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Musik, Theater, Tanz, Film

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Aretuseo, Norico. L'Obbedienza di Gionata. Oratorio a cinque voci [...] da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1756. 16 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von Ferdinando Bertoni (1725-1813). - OCLC 25294952. {BN#24492} (mehr)

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(Bergamo, Antonio). Salomone Re d'Israele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. J. XXIII, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von Antonio Bergamo. {BN#24491} (mehr)

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Bie, Oscar. Der Tanz. (Berlin, Bard, Marquard & Co., 1905). 370, (2) SS. Mit zahlreichen Bildbeilagen und Buchschmuck von Karl Walser. Originalpergamentband mit goldgeprägten Deckelillustrationen und Rückentitel. Kopfgoldschnitt. 4to.

€ 250

Erste Ausgabe, Handexemplar des Verfassers, Exlibris mit eh. Namenszug Oscar Bies im vorderen Innendeckel. - Tadellos. - Derra de Moroda 357. {BN#12009} (mehr)

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Blanchini, Francesco. De tribus generibus instrumentorum musicae veterum organicae dissertatio. Rom, Giambattista Bernabò & Giuseppe Lazzarini für Fausto Amidei, 1742. XI, (1), 58 SS. Mit gest. Titelvignette, 5 gest. Initialen, 5 gest. Kopf- bzw. Schlußstücken und 8 in der Platte numerierten gest. Tafeln. Spätere Broschur. 4to.

€ 1.000

Einzige, posthum erschienene Ausgabe. - Francesco Bianchini (1662-1729) "studierte zu Bologna Theologie [...], liess sich später in Rom nieder und erhielt um 1688 vom Papste mehrere Pfründen, wurde Kanonikus, unter Clemens XI. Kämmerer und rückte unter Innocenz XIII. in höhere Ämter" (Eitner). Am Titel des vorliegenden Werks nennt er sich "utriusque signaturae referendarius, & praelati domesticus". "In der Nationalbibliothek zu Paris befindet sich im Ms. lat. 13021 (18. Jh.) ein Tractatus de musicis veterum instrumentis. Ob dies derselbe Tractat wie der [vorliegende] ist bedarf der Untersuchung" (Eitner). - Mit zahlreichen griechischen und hebräischen Passagen sowie "hübschen Vignetten und Initialen im Text" (Wolffheim). Die Kupfer mit antiken Musikinstrumenten. - Bindung stellenweise leicht gelockert; der Titel etwas angestaubt. Die letzte Tafel mit kl. Randausriß (ohne Bildberührung). - Eitner II, 32. Fétis I, 407. Slg. Wolffheim I, 1126. Slg. Hirsch I, 71. ICCU UBOE27408. {BN#19902} (mehr)

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Brabandt, C. H. Acht zwei- und dreistimmige Kinder-Lieder, die meine Schüler gerne sangen. [Erstes bis viertes Heft]. Stade, J. C. Hergeröder, 1836-1838. 4 Hefte in einem Band. 16 SS. 16 SS. 16 SS. 16 SS. Text und mehrstimmiger Notensatz durchgehend in Typendruck. Nachgebunden ein weiteres Kinderlied in etwas späterer Handschrift auf 4 Bll. Neuerer Pappband. Qu.-8vo.

€ 500

Bibliographisch und über Bibliothekskataloge nicht nachweisbare Sammlung von 51 Kinderliedern; über zwei Jahre in insgesamt 4 Heften im Eigenverlag des Rothenburger Pädagogen erschienen. Die Band- bzw. Heftbezeichnung auf den jeweiligen Titeln ist erst ab dem zweiten Heft hinzugefügt, an die drei vorliegenden Forsetzungen der Liedsammlung war offenbar bei Erscheinen des ersten Hefts noch nicht gedacht. - Durchgehend fleckig und mit einigen Randläsuren bzw. -hinterlegungen. - Nicht bei Wegehaupt, Seebaß etc. Nicht in der DNB Musik. {BN#19321} (mehr)

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Braun, Felix. Tantalos. Tragödie. Fünf Erscheinungen. Leipzig, Insel, 1917. 143, (1) SS. Originaler Pappband mit Buntpapierbezug. 8vo.

€ 50

Erste Ausgabe des ersten Dramas von Felix Braun mit eigenh. Widmung an den Schauspieler und Regisseur Wilhelm Klitsch (1882-1941) am fliegenden Vorsatz. - Schönes Exemplar. - KLL XII, 10979. KNLL III, 58. Sarkowski 212. WG² 11. {BN#15358} (mehr)

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Büssel, A[lois] J[oseph]. Dramatische Blüthen. Enthalten: 1) Graf Albrecht von Altenburg. 2) Zapolyas der Strenge. 3) Kephalos und Prokris. Bamberg u. Würzburg, Goebhardtische Buchhandlung, 1823. 3 Teile in 1 Band. (4), 115, (1) SS. 68 SS. 54, (2) SS. Mit gest. Frontispiz (C. Schleich sculp. nach C. Heideloff). Halbleinenband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. Kl.-8vo.

€ 70

Einzige Ausgabe. - Der Salzburgische Jurist und Postsekretär A. J. Büssel (1789-1842) betätigte sich auch als Dramatiker und gab "Antiope. Eine Zeitschrift für gebildete Leser" heraus. - Papierbedingt leicht braunfleckig. Am Titel zeitgenöss. Stempel der Leihbibliotheken Vinzenz Fink in Linz sowie des J. C. Jaspers; am vorderen Innendeckel montiertes Bibliotheksiegel der Landesirrenanstalt Niedernhardt bei Linz. - Kosch II, 314. {BN#16015} (mehr)

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Calderon de la Barca, Pedro. Das Fegefeuer des heiligen Patricius. (Schauspiele von Don Pedro Calderon de la Barca. Uebersetzt von Al. Jeitteles. Erstes Bändchen.) Brünn, Joseph Georg Traßler, 1824. (8), 140 SS. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldger. Rückentitel. 8vo.

€ 70

Erste und letzte Bll. minimal leimschattig, Kapitale schwach berieben, sonst schön erhaltener Band. Titel mit gestemp. Besitzvermerk "Dr. Streiter". {BN#15044} (mehr)

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Calegari, Antonio / Balbi, Melchiorre. Trattato del sistema armonico di Antonio Calegari. Proposto e dimostrato da Melchiorre Balbi. Padova, Valentino Crescini, 1829. 143, (1) SS. Mit einem (implizit mitpaginierten) Portraitfrontispiz und 9 gest. Notentafeln. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung. Gr.-8vo.

€ 250

Erste Ausgabe. - Der paduanische Komponist und Musiktheoretiker A. Ca(l)legari (1757-1828) wurde als Kompositionslehrer hochgeschätzt und zählte zu seinen Schülern neben Melchiorre Balbi (1796-1879) seinen Neffen Luigi Antonio Calegari, Pietro Bresciani und G. B. Foresta. ?He taught the theoretical system associated with his predecessors at the basilica, F. A. Calegari, Vallotti and L. A. Sabbatini, and presented it in his ?Trattato del sistema armonico?, published posthumously by Balbi? (New Grove). - Das Portraitfrontispiz gestochen vom Paduaner Maler Antonio Sorgato (1801-75), nach einer Zeichnung seines Kollegen Ferdinando Suman (1801-77) von 1820. - Kanten etwas bestoßen; gelegentlich unbedeutend braunfleckig, sonst gutes Exemplar. Selten; nur 4 Exx. in USA (San Francisco State Univ.; Stanford; Berkeley; NY Public Library). - New Grove III, 618f. {BN#6451} (mehr)

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[Callenbach, Franz, SJ.]. [Die Dramen]. [Nürnberg, Georg Christoph Lochner?, alle nach 1715]. Sammelband der acht Dramen. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel im Stil eines gedr. Rückenschildchens. 8vo.

€ 750

Sammelband aller acht Schuldramen des Jesuiten Franz Callenbach (1663-1743), entstanden 1709-12 und 1714 erstmals in Druck erschienen. Der Jesuitenorden betraute Callenbach mit der Erziehung der Kinder von katholischen Mitgliedern des Reichskammergerichts in Wetzlar. Aus dieser Zeit stammen seine zahlreichen Werke, in denen er die erbarmungswürdigen Zustände der damaligen Schulen persiflierte und teilweise als Bühnenstücke umsetzte. - Das vorliegende Exemplar vereinigt etwas spätere Ausgaben: I. Eclipses politico-morales. Sicht- und Finsternussen. - Dünnhaupt 7.9. - II. Genealogia nisibitarum. Des Uralten Nisi-Stamm-Baum Geburths-Brieff. - D. 6.11. - III. Quasi vero, Der Hinckende Bott hat sich Wohl. - D. 8.11. - IV. Quasi sive mundus-quasificatus: Das ist: Die quasificirte Welt. - Vgl. D. 4.9 (Variante). - V. Wurmland Nach Lands-Arte, Regiment, Religion, Sitten und Lebens-Wandel. - D. 3.14. - VI. Uti ante hac, Auf die alte Hack. - D. 5.8. - VII. Puer centum annorum sive [...] Kinderspiel. D. 9.6. - VIII. Almanach Welt-Sitten-Staat-Marter-Calender. - D. 14.4. - Vorsatz mit Besitzvermerk (dat. 1801), vorderer Innendeckel mit zeitgenöss. Schenkungsvermerk "Dises buch gab mirr Graff Emrich Zitschy (?)". Titel verso mit ungar. Bibliotheksstempel. Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig. - Vgl. de Backer/Sommervogel IV, 900f. {BN#10649} (mehr)

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[Callenbach, Franz, SJ.]. [Die Dramen]. Wurmland, nach Lands-Art, Regiment, Religion, Sitten und Lebens-Wandel. Gleichsam auf einer Schaubühne vorgestellet. [...] Bey Vermelio Wurmsaam im Gast-Haus zum Regenwurm. Im Jahr, da es wurchstichig [!] war. [Nürnberg, Georg Christoph Lochner?, nach 1715?]. 144 SS. Ohne die Faltkarte. (Beigebunden) II: Ders. Quasi vero, der hinckende Bott hat sich wohl. Hrsg. aus der Quasi-Welt, auf der Post zu Fuß. [Ebd., nach 1715]. 112 SS. (Beigebunden) III: Ders. Uti ante hac, auf die alte Hack. Gedruckt in der alten Welt sub signo veritatis. [Ebd., nach 1715]. 88 SS. (Beigebunden) IV: Ders. Genealogia nisibitarum. Deß uralten Nisi-Stamm-Baum Geburths-Brieff [...]. Zu finden in dem [...] Nisibitischen Stamm-Hauß. [Ebd., 1719]. 136 SS. Mit 1 mehrf. gefalt. gedr. Stammbaum. (Beigebunden) V: Ders. Puer centum annorum sive Heteroclitus [...]. Im Jahr, da die Welt alt und kindisch war. [Ebd., nach 1715]. 144 SS. (Beigebunden) VI: Ders. Almanach Welt-Sitten-Staat-Marter-Calender; gerichtet auf alle Schalt-Jahr. Gedruckt unter dem Schnapp-Galgen auf der Folter- und Marter-Preß. [Ebd., nach 1715]. 187, (1) SS., 2 w. Bll. (Beigebunden) VII: Ders. Quasi sive mundus-quasificatus: Das ist: Die quasificirte Welt. Gedruckt in der Quasi-Welt. [Ebd., nach 1715]. (8), 88 SS. (Beigebunden) VIII: Ders. Eclipses politico-morales. Sicht- und unsichtbare sittliche Staats-Finsternussen [...]. Gedruckt in Umbria. Im Jahr, da es finster war. [Ebd., nach 1715]. 84 SS. Zeitgenössischer Pergamentband mit hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. 2 Schließen. 8vo.

€ 1.000

Sammelband aller acht Schuldramen des Jesuiten Franz Callenbach (1663-1743), entstanden 1709-12 und 1714 erstmals in Druck erschienen. Das vorliegende Exemplar vereinigt etwas spätere Ausgaben (c. 1715-1719). - I: Variante f der erweiterten Neufassung. Frühestes von Callenbachs satirischen Schuldramen; "satirisiert in amüsanten Dialogen eine Reihe zeitgenössischer Unsitten als 'Würmer'" (Dünnhaupt I, 535). - II: Neugesetzte Variante der "Satire gegen Heucheleien aller Art, vornehmlich auf religiösem Gebiet, mit amüsanten Prognostikationen der Zukunft" (Dünnh. I, 546). - III: Abermals neu gesetzte Variante der "Satire gegen die alamodische Sprachverderberei und Einführung französischer Hofsitten" (Dünnh. I, 540). - IV: Späteste Variante der "satirische[n] Behandlung verschiedener 'Äste' des Nisi-Stammbaumes" (Dünnh. I, 542). - V: Abermals neu gesetzte Variante der "Satire gegen den Kaffee- und Tabakgenuß" (Dünnh. I, 548). Vgl. ausführlich Arents über den "tobacco club" und sein kurioses Regelwerk zu Schutz und Förderung von Tabak und seinem Genuß. - VI: Letzte, erweiterte und neugesetzte Variante des "[s]atirische[n] Kulturspiegel[s], eingeteilt in 3 'Marter-Listen' (Akte) mit insgesamt 24 'Staats-Torturen' (Szenen)" (Dünnh. I, 550). - VII: Zweiter von 3 Drucken ohne Jahr. "Amüsante Satire auf die Schwächen der zeitgenössischen Gesellschaft" (Dünnh. I, 538). - VIII: Titelvariante (Kommata statt Virgeln) der neugesetzten Variante e der ersten erweiterten Fassung. "Satirische 'Behandlung' der politischen Krankheiten der Mme. Deutschland durch ausländische Quacksalber" (Dünnh. I, 544). - Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; erster Titel am unteren Rand schmal beschnitten (etwas Textberührung der letzten Zeile) und mit zeitgenöss. Besitzvermerk. Der unteren Schließe fehlt der Dorn am Vorderdeckel, sonst intakt. - I: Dünnhaupt I, 538, 3.II f. Jantz I, 717 und 719. NUC XCI, 81. Vgl. de Backer/S. IV, 900, 1. - II: Dünnhaupt I, 548, 8i. Dammert 99. De Backer/S. IV, 901f., 6. - III: Dünnhaupt I, 541, 5f. Jantz I, 714. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 3. - IV: Dünnhaupt I, 544, 6h. Jantz I, 693 und 694. Dammert 97. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 4. - V: Dünnhaupt I, 549, 9e. Jantz I, 698. NUC XCI, 81. De Backer/S. IV, 902, 7. Arents III, 499. - VI: Dünnhaupt I 550, 10d. Jantz I, 684. Dammert 100. Vgl. de Backer/S. IV, 902, 8. - VII: Dünnhaupt I, 539, 4h. Jantz I, 704. NUC XCI, 81. Dammert 92. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 2. - VIII: Dünnhaupt I, 545, 7f. Jantz I, 688. De Backer/S. IV, 901, 5. {BN#10352} (mehr)

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Carnier, Franz. Meine Pilgerfahrt aus Mutter Schoos in das Weltgetümmel. Eine wahre Geschichte. München, o. Dr., 1815. (2), 400 SS. Mit gest. Frontispiz im Sepiaton. Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.

€ 180

Sehr seltene zweite Ausgabe der erstmals 1802 anonym in Breslau erschienenen Autobiographie. Der Wanderschauspieler (Xaver) Franz Carnier (1766-um 1811), Sohn eines Mainzer Seidenfabrikanten, spielte in Worms, Wien, Hamburg und Danzig, bevor er 1810 Theaterdirektor in Königsberg wurde. - Einband berieben; innen papierbedingt etwas braunfleckig. Obgleich am Schluß als "erstes Bändchen" bezeichnet, erschien kein weiterer Band. In Bibliothekskatalogen nur die Erstausgabe bzw. die 1994 bei Saur veranstaltete Mikrofiche-Ausgabe nachweisbar. - Vgl. Kosch³ II, 489. Nicht bei Krieg, MNE. {BN#21555} (mehr)

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[Clodius, Christian August]. Medon oder Die Rache des Weisen. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Frankfurt u. Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1783. 104 SS. Marmorbroschur. 8vo.

€ 140

Dritte Ausgabe (EA 1767). - Der Leipziger Philosophieprofessor C. A. Clodius (1738-84), seit 1782 Professor der Dichtkunst, wurde von seinem Hörer Goethe im Gedicht auf den Kuchenbäcker Hendel verspottet wegen seiner "Manier, durch klangvolle Fremdwörter Ersatz für mythologische Namen zu finden" (Goedeke). - Papierbedingt teils etwas braunfleckig. - Holzmann/Bohatta III, 4096. Vgl. Goedeke III, 375, 113, 4. Slg. Kippenberg 1629 (EA). {BN#15320} (mehr)

In meine Auswahl

Corneille, Pierre. Heraclius, empereur d'Orient. Tragedie. Wien, J. L. N. van Ghelen, 1758. 100 SS. Pappband der Zeit mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 100

Seltene Wiener Ausgabe von Corneilles Drama von 1647. - Am vorderen Innendeckel zeitgenöss. gest. Monogrammexlibris ("CLF"); Titel verso mit entspr. Stempel der Großherzöglichen Bibliothek Neustrelitz (mit Ausscheidestempelung). Nur 1 Ex. in Bibliotheken nachweisbar (WStLB). {BN#15457} (mehr)

In meine Auswahl

Crébillon, Prosper Jolyot de. Oeuvres complettes de Crébillon. Nouvelle édition, augmentée & ornée de belles gravures. Tome premier (second). Paris, chez les libraires associés, 1785. 2 Bde. (statt 3). 1. w. Bl., (6), LXXVI, 285, (1) SS. (4), 375, (1) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz (Ingouf sc. nach de la Tours Gemälde) und 7 gest. Tafeln. Hübsche Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen in rot und grün, dreifachen Deckelfileten, ansprechender floraler Rückenvergoldung, Stehkanten- und Innenkantenvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.

€ 200

Die Werke Prosper Jolyot Crébillons (1674-1762), im frühen 18. Jahrhundert der bedeutendste französische Dramatiker seiner Generation. Seine Tragödien sind berühmt für ihre Schauereffekte. - Es fehlt der dritte und letzte Band (Catilina; Triumvirat). Im Vorhandenen enthalten: Idoménée; Atrée & Thyeste; Électre; Rhadamisthe & Zénobie; Xerxès; Sémiramis; Pyrrhus. Ecken minimal bestoßen, innen vereintelz unbedeutend braunfleckig, sonst sehr schön. Lose einliegend ein frz. Manuskript von zwei Händen um 1820, erbaulichen Inhalts. 6½ SS. 8vo. - Brunet II, 412 ("assez belle"). OCLC 2944639. {BN#22199} (mehr)

In meine Auswahl

Deinhardstein, [Johann Ludwig Ferdinand]. Ehstands-Qualen. Lustspiel in einem Act und in Alexandrinern. Wien, J. B. Wallishausser, 1820. 48 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.

€ 70

Erste Ausgabe. - Der Wiener Schriftsteller J. L. Deinhard-Deinhardstein (1790-1859) trat seit 1811 "als Lyriker und Verfasser von Lustspieleinaktern an die Öffentlichkeit und wurde 1827 Prof. der Ästhetik an der Wiener Univ. sowie am Theresianum. 1829-41 nebenberuflich, anschließend bis 1848 als Regierungsrat an der Polizeihofstelle Zensor, redigierte er 1829-49 die 'Wiener Jahrbücher der Litteratur' und verfolgte - trotz der Mitarbeit u. a. von Goethe und den Brüdern Grimm - eine patriotisch-restaurative Linie. Als Dramaturg und stellvertretender Direktor des Burgtheaters 1832-41 engagierte er namhafte Schauspieler und führte vorwiegend publikumswirksame Schauspiele (u. a. von Bauernfeld und Halm) auf. Deinhardstein schrieb selbst zahlreiche Dramen und gilt als Begründer der sogenannten 'Künstlerlustspiele'" (DBE). - Broschur leicht angestaubt, sonst gut. - WG² 3. Giebisch/Gugitz 58. Wurzbach III, 208. Goedeke IX, 93, 11. Teatralia Radenin 3493. Gilhofer, Lit. in Ö. 742 (dieses Ex.). {BN#14331} (mehr)

In meine Auswahl

[Diderot, Denis und d'Alembert, Jean Le Rond. Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux, et les arts méchaniques, avec leur explication (...)]. Theatres. [Livorno, de l'imprimerie des éditeurs, 1776]. 4 SS. Mit zus. 30 (statt 31) gest. Tafeln (num. 24-61). Blauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. Folio.

€ 500

Die Tafeln zu den Schauspielhäusern aus dem Livorner Folio-Nachdruck von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband 10: "neuvième livraison, ou dixième volume"). Es fehlt die doppelblattgr. Tafel "Salles des spectacles ... La Couronne" (num. 35/36). - Lough 35. {BN#19976} (mehr)

In meine Auswahl

[Einband]. Brischar, Franz. Fanfare. Gewidmet dem Protector des Wiener Schützenvereines von der aus Mitgliedern des Vereines gebildeten Waldhornisten-Abtheilung. [Wohl Wien], 1888. Eigenh. Musikmanuskript. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt (farblithogr. Notenpapier mit Schmuckbordüre). Einliegend in Kartonmappe, diese mit goldener Brokatschnur gehalten in prächtigem historistischem Lederband über Holzdeckeln mit reicher Reliefprägung, breitem Rahmen mit vergoldeter Blattwerksbordüre, Messing-Eckbeschlägen, aufwendiger Goldprägung und Wappenauflage im Mittelfeld (auf blecherner Wappenkartusche ziselierte Messingauflage mit emailliertem Wappen der Stadt Wien und Umschrift "Wiener Schützen-Verein"). Die Innendeckel und die den Kartonfalz mit dem Manuskript umfassende Innenmappe mit preußischblauem Seidenbezug; die Mappe mit dem o. a. Titel in Goldprägung (innen mit weißem Papier mit Moiréeprägung bezogen). Folio (290:390 mm).

€ 500

Prächtig gebundenes, beschädigtes Dedikations-Musikmanuskript für die Waldhorn-Corps des Wiener Schützenvereins. Aus der Buchbinderei F. W. Papke im 4. Wiener Gemeindebezirk (am Vorderdeckel signiert). Noch 1914 führt "Lehmann's Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Handels- und Gewerbe-Adreßbuch Wien" den Eintrag: "Papke F. W. - Buchbinderei und Musterkarten Fabrikation Specialität: Feine Liebhaber-Einbände, sowie künstlerisch vollendete Bucheinbände, Überreichungs-Adressen, Albums Portemonnaie-Kalender, Poesiebücher, Schreibmappen-Fabrikation. Permanente Ausstellung in den Salons im I. und II. Stock, Wien IV Wieden Mozartplatz neben Johann Strauß-Theater, Niederlage IV Wiedner Hauptstraße 15-17, Habighof". - Beiliegend 2 zeitgenöss. Eintrittskarten: eine unausgefüllte "Einlass-Karte zum Schützen-Zeit 1855 für Herrn ..." sowie eine "für Herrn Ahlen" ausgefüllte "Einlass-Karte" ins "Zelt der Vten Comp.". - Rücken gebrochen und restaurierungsbedürftig; Blätter mit unschönen Knickspuren. {BN#19904} (mehr)

In meine Auswahl

[Einband.] Jünger, Johann Friedrich. Verstand und Leichtsinn. Ein Ehestandsgemählde in fünf Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 132 SS. Gelbe Broschur der Zeit mit gezeichneter dekorativer Umschlagsgestaltung. 8vo.

€ 75

Für das k. k. Hoftheater erschienene Einzelausgabe des Lustspiels in einer originellen zeitgenössischen Broschur mit Umschlagillustration in brauner Federzeichnung. Am vorderen Umschlag allegorische Theatermasken und Musikinstrumente; am hinteren Umschlag in reicher Rahmung schön kalligraphierte Titelangabe. - Johann Friedrich Jünger (1756-97) wirkte vorerst in Leipzig als Schriftsteller und lernte durch den Verleger Göschen 1785 Friedrich Schiller kennen. 1787 zog er nach Wien, wo er als Hoftheaterdichter und Dramaturg am Burgtheater arbeitete; wegen finanzieller Probleme 1794 entlassen, starb er nach wenigen Jahren an einem schweren Gemütsleiden. - Goedeke IV/1, 612. {BN#9381} (mehr)

In meine Auswahl

(Feo, Francesco). S. Francesco di Sales, Appostolo del Chablais. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1746. XXIII, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von F. Feo. {BN#24488} (mehr)

In meine Auswahl

Feretti, Giacomo. Amalia, e Palmer. Melo-dramma in due atti. Da rappresentarsi nel Teatro Grande di Trieste in carnovale MDCCCXXVIII. Triest, Weis, 1828. 72 SS. Halbleinenband der Zeit. 8vo.

€ 30

Triester Textbuch von Filippo Cellis "Amalia e Palmer" (Urauff. Rom, 14. IX. 1822). Das Libretto stammt vom römischen Dichter Jacopo Feretti (1784-1852). - Papierbedingt teils leicht fleckig; Titel mit alter Anstreichung und Monogrammstempel "BA" (nicht bei Lugt). - Nicht im Enc. dello Spett. {BN#15528} (mehr)

In meine Auswahl

Fielding, Henry. Das verschlagene Kammermädchen. Ein Lustspiel in zwey Aufzügen. Mannheim, [Verlag der Herausgeber der ausländischen schönen Geister], 1782. 62 SS. Mit Holzschnittvignetten an Titel und erstem Blatt. Geheftet. 8vo.

€ 150

Erste deutsche Ausgabe; erschienen als fünfte Nummer der "Mannheimer Schaubühne". - Fielding, der eigentliche Begründer des englischen Romans, brachte sein Lustspiel "The Intriguing Chambermaid" 1734 heraus (eine freie Adaptierung von Regnards Komödie "Le Retour Imprévu"). - Papierbedingt etwas braunfleckig; das letzte Bl. verso etwas angestaubt. - OCLC 46251964 (3 Nachweise). {BN#10573} (mehr)

In meine Auswahl

Französische Theaterstücke des 18. Jahrhunderts. Paris, Marseille, Dijon, versch. Dr., 1765-98. Zeitgenöss. Sammelband mit 8 Dramen, davon 2 in EA. - I: Picard, L. B. Médiocre et Rampant, ou le moyen de parvenir. Paris, Huet, 1797. 104 SS. - II: Brueys, D. A. de. L'avocat patelin. Paris, Duchesne, 1798. 35 SS. - III: La Harpe, J. F. de. Mélanie. Marseille, Mossy, 1798. 39 SS. - IV: Collalto, A. Les trois jumeaux Venitiens. Paris, Delalain, 1778. 66 SS. - V: Legrand, M. A. & Dominique, P. F. B. Agnès de Chaillot. Dijon, Defay, 1777. 28 SS. - VI: M[arivaux, P. C. de]. L' école des meres. Paris, Clousier, 1778. 38 SS. - VII: Racine, J. Les Plaideurs. Paris, Duchesne, 1774. 56 SS. - VIII: Belloy, P. L. B. de. Le siége de Calais. Paris, Duchesne, 1765. XVI, 97, (1) SS. Halblederband der Zeit. 8vo.

€ 290

'Médiocre et Rampant' (hier in erster Ausgabe) war der erste Erfolg des damals 28jährigen Picard (1769-1828), später Direktor der Großen Oper und des Odéon. Schiller bearbeitete das Werk als "Der Parasit". - Brueys (1640-1723) war kathol. Konvertit und - in Kollaboration mit Jean Palaprat (1650-1721) - Komödiendichter. Ihr 'Avocat' (1706) gilt als "glückliche Nachahmung dieser ausgezeichneten Posse des Mittelalters" (Meyer, 6. A.). - 'Melanie' (1770) ist eine frühe Tragödie des Sentimentalismus, verfaßt von La Harpe (1739-1803), einem Nachahmer Voltaires. - Die 'Trois Venitiens' (hier in erster Ausgabe) stammen von Antonio Collalto (1713-78), der schon seit 1759 Schauspieler an der Comédie Italienne war. Das Stück erschien kurz vor dem Ende der berühmten Theatertruppe 1779. - Ebenfalls aus dem Umfeld der Comédie Italienne, jedoch aus seiner früheren Periode, stammt das einaktige Versdrama 'Agnès de Chaillot' (1723). - Gleichfalls stark beeinflußt vom italienischen Drama ist Marivauxs Komödie von 1732 (nicht zu verwechseln mit P. C. Nivelle de la Chaussées gleichnamigem Werk.) - 'Les plaideurs' (1668), Racines (1639-1699) einziges Lustspiel, ist eine geistreiche Nachbildung der "Wespen" des Aristophanes. - Mit dem nationalen Stück 'Le siége de Calais' (1765), das "in der Zeit der politischen Ohnmacht die Ehre des französischen Namens und den Ruhm der französischen Waffen in jedem Verse pries" (Meyer, 6. A.), schaffte der Schauspieler Belloy (d. i. P. L. de Buirette, 1727-1775) den Durchbruch als Dramatiker. - Rücken etwas beschabt, Ecken und Kanten bestoßen. Vereinzelt stockfleckig und gebräunt. Mit Exlibris der Gräfin Constance Rzewuska, geb. Prinzessin Lubomerska. {BN#1608} (mehr)

In meine Auswahl

[Gauthier, François Louis]. Traité contre les danses et les mauvaises chansons. Paris, Antoine Boudet, 1775. LX, 426, (6) SS. Zeitgenössischer, marmorierter Lederband mit goldgeprägtem Rückenschildchen sowie Rücken- und Stehkantenvergoldung. 8vo.

€ 500

Zweite Ausgabe des Werkes des französischen Theologen Gauthier (1696-1780). Titel oben mit hinterlegtem Ausschnitt (ohne Textverlust), sonst sehr gutes Exemplar. - Derra de Moroda 1043. RISM B 6,1 362. Vgl. Magriel 20: "A theological tract against dancing". {BN#1208} (mehr)

In meine Auswahl

Gervinus, Friedrich Christian. Die reduzirte Nonne oder der Gewissensskrupel. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Frankfurt und Leipzig, Josef Stahel, 1786. 164 SS. Blauer Interimspappband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. 8vo.

€ 70

Einzige Ausgabe. - Einband leicht berieben; innen sauber. - Nicht bei Goedeke oder Kayser. {BN#13150} (mehr)

In meine Auswahl

[Goethe, Johann Wolfgang von]. Weimar, Sonnabend, den 1. Februar 1812. Zum Erstenmahle: Romeo und Julia. Trauerspiel in fünf Aufzügen, nach Shackespear und Schlegel, von Goethe. Weimar, [1812]. Theaterzettel. 1 S. Folio (213:330 mm).

€ 850

Ankündigung der "Romeo und Julia"-Bearbeitung durch Goethe, aufgeführt mit Amalie und Pius-Alexander Wolff in den Hauptrollen. Wolff hatte Goethe schon im Winter 1811 vorgeschlagen, er möge "dieses herrliche Stück [...] in einer gedrängteren Form darstellen" (zit. n. Goethes Leben von Tag zu Tag, Bd. 5, S. 567f.). Goethe stellte seine Bearbeitung zum Geburtstag der Herzogin von Weimar, Luise von Hessen-Darmstadt, am 30. Jänner fertig (vgl. die Besprechung im "Journal des Luxus und der Moden", März 1812, S. 141ff.); am 1. Februar folgte die erste öffentliche Aufführung, die das vorliegende Blatt ankündigt. - Etwas knittrig und wasserrandig; untere rechte Ecke abgerissen (kein Textverlust). Oben von zeitgenöss. Hand numeriert "15". {BN#24624} (mehr)

In meine Auswahl

Grandjean, Moritz u. a. Von der grünen Insel. Akademie am 22. April 1860. Wien, L. C. Zamarski & C. Dittmarsch, 1860. 78, (2) SS. Halbleinenband der Zeit mit aufgezogenem bedr. Originalbroschurdeckel. 8vo.

€ 80

Lyrisch, dramatische und prosaische Beiträge von M. A. Grandjean, Friedrich Kaiser, Leopold Kompert, Barach Märzroth, Otto Prechtler und Julius von der Traun, die am 22. April 1860 zugunsten des St.-Josefs-Kinderspitals in Wien von Burgschauspielern vorgetragen wurden. - Einband berieben. {BN#15321} (mehr)

In meine Auswahl

Grillparzer, Franz. Melusina. Romantische Oper in drei Aufzügen. Musik von Conradin Kreutzer. Wien, J. B. Wallishausser, 1833. 70 SS., l. w. Bl. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 8vo.

€ 50

Erste Ausgabe des Operntextes. - Einband leicht berieben, sonst hübsch. - WG² 10. Goedeke VIII, 416, 220c. Rabenlechner I, 50. Wurzbach V, 341. {BN#22202} (mehr)

In meine Auswahl

Grillparzer, Franz. Weh dem, der lügt! Lustspiel in fünf Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1840. 144 SS. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückentitel und etwas Rückenvergoldung sowie Deckelfileten. Kopfgoldschnitt; Buntpapiervorsätze. 8vo.

€ 250

Erste Ausgabe. - Das heute geschätzte Lustspiel "fiel 1838 durch. Für Grillparzer bestand die Aufgabe eines dramatischen Dichters darin, 'sein Werk der allgemeinen Menschennatur verständlich und empfindbar zu machen' (Tagebuch, 1834/35). Für ihn war das Theaterpublikum mit einer 'Jury' zu vergleichen. Nach dem Durchfall zog er sich vom Theater zurück" (DBE). - Zu Beginn schwach (finger-)fleckig, sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar in dekorativem Einband. - WG² 13. {BN#14172} (mehr)

In meine Auswahl

Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen]. König und Bauer. Lustspiel in drei Aufzügen. Nach dem Spanischen des Lope de Vega Carpio frei bearbeitet. Wien, Carl Gerold, 1842. 148 SS. Broschur. 8vo.

€ 50

Erste Ausgabe. - Vortitel etwas angestaubt. Buchhändlermarke des Antiquariats Gilhofer & Ranschburg, Wien. - Kayser IX, 373. {BN#15150} (mehr)

In meine Auswahl

Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen]. König und Bauer. Lustspiel in drei Aufzügen. Nach dem Spanischen des Lope de Vega Carpio frei bearbeitet. Wien, Carl Gerold, 1842. 148 SS. Leinenband um 1900. 8vo.

€ 50

Erste Ausgabe. - Vorsatz gestempelt: "Franz Pfeifer's Nachf. Gust. Budinsky Buchhandlung und Antiquariat Graz". Erstes und letztes Bl. minimal stockfleckig, sonst gut. - Kayser IX, 373. {BN#15235} (mehr)

In meine Auswahl

Haydn, Joseph. Collection des Quatuors originaux de J. Haydn. Leipzig, C. F. Peters, [wohl 1810/1811]. 16 Faszikel (4 mal 4 Stimmen: Violino primo, Violino secondo, Viola, Violoncello), enthaltend 17 "Cahiers" für jede Stimme. Durchgehend gestochen. Blaue Marmorpappbände der Zeit mit hs. Deckelschildchen. Folio.

€ 1.500

Sammelausgabe Haydn'scher Streichquartette, darunter Sonnenquartette, Preußische Quartette, Tost-, Appónyi- und Erdödy-Quartette (mit dem Kaiserquartett). "Wir haben uns bemühet, dieser Collection den Vorzug der Correctheit zu geben, und damit dem unsterblichen Haydn ein würdiges Denkmal zu weihen. Die in der Pariser Collection arrangirten, so wie die älteren Quartetten, welche die meisten der Herren Pränumeranten nicht wünschten, sind von dieser Sammlung ausgeschlossen" (Vorbemerkung des Verlags). Die in 17 "Cahiers" erschienene Sammlung ist hier zu vier chronologisch angeordneten Blöcken vereint, wobei der Deckeltitel die jeweilige Werkbezeichnung trägt: Cahiers 3, 6, 1 und 2 (op. 9 u. 17; Verlagsnr. 100, 162, 81, 84; Deckeltitel "No. 1"); Cahiers 15, 16, 4 und 9 (op. 20 u. 50; Verlagsnr. 712, 770, 136, 343; Deckeltitel "Zmeskal, Preuss."); Cahiers 7, 8, 11 und 12 (op. 54, 55 u. 64; Verlagsnr. 187, 309, 464, 549; Deckeltitel "Tost"); Cahiers 13, 10, 14, 17 und 5 (op. 71, 74, 76 u. 77; Verlagsnr. 621, 397, 659, 851, 142-143; Deckeltitel "Appony, Erdödy, Lobkowitz"). - Teils leicht braun- bzw. fingerfleckig; ein Blatt mit größerem Einriß. {BN#21016} (mehr)

In meine Auswahl

Hensler, Karl Friedrich. Der Soldat von Cherson. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1790. 70, (2) SS. Mit gest. Titelvignette und Impresssum. Geheftet. 8vo.

€ 50

Erste Ausgabe (zugleich dritter Band von Henslers "Marinellische Schaubühne in Wien"). Titel angestaubt, Ränder etwas lappig. Erste Lage etwas verbunden, aber komplett. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar. {BN#21026} (mehr)

In meine Auswahl

Houwald, Ernst von. Der Leuchtthurm. Die Heimkehr. Zwei Trauerspiele. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1821. (6), 202 SS. Bedr. Pappband der Zeit mit Papier-Rückenbezug. 8vo.

€ 60

Erste Ausgabe. - Der Jugendschriftsteller und Erzähler Ernst Christoph Freiherr von Houwald (1778-1845) erreichte seine "größten Erfolge als Dichter [...] durch seine Dramen, die er in verhältnismäßig schneller Folge zwischen 1817 und 1827 schrieb. Sie gelangten an zahlreichen Bühnen, vor allem in Dresden und Berlin, zur Aufführung und wurden von einem breiten Publikum begeistert aufgenommen" (NDB). - Im unteren Rand vereinzelt etwas braunfleckig. Rückenbezug mit hs. Namenszug des Verfassers und kl. Fehlstelle. - Kosch VIII, 165. NDB IX, 662. Goedeke VIII, 312, 12. {BN#15518} (mehr)

In meine Auswahl

Iffland, A[ugust] W[ilhelm]. Die Advokaten. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1801. 122 SS. Broschur. 8vo.

€ 50

Etwas spätere Separatausgabe von Ifflands Drama (EA 1796): "Ein Bösewicht hat einer Sterbenden ein Testament abgepreßt und unmündige Waisen um ihr Erbe gebracht" (Goedeke). "Iffland [feierte] mit den eigenen Werken Publikumserfolge [...], und seine Stücke [wurden] bis weit ins 19. Jh. häufiger gespielt [...] als die der Weimarer Klassiker" (DBE). - Kaum gebräunt. - Vgl. Goedeke V, 268, 33. {BN#14364} (mehr)

In meine Auswahl

[Iffland, August Wilhelm]. Ifflands mimische Darstellungen für Schauspieler und Zeichner. Während der Vorstellung gezeichnet zu Berlin in den Jahren 1808 bis 1812. Hefte 2-4, 7-10, 12-18 (von 20) Berlin (u. Breslau), Gebrüder Henschel, (1808-1811). 13 (statt 20) Hefte in einem Band. Mit zusammen 12 gest. Orig.-Lieferungstiteln (davon 11 aufgezogen zwischengebunden), 78 (von 120) radierten Tafeln von Wilhelm u. Moritz Henschel und 2 SS. Subskriptionsanzeige. Etwas späterer Pappband mit intarsierter Originalbroschur unter Verwendung eines der Lieferungstitel. Gr.-4to.

€ 2.000

Erste Ausgabe der in 20 Einzelheften erschienenenen Darstellungen nach Aufführungsskizzen. Iffland selbst ist u. a. dargestellt als König Lear und Shylock, der Geizige im Stück gleichen Titels von Molière sowie als Nathan der Weise. So umfangreich wie vorliegend von größter Seltenheit. Heft 14 u. 16 in sich verbunden, aber komplett. Es fehlen das erste sowie die letzten beiden Hefte, außerdem die Hefte 5, 6, 11 und 15. - Auf dt. Auktionen außer einem einzigen kompletten Exemplar (Bassenge 1990) seit 1950 nur ein Einzelheft der Serie nachweisbar (Dörling 84, 24. XI. 1975, Nr. 792 [Heft 19 mit 6 Kupfern, DM 240]). Auch im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die ausschließlich dem vorliegenden Werk (4. II.-26. III. 2005) gewidmet war, konnte nur ein gerade erst im Jahr davor erworbenes, unvollständiges Exemplar präsentiert werden. In den Rändern teils etwas finger- bzw. stockfleckig, im ganzen aber sehr ansprechendes Exemplar. Die Darstellung des "Hettmann im Schauspiel Graf Benjowsky" hübsch zeitgenössisch koloriert. - Slg. Kippenberg 5082 (15 Hefte mit zusammen 90 Tafeln). Lipperheide Uce 9. Hiler 456. Thieme/B. XVI, 430 (dat. 1808-1819). Nicht bei Colas und in Ornamentstichslg. Berlin. Nicht in Kayser u. Goedeke. {BN#11995} (mehr)

In meine Auswahl

[Iffland, August Wilhelm]. Ifflands mimische Darstellungen für Schauspieler und Zeichner. Während der Vorstellung gezeichnet zu Berlin in den Jahren 1808 bis 1811. Heft 1-19 (von 20). Berlin (u. Breslau), Gebrüder Henschel, (1808-1812). 19 (statt 20) Hefte. Mit gest. Titel (unter Verwendung eines aufgezogenen originalen Lieferungsumschlags) und zusammen 114 (statt 120) radierten Tafeln von Wilhelm u. Moritz Henschel sowie 2 SS. Subskriptionsanzeige (letztere lose beiliegend). Zeitgenössischer Pappband m. hs. Rückenschildchen. Gr.-4to.

€ 3.500

Erste Ausgabe der in 20 Einzelheften erschienenenen Darstellungen nach Aufführungsskizzen. Iffland selbst ist u. a. dargestellt als König Lear u. Shylock, der Geizige im Stück gleichen Titels von Molière sowie als Nathan der Weise. So umfangreich wie vorliegend von größter Seltenheit, es fehlt lediglich das letzte Heft (Der arme Poet). - Auf dt. Auktionen außer einem einzigen kompletten Exemplar (Bassenge 1990) seit 1950 nur ein Einzelheft der Serie nachweisbar (Dörling 84, 24. XI. 1975, Nr. 792 [Heft 19 mit 6 Kupfern, DM 240]). Auch im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die ausschließlich dem vorliegenden Werk (4. II. - 26. III. 2005) gewidmet war, konnte nur ein gerade erst im Jahr davor erworbenes, unvollständiges Exemplar präsentiert werden. - Aus der Sammlung des Regisseurs und Schauspielers Franz Stoß (1909-1995), mit dessen Exlibris im vorderen Innendeckel. Innen weitgehend sauber und fleckenfrei, schönes Exemplar. - Slg. Kippenberg 5082 (nur 15 Hefte mit zusammen 90 Tafeln). Lipperheide Uce 9. Hiler 456. Thieme/Becker XVI, 430 (dat. 1808-1819). Nicht bei Colas und in Ornamentstichslg. Berlin. Nicht in Kayser u. Goedeke. {BN#11998} (mehr)

In meine Auswahl

[Iffland, August Wilhelm]. Sammlung von 3 Theaterzetteln zu Ifflands Weimarer Gastspiel Ende 1812. Weimar, [1812]. 3 Theaterzettel. Folio (ca. 220:355 mm).

€ 1.800

Ankündigungen zu den Aufführungen von "Don Ranudo de Colibrados" und Kotzebues "Der arme Poet" am 27. Dezember sowie der "Lästerschule" am 28. 12. (mit Iffland in der Rolle des Don Ranudo, des Lorenz Kindlein und des Barons); Shakespeares "Kaufmann von Venedig" am 29. 12. (mit Iffland in der Rolle des Shylock); schließlich am 30. 12. Goldonis "Der gutherzige Polterer" (In Ifflands Übersetzung, mit ihm in der Rolle des Morhof) und Kotzebues "Der häusliche Zwist" (ohne Iffland). - Iffland, der schon 1782 der erste "Moor" in Schillers "Räubern" gewesen war, gab Ende 1812 ein letztes Gastspiel in Weimar. Goethe, der den Schauspieler schon 1796 in die Stadt gebracht hatte, besuchte praktisch alle Vorstellungen, darunter die hier angekündigten, und bewirtete ihn am 28. Dezember selbst. Wenige Wochen später schrieb Goethe an Zelter: "Ifflands Gegenwart hat mir sehr große Freude gegeben. Ich habe mich ganz rein an seinem Talent ergetzt, alles aufzufassen gesucht, wie er es gab, und mich um's Was gar nicht bekümmert [...] so hab ich die Belebung todter Stücke, ja die Schöpfung aus nichts an Ifflanden höchlich bewundern müssen [...] Merkwürdig war mir es außerdem, daß Iffland, der in seinen geschriebenen Stücken die ausführlichste Breite sucht, in seinem Spiel das Concise, Knappe der extemporirten Stücke wieder heranfordert. Wie anders sähe unser Theater aus, wenn er nicht diesen Umweg hätte machen müssen [...]" (15. 1. 1813). - Etwas braunfleckig und knittrig; kl. Randläsuren; Spuren alter Faltung und Heftung. Am Oberrand zeitgenöss. numeriert "21"; "33"; "37". {BN#24713} (mehr)

In meine Auswahl

[Jesuitendrama]. Augusta liberata. Melodrama. [Dillingen], Johann Leonhard Brönner, 1769. (64) SS. Mit einigen Zierstücken in Holzschnitt. Halbpergamentband um 1880. Folio.

€ 850

Einzige Ausgabe. Durchgehend zweisprachig im lateinisch-deutschen Paralleltext: "La trad. en vers allemands en regard. - La dédic. est signée: 'Societas Jesu quae Dilingae est'" (de Backer/S.). Gewidmet Clemens Wenzel von Sachsen, Erzbischof von Trier. - Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt; gegen Ende auch fleckig und mit Wurmspur im Text. Selten; nur 5 Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (BSB, UB München, UB Augsburg, Dillingen, Univ. of Michigan). - De Backer/Sommervogel III, 82, 369. OCLC 36376093. {BN#19903} (mehr)

In meine Auswahl

Jünger, Johann Friedrich. Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 80 SS. Gelbe Broschur der Zeit mit gezeichneter dekorativer Umschlagsgestaltung. 8vo.

€ 75

Für das k. k. Hoftheater erschienene Einzelausgabe des Lustspiels in einer origenellen zeitgenössischen Broschur mit Umschlagillustration in brauner Federzeichnung. Am vorderen Umschlag allegorische Theatermasken und Musikinstrumente; am hinteren Umschlag in reicher Rahmung schön kalligraphierte Titelangabe. - Johann Friedrich Jünger (1756 Leipzig - 1797 Wien) wirkte vorerst in Leipzig als Schriftsteller und lernte durch den Verleger Göschen 1785 Friedrich Schiller kennen. 1787 zog er nach Wien, wo er als Hoftheaterdichter und Dramaturg am Burgtheater arbeitete; wegen finanzieller Probleme 1794 entlassen, starb er nach wenigen Jahren an einem schweren Gemütsleiden. - Goedeke IV/1, 613, 21. Vgl. WG² 39. Hadamowsky 668. {BN#9380} (mehr)

In meine Auswahl

Knecht, Justin Heinrich. Allgemeiner musikalischer Katechismus oder kurzer Inbegriff der allgemeinen Musiklehre zum Behufe der Musiklehrer und ihrer Zöglinge. Neueste, verbesserte und vermehrte Auflage. Wien, (Anton Strauß für) S. A. Steiner & Co., 1822. (4), 107, (1) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.

€ 150

Etwas spätere Ausgabe (EA Biberach 1803). - Der Musiker und Dirigent Justin Heinrich Knecht (1752-1817) "erhielt von seinem Vater, einem Kantor, Gesangs- und Violinunterricht und als Schüler des Esslinger Kollegiatstifts weitere Ausbildung im Generalbaß- und Orgelspiel. 1771-92 wirkte er als Organist und Dirigent in Biberach, 1807-07 als Hofkapellmeister in Stuttgart. Knecht galt neben Abbé Vogler als bedeutender Organist; als Theoretiker repräsentierte er den Schematismus des Terzenaufbaus" (DBE). - Unbeschnittenn und etwas gebräunt, Broschur lappig; Ecken etwas knittrig. - Vgl. MGG VII, 1267 (andere Ausgg.). {BN#20708} (mehr)

In meine Auswahl

Laban, Arpad von, Komponist und Pianist (1905-1960). "Pegabus 3". Einblattdruck. O. O. u. D., [1831]. Titel und 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit drei Beilagen (s. u.).

€ 80

Einblattdruck einer Dichtung von Karl Schloßleitner (1888-1959) zur Musik von Arpad von Laban. Über eine Aufführung des Werkes ist nichts bekannt. Einer (von insg. 2 beiliegenden Programmzetteln) berichtet jedoch von einer Aufführung der Dichtungen "Pegabus I" und "Pegabus II" im Salzburger Stadttheater aus Anlaß des 60. Geburtstages von Franz Karl Ginzkey. - Weiters beiliegend ein Separatdruck aus "Bild und Buch" (Berlin, o. J.) mit je einem kurzen Portrait von Karl Schloßleitner und Arpad von Laban. - Arpad von Laban, 1905 im niedersächsischen Barsinghausen geboren, war als Musiklehrer, Komponist, Orchester- und Chorleiter sowie als Rezensent für das Feuilleton der damaligen Traunsteiner Zeitung "Südost-Kurier" tätig; in Traunstein im Chiemgau betrieb er von 1949 bis 1953 eine Private Singschule. {BN#21309} (mehr)

In meine Auswahl

Léris, [Antoine] de. Dictionnaire portatif historique et littéraire des théatres, contenant l?origine des différens théatres de Paris [...]. Paris, C. A. Jombert, 1763. XXXIV, 738 SS. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 150

Zweite Ausgabe. - Alphabetisches Theaterhandbuch für Frankreich, gegliedert in die Teile ?Schauspiele? und ?Dramatiker?, mit chronologischer Tabelle der Uraufführungen am französischen Hof von 1645 bis 1763 sowie der 1730-64 aufgeführten oder gedruckten Dramen. - Der Literat A. de Léris (1723-95) ?war erster Huissier an der Chambre des Comptes zu Paris? (Jöcher/A.). - Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Gelenke geplatzt, Rücken mehrfach gebrochen, Kapitale defekt. Bindung teils gelockert - Barbier I, 983. Jöcher/Adelung III, 1670, 2. {BN#8142} (mehr)

In meine Auswahl

[Lieder]. Der theatralische Liederfreund oder neuester und vollständige Sammlung der beliebtesten Gesänge aus den vorzüglichsten deutschen Opern. Pest, K. Adolph Hartleben, 1818. (18), 168 SS. Mit gest., ill. Frontispiz (C. Beyer sc.). Marmorierter Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.

€ 150

Hübsches Textbuch der beliebtesten Arien, Duette und Lieder aus deutschen Opern und Operetten. Als historisch wichtige Sammlung 1995 auf Mikrofilm ediert (Freiburg, Dt. Volksliedarchiv). - Papierbedingt etwas braunfleckig. Am vorderen Vorsatz hs. Kaufvermerk der Zeit: "Vienn bei Tobias Haslinger am Graben No. 618 | Ständchen Serenade von Fr. Schubert". - Kayser III, 553. {BN#16405} (mehr)

In meine Auswahl

[Lieder]. Liederbuch der Loge zur Versch[wisterung] der Menschheit im Or[ient] Glauchau. 20 Lieder mit Melodien. [Glauchau, um 1880]. 34 SS. Noten mit unterlegtem Text. Blauer Pappband der Zeit mit hs. Titelschildchen. 4to.

€ 350

Bibliographisch und über Bibliothekskataloge nicht nachweisbares Liederbuch der sächsischen Loge, wohl nur zum internen Gebrauch nach einer handschriftlichen Vorlage lithographisch reproduziert. - Papierbedingt minimal gebräunt, sonst tadellos. - Nicht in Wolfstieg. {BN#13194} (mehr)

In meine Auswahl

[Lieder]. Sammlung von 21 Volksliedern. Wien, Anton Leitner, M. Moßbeck, C. Barth, um 1840. Zusammen 21 gefaltete Bll. Mit je einer Titelillustration in Holzschnitt bzw. Kupferstich. 8vo. Lose in Papierumschlag.

€ 300

Diverse populäre Volkslieder "nach bekannter Melodie", u. a. "Die Schildwacht" von Johann Ernst "nach der Arie des Hobelliedes aus dem Verschwender v. F. Raimund". - Tw. Knickspuren und Randläsuren. {BN#13930} (mehr)

In meine Auswahl

Löhle, Franz. Theater-Catechismus oder Humorische Erläuterung verschiedener vorzüglich im Bühnenleben üblicher Fremdwörter. Eine Toilettengabe für Freundinnen des Theaters [...]. München, Piloty & Löhle, [1840]. 105, (3) SS. Mit lithographiertem Titel und 10 lith. Tafeln von Karl Seitz. Illustrierte Originalbroschur. 8vo.

€ 350

Erste Ausgabe des seltenen satirischen Werkes zum zeitgenössischen Theater, über Bibliotheks- und Verbundkataloge zumeist nur der Reprint von 1988 nachweisbar. Die reizenden Illustrationen bringen u. a. Darstellungen von Fanny Elsler im Ballett "Grazie" und Ferdinand Raimund in der Posse "Der Bauer als Millionär". - Im ersten Drittel leicht wasserrandig, vereinzelt minimal braunfleckig. - Rümann 2401. Nagler XVI, 225, 7. {BN#12278} (mehr)

In meine Auswahl

Manfredini, Vincenzo. Regole armoniche o sieno precetti ragionati per apprender la musica. Seconda edizione corretta, ed accresciuta. Venedig, Aldolfo Cesare, 1797. (4), 207, (1) SS. Mit 20 mehrf. gefalt. gest. Notentafeln. (Beigebunden) II: Asioli, B[onifacio]. Principi elementari di musica adottati dal R. Conservatorio di Milano per le ripetizioni giornaliere degli alunni. Mailand, (Carlo Dova für) Giovanni Ricordi, [1811]. 49, (3) SS. Mit 3 mehrf. gefalt. gest. Notentafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Lesebändchen. Gr.-8vo.

€ 1.500

Zweite Ausgabe des prächtig ausgestatteten Schulwerks (EA 1775 bei Zerletti). Umfaßt "sowohl das gesamte Gebiet der Gesangs-Technik als auch die im Gesang und im Instrumenten-Spiel gebräuchlichen Verzierungen sowie die Regeln des Akompagnements und der Satztechnik. Außerdem gibt Manfredini Hinweise, wie man gewisse Stücke zu interpretieren hat" (MGG). V. Manfredini (1737-99) war Kapellmeister von Zarin Katharina II. und Lehrer ihres Sohnes Paul gewesen, bevor er sich 1768 nach Bologna zurückzog, wo er sein vorliegendes theoretisches Hauptwerk verfaßte. Seine Auffassungen zur Gesangspädagogik zogen die scharfe Kritik Mancinis auf sich. "The second edition (Venice, 1797) was much revised and enlarged with new sections on singing and counterpoint" (New Grove). - Beigebunden ist die (undatierte) "seconda edizione" (Kolophon) von Asiolis wohl wichtigstem Lehrwerk, den "Principi elementari de musica" (EA Mailand, 1809). "Als Lehrer erfreute [Asioli] sich großen Rufs, auch Mozarts Sohn zählte zu seinen Schülern [...] Asioli war neben Simon Mayr zu seiner Zeit einer der gefeiertsten Meister in Italien. Seine musiktheoretischen und methodischen Schriften [...] haben im 19. Jh. noch lange weiter gewirkt und seinen Ruf als Lehrer über die Zeit seiner persönlichen Wirksamkeit erhalten" (MGG I, 753f.). In allen Ausgaben selten; seit 1950 nicht auf Auktionen nachgewiesen. - Einband am Rücken etwas berieben; Vordergelenk geplatzt, innen papierbedingt leicht braunfleckig. Insgesamt schöner Sammelband mit zwei bedeutenden Schulwerken zur musikalischen Theorie und Praxis. - I: Hirsch I, 343. Eitner VI, 299. New Grove XI, 615. MGG VIII, 1580. RISM B/VI, 533 u. M-019b. ICCU CFIE24653. OCLC 17704373. Vgl. Fétis V, 427. Slg. Wolffheim I, 800. Gregory/Bartlett I, 164. - II: Eitner I, 218. Vgl. MGG I, 754. New Grove I, 656. Nicht in der Slg. Wolffheim oder Hirsch. {BN#19891} (mehr)

In meine Auswahl

Marsollier des Vivetières, Benoît-Joseph. Die zwey Blinden von Toledo. Eine komische Oper in einem Akte. Nach Marsollier. Die Musik ist von Herrn Mehul. Für die k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1806. 54, (2) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.

€ 60

Erste deutsche Ausgabe von "Les Deux Aveugles de Tolède", der im Druckjahr in Paris erstaufgeführten komischen Oper von Étienne-Nicolas Méhul. - Durchgehend braunfleckig; Einband angestaubt. - Fromm 17146. {BN#21007} (mehr)

In meine Auswahl

[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...] Der von einem Wallfisch verschluckte und vom Neptun beschützte Harlekin. [Weimar], 17. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Mit 2 Holzschnittvignetten am Blattkopf. Folio (ca. 220:355 mm).

€ 950

Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Dieses große Schauspiel prangt mit einer Menge von Decorationen, Verwandlungen, Intermezzo's u.s.w. Nichts ist versäumt worden, es zu verschönern. Außer den angenehmen Scenen, in welchen Harlekin sowohl, als verschiedene Fische vom Wallfisch verschluckt werden, wird das verehrungswürdige Publikum Neptun aus dem Schooße des Meeres auf einer Seemuschel emporsteigen sehen, von Seepferden gezogen, und von verschiedenen Gruppen, Tritonen, Nereiden und Syrenen begleitet. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Das Schauspiel wird durch einen Tanz auf dem strammen Seile von einer mechanischen Figur, die alle Pas, welche die Tanzkunst erfordert, macht, beschlossen. Se. Majestät Napoleon gekrönt von der Siegesgöttin. Den Beschluß macht ein Ballet [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse und alt hinterlegte Eckausrisse (minimaler Textverlust). Zeitgenöss. hs. Numerierung "158" im Oberrand. {BN#24711} (mehr)

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[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Heute zum Letztenmal [...] Die Abreise und Bataille des General Marlborough. Eine große Pantomime. [Weimar], 22. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Folio (ca. 213:355 mm).

€ 800

Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Dieses noch nie gegebene Stück besteht aus einer großen Menge Verwandlungen, nämlich: 1) Erscheint der Gott Mars auf einem von zwey Löwen gezogenen Wagen, dessen Ankunft eine Trompete verkündet. Der Wagen verwandelt sich in ein Schloß. 2) Der feyerliche Ausmarsch des Generals und sein Abschied von seinem Vater und seiner Gemahlin. 3) Abreise des Generals mit seinem Pagen. 4) Das Schlachtfeld, die beyderseitigen Armeen, das Manövre und die Schlacht. 5) Ein todtes Pferd verwandelt sich in einen 4spännigen Wagen, auf welchen Todte und Verwundete gelegt werden. 6) Ein hinkendes Pferd verwandelt sich in ein Zelt, aus dem ein Gefolge heraustritt. Das Ganze verwandelt sich nochmals in ein Todtenbahre, auf welcher ein General von 4 Offizieren getragen wird, indem das Gefolge aufzieht und nachschreitet [...] 10) Das Mausoleum verwandelt sich in einen Haufen Soldaten, die im Schritt vorbey marschieren. - Auf das Costüme der Personen dieses Schauspiels ist vorzügliche Aufmerksamkeit verwendet worden, und man hat nichts unterlassen, diese Vorstellung interessant zu machen. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Vor dieser Pantomime wird zum Erstenmal gegeben: Harlekin der Wächter der Frauen, oder: Das schlecht bewachte Haus. Das Schauspiel wird durch einen Tanz auf dem strammen Seile von einer mechanischen Figur, die alles Pas, welche die Tanzkunst erfordert, macht, beschlossen. In diesem Schauspiele wird man die Ehre haben vorzustellen: Se. Majestät Napoleon gekrönt von der Siegesgöttin. Den Beschluß macht ein Chinesisches Ballet [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "161" im Oberrand. {BN#24712} (mehr)

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[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...]. Der vom Blitz getroffene Atheist, oder: Il Convitato di Pietra. [Weimar], 14. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Folio (ca. 215:345 mm).

€ 900

Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Ein großes Schauspiel nach dem Italienischen, geziert durch neue Decorationen, die von einem der ersten Künstler zu Moskau gemacht worden. (Alle diese Decorationen verändern sich plötzlich wie in der großen Oper zu Paris.) In diesem Stück kommt ein Sturm vor, aufs natürlichste abgebildet; eine mechanische Figur, die auf einen Leuchtturm klimmt und ihn anzündet, um die durch den Sturm zerstreuten Schiffe zu leiten; und ein Gewitter, während dem ein Schiff vom Blitz und von den Wellen verschlungen wird. Ueberdem werden Zwischenspiele der artigsten Verwandlungen, ländliche Tänze, auch ein Ballet der Furien gegeben werden, die brennende Fackeln tragen, Feuer und Flammen speyen und den Atheist in der Hölle quälen. Den Beschluß des Schauspiels macht ein prachtvoller Feuerregen mit glänzenden Sternen, durch welchen der Atheist verzehrt wird [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben". - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "160" im Oberrand. {BN#24618} (mehr)

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[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...] Harlekin, Prinz durch Magie, oder: Die erkannte Unschuld. Ein großes Schauspiel, in welchem Harlekin siebenmal seinen Anzug verwechselt, ohne daß ihn die Zuschauer aus dem Gesichte verlieren. [Weimar], 15. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Mit Holzschnittvignette am Blattkopf. Folio (ca. 215:360 mm).

€ 900

Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Man wird das Herabsteigen der Götter vom Olymp auf die Erde und ihre Versammlung in Jupiters Pallast sehen. Gewitter etc. etc. und eine Haupt-Repetition der ganzen Verwandlung. Die Zuschauer werden durch diese Figuren, die ein kunstvoller Mechanismus in Bewegung setzt, sich sehr überrascht finden. Die schnelle Veränderung der Decorationen des Theaters, die Schönheit der Figuren, das richtige Verhältniß ihres Körpers, und das Natürliche in ihren Bewegungen, ist so vollkommen, daß nichts zu wünschen übrig bleibt. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Den Beschluß macht ein Chinesisches Ballet, welches zum Erstenmal gegeben wird [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse und alt hinterlegte Eckausrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "159" im Oberrand. Verso alt bezeichnet: "Schatten-Spiel". {BN#24710} (mehr)

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Mendelssohn-Bartholdy, Felix. Paulus. Oratorium nach Worten der heiligen Schrift. Wien, J. B. Wallishausser, [wohl um 1840]. 16 SS. Papierschirting der Zeit. 8vo.

€ 65

Früher Druck des Textes des beim Niederrheinischen Musikfest (22./23. Mai 1836) unter Mendelssohns Leitung in Düsseldorf uraufgeführten Oratoriums. {BN#2014} (mehr)

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Mercier, Louis Sebastien. Der Schubkarn des Eßighändlers. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Für die k. k. Hoftheater. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 90 SS. Mit kl. Titelvignette in Holzschnitt. (Beigebunden) II: Frech von Ehrimfeld, Tobias. Die Liebhaber im Verborgenen, oder die doppelte Beschämung. Ein Lustspiel in einem Akt. Aufgeführt in k. k. priv. Theater an der Wien. Ebd., 1804. 36 SS. Blaue Interimsbroschur. 8vo.

€ 50

Zwei um 1800 an den Wiener Theatern aufgeführte Komödien. Schlichtes Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. {BN#20987} (mehr)

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(Metastasio, Pietro). Betulia Liberata. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1785. XXII SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von Niccolò Jommelli, "maestro di Cappella Napolitano". - OCLC 25322303. {BN#24490} (mehr)

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(Metastasio, Pietro). La morte di Abele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1741. 23, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.

€ 150

Wohl dritte Ausgabe des Singspiel-Librettos (zur Musik von Leonardo Ortensio Salvatore di Leo [1694-1744]). - ICCU DE3041100996. {BN#24485} (mehr)

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(Metastasio, Pietro). S. Elena al Calvario. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1744. 23, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel und 2 Zierstücken in Holzschnitt. Buntpapierpappband. 12mo.

€ 150

Etwas spätere Ausgabe des Singspiel-Librettos (zur Musik von Leonardo Ortensio Salvatore di Leo [1694-1744]). - OCLC 28984015. Vgl. Enc. dello Spettacolo VI, 1392 (1732) und VII, 505 (1731). {BN#24484} (mehr)

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Molière [d. i. Jean-Baptiste Poquelin]. Der Betbruder. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Nach Molier's Tartüff frei übersetzt. Berlin, Johann Friedrich Unger, 1787. 118 SS. Marmorbroschur der Zeit. 8vo.

€ 70

Noch recht frühe deutsche Übersetzung (durch Friederike Helene Unger) von Molières "Le Tartuffe" (Erstdruck 1682; erste dt. Bearb. 1743). Schlichtes Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. - Fromm 18037. {BN#21004} (mehr)

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[Molière (d. i. Jean-Baptiste Poquelin)]. Le mariage forcé. Paris, Jean Corneille (fingiert?), 1710. (48) SS. Interimspappband der Zeit. 12mo.

€ 200

Etwas spätere, seltene Ausgabe der Ballettkomödie von Molière und Lully, erstmals 1664 im Louvre aufgeführt. - Am Titel Stempel "Ex Bibliotheca Madocsanyi"; Vorderdeckel mit Bibliothekschildchen derselben Bibliothek (Madocsanyi de Horocz). - Kein Exemplar in der BnF. - A. Gill, Rezension von A. J. Guibert (Hrsg.), Le docteur amoureux, in: French Studies XV, 1 (1961), S. 54-57, hier: S. 55. {BN#22735} (mehr)

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Moreto [y Cabaña], Agustín. Comedia Famosa. El Desden con el Desden. Dresden, en la imprenta Real, 1825. 120 SS. Marmorierte Broschur der Zeit. Kl.-8vo.

€ 80

In Dresden gedruckte Ausgabe von Moreto y Cavanas Hauptwerk, der Typenkomödie "Verachtung wider Verachtung" (EA Madrid 1654). - Selten; nur 4 Exemplare dieser Ausgabe in Bibliotheken nachgewiesen (Dresden; Göttingen; Halle; Cambridge). - OCLC 46277863. Vgl. KNLL XI, 968. Vgl. Kayser (Schauspiele) 67 (Ausg. Leipzig, Fleischer, o. J.). {BN#14126} (mehr)

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Mozart, Leopold / Eberlin, Johann Ernst. Der Morgen und der Abend, den Innwohnern der Hochfürstl. Residenz-Stadt Salzburg melodisch und harmonisch angekündigt. Oder: Zwölf Musikstücke für das Clavier, deren eines täglich in der Vestung Hohensalzburg auf dem sogenannten Hornwerke Morgens und Abends gespielet wird. Augsburg, Johann Jakob Lotters Erben, 1759. (24) SS. (A-F2). Orangefarbener Goldbrokatband der Zeit mit marmorierten Vorsätzen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Kl.-Qu.-Folio (315:204 mm).

€ 9.500

Sehr schönes Exemplar des zweiten und letzten Werks Leopold Mozarts, das zu seinen Lebzeiten erschien. "12 keyboard pieces, one for each month, as well as four pages of variations on the March piece" (Rosenthal). Die Stücke 1, 4, 8, 11 und 12 (Jänner, April, August, November und Dezember) sind von Eberlin; 2, 5-7, 9 und 10 sind von Leopold Mozart, mit sechs Variationen: "Veränderungen, die über das Stück für den Merz eingerücket sind; diese Veränderungen sind aber nicht auf dem Hornwerke, sondern erst itzt von demselben, bey dieser Herausgabe dazu verfertiget worden". In seinem geschichtlichen Vorwort weist Leopold Mozart hin auf das "so genannte Geschrey", welches das Walzenwerk vor jedem Spiel von sich gibt, nämlich ein quietschender F-Dur-Dreiklang. Bei den Kompositionen von Mozart and Eberlin handelt es sich um kurze, diatonische Stücke von 16 bis 26 Takten Länge, häufig mit beschreibenden Titeln: "Die Fastnacht", "Die Jagd", "Das Wiegenlied" usw. - Einband minimal berieben; Ecken unbedeutend bestoßen. Sauberes, sehr ansprechend gebundenes Exemplar. Von größter Seltenheit: kein Nachweis auf Auktionen der letzten Jahrzehnte. - RISM M 4032, MM 4032 & SD 241. Rheinfurth 210. {BN#24519} (mehr)

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(Pampani, Antonio Gaetano). L'Innocenza Rispettata. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1749. XXII SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von A. G. Pampani, "accademico filamonico, maestro di cappella nell' Ospedaletto". {BN#24489} (mehr)

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(Pampani, Antonio Gaetano). S. Maurizio e compagni martiri. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1752. 24 SS. Mit Holzschnittvignette am TItel. Buntpapierbroschur der Zeit. 12mo.

€ 150

Etwas spätere Ausgabe des Singspiel-Librettos. A. G. Pampani (1705-75) wird auf S. 2 genannt als "accademico filamonico, maestro di cappella nell' Ospedaletto". - ICCU DE3041101226. OCLC 61891510. {BN#24473} (mehr)

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Peche, Martin / Wetscherek, Hugo. Josef Schrammel. Kommentiertes Nachlaßverzeichnis. Mit einem Katalog der in eigenhändiger Niederschrift überlieferten Werke, Auszügen aus unveröffentlichten Quellen und einer historischen Würdigung des Quartetts von Heinz Hromada. Wien, Inlibris, 2000. 120 SS. Mit zahlreichen Abbildungen. Illustrierte Broschur. 8vo.

€ 22

Verzeichnet in über 500 Katalognummern den Werknachlaß Josef Schrammels, der im Jahr 2000 geschlossen an die Stadt Wien verkauft werden konnte. Zahlreiche bisher unzugängliche Dokumente und Quellen werden hier erstmals ausführlich beschrieben und ausgewertet, darunter Briefe an Josef Schrammel, zahlreiche Eigenkompositionen sowie das unveröffentlichte Tagebuch einer Orientreise, zu der Josef Schrammel als siebzehnjähriger Musiker aufbrach, um 1871 wieder nach Wien zurückzukehren. Mit Personenregister. [ISBN 3-9500813-3-X] {BN#1569} (mehr)

In meine Auswahl

[Ponte, Lorenzo da / Mozart, Wolfgang Amadeus]. Don Juan. Ein Singspiel in zwey Aufzügen. Aus dem Italienischen. Die Musik ist vom weil. Herrn Mozart. O. O. u. Dr., [nach 1791]. 82 SS. Bedr. Originalbroschur (hinterer Umschlagdeckel fehlt). 8vo.

€ 400

Seltene, bibliographisch unbeschriebene Libretto-Ausgabe von Mozarts Oper. Wie der Titelvermerk zeigt, nach Mozarts Ableben gedruckt, jedoch noch dem 18. Jahrhundert angehörig. - Etwas fleckig und gebräunt; einige Eckläsuren. Bindung gelockert; eine Lage lose. - Vgl. KV 527. Nicht bei Sonneck, Krummbiegel, Hirsch etc. {BN#24504} (mehr)

In meine Auswahl

Prokofjew, Sergei. Woina i mir. Moskau, gos. muzykal'noe izd-vo, 1958. 3 Originalleinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. 459, (1) SS. 289, (3) SS. 430, (2) SS. Mit 1 gedr. Portraitfrontispiz. Gr.-4to. [Dabei:] Ders. (1891-1953). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 1931. Mit eh. Notenzitat (1 Takt) aus der Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" (op. 33). 130:90 mm.

€ 4.500

Erste Ausgabe der Partitur von "Krieg und Frieden" (op. 91; nach dem Roman Tolstois), posthum in 1000 Exemplaren erschienen. Vorliegendes Exemplar angereichert durch ein lose beiliegendes eigenhändiges Albumblatt Prokofjews mit Notenzitat. Das mitabgedruckte Libretto verfaßte der Komponist gemeinsam mit seiner zweiten Lebensgefährtin, Mira Mendelson. Die Arbeit an der 1941 entstandenen und 1946-52 umfassend revidierten Oper bestimmte die letzten zwölf Jahre seines Lebens: "The outbreak of the war gave impetus to a project Prokofiev had sketched out in spring 1941, for an opera based on 'War and Peace'. His initial plan for a small-scale, intimate opera which would highlight the personal dramas in the novel was expanded, by the war aspects in particular, and [...] in August 1941 he began the music [...] The following April, he finished 'War and Peace' [...] He sent the score of the opera to Moscow for approval, and in the meantime began its orchestration [which he completed] in March 1943 [...] Following the advice of the Committee on the Arts in Moscow, Prokofiev had drastically revised the opera in the process; the war scenes had been extended and the patriotic elements strengthened. It was no longer an intimate opera but an epic and heroic work. Prokofiev's incentive in revising the score was the promise of a production of the opera at the Bol'shoy at the end of 1943, for which Eisenstein was to design the sets [...] But, as had happened so often, the performance was first cancelled, then postponed indefinitely. Throughout the rest of his life Prokofiev continually made revisions and additions to 'War and Peace', including the composition of two new scenes, in a series of attempts to secure performances. It was only in 1957, however, after his death, that anything like a complete version of the opera was staged" (New Grove). Als 1948 das ZK Prokofjews Werke "formalistischer Perversionen" bezichtigte, geriet insbesondere "Krieg und Frieden" unter Beschuß. - Ecken minimal bestoßen, sonst sehr wohlerhalten. Durchgehend in russischer Sprache. Erschienen als Teil 6 der Werke (Sobranie sochinenii); Verlagsnummern M. 26793a G., M. 26793b G. und M. 26793v G. - OCLC 19801829. New Grove 15, 298. MGG 10, 1649. {BN#17693} (mehr)

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Proksch, Josef. Allgemeine Musiklehre in zwei Abtheilungen. Dargestellt nach pädagogischen Grundsätzen in Frage und Antworten, sowohl zum Privatstudium als auch zum Vortrag in höhern Schulen und Lehranstalten. Prag, Carl Bellmann, 1857. 2 Teile in 1 Band. (4), 92 SS. (8), 148 SS. Blauer Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und floral geprägtem Deckelbezug. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 8vo.

€ 180

Erste Ausgabe des musikpädagogischen Hauptwerks des bedeutenden böhmischen Pianisten und Klavierpädagogen Proksch (1794-1864), Lehrer u. a. von Smetana. - Der seit seinem 13. Lebensjahr blinde Proksch studierte Musik in Prag und unternahm 1817/18 eine Konzertreise nach Olmütz, Brünn, Preßburg, Pest, Graz und Wien. Nach seiner Rückkehr nach Reichenberg gründete er eine Musikschule, deren Leitung 1830 sein Bruder Anton übernahm. "1830 ging er nach Prag, wo er ein weiteres Musikinstitut gründete, das auch im Ausland anerkannt war und später von seinen Kindern weitergeführt wurde. Das von ihm entwickelte Lehrsystem beschrieb Proksch u. a. in seiner 'Allgemeinen Musiklehre' (1857)" (DBE). - Papierbedingt etwas braunfleckig; einige Bleistiftanstreichungen der Zeit. - ÖBL VIII, 304. Wurzbach XXIV, 9. {BN#19792} (mehr)

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Quinault, Philippe. Armide. Eine große Oper in fünf Aufzügen. Nach dem Französischem des Quinalt [!]. Die Musik ist vom Ritter Gluck. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1808. (2), 43, (3) SS. Schlichter Halbleinenband um 1900, die Buntpapierbroschur der Zeit mitgebunden. 8vo.

€ 60

Wiener Nachdruck der erstmals ca. 1776 erschienenen Übersetzung durch Julius von Voß. "Armide" (1686), Quinaults wohl erfolgreichstes Libretto, war zugleich seine letzte Arbeit für die Bühne. - Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. - Vgl. Fromm 20990 (Berliner Ausg. v. 1805). {BN#21005} (mehr)

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Rambach, Friedrich. Margot; oder: Das Mißverständniß. Ein Lustspiel in einem Acte. Graz, o. Dr., 1798. 52 SS. (Beigebunden) II: Iffland, August Wilhelm. Die Hagestolzen. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Graz, o. Dr., 1798. 132 SS. (Beigebunden) III: Hagemann, Gustav. Der Fremdling. Luftspiel in vier Aufzügen. Graz, o. Dr. 1798. 84 SS. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen ("Lustspiele"). 8vo.

€ 140

Grazer Nachdrucke dreier Komödien der Wiener Bühne des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Einband berieben; Ecken bestoßen. Innen etwas braunfleckig; Grieffregister ein- bzw. ausgerissen. Aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. {BN#21006} (mehr)

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[Renz, ...?]. 25 Jahre aus dem Leben eines Schauspielers, nebst einigen Bemerkungen und gutgemeinten Vorschlägen in Betreff der jetzigen Bühnen-Zustände. Wien, J. B. Wallishausser, 1852. VI, 74 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.

€ 50

Anonyme Autobiographie eines biographisch für uns nicht fassbaren, 1809 in Berlin geboren "Provinz-Schauspielers", der jahrelang im österreichischen Raum spielte. "Ich habe durch 25 Jahre die Erfahrung gemacht, daß das Publikum an meinem Unglücke Schuld ist, ohne es zu wollen. Hätte es mich nicht überall durch so vielen Beifall ausgezeichnet und aufgemuntert, so hätte ich längst einen andern Lebensweg betreten, wozu es jetzt leider zu spät ist" (Schluß). - Sauber und ungebräunt; altes Bibliotheksetikett am Umschlag. - Nicht in Holzmann/Bohatta. {BN#2230} (mehr)

In meine Auswahl

[Restoration Plays]. Rowe, N[icholas]. The Ambitious Step-Mother. A Tragedy. London [d. i. Den Haag], printed for the Company [of booksellers; d. i. Thomas Johnson], [1715]. 92, (4) SS. (Beigebunden) II: Cibber, [Colley]. The Non-Juror. A Comedy. London [d. i. Den Haag], printed for T[homas] J[ohnson] & are sold by the Booksellers of London & Westminster, 1718. 110, (2) SS. (Beigebunden) III: Dryden, [John]. All for Love: or, The World Well Lost. A Tragedy. Written in Imitation of Sakespear's [!] Stile. [Den Haag], printed for T. Johnson, 1720. 101, (1) SS., l. w. Bl. (Beigebunden) IV: Banks, John. The Unhappy Favourite: or, The Earl of Essex. A Tragedy. London [d. i. Den Haag], printed for the Company [of booksellers; d. i. Thomas Johnson], [1711 oder 1730?]. 85, (3) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen ("Tragedy") und hübscher floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.

€ 850

Hübscher Sammelband von vier englischen Theaterstücken (drei Tragödien und eine Komödie) der Restaurationszeit. I: Frühe Ausgabe von Nicholas Rowes (1674-1718) Erstling, 1700 uraufgeführt und erstmals 1702 gedruckt. "The imprint is false; printed at the Hague by Thomas Johnson. - With a final advertisement leaf headed: 'English plays, neatly & correctly printed, ... & sold by T. Johnson, bookseller in the Hague'" (OCLC). - II: Eine von mehreren Ausgaben im Jahr der Erstausgabe. Cibbers Bearbeitung von Molières "Tartuffe" im Geiste der englischen Whig-Partei (mit beißendem Prolog von Nicholas Rowe) war König George I. gewidmet, der den Autor mit 200 Guineen belohnte und ihn 1730 zum "Poet Laureate" ernannte. - III: Spätere Ausgabe von Drydens Blankverstragödie (Erstdruck 1678), eine Nachahmung von Shakespeares "Antony and Cleopatra" und bis heute sein wohl meistgespieltes Stück. - IV: Spätere Ausgabe von Banks' erstem großen dramatischen Erfolg, der 1682 uraufgeführten Blankverstragödie "The Unhappy Favourite". John Dryden steuerte Prolog und Epilog bei. - Ecken und Kapitale unschön bestoßen, sonst wohlerhalten. {BN#21184} (mehr)

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[Richter, Josef]. Die Regierung des Hanswurstes. Eine Komödie aus dem vorigen Jahrhundert. (Aus dem Leibstuhl eines alten Präsidenten.) Zweite, mit dem Handbillet des Hanswurstes vermehrte Auflage. Salzburg, o. Dr., 1786. 48 SS. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.

€ 350

Seltene Hanswurstiade von Josef Richter, dem Begründer der "Eipeldauer-Briefe". - Leicht braunfleckig bzw. wasserrandig. - Holzmann/Bohatta VI, 7210. Wurzbach XXVI, 60. Nicht bei Gilhofer (Literatur in Ö). {BN#20608} (mehr)

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Rosenau, Ferdinand. Die Gunst der Kleinen, oder: Die Hintertreppe. Lustspiel in einem Aufzuge. Wien, Ludwig Mausberger, 1823. 40 SS. Mit einem lithogr. Frontispiz. Marmorierte Broschur der Zeit. 8vo.

€ 180

Erste Ausgabe von Rosenaus deutscher Bearbeitung, durchgehend und recht detailliert in Bleistift für eine zeitgenössische Aufführung mit Bühnenanweisungen und Textstrichen versehen. Das Stück wurde am 15. April 1820 im Leopoldstädter Theater erstaufgeführt. Rosenau (1789-1841) ?war Schauspieler in Helden-, später in lokalkomischen Rollen in Linz an der Donau u. seit 1814 am Leopoldstädter Theater in Wien, 1818-21 Leiter des dort. Josefstädter Theaters, 1822 des Theaters in Hietzing das. u. seit 1823 des Theaters in Laibach, worauf er die Redaktion der 1826 gegründeten ?K. K. Agramer polit. Zeitung? übernahm. Fruchtbarer Bühnenschriftsteller? (Kosch III, 2306). Nur wenige seiner Stücke wurden gedruckt. - Die äußerst seltene lith. Tafel (?Carl Neubruck als Barbier in ?Gust der Kleinen??) stammt von Josef Lanzedelly (1774-1832), ?nicht nur der vielseitigste, sondern auch der produktivste Wiener Lithograph in der Frühzeit der neuen Druckart [...] Wohl der erste berufsmäßige Lithograph in Wien, der sich fast ausschließlich dieser Tätigkeit widmete? (Thieme/Becker XXI, 365). - Mit hs. Besitzvermerk ?Brabbée? und Stempelung am Titel, am vorderen Spiegel montiertes typographisches Exlibris. Selten. - ÖBL (DBA II 1098, 105). Gilhofer-Lit. in Ö. 3574. G. XI/2, 359, 37. ÖNB-Theater-Slg. III, 156. Bauer 1853 (als Oper; Erstauff. in d. Hofoper 1833). Mayer 6584. Giebisch-G. 338. Nicht bei Wurzbach XXVI, 362. Nicht bei Fromm. Vgl. Teatralia Radenin, 2895 (Bearbeitung von I. v. Plötz, 1822). {BN#3354} (mehr)

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(Rossi, Gaetano). Chiara di Montalbano in Francia. Melodramma semiserio in due atti. Da rappresentarsi nel' I. R. Teatro alla Scala l' autumno 1835. Mailand, Luigi di Giacomo Pirola, 1835. 64 SS. Halbleinenband um 1900. 8vo.

€ 80

Frühe Textausgabe von Luigi Riccis (1805-59) Oper "Chiara di Rosemberg", auch bekannt unter dem vorliegenden Titel (Erstaufführung 11. Oktober 1831 an der Mailänder Scala mit Giuditta Grisi in der Titelrolle). Das Libretto stammt von Gaetano Rossi (1774-1855). Gedruckt für eine Wiederaufführung an der Scala mit Sofia Schoberlechner in der Hauptrolle. "Un trionfo di grosse proporzioni" (Enc. di Spett. VIII, 932). - Am Schluß unbedeutend fleckig bzw. wasserrandig; insgesamt gutes Exemplar. - Vgl. Enc. dello Spettacolo VIII, 1229. {BN#15324} (mehr)

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Rossi, Gaetano. Semiramide. Melo-dramma tragico. Spalato (Split), G. A. Piperata & figlio, 1828. 46 SS., l. w. Bl. Broschur. 8vo.

€ 70

Frühe Textausgabe von Gioachino Rossinis Oper "Semiramide" (1823), nach Voltaires Trauerspiel "Sémiramis" (1748). Das Libretto stammt von Gaetano Rossi (1774-1855). Gedruckt für eine Aufführung im Frühjahr 1828 im dalmatinischen Spalato (heute Split in Kroatien). - Etwas angestaubt bzw. braunfleckig; Ecken stärker knittrig. - Vgl. Enc. dello Spettacolo VIII, 1229 und 1241. {BN#22741} (mehr)

In meine Auswahl

Saar, Ferdinand von. Tempesta. Trauerspiel in fünf Acten. Heidelberg, Georg Weiß, 1881. 100 SS. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.

€ 30

Vorderer Deckel mit kl. Einriß. {BN#1347} (mehr)

In meine Auswahl

(Sabatino, Nicolò). Jaele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congreg.ne dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, [um 1743?]. 16 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.

€ 150

Singspiel-Libretto zur Musik von N. Sabbatino (1708-96). {BN#24487} (mehr)

In meine Auswahl

Sbarra, Francesco. Il pomo d'oro: festa teatrale rappresentata in Vienna per l'augustissime nozze delle Sacre Cesaree Reali Maestà di Leopoldo, e Margherita [...]. Wien, M. Cosmerovius, 1668. (16), 105, (3) SS. Mit mehrfach gefaltetem gest. Titel und 23 gefalt., gest. Szenenbildern von Matthäus Küsell nach Ludovico Burnacini. Marmorierter Halblederband um 1900 mit Rückentitel und -vergoldung. Folio.

€ 8.500

Die anläßlich der Einweihung des 1667 fertiggestellten Hoftheaters aufgelegte Prachtpublikation bringt das Libretto und die Szenenbilder der gleichnamigen Prunkoper anläßlich der Vermählung Kaiser Leopolds I. mit der Infantin Margareta Theresia von Spanien. Der "Pomo d'oro" gilt als "eine der bedeutendsten Leistungen des Musiktheaters des 17. Jh." (AKL); die "mit blühendster Phantasie" (Thieme/B.) entworfenene Bühnenarchitektur Burnacinis ist allein durch die hier vollständig vorliegende, von Küsell kongenial gestochene Serie von Szenenbildern überliefert. Zwei weitere, nur bei Vinet genannte Tafeln mit Innenansichten des Zuschauerraums sind in den konsultierten Vergleichexemplaren durchwegs nicht nachweisbar; diese sind erst nach Vorliegen der Stichfolge von Küsell entstanden und dürften nur wenigen Exemplaren des Buches nachträglich beigegeben worden sein. Im eingedruckten Tafelverzeichnis (Blatt B1r-B2v) der Prachtpublikation finden sie ebenfalls keine Erwähnung, weswegen das Werk wie hier vorliegend wohl als vollständig anzusehen ist. - Teils etwas gebräunt und stellenweise mit deutlichem Wasserrand, mehrere der Tafeln mit Spuren alter Hinterlegungen, eine Tafel auch mit minimalem, nachträglich retuschiertem Bildverlust im Innenfalz. Gegenüber den in den letzten drei Jahrzehnten auf Auktionen nachweisbaren Exemplaren (5, davon 4 Ex. unvollständig ohne den gest. Titel bzw. ohne eines der 23 Szenenbilder) jedoch noch ansprechend und ungewöhnlich gut erhalten. Aus der Sammlung des Wiener Brauindustriellen Josef Wünsch (1843-1916) mit dessen Bibliotheksetikett und Exlibris am vorderen Innendeckel. - VD 17, 39:126553Z (zwei Exemplare, beide kollationsident mit dem vorliegenden). Kat. der Ornamentstichslg. Berlin 4127 (wie vorliegend). Vinet 669 (25 Tafeln). Palau 230.777. Thieme/B. V, 264. AKL XV, 253. {BN#20106} (mehr)

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Schmidlin, Johannes. Singendes und spielendes Vergnügen reiner Andacht, oder: Geistreiche Gesänge, nach der Wahl des Besten gesammlet, zur Erweckung des innern Christenthums eingerichtet, und mit musicalischen Compositionen begleitet. Zürich, David Bürkli, 1792. (8), 941, (1) SS. Durchgehender Text- und Notendruck. Lederband der Zeit auf 4 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Dreiseitiger Farbschnitt. Schließen fehlen. Gr.-8vo.

€ 180

Fünfte Ausgabe (EA 1752). - "Erstlings- und Hauptwerk" (MGG) des Zürcher Musikers und Pfarrers J. Schmidlin (1722-72), ein Schüler Bachofens. Schmidlins Gesangbuch "[trug] den Kirchengesang in breite Volksschichten" (MGG) und löste in seiner Pfarre Wetzikon-Seegräben eine Singbewegung aus, die zur Gründung einer großen, jahrzehntelang bestehenden Singgesellschaft führte.- Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig. - MGG XI, 1852. {BN#10080} (mehr)

In meine Auswahl

Schubert, Franz, Komponist (1797-1828). Heimliches Lieben. Das Weinen von Leitner. Vor meiner Wiege von Leitner. An Sylvia von Schakespeare. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte [...]. Wien, Diabelli und Comp., [1828]. 19 SS. Titel und Notendruck durchgehend lithographisch, lediglich die Verlagsadresse gestochen. Zeitgenössische Buntpapierbroschur aus grün-braunem Türkischmarmor mit hs. Titelschildchen. Qu.-Folio.

€ 8.500

Erste Ausgabe mit Schuberts eigenhändigen Ergänzungen (Opusangabe, Verlagsnummer sowie Preis) am Titelblatt und der später mit separater Platte eingedruckten Verlagsadresse. - Während die Authentizität von Schuberts paraphierten Kontrollvermerken auf seinen frühen Musikdrucken immer wieder Gegenstand musikwissenschaftlicher Untersuchungen und Dispute gewesen ist, gilt die Eigenhändigkeit seiner handschriftlichen Ergänzungen bei dem hier vorliegenden Erstdruck seines letzten zu Lebzeiten erschienenen Werks als gesichert. Allerdings ist derselbe auch ungleich seltener als die paraphierten Musikdrucke Schuberts, auf dt. oder internationalen Auktionen der letzten Jahrzehnte war jedenfalls kein Exemplar nachweisbar. Das letzte im Handel nachgewiesene Exemplar von Schuberts Opus 106 (Schneider 282 [1985], 208 [Ex. im neuen Pappband]) ist wohl einer späteren Auflage des Erstdrucks zuzurechnen: die bei unserem Exemplar noch eigenh. von Schubert ergänzte Verlagsnummer sowie der Preis sind dort bereits von der zusätzlichen Platte mit der Verlagsadresse eingedruckt und nur die Opusangabe noch eigenhändig von Schubert dazugesetzt. Als "sehr seltene Erstausgabe" wurde es aber freilich schon damals zu Recht bezeichnet (ebd.). - Sehr schönes, makelloses Exemplar einer der größten Seltenheiten der Musikliteratur im hübschen Buntpapierumschlag der Zeit. - Deutsch, 922, 926, 927, 891. Hirsch IV, 586 und ganzseitige Abbildung auf Tafel XVI. {BN#17251} (mehr)

In meine Auswahl

Schubert, Franz, Komponist (1797-1828). Memnon, Antigone und Oedip, v. J. Mayrhofer, und Am Grabe Anselmo's von Claudius. Für eine Singstimme mit Piano-Forte in Musik gesetzt [...] 6tes Werk. Wien, Diabelli und Comp., [1821]. 11 SS. Titel und Notendruck durchgehend gestochen. Qu.-Folio.

€ 7.000

Erste Ausgabe mit Schuberts eigenhändigen Kontrollvermerk ("Sch[ubert] m[anu] p[ropria] 220") am letzten Blatt verso und der gedruckten Widmung an den Regisseur des k. k. Hofoperntheaters Michael Vogl. Wesentlich seltener als die im selben Jahr erschienene Erstveröffentlichung Schuberts, kein Exemplar auf internationalen Auktionen der letzten Jahrzehnte nachweisbar. Die eigenh. Kontrollvermerke Schuberts auf den Frühdrucken seiner Lieder sind in den Unterlängen bekanntlich meist stark beschnitten, im vorliegenden Exemplar jedoch setzte Schubert seine eigenh. Paraphe und Numerierung 5 mm über dem Papierrand, weswegen diese hier unberührt vorliegen. Beim letzten im Handel nachgewiesenen Exemplar von Schuberts Opus 6 (Schneider 282 [1985], 128) war der Kontrollvermerk gar "weitgehend abgeschnitten" (ebd.). - Die Eigenhändigkeit der Kontrollvermerke galt nach E. Hilmars ?Anmerkungen zu Schuberts Erstdrucken? (in: Florilegium Musicologicum 1988, 145-154) als nicht gesichert; zuletzt argumentierte aber Drüner sehr überzeugend für deren Authentizität: ?The problem is indeed more complicated for opuses 1-7 and 96, and in these cases Hilmar?s refusal is too categorical. His main arguments are not correct [...] It is almost certain that on the occasion of the publication of his opus 1-7, Schubert proudly followed the examples given to him by Johann Nepomuk Hummel, who signed his opuses [...] Hummel and Schubert were pupils of Salieri who taught both of them the highest editorial precision. Therefore, the idea of signing definitely came from Schubert [...]? (Otto Haas. Catalogue 40 [2003], S. 16). Zum Schriftvergleich vgl. die ebendort abgebildeten Paraphen auf den S. 16 (von der Hand Schuberts) u. 17 (von fremder Hand), erstere ident mit der auf unserem Exemplar vorgefundenen. Vgl. weiters die beiliegende Abbildung von Schuberts identer Paraphe auf seinem Opus 4 ("Brahms himself identifies Schubert's hand on his copy of 'Der Wanderer' [...]", Sotheby's 17. V. 2002, lot 169]. - Sauberes, gänzlich unbeschnittenes Exemplar. So schön wie vorliegend von größter Seltenheit. - Deutsch 541, 542, 504. Hirsch IV, 479. {BN#17252} (mehr)

In meine Auswahl

[Sciugliaga, Stefano]. Le nozze involontarie della signora. Commedia italiana col signor Conte Popolo signor del basso piano. Commedia parte in versi sciolti, che non son versi, e parte in versi detti Martelliani che non son Martelliani. Ferrara [d. i. Venedig], si vende in Venezia di Pietro Bassglia, 1755. (6), 103, (1) SS. Mit gest., ill. Frontispiz. Pergamentband der Zeit. 8vo.

€ 300

Einzige Ausgabe dieser Komödie, gewidmet Santorio Santorio, Sekretär des venezianischen Stadtsenats. - Hinterdeckel stellenweise restauriert. Selten; nur zwei Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (Mailand, Biblioteca nazionale Braidense, sowie NB Rom). - Melzi II, 254. ICCU BVEE28758. {BN#16403} (mehr)

In meine Auswahl

Seidl, Johann Gabriel. Liedertafel. Wien, Carl Gerold, 1840. (6), 298 SS. Mit gest. Druckermarke am Titel. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.

€ 40

Erste Ausgabe. - Der Schriftsteller Johann Gabriel Seidl (1804-75) war auch Zensor und Kustos des Wiener Münz- und Antikenkabinetts. Seine "Publikationen lyrischer Kleinformen [...] machten ihn bei den Zeitgenossen populär [...] Seidl gilt als bedeutender Vertreter der literarischen Vormärzpublizistik und Biedermeierpoesie Österreichs" (DBE). - WG² 25. {BN#1358} (mehr)

In meine Auswahl

[Senefelder, Aloys]. Theatralische Sammlung. 1) Mathilde von Altenstein, oder die Bärenhöhle. 2) Rudolf von Felsek, oder die Schwarzthaler Mühle. 3) Getroffen. Wien, Johann Joseph Jahn, 1794. 287, (1) SS. Mit einigen Holzschnittvignetten. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.

€ 80

Einzige Sammelausgabe. Vereint zwei eben aktuelle Ritterschauspiele, nämlich "Mathilde von Ehrenstein" von Aloys Senefelder und "Rudolf von Felsek" von Joseph (József) Korompay, denen noch Salomo Friedrich Schletters Lustspiel "Getroffen" von 1779 am Schluß beigegeben ist. Senefelder (1771-1834), später als Erfinder der Lithographie weltberühmt geworden, war Sohn eines Schauspielers und versuchte sich in jungen Jahren selbst in diesem Metier, wie auch als dramatischer Dichter. Durch den Druck seiner Theaterstücke wurde er mit den technischen Mitteln der Buchdruckerei vertraut. - Durchgehend braun- und fingerfleckig; vereinzelt angerändert. Ecken und Kanten bestoßen; Einbandbezug mit Fehlstellen. {BN#24112} (mehr)

In meine Auswahl

Shakespeare, William. Hamlet, Prinz von Dännemark. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen nach Shakespear. Für die k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1811. 111, (1), l. w. Bl. Mit 13 auf zwischengebundene Bll. montierten Kupfern. Mod. Halblederband mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.

€ 100

Sonnleithners Prosafassung mit einigen Kürzungen und Umbenennungen (?Horatio? heißt ?Gustav?, Rosencrantz, die Totengräber und der tragische Ausgang werden allesamt ausgespart usw.). - Zwei der Kupfer zeigen Burgschauspieler in der Rolle des Hamlet, nämlich Johann Brockmann (1745-1812), der erste deutschsprachige Hamlet (hier der Chodowiecki-Stich von 1777), sowie Joseph Lange (1751-1831), der auch als Portraitist seines Schwagers Mozart bekannt ist. Die übrigen 11 Tafeln sind einer illustrierten französischen Ausgabe entnommen; die Bildunterschriften sind verdeutscht am letzten w. Bl., wo der Besitzer des Buches - mangels Druckmöglichkeit - ausgeschnittene Einzelbuchstaben zu Übersetzungen zusammenmontierte. Einige Druckfehler auf die gleiche Weise durch Überklebung korrigiert. - Erste und letzte Bll. im Oberrand leicht wasserrandig, sonst gutes Exemplar. - Goedeke VII, 710, III g. {BN#4447} (mehr)

In meine Auswahl

Stephanie, Gottlieb der Jüngere. Der Tadler nach der Mode, oder Ich weiss es besser. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Wien, bey dem Logenmeister, 1773. 147 SS. Späterer Pappband mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. 8vo.

€ 80

Im Jahr der Erstausgabe. - Durchgehend gebräunt und fingerfleckig; Schnitt unregelmäßig; einige Einrisse hinterlegt, vorderes Innengelenk gelockert. Am Titel Spuren einer alten blauen Interimsbroschur. - Wernigg 1831. {BN#19440} (mehr)

In meine Auswahl

[Swieten, Gottfried van]. Die Schöpfung. Ein Oratorium in drey Abtheilungen. In Musik gesetzt von Joseph Haydn, Doctor der Tonkunst. Wien, Anton Pichler, [um 1800]. 23, (1) SS. Zeitgenössischer Buntpapierheftstreifen. 8vo.

€ 500

Textbuch zum Oratorium "Die Schöpfung", dem (neben den "Jahreszeiten") zweiten Hauptwerk Joseph Haydns, erschienen wohl kurz nach der Erstausgabe 1798 (bei Schmidt). - Gelegentlich unbedeutend angestaubt; insgesamt sauberes Exemplar. - OCLC 69347108. {BN#1302} (mehr)

In meine Auswahl

(Terribilini, Gregorio Giacomo). Gesù nato. Componimento pastorale per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1760. 22 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.

€ 150

Wohl zweite Ausgabe des Singspiel-Librettos (zur Musik von Antonio Bencini). - OCLC 25309016. {BN#24486} (mehr)

In meine Auswahl

Tettamanzi, Fabrizio, OFM. Breve metodo per apprendere fondatamente e con facilità il canto fermo diviso in tre libri [...]. Mailand, Beniamino Sirtori für Giuseppe Galeazzi, 1756. 155, (1) SS. Durchgehender Notendruck mit einem ganzs. Textkupfer. Pergamentband der Zeit auf 5 Bünden. 4to.

€ 650

Vierte Ausgabe der erstmals 1686 erschienenen Abhandlung über den gregorianischen Choralgesang. Der Franziskanermönch Francesco Fabrizio Tettamenzi (geb. 1650 in Mailand) verbrachte sein Leben wohl im Kloster zu Rom. - Der ganzseitige Kupferstich zeigt die menschliche Hand als Merkhilfe mit der spiralförmig angeordneten Bezeichnung der Fingerelemente. Am Vorsatz zeitgenöss. hs. Besitzvermerk "Pietro Angelo Luigi Campiellone" (dat. 28. April 1786). Alte Katalogeinträge an Titel und Vorsatz einmontiert. Teils unbedeutend braunfleckig; insgesamt gutes Exemplar. In allen Ausgaben selten; seit 1950 kein Exemplar auf Auktionen nachweisbar. - Eitner IX, 386. Fétis VIII, 206. Vgl. MGG II, 1331. Slg. Wolffheim I, 1060. Slg. Hirsch I, 574. {BN#19901} (mehr)

In meine Auswahl

[Theaterstücke]. Theater Stücke. Im Jahre 1773 auf den k. k. wienerischen Schaubühnen aufgeführet. Erster Band. Wien, Kurzböck, 1773. 143, (1) SS. 116 SS. (4), 147, (1) SS. 168 SS. 124 SS. Lederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Wolkenkleistervorsätze. 8vo.

€ 160

Enthält die fünf auch separat (mit dem hier zumeist vorhandenen eigenen Titelblatt) vertriebenen Komödien: "Die bestrafte Neugierde" von G. Stephanie d. J.; "Nicht alles ist Gold was glänzt" von J. G. v. Laudes; "Der Tadler nach der Mode" von G. Stephanie d. J.; "Der neue Weiberfeind und die schöne Jüdinn" von C. G. Stephanie d. Ä. sowie das Faschingslustspiel "Die ländlichen Hochzeitsfeste". - Vom Verlag so als Sammelband vertrieben (mit Inhaltsverzeichnis am gelockerten Gesamttitel verso); es dürfte der darauf folgende Separattitel der "Bestraften Neugierde" fehlen. - Am Vorsatz hs. tschech. Besitzvermerk des Joseip Gécelj (dat. 14. 6. 1878) sowie gestempelter und hs. ergänzter Besitzvermerk "H. Germek" an Vorsatz und Titel; vorderer Innendeckel zusätzlich mit Germerks Bibliotheksetikett und -signatur. Einband stark berieben; Vordergelenk gebrochen; Kapitale lädiert. {BN#15313} (mehr)

In meine Auswahl

Thomson, James. Die Jahreszeiten. Nach Thomson. In Musik gesetzt von Joseph Haydn, Doctor der Tonkunst. Wien, Wallishausser, o. J. [um 1804]. 47, (1) SS. Broschur der Zeit. 8vo.

€ 350

Frühe Ausgabe des Textes. "Über die Entstehung von Haydns letztem Oratorium, 'Die Jahreszeiten', berichtet Griesinger, daß 'Der ungemeine Beyfall, womit das Oratorium "Die Schöpfung", überall aufgenommen wurde, Baron van Swieten' veranlaßte, 'die "Jahreszeiten" nach Thomson zu bearbeiten, und dieses Gedicht zu gleichem Zweck, wie "Die Schöpfung", durch Haydn in Musik setzen zu lassen'. Der Komp. konnte den 1. Tl. ('Der Frühling') ziemlich rasch vollenden; Fürst Schwarzenberg ließ ihn in seinem Palais am 17. März 1799 aufführen. Das gesamte Werk, das den alternden Haydn ungemeine Mühe und Arbeit kostete, wurde jedoch erst 1801 beendet" (MGG V, 1185). - Teils unbedeutend braunfleckig. Aus der Bibliothek der Freiherrn Schrottenberg (Bamberg) mit entspr. Exlibris am vorderen Innendeckel. - Vgl. MGG V, 1915 (Erstdruck 1802). {BN#21422} (mehr)

In meine Auswahl

[Unzer, Johann Christoph]. Die Drossel. Ein Schauspiel. Nach der Erzählung des la Fontaine: le faucon. Für das kais. kön. National-Hoftheater. Wien, Johann Joseph Jahn, 1788. 46 SS., l. w. Bl. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.

€ 80

Erste Wiener Ausgabe (EA 1782). - Der Mediziner Johann Christoph Unzer (1747-1809), langjähriger Stadtphysikus von Altona, wirkte auch als Bühnenautor, Dichter und Publizist. - Durchgehend etwas braunfleckig und angestaubt; kl. Eckläsuren. - ADB XXXIX, 335. {BN#22755} (mehr)

In meine Auswahl

(Weidmann, Paul). Einführungs-Szene. Bey der Gelegenheit, als der jüngere Baumann in der Rolle des Bettelstudenten am 4. März das k. k. National-Hof-Theater zum erstenmale betrat. Wien, Kurzböck, 1795. 12 SS. Buntpapier-Heftstreifen der Zeit. 8vo.

€ 50

Sonderdruck der Szene, in der der "Bettelstudent" in Weidmanns gleichnamigem Theaterstück (1783) auftritt. Die Szene machte in der Inszenierung von 1795 (mit Friedrich Baumann in der Titelrolle) auf das Wiener Publikum einen derartigen Eindruck, daß sich der Autor zu einer Separatedition veranlaßt sah. - Durchgehend stockfleckig. {BN#21027} (mehr)

In meine Auswahl

Westmeyer, Wilhelm. Schluß-Apotheose der Kaiser-Ouverture für großes Orchester (u. Männerchor ad libitum) [...]. Wien, F. Schreiber, [1873]. Farbig illustrierter Titel, farbig illustrierte Widmung, 2 Bll. österreichische Trachten und Ansichten sowie 14 Bll. Noten in wechselnden Schmuck-Bordüren; alles in Chromolithographie, teils goldgehöht. Braune Maroquinmappe mit dem intarsierten Wappen des Kaisers von Brasilien (in grünem und roten Leder sowie mit Messingauflage), die über dasselbe gestellte Kaiserkrone ebenfalls in getriebener Messingapplikation mit verschiedenfarbigen Lederintarsien. Rücken auf fünf Bünden, die dazwischenliegenden Felder goldgefaßt, breite Deckelbordüre und einfache -fileten in Goldprägung. Dreiseitiger Goldschnitt. Blaue Moireeseidenvorsätze und ornamentale Innenkantenvergoldung (dort signiert: "Rosenberg, Graben 17, Wien"). Imp.-Folio (360:440 mm).

€ 3.500

Kaiser Franz Josef gewidmetes Prachtwerk mit Illustrationen von Franz Alt, P. J. N. Geiger und anderen. Wenige Exemplare der ohnehin schon geringen Auflage waren als persönliche Geschenke Kaiser Franz Josefs für allerhöchste Würdenträger bestimmt, für ebendiese wurden vom Wiener Buchbinder Franz Felix Rosenberg jeweils aufwendige, individuell gestaltete Prachteinbände mit den Insignien des zu Beschenkenden angefertigt. - Sehr selten, über internationale Bibliothekskataloge war nur ein einziges Exemplar der Normalausgabe nachweisbar (BSB). Einer der von Rosenberg gefertigen Prachtbände der Vorzugsausgabe gelangte vor einiger Zeit in den Handel, es handelte sich um das für Papst Pius IX. vorgesehene Exemplar. - Innen wie immer etwas stockfleckig, das Leder an den Kapitalen minimal berieben, sonst tadellos. - Wurzbach LV, 172. {BN#18469} (mehr)

In meine Auswahl

Wetscherek, Hugo. Zur Geschichte der Wiener Operette. Autographen, Photographien und Dokumente aus den Nachlässen von Leo Fall, Viktor Léon, Heinz Reichert, Lotte Lehmann, Eduard Strauß, Gustav Lewy, K. A. Sachse, Ignaz Wild. Wien, Inlibris, [1996]. (6), 68, (2) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.

€ 22

Library of Congress Call No.: ML152.A58 1997. {BN#3841} (mehr)

In meine Auswahl

[Wittgenstein, Paul, Pianist (1887-1961)]. - Louis Spohr (Komponist, 1784-1859). 38 Musikdrucke aus dem Besitz Paul Wittgensteins. Verschiedene Orte, ca. 1815 bis 1842. Zusammen 1794 SS. Notendrucke. Meist gr.-4to. - Beiliegend 5 Notendrucke von Werken Johann Nepomuk Hummels, Simon Sechters, Heinrich Marschners, Johann Rt. von Herbecks und Carl Perfettas. Zusammen 196 SS. Meist gr.-4to. Weiters beiliegend Spohrs "Selbstbiographie". 2 Bde. Mit 15 Tafeln. XV, (1), 350, (2) SS. (2), 412, (2) SS. Marmorierte Halbleinenbände der Zeit mit Rückentitel und -vergoldung. 8vo.

€ 7.500

"Paul Wittgenstein hat vor allem Bach und Beethoven geliebt. Beethoven war seine Nummer eins. Ich würde sagen, Beethoven war seine große Liebe, alles andere war schön und akzeptabel, aber geliebt hat er nur Beethoven und Bach", erzählt Erna Otten-Attermann in einem Interview a. d. J. 2004/2005 mit Irene Suchy über ihren Lehrer Paul Wittgenstein ("Der Musiker im wunderschönen Schloß". In: Empty Sleeve. Der Musiker und Mäzen Paul Wittgenstein. Innsbruck u. a., Studien Verlag, 2006, SS. 37-43, S. 41). Es ist auch bekannt, daß Wittgenstein - um im Bild zu bleiben - zeitlebens einige Geliebte unterhielt; daß auch Louis Spohr zu diesen hinzuzuzählen ist, ist jedoch - von einem kleinen Hinweis abgesehen - bislang nicht bekannt gewesen. E. Findell erwähnt in einem Aufsatz in der Music Review (32/1971), daß Richard Strauss mit Paul Wittgenstein gewöhnlich Duette gespielt hätte und daß sie beide dieselbe Leidenschaft für Spohrs Kammermusik entwickelt hätten (vgl. http://www.wittgen-cam.ac.uk/cgi-bin/text/biogre1.html), und auch an anderer, etwas entlegenerer Stelle gibt es vereinzelt Hinweise aus Wittgensteins Vorliebe für Spohr. In zwei bislang unpublizierten Briefen Wittgensteins an Erich Wolfgang Korngold aus den 1920er Jahren - feilgeboten vom Wiener Antiquariat Inlibris Gilhofer Nfg. - ist wiederholt von Spohr die Rede. In einem Brief vom 25. V. 1923 bedauert er, einer Einladung zu einem Hauskonzert nicht die genaue Adresse hinzugefügt zu haben: "Verzeihen Sie diese Gedankenlosigkeit und die daraus für Sie entstandenen Unannehmlichkeiten. Mir war es doppelt leid, da die beiden Spohr'schen Stücke recht brav gespielt worden sind. Wunderer [d. i. der Oboist Alexander Wunderer, 1877-1955] hat sie seinen Schülern ordentlich einstudiert; er hat, so wie ich, eine Vorliebe für diesen jetzt ganz vernachlässigten Meister. Und ein Meister ist er, das verrät jede Note [...]". Wenig später folgt eine zweite, diesmal mit allen notwendigen Daten versehene Einladung: "Donnerstag den 1. November, nachmittags 4 Uhr, führt Wunderer mit seinen Schülern zwei Doppelquartette von Spohr bei mir in der Alleegasse auf. Hätten Sie Lust es anzuhören? [...]" (Br. v. 22. X. 1923). Diese keineswegs beiläufige Beschäftigung mit Spohr wird besonders an Hand des vorliegenden Bestands deutlich, der 39 (davon mehr als 24 in Erster Ausgabe) von Spohrs rund 300 Werken umfaßt. Keine flüchtige Geliebte also, sondern eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Komponisten und Geigenvirtuosen. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage. {BN#17055} (mehr)

In meine Auswahl

Ziegler, F[riedrich Julius] W[ilhelm]. Fürstengröße. Ein vaterländisches Schauspiel in fünf Aufzügen. Für das k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1804. 94 SS. Geheftet. 8vo.

€ 60

Seltene, spätere Ausgabe des erstmal 1793 erschienenen Schauspiels. Am Schluß beigebunden das erste Blatt des sechsten Bands der Ziegler'schen Werkausgabe bei Wallishausser, der zwei andere Stücke enthielt (mit Druckjahr 1797). {BN#21008} (mehr)

In meine Auswahl

Ziegler, F[riedrich] W[ilhelm]. Partey-Wuth oder die Kraft des Glaubens. Ein Original Schauspiel in fünf Aufzügen. Wien, Rehm, 1817. 104 SS. Zeitgenössischer Pappband mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 180

Erste Ausgabe. - Der aus Braunschweig stammende Schauspieler und Dramatiker Friedrich Wilhelm Ziegler (um 1760-1827) wirkte an der Wiener Hofbühne "durch vierzig Jahre im Fache der Helden-, Tyrannen- und Charakterrollen [...] Das Schwergewicht seiner Thätigkeit fällt aber in die dramatische Schriftstellerei, in welcher er ungleich bedeutender ist und in seiner Zeit auch wirklich bedeutend war [...] Schon der Umstand, daß er viele Jahre auf dem Repertoire blieb, spricht dafür, daß seine Stücke gefielen. Einzelne von ihnen, wie das Schauspiel 'Parteiwuth' [...], haben sich lange auf der Bühne erhalten" (Wurzbach 60, 47f.). - Aufführungsexemplar mit zahlreichen Bühnen- und Zensurstrichen sowie Freigabevermerk des Prager Zensors vom 14. Juni 1846 (gesiegelt) am vorderen Innendeckel. Am Titel zeitgenöss. Stempel des Nationaltheaters Koblenz sowie hs. Vermerk "Gesehen Coeln am 7. Decb. 1824 Königl. Polizeipräsidium" mit entspr. Stempelung. - Giebisch/Gugitz 476. Wurzbach LX, 49, 31. {BN#18341} (mehr)

In meine Auswahl

Zollikofer, Kaspar. Neu-vermehrte geistliche Seelen-Music, das ist: Geist- und Trost-reiche Gesäng, in allerley Anligen zu Trost und Erquickung Gott-liebender Seelen. Aus unterschiedlichen musicalischen Bücheren zu 3 und 4 Stimmen zusammen gesetzet, mit einem General-Bass, lieblichen Geigen-Stimmen, à 3, 4, 5 anmuthigen einstimmigen Sing-Weisen und Fugen. Nun zum neunten mahl aufgeleget, auch mit mehr dann LXX gantz neuen schönen Melodie-Stuken vermehret [...]. St. Gallen, (Zollikofer), 1753. (16), 591, (1) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Durchgehend Text und Notendruck. Lederband der Zeit auf 4 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 2 Messingschließen. 8vo.

€ 200

Neunte Ausgabe. - Eine der zahlreichen Sammlungen geistlicher Lieder und Melodien, die der St. Gallener pietistische Theologe Zollicofer (1707-79) herausgab. "Unter diesen Liedern sind einige, die von ihm selbst verfaßt sind; namentlich aber hat er eine größere Anzahl der Melodien selbst erfunden" (ADB 45, 419). - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. - Vgl. MGG XIV, 1391 (8. A. 1744). {BN#10077} (mehr)

In meine Auswahl

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