Pappband der Zeit mit goldgeprägten Rückenschildchen und Rückenvergoldung. 8vo.
€ 70
Der böhmische Schriftsteller Drexler war Adjunkt bei der k. k. Forstlehranstalt zu Marienbrunn bei Wien. Er schrieb vor allem poetische und prosaische Gelegenheitsstücke, betätigte sich aber auch auf linguistischem Gebiet. - Leicht gebräunt; anfangs und am Schluß mit kl. Wurmgang im weißem Rand. Ab S. 259 Eckausrisse, alt hinterlegt (minimaler Textverlust auf wenigen Seiten). - Mit dem montierten und gestempelten Exlibris des "Anton Schubert, Pfarrer in Lultsch". - Hamberger/Meusel 22, 1. {BN#1493} (mehr)
Döring, Georg. Phantasiegemälde. Für 1826. Frankfurt/Main, Hermann'sche Buchhandlung, 1825. 371, (1) SS. Mit gest. Frontispiz (F. Fleischmann sc.). Bedr. Originalpappband. 8vo.
€ 80
Fünfter Jahrgang des 1822-1833 erscheinenden Almanachs (von Eduard Duller bis 1836 fortgesetzt). - Etwas braunfleckig; Einband berieben. - Goedeke VIII, 105, 240. Köhring 94. {BN#21377} (mehr)
Eckermann, Johann Peter. Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. 1823-1832. Erster (-dritter) Theil. Zweyte, mit einem Register versehene Ausgabe. Leipzig, F. A. Brockhaus (3. Teil: Magdeburg, Heinrichshofen'sche Buchhandlung), 1837-1848. 3 Bde. XIV, 386 SS. (4), 380 SS. XVI, 375, (1) SS. Spätere Bibliotheksleinenbände (Bd. 1-2 mit goldgepr. Rückentitel). Dreiseitig marmorierter Schnitt. 8vo.
€ 250
| Zweite (Bd. 3: erste) Ausgabe. Der 2. Band mit dem häufig fehlenden Namens- und Sachregister über die ersten beiden Bände. Der in der ersten Ausgabe noch nicht vorhandene Druckfehler "Schweden" statt "Schwaben" auf S. 335 des 2. Bandes führte zu einem Prozeß des Verfassers gegen den Verleger Brockhaus. - Papierbedingt durchgehend stockfleckig. Stempel der Schiller-Anstalt Manchester. - Goedeke XIII, 405, 16. Kippenberg I, 3749. Borst 1780. {BN#14202} (mehr) |
[Edling, Wolfgang Anselm von]. Blumauer bey den Göttern im Olympus über die Travestirung der Aeneis angeklagt oder, Tagsatzung Im Olympus: Virgilius Maro contra Blumauer in puncto labefactae Aeneidis. Nebst einem Anhange [...]. 3. verbesserte Auflage. Graz und Leipzig, Franz Ferstl, 1810. 156, (4) SS. Marmorierter Pappband der Zeit. Kl.-8vo.
€ 50
Spätere Ausgabe des satirischen Gedichts, erstmals 1792 erschienen. Der gemäßigt aufklärerisch gesinnte W. A. von Edling (1741-94), Abt des Benediktinerklosters St. Paul in Kärnten und Pfarrer in Klagenfurt, war ein Freund Alois Blumauers, dessen Aeneis-Travestie er hier launig zu einem Prozeß Vergils gegen seinen Imitator fortspinnt. - Einband berieben; innen durchgehend etwas fleckig. Titel mit zeitgenössischem hs. Besitzvermerk; am hinteren Innendeckel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk eines Fähnrichs. - Vgl. Giebisch/G. 72. Kosch III, 913. Holzmann/Bohatta I, 7155. Goedeke IV/1, 636, 12. Hayn/Gotendorf I, 384. {BN#18618} (mehr)
[Einband]. Wildenradt, Johann von. Der letzte Wendenkönig. Romantisches Gedicht. Leipzig, A. G. Liebeskind, 1882. XIV, (2), 317, (3) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Prächtiger rotbrauner Lederband der Zeit mit reichster ornamentaler Deckel- und Rückenvergoldung, goldgepr. Rückentitel, Innenkantenvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt; Buntpapiervorsätze mit Golddruck. Lesebändchen. 8vo.
€ 240
| Erste Ausgabe. - Der Hamburger Kupferstecher Johannes Christoph Karl Georg von Wildenradt(h) (1845-1909) "gründete in Pforzheim eine Fabrik und ging, nebenher autodidaktisch ausgebildet, 1877 ganz zur Literatur über" (Kosch). Der Chefredakteur mehrerer Zeitungen trat auch als Prosa- und Versepiker sowie als Dramatiker hervor. - Tadellos erhaltenes Exemplar auf besserem Papier in einem aufwendigen Schmuckeinband mit einem reichen Geflecht aus verschlungenem Bandwerk, Blüten und Ranken (unsigniert). Aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. - Kosch² IV, 3377. {BN#16780} (mehr) |
[Elisabeth, Kaiserin von Österreich (1837-1898)]. Die sogenannte private "Lesebibliothek" der Kaiserin. 141 Titel in zus. 177 Bänden. Davon etwa die Hälfte in den eigens für die Kaiserin angefertigten Halbleder- oder Leinenbänden, die übrigen in illustrierten Originaleinbänden oder -broschuren. Zumeist 8vo.
€ 35.000
| Bei den einzeln katalogisierten Titeln handelt es sich um den größten noch geschlossen erhaltenen Teilbestand von "Sisis" Privatbibliothek überhaupt. Die meisten Bücher tragen in der linken oberen Ecke des vorderen Innendeckels das persönliche Exlibris der Kaiserin, ein gekröntes E auf hellbraunem Grund im Rechteck mit abgeschrägten Ecken bzw. eine Variante desselben (gekröntes E im Rund) oder den Stempel "eingeschrieben", alle mit der charakteristischen Signaturnummer in Bleistift. Einige Bände sind außerdem durch eigenhändige Verfasserwidmungen, darunter jene der britischen Reiseschriftstellerin Isabel Burton (1831-1896) oder die des Komponisten Jules Busschop (1810-1896), als persönliches Eigentum der Kaiserin ausgewiesen. Auch finden sich vereinzelt kleine Beilagen der Vorbesitzerin, so etwa ein Telegramm, das der in Bad Gastein weilenden Kaiserin aus Bregenz geschickt wurde, oder der Ausschnitt einer eh. Bildpostkarte von ihrer Tochter Gisela, Prinzessin von Bayern (1856-1932), mit "Grüßen an Franz" (dat. Neuschwanstein, 14. Juli 1896). Mehr als die Hälfte der Romane, Biographien und Erzählungen ist in französischer Sprache; der Rest verteilt sich auf Deutsch und Englisch. Die einzigen nichtliterarischen Bände sind zwei Wörterbücher sowie einige Gebetbücher aus dem Besitz der Kaiserin, was unterstreicht, daß es sich bei dem hier überlieferten Bestand tatsächlich um den von Elisabeth persönlich angeschafften und zur eigenen Lektüre bewahrten Teil ihrer Privatbibliothek handelt. Der zeitliche Rahmen der Sammlung erstreckt sich beinahe über ihr gesamtes Leben und reicht von den 1850er Jahren bis ins Jahr 1897: Die frühesten hier vorliegenden Büchlein sind zum einen ein um 1850 entstandener "Kleiner Wegweiser zur Nachfolge der heiligen Jungfrau Maria", der von sorgsamer Schreiberhand für die damals wohl dreizehnjährige Herzogin verfaßt wurde, sowie ein Gedächtnisbüchlein "Zur Erinnerung an die Vorbereitung zur Hl. Communion zu Ostern" (datiert 1851), das möglicherweise sogar von Elisabeth selbst geschrieben wurde; die zwei spätesten Bände stammen von den damals populären Schriftstellern Henry Gréville (d. i. Alice Durand, 1842-1902) und Georges Ohnet (1848-1918) und datieren aus dem Jahre 1897. - Bei den hübschen, offenbar durchwegs bei Wiener Buchbindern in Auftrag gegebenen Leder- und Leinenbänden wurden für diese Zeit ungewöhlich schöne, oft mit kleinen Blumenmustern verzierte Vorsatzpapiere verwendet. Auch der Buchschnitt ist zumeist vergoldet oder kunstvoll marmoriert; am Buchrücken ist unter der goldgeprägten Titelei der Anfangsbuchstabe des jeweiligen Verfassernamens wiederholt, was wohl die Einordnung ins Regal erleichtern sollte. Zu den im Originaleinband bzw. -umschlag belassenen Büchern ist eine Reihe von 17 Bänden englischer Trivialliteratur zu zählen, die der reisefreudigen Kaiserin wohl als Zerstreuung für lange Zugfahrten diente. Vergleichbar den im deutschen Sprachraum zu jener Zeit erschienenen Kolportageromanen, standen diese in grell bedruckte Pappbände verpackten "two shilling novels" im sorglosen Gebrauch und wurden für gewöhnlich - was ihre heutige Seltenheit erklärt - nach der Lektüre entsorgt. Hier aber liegen dieselben in durchwegs tadelloser Erhaltung vor; auch die übrigen Bände der Sammlung, darunter v. a. die eindrucksvolle Reihe der für die Kaiserin gefertigten Leder- und Leinenbände, sind zumeist makellos erhalten und weisen nur vereinzelt Spuren des allerhöchsten Gebrauchs auf. {BN#24495} (mehr) |
Erichson, Johann. Griechischer Blumenkranz, eine Auswahl aus der lyrischen Poesie der Griechen in Uebersetzungen. Mit hinzugefügtem griechischem Text, einem Anhange, eigene Gedichte vom Herausgeber enthaltend, und vier Umrissen. Wien und Triest, (Anton Strauß für) Joseph Geistinger, 1810. 247, (1) SS. Mit 4 Umrißradierungen (eine als Frontispiz gebunden). Etwas späterer rot marmorierter Halbleinenband. 8vo.
€ 300
| Erste Ausgabe. - Der deutsche Theologe J. Erichson (1777-1856) verkehrte in Wien mit Ludwig van Beethoven (dem er hier ein Gedicht widmet), Johann Wolfgang von Goethe und Karl August Varnhagen von Ense; letzterer bestätigte ihm wiederholt einen "feinen Geschmack" und ein "scharfes Urteil". - Einband berieben; Ecken und Kanten etwas bestoßen. Eine der Radierungen lose. Zeitgenöss. hs. Besitzvermerk am Vorsatz. Durchgehend etwas braunfleckig; teils mit kl. Feuchtigkeitsspuren. - Goedeke VI, 115, 2. Kayser II, 145. {BN#24075} (mehr) |
Felsenthal, Christoph Köpp, Edler von. Österreich und seine Herrscherreihe. Ein Zeitengemälde zur Feier des Tages. Wien, Anton Strauss, 1814. 16 SS. Broschur der Zeit. 8vo.
€ 58
Das Gedicht des Wiener Lyrikers Köpp v. Felsenthal (1776-1821, vgl. DBA I, 684, 263ff.) läßt die Geschichte Österreichs seit Leopold dem Erlauchten (983) Revue passieren, um sie dann im eben eröffneten Wiener Kongreß kulminieren zu lassen: "O segenvolle, heil'ge Stunde, / Wo Ihrem grossen mächt'gen Bunde / Franz, Alexander, Wilhelm schwören, / Und Heil der Welt gewähren!" - Auf braunem Papier, in den breiten Rändern etwas stärker gebräunt. Umschlag und erste Bll. mit kl. Randeinrissen. Aus der Fideikommißbibliothek Franz des I. mit entspr. Stempel am Titel verso. {BN#1723} (mehr)
Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Les Aventures de Telemaque, fils d'Ulysse [...]. Nouvelle edition. Rotterdam, Jean Hofhout, 1725. LIX, (1), 535, (27) SS., l. w. Bl. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Portraitfrontispiz und 24 gest. Tafeln. Lederband der Zeit (lädiert) mit Spuren eines gepr. Rückenschildchens und beriebener Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 350
| Seltene niederländische Ausgabe der neuen, dem Verfassermanuskript folgenden französischen Edition. Fénélons (1651-1715) bekannter staatspolitisch-pädagogischer Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin). Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es rasch in zahlreiche Sprachen übertragen. Diese frühen, sehr fehlerhaften Ausgaben wurden ab 1717 durch die von des Autors Großneffen herausgegebene, stark erweiterte Ausgabe nach der Handschrift ersetzt, die nun nach klassischem Vorbild in 24 Bücher gegliedert war und der auch ein ausführlicher "Discours de la poesie epique" vorangestellt wurde. Am Schluß steht eine "Ode" Fenelons (statt der "Adventures d'Aristonoüs" früherer Ausgaben). Die niederländischen Ausgaben, die Hofhout (mit Widmung an Wilhelm Karl Friso von Oranien) herausbrachte, enthalten außerdem satirische Fußnoten, in denen die Schlüsselfiguren als Ludwig XIV. und Mitglieder des Hofstaats aufgelöst werden. Es existieren auch entsprechende Ausgaben mit Karte und nur 10 Tafeln; die vorliegende Ausgabe erschien ohne die Karte, aber mit einem Kupferstich zu jedem Buch. - Einband berieben; Kapitale und Ecken bestoßen; Gelenke angeplatzt. Innen etwas gebräunt bzw. braunfleckig. Am vorderen Innendeckel und Vorsatz hs. Besitzvermerke mehrerer John Blands, des Edward Bland sowie Exlibris des Thomas Davison Bland (1783-1847) auf Kippax Park, Yorkshire (nahe Leeds). - OCLC 10203410. Vgl. Brunet II, 1213. Vgl. Gumuchian 2496-2500. KNLL V, 469. {BN#21361} (mehr) |
Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Les Avantures de Telemaque, fils d'Ulysse [...] oder wunderbare Begebenheiten Telemachs, worinnen zum Nutzen der Jugend durch deutsche Anmerkungen, schwere Wörter, Redensarten und Constructionen, Gallicismen, Antiquitäten, Mythologie, Historie und Geographie, deutlich erklärt und erläutert werden. ]...] Zuerst von Joseph Anton von Ehrenreich [...], jetzt aber mit vielem Fleiß übersehen [...] von J. L. K. Linz, Johann Thomas von Trattner, 1795. III-XVI, 605, (9), 64 SS. Mit gest. Frontispiz, gest. Faltkarte und 23 (statt 24) Kupfern. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.
€ 150
Zweite Ausgabe bei Trattner (zuvor 1782 in Wien gedruckt). Fénélons (1651-1715) bekannter staatspolitisch-pädagogischer Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin), wurde erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht. Sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es in zahlreiche Sprachen übertragen. Die vorliegende für den Sprachunterricht bestimmte Ausgabe enthält am Fußende jeder Seite ausführliche Worterklärungen in deutscher Sprache. - Einband berieben; Rücken mit Anplatzstelle. Teils etwas braunfleckig. Es fehlt das 19. Kupfer. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster (OÖ) mit entspr. Doublettenvermerk am vorderen Vorsatz und Signaturschildchen am Vorderdeckel. - Seemann (Trattner) 4342. Giese 2196. Linzer Städt. Slgg. P 541. Vgl. KNLL V, 469. {BN#22025} (mehr)
Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Staats-Roman, welcher unter der denckwürdigen Lebens-Beschreibung Telemachi königl. Printzens aus Ithaca, und Sohn des Ulyssis vorstellet, wie die königl. und fürstl. Printzen zur Staats- Kunst- u. Sitten-Lehre anzuführen [...]. In frantzösischer Sprache beschrieben, und aus derselben ins Teutsche übersetzet durch Talandern. Breslau, Johann George Blessing, 1722. 2 Teile in 1 Band. (14), 320, 352 SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz. Lederband der Zeit mit dreifachen blindgepr. Deckel- und Rückenfileten und hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 1.000
Vierte Ausgabe der ersten deutschen Übersetzung von Fénélons (1651-1715) bekanntem staatspolitisch-pädagogischen Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin). Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, erschien es auf Deutsch bereits im Folgejahr in der Prosaübersetzung August Bohses (unter seinem Pseudonym Talander) nach der franz. Prosavorlage. - Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; Kapitale lädiert. Alter Besitzvermerk am Titel; kl. Durchriebe von gelöschtem weiteren zeitgenöss. Besitzvermerk (kein Textverlust). Selten. - Dünnhaupt I, 446, 65c. Jantz I, 575. OCLC 36422116. Vgl. Faber du Faur I, 878. Vgl. KNLL V, 469. Nicht bei Goedeke. {BN#7058} (mehr)
Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Les Avantures de Telemaque fils d'Ulysse [...]. Nouvelle edition corrigée & enrichie. Västerås, Johan Laurent. Horrn, 1792. (2), 552, (34) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz (Gabriel Boding sc.). Halbederband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 200
Zweite Ausgabe bei Horrn (zuvor 1772 gedruckt). Fénélons (1651-1715) bekannter staatspolitisch-pädagogischer Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin), wurde erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht. Sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es in zahlreiche Sprachen übertragen. Die vorliegende für den Sprachunterricht bestimmte, sehr seltene Ausgabe enthält am Fußende Worterklärungen auf Schwedisch (in Fraktur gesetzt). - Einband berieben; Ecken leicht bestoßen. Teils etwas braunfleckig. Am vorderen Innendeckel Exlibris der Sammlung C. Gustav Strokirk; am Vorsatz hs. Besitzvermerk "Joh. Karlgren". - OCLC 186882136. Vgl. KNLL V, 469. {BN#21375} (mehr)
Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Aventures de Télémaque, fils d'Ulysse [...]. Septième edition. Paris, A. Poilleux, 1836. (2), 432 SS. Mit gest. Portraitfrontispiz und 8 gest. Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. 8vo.
€ 70
Ausgabe im Rahmen der "Collection de classiques français a l'usage des élèves". Fénélons (1651-1715) bekannter staatspolitisch-pädagogischer Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin). Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es rasch in zahlreiche Sprachen übertragen. - Erste Lage gelockert; erstes Textblatt mit Randläsuren. Einband berieben, Ecken und Kanten bestoßen, Gelenke angeplatzt. - OCLC 64173543. Diese Ausgabe nicht bei Brunet oder Graesse. Vgl. KNLL V, 469. {BN#15134} (mehr)
[Fénélon, François de Salignac de la Mothe]. The Adventures of Telemachus, the Son of Ulysses. In XXIV books. [...] To which is added, The Adventures of Aristonous. Done into English by Mr. [Isaac] Littlebury and Mr. [Abel] Boyer. [...] The seventeenth (-eighteenth) edition, carefully revised and corrected. London, J. Brotherton et al., 1766. 2 Bde. (4), 260, (12) SS. 304, (8) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz, mehrf. gefalt. gest. Karte und 24 gest. Tafeln. Englische marmorierte Lederbände der Zeit mit goldgepr. Deckelbordüre, doppelten goldgepr. Rückenschildchen und floraler Rückenvergoldung. Stehkantenvergoldung; Marmorvorsätze. Lesebändchen. 8vo.
€ 320
| Englische Übersetzung von Fénélons (1651-1715) bekanntem staatspolitisch-pädagogischen Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin). Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es rasch in zahlreiche Sprachen übertragen. - Einbände minimal berieben; Gelenke intakt. Innen papierbedingt etwas braunfleckig. - OCLC 12843007. Vgl. Brunet II, 1218 (nennt nur eine engl. Übs. von 1795). Vgl. Graesse II, 566 (andere Übss.). Vgl. KNLL V, 469. {BN#15124} (mehr) |
Fénelon, Gabriel Jacques de Salignac de la Mothe. Le avventure di Telemaco figliuolo d' Ulisse [...]. Emendate, e con particolar diligenza corrette da Giuseppe Ridolfo Bischoff pubblico lettore delle lingue occidentali nell' illustrissima accademia Cremifanese. Steyr, Abraham Wimmer, 1782. (8), 516 SS. Mit gest. Portraitfrontispiz (gravé p. P. Coloman Felner 1782). Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 350
| Seltene italienischsprachige Ausgabe der "Aventures de Télémaque". Fénélons (1651-1715) bekannter staatspolitisch-pädagogischer Bildungsroman (verfaßt für seinen Schüler, den späteren Dauphin Louis) Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, wurde es rasch in zahlreiche Sprachen übertragen. Die vorliegende italienische Fassung besorgte der Philologe J. R. Bischoff (geb. 1743) für das noch heute bestehende Stiftsgymnasium in Kremsmünster, wo er als Sprachlehrer wirkte. - Teils gering braunfleckig. Das Frontispiz zeigt Erenbert Meyer, Abt von Kremsmünster (1716-71). Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. altem Stempel am Titel. {BN#20606} (mehr) |
Fessler, [Ignaz Aurelius]. Alexander der Eroberer. Fortsetzung der in Anacharsis Reise enthaltenen Geschichte von Alt-Griechenland. Berlin, o. Dr., 1800. (2), XVI, VIII, 362, (4) SS. Mit gest., ill. Titel, gest. Frontispiz und einer mehrf. gefalt. gest. Karte. Interimspappband mit hs. Rückentitel. 8vo.
€ 150
Zweite Ausgabe (EA 1797) des historischen Romans. - Der österreichische Kapuziner und Orientalist Feßler (1756-1839) trat 1791 zum evangelischen Glauben über und wurde "1798 preußischer Staatsbeamter in Berlin, wo er als Erzähler, Publizist und Reformer der preußischen Freimaurerei tätig war. Jean Paul, Fichte, Schelling und die Brüder Schlegel zählten zu seinen Bekannten. 1809 ging Feßler als Prof. der Orientalistik nach St. Petersburg, wurde 1819 Bischof der deutschen Gemeinde in Rußland und war zuletzt Superintendent in St. Petersburg" (DBE). - Etwas braunfleckig; der Einband berieben und fleckig. - Vgl. Goedeke V, 494, 7. {BN#21330} (mehr)
Fessler, [Ignaz Aurelius]. Marc-Aurel. Vierte verbesserte Auflage. Breslau, o. Dr., 1801. 4 Bde. 263, (1) SS. 383, (1) SS. 399, (1) SS. 383, (1) SS. Mit 4 gest. Titelblättern und 4 gest. Frontispizen. Dunkelbraune Pappbände der Zeit mit goldgepr. Deckel- und Rückenfileten sowie doppelten goldgepr. Rückenschildchen in rot und blau. Dreiseitiger Farbschnitt. Lesebändchen. 8vo.
€ 240
| Vierte Ausgabe (EA 1790-92) des historischen Romans. - Der österreichische Kapuziner und Orientalist Feßler (1756-1839) trat 1791 zum evangelischen Glauben über und wurde "1798 preußischer Staatsbeamter in Berlin, wo er als Erzähler, Publizist und Reformer der preußischen Freimaurerei tätig war. Jean Paul, Fichte, Schelling und die Brüder Schlegel zählten zu seinen Bekannten. 1809 ging Feßler als Prof. der Orientalistik nach St. Petersburg, wurde 1819 Bischof der deutschen Gemeinde in Rußland und war zuletzt Superintendent in St. Petersburg" (DBE). - Dekorativ gebundenes Exemplar; nur innen wie meist papierbedingt etwas braun- bzw. stockfleckig. - Vgl. Goedeke V, 494, 2. {BN#15099} (mehr) |
Firmian, Pierre. Gyges Gallus, sive Petri Firmiani ingeniosa in moresa suae gentis quaestio, et animadversio. Opus politicis, comicis, sacris & profanis oratoribus illustrissimum, omnibus eruditis jucundissimum. Tyrnau, typis Academicis Societatis Jesu, 1743. (10), 469 SS. Mit einigen Zierstücken und ornamentalen Initialen in Holzschnitt. Lederband der Zeit mit floraler Rückenvergoldung und Spuren eines gepr. Rückenschildchens. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 150
Bekanntes drastisches Werk des Kapuzinerpredigers und Gelehrten Pierre Firmian (1582-1661), genannt "Vater Zacharias von Lisieux", über den Gyges, der mit Hilfe eines unsichtbaren Ringes überall unerkannt Zutritt hat und aus dieser Perspektive alle Gesellschaftsschichten beschreibt. "C'est la description de la vie intérieure des Français aux dix-septieme siècle, dans laquelle l'auteur suppose qu'il penètre à l'aide de l'anneau de Gygès, qui lui ouvre les maisons" (Hoefer). Der Stoff wird berichtet bzw. bearbeitet bei Platon, Herodot, Plutarch und Hebbel. Firmians Bearbeitung erschien erstmals 1658 zu Paris. Das von den Tyrnauer Jesuiten gerne als Dissertation aufgelegte Werk ist hier als selbständige Leseausgabe vorgelegt. - Einband etwas wurmspurig; Deckel mit Resten eines zeitgenöss. Bibliotheksetiketts. Innen sauber. - Vgl. de Backer/Sommervogel VII, 1754, 9 (diese Ausgabe in Titelauflage als Dissertation). Vgl. Hayn/Gotendorf IV, 557 (EA). {BN#14538} (mehr)
Florian, [Jean Pierre Claris de]. Galathee. Schäferroman nach Cervantes von Florian. Aus dem Französischen. Berlin, Friedrich Maurer, 1787. 151, (1), LXII, (2) SS. Mit gest. Titelvignette. Marmorbroschur der Zeit. 8vo.
€ 250
Erste deutsche Ausgabe von de Florians (1755-94) Cervantes-Bearbeitung (übertragen von Wilhelm Christhelf Siegmund Mylius). Mylius' Vorrede ("Leben des Cervantes") an den Schluß gebunden. "Erfolgreicher als das Erstlingswerk des Cervantes war seine Nachahmung durch J. P. C. de Florian, 'Galatée, roman pastoral imité de Cervantes' (1783) [...] Die sechs Bücher des Originals sind darin in drei zusammengefaßt, ein viertes, von Florian verfaßtes Buch bringt mit der Heirat Galateas einen glücklichen Abschluß. Die meisten Übersetzungen beruhen auf der Fassung Florians" (KNLL III, 833). - Etwas gebräunt. Unbeschnittenes Exemplar. - Fromm III, 9521. Goedeke IV/1, 603, 64, 20. {BN#21447} (mehr)
Franckel, Adolf. Wiener Gräber. Leipzig, Otto Wigand, 1849. 31 SS. Bedruckte Originalbroschur. Kl.-4to.
€ 65
Der Brünner Lyriker Franckel (1823-1896), später Theaterdirektor in seiner Heimatstadt, wurde von der "Bewegung des Jahres 1848, an welcher er sich schriftstellerisch und als Legionär betheiligte, [veranlasst], nach dem Falle Wiens Oesterreich zu verlassen und sich nach Deutschland zu begeben. In Leizig, seinem ersten Aufenthaltsorte, veröffentlichte F. 1849 ein Bändchen Poesie [...], welches seine persönliche Verfolgung veranlasste" (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA 338, 352). Das politische Gedicht blickt auf die Revolution zurück, den "Meteor von schöner Eintagsgluth", und fordert auf, das Werk der Freiheitskämpfer fortzuführen. - Bindung gelockert; tw. unaufgeschnitten. Etwas stockfleckig. - Kosch I, 541. {BN#1716} (mehr)
Freiligrath, Ferdinand. Ca ira! Sechs Gedichte. Herisau, Literarisches Institut, 1846. 53, (3) SS. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.
€ 250
Erste Ausgabe der einflußreichen, auf die Ereignisse des Jahres 1848 vorausweisenden Sammlung. - Broschur etwas angestaubt bzw. fingerfleckig. Unbeschnittenes Exemplar. - WG² 18. ADB VII, 345. {BN#18417} (mehr)
Freiligrath, Ferdinand. Sämmtliche Werke. Vollständige Original-Ausgabe. New York, Friedrich Gerhard, 1858-1859. 6 in 3 Bdn. 448 (statt 460) SS. 346 SS. 340 SS. 326 SS. 361 SS. 346 SS. Halblederbände der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln. Gr.-12mo.
€ 80
Erste Gesamtausgabe, ohne Einwilligung des Autors erschienen. Die erste rechtmäßige deutsche Gesamtausgabe erschien erst nach der triumphalen Rückkehr des Revolutionsdichters nach Deutschland, nämlich zwölf Jahre später. - Das in zahlreichen Flugblättern verbreitete Gedicht ?Die Toten an die Lebenden? brachte Freiligrath einst eine Anklage wegen Aufrufs zum Umsturz ein, die jedoch fallengelassen wurde. Wegen seiner ?Neueren politischen und sozialen Gedichte? (2 Bde., 1849-51) mußte er 1851 aus Deutschland fliehen und ging nach London, wo er 17 Jahre lang vorwiegend als Kaufmann lebte, aber auch englische Lyrik übersetzte. - Die hübschen Einbände etwas berieben, innen tadellos. Es fehlt in Bd. 1 die Lage 18 (12 Bll., SS. 409-432). - WG² 37. {BN#3830} (mehr)
Friedrich II., der Große. Kern der hinterlassenen Werke Friedrich II. Königs von Preussen. Wien, Joseph Georg Oehler, 1789. 6 Bde. in 3. (6), 375, (1) SS. (4), 379, (1) SS. (4), 326 SS. (4), 423, (1) SS., 2 w. Bl.(4), 396 (falsch: 196) SS., l. w. Bl. (4), 384 SS. Wiener Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Buntpapiervorsätze. 8vo.
€ 580
| Seltene Wiener Auszugsausgabe der Werke Friedrichs des Großen (1712-86); erschien zugleich mit der 30bändigen Werkausgabe (Wien/Augsburg, 1789-91). Nur ein Exemplar über Bibliothekskataloge nachweisbar (Wienbibliothek im Rathaus); nicht in der ÖNB. - Papierbedingt etwas gebräunt bzw. braunfleckig; die Einbände an Ecken und Kanten stärker berieben und bestoßen. - Vgl. Henning 24 ("Augsburg"). {BN#20103} (mehr) |
Friz, Andreas, SJ. Tragoediae duae, et totidem dramatia. Wien, Leopold Johann Kaliwoda, 1757. 214 SS. (Beigebunden) II: Ders. Julius Martyr. Tragoedia. Ebd., 1761. 87, (1) SS. (Beigebunden) III: Ders. Penelope. Tragoedia. Ebd., 1761. 95, (1) SS. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgeor. rotem Rückenschildchen und floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Wolkenkleistervorsätze. 8vo.
€ 180
Sammelband von Friz' Jesuitendramen. Das erste Werk enthält die Tragödien "Codrus" und "Cyrus" sowie die Dramen "Alexis" und "Salomon"; darüber hinaus Friz' "orationes duae". - Der deutsche Jesuit Andreas Friz, 1711 in Barcelona geboren, lehrte Geschichte und Griechisch am Theresianum in Wien sowie Mathematik in Görz, wo er 1790 starb. - Papierbedingt leicht braunfleckig. Einband minimal wurmspurig; oberes Kapital lädiert. - De Backer/Sommervogel III, 1006, 11-13. {BN#14525} (mehr)
Fuzuli, Muhammad ibn Süleiman. Leyla ve Mecnun. [Tabriz?], 'Askar ibn Husayn?, H 1273 (= 1856 CE). 114 Bll. Durchgehend lithographiert mit zahlr. Textillustrationen. Lederband der Zeit mit blindgepr. Deckelfileten und mittigem Ornament. 8vo.
€ 450
| Durchgehend lithographische Ausgabe. Die Bearbeitung der alten Volkserzählung um das tragische Liebespaar Leila und Madschnun, die "Romeo und Julia" der persischen Literatur, gilt als bekanntestes Werks von Fuzuli (gest. 1566), dem bedeutendsten Klassiker der türkischen Dichtung. - Der Schreiber der Vorlage nennt sich am Schluß als "'Askar ibn Husayn Bik"; nach seiner Herkunft im Raum Westpersien / Aserbaidschan und der Angabe seiner späteren Niederlassung kann Tabriz als Druckort vermutet werden. - Bindung zu Beginn etwas gelockert; Kapitale lädiert. {BN#19361} (mehr) |
Gaal, Georg von. Die Nordischen Gäste oder der neunte Januar des Jahrs 1814. Ein Gedicht in zwölf Gesängen. Wien, Karl Ferdinand Beck, 1819. (8), 224 SS. Pappband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschildchen. Gr.-8vo.
€ 65
Erste Ausgabe. - Gaal (1783-1855) ?wurde 1804 Domänenbeamter des Fürsten Esterházy in Eisenstadt und 1811 dessen Bibliothekar, später auch Galeriedirektor in Wien, Dichter, Folklorist (als solcher für Ungarn bahnbrechend) und Historiker? (Kosch). - Durchgehend etwas stockfleckig. - Kosch I, 601. {BN#1353} (mehr)
Ganducci, Giovanni Battista, SJ. Descriptiones poeticae ex probatioribus poetis excerptae. Köln, Metternich, 1751. 788, (14) SS. Lederband der Zeit mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung sowie Deckelsupralibros. Dreiseitiger Goldschnitt. Bindebänder fehlen. Kl.-8vo.
€ 450
Etwas spätere Ausgabe der häufig gedruckten, erstmals 1660 erschienenen Sammlung von Textpassagen aus den klassischen Autoren. - Vorsatz mit alten Besitzvermerken und winziger Wurmspur. Teils schwach braunfleckig; Buchblock knapp beschnitten. - Der hübsche Einband mit Fächern in den Ecken und dem Wappensupralibros des Salzburger Fürsterzbischofs Sigismund Christoph Graf von Schrattenbach (1698-1771), des ersten Förderers Wolfgang Amadeus Mozarts, der den Siebenjährigen zum Vizekapellmeister ernannt und ihm seinen ersten öffentlichen Auftritt ermöglicht hatte. Am Rücken das Bindejahr "1762". - Vergoldung am Rücken oxydiert, wenige unauffällige Wurmlöchlein am untersten Bund. - De Backer/Sommervogel III, 1182, 1. Vgl. Wurzbach XXXI, 264. {BN#10648} (mehr)
Gellert, C[hristian] F[ürchtegott]. Sämmtliche Fabeln und Erzählungen in drey Büchern. Neueste Original-Ausgabe. Mit 13 Kupfern nach Heinr. Ramberg. Leipzig, Hahn'sche Verlags-Buchhandlung, 1836. XXIV, 178, (6) SS. Mit 13 gest. Tafeln (dav. 1 Frontispiz). Bedr. grüner Originalpappband. 8vo.
€ 60
Ecken und Kanten etwas berieben bzw. bestoßen; innen papierbedingt teils leicht braunfleckig. Titel mit zeitgenöss. Besitzerstempel "LM" (wohl zu identifizieren mit der am Frontispiz verso in Bleistift signierenden Laura Müller). {BN#15449} (mehr)
Gellert, C[hristian] F[ürchtegott]. Sämmtliche Schriften. Erster [-zweiter] Theil. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich, und Caspar Fritsch, 1769. Teile 1-3 (von 10) in 2 Bdn. LII, 346 SS. (6), 230, (2) SS. (2), VIII, (2), 474 SS. Mit 1 gest. Frontispiz und 3 gest. Titelvignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und floraler Rückenvergoldung. Marmorspiegel. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 8vo.
€ 200
Alles bis dahin Erschienene. Diese erste rechtmäßige Gesamtausgabe der Werke des bedeutendsten Moralisten der deutschen Aufklärung wurde erst 1774 mit 10 Bänden abgeschlossen. - Vorsätze minimal leimschattig, sonst sauber und dekorativ. - Goedeke IV/1, 78, 23. Rümann 314. WG² 34. {BN#16323} (mehr)
Genlis, [Stephanie Felicité Comtesse] de. Les chevaliers du Cygne ou la cour de Charlemagne. Nouvelle Edition. Hamburg, Maradan, 1811. 3 Bde. XX, 351, (1) SS. (4), 368 SS. (4), 372 SS. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rücktentitel und Lesebändchen. 8vo.
€ 120
Einer von Mme. de Genlis' seinerzeit beliebtesten historischen Romanen (EA Hamburg 1795). Die französische Schriftstellerin Madame de Genlis (1746-1830), Gegnerin Mme. de Staels und Voltaires, verfaßte eine Fülle pädagogischer Bücher, außerdem historische Schriften sowie Lustspiele ohne männliche Rollen und Liebesintrigen. "Am meisten Ruhm erwarb sie sich durch ihre auch ins Deutsche übersetzten Romane, die mehr als 100 Bände füllen" (Meyers, 6. A., s. v.). - Papierbedingt leicht gebräunt, sonst hübsches Exemplar. - Vgl. Brunet VI, 17256. {BN#18594} (mehr)
Genlis, [Stéphanie Félicité, Comtesse] de. Les Souvenirs de Félicie L***. Troisième édition. Paris, (Cellot für) Maradan, 1811. 394 SS. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 40
Dritte Ausgabe. - Die französische Schriftstellerin Madame de Genlis (1746-1830), Gegnerin Mme. de Staels und Voltaires, verfaßte eine Fülle pädagogischer Bücher, außerdem historische Schriften sowie Lustspiele ohne männliche Rollen und Liebesintrigen. "Am meisten Ruhm erwarb sie sich durch ihre auch ins Deutsche übersetzten Romane, die mehr als 100 Bände füllen" (Meyers, 6. A., s. v.). - Einband berieben; innen papierbedingt etwas braunfleckig. Am vorderen Innendeckel eigenh. Besitzvermerk des Antiquars und Sammlers Günther Hermann Metzeltin. {BN#17200} (mehr)
[Gérard, Louis-Philippe, Abbé]. Le Comte de Valmont, ou les égaremens de la raison. Nouvelle edition, revue & augmentée. Paris, (Gueffier für) Moutard et al., 1776. 5 Bde. XX, 448 SS. (4), 382 SS. (4), 448 SS. (4), 408 SS. (4), 399, (1) SS. Mit zus. 5 gest. Frontispizen und 7 gest. Tafeln. Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen in braun und grün sowie etwas Rückenvergoldung. 8vo.
€ 280
| Zweite Ausgabe (erstmals 1774 im selben Verlag aber in geringerem Umfang erschienen). - Ecken bestoßen; teils leicht fingerfleckig; erster Band mit Defekten an den Kapitalen sowie am oberen Hintergelenk, sonst sehr schönes, attraktiv gebundenes Exemplar. Am vorderen Innendeckel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk "Joh. Gf. Hamming". - Vgl. Barbier I, 661-d. Cohen 230. Cohen/Ricci 429. Sander 767. {BN#17162} (mehr) |
[Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von]. Ugolino. Eine Tragödie, in fünf Aufzügen. Hamburg und Bremen, Johann Hinrich Cramer, 1768. (2), 67, (1) SS. Interimsband der Zeit über Holzdeckeln mit hs. Signaturetikett am Deckel. 4to.
€ 300
| Erste Ausgabe. - Vorläufer des Sturm-und-Drang-Dramas. Die Dialoge mit Satzfetzen, Ausrufen und Musikeinlagen aufgelöst. Bodmer schrieb auf das von Shakespeare'scher Manie geprägte, fast unaufführbare Stück die Satire "Der Hungerturm in Pisa". - Durchgehend braunfleckig; der Einband stärker berieben und fleckig; Ecken und Kanten bestoßen. - WG² 14. Goedeke IV/1, 190, 13. Holzmann/Bohatta IV, 7882. Slg. Borst 185. Maassen 139. {BN#22174} (mehr) |
Gervinus, G[eorg] G[ottfried]. Ueber den Göthischen Briefwechsel. Leipzig, Wilhelm Engelmann, 1836. (4), 185, (3) SS. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger marmorierter Schnitt. 8vo.
€ 120
Erste Ausgabe. - Der Literaturwissenschaftler, Historiker und Politiker G. Gervinus (1805-71) begründete die wissenschaftliche Literaturgeschichtsschreibung in Deutschland. - Gutes, sauberes Exemplar. - NDB VI, 337. Goethe-Bibliothek Fr. Meyer 2409. Goedeke IV/2,461,11. Kosch VI, 289. {BN#14198} (mehr)
Gervinus, G[eorg] G[ottfried]. Handbuch der Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen. Zweite, unveränderte Ausgabe. Leipzig, Wilhelm Engelmann, 1842. VIII, 323, (1) SS. Zeitgenöss. schwarzer Leinenband mit goldgepr. Rückentitel. Lesebändchen. 8vo.
€ 100
Zweite Ausgabe. - Der Literaturwissenschaftler, Historiker und Politiker G. Gervinus (1805-71) begründete die wissenschaftliche Literaturgeschichtsschreibung in Deutschland. - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig, sonst gutes Exemplar. - NDB VI, 337. Vgl. Kosch VI, 289. {BN#14214} (mehr)
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