Suchergebnisse
Naturwissenschaften, Medizin, Technik
Seite 1 von 3 / Direkt zu Seite: Vor Zur letzten Seite
Ab(b)ati, Baldo Angelo (auch: Ubaldo Angelo). De Admirabili Viperae natura, & de mirificis eiusdem facultatibus Liber. Nürnberg, Sebastianus Heusler, 1603. (16), 125 (recte 133) SS. Mit gestochener Titelbordüre und 5 gest. Tafeln. Mit der Druckermarke Heuslers und zahlreichen Initialen in Holzschnitt. Der Satzspiegel von gedruckter Einfassungslinie umrahmt. Zeitgenössischer Pergamentband. 4to.
€ 3.500
| Erste und einzige in Deutschland gedruckte Ausgabe der frühesten Monographie über die Klapperschlange. Das Francesco Maria II., dem VI. Herzog von Urbino gewidmete Werk erschien erstmals 1589. Die zweite Ausgabe erschien bereits 1591 ebenfalls in Urbino. Selten, keine der drei Ausgaben im JAP seit 1960. - Ein mit Fischen, Greifvögeln, Fledermäusen und Schlangen gefülltes Rankenwerk bildet die prachtvolle Titelbordüre in der Art Hoefnagels. Die unsignierten Kupfertafeln zeigen Schlangen beim Coitus, beim Gebären und Häuten sowie in zwei anatomischen Schnitten. "Ein weiteres Beispiel hervorragender Sezierkunst jener Zeit ist die Zerlegung der Klapperschlange durch den italienischen Arzt Baldangelo Abati [...]" (Nissen, ZBI II, 121). Fünf der 32 Kapitel der Schrift beschäftigen sich mit dem Gift der Klapperschlange, dessen Wirksamkeit und den Einsatzmöglichkeiten für medizinische Zwecke. Interessant ist auch das das 14. Kapitel, das die genießbaren Teile der Schlange benennt und über mögliche Zubereitungsarten des Schlangenfleisches informiert. - Der Pergamentrücken unmerklich restauriert, sonst gutes, nur vereinzelt etwas braunfleckiges Exemplar. Mit eigenh. Besitzvermerk "Ex libr. Joh. Hagendornii" (d. i. wohl der Leipziger Arzt Johann Hagendorn, 1594-1642). - VD 17, 23:236561W. Index Aureliensis 13. U. Ceccarelli u. G. Rialdi. Il trattato 'De admirabili viperae naturae' del Ubaldangelo Abbati. In: Rev. Stor. Med. 9 (1965), 177-185. L. M. Klauber. Earliest printed illustrations of rattlesnakes. In: Isis 39 (1948), 334-355. Nissen ZBI 1 (verzeichnet nur 4 Tafeln). {BN#1960} (mehr) |
[Aeronautik]. Fluglehre. I. Teil. [Österreich, um 1930]. 58 Bll. Hektographiertes Typoskript. Mit 30 Textskizzen und 11 einmontierten Originalphotographien. Kartonschnellhefter. Folio.
€ 1.500
Hübsches Dokument der österreichischen Luftfahrtsinstruktion zu Beginn der 1930er Jahre. - Stellenweise unbedeutend braunfleckig; einige Textstellen mit einmontierten Typoskriptstreifen mit alternativem Text überklebt. Am Vorderdeckel hs. Besitzvermerk "Muller Oblt." in rotem Buntstift. {BN#23617} (mehr)
Alberti, Michael (praes.) / Behrisch, Christian Gottfried (resp.). Dissertatio inauguralis medica, de phantasiae usu, lusu et abusu in medicina. Halle, Johann Christian Hendel, 1722. (2), 38 SS. Geheftet. 4to.
€ 800
Einzige Ausgabe der seltenen Schrift. "[Zählt z]u den ersten Versuchen, die Einbildungskraft als Deutungsmacht aus der Medizin endgültig zu verdrängen [... Die Abhandlung] enthält zahlreiche Beispiele aus der medizinischen Literatur und eigene Beobachtungen, die Alberti gezielt einsetzt, um mit dem unsinnigen Gebrauch der Einbildungskraft in der Medizin gründlich abzurechnen. Mit vehementen Worten wettert er gegen die falschen Eingebungen, die von den vernünftigen nicht unterschieden werden [...] Mit viel Phantasie läßt dann Alberti auf der Bühne dieser Eingebungen allerlei medizinischen Behauptungen nacheinander auftreten, die vor Augen führen, wie mit kunstvoller Phantasie Nichtbewiesenes anstelle des Wirklichen konstruiert wird [...] Zur Bekräftigung seiner Ansicht führt Alberti die zahllosen medizinischen Theorien an, die mit Würmchen, Kügelchen, Häckchen, Bläschen, Nervenflüssigkeiten, Archaei, Verstopfungen, mechanischen Kräften, Chirmären und ähnlichen Phantasmata ihre Theorien stützen" (Müller/Watzke, 103f.). Schon in Hufelands "Journal der practischen Heilkunde" (1829) heißt es: "Es sind jetzt 100 Jahre, dass man nicht allein auf die Heilkräfte der Natur [...], sondern auch recht eifrig auf den Einfluss der EInbildungskraft des Menschen aufmerksam machte. Wir haben aus jener Zeit eine grosse Anzahl von Schriften über diesen wirklich sehr bedeutenden Gegenstand. Es scheint aber, dass alle demselben damals gewidmete Aufmerksamkeit für die Heilkunst die Früchte nicht brachte, die man mit Recht davon hätte erwarten können, sondern sich bloß spielend allmählig in jenen bekannten Streit über das Versehen der Schwangern und über Muttermäler nutzlos concentrirte und da erlosch" (III, 103f.; unter beispielhafter Anführung der vorliegenden Schrift). - Etwas (braun-)fleckig; einige Marginalien der Zeit. Das letzte Bl. knittrig und mit Randläsuren (etwas Buchstabenverlust). - Wellcome II, 23. I. Müller/D. Watzke, Gebrauch und Missbrauch der Einbildungskraft in der Medizin des 17. und 18. Jhs., in: R. Behrens (Hg.), Ordnungen des Imaginären. Theorien der Imagination in funktionsgeschichtlicher Sicht (Hamburg, 2002), S. 89 ff., hier: S. 103. Nicht bei Blake. {BN#24812} (mehr)
Albinus, Bernhard (praes.) / Martin, Petrus (resp.). Disputatio medica inauguralis de aeris pulmones intrantis effectu. Leiden, Abraham Elzevier, 1710. (2), 16, (2) SS. Buntpapierheftstreifen. 4to.
€ 75
Leidener lungenmedizinische Dissertation des Peter Martin aus dem mittelschwedischen Gästrikland. - Etwas gebräunt. {BN#22717} (mehr)
Aldrovandi, Ulysses. De quadrupedibus digitatis viviparis libri tres, et de quadrupedibus digitatis oviparis libri duo. Bologna, Antonio Berna, 1637. (8), 718 [recte: 716], (28) SS. Mit gest. Titel und 130, teils blattgroßen Holzschnitten. Zeitgenössischer gesprenkelter Lederband mit Rückenschildchen und reicher -vergoldung. Spiegel mit Marmorpapierbezug, dreiseitig gesprenkelter Farbschnitt in rot und blau. Folio.
€ 3.500
| Erste Ausgabe von Aldrovandis enzyklopädischem Werk über die vierfüßigen Tiere. Die schönen Holzschnitte, die lt. Nissen "in dieser Zeit des Verfalls zu den großen Ausnahmen" gezählt werden können, hier in ausgezeichneten, kräftigen Abdrucken. - Der Einband stellenweise etwas beschabt, im Ganzen jedoch sehr schönes und sauberes Exemplar mit dem meist fehlenden Widmungsblatt. - Nissen ZBI 77. Ceresoli 43. Eales I, 353. Graesse I, 65. {BN#16065} (mehr) |
Alpini, Prospero. De praesagienda vita et morte aegrotantium libri septem [...]. Cum praefatione Hermanni Boerhaave, emendavit Hieron. Dav. Gaubius [...]. Accedit Hieronimi Fracastorii de diebus criticis libello. Editio Veneta ceteris emendatior. Venedig, Domenico Tabacco (und "sub signo Aldi"), 1735. 2 Teile in 1 Band. (4), XX, 410 SS., l. w. Bl. (2), 20 SS. Mit gest. Portraitfrontispiz, Titelvignette in Holzschnitt und Holzschnittdruckermarke am Zwischentitel. (Beigebunden) II: Hippocrates. Aphorismi, ad mentem ipsius, artis usum, & corporis mechanismi rationem expositi. Auctore Joanne Hecquet. A Parisiana editione editio prima. Neapel, Felix Musca für Giuseppe Ponzelli, 1731. (8), XV, (1), 336 SS. Lederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen und -vergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Marmorspiegel. 4to.
€ 600
Spätere Ausgabe dieser "classic treatise on prognosis based on Hippocrates' writings" (Eimas). Prospero Alpini (1553-1617) war Leibarzt des Dogen Andrea Doria. - Titel mit Budapester Bibliotheksstempeln. - II: Seltene neapolitanische Ausgabe von Hippokrates' Aphorismen. Griechischer Text und lateinische Übersetzung, darunter ausführlicher lateinischer Kommentar. Titel mit kleinem Randausriß (Verlust eines Blattweisers) und zeitgenöss. hs. Besitzvermerk. - Vorsätze mit Resten entfernter Exlibris; Deckweißspur am vorderen Vorsatz. Papierbedingt leicht gebräunt. Rücken berieben, die Kapitale mit Wurmspuren. - I: Blake 12. Osler 1801. Wellcome II, 36. Vgl. Eimas 386. Garrison/Morton 2194 (EA 1601). - II: Blake 213. Wellcome III, 272. Diese Ausgabe nicht bei Hoffmann oder Schweiger. {BN#17185} (mehr)
Apollonios von Perge (Edmond Halley, Hrsg.). De sectione rationis libri duo. Ex arabico ms.to latine versi. Accedunt ejusdem de sectione spatii libri duo restituti. Opus analyseos geometricae studiosis apprime utile. Praemittitur Pappi Alexandrini praefatio ad VIImum collectionis mathematicae, nunc primum graece edita: cum lemmatibus ejusdem Pappi ad hos Apollonii libros. Opera & studio Edmundi Halley apud Oxonienses geometriae professoris Saviliani. Oxford, e Theatro Sheldoniano, 1706. 1. w. Bl., (10), LIII, (1), 168 SS. Mit zahlreichen schematischen Textholzschnitten. Pergamentband der Zeit auf 4 durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger locker gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 15.000
| Erste Ausgabe. - Zwei wichtige Schriften des griechischen Mathematikers Apollonios von Perge (um 262-190 v. Chr.), berühmt als "der große Geometer". Während seine Hauptschrift "Konika" ("Über Kegelschnitte"; Dibner [Herald of Science] 101; Grolier/Horblit 4; Norman 57) sich weitgehend vollständig erhalten hatte, galten seine zahlreichen anderen Werke als verloren und waren nur durch Titel- und Inhaltsangaben bei späteren Autoren (vor allem Pappos von Alexandrien) bekannt. Ende des 17. Jahrhunderts entdeckte der Philologe Edward Bernard (1638-97) in der Oxforder Bodleian Library eine arabische Abschrift der verschollenen Abhandlung "Peri logou apotomes" (De Sectione Rationis) und begann eine Übersetzung. Diese wurde nach seinem Tod vom großen Astronomen und Mathematiker Edmond Halley fertiggestellt und in der vorliegenden Ausgabe in einer Auflage von 550 Exemplaren erstpubliziert. Das arabische Manuskript wurde nie gedruckt; Halleys lateinische Übersetzung stellt bis heute den gültigen Text dar. Auf der Grundlage dieser Wiederentdeckung gelang es Halley auch, Apollonios' ähnliche Probleme behandelnde, verlorene Abhandlung "Peri choriou apotomes" (De Sectione Spatii) zu rekonstruieren, welche der Edition beigefügt ist. Auf Anregung des Oxforder Gelehrten Henry Aldrich, der auch der Widmungsempfänger des vorliegenden Werks ist, unternahm Halley als nächstes eine Edition der "Konika", die 1710 im Druck erschien. Zur Rekonstruktion fehlender Abschnitte bediente sich Halley der Lemmata des Pappos, die auch hier in griechischem Text und lateinischer Übertragung beigegeben sind. In Anerkennung dieser Leistungen verlieh ihm die Universität Oxford den Grad "Doctor of Civil Laws". - Innerhalb der "Landmarks of science"-Serie mikroverfilmt (New York: Micro-opaque, Readex Microprint, 1968). - Papierbedingt etwas braunfleckig. Exemplar aus der Bibliothek der Grafen Harrach auf dem Familiensitz Schloß Bruck an der Leitha in Niederösterreich, wo der Band mit entsprechendem Bibliotheksetikett (am vorderen Innendeckel) versehen im Kasten 93 der Schloßbibliothek Aufstellung fand. Das gestochene gräfliche Wappenexlibris ist am hinteren Innendeckel montiert. Selten; international seit 1979 nur 1 Exemplar auf Auktionen nachgewiesen (Sotheby's, Macclesfield, 4. Nov. 2004: 13,200 GBP inkl. Aufgeld). - Brunet I, 348 u. VI, 7780. Roller/Goodman I, 42. Sotheran I, 128. Carter, Hist. O.U.P., 241. OCLC 9262781. Honeyman I, 121. Nicht bei Dt. Museum-Libri rari. {BN#15726} (mehr) |
Appeltauer, Ignaz. Elementorum matheseos purae. Pars prima, continens algebram. (Und: Pars altera, continens geometriam, trigonometriam et sectiones conicas). Wien & Triest, Joseph Geistinger, 1814-1817. 2 Bde. in einem. (6), 344. (2), 414 SS. Mit 8 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. Pappband der Zeit. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 140
Einzige Ausgabe. - Ignaz Appeltauer (auch: Appeltaner, 1769-1829) war Professor der Mathematik an der Universität Wien. - Einband berieben; papierbedingt teils etwas braunfleckig. Die Tafeln zeigen mathematisch-geometrische Modelle. - Poggendorff I, 53. Seemann (Geistinger) 421 u. 499. {BN#11326} (mehr)
[Artillerie]. Une merveille du génie français. Notre 75. Par un artilleur. Avec 22 reproductions photographiques et 12 figures schématiques dans le texte et une planche synthétique en couleurs. Paris, Aristide Quillet, 1915. 52 SS. Mit zahlr. schematischen und photographischen Textabbildungen sowie einer farblithogr. Papptafel mit Abbildung des Geschützes und achtteiligen farbig bedr. Papierauflagen. Ill. Originalleinenband. Folio.
€ 450
| Eine von mehreren 1915 erschienenen Lobschriften auf die berühmte "Canon de 75 modèle 1897", ein leichtes französisches Feldgeschütz, das durch die Kombination verschiedener neuer Funktionen die Artillerie revolutionierte. Die "französische 75er" war mit über 20 Schuß pro Minute das erste eigentliche Schnellfeuergeschütz; ihr deutsches Gegenstück, die 77-mm-Feldkanone "96", schaffte nicht einmal die Hälfte. Die "Soixante Quinze" oder "75er" war das Rückgrat der französischen Artillerie im Ersten Weltkrieg; ab 1917 wurden in Lizenz gebaute Modelle auch von der US-Armee eingesetzt. Viele Exemplare fanden sogar noch im 2. Weltkrieg Verwendung. - Von besonderem Reiz ist das vorliegende Buch durch die mehrteilige Farbtafel zu Beginn: die einzelnen Bauteile des Geschützes sind als aufklappbare Einzelelemente auf die Grundabbildung montiert; die beidseitig bedruckten Laschen zeigen die Kanone und ihr Bauprinzip im Querschnitt; auch die Granate wird auf diese Weise von außen wie innen dargestellt. - Bindung etwas gelockert; einige minimale Randläsuren; Kapitale leicht lädiert. Insgesamt sauber und ungebräunt; von sehr schöner Erhaltung. Selten. - OCLC 26395058 ("Superimposed plate accompanied by guard sheet with descriptive letter-press"). {BN#21031} (mehr) |
Astruc, Jean. De morbis venereis libri novem. Editio altera. Paris, Cavelier, 1740. 2 Bde. (4), XXXVI, 536, DXXXVII-DCVIII SS. (6), (537)-1196 SS. Neue Lederbände mit Rückentitel u. -fileten sowie einfachen Deckelfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. 4to.
€ 580
| Laut Hirsch beste Ausgabe des erstmals 1736 in lateinischer Sprache erschienenen Handbuchs. "Es existieren 21 verschiedene Ausgaben und Uebersetzungen dieses heute noch umfänglichsten Werkes über die venerischen Krankheiten [...] Es ist dies die werthvollste" (Hirsch/H.). "[A]dmirable and comprehensive book on the subject. It includes a careful review of the existing literature" (Garrison/M.) - Mit altem hs. Besitzvermerk "Jung" am Titel des ersten Bandes. - Schönes und sehr sauberes Exemplar in hervorragenden Einbänden im Stil der Zeit. - Eales, Cole Libr. I, 1442. Haeser II, 603. Hirsch/Hübotter I, 230. Osler 1851. Proksch I, 30. Wolfenbüttel 101. Vgl. Garrison/Morton 5195, Lesky 33. Waller 513. Wellcome II, 64. {BN#12324} (mehr) |
Bang, Friedrich Ludwig. Medicinische Praxis, systematisch erklärt und mit ausgewählten Krankengeschichten, aus dem Tagebuche des Friedrichs-Hospitals erläutert. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit einem Register versehen von D. Friedrich Adolph Heinze. Kopenhagen, Christian Gottlob Proft, 1791. Titel, 762, (32) SS. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 200
Erste deutsche Ausgabe. - Fredrik Ludvig Bang (1747-1820) war 1775-1780 Obermedicus am königl. Friedrichshospital in Kopenhagen. Das vorliegende Werk trug dazu bei, ?auch im Auslande [Bangs] Ruf als eines die pathologische Anatomie berücksichtigenden Klinikers? zu begründen (Hirsch/H.). - Einband stärker berieben. - Blake 30. Hirsch/H. I, 316. Vgl. Wellcome II, 94. Vgl. Waller 650. {BN#5497} (mehr)
Béguin, Jean. Tyrocinium chymicum. Wittenberg, Georg Müller für Clemens Bergers Erben, 1634. (80), 480, (46) SS., l. w. Bl. Mit einer mehrf. gefalt. Tabelle. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. 8vo.
€ 800
| Seltene, noch frühe Ausgabe des am weitesten verbreiteten Chemie-Lehrbuchs des 17. Jahrhunderts, zwischen 1611 und 1669 ca. fünfzigmal aufgelegt. Den Schwerpunkt bildet die medizinische Chemie. "This clear exposition of practical methods used in pharmaceutical preparations and of the iatrochemist or spagyric views of 'chymistry' stands out in sharp contrast to the mystical outpourings of Béguin's contemporary Count Michael Maier" (Read, Through Alchemy to Chemisty, 102). "Ouvrage rare et curieux [...] Ce manuel a joui, à son époque, d'une vogue universelle. Béguin mit, l'un de premiers, en ordre les préceptes épars de la chimie. A remarquer le 1er chap. du livre III 'De quinta essentia sanguinis humanii'" (Caillet). - Papierbedingt wie stets etwas gebräunt bzw. braunfleckig. Titel mit unbedeutendem Eckabriß unten und altem Stempel der schwedischen "Berg Skolans Bibliotek". Später der Sammlung des schwedischen Bibliophilen und Goldschmieds Christian Hammer (1818-1905) mit seinem schönen gedr. Exlibris "Bibl. Hammer Stockholm" am Vorsatz; hernach in der des schwedischen Apothekers Carl Axel Piltz (1881-1919) mit seinem Exlibris am hinteren Innendeckel. - Ferguson I, 93. Bolton 295. Ferchl 33. Wellcome I, 752. VD 17, 12:644185W. Vgl. Caillet 913. Mellon 90. Thorndike VIII, 106. Nicht bei Krivatsy. {BN#22485} (mehr) |
Bélidor, [Bernard Forest de]. Le Bombardier François, ou nouvelle methode de jetter les bombes avec precision. Amsterdam, aux depens de la compagnie, 1734. (6), 41, (3), 366 SS., l. w. Bl. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Titelvignette und 8 ausfaltbaren Tafeln. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und Rückenvergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 450
| Zweite Ausgabe der Abhandlungen über das Bombenwerfen (eine Weiterentwicklung von Blondels Methode) und über Feuerwerkerei und Munition. "Wichtiger aber noch als ["Cours de mathematique"] wurde für die Waffenlehre Belidors Schrift 'Le bombardier' [...] Die Tabellen Belidors (SS. 1-272) waren das Ergebnis nicht theoretischer Berechnungen, sondern praktischer Versuche, in denen der Verf. sich überhaupt hervorragend auszeichnete" (Jähns). - Enthält u. a. über 250 Einstellungstabellen für Mörser sowie Anleitungen zur Herstellung von Feuerwerken und Raketengeschossen. Der Verfasser, der Militär B. F. de Belidor (1697-1761), war Ingenieur und Mathematiker. Die Tafeln bringen Aufstellungsanleitungen für Mörser und Herstellungsillustrationen für verschiedenes Feuerwerkereizubehör; gest. von Wouter Jongman (tätig 1712-44; vgl. Thieme/Becker XIX, 140f.). - Papierbedingt teils leicht braunfleckig. Unteres Kapital lädiert und mit Rückenfehlstelle. Es fehlt das gest. Frontispiz. - Graesse I, 324. Jähns 1628. DSB I/582-582. Nicht in Spaulding/Karpinski. {BN#10814} (mehr) |
Berchelmann, Johann Philipp. Abhandlung vom Krebs worinnen die Ursachen desselben untersucht und zwey bisher geheim gehaltene Mittel zu dessen Heilung bekandt gemacht werden. Frankfurt am Main, Johann Gottlieb Garbe, 1756. 62, (2) SS. Halblederband der Zeit auf 5 Bünden mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 650
| Erste Ausgabe; von großer Seltenheit: Blake und Wellcome kennen nur die Neuausgabe von 1764 unter dem veränderten Titel "Sammlung merckwürdiger Abhandlungen vom Krebs worinnen die Ursachen desselben untersucht und zwey bisher geheim gehaltene Mittel zu dessen Heilung bekandt gemacht werden", die daher oft fälschlich als Erstausgabe bezeichnet wird. Hauptwerk des Darmstädter Pfarrerssohns J. P. Berchelmann (1718-83), der in Gießen Medizin studierte, wo er 1764 Amtsarzt und Hessen-Darmstädtischer Leibarzt wurde. Kein Exemplar auf deutschen Auktionen der letzten Jahrzehnte. - Am hinteren Vorsatzblatt zeitgenöss. hs. Inhaltsverzeichnis. Hinterer Innendeckel und hintere Vorsätze mit unbedeutender Wurmspur, sonst sehr ansprechendes Exemplar. - Engelmann 52. Hirsch I, 403. Nicht bei Blake, Wellcome, Waller etc. {BN#22757} (mehr) |
Berchtold, Leopold Gf. von. Descrizione del nuovo rimedio curativo e preservativo contro la peste, presentemente usato con felicissimo successo nello Spedale di Sant' Antonio in Smirne [...]. Wien, Franz Anton Schrämbl, 1797. 28 SS. Zeitgenöss. Buntpapierfalz. 8vo.
€ 250
| Erste italienische Ausgabe der im selben Jahr bei Schrämbl erschienenen "Nachricht von dem im St.-Antons-Spitale in Smirna mit dem allerbesten Erfolg gebrauchten einfachen Mittel, die Pest zu heilen" Das besagte Mittel "besteht [...] in Einreibungen mit Olivenöl" (Wurzbach I, 292). Eine weitere Ausgabe erschien im Jahre 1800 zu Genf. - Der böhmische Adlige Berchtold (1759-1809) gab seinen Posten als stellvertretender Kreishauptmann in Iglau auf, um "beseelt von seinem Eifer für die Humanität [...] Reisen durch verschiedene Welttheile [zu machen und dort] Menschenelend aufzusuchen und zu lindern. 13 Jahre durchreiste er Europa. 4 Jahre Asien und Afrika und verbreitete überall unentgeldlich seine auf Menschenrettung abzielenden Schriften [...] Er wagte es sogar die Pest an Ort und Stelle kennen zu lernen, um die dagegen anwendbaren Mittel zu erproben und bekannt zu machen. [...] Diese Schrift wurde in mehrere Sprachen übersetzt" (Wurzbach). - Letztes Bl. leicht fleckig, sonst gutes Exemplar. - Wellcome II, 146. Blake 42. Vgl. Lesky 61. {BN#18102} (mehr) |
(Bergman, Torbern Olof). [Opuscoli chimici e fisici (...) tradotti in Italiano. Con aggiunte e note. Tomo primo (...) 1. Della ricerca della verità. 2. Dell' acido aereo. 3. Dell' analisi dell' acque (...)]. [Florenz, Giuseppe Tofani, 1787]. 46, (1) SS. 127, (1) SS. 130 SS. Mit 2 gefalt. Kupfertafeln. Ital. Interimspappband der Zeit mit marmoriertem Rückenbezug und hs. Rückentitel. 8vo.
€ 200
Fragment von Bd. 1 der ersten italienischen Ausgabe, enthaltend drei wichtige Aufsätze, darunter der bahnbrechende Text "De analysi aquarum" (1778), "the first comprehensive account of the analysis of mineral waters" (DSB II, 5) - im einzelnen: "Della ricerca della verità"; "Dell' acido aereo" und "Dell' analisi dell' acque". Es fehlen der Titel sowie die auf das Vorliegende folgenden Aufsätze (32; 20; 30; 76; 64 SS.; 2 weitere Tabellen); außerdem der 1788 erschienene 2. Band (120; 50; 48; 84; 46; 30; 62; 110; 64 SS; 2 Tabellen). "The odd pagination is due to each of the individual dissertations having its own pagination within the vols. - Very scarce. A selection of essays translated from the Latin of Opuscula Physica et Chemica, most based on the French edition of 1780-1785, with notes by Guyton de Morveau. They are all separately paged and signed, with some having errata at end. Most have Tofani's signed dedication and notes signed by him [...] There are [...] two folding etched plates of chemical apparatus" (Curtis Schuh's Biobibliography of Mineralogy, www.minrec.org). - Hier offenbar als Teil einer anderen Zusammenstellung gebunden: Der Rückentitel lautet "Raccolta di Opuscoli Tom. III". - Monström 280. Cole 105. {BN#21608} (mehr)
B[ernard] d[e] M[ontbrison], L[ouis]. Lettres à Madame de C. sur la botanique, et sur quelques sujets de physique et d'histoire naturelle. Paris und Straßburg, Levrault frères, an X (1802). 2 Bde. (4), VIII, 9-273, (3) SS. (4), 316, (6) SS. Mit 4 gefalt. tabellar. bzw. Holzschnitt-Tafeln. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Herald. Bibliotheksmarke am Vorderdeckel. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 400
| Erste Ausgabe der naturhistorischen Briefe des Botanikers Bernard de Montbrison (1768-1832). - Die Tafel "systèm du monde" mit Quetschfalten und kleinen Randläsuren. Für die "Landmarks II"-Serie mikroverfilmt. - Ecken bestoßen; sonst dekorativ gebundene Bände aus der Bibliothek Schönborn-Buchheim. - Monglond V, 1438. Pritzel 6392. OCLC 36985285. {BN#10667} (mehr) |
(Bianchini, Giovanni Fortunato). Lettere medico-pratiche intorno all' indole delle febbri maligne e de' loro rimedi colla storia de' vermi del corpo umano e dell' uso del mercurio. Venedig, Giambattista Paquali, 1750. (14), 254 SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Buntpapiervorsätze. 8vo.
€ 350
Einzige Ausgabe. - Der aus Neapel gebürtige und in Udine tätige Giovanni Fortunato Bianchini (1719-79), "ein geschickter Philosoph und Medicus" (Jöcher/Adelung), verfaßte die vorliegende Streitschrift gegen den Arzt Giambattista Moreali (1699-1785). U. a. über den medizinischen Gebrauch von Quecksilber. Widmung an Marco Foscarini (dat. 20. I. 1749). - Durchgehender Wasserrand; der Papierbezug des Einbands etwas berieben, sonst wohlerhalten. Selten. - Blake 46. ICCU PUVE 02189. Nicht bei Wellcome. Nicht bei Waller. {BN#13312} (mehr)
Biermer, Anton. Die Lehre vom Auswurf. Würzburg, (Fr. E. Thein für die) Stahel'sche Buchhandlung, 1855. VIII, 138 SS. Mit 2 (teils farbig) lith. Tafeln. Halbleinenband der Zeit mit verblaßtem goldgepr. Rückentitel. Gr.-8vo.
€ 100
Erste Ausgabe. - Eine der "namhaftesten Publicationen" (Hirsch) des Virchow-Schülers Michael Anton Biermer (1827-92), 1855 Privatdozent in Würzburg, später Professor in Bern, Zürich und Breslau. Biermer widmete sich ganz der inneren Medizin und machte zahlreiche Entdeckungen in der klinischen Mikroskopie (vgl. Garrison/Morton 3124). - Vorsatz mit kl. ovalen Loch (wohl von entferntem Stempel). Die Tafeln lith. von Emil Wilhelmi in Leipzig durch Adolf Sauer nach Zeichnungen Biermers. Die "gelbpigmentierten Zellen aus pneumonischem Auswurf" auf Tafel I farbig lithographiert. - Hirsch I, 452. {BN#12289} (mehr)
Bode, Johann Elert. Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Himmels. Achte verbesserte Auflage. Berlin, Nicolai, 1806. XVI, 668, (4) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz, gest., ill. Titel, 3 gest. Kopfstücken und 17 ausfaltbaren Kupfertafeln. (Dabei:) Ders. Nachtrag zu seiner Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Himmels [...]. Berlin, Nicolai, 1817. 40 SS. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und etwas Rückenvergoldung. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 950
| Achte Ausgabe des nahezu 100 Jahre lang aufgelegten Standardwerks der Astronomie. Bode "beschäftigte sich viel mit astronomischen Rechnungen [...] Unter den astronomischen Autoren des 18. Jahrhunderts nimmt er den ersten Rang ein. Seine 'Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Himmels' (Hamburg 1768) ist in 10 Auflagen (zuletzt von Bremiker 1844) erschienen" (ADB). Der junge Bode, ein Autodidakt, wurde von Reimarus, Büsch und Klopstock gefördert. "They encouraged the nineteen-year-old to publish his famous 'Anleitung zur Kenntnis des gestirnten Himmels', which was in print for nearly a hundred years and won innumerable adherents to astronomy" (DSB). Mit zwölf schönen Sternbild-Tafeln; ferner Kupfertafeln I-III sowie zwei nicht numerierte Tafeln (die zwecks Transparenz geölte letzte Tafel mittlerweile gebräunt). - Die Deckel minimal berieben. Kaum gebräuntes, dekorativ gebundenes Exemplar aus der über 27.000 Bände umfassenden Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich, mit dem charakteristischen Signaturschildchen am Rücken. - Houzeau/Lancaster 9261. Vgl. ADB III, 1. DSB II, 220. {BN#24400} (mehr) |
Bode, Johann Elert. Kurzgefaßte Erläuterung der Sternkunde. Berlin, Christian Friedrich Himburg, 1778. 2 Teile in einem Bd. (18), 321, (1) SS. (9), 322-656, (2) SS. Mit 18 ausfaltbaren Kupfertafeln. Halblederband der Zeit. 8vo.
€ 450
| Erste Ausgabe. - Bode "beschäftigte sich viel mit astronomischen Rechnungen [...] Unter den astronomischen Autoren des 18. Jahrhunderts nimmt er den ersten Rang ein" (ADB). "Besides his tables, his two sky atlases were for a long time indispensable tools for astronomers [...] Bode was almost the only writer to support the then not widely known ideas of Kant, Lambert, and Herschel on the infinity of space, the infinite number of inhabited worlds, and the continuous birth and passing away of stars according to natural laws" (DSB II, 220f.). - Einband berieben; Ecken leicht bestoßen; Rücken und Kapitale lädiert. Papierbedingt durchgehend leicht gebräunt bzw. braunfleckig. Titel mit altem Stempel der Gymnasialbibliothek Neu-Ruppin und späterem Ausscheidestempel (das 1365 gegründete Friedrich Wilhelms-Gymnasium besaß die bedeutendste Bibliothek der Stadt). - Poggendorff I, 217. DSB II, 221. Lalande 566 (Titel ungenau). ADB III, 1. Nicht bei Houzeau/Lancaster. {BN#24401} (mehr) |
Boerhaave, Hermann. Elementa chemiae, quae anniversario labore docuit, in publicis, privatisque scholis [...]. Tomus primus. Venedig, Sebastiano Coleti, 1749. Nur 1. Bd. (von 2). (8), 499, (1) SS. Mit 17 gest., gefalt. Kupfern. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Rote Wolkenkleistervorsätze. 4to.
€ 350
Noch recht frühe Ausgabe (EA 1732) des seinerzeit wichtigen Lehrbuches der Chemie (und Alchemie); blieb jahrzehntelang das maßgebliche chemische Handbuch. "The work opens with one of the earliest attempts at a history of chemistry" (Duveen). Auch Goethe studierte nach diesem Werk (vgl. Ferchl). - Der Mediziner und Botaniker Boerhaave (1668-1738) lehrte ab 1718 Chemie in Leiden. "He was the most distinguished teacher of his time, and a man of immense and varied learning in languages, philosophy, theology, mathematics, botany, chemistry, anatomy, and medicine. One of his most important works is the treatise on chemistry, which was based on notes of his lectures, but was afterwards revised by himself" (Ferguson). - "Der erste [Band] enthält Geschichte und Theorie, der zweite die Operationen" (Ferchl). Vorliegendem Exemplar fehlt der 2. Band; die Tafeln (chemische Apparaturen zeigend) jedoch vollständig vorhanden. Im oberen Exemplar schwach wasserrandig, im ganzen aber sauber. - Vgl. Ferguson I, 112. Duveen 84. Lindeboom 458. Ferchl 53. {BN#11047} (mehr)
Bonnet, Charles. Oeuvres d'histoire naturelle et de philosophie. Neuchâtel, S. Fauche, 1779-1783. 10 Teile in 8 Bdn. Mit gest. Portrait, 10 gest. Titelvignetten, 18 gest. Textvignetten und 56 gefalteten Kupfertafeln. Zeitgenöss. geflammte Kalbslederbände auf fünf Bünden mit roten und grünen Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Dekorative Kattunpapiervorsätze mit floralem Dekor in grün und rot. Dreiseitiger marmorierter Schnitt. Gr.-4to.
€ 6.500
| Erste Gesamtausgabe. Exemplar der Luxusausgabe in Quarto, prachtvoll gebunden für Kaiser Franz I. (II.) von Österreich. Gleichzeitig erschien auch eine verkleinerte Ausgabe in 18 Oktavbänden. "Bonnet is considered one of the fathers of modern biology. He is distinguished for both his experimental research and his philosophy, which exerted a profound influence upon the naturalists of the 18th and 19th centuries" (DSB). Enthält "recherches sur l'usage des feuilles dans les plantes" sowie "five memoirs, all of which were of prime importance for plant biology" (ebd.), außerdem seine Werke über Entomologie und Philosophie. - Die Vortitel jeweils auf der Rückseite mit dem bekrönten Monogrammstempel "F. I.", darüber der kleine Stempel "Fid.C." nebst Krone. Die dekorativen Einbände mit nur minimalen Alterspuren, innen teils leicht gebräunt, im ganzen jedoch sehr sauber und schön erhalten. Bände aus der Privatbibliothek Kaiser Franz I. sind im Handel von größter Seltenheit, hat sich dieselbe doch als Hauptbestandteil der sogenannten habsburgischen Fideicommißbibliothek an der Österreichischen Nationalbibliothek weitgehend geschlossen erhalten. - Nissen, ZBI, 461. Brunet I, 1103. Ebert 2760. Lonchamp 383. DSB II, 286. {BN#22400} (mehr) |
Bontekoe, Cornelius. Kurtze Abhandlung von dem menschlichen Leben, Gesundheit, Kranckheit und Tod, in drey unterschiedenen Theilen verfasset, davon das I. Unterricht giebet von dem Leibe, und desselben zur Gesundheit dienlichen Verrichtungen. II. Von der Kranckheit, und derselben Ursachen. III. Von denen Mitteln, das Leben und die Gesundheit zu unterhalten und zuverlängern, die meisten Kranckheiten aber, und ein daraus entstehendes beschwerliches Alter, durch Speise, Tranck, Schlaggen, Thee, Coffee, Chocolathe, Taback, und andere dergleichen zur Gesundheir dienliche Miteel [!], eine geraume Zeit zu verhüten. Wobey noch angehänget Drey kleine Tractätlein, I. Von der Natur. II. Von der Experienz oder Erfahrung. III. Von der Gewißheit der Medizin oder Heilkunst. Rudolstadt, Johann Rudolph Löwe für Friedrich Arnst in Bautzen, 1692. (14), 553, (7) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Portraitfrontispiz (J. C. Böcklin sculps. Lips.). Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 850
Vierte, noch frühe deutsche Ausgabe von Bontekoes "Korte verhandling van 's menschen leven, gesondheid, siekte en dood" (holl. EA 1684f.; dt. EA 1685; Übs. R. J. Hoffmann?). Das bis weit ins 18. Jh. aufgelegte Werk empfahl Tabak, Tee, Kaffee und Kakao als Heilmittel. Der renommierte niederländische Arzt Bontekoe (eigtl. Decker, 1647-85) "attempted to apply the philosophy of Descartes to medicine and became involved in numerous controversies in defence of his opinions" (Arents). Er nannte sich Bontekoe ("Buntekuh") "nach dem Aushängeschild von seines Vaters Wohnhause" (Poggendorff I, 236). Der streitbare Mediziner "war ein fanatischer Anhänger des chemiatrischen Systems und empfahl, wie vermuthet wird, von den holländischen Theehändlern bestochen, Thee als Universalmittel gegen die Bluteindickung, als die Grundlage aller Krankheiten" (Hirsch I, 523). "This nicotian panegyrist places the discovery of tobacco among the great achievements of the age [...] Tobacco is a medicine which may and should be used throughout the day [...] it is an anodyne and stimulates the brain. Those who object to its odor have the wrong kind of noses" (Arents). - Titel mit hs. Besitzvermerk (dat. 1750). Papierbedingt etwas gebräunt; vereinzelt auch unbedeutend tintenfleckig. Einband am Hinterdeckel mit kl. Fehlstelle im Pergamentbezug. - VD 17, 3:623527H. Mueller 26. Hünersdorff 159. Vgl. Arents II, 384 (dt. EA). Krivatsy 1529 (nur Ausg. 1686). Wellcome II, 201 (nur Ausg. 1701). Waller 1294 (dass.). {BN#14533} (mehr)
Bordeu, Théophile de. Recherches sur les pouls, par rapport aux crises. Paris, Pierre-Fr. Didot le Jeune, 1768. 3 Teile in 4 Bänden. Vortitel, Titel, 3, (1), IIII-XXX, 356 SS. Vortitel, Titel, 3, (1), 388, (4) SS. XXX, 31-323, (1) SS. Titel, 323-658, (4) SS. Marmorierte Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen. und Rückenvergoldung. 8vo.
€ 400
| Zweite Ausgabe (EA 1756) der wichtigen Schrift des angesehenen Arztes Théophile de Bordeu (1722-76), ?der hauptsächliche Begründer des Vitalismus in Frankreich? (Hirsch I, 527). Aus dem Besitz des damals noch studierenden Mediziners und späteren Politikers Charles Nicolas Beauvais de Préau (1745-1794) mit seinem eh. Besitzvermerk und Zusatz ?medicinae studiosi?, datiert 1771-73, am Vorsatz dreier Bände. - Paginierung teils etwas verworren, jedoch so komplett. Ecken bestoßen; untere Ecke des Vorderdeckels am letzen Band lädiert (Nagespur), sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar. Selten; seit 1974 auf keiner deutschen oder internationalen Auktion. - Blake 59. Wellcome II, 203. Vgl. Waller 1307a (spätere Ausg.). Vgl. Hirsch I, 528. {BN#4541} (mehr) |
Borgsdorff, Ernst Friedrich. Neu-Triumphierende Fortification auff allerley Situationen, defensivè und offensivè zu gebrauchen [...]. Wien, Johann Georg Schlegel, 1703. Gest. Frontispiz, (10), 398, (2) SS. Mit 116 teils mehrf. gefalteten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit gepr. Pergamentrückenschildchen und reicher, teils oxydierter Goldprägung in den Rückenfeldern. Qu.-4to.
€ 2.800
Das seltene, reich illustrierte Werk zur Festungsbaukunst handelt davon, "wie man die Royal-Vestungen und Cittadelle, Auxiliar-Wercke und Contra-Approschen, Retrenchementer und Feld-Schantzen, auff alten und neuen Plätzen, regular und irregular, in Eyl und mit Weile, mit kleinen als auch ansehnlichen Unkosten, aus siben wichtigen approbirten Militarischen Haubt-Maximen, dergestalten disponiren, erbauen und verthaidigen möge, daß ein darfür attaquirender Feind ehender ermüden müsse weder obsigen könne." - Borgsdorff "war kaiserl. Oberingenieur und trat in der Folge auf Befehl Kaiser Leopolds in den Dienst Peters des Großen. Hier leitete er 1696 die 2-jähr. Belagerung v. Asow, wie Glaser sagt, 'auf eine außerordentliche Weise', indem er eine besondere, sonst außergewöhnliche Art, zu approchiren angebe, weil denen solcher Arbeit noch unerfahrnen Russen die gewöhnliche Art in kurtzer Zeit nicht begreiflich zu machen war: die Erd-Waltzen genannt. Nach Eroberung dieses wichtigen Platzes baute er 1698 einige gantz neue Fortressen in selbiger Gegend" (Jähns). Eine lateinische Ausgabe hatte er bereits 1694 veröffentlicht. - Die 1693 gegründete Offizin des aus dem Kanton Schwyz zugewanderten Schlegel ist die jüngste der sieben alten Universitätsbuchdruckereien Wiens. - Ausgabe in einem Band; Pohler zitiert die nach S. 240 geteilte Ausgabe. - Stellenweise gering braunfleckig. Die Lagen Ccc und Bbb gegeneinander verbunden, jedoch komplett. Einbanddecken fachmännisch restauriert, Vorsätze erneuert, sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar. - Jähns II, 1711 und 1380f. Pohler III, 699 (s. v. ?Burgsdorf?; in 2 Bdn.). Michigan Military Books 223 (m. Abb.). Kat. KA I, 795. Mayer, Wr. Buchdr.gesch. II, 11. {BN#3071} (mehr)
Bremser, [Johann Georg]. Über lebende Würmer im lebenden Menschen. Ein Buch für ausübende Aerzte. Mit nach der Natur gezeichneten Abbildungen auf vier Tafeln. Nebst einem Anhange. Wien, Carl Schaumburg & Co., 1819. (2), XII, 284, (8) SS. Mit gest. Titelvignette und 75 kolor. Darstellungen auf 4 schwarzgrundigen gest. Tafeln (J. Jebmayer del. / Heinr. Mansfeld sc.). Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Gr.-4to.
€ 450
Erste Ausgabe des bedeutenden Werks über Darmwürmer. Bremser (1767-1825), von Beruf Arzt, war Konservator des naturhistorischen Museums in Wien und beschäftigte sich jahrelang mit dem Phänomen der Parasiten. Als Kustos des Hofnaturalienkabinetts hatte er "bereits vorher eine umfangreiche Slg. von Eingeweidewürmern angelegt [...] Seine Arbeiten über diese Tiergruppe brachten wesentliche Beiträge zu deren Systematik und Morphologie und zum medizin. Bild der von ihnen hervorgerufenen Krankheiten" (NDB). - Zahlreiche Stempelungen des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Wien. Der Einband berieben und bestoßen; Rücken mit resturierten Fehlstellen; Gelenke oben etwas angeplatzt. Alter hs. Besitzvermerk "Dr. A. Schultz" am Vorsatz. - Engelmann 86. Lesky 97. Waller 1441. Wellcome II, 233. Nissen, ZBI 570. Hirsch/H. 689. Eales II, 36. Wurzbach II, 131. NDB II, 582. {BN#12027} (mehr)
Brückmann, Franz Ernst. Epistola itineraria XCV. de incendio restinguendo. Wolfenbüttel, o. Dr., 1740. 8 SS. Mit einigen Zierstücken in Holzschnitt. Buntpapierbroschur. 8vo.
€ 45
{BN#1345} (mehr)
Buchner, Johann André. Repertorium für die Pharmacie. Nürnberg, Johann Leonhard Schrag, 1816-1848. 66 (statt 100) Bände und Registerband (München, in Kommission bei J. Palm, 1848). Mit zus. 14 gest., zumeist gefalt. Tafeln (dav. 4 koloriert), 39 zumeist gefalt. lithogr. Tafeln und 21 Falttabellen sowie mehrere Textillustrationen in Holzstich. Hübsche Pappbände der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und goldgepr. blauem Bandnummernschildchen. 8vo.
€ 1.800
| Erste Ausgabe. - Umfangreiche Reihe dieser bedeutenden, von 1815 bis 1848 in 100 Bänden erschienenen pharmazeutischen Zeitschrift (bis 1851 sollte noch eine "Dritte Reihe" mit zehn Bänden nachfolgen). - Der Pharmazeut Johann Andreas Buchner (1783-1852) studierte bei J. B. Trommsdorff in Erfurt und wurde 1809 Oberapotheker in München. 1818 ging er als Prof. der Pharmazie, Arzneiformellehre und Toxikologie an die Universität Landshut, wurde 1822 Ordinarius und blieb auf diesem ersten von der reinen Chemie getrennten Lehrstuhl auch nach der Übersiedlung der Universität nach München im Jahre 1826. Buchner trug entscheidend zur wissenschaftlichen Begründung seines Fachs bei; 1815 rief er das vorliegende "Repertorium" ins Leben. Seine Forschungen galten hauptsächlich der Chemie der Pflanzeninhaltsstoffe; er entdeckte mehrere Glykoside und Bitterstoffe und isolierte als erster Paraffin. - Vorliegend von der ersten Reihe (50 Bände) die Bände 2, 4, 5, 11, 12, 17, 19-23, 26-28, 30, 31, 33, 35-38 und 41-48, von der zweiten, ebenfalls 50 Bände umfassenden Reihe die Bände 1, 3-8, 11-16, 20-26, 28-33, 37, 43 sowie 46-49. Beigebunden sind zahlreiche Verlagsanzeigen (dav. eine mit einem kolor. Kupfer), Anzeigen für physikalisch-chemische Apparaturen, Institutsankündigungen etc., darunter auch: Justus von Liebig, Beschreibung einer von J. H. Schwarz vervollkommneten Branntweinbrennerei zu Alsfeld im Grossherzogthum Hessen. O. O. u. J. (4) SS. (Und:) (Justus v. Liebig u. a.). Ankündigung eines demnächst zu eröffnenden chemisch-pharmaceutischen Instituts in Giessen. O. O. u. J. (4) SS. - Die ersten 5 Bände mit weißem Papier (im Stile von Pergamentbänden) bezogen, die übrigen Bände der ersten Reihe in sämischfarbenem, die zweite Reihe in altrosafarbenem Papier. Gelegentlich unbedeutend braunfleckig; im ganzen sauber und wohlerhalten. - Bolton 1142, 336. {BN#19062} (mehr) |
Buffleur, Franz-Xaver, SJ. Dum assertiones ex universa philosophia in alma, archi-episcopali Soc. Jesu Academia Budensi [...] puplice [!] propugnavit [...] Stephanus Kolosvari philosophiae in 2dum annum auditor. Buda, Leopold Franz Landerer, 1755. (10), 182 SS. Mit 2 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. (Beigebunden): Dissertatio physica de causis motuum in corporibus. Tyrnau, typis academicis Societ. Jesu, 1754. (2), 184 SS. Zeitgenöss. gold-orangefarbener Brokatpapierband über Holzdeckeln. 8vo.
€ 200
Physikalischer Sammelband mit zwei ungarischen Physikdissertationen; der ersten vorgebunden ist der Vortitel "Dissertatio physica de motu corporum" (Tyrnau, Typis academicis SJ., 1753 [!]), wodurch das erste Werk dem zweiten direkt zugeordnet wird. De Backer/Sommervogel verzeichnet keine Tyrnauer Titelauflage; auch bleibt die Vordatierung des Druckjahrs ungeklärt. - Einband etwas lädiert mit kl. Fehlstellen oberen Kapital und hinteren Deckelbezug. Papierbedingt teils etwas braunfleckig. Selten. - I: De Backer/Sommervogel II, 359, 1. {BN#7055} (mehr)
Calandrelli, Giuseppe / Conti, Andrea. Opuscoli astronomici. Rom, Salomoni, 1806. IX, (1), 209, (1) SS. Mit gest. Titelvignette. Blauer Interimspappband der Zeit. Gr.-4to.
€ 250
Separat vertriebener Einzelband der 1803-24 erschienenen, vom Kirchenrechtler, Mathematiker und Direktor der Kollegiums-Sternwarte G. Calandrelli (1749-1827) gemeinsam mit Andrea Conti (bzw. ab dem 6. Band G. Ricchebach) herausgegebenen, zuletzt 8 Bände umfassenden Reihe. - Einband berieben; Rücken lädiert. Unbeschnittenes Exemplar; teils etwas braunfleckig. - Poggendorff I, 361. Nicht bei Houzeau/Lancaster. {BN#12157} (mehr)
Castiglioni, Arturo. Storia della medicina. Mailand, Unitas, 1927. XI, (1), 959 SS. Mit zahlr. Textillustrationen. Lederband der Zeit mit ornamentaler Deckel- und Rückenvergoldung sowie goldgepr. Rückenschildchen. Stehkantenprägung; Kopfgoldschnitt. Kl.-Folio.
€ 200
Widmungsexemplar der ersten Ausgabe des klassischen medizinhistorischen Werks. - Der sonst dekorative Einband an Kapitalen und Kanten etwas berieben; letzte Lage gelockert. Mit eigenh. Widmung des Verfassers am Vortitel: "Al suo altissimo Camillo (?) con profondo, im[m]utabile affetto | Novembre 1929 | Arturo". - Vgl. Waller 12896 (nur 2. Ausg.). {BN#12024} (mehr)
Cheyne, George. Il metodo naturale di cura. Padua, Volpi, 1765. XII, 337, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel und Holzschnittwappen am letzten Bl. verso. Späterer marmorierter Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. Die Marmorvorsätze erneuert. Rotschnitt am oberen Schnitt. Lesebändchen. Gr.-4to.
€ 400
Erste italienische Ausgabe von Cheynes "Natural Method of Cureing Diseases" (EA London, 1742), ein erfolgreiches populärmedizinisches Werk, das allein im Original fünf Auflagen erlebte und viel übersetzt wurde. Der schottischstämmige Mediziner Cheyne (1671-1743), der sein Leben lang gegen sein Übergewicht kämpfte, war ein Vorkämpfer der vegetarischen Ernährungsweise (vgl. DNB IV, 217ff.). - Leicht knittrig, aber sauber, breitrandig und praktisch fleckenfrei; der Einband des späten 19. Jhs. dekorativ und wohlerhalten. - Blake 86. Vgl. DNB IV, 219, 8. Nicht bei Waller oder Osler. {BN#10418} (mehr)
Clausius, R[udolf]. Die mechanische Wärmetheorie. Zweite umgearbeitete und vervollständigte Auflage des unter dem Titel "Abhandlungen über die mechanische Wärmetheorie" erschienenen Buches. Erster (-zweiter) Band. Braunschweig, Friedrich Vieweg und Sohn, 1876-1879. 2 Bände. XVI, 388 SS. XII, 352 SS. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Gr.-8vo.
€ 250
| Zweite, maßgebliche Ausgabe des Hauptwerks des deutschen Physikers R. Clausius (1822-88), einer der Schöpfer der mechan. Wärmetheorie und der Thermodynamik. Erstmals 1865-67 in Braunschweig als Kompilation seiner Aufsätze über Thermodynamik, kinetischer Theorie und Elektrizität in zwei Bänden erschienen. "Sieben Veröffentlichungen in Buchform liegen [von ihm] vor, von denen die 'Mechanische Wärmetheorie' in drei Bänden, Braunschweig 2. und 3. Auflage, weitaus die bedeutendste ist" (ADB). - Ohne den erst posthum von Max Planck und Carl Pulfrich herausgegebenen 3. Band. Gelenke angeplatzt; Ecken etwas bestoßen; Rücken mit Fehlstellen. Aus dem Besitz des schwedischen Pharmazeuten und Sammlers Thor Emanuel Ekecrantz (geb. 1856; vgl. SBA I B-060, 443) mit seinem Exlibris an den vorderen Innendeckeln. Als Doublette ausgeschieden aus der Bibliothek der schwedischen Apothekersvereinigung mit entspr. kl. Etikett am Innendeckel montiert. - ADB LV, 728. Vgl. DSB III, 310. {BN#6808} (mehr) |
Delius, Heinrich Friedrich. Vorläufige Nachricht von dem Sale aperitivo Fridericiano oder eröfnenden Friederichs Salze. Hildburghausen, Johann Gottfried Hanisch, 1767. 16 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Blaue Interimsbroschur. 8vo.
€ 200
Erste Ausgabe. Über ein in der Saline Friedrichshall zu findendes natürliches "Glaubersalz" (Dekahydrat des Natriumsulfats), dessen Heilwirkungen der Apotheker Johann Rudolph Glauber Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckt und bekannt gemacht hatte. - Der Mediziner und Naturforscher H. F. von Delius (1720-91) gemeint sein dürfte. Delius praktizierte zunächst in seiner Geburtsstadt Wernigerode, wurde 1747 Hofmedikus in Bayreuth und folgte 1749 einer Berufung an die Universität Erlangen. "Er las über verschiedene medizinische Fächer sowie über Botanik und führte die Chemie als akademisches Fach in Erlangen ein" (DBE). - Gutes Exemplar. - Engelmann (Bibl. med.-chir.) 128. Nicht bei Blake oder Wellcome. {BN#20277} (mehr)
Deyl, J[an]. O kystách na okraji vícek ocních. Prag, Nákladem Ceské Akademie Císare Frantiska Josefa pro Vedy, Slovesnost a umení, 1893. 64 SS. Mit gefalt farblithogr. Tafel. Ill. türkisfarbener, goldgepr. Originalleinenband über Holzdeckeln. Buntpapiervorsätze. Gr.-8vo.
€ 75
Abhandlung des bedeutenden tschechischen Ophthalmologen Jan Deyl (1855-1924) über "die Cysten des Augenlidrandes" (deutsche Übs. auf SS. 31-64). - Der dekorative Einband stellenweise etwas berieben, im ganzen jedoch sauber und kaum gebräunt. {BN#10404} (mehr)
[Diderot, Denis und d'Alembert, Jean Le Rond. Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux, et les arts méchaniques, avec leur explication (...)]. Horlogerie. Contenant soixante-quatre planches. [Paris, Briasson, David, Le Breton, 1765]. 25 SS. Mit zus. 62 (statt 64) gest. Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen sowie Rückenfileten. Folio.
€ 800
Die Tafeln zur Uhrmacherkunst aus der Erstausgabe von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband IV, "troisième livraison"). Es fehlen die letzten beiden Tafeln II B (m) und III B (n). - Zu Beginn stärkerer Wasserschaden (im Index auch den Text betreffend; die Tafeln nur im Rand betroffen). Remboîtage: Das Rückenschildchen weist den Einband als urspürunglich für Vesalius' "Tabulae ossium humanorum" aus. - Lough 10. {BN#19975} (mehr)
Dietrich, Albert. Terminologie der phanerogamischen Pflanzen, durch mehr als 600 Figuren erläutert und besonders zum Unterricht für Seminarien und Realgymnasien bestimmt; nebst einer Anleitung für den Lehrer, wie er in der Botanik mit Nutzen zu unterrichten hat. Berlin, Theodor Christian Friedrich Enslin, 1829. (2), 26 SS. Mit 8 lith. Tafeln. Halblederband der Zeit mit Marmorpapierbezug. Qu.-Folio.
€ 280
Erste Ausgabe. - Der Danziger Botaniker A. Dietrich (1795-1856) war Custos des königlichen Gartens zu Berlin und Lehrer an der Gärtner-Lehranstalt in Schöneberg. - Durchgehend etwas stockfleckig; die Tafeln teils gleichmäßig etwas gebräunt, aber wohlerhalten. Selten; kein Exemplar auf dt. Nachkriegsauktionen. - Pritzel 2247. Nissen, BBI II, 482. OCLC 7431190. Nicht bei Dochnahl. {BN#11161} (mehr)
Dillenius, Johann Jacob. Historia muscorum: A General History of Land and Water [...] Mosses and Corals, containing all the known species, exhibited by about 1000 figures, on 85 large Royal 4to Cooper Plates, collected, drawn and engraved in the best Manner from the Originals [...]. London, J. Millan, 1768. (2), 13, (1), 10 SS. Mit 85 gest. Kupfertafeln. Zeitgenössischer Lederband mit goldgeprägtem Rückenschildchen und reicher -vergoldung, Stehkantenvergoldung. Gr.-4to.
€ 1.800
| Zweite Ausgabe seines erstmals 1741 erschienen Hauptwerks. Dillenius "ist als Begründer der wissenschaftlichen Studiums der Kryptogamen, besonders der Moose anzusehen" (Hirsch/H. II, 271). "Beginn der wissenschaftlichen Mooskunde. Die exakte Beschreibung der Species, im Verein mit den vortrefflichen, von ihm selbst gezeichneten und gestochenen Abbildungen machten seine historia muscorum für lange Zeit zum Standardwerk" (NDB III, 718). - Einband etwas berieben und bestoßen; mit kleiner Bruchstelle am Rücken. Innen gutes, breitrandiges Exemplar, die Kupfer in ausgezeichneten Abdrucken. Mit eh. Namenszug und dem heraldischen Exlibris Otto Leiners. - Nissen BBI 491. Stafleu/C. 1472. Henrey 641. DNB V, 984 ("his greatest work"). {BN#11203} (mehr) |
[Dispensatorium]. Pharmacopoea austriaca. Editio quarta emendata. Wien, typis caes. reg. aulae et status typographiae, 1834. VI, (2), 192 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Halbleinenband um 1900. 8vo.
€ 100
Etwas spätere Ausgabe der seltenen Pharmakopöe. Die Mittel und Rezepte durch ausführliches Register erschlossen. - Exemplar aus der Karlsbader Stadtbibliothek mit entspr. Etikett am vorderen Innendeckel und Stempelung am Titel. - Vgl. Neu 3165ff. Nicht bei Lloyd. {BN#17287} (mehr)
Ebermaier, Johann Christoph. Tabellarische Übersicht der Kennzeichen der Ächtheit und Güte so wie der Verwechselungen und Verfälschungen sämmtlicher einfachen und zusammengesetzten Arzneimittel. Zum bequemen Gebrauche für Ärzte, Physici und Apotheker entworfen. Leipzig, Johann Ambrosius Barth, 1804. VII, (1), 120, (2) SS. Interimsbroschur der Zeit. Folio.
€ 400
| Seltene erste Ausgabe. - Der Apothekerssohn Johann Erdwin Christoph Ebermaier (1769-1825) lernte selbst Pharmazie und studierte später in Göttingen Medizin. Seine vielgebrauchte pharmakologische "Tabellarische Übersicht" durchlief zahlreiche Auflagen. - Papierbedingt gebräunt; Titel braunfleckig. Einige kl. Randläsuren (unbeschnittenes Exemplar). - Schelenz 625. Hirsch/Hübotter II, 371. Vgl. Lesky 182 (4. A.). Nicht bei Wellcome. {BN#22294} (mehr) |
Eckard, Gustav. De glandularum lymphaticarum structura. Dissertatio inauguralis histologica atque pathologico-anatomica [...]. Berlin, Gustav Schade, 1858. 31, (1) SS. Mit 1 lithogr. Tafel. Geheftet. 8vo.
€ 60
Einzige Ausgabe. - Über den Aufbau der Lymphdrüsen. Inauguraldissertation des Gustav Eduard Eckard (geb. 1834) an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. - Teils etwas fleckig (Titel und Tafel stärker). - OCLC 60335653. {BN#21604} (mehr)
[Einband.] Frankel, A. Das Ofner Kaiserbad in historischer, technischer u. medizinischer Hinsicht. Ein Hilfsbuch für Heilsuchende. Dritte vermehrte Auflage. Ofen, Martin Bagó, 1862. 84 SS. Blauer Samteinband mit getriebener Silberblechapplikation am Vorderdeckel. Altweiße Lackpapiervorsätze. Dreiseitiger Goldschnitt. 8vo.
€ 350
Prächtig gebundenes Exemplar aus der "Kaiserin-Sophien-Bibliothek", der Sammlung der Erzherzogin Sophie Friederike von Österreich (1805-72), Mutter von Kaiser Franz Joseph und bekannt als Gegenspielerin ihrer Schwiegertochter "Sisi". - Innen teils unbedeutend braunfleckig (Titel etwas stärker); der herrliche Samteinband ausgezeichnet erhalten und auch am Rücken nirgends ausgeblichen. {BN#19471} (mehr)
Einstein, Albert. [Konvolut von 10 Erstdrucken in Sonderdrucken aus den "Sitzungsberichten der preußischen Akademie der Wissenschaften"]. Berlin, Verlag der Akademie der Wissenschaften / de Gruyter, 1922-1932. I: Zur Theorie der Lichtfortpflanzung in dispergierenden Medien. 1922. [Weil 120. Seelig 162. Schilpp-Shields 145. Boni 132]. II: Zu Kaluzas Theorie des Zusammenhanges von Gravitation und Elektrizität. Erste [und zweite] Mitteilung. 1927. [Weil 156. Seelig 212]. III: Riemann-Geometrie mit Aufrechterhaltung des Begriffes des Fernparallelismus. 1928. [Weil 161. Seelig 161. Boni 174]. IV: Neue Möglichkeit für eine einheitliche Feldtheorie von Gravitation und Elektrizität. 1928. [Weil 162. Seelig 218. Vgl. PMM 416]. V: Einheitliche Feldtheorie und Hamiltonsches Prinzip. 1929. [Weil 166. Seelig 227. Schilpp-Shields 227. Boni 184. Vgl. PMM 416]. VI: Die Kompatibilität der Feldgleichungen in der einheitlichen Feldtheorie. 1930. [Weil 169. Seelig 239]. VII: Zum kosmologischen Problem der allgemeinen Relativitätstheorie. 1931. [Weil 179. Seelig 249, Schilpp-Shields 249]. VIII: Systematische Untersuchung über kompatible Feldgleichungen, welche in einem Riemannschen Raume mit Fernparallelismus gesetzt werden können. 1931. [Weil 180. Seelig 250. Schilpp-Shields 250]. IX: Einstein & W. Mayer: Einheitliche Theorie von Gravitation und Elektrizität. 1931. [Weil 182. Seelig 251. Hook/Norman 701]. X: Einstein & W. Mayer: Einheitliche Theorie von Gravitation und Elektrizität. Zweite Abhandlung. 1932. [Weil 185].
€ 2.800
| 10 der insgesamt 36 unter Einsteins Namen erschienenen "Sonderausgaben aus den Sitzungsberichten", welche zwischen 1914 und 1932 herauskamen. Es handelt sich um Separatabdrucke aus den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften, größtenteils in selbständiger Paginierung, von denen einige wenige dem Autor vom Verlag als Beleg- und Widmungsexemplare zur Verfügung gestellt wurden. Einstein war 1914 nach Deutschland zurückgekehrt, ohne wieder um die deutsche Staatsbürgerschaft anzusuchen. Dennoch verlieh man ihm eine Forschungsstelle an der preußischen Akademie der Wissenschaften (mitsamt Professur ohne Lehrverpflichtung an der Universität Berlin), welche er bis Ende 1932 innehatte, als er nach Amerika reiste, um eine Professur in Princeton anzutreten. Der ursprüngliche Plan, sieben Monate im Jahr in Berlin und fünf in Princeton zu verbringen, wurde von der Machtergreifung der Nationalsozialisten schon im darauffolgenden Monat zunichte gemacht, und Einstein sollte nie wieder nach Deutschland zurückkehren. - Die vorliegenden Exemplare stammen aus Einsteins mittlerer und später Zeit an der Akademie. Sie behandeln insbesondere den Zusammenhang zwischen Gravitation und Elektrizität bzw. Elektromagnetismus. Zwar hatte Maxwell bereits Licht und Elektrizität zueinander in Beziehung gesetzt, doch die Schwerkraft ließ sich noch in keine allgemeine Kraftrelation einbauen. Einstein bemühte sich um eine einheitliche Feldtheorie, da die allgemeine Relativitätstheorie das elektromagnetische Feld nicht angemessen mit der Geometrie der Raumzeit vereinen ließ. Nach einem ersten Lösungversuch 1925 widmete sich Einstein ab 1928 wiederum dem Problem, "only to find that Riemann's conception of space, on which the general theory was based, would not permit of a common explanation of electromagnetic and gravitational phenomena. In a series of papers devoted to the development of 'A Uniform Theory of Gravitation and Electricity' he outlined a new theory of space with a view to the unification of all forms of activity that fall within the sphere of physics, giving them a common explanation. All that would then remain to complete a scientific unison is the correlation of the organic and inorganic" (PMM 416). - Die vorliegenden Sonderdrucke reichen vom ersten nach dem Nobelpreis bis zum vorletzten vor dem Verlassen Deutschlands. Drei Nummern erschienen in Zusammenarbeit mit Einsteins Assistenten, Dr. Walter Mayer. - Einer der Drucke mit leichter Knickspur am Vorderdeckel, sonst durchwegs tadellos. {BN#2268} (mehr) |
[Einstein, A.] Lorentz, Hendrik Antoon, Albert Einstein und Hermann Minkowski. Das Relativitätsprinzip. Eine Sammlung von Abhandlungen. Mit Anmerkungen von A. Sommerfeld und Vorwort von O. Blumenthal. (= Fortschritte der mathematischen Wissenschaften in Monographien ; 2. Hrsg. von Otto Blumenthal). Leipzig und Berlin, B. G. Teubner, 1913. (4), 89, (1) SS. Mit gedr. Portraittafel von H. Minkowski. Bedr. grüner Originalleinenband. Gr.-8vo.
€ 700
| Erste Ausgabe dieser Sammlung von für die Wissenschaftsgeschichte der Relativitätstheorie überragenden Arbeiten. Enthält: H. A. Lorentz, "Der Interferenzversuch Michelsohns". A. Einstein, "Zur Elektrodynamik bewegter Körper". H. Minkowski, "Raum und Zeit". Der Aufsatz des Nobelpreisträgers für Physik 1902, H. A. Lorentz (1853-1928), stammt aus seiner bahnbrechenden Schrift ?Versuch einer Theorie der elektrischen und optischen Erscheinungen in bewegten Körpern? (PMM 378b; Leiden, 1895), in der Lorentz das von A. A. Michelson aufgezeigte Problem der Messung relativer Geschwindigkeiten von Lichtwellen löste. "Im Jahre 1905 stellte Einstein seine spezielle Relativitätstheorie auf, mit der er das Aberrationsproblem zu klären versuchte. Zu diesem Zweck übernahm er Lorentz' Theorie" (Carter/Muir, S. 681). Einsteins erwähnte einschlägige Schrift bildet den zweiten Aufsatz des Bandes. Verfaßt während Einsteins Zeit als Sekretär im Berner Patentamt. Er führt aus, "daß das Michelson-Morley'sche Experiment fehlschlagen mußte, weil es die Existenz eines bevorrechteten Beobachters ohne jede Beziehung zum Universum voraussetzte. Jeder denkbare Beobachter der Naturereignisse muß jedoch selber im Universum in Bewegung sein, das heißt die Geschwindigkeitsmessung wird von der Lage des Messenden abhängen" (ebd., S. 714). Im dritten Aufsatz des Bandes, erstmals 1909 in Leipzig erschienen (PMM 401), führt Minkowski diesen Ansatz weiter. Seine "Raum-Zeit-Hypothese bedeutete soviel wie eine Neuaufstellung von Einsteins Grundprinzip, doch in einer Form, die es wesentlich plausibler machte und außerdem wichtige neue Entwicklungen einleitete" (ebd., S. 715). - Kapitale lädiert; Rücken etwas gebleicht. Am vorderen Innendeckel Geschenketikett von Bern Dibner für die Burndy Library. - Norman 1390. - Zu Einstein: Weil 59. Vgl. Boni 9. Vgl. Grolier/Horblit 26b. Vgl. Norman 691. Vgl. Dibner, Heralds of Science 1767. - Zu Lorentz: Vgl. PMM 378b und Norman 1389. - Zu Minkowsi: Vgl. PMM 401 und Norman 1513. {BN#6812} (mehr) |
Ellis, John. Versuch einer Natur-Geschichte der Corall-Arten und anderer dergleichen Mer-Cörper. Aus dem Englischen und Französischen übersetzt, und mit Anmerkungen, auch einem Anhange fünf hieher gehöriger Abhandlungen der Herren Schlosser, Baster und Ellis begleitet von J. G. Krünitz. Nürnberg, Raspe, 1767. 52, 168 SS. Mit gest. Frontispiz und 46 gefalteten Kupfertafeln. Zeitgenössischer Pergamentband mit goldgeprägtem Rückenschildchen. 4to.
€ 3.500
| Erste deutsche Ausgabe des grundlegenden Werkes zur Korallenkunde. Gegenüber der Londoner Originalausgabe von 1755 "mit sehr nützlichen Zusätzen bereichert" (Cobres). Ellis, "whom Linnaeus termed a 'bright star of natural history' [...], established his reputation as one of the most accurate observers of his time by the publication of 'An essay towards the Natural History of the Corralines' [...] He established by it the animal nature of this group of organism" (DNB VI, 703). - Kaum gebräuntes, frisches Exemplar in einem tadellos erhaltenen Einband der Zeit. - Nissen 1282. Eales I, 1672. Stafleu/C. 1661. Cobres 431. {BN#18511} (mehr) |
[Entomologie - Hemipteren.] Reiber, Ferdinand & Auguste Puton. Catalogue des hémiptères-hétéroptères de l?Alsace et de la Lorraine. Colmar, Camille Decker, 1876. 40 SS. (Beigebunden:) Dieselb. Catalogue des hémiptères-homoptères cicadines et psyllides de l?Alsace et de la Lorraine. Et supplement au catalogue des hémiptères-hétéroptères. Ebd., 1880. 32 SS. Leinenband der Zeit. 8vo.
€ 80
Verzeichnis der im Elsaß heimischen Hemipteren mit ihren hauptsächlichen Verbreitungsgebieten. Die Entomologen Reiber (1849-1892) und Puton waren ?membres de la Société entomologique de France?. Wie aus dem eigenh. Vermerk des Katalogbearbeiters Puton am Vorsatz hervorgeht, handelt es sich bei vorliegendem Exemplar um ein Geschenk Putons an den Entomologen John Scott (vgl. BBA I 976, 407). - Leinen etwas angedunkelt und mit altem hs. Bibliotheksetikett am Vorderdeckel. Am Innendeckel Exlibris des Mediziners und Sammlers Philip Brookes Mason (gest. 1903; vgl. BBA II 1648, 332-335), mit dessen hs. Inhaltsverzeichnis am Vorsatz. - Einband leicht stockfleckig; innen sauber und ungebräunt. - Nicht bei Besterman. {BN#4516} (mehr)
Ettmüller, Michael Ernst (praes.) / Werther, Georg Christian (resp.). Disputatio medica de monstro hungarico [...]. Leipzig, Christian Goeze, 1707. (2), 20 SS. Mit gest. Frontispiz. Broschur der Zeit. 4to.
€ 350
| Erste Ausgabe dieser Dissertation über eine Doppelfehlbildung. Die "siamesischen Zwillinge" Helena und Judith waren 1701 in einer ungarischen Kleinstadt bei Komorn geboren worden. - Michael Ernst Ettmüller (1673-1732) war Professor für Medizin (1702), Anatomie und Chirurgie (1706), Physiologie (1719) und Pathologie (1724) in Leipzig. - Papierbedingt etwas braunfleckig. Am vorderen Broschurdeckel zeitgenöss. hs. Titelnotiz. - Wellcome II, 535. Nicht bei Blake. {BN#18780} (mehr) |
Euklid. Euclidis elementa practica, oder Außzug aller Problematum und Handarbeiten auß den 15 Büchern Euclidis. Allen und jeden, deß uhralten Geometrischen nutzlichen gebrauchs, deß Circkels Liebhabern zu gut in Teutsche Sprach dargegeben, Durch M. Luc. Brunn [...]. Nürnberg, Simon Halbmayer, [1625]. (8), 92 SS. Mit einer gest. breiten figuralen und architektonischen Titelbordüre sowie 125, meist schematischen Holzschnitten und einigen Holzschnittvignetten im Text. Pergamentband unter Verwendung eines zeitgen. Pergamentmanuskripts in rot und schwarz mit einigen Federwerksinitialen in Rot und Blau, Schließbänder. 4to.
€ 3.500
| Erste deutsche Ausgabe aller 15 Bücher der "Elemente". Die berühmte Basler Ausgabe von 1562 bringt bekanntlich nur "Die sechs ersten Bücher des Euklidis", ein Umstand, auf den auch im Vorwort des vorliegenden Werkes Bezug genommen wird: "Weiln ich denn meines theils nicht wußte mich zuentsinnen, daß jemals was in deutscher Sprach auß den letzern Bühern Euclidis ans Liecht bracht worden were, Als habe ich alle problemata durch den gantzen Euclidem collagiret, ergäntze und zusammen gezogen, wollen in offentlichen Truck kommen lassen [...]". Freilich handelt es sich bei dieser vom Mathematiker Lukas Brunn besorgten Ausgabe eher um eine Auswahl und Kompilation aus den 15 Büchern des Euklid als um eine wortgetreue Übersetzung aus dem griechischen Urtext. Hoffmann (II, 49) bemerkt denn auch bei Kommentierung eines 1653 in Jena unter dem Titel "Teutscher Euclides" erschienenen Werks, daß es sich hierbei nicht um eine Übersetzung im eigentlichen Sinn handelt. Gleichwohl führt er ebendieses Werk von 1653 als erste und bis 1714 auch einzige vollständige deutsche Ausgabe; unsere 28 Jahre früher erschienene Ausgabe war Hoffmann offenbar unbekannt, während Schweiger dieselbe bereits als selbständige Übersetzung anführt. - "Die 'Elemente' sind eine Sammlung des ganzen älteren mathematischen Wissens der Griechen seit Pythagoras, so in ein zusammenhängendes System gebracht, daß jeder Lehrsatz logisch aus dem vorangegangenen folgt; in dieser Einfachheit liegt das Geheimnis seines Erfolges. Das Werk ist in dreizehn Bücher gegliedert: 1-4 behandeln die Planimetrie; 5 und 6 die auf Eudoxos zurückgehende Proportionslehre und ihre Anwendung; 7-9 die Eigenschaften der Zahlen, 10 irrationale Größen; 11-13 die Raumgeometrie, die in dem Nachweis gipfelt, daß es nur fünf regelmäßige Körper gibt; die Bücher 14 und 15 sind spätere, nicht von Euklid stammende Hinzufügungen [...] Die 'Elemente' blieben jahrhundertelang das allgemein gebräuchliche Lehrbuch der Geometrie und erschienen in rund tausend verschiedenen Ausgaben und Übersetzungen" (PMM 25). - Der Bearbeiter und Herausgeber Lukas Brunn "studierte 1598-1601 in Leipzig; seit 1607 war er Schüler des Mathematikers Johannes Praetorius, danach des Malers und Radierers Johannes Hauer in Nürnberg. Seit 1619 lebte er als Inspektor der Kunstkammer in Dresden. Brunn erfand das auf einer Rechenschiene angebrachte Schraubenmikrometer zum Messen kleiner Größen" (DBE). Darüber hinaus studierte der in Adam Rieses Sterbeort Annaberg geborene Brunn auch bei dessen Sohn, dem Rechenmeister Abraham Riese, und stand in brieflichem Ausstausch mit Johannes Kepler (vgl. Doppelmayr in DBA I 152, 415). Die aufwendige architektonische Titelbordüre ist von Brunns Lehrer Johann Hauer signiert, der sich nebenbei "im Schleiffen optischer Gläser übte" (Doppelmayer zit. n. DBA I 152, 415) und dem ganz offensichtlich auch bei Gestaltung des vorliegenden Kupfertitels "sein genaues Studium der Perspektive sehr wol zu Statten kam" (Nagler VI, 348). - Recht selten; kein Exemplar auf internationalen Auktionen der letzten 30 Jahre nachgewiesen. - Teils unbedeutend gebräunt, sonst sehr schönes Exemplar des durchgehend illustrierten mathematischen Lehrbuchs. - VD 17, 23:288981F. Schweiger I, 112. Poggendorf I, 320. Jöcher I (DBA I 152, 418). Will I (DBA I 152, 417). Doppelmayr (Nachricht von Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern 1740, zit. nach DBA I 152, 416). Nicht bei Graesse, Ebert und Hoffmann. {BN#3078} (mehr) |
Euklid. - Wurm, Julius Friedrich. Euklid?s Data nach dem Griechischen mit Robert Simson?s Zusätzen. Berlin, Georg Reimer, 1825. V, (1), 78 SS. Mit 2 gefalt. lithogr. Tafeln. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.
€ 160
Neuübersetzung aus dem griechischen Original, mit Konkordanz zur Simson?schen Ausgabe. Der Verfasser war Diakon zu Lauffen/Neckar. Die beiden Tafeln in der noch jungen lithographischen Technik zeigen schematisch Konstruktionszeichnungen und Proportionssätze. - Durchgehend leicht braunfleckig, sonst gutes Exemplar. - Hoffmann II, 51. {BN#4255} (mehr)
(Euler, Leonhard). - [Akademie der Wissenschaften St. Petersburg]. Acta Academiae Scientiarum Petropolitanae pro anno MDCCLXXVII. Pars posterior. St. Petersburg, typis Academiae Scientiarum, 1780. Nur Teil 2 (von 2). VIII, 84, 395 SS. Mit gest. Titelvignette, 1 gefalt. Tabelle und 18 ausfaltbaren Kupfer- bzw. Schabkunsttafeln. Lederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Buntpapiervorsätze. 4to.
€ 1.500
Enthält u. a. 7 Beiträge in Erstdrucken von Leonhard Euler: De integratione formulae. - De valore formulae integralis. - Novae demonstrationes circa resolutionem numerorum in quadrata. - Considerationes circa brachystochronas. - Sur l?effet de la refraction dans les observations terrestres. - De motu oscillatorio penduli cuiuscunque, dum arcus datae amplitudinis absolvit. - De theoria lunae ad maiorem perfectionis gradum evehenda. - Ferner ein Beitrag von D. Bernoulli (De compensationibus horologicis et veriori mensura temporis) und 5 Beiträge von P. S. Pallas über Zoologie. - Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig, vereinzelt unbedeutend wasserrandig. Kapitale lädiert; Rücken etwas berieben, sonst wohlerhalten. {BN#18547} (mehr)
Faber, Anton. Principia juris metallici Hungarici. Preßburg, Belnays Wwe. & Erben, 1816. 147, (1) SS. Halblederband der Zeit mit goldgpr. Rückentitel und etwas Rückenvergoldung. 8vo.
€ 350
Seltene erste Ausgabe dieses Abrisses des ungarischen Bergrechts. - Der Preßburger Jurist und Statistiker Anton Faber war auch Professor des Bergrechts. - Kl. Wasserrand am oberen Schnitt; Einbandbezug stellenweise gering lädiert. Nur 1 Exemplar in Bibliotheken nachweisbar (Stabi Berlin). {BN#19869} (mehr)
Fabri, Honoré, SJ. Tractatus duo: quorum prior est de plantis, et de generatione animalium; posterior de homine. Nürnberg, Endter, 1677. (12), 582, (14) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und -vergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 350
| Vom VD 17 nicht erfaßte Variante der zweiten Ausgabe (auf dem Titel unter "de homine" der Zusatz "Cum facultate superiorum", jedoch nicht im Titel gedruckt, sondern als gedruckte Überklebung über den ursprünglichen Text "Cum Privilegio"). Erstmals in Paris 1666 erschienen. "In natural philosophy Fabri was less fortunate than in mathematics" (DSB IV, 506). - Aus dem Besitz des bayerischen Mathematikers Michael Lory (1728-1808), der am Benediktinerkloster Tegernsee und an der Universität Salzburg wirkte (vgl. ausf. Wurzbach und Poggendorff) mit seinem hs. Kaufvermerk am Titel (dat. 1759). Später in der Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Das Kloster Tegernsee wurde 1817 von König Max I. Joseph für die königlich-bayerische Familie erworben, die benediktinische Gemeinschaft bestand jedoch noch bis zum Ableben des letzten Konventualen im Jahre 1861. - Es fehlt die Falttafel (von 5 Exemplaren im VD 17 zwei ebenfalls ohne Tafel). Gutes, sauberes Exemplar. - Vgl. VD 17, 39:123422D. Ohne Variantenunterscheidung: BM-STC F 23. Pritzel 2793. De Backer/Sommervogel III, 514, 18. Eales I, 862. Krivatsy 3801. Wellcome III, 3. {BN#24398} (mehr) |
Fechner, Gustav Theodor. Massbestimmungen über die galvanische Kette. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1831. XII, 260 SS. Mit 1 gefalt., lithograph. Tafel. Roter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und -vergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Marmorvorsätze. Gr.-4to.
€ 1.500
Erste Ausgabe. - Hauptwerk des Leipziger Physikers G. T. Fechner (1801-87), Herausgeber des "Zentralblatts für Naturwissenschaften und Anthropologie", forschte überwiegend auf den Gebieten der Optik und des Galvanismus. Durch ihn erfuhr das Ohmsche Gesetz experimentelle Bestätigung. In der vorliegenden Schrift, sie als seine bedeutendste Leistung gilt, beschäftigt er sich mit dem Vergleich elektromotorischer Kräfte, die auf Strommessungen beruhen. - Sehr schönes, ungebräuntes Exemplar in einem dekorativen Einband der Zeit. - Darmstaedter 392. Wheeler Gift 859. Roller/Goodman 389. Poggendorff I, 728. Nicht bei Ronalds. {BN#16397} (mehr)
Fischer, Johann Martin. Erklärung der anatomischen Statue für Künstler. Dritte durchaus verbesserte und vermehrte Auflage. Wien, Gerold, 1838. XX, 108 SS. Zeitgenössischer blaugrauer Halbleinenband mit Marmorpapierbezug. 8vo.
€ 80
Dritte Ausgabe. - Der Bildhauer Johann Martin Fischer (1741-1820) wurde 1785 Mitglied der Akademie der bildenden Künste in Wien und übernahm im folgenden Jahr als erster Nichtmediziner die dortige Professur der Anatomie. 1815 wurde er Rat und Direktor der Allgemeinen Rat- und Bildhauerschule und mit seinen Brunnenplastiken am Wiener Graben neben Franz Anton Zauner der bedeutendste Bildhauer seiner Zeit in Wien (vgl. DBE). Sein Hauptwerk in diesem Zusammenhang ist die lebensgroße anatomische Statue, die er für den Lehrbetrieb an der Akademie schuf und die schnell zu einer der vielbewunderten Sehenswürdigkeiten Wiens wurde. Seine "Erklärungen" sind als Nachschlagewerk und Lehrbuch in Anatomie für Künstler gedacht, das als Standardwerk weit über den Tod Fischers hinaus Anwendung fand. - Schönes Exemplar mit den dekorativen Stempeln der "K. K. Infanteriecadetenschule zu Agram" und der "K. K. Infanterie-Kadettenschule zu Karlstadt" am Titelblatt, die ihrerseits als interessantes Zeugnis der Breitenwirkung des Werkes Zeugnis geben. - Wurzbach IV, 244f. Thieme/B. XII, 36. {BN#10986} (mehr)
Freud, Sigmund. Arbeiten aus dem zoologisch-vergleichend-anatomischen Institute der Universität Wien. VII: Beobachtungen über Gestaltung und feineren Bau der als Hoden beschriebenen Lappenorgane des Aals. In: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Bd. LXXV, I. Abtlg., Heft 4. Wien, K. K. Hof- und Staatsdruckerei in Kommission bei C. Gerold's Sohn, 1877. Mit insg. 38 Tafeln. VI, 645, (1) SS. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 8vo.
€ 400
Freuds zweite, im Alter von 21 Jahren verfaßte Publikation auf den SS. 419-431. - Nicht bei Meyer-Palmedo. {BN#18514} (mehr)
Freud, Sigmund. Über Spinalganglien und Rückenmark des Petromyzon. In: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Bd. LXXVIII, III. Abtlg., Heft 7. Wien, K. K. Hof- und Staatsdruckerei in Kommission bei C. Gerold's Sohn, 1879. VI, 289, (1) SS. (Beigebunden) I: Bd. LXXVII, III. Abtlg. Heft 1 bis 5. Ebd., 1878. VI, 304 SS. (Beigebunden) II: Bd. LXXIX, III. Abtlg., Hefte 1 bis 5. Ebd., 1879. VI, 327, (1) SS. Mit zahlr. Tafeln und Holzschnitten. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 8vo.
€ 450
Erstausgabe von Freuds dritter Veröffentlichung auf den SS. 81 bis 167. - Gelenke etwas angeplatzt und berieben. - Meyer-Palmedo 79. {BN#18515} (mehr)
Förster, Ludwig u. Demarteau, Amedee. Beschreibende und malerische Darstellung der k. k. Österreichischen Staatseisenbahn von Olmütz bis Prag. Wien, Förster, 1845. 24, (6) SS. Mit 40 Tonlithographien auf 20 Tafeln u. 10 (4 mehrfach gefalteten) lith. Karten bzw. Plänen. Bedruckter Originalpappband. Gr.-8vo.
€ 600
Erste und einzige Ausgabe. Die hübschen, von Nebehay/W. Franz X. Sandmann zugeschriebenen Ansichten zeigen u. a. Olmütz, Mährisch Schönberg, Trübau, Brandeis, Pardubitz, Böhmisch Brod, Kolin und Prag. Die Pläne illustrieren den Streckenverlauf, zeigen Längsprofile, Viadukte, Brücken, Tunnels und Bahnhöfe. In den Innendeckeln befinden sich 2 zusätzliche, bei Nebehay/W. nicht erwähnte lithographierte Stadtpläne von Olmütz und Prag. - Der Einband etwas fleckig und bestoßen, innen sauber und kaum fleckig. - Nebehay/Wagner 179. Metzeltin 1264. {BN#12037} (mehr)
Gaetani, Peter. Allgemeine Experimental-Chymie nach einer nützlichen und leichten Methode für die Fassungskraft eines jeden eingerichtet; oder: Allgemeines practisches Haus- und Kunst-Buch für Hausväter, Künstler, Oekonomen, Fabrikanten und Handwerker aller Art. Nürnberg, Johann Eberhard Zeh Wwe. bzw. Zeh?sche Buchhandlung, 1811-1815. 3 Teile in 3 Bänden. XXII, (2), 280 SS. Titel, 262 SS. Titel, 309, (1) SS. Mit zus. 3 gefalt. gest. Tafeln. Zeitgenössische Interimsbroschur. Gr.-8vo.
€ 350
| Mischexemplar aus der ersten (Teil III) und zweiten Ausgabe (leicht veränderter Titel). Ohne die Broschurdeckel der Teile I und II; Teil III (Ausgabe 1811) trägt den Titel "Kurzer Entwurf der Experimental-Chymie oder nüzliche und leichte Methode um sich der Erzeugniße aus dem Mineral- Tier- und Pflanzenreich in den Fabricken, Künsten, Profeßionen, so wie bey dem Ackerbau und bey der Landwirthschaft zu bedienen, für die Fassungskraft eines jeden eingerichtet". Unter den behandelten Themen sind die chemischen Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedener Metalle und Mineralien, die Verwertung tierischer Produkte (Salze, Horn, Wolle, Gerberei, Seide, Honig, Milch, Leim) sowie die Verwertung pflanzlicher Bestandteile (Baumwolle, Färben, Druckverfahren, Papier, Landwirtschaft, Wein, Destillation, Seife, Gummi usw.). Die Tafeln zeigen chemische Apparaturen, die Bauelemente eines Bienenstocks etc. Der Braunschweiger Italienischlehrer P. Gaetano (geb. 1747) war auch als Farbenhändler tätig. 1797 publizierte er "Abrégé de Chimie, ou Introduction, appartenente aux arts & metiers", die Grundlage für das vorliegende Werk. - Unbeschnitten und unaufgeschnitten. Teils etwas stockfleckig. - Engelmann (Bib. mech.-tech.) 108f. Hamberger/Meusel, 5. A., XVII (DBA I 366, 54). {BN#5130} (mehr) |
Gamaches, Etienne Simon de. Astronomie physique, ou principes généraux de la nature, appliqués au mechanisme astronomique, et comparés aux principes de la philosophie de M. Newton. Paris, Charles-Antoine Jombert, 1740. (8), XLVIII, 362, (14) SS. Mit 22 gefalteten gest. Tafeln, Titelvignette sowie 19 gest. Vignetten im Text. Zeitgenössischer Pergamentband auf sechs Bünden mit doppelten Deckelfileten und blindgeprägtem Mittelstück. Hs. Rückentitel, dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 2.800
Erste Ausgabe des Werkes des Pariser Astronomen E. S. de Gamaches (1672-1756) über die Anwendung der Newtonschen Gesetze auf die Astronomie. Die Tafeln zeigen zumeist astronomische und mathematische Diagramme. Die hübschen Textvignetten von Charles Nicolas Cochin d. J. (1715-90) sind ein frühes Beispiel seiner Arbeit als Buchkünstler. - Schönes Exemplar mit hs. Besitzvermerk des "Ed. Declercq, Prof." und dem Exlibris "Dr. Hautrive père". - Wissenschaftsgeschichtlich bedeutendes Werk, erst kürzlich für die Reihe "Landmarks of science" als Mikrofiche-Edition wiederaufgelegt. - Poggendorff I, 840. {BN#3468} (mehr)
Gardane, J[oseph] J[acques]. Neue practische Untersuchungen und Erfahrungen über die verschiedenen Arten die Lustseuche zu heilen, hauptsächlich mit dem ätzenden Sublimat, welche von Herrn van Swieten, von Haen und andern der größten Aerzten dieses Jahrhunderts, als die sicherste, geschwindeste und kräftigste Methode ist befunden worden, und bestättiget wird. Augsburg, Conrad Heinrich Stage, 1771. (32), 288 SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung sowie blindgepr. Deckelfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. 8vo.
€ 520
Detaillierte Beschreibung der Behandlung der Syphilis mit Hilfe von Quecksilber. Der französische Arzt Jacques-Joseph de Gardanne (1726-86), Dekan der medizinischen Fakultät zu Paris und ein Spezialist für venerische Krankheiten, hatte auch das Amt eines königlichen Zensors inne. Vgl. zu Gardanne auch Hirsch II, 493f. - Mit hs. Besitzvermerk des Medizinstudenten C. Schultz (datiert München, 1829) am fliegenden Vorsatz recto und getilgtem hs. Besitzvermerk (?Dr. Fischer?) verso. - Unteres Kapital etwas lädiert, sonst sauberes, von gelegentlichen Anstreichungen in Tinte abgesehen fleckenfreies, frisches Exemplar in einem ansprechenden Einband. - Blake 166. Nicht bei Waller. {BN#3169} (mehr)
Geißler, J[ohann] G[ottlieb]. Beschreibung und Geschichte der neuesten und vorzüglichsten Instrumente und Kunstwerke für Liebhaber und Künstler in Rücksicht ihrer mechanischen Anwendung, nebst den dahin einschlagenden Hülfswissenschaften. Zittau und Leipzig, Johann David Schöps, 1796-1802. 6 Teile (7-12 von 12) in 1 Band. IV, 5-160 SS. 142 SS., 2 gefalt. Tabellen (paginiert 143-144), (2) SS. 198, (2) SS. 142 SS. 206, (2) SS. VI, 158, (12) SS. Mit zus. 28 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. Marmorierter Halblederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen und -vergoldung. Gr.-8vo.
€ 1.000
Teile 7-12 der 12teiligen Reihe, zu Wasserhähnen, Blitzableitern, Bohr- und Dampfmaschinen, Feuerspritzen und -löschern, mechanischen und optischen Instrumenten, Windmühlen, verschiedenen Meßinstrumenten, zum Perpetuum mobile uvm. Mit zahlreichen Beiträgen. - Teils minimal braunfleckig; insgesamt sehr gutes, sauberes Exemplar in dekorativem Einband. - Poggendorff I, 869 (kennt nur Teile 1-6). Engelmann I, 115. {BN#6673} (mehr)
Gerling, Christian Ludwig. Methodi projectionis orthographicae usum ad calculos parallacticos facilitandos. Göttingen, Vandenhoek und Ruprecht, 1812. (4), 48 SS. Mit gest. gefalt. Karte. Halbpergamentband. 4to.
€ 350
Einzige Ausgabe. - Die Abhandlung über die Berechnung von Sonnenfinsternissen und ihre Anwendung auf die ringförmige Finsternis vom 7. September 1820 machte den Hamburger Mathematiker Gerling (1788-1864) schlagartig bekannt. 1817 folgte er einem Ruf als Professor der Mathematik, Physik und Astronomie nach Marburg, wo er bis zu seinem Tod lehrte. "Gerling zählte zu den Mitarbeitern des 1835 von C. F. Gauß und W. E. Weber gegründeten Magnetischen Vereins zur Messung der erdmagnetischen Variation. Gerling widmete sich insbesondere dem Aufbau des Marburger Mathematisch-Physikalischen Instituts mit Sternwarte" (DBE). - Nachgebunden 15 Bll. mit zeitgenöss. hs. Berechnungen zur Sonnenfinsternis vom 7. September 1820. Obere Ecke durchgehend abgeschnitten (kein Textverlust); gelegentlich etwas braun- bzw. tintenfleckig. Am Titel gestempelter Besitzvermerk des ungarischen Astronomen Paul Tittel (1784-1831; vgl. ADB 38, 382f.). Tittel, der in Göttingen ein Kollege Gerlings und Gauß' gewesen war, wurde 1824 Direktor der Sternwarte Budapest sowie Professor der Astronomie. Die hs. Berechnungen auf den nachgebundenen Blättern dürften von seiner Hand stammen. - ADB IX, 26. {BN#10613} (mehr)
Girtanner, Christoph. Abhandlung über die Krankheiten der Kinder und über die physische Erziehung derselben. Berlin, Rottmann, 1794. XVI, 432 SS. Zeitgenössischer Pappband mit Rückenschildchen. 8vo.
€ 400
Erste Ausgabe des medizinischen Hauptwerks des mit Georg Christoph Lichtenberg befreundeten Arztes und Chemikers. "Erfolg hatte er mit seiner 'Abhandlung über die Krankheiten der Kinder [...]', wobei er eine anschauliche Schilderung des klinischen Krankheitsbildes mit scharfsinnigen differentialdiagnostischen Erwägungen und vernünftigen therapeutischen Ratschlägen verband" (NDB VI, 411). - Hirsch/H. II, 764. Waller 3557. Wellcome II, 119. Blake 176. Engelmann 193. {BN#11221} (mehr)
Gobart, Laurent, SJ. / Schmelzer, Franz, SJ. Tractatus philosophicus de barometro. Wien, Ignaz Dominik Voigt, 4. VIII. 1716. (152) SS. Mit 1 gest., mehrf. gefalt. Tafel. - II: Bombardi, Michael / Bombardi, Karl Joseph. Analecta Mathematica ex mechanica, statica, hydrostatica, & centrpbaryca collecta [...]. Juncta dissertatione physico-mathematica de terraquei globi immobilitate [...]. Linz, Johann Rädlmayr, April 1714. (18), 138 SS., l. w. Bl. Mit 6 gest. Tafeln. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 12mo.
€ 400
I: Zweite Ausgabe; zugleich Dissertation des Wiener Jesuiten Franz Schmelzer (1678-1738), der sich als Philosophiestudent einschrieb, bevor er neun Jahre lang als Feldgeistlicher in den Dienst des Herzogs von Sachsen trat und den Botschafter Windischgrätz nach den Haag und zum Kongreß von Cambrai begleitete. Nach der Rückkehr studierte er in seiner Heimatstadt Mathematik. Zur Promotion diskutierte er offensichtlich das erstmals 1703 veröffentlichte Werk des belgischen Physikers Laurent Gobart (1656-1750) über das Barometer, das hier neu abgedruckt wird. Die lange Wirkung der Schrift zeigt sich auch an einer Grazer Dissertation von 1746, die sich demselben Werk widmet (verfaßt vom Jesuiten Carl Dillherr, 1710-78). Die Tafel zeigt verschiedene Ausführungen von Barometern. Selten; nur ein Exemplar im NUC. - II: Mathematische Dissertation von Karl Josef Bombardi, Ritter von Zuegg, wohl verwandt mit dem Präses, dem Tiroler Jesuiten Michael Bombardi (1683-1729), der in Linz Mathematik, in Wien Philosophie und in Graz Theologie lehrte und zuletzt Rektor des Linzer Jesuitenkollegs war. Enthält außerdem mit eigenem Zwischentitel desselben Karl Josef Bombardis ?Dissertatio physico-mathematica de globi terraquei immobilitate, [...] impugnante [...] Joanne Gothardo Weber?. - Interessanter Sammelband zweier illustrierter physikalisch-mathematischer Jesuitendissertationen. Sauberes Exemplar aus der Bibliothek des Jesuitenkollegs Linz mit entspr. hs. Vermerken an beiden Titeln (dat. 1746). - I: Nicht bei de Backer/Sommervogel (vgl. III, 1505, 2). Vgl. Poggendorff I, 918. - II: Poggendorff I, 229. De Backer/Sommervogel I, 1701, 1 (falsch: ?Jacob Rödlmeyer? und ?4°?). {BN#8691} (mehr)
Graser, [Johann Baptist]. Der durch Gesicht- und Tonsprache der Menschheit wiedergegebene Taubstumme. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. Bayreuth, Selbstverlag des Verfassers, 1834. XVI, 275, (1) SS. Mit 3 mehrf. gefalt. lithogr. Tafeln. Grau marmorierter Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 400
Zweite Ausgabe (EA 1829). - Der fränkische Theologe Graser (1766-1841) beschäftigte sich mit Fragen der Sprach- und Lesepädagogik. "Auch für den Unterricht der Taubstummen interessierte sich Graser lebhaft, wollte aber diese Unglücklichen nicht isolirt, sondern in Gemeinschaft mit den Vollsinnigen unterwiesen wissen, weil er von diesem gemeinsamen Verkehr Gutes für die Gesamtbildung hoffte" (ADB). - Die Tafeln zeigen die Zeichen- und Mundstellungssprache, die zur Begründung der modernen Taubstummenpädagogik gehört. - Titel mit keilförmigem Ausschnitt von entferntem Stempel. Das vordere Vorsatzblatt mit hs. Entlehnverzeichnis einer Feuchtwanger Leihbibliothek (23 datierte und vom Benutzer je durch Unterschrift bestätigte Entlehnvorgänge zwischen 1843 und 1844). Exlibris des Nördlinger Historikers Albert Schlagbauer am vorderen Innendeckel. Sehr frisches Exemplar. - Guyot 3. Vgl. ADB IX, 585. {BN#10572} (mehr)
Gravesande, Wilhelm Jakob ?s. Philosophiae Newtonianae institutiones, in usus academicos. Editio secunda auctior. Leiden & Amsterdam, apud Joh. Arn. Langerak, Joh. & Herm. Verbeek, & Balthasarem Lakeman, 1728. (16), 488, (16) SS. Titel in rot und schwarz. Mit einer gest. Titelvignette und 17 mehrf. gefalteten gest. Tafeln. Lederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen in rot und grün sowie Rücken- und Stehkantenvergoldung. 8vo.
€ 500
Zweite Ausgabe (EA 1723). - Auszug aus s?Gravesandes zweibändigem Hauptwerk ?Physices elementa mathematica, experimentis confirmata, sive introductio ad philosophiam Newtonianam?, der umfassendsten Einführung in die Newtonsche Philosophie vor 1750. ?The scientific reputation of ?sGravesande is enshrined in this book [...] ?sGravesande also published an abbreviated account for student use, ?Philosophiae Newtonianae institutiones?? (DSB). - Der Mathematiker, Astronom und Naturforscher W. J. s?Gravesande (1688-1742) war zuerst als Jurist in Den Haag tätig, bevor er eine Mathematik-Professur in Leiden annahm. Als erster nichtenglischer Anhänger der Newtonschen Physik war er am Obsiegen der neuen Lehre in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts maßgeblich beteiligt. - Einband berieben und stellenweise etwas beschabt; Rückenvergoldung teils stärker abgerieben und kl. Fehlstellen an den Rückenschildchen. Innen gutes, sauberes Exemplar. - DSB V, 510. Poggendorff I, 944. {BN#5391} (mehr)
Guericke, Otto von. Experimenta nova (ut vocantur) Magdeburgica de vacuo spatio [...]. Amsterdam, Johann Janssonius, 1672. (14), 244, (6) SS. Mit separatem Kupfertitel, 2 doppelblattgr. gest. Tafeln und 20 (dav. 7 ganzs.) Textkupfern. Hübscher Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und attraktiver floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. Folio.
€ 18.000
| Einzige Ausgabe; sehr schönes Provenienzexemplar aus dem Besitz zweier großer Naturwissenschaftler des 18. bzw. 20. Jahrhunderts, jedoch ohne das manchen Exemplaren beigegebene Portrait. - Eines der berühmtesten Bücher in der Geschichte der Physik und Technik. Mit vielen interessanten Illustrationen, darunter dem bekannten doppelblattgroßen Stich über den Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln, "one of the most dramatic experiments in the history of science" (Dibner, Heralds, S. 67). "Copies of this first edition are now very rare. This remarkable work on experimental philosophy ranks next to Gilbert's in the number and importance of the electrical discoveries described. Electric conduction and repulsion, the discharging power of points, the dissipation of charge by flames, the light due to electrification, the crepitating noises of small sparks are all recognized, pp. 147-150. The globe of sulphur, first of frictional machines, p. 148. Folio plate showing the Magdeburg experiment; also other noteworthy illustrations" (Wheeler Gift). Die geistreich durchdachten und genial ausgeführten Experimente Otto von Guerickes (1602-86) waren wissenschaftsgeschichtlich wegweisend für die Vakuumtechnik, die Meteorologie und schließlich auch die Elektrizitätslehre. Sie sind darüber hinaus ein Abriß der kosmischen Physik ihrer Zeit. - Zu Beginn kl. Wasserrand in der oberen Ecke, untere Einbandecken minimal bestoßen, sonst sehr sauberes, ansprechend gebundenes Exemplar aus der Sammlung des Schweizer Mediziners und Botanikers Frédéric-Louis Allamand (1736-n. 1803) mit entspr. eigenh. Besitzvermerk am Vorsatz. Allamand, der als Schiffsarzt der niederländischen Marine Surinam, Guyana und Holländisch Westindien bereiste, veröffentlichte 1770 in den "Nova Acta Leopoldina" einen Beitrag zur Geschichte der westindischen Lues und beschrieb auf den Niederländischen Antillen neuentdeckte Pflanzengattungen; er korrespondierte darüber mit Carl von Linné, der ihn hoch schätzte. Später war Allamand Arzt am Hof von Zarin Katharina II. und heiratete in Sankt Petersburg um 1776 Adriana van Guericke, eine entfernte Nachfahrin des Physikers. 1793 kehrte er nach Leiden zurück, wo sich seine Spur nach 1803 verliert. - Hernach im Besitz des niederländischen Mathematikers und Physikers Hendrik Antoon Lorentz (1853-1928) mit hs. Geschenkvermerk am Vorsatz: "Herrn Prof. Dr. Lorentz | in dankbarer Verehrung | M. Voigt" (um 1900). Lorentz, 1902 (mit Pieter Zeeman) der zweite Nobelpreisträger für Physik, leistete wichtige Beiträge bei der Ausarbeitung der mathematischen Konsequenzen von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. - Horblit 44. Sparrow 90. Dibner 55. Honeyman 1565. Ekelöf 150. Houzeau/Lancaster 8775. Wheeler Gift 170. Mottelay 126. Poggendorff I, 971f. Ebert 9055. Graesse III, 171. Waller 11354. Wolfenb. 688. {BN#22192} (mehr) |
Haen, Anton de. Praelectiones in Hermanni Boerhaave institutiones pathologicas. Wien, Rudolf Gräffer, 1780. Nur erster Band (von 5). (8), 567, (1) SS. Mit gest. Titelvignette. Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. Gr.-8vo.
€ 100
Posthumes Kompendium. Der Leidener Mediziner A. de Haen (1703-76), Schüler Boerhaves, folgte 1754 einem Ruf nach Wien, wo er nach van Swietens Tod der erste Leibarzt Maria Theresias wurde. "Franz Xaver von Wasserberg besorgte eine von Zusätzen begleitete Ausgabe von 'Antonii de Haen Praelectiones [...]' 5 Bde. (Wien 1780-1782). Von einer deutschen Uebersetzung dieses Werkes, gleichfalls von Wasserberg, kam nur der erste Band (Leipzig 1786) heraus" (Wurzbach). - Einband berieben; durchgehend etwas braunfleckig; erste Lage etwas knittrig. Am vorderen Innendeckel hs. Besitzvermerk des Freiburger Anatomieprofessors Franz Anton Buchegger (1794-1839). Ausgeschiedene Doublette der Universitätsbibliothek Heidelberg mit entspr. Stempel am hinteren Innendeckel. - Lesky 270. Wurzbach VII, 178. {BN#20249} (mehr)
Hanff, J. Wendelin. Dissertatio inauguralis medica de cephalhaematomate seu sanguineo cranii tumore recens natorum [...]. Prag, Katharina Gerzabek, 1839. 82, (2) SS. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.
€ 180
Sehr seltene Prager Inauguraldissertation über das Kephalhämatom bei Neugeborenen, den bei der Geburt bewirkten Bluterguss unter der Schädelknochenhaut. - Nur ein Exemplar in Bibliotheken nachweisbar (HAAB Weimar); nicht in ÖNB. - Ecken etwas knittrig und angestaubt; Einband lädiert. - Nicht bei Lesky, Wellcome, Waller, Engelmann etc. {BN#21572} (mehr)
[Hausapotheke]. Heylsame Hauß-Apotecken, bestehend in allerhand sicheren, guten und bewährten, auch von hochgelehrten Herren Medicis gutgeheissenen Artzney-Mitteln, die entwichene Gesundheit widerumb zu überkommen, oder beständig zu erhalten. Innsbruck, Jacob Christoph Wagner, 1714. (6), 190, (8 [statt 12]) SS. Lederband der Zeit über Holzdeckeln (Rücken fehlt). 4to.
€ 250
Erste Ausgabe (1719 zu Brixen wiederaufgelegt). - Durchgehend etwas gebräunt und wasserrandig; teils auch leicht knittrig bzw. (finger-)fleckig. Der Einband an den Ecken und Kanten stärker berieben und beschabt; Rücken fehlt. Das letzte Doppelblatt des Index (vorhanden bis "Pulver") fehlt schon seit etwa Mitte des 18. Jahrhunderts, wie die Ergänzung des Fehlenden von ungefähr zeitgenössischer Hand am hinteren Vorsatz und hinteren Spiegel zeigt. Zeitgenössischer ungarischer Besitzvermerk am Titel; der vordere Vorsatz mit dem hs. Motto "Ars longa vita brevis". - Nicht bei Blake, Wellcome oder Lesky. {BN#15051} (mehr)
Heister, Daniel. Institutiones chirurgicae in quibus quidquid ad rem chirurgicam pertinet, optima et novissima ratione pertractatur [...] Opus quadraginta fere annorum, nunc demum, post aliquot editiones germanica lingua evulgatas, in exterorum gratiam latine altera vice longe auctius atque emendatius publicatum[...] Amsterdam, Janssonio Waesbergios, 1750. 2 (statt 3) Teile in einem Band. (4), VIII, 56, (8), 8, 599, (1) SS. Mit Titel in Rot und Schwarz, gest. Porträtfrontispiz und 18 mehrfach gefalteten gestochenen Tafeln. Zeitgenössischer Pergamentband mit goldgeprägtem heraldischen Supralibros und Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 4to.
€ 500
Schönes Exemplar der ersten beiden Teile von Heisters Hauptwerk. Im vorliegenden Standardwerk hat der "Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland [...] alles, was bis dahin auf diesem Gebiete Bleibendes gewonnen war, zusammengefasst und es recht eigentlich zum Eigenthum der Wissenschaft gemacht." (Hirsch). "Heister is the founder of scientific surgery in Germany. His book contains many interesting illustrations and includes an account of tourniquets used in his time" (Garrison/M.). - Die schönen Kupfer mit Abbildungen von chirurgischen Instrumenten, Operationen (Einrenkungen, Amputationen u. ä.) und mißgebildeten Patienten. - In dekorativem Einband und aus zeitgenössischem deutschen Adelsbesitz. - Wellcome II, 237. Blake 204. Hirsch III, 132. Waller 4263. Vgl. Garrison/M. 5576. {BN#3654} (mehr)
Herzfeld, Karl August Beiträge zur geburtshilflichen Casuistik. Wien, Alfred Hölder, 1891. 7, (1) SS. 8vo. OBr.
€ 30
Separatabdruck aus der Wiener klinischen Wochenschrift, Nr. 1 (1891). {BN#13759} (mehr)
Herzfeld, Karl August Eigenh. Widmung in: Über die Anwendung des Kraske'schen Verfahrens in der Gynäkologie. Wien, Selbstvlg. d. Verf., 1888. 7, (1) SS. 8vo. OBr.
€ 30
Separatabdruck aus der Wiener Allgemeinen Wiener medizinischen Zeitung, XXXIII. Jg. - Die Widmung an Egon von Vivenot. {BN#13760} (mehr)
Hiller, M[atthäus]. Hierophyticon, sive commentarius in loca scripturæ sacræ quæ plantarum faciunt mentionem distinctus in duas partes, quarum prior de arboribus, posterior de herbis dicta complectitur [...]. Utrecht, J. Broedelet, 1725. 2 Teile in einem Band. (20), 488, 278, (50) SS. Zeitgenössischer Pergamentband mit hs. Rückentitel, dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.
€ 1.200
Erste Ausgabe des botanischen Hauptwerks Hillers (1646-1725). Die bis dahin umfangreichste Arbeit zur Bestimmung und Klassifikation der in der Altem und Neuem Testament beschriebenen Fauna (vgl. Catholic Encyclopaedia, s. v. "Plants in the Bible"). Mit zahlreichen Passagen in hebräischer Type, einige Arten- und Gattungsbezeichnungen auch auf deutsch und arabisch. Das Vorwort von Salomon Pfister ist gleichzeitig die Hauptquelle zur Biographie des Tübinger Professors. - Wissenschaftsgeschichtlich bedeutendes Werk; innerhalb der "Landmarks of Science"-Serie 1972 mikroverfilmt und in dieser Form in Bibliotheken verbreitet. Die vorliegende Originalausgabe selten. - Schönes Exemplar. - Pritzel 4079. Blake 212, Röhricht (Palästina) 1307. Fürst I, 393. Heinsius II, 376. Nicht bei Engelmann und Wellcome. {BN#11261} (mehr)
Hippokrates. Hippocratis Coi aphorismi graece & latine; brevi ennaratione [...]. Den Haag, Adrian Vlacq (Flack), 1664. (12), 13-512, (16) SS. Marmorierter Pappband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden. Dreiseitiger Farbschnitt. 12mo.
€ 280
Zweisprachige Textausgabe der "Aphorismen" des Hippokrates von Kos, dem Begründer der Medizin als Wissenschaft. Mit lateinischer Übersetzung und ausführlichen Erläuterungen in lateinischer Sprache. ?Corresponds page for page with the 1638 Leyden edition? (Krivatsy). - Einband berieben und bestoßen; innen sauber. - Krivatsy 5665. Hoffmann II, 280. Nicht bei Schweiger. {BN#8699} (mehr)
Horn, Johann Philipp. Lehrbuch der Geburtshilfe zum Unterricht für Hebammen. Füfte, vermehrte und verbesserte Auflage. Wien, J. B. Wallishausser, 1846. XVIII, 325, (1) SS. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 120
Fünfte Auflage (EA 1815). - Der nassauische Mediziner J. P. Horn (1774-1845), zunächst österreichischer Feldarzt, wurde 1806 Primar und Geburtshelfer in Graz, 1822 Professor in Wien. Er "besass als Geburtshelfer einen ausgezeichneten Ruf" (Hirsch). - Bindung teils etwas gelockert und im Bug angestaubt. Exlibrisstempel "Joseph Keplinger in Leonfelden". Ecken bestoßen. - Engelmann 265. Hirsch III, 275. Vgl. Lesky 77. Nicht bei Wellcome. Nicht bei Waller oder Osler. {BN#12736} (mehr)
Hufeland, Christoph Wilhelm. Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern. Wien und Prag, Franz Haas, 1797. 2 Teile in 1 Bd. XVI, 212 SS. (4), 237, (1) SS., l. w. Bl. Mit gest. Frontispiz (Weinrauch sc.). Halblederband der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen. Florale Buntpapiervorsätze. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 350
Unautorisierter Wiener Nachdruck im Jahr der Erstausgabe dieses Hauptwerks aufgeklärter Gesundheitslehre (ab 1805 unter dem Titel "Makrobiotik" bekannt). Der Weimarer Hofmediziner Hufeland (1762-1836) behandelte auch Schiller, Wieland und Herder. "One of the most popular books of its time on personal hygiene" (Garrison/M.), wurde das Werk in alle europäischen Sprachen übersetzt. - Wie stets papierbedingt durchgehend etwas gebräunt; Ecken und Kanten schwach bestoßen. Am Titel hs. Besitzvermerk "Parochiae Szenográd"; verso gelöschter Stempel. Letzte Bll. mit kl. Wurmspuren (kein Textverlust). - Blake 224. Hirsch/Hübotter III, 331f. Goedeke VI, 257, 7. Vgl. Slg. Borst 778. Garrison/Morton 1602. Wellcome III, 310. Blocker Coll. 201. Heirs of Hippocrates 1183. {BN#14236} (mehr)
Hufeland, C[hristoph] W[ilhelm]. Enchiridion medicum oder Anleitung zur medicinischen Praxis. Vermächtniß einer langjährigen Erfahrung. Dritte Auflage. Herisau, im Litteratur-Comptoir, 1837. XIV, 539, (1) SS. Mit lith. Portraitfrontispiz. Halblederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Farbschnitt. Gr.-8vo.
€ 280
Dritte Ausgabe. - Hufelands letztes großes Werk, erstmals in seinem Todesjahr 1836 erschienen, hier mit den Verbesserungen der 2. Auflage, der die acht Tage vor seinem Tode vollendete. - Einband an Ecken und Katen etwas berieben; Gelenke angeplatzt. Papierbedingt teils leicht braunfleckig. Hs. Besitzvermerk (dat. 1838) am Vorsatz; vorderer Innendeckel mit rad. Exlibris der Frida Boschan (rad. Fr. Jaksch, 1925). Zuletzt im Besitz des Tiroler Mediziners Otto Hauswirth; sein 1956 dat. Besitzvermerk in rotem Buntstift am Vorsatz. - Lesky 322. Wellcome III, 311. {BN#12100} (mehr)
Huygens, Christian. Astroscopia compendiariaria, tubi optici molimine liberata. Den Haag, Arnold Leers, 1684. (4), 14 SS. Mit einem ganzseitigen Textkupfer. Roter Halbpergamentband. Gr.-4to.
€ 1.500
Erste Ausgabe dieser seltenen kleinen Schrift über die Konstruktion des sogenannten Luftfernrohrs. "In 'Astroscopia' he discussed the mounting of telescopes in which, to reduce aberration, the objective and ocular were mounted so far apart (up to 25 meters) that they could not be connected by a tube but had to be manipulated separately" (DSB). Das Textkupfer zeigt die entsprechende Vorrichtung; eine ebenfalls beigegebene gest. Falttafel fehlt dem vorliegenden Exemplar. - Bierens de Haan 2220. Poggendorf I, 1164. DSB VI, 612, 11. Nicht in Houzeau/Lancaster. {BN#12017} (mehr)
Jacquin, Joseph Franz von. Lehrbuch der allgemeinen und medicinischen Chymie [...]. Zweyte umgeänderte und vermehrte Auflage. Wien, Chr. F. Wappler, 1798. 2 Bde. (8), 413 SS. (8), 219, (36) SS. Mit einer mehrfach gefalteten gest. Kupfertafel. Zeitgenössische Pappbände mit Rückenschildchen. 8vo.
€ 280
Zweite Ausgabe des klassischen Handbuchs des großen Chemikers, gegenüber der 1793 erschienenen Erstausgabe bedeutend erweitert. "There is a description of Woolfe's bottle, which is shown on the plate, and an outline of the phlogistic system. Jacquin was credited by Lavoisier with having made a valuable contribution to the history of flame and combustion" (Duveen). Die bezeichneten Arzneimittel und ihre Zutaten durch umfangreiches Register erschlossen. - Die schlichten Pappbände etwas berieben und bestoßen, sonst gutes, auf bläulichem Papier gedrucktes Exemplar. - Cole 683. Vgl. Ferguson I, 432. Vgl. Duveen 307 sowie Blake 232. {BN#9746} (mehr)
Juengken, Johann Helfrich. Medicus praesenti seculo accommodandus. Frankfurt am Main, Johann Dietrich Friedgen für Albert Otto Faber, 1689. (14), 841, (7), 119, (1) SS. Titel in rot und schwarz. Mit gestoch. Portraitfrontispiz. Pergamentband der Zeit mit übergreifenden Deckelkanten, Rückenpapierbezug und goldgepr. rotem Rückenschildchen. 8vo.
€ 300
Dritte bzw. vierte Ausgabe (Nachdruck der Ausgabe 1782; die ersten beiden Teile waren bereits 1681 erschienen). Die selbständig paginierten 199 SS. am Schluß sind in dieser Ausgabe neu. - J. H. Juengken (1648-1726) verfaßte "das erste Universal-Arzneibuch" (Schelenz 499). "Seine medicinischen, chirurgischen, geburtshülflichen, pharmaceutischen und balneologischen Schriften, theilweise in populärer Haltung und in lateinischer und deutscher Sprache verfaßt, waren zu ihrer Zeit sehr beliebt und haben meist viele Auflagen erlebt" (ADB XIV, 726). - Portrait am linken Rand knapp beschnitten (etwas Berührung der Darstellung). Durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig. - Wellcome III, 370. Krivatsy 6303. {BN#10683} (mehr)
Juncker, Johann. Conspectus formularum medicarum, exhibens tabulus XVI tam methodum rationalem, quam remediorum specimina, ex praxi Stahliana potissimum desumta, et therapiae generali accommodata. Halle, Waisenhaus, 1723. (4), 112 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt mit gest. Titelvignette. Gesprenkelter Pappband der Zeit. 4to.
€ 950
Erste Ausgabe; nicht häufig (Blake und Wellcome verzeichnen nur spätere Ausgaben). Kompendium der Rezeptierkunst durch den "wohl bedeutendsten Verbreiter der Stahlschen Lehre" (SBPK). Johann Juncker (1680-1759), ein Anhänger des pietistisch geprägten "Animismus" Georg Stahls, wurde 1717 Arzt an Franckes Waisenhaus in Halle "und im folgenden Jahr zum Dr. med. promoviert. 1729 zum o.Prof. an der medizinischen Fakultät ernannt, entwickelte Juncker die Krankenanstalt der Stiftungen zum Modellinstitut für den damals noch unbekannten klinischen Unterricht der Studenten" (DBE). "Seine Lehrbücher, unter dem charakteristischen Titel 'Conspectus' herausgebracht und sämtlich 'methodo Stahliana' entworfen, erlangten in immer wiederholten Auflagen weite Verbreitung [... Sein] 'Conspectus chemiae' war das beste Chemie-Handbuch seiner Zeit (Ferchl)" (NDB). - Teils leicht (finger-)fleckig; mehrere zeitgenössische Marginalien und hs. Ergänzungen. Gegen Ende winzige Wurmspuren im w. Rand. - Hirsch/Hübotter III, 472. Kat. SBPK (Chemie im 18. Jh.), S. 48 (u. vgl. Nr. 85). NDB X, 662. Jöcher/Adelung II, 2348. Vgl. Wellcome III, 372. Blake 238. {BN#16024} (mehr)
Jung, C[arl] G[ustav]. Index to the Notes of the English Seminars from 1925 to Winter 1934. O. O., 1939. Typoskript. 2 Bll., 59 SS. auf 59 Bll. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 4to.
€ 80
{BN#18521} (mehr)
Jung, C[arl] G[ustav]. Interpretation of Visions. Notes on the Seminar in Analytical Psychology. Part 8. Zürich, 1933. 3 Bll., 159 SS. auf 159 Bll. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 4to.
€ 250
Seminartyposkript, "strictly for the use of members of the Seminar with the understanding that it shall not be circulated". {BN#18519} (mehr)
Jung, C[arl] G[ustav]. Psychologische Interpretation von Kinderträumen und ältere Literatur über Träume. Zürich, 1938-1940. 2 Bde. (8), 180 SS. auf 180 Bll. (6), 121 SS. auf 121 Bll. Marmorierte Halbleinenbände der Zeit. 4to.
€ 250
| Redigiertes Stenogramm des 1938 bis 1940 an der ETH Zürich gehaltenen Seminars. {BN#18524} (mehr) |
Jung, C[arl] G[ustav]. Wirklichkeit der Seele. O. O., ca. 1934. Typoskript. 3 Bll., 85 SS. auf 85 Bll. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 4to.
€ 150
{BN#18522} (mehr)
Kaiser, Franz. Tabulae memoriales practico-medicae cum appendice praeparatorum compositorum. Editio altera aucta et emendata. Wien, F. Tendler, 1833. (10), 69, (1) SS. Bedr. Originalbroschur. Kl.-4to.
€ 50
Seltene Wiener Pharmakopöe, mit "Forma", "Dosis" sowie "Notae". - Fleckig und wasserrandig. {BN#15241} (mehr)
Káldy, Adam von. Unser Sonnensystem nach mathematischen, physischen und chemischen Grundsätzen. Wien, Mechitaristen, 1820. XIV, 15-143, (3) SS. Mit 2 großen, mehrf. gefalt. lith. Tafeln. Blau marmorierte Broschur der Zeit. 8vo.
€ 150
Erste Ausgabe. - "Sein letztes größeres Werk [...], welches freilich viele unhaltbare Hypothesen enthält. Eine weitere Ausführung seines Systems, an dem er beständig arbeitete, unterbrach der Tod" (Wurzbach). Der Naturforscher Káldy (1765-1825) war bis zur Ordensaufhebung unter Kaiser Joseph Augustinerfrater in Wien. - Papierbedingt gelegentlich schwach braunfleckig. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar. - Poggendorff III, 707. Wurzbach X, 388. Nicht bei Kalemkiar. {BN#12607} (mehr)
Keckermann, Bartholomäus. Systema astronomiae compendiosum in gymnasio Dantiscano olim praelectum & 2 libris adornatum. Hanau, Wilhelm Antonius' Erben, 1611. 4, 295, (3) SS., l. w. Bl. Mit mehreren Textholzschnitten und zwei versch. Holzschnittdruckermarken am Titel und vorletzten Bl. recto. (Beigebunden) II: Ders. Systema Geographicum [...] Adiecta sunt in fine aliquot problemata nautica. Ebd., 1611. 2 Teile mit jeweils eigenem Titel. 192, 76 SS., 2 l. w. Bll. Mit Holzschnittdruckermarken an den Titeln. (Beigebunden) III: Ders. De natura et proprietatibus historiae, commentarius. Hanau, Wilhelm Antonius, 1610. 223, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel; ohne das vom VD 17 verzeichnete Faltblatt. (Beigebunden) IV: Ders. Contemplatio gemina; prior, ex generali physica de loco; altera, ex speciali, de terraemotu; potissimum illo stupendo, qui fuit anno 1601, mense Septembri. Ebd., 1607. 2 fortlaufend paginierte Teile. (24), 248 SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. (Beigebunden) V: Ders. Introductio ad lectionem Ciceronis, et aliorum oratiorum fructusiorem & dexteriorem, pertinens ad specialem partem systematis rhetorici. Ebd., 1610. 80 SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit Spuren eines hs. Rückenschildchens. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.
€ 6.500
| Sammelband mit fünf durchwegs seltenen Schriften des Universalgelehrten und reformierten Theologen Bartholomäus Keckermann (um 1572-1609), jeweils in erster bzw. einziger, in einem Falle in zweiter Ausgabe: die (zumeist posthum erschienenen) Vorlesungen zur Astronomie, zur Geographie (mit einer Schiffahrtskunde!), zur Geschichtswissenschaft, zur Naturphilosophie (Topographie und Seismologie) sowie zur Philologie und Rhetorik. - I: Keckermanns "System der Astronomie", hier posthum erstmals im Druck vorgelegt, ist eine konservative Lehrdarstellung eines schon in Ablösung befindlichen Weltbildes, insbesondere von Interesse, weil sie der geläufigen, noch Anfang des 17. Jahrhunderts herrschenden Schulphilosophie reifsten Ausdruck gibt. (Zinner [36] gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken, daß sogar Keplers Lehrer Mästlin noch 1624 in seinem Lehrbuch Beweise für die Unbeweglichkeit der Erde aufführt!) Die Holzschnitte zu Ekliptik, Umlaufbahnen, Sphärenlehre, Zodiak etc. - II: Der Geographievorlesung (ebenfalls in erster Ausgabe) ist mit eigenem Titelblatt eine Abhandlung zur Navigation angefügt. Obwohl beide Teile am ersten Titel klar als zusammengehörig ausgewiesen sind und vom VD 17 auch gemeinsam geführt werden, verzeichnet das VD 17 für das Werk nur einen einzigen Standort (SLUB Dresden), und zwar ausdrücklich ohne die Beifügung; ebendieser in Dresden fehlende Teil 2 ist ebenfalls ausschließlich in aparter Form an einem einzigen Standort nachgewiesen (HAB Wolfenbüttel). - III: Erste Ausgabe von Keckermanns Vorlesung zur Geschichtswissenschaft, posthum herausgegeben von David Schumann. Ohne das S. 112 gegenüberliegende (Bl. G8 folgende) Tabellenblatt (hier im Faksimile ergänzt). - IV: Zweite Ausgabe; die aristotelische Abhandlung über Topographie ("De locatione et loco") hat Keckermann bereits 1598 in Heidelberg vorgelegt. In dieser Ausgabe neu beigegeben ist die Abhandlung über Erdbeben, eine der frühesten wissenschaftlich gefaßten Annäherungen an die später als Seismologie bezeichnete Disziplin. Anstoß zur Beschäftigung mit dem Thema lieferte Keckermann offenbar das große Schweizer Erdbeben vom September 1601, bei dem ein Erdrutsch am Vierwaldstättersee eine Flutwelle auslöste, welche Luzern erheblich beschädigte - einer der ersten durch einen Augenzeugen gut dokumentierten Tsunamis. - V: Den Schluß des Sammelbands bildet Keckermanns exemplarische Behandlung Ciceros zwecks Einführung in die Rhetorik. - Keckermann studierte seit 1590 in Wittenberg, später in Leipzig und Heidelberg, wo er auch Professor der hebräischen Sprache wurde. "Keckermann's growing reputation had resulted in an invitation in 1597 from the Danzig senate to return to that city's Gymnasium [...] At the Danzig Gymnasium, Keckermann tried to implement a Ramist reform of the curriculum with a scheme intended to give youths an encyclopedic education within three years. In this new 'cursus philosophicus' the first year was devoted to logic and physics, the second year to mathematics and metaphysics, and the third to ethics, economics, and politics. The key to this syllabus was Keckermann's systematic method, which was influenced by the view of Petrus Ramus that the correct approach to a discipline is topical and analytical, rather than historical or narrative [...] In his lectures at Danzig, he made abundant use of his systematic method. In its published form the typical lecture course is entitled 'Systema ...' [...] These works are philosophical and pedagogical in character [...] Their main interest lies perhaps in their illustration of the content of university courses in mathematics and natural philosophy in the early years of the seventeenth century" (DSB VII, 268f.). - Keckermann gilt als "der vielleicht begabteste und selbständigste reformierte Theologe der Orthodoxie" (NDB XI, 389). Als Urheber der sog. "analytischen Methode", bei der die Explikation des darzustellenden Stoffes von dem Ziel auszugehen hat, das die theologische oder philosophische Aussage erreichen will, das Ergebnis der Aussage aber und ihr Ziel im von Gott geschenkten Heil des Menschen vorgegeben ist, hat er "für die lutherische Orthodoxie, die Aufklärung und auch für Schleiermacher vorbildlich gewirkt, und er ist mit seiner Methode der Vater der modernen 'systematischen Theologie' geworden" (ebd.). - Papierbedingt gebräunt. Am Titel getilgter hs. Besitzvermerk einer Kapuzinerbibliothek sowie getilgter Stempel (kl. Bräunungen bzw. Papierdurchbrüche fachmännisch hinterlegt). - I: VD 17, 39:115121L. Zinner 4317. Jöcher/Adelung III, 152, 13. - II: VD 17, 14:656061K (Teil 2 separat: VD 17, 23:270176F). Jöcher/Adelung III, 152, 19 ("1612"). - III: VD 17, 12:206894V. Jöcher/Adelung III, 152, 12. BL (German Books) K 37. - IV: VD 17, 39:132321Q. Jöcher/Adelung III, 152, 7. - V: VD 17, 3:314474G. {BN#23399} (mehr) |
[Kirchenslawisch - Leiturgiarion]. Leiturgiarion, si est?, Sluzhebnik ot Lyturgii S. Vasilia Ioanna [...]. Tretoe typom izdadne. Lwow, (Drukarnia Bratstva, Simeon Stawnitski), 1691. (1 [statt 4]), 228, (40 [statt 44]) Bll. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt; Text in ornamentaler Bordüre. Mit architektonischer Holzschnitt-Titelbordüre, großer Holzschnittvignette am Titel verso, 5 ganzseitigen und 2 kleineren Textholzschnitten sowie zahlreichen Zierstücken in Holzschnitt. Blindgepr. Lederband der Zeit über Holzdeckeln. Folio.
€ 600
Seltene kirchenslawische Liturgie aus der Presse der Lemberger Bruderschaft, die die alte Offizin des slawischen Erstdruckers Iwan Fjodorow übernommen und eine rege Drucktätigkeit entfaltet hatte (liturgische Werke sowie pädagogische Schriften für die selbst betriebene Bruderschaftsschule). Die Presse spielte für das intellektuelle Leben der Ukraine und für die Apologie der dortigen orthodoxen Kirche eine wichtige Rolle, und Fjodorows Typen- und Holzschnittmaterial wurde bis ins 19. Jahrhundert weiterverwendet. Die Druckerei wurde 1788 auf Erlaß von Kaiser Joseph II. ins Stauropegion-Institut umgewandelt; ihr Ende kam erst mit der sowjetischen Besatzung 1939. - Teils etwas knittrig und stärker (finger-)fleckig. Kleinere Randeinrisse und Papierdurchbrüche zumeist alt hinterlegt (gelegentlich geringfügiger Textverlust); Titel alt angerändert. Einige zeitgenöss. hs. Marginalien und Textstreichungen. Gegenüber der Kollation bei Zapasko fehlen 3 Bll. Vorstücke und 3 Bll. am Schluß (dagegen erscheint insbesondere letzterer wie vorliegend komplett). Die Deckel mit Rankenwerksrollen verziert; am Vorderdeckel ein rhombisches Supralibros mit Kreuzigungsszene. Oberes Kapital defekt; große Bezugsfehlstelle am Vorderdeckel. - Zapasko/Isaievych I, 668. OCLC 22067362. {BN#19075} (mehr)
[Kirchweger, Anton Joseph?]. Annulus platonis oder physikalisch-chymische Erklärung der Natur nach ihrer Entstehung, Erhaltung und Zerstöhrung. Von einer Gesellschaft ächter Naturforscher aufs neue verbessert und mit vielen wichtigen Anmerkungen herausgegeben. Berlin u. Leipzig, George Jacob Decker, 1781. XXXII, 551, (1) SS. Mit 2 (teils gefalt.) gest. Tafeln und 1 Textholzschnitt. Halblederband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 1.000
Etwas spätere, von den Rosenkreuzern (lt. Ferguson und Wellcome wohl von Wöllner und Jugel) besorgte Neuausgabe der "Aurea Catena Homeri" (EA 1723). Das berühmte alchimistisch-hermetische Buch, allgemein dem Gmundner Mediziner A. J. Kirchweger (gest. 1746) zugeschrieben, hatte auch Goethe mit Interesse gelesen: "Mir wollte besonders die Aurea Catena Homeri gefallen, wodurch die Natur, wenn auch vielleicht auf phantastische Weise, in einer schönen Verknüpfung dargestellt wird" (Dichtung und Wahrheit). - "This is an edition of the 'Aurea Catena Homeri' revised by a Rosicrucian Society who claimed to be the true brethren of the author and the only legal heirs of the book. The revision was required on account of a spurious third part which had been tacked to the work [...] In the preface of the present work the authorship is ascribed to Herwerd von Forchenbrunn, teacher of medicine at Cromau and 'Landphysicus' in Moravia, and a member of the secret society, in which he was called Homerus" (Ferguson). - "La dernière et la plus belle des éditions [...]; elle ne contient aussi que les duex premières parties authentiques" (Caillet). - Einband an Ecken und Kanten etwas berieben; kl. Schadstellen an den Kapitalen. Innen gelegentlich schwach fleckig, sonst im ganzen sauberes Exemplar. - Caillet I, 546. Neu 2160. Ferguson I, 35 sowie 470 Anm. Wellcome III, 397. Duveen 24 u. 323. Ferchl 16. Bolton 949. Holzmann/Bohatta VI, 1004. Kopp II, 36 u. 208ff. Wolfstieg IV, 10721. Grolig 43. Vgl. Rosenthal 487f. Dorbon-Aine 164. {BN#12008} (mehr)
Kittel, Martin Balduin. Taschenbuch der Flora Deutschlands zum Gebrauche auf botanischen Exkursionen. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage. Nürnberg, Johann Leonhard Schrag, 1853. 2 Abteilungen in einem Band. CXLII, 1348 SS. Zeitgenössischer brauner Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung. Blaue marmorierte Deckelbezüge; Vorsätze in grauem Kammarmor. Marmorierter Schnitt. 8vo.
€ 95
1. Abtheilung. Enthaltend: die Monocotyledonen, und von den Dicotyledonen: alle Blumenlosen, und von den Röhrenblumigen: die Bodenständigen und die Kelchständigen. - 2. Abtheilung. Enthaltend: die röhrenblumigen stempelständigen, und alle freiblumigen Dicotyledonen. - Hübsches Exemplar aus der Bibliothek des Schloßkaplans von Walpersdorf Franz Sulzbacher mit dessen Exlibris in Prägedruck am vorderen Spiegel (um 1860). - Pritzel 4706. {BN#11594} (mehr)
Klügel, Georg Simon. Anfangsgründe der Astronomie, nebst der mathematischen Geographie, Schiffahrtskunde, Chronologie und Gnomonik. Mit drey Kupfertafeln. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1793. IV, 222 SS. Mit 1 gefalt. Tabelle und 3 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 200
Erste Separatausgabe; zuvor erschienen als Teil seiner "Encyclopädie der gemeinnützigsten Kenntnisse" (3 Teile, Berlin 1782-84). - Der Hamburger Mathematiker G. S. Klügel (1739-1812) lehrte an den Universitäten zu Helmstädt und Halle. - Alte gestrichene Bibliotheksstempel am Titel. - Einband berieben; papierbedingt etwas gebräunt, teils auch wasserrandig. Aus dem Besitz des schleswig-holsteinischen Juristen Johann Wilhelm Christiani (1771-1838) mit seinem eigenh. Besitzvermerk (dat. Kiel, 1793) am Innendeckel; daneben späterer hs. Besitzvermerk "J. H. Niemand" (d. i. der Landpfennigmeister Johann Heim Niemand, 1817-1905?). - Poggendorff I, 1277. {BN#12288} (mehr)
Koch, Robert. Bericht über die Tätigkeit der zur Erforschung der Schlafkrankheit im Jahre 1906/07 nach Ostafrika entsandten Kommission. Berlin, Julius Springer, 1909. (6), 319, (1) SS. Mit 3 Faltkarten und 2 Farbtafeln sowie zahlr. Textabbildungen. Schwarzer Leinenband der Zeit. Dreiseitiger marmorierter Schnitt. Kl.-Folio.
€ 400
Erste Ausgabe. - Schilderung einer Expedition, ihrer Ziele und Ergebnisse zur Erforschung der Schlafkrankheit. Robert Kochs Bericht, der gleichzeitig als 1. Heft des XXI. Bandes der "Arbeiten aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte" erschien, schließt sich an die vom deutschen Reich unternommenen Expeditionen zur Erforschung von Pest und Cholera an; er veröffentlichte die Schrift gemeinsam mit M. Beck und F. Kleine. Die Abbildungen zeigen die Erkrankten mit ihren Symptomen sowie Heilungserfolge, die Tafeln mit Übersichtskarten von afrikanischen Gebieten sowie Abbildungen der Krankheitserreger Trypansoma brucei. - Einband leicht fleckig; insgesamt gutes Exemplar. - DSB VII, 431. {BN#21561} (mehr)
Koller, Marian. Resultate zehnjähriger auf der Sternwarte zu Kremsmünster angestellter Beobachtungen über die Feuchtigkeits-Verhältnisse unserer Atmosphäre. Linz, Eurich, 1843. 62 SS. Mit zahlreichen Tabellen. Roséfarbener Seidenmoiréeband mit hellgrünen Spiegeln. 8vo.
€ 75
Erweiterte Fassung eines bei der achten Generalversammlung für die Mitglieder des Museum Francisco-Carolinum gehaltenen Vortrages des Naturforschers Pater Marian Wolfgang Koller (1792-1866), der seine meteorologischen Forschungen an der berühmten Sternwarte des Benediktinerstifts Kremsmünster ausübte. - Vorderdeckel stärker berieben, am Rücken im Falz teils angeplatzt, sonst recht schönes Exemplar. {BN#10937} (mehr)
Koller, Marian. Resultate zehnjähriger auf der Sternwarte zu Kremsmünster angestellter Beobachtungen über die Feuchtigkeits-Verhältnisse unserer Atmosphäre. Linz, Eurich, 1843. 62 SS., l. w. Bl. Mit zahlreichen Tabellen. Broschur der Zeit. 8vo.
€ 80
Erweiterte Fassung eines bei der achten Generalversammlung für die Mitglieder des Museum Francisco-Carolinum gehaltenen Vortrages des Naturforschers Pater Marian Wolfgang Koller (1792-1866), der seine meteorologischen Forschungen an der berühmten Sternwarte des Benediktinerstifts Kremsmünster ausübte. - Titel leicht braunfleckig, sonst sehr sauber. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster. {BN#22026} (mehr)
Kortum, Gottfried Michael (auct.) / Goelicke, Andreas Ottomar (praes.). Dissertatio inauguralis chirurgico-medica de trichosi. Frankfurt an der Oder, Johann Christoph Schwartz, 1723. 20 SS. Geheftet. 4to.
€ 150
An der Universität Frankfurt/Oder gehaltene Inauguraldisputation über den Fehlwuchs von Haaren, insbesondere von Wimpern (Trichiasis, Districhiasis, Tristrichiasis), aber auch Ptosis etc. Der schlesische Mediziner Kortum (geb. 1698) sollte sich später auch als Apotheker und Chemiker betätigen; Rotermund lobt ihn als "berühmte[n] Chymicus, der mit den Farben glückliche Versuche anstellt" (Jöcher/A. III, 758). Seine "Neuen Versuche der Färbekunst", auf denen seine Bekanntheit hauptsächlich ruht, erschienen 1749 in Breslau. - Bindung gelockert. - Vgl. Poggendorff I, 1306. Nicht bei Blake oder Wellcome. {BN#24811} (mehr)
Kratochwill, Vincenz Dominik. Vollständige Abhandlung über die Methode den Brandwein mittelst einer Dampfmaschine auf eine sehr vortheilhafte Art zu destilliren. Wien, Mathias Andreas Schmidt, 1811. 115, (1) SS. Mit 2 mehrf. gefalt. Kupfertafeln. Marmorierter Pappband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.
€ 650
Erste Ausgabe. - Interessante Beschreibung eines Branntwein-Destillierverfahrens mit Dampf. Die großen Faltkupfer (Ponheimer sc. nach Entwürfen des Verfassers) mit Gesamt- und Detaildarstellungen der Anlage. - Das letzte Textbl. etwas knittrig. Vorderer Innendeckel mit altem hs. ungar. Besitzvermerk. - Engelmann (Bibl. mech.-tech.) 201. {BN#14347} (mehr)
Kurzak, Franz. Conspectus partuum in Lechodochio Pragensi, a prima mensis Septembris 1825 usque ad ultimam mensis Augusti 1827 absolutorum. Prag, Sommer, 1827. (2), 83, (3) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 80
Medizinische Inauguraldissertation des Franz Kurzak über die Geburten im Prager Lechodochium (Entbindungshaus) für den Zeitraum 1825-27. - Papierbedingt stärker gebräunt bzw. braunfleckig. Exemplar aus des Besitz des Karlsbader Chirurgen und Balneologen Gallus Erasmus Florian Ritter von Hochberger (1803-1901) mit seinem eigenh. Namenzug am Vorderdeckel. {BN#15453} (mehr)
Seite 1 von 3 / Direkt zu Seite: Vor Zur letzten Seite



























