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Theologie, Philosophie

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Abbadie, [Jacques]. Traité de la divinité de notre seigneur Jesus-Christ. Sixieme edition. Amsterdam, Gebr. Wetstein, 1719. (12), 500, (8) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Zeitgenöss. Lederband mit goldgepr. Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Gr.-12mo.

€ 250

Sechste Ausgabe (EA 1689). - Abhandlung gegen Atheismus, Deismus und den Sozinianismus; schließt des Verfassers "Traité de la Verité de la Religion chrétienne" ab. "Was unanimously praised by protestants and catholics" (DNB). Der französische Theologe Jacques Abbadie (1654-1727) emigrierte zunächst 1680 nach Preußen an den Hof Friedrich Wilhelms, der verfolgten Protestanten Zuflucht bot. Nach dessen Tod nahm er die Einladung des Herzogs Friedrich v. Schomberg an, ihm als Kaplan nach Holland und Irland zu folgen. "In 1699 the deanery of Killaloe was conferred upon him by the king, whose special favour he had attracted" (ebd.). - Das vorliegende Werk, dessen Druck Abbadie in Holland persönlich beaufsichtigt hatte, ist dem gebürtigen Heidelberger Schomberg gewidmet, der 1690 (im Jahr nach dem Erscheinen) in der Schlacht am Boyne (Irland) 75jährig fiel. - Titel mit hs. Besitzvermerk (dat. 1734). Hübsches, sauberes Exemplar in einem dekorativen Einband der Zeit. - Conlon 4264. Vgl. DNB I, 2. {BN#16731} (mehr)

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Abraham à Sancta Clara / Chertablon de la Vigne, J. Sterben und Erben, das ist: Die schönste Vorbereitung zum Tode. Oder sicherste Art zu sterben und die Seligkeit zu erben. Durch Betrachtung des bittern Leidens und Sterbens, unsers eintzigen und liebsten Heylandes Jesu Christi. Neulich in französischer Sprache vorgestellet [...], anjetzo aber aus solcher treulich übersetzet und etwas vermehret heraus geben von P. Abraham à S. Clara. Prag, Georg Lehmann, 1711. (14), 300 SS., 2 l. w. Bll. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz und 41 gest. Tafeln. Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

€ 1.800

Seltene dritte deutsche Ausgabe von de Chertablons "La manière de se bien préparer à la mort", einer "Erbauungsschrift in der 'Ars bene moriendi'-Tradition, illustriert mit prachtvollen Kupfern" (Dünnhaupt). Übertragen von Abraham à Sancta Clara. Im Gegensatz zur Vorgängerausgabe (Prag 1702, im Jahr der Amsterdamer Erstausgabe), die nur 2 Tafeln enthielt, enthält die vorliegende wieder alle Kupfer, wenn auch in etwas kleineren Nachstichen. - Titel mit kl. Reibespuren bzw. winzigen Durchrieben von entferntem Besitzvermerk (keine Textberührung). Papierbedingt teils leicht gebräunt; im ganzen schönes Exemplar. Diese Ausgabe nicht im internationalen Auktionshandel der letzten 30 Jahre nachweisbar. - Dünnhaupt I, 121, 37b. Bertsche 39a, 3. BMC I, 523. Fromm 5157. Jantz I, 339a. Nicht im Gesamtkatalog. Vgl. Goedeke III, 240, 21. {BN#10051} (mehr)

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Abraham à Sancta Clara [d. i. Ulrich Megerle]. [Sammelband mit fünf Pestschriften des Wiener Barockpredigers, meist in frühen bzw. ersten Ausgaben.] Wien, P. Vivian, 1680-81. Mercks Wien, Das ist: Deß wütenden Todts ein umständige Beschreibung in der berühmten Haubt- und Kayserl. Residentz Statt in Oesterreich. Wien, Vivian, 1680. Mit gest. Frontispiz u. 8 Textkupfern. 181 SS. (Beigebunden:) Mercks wol Soldat, Das ist: Die Glory von dem Heiligen Ritter Georgio. Wien, Vivian, 1680. 47 S. (Beigebunden:) Lösch Wien. Wien, Vivian, 1681. 88 S. (Beigebunden:) Grosse Todten-Bruderschafft. Wien, Vivian, 1681. Mit gest. Front. 46 S. (Beigebunden:) Österreichisches Deo Gratias. Wien, Vivian, 1680. Mit gest. Front. 44 S. Pappband des 19. Jhdt.s mit hs. Rückenschildchen. 8vo.

€ 2.000

I: Einer von 10 Drucken im Jahr der ersten Ausgabe. "Totentanzschrift in dt. Prosa mit Verseinlagen und eindrucksvollen Kupfern. Entstanden kurz nach der Wiener Pestepidemie von 1679" (D.). - II: Erste Ausgabe unter diesem Titel. - III. "Mahnschrift zur Erinnerung an die Opfer der Pestepidemie 1679". - IV. "Gedächtnisschrift für 115 Pestopfer aus den Reihen von A's eigenem Augustinerorden", mit Auflistung der Namen. - V. "Predigt zur Einweihung der Dreifaltigkeitssäule am Wiener Graben, im Volksmund Pestsäule genannt". - Teilweise etwas knapp beschnitten, sonst schöner und interessanter Sammelband mit hs., 1835 datierten Geschenkvermerk an eine "f[ürstliche] Hofbibliothek", im vorderen Innendeckel. - I: Dünnhaupt 119, 9.6. Bertsche 9a, 7. Reichelt 86. - II: Dünnhaupt 115, 4.2. - III: Dünnhaupt 125, 15.6. - IV: Dünnhaupt 127, 16.8. - V: Dünnhaupt 122, 13.3. {BN#1668} (mehr)

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Alexander VII., Papst / (Rondinini, Natale). Epistola moderni [...] ad venerabiles fratres, patriarchas, episcopos, clerum, religiosos viors & omnes Christi fideles Ecclesiae Catholicae. Nunc recusa. O. O. u. Dr., [wohl 1655]. (8) SS. Interimsbroschur des 18. Jhs. 4to.

€ 250

Zweiter Druck (eine von zwei Varianten) dieses Antritts-Sendschreibens des Papstes Alexander VII. (Fabio Chigi, 1599-1667), der am 7. April 1655 zum Kirchenoberhaupt gekoren worden war. Am Schluß gezeichnet vom päpstlichen Sekretär Natale Rondinini (1635-57) und datiert mit Rom, 20. September 1655 (Apostolische Hofdruckerei). Eine deutsche Übersetzung liegt bei. - Titel oben alt angerändert; papierbedingt durchgehend gleichmäßig etwas gebräunt. - VD 17, 7:704530M. OCLC 246020025. {BN#22246} (mehr)

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Ambrosius, Hl. [Opera.] Sancti Ambrosii Mediolanensis episcopi opera, ad manuscriptos codices Vaticanos, Gallicanos, Belgicos, &c. nec-non ad editiones veteres emendata. Studio et labore monachorum Ordinis S. Benedicti, e Congregatione S. Mauri. Paris, Jean-Baptiste Coignard, 1686-1690. 2 Bde. (26) SS., 1618 Spp., (47) SS. (12) SS., 1224 Spp., (53), (2) SS., LXIV, 614 Spp., (12) SS. Mit gest. Frontispiz (S. Thomassin nach Boulogne), 2 (wdh.) gest. Titelvignetten, 3 großen gest. Kopfstücken und 3 gest. figuralen Initialen. Blindgepr. Schweinslederbände der Zeit auf 6 Doppelbünden mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio (285:412 mm).

€ 1.400

"Ganz neue Recension und beste Ausgabe" (Ebert). Insgesamt vierte Gesamtausgabe der Werke des Hl. Ambrosius (340-397), Bischof von Mailand und einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer. Die vorliegende Edition von J. du Friche und N. le Nourry, die auch der bei Migne abgedruckten zugrundeliegt, ist bekannt als die der Mauriner, einer Benediktiner-Reformkongregation, die in der Pariser Abtei Saint-Germain-des-Prés ihren Sitz hatte und sich durch zahlreiche kritische Ausgaben der Kirchenväterliteratur verdient machte. Die schönen Einbände mit prägnanter Rollen-Blindprägung (Bogenfriese mit Knospen, Rankenwerk, Kugeln im Ornamentwerk; Rosetten-, Feuerrad- und Dentelle-Einzelstempel; das Mittelfeld mit Eckfleurons und großem maureskem Ornamentstempel) etwas fleckig bzw. berieben; Rücken mit geringfügigen Wurmspuren. Innen leicht gebräunt bzw. braunfleckig. Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner; entspr. spätere hs. Bibliothekssignatur am Vorsatz und hs. Signaturschildchen am Rücken. - Goldsmith (BM-French 17) A 363. Wetzer/Welte I, 700. Ebert 497. {BN#22377} (mehr)

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[Andachtsbuch]. Anbetung Gottes im Geiste der Katholischen Kirche. Verfasst von einem Weltpriester. Wien, Joseph Grämmer, [um 1830]. 202 SS. Mit gest. Titel, gest. Frontispiz und 4 Kupfern (J. Blaschke sc.). Strukturierter schwarzer Lederband der Zeit mit hübscher Rückengoldprägung, Deckelbordüren, Eckfleuropns und Deckelmonogrammierung "A.G.". Dreiseitiger Goldschnitt. 8vo.

€ 70

Hübsches Wiener Andachtsbuch des frühen 19. Jhs. Teils etwas braunfleckig und wasserrandig. Buchblock hinten vom Einband gelöst. {BN#15497} (mehr)

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[Andachtsbuch]. Octav, oder Acht-tägige Andacht, zu der unbefleckten Empfängnuß Mariae, der jungfräulichen Mutter Gottes, welche bey denen P.P. Franciscanern zu Grätz vom 8. Dezember [...] gehalten wird. Graz, Widmannstättersche Erben, 1756. 32 SS. Zeitgenöss.Pappband (Vorderdeckel lose). 8vo.

€ 90

Seltenes Grazer Andachtsbüchlein; nur ein Standortnachweis bei Graff (LB Graz). - Durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig, teils auch leicht wasserrandig. - Graff 1869. {BN#24502} (mehr)

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[Andachtsbüchlein]. Andachts-Büchlein für den öffentlichen Gottesdienst in der Linzer Diöcese. Herausgegeben vom bischöflichen Ordinariate. Linz, Druakad. Buchdruckerei des kathol. Pressvereines, 1888. (4), 66 SS. Schwarzer Halbleinenband der Zeit. 8vo.

€ 20

Selten; nicht in der ÖNB. {BN#22087} (mehr)

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Antamori, Paolo Francesco / Siegfried Gf. v. Gallenberg. Theses ex jure canonico excerptas [...]. De appellationibus ad romanum pontificem dissertatio canonica. Rom, Giovanni Generoso Salomoni, 1768. VIII, 174 SS. Beide Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit einer gest. Wappenvignette (Schrattenbach) am ersten und einer Holzschnittvignette am zweiten Titel. Ital. Pergementband der Zeit mit geoldgepr. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio.

€ 350

Kirchenrechtliche Dissertationsschrift des Grafen Siegfried von Gallenberg. Der bibliographisch selbständige erste Teil umfaßt die Widmung an den Erzbischof Sigismund Christoph v. Schrattenbach sowie die 27 zu vereteidigenden "theses selectae ex jure canonico". Es folgt die Anhandlung über Appellationen an den Papst. - Durchgehend leicht gebräunt bzw. wasserrandig; Einband leicht fleckig. Alter tschechischer Bibliotheksstempel am Titel. Das gest. Portraitfrontispiz Schrattenbachs herausgeschnitten; ferner fehlt das letzte w. Bl. Am vorderen Innendeckel herald. Exlibris des Grafen Sigmund Anton von und zu Hohenwart auf Gerlochstein (1730-1820), Jesuit, Fürsterzbischof von Wien und enger Freund des Bibliographen Michael Denis. - ICCU VEAE06378 und BVEE74223. OCLC 81037501. {BN#20668} (mehr)

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[Antiphonarium Romanum]. Antiphonarium romanum de tempore et sanctis, ad normam Breviarii ex decreto sacrosancti Concilii Tridentini restituti, S. Pii V pontificis maximi jussu editi, Clementis VIII ac Urbani VIII auctoritate recogniti [...]. Editio omnium recentissima ac emendatissima. Venedig, ex typographia Balleoniana (Baglioni), 1766. 478, CXXXVIII SS. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette (nach Zanchi). Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 5 Bünden. Dreiseitiger Rotschnitt. Spuren von Schließen. Imperial-Folio (350:488 mm).

€ 2.500

Schönes, monumentales venezianisches Antiphonar im durchgehenden rot-schwarzen Notendruck. Auf kräftigem Papier und mit großen Typen gedruckt. - Einband etwas berieben und fleckig; Titel unbedeutend angestaubt. Am vorderen Innendeckel hs. Besitzvermerk: "Sub Guardianatu M. V. P.ris Caroli Sebenyi pro Sacris Comparatum Anno 1779no. Laudetur Deus!" - ICCU DE94102702247. {BN#22325} (mehr)

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Arata, Giovanni Battista, CR. Orationi sacre con una apologetica in difesa de regolari, e loro stato contro la nemica eresia. Parte prima (-seconda). Rom, Ignatio de Lazari, 1658. 2 Teile in 1 Band. (15) Bll. (d. l. w.), 212 SS. (8), 258, (56) SS. Interimspappband der Zeit mit hs. Rückentitel. 4to.

€ 180

Einzige Ausgabe des Erstlingswerks des Theatinermönchs Giambattista Arata (1621-96?) aus Palermo. - Recht selten; nur vier Exemplare in italienischen Bibliotheken nachweisbar (Bari; Civitavecchia; Sassari; Viterbo [incpl.]); nicht im OCLC. - Jöcher/Adelung I, 1004. ICCU RMSE03883. {BN#21460} (mehr)

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[Arias, Francesco, SJ. / Pfeuffer, Conrad]. Die Nachfolgung der seligsten Jungfrau Maria in vier Bücher. Nach dem Muster der Nachfolgung Christi, nebst Gebethen beym heil. Meßopfer. Aus dem Französischen übersetzt. Bamberg, Vinzenz Dederich, 1787. (4), XII, XVIII, 302 SS. Pappband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Lesebändchen. 8vo.

€ 200

Erste Ausgabe dieser Übersetzung (durch Conrad Pfeuffer). De Backer/Sommervogel (I, 541) verzeichnet eine Bamberger Übersetzung von 1779 durch Onesimus Braun. Arias' erfolgreichstes Werk erschien erstmals 1588 in Valencia; eine deutsche Fassung kam schon 1602 in Köln heraus. - Der Pappband etwas berieben und mit Spuren eines neueren Rückenetiketts; innen sauberes, kaum gebräuntes Exemplar. - Holzmann/Bohatta III, 5722. {BN#13164} (mehr)

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Arndt, Johann. Vier Bücher vom wahren Christentuhm [...]. Schiffbek bei Hamburg, Hermann Heinrich Holle, 1733. (22), 919 (statt 923), (5) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz (C. Fritzsch sc.), 4 (statt 6) ganzs. Textkupfern und 50 (statt 52) emblematischen Textholzschnitten. (Dabei:) Ders., Paradies-Gärtlein voller christlichen Tugenden [...]. Ebd., 1731. (14), 328, (12) SS. Mit gest. Frontispiz. Halblederband um 1880. Dreiseitiger Farbschnitt. 4to.

€ 80

Spätere Hamburger Ausgabe. - Es fehlen die gest. Zwischentitel der Bücher 2 und 5 sowie zwei der emblematischen Holzschnitte (verso Textverlust; hinterlegt). Zahlreiche hs. Notizen des 18. und frühen 19. Jhs. an Vorsätzen, Vacatseiten und im Druck ausgelassenen Stellen. Der schlichte Einband berieben und an den Ecken bestoßen. {BN#24116} (mehr)

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[Ars moriendi - Wagner, Bartholomäus. Hundert Betrachtungen vom Todt, oder: Kurze Anreden bei einer Leich-Begängnung an die Umbstehende auf dem Grab. Augsburg, Johann Strötters Buchhandlung, 1727]. 272, (4) SS. Interimspappband der Zeit (berieben). 8vo.

€ 70

Seltene zweite Ausgabe des erstmals 1615 bei Mang in Augsburg erschienenen barocken Sterbebüchleins. Nur zwei Exemplare über Bibliothekskataloge nachweisbar (Stift Kremsmünster; UB Augsburg). - Bindung gelockert; Vorsätze mit hs. Notizen und Kinderzeichnungen der Zeit. Es fehlt das Titelblatt. - Nicht bei Jantz oder Faber du Faur. {BN#22517} (mehr)

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[Ars moriendi]. Novum caldendarium ad bene moriendum perquam utile a quodam sacerdote de felici morte solicito omnibus pie mori cupientibus communicatum. Steyr, Gregor Menhardt, 1753. 249, (9) SS., l. w. Bl. Lederband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 12mo.

€ 120

Hübsches oberösterreichisches Sterbe-Andachtsbüchlein aufs ganze Jahr, herausgegeben von der Marianischen Kongregation. - Einband stärker wurmspurig. {BN#22225} (mehr)

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Augustinus von Hippo, Hl. Sermones de festis Domini almae ac venerabili sodalitati majori b. v. Mariae ab angelo salutate et sine labe originali conceptae. Graz, Widmanstetters Erben, 1749. (8), 191, (1) SS. Lederband der Zeit. 8vo.

€ 70

Grazer Druck mit Predigten des Hl. Augustinus. - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. Zeitgenöss. hs. Judenburger Besitzvermerk am Titel. {BN#14359} (mehr)

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[Ausbund]. Auß Bundt, das ist: Ettliche schöne christenliche Lieder, wie die in der Gefängnuß zu Passaw in dem Schloss von den Schweitzer-Brüderen und von anderen rechtgläubigen Christen hin und her gedicht worden. Ohne Ort und Drucker, [um 1700]. (10), 796, (8) SS. Zeitgenössischer Lederband mit breiten gepunzten Metallschienen an den Kanten und Mittelstücken aus Metall auf den Deckeln. 8vo.

€ 3.500

Die lt. Breslauer vollständigste Ausgabe des Gesangbuchs der Wiedertäufer, das heute noch in den nordamerikanischen Gemeinden der Amischen genutzt wird. Es ist das älteste Gesangbuch, das ohne Unterbrechung in einer christlichen Kirche genutzt wird. "A very moving book. Nearly all contributing poets were facing immediate death. The Bavarian government had imprisoned them in the Castel of Passau. Their faith is naïve, peasant-like, not theological, but solid as iron; they believed they would see God on his throne immediately after death and so were not deeply touched by the prospect of a cruel execution. Even fear of the fate of their children who also were captives could not sway them in their faith. The verses are not beautiful; they are full of expletives, far removed from the fluid style of Hans Sachs, but are rare final documents of simple lives" (Faber du Faur). - Die erste Ausgabe des "Ausbund" (d. h. Auswahl) erschien 1564 und hat sich nur in einem einzigen Exemplar erhalten (Mennonite Hist. Libr., Indiana); der dort veröffentlichte Kernbestand von nicht mehr als 55 Liedern wurde in den Folgeausgaben mehrfach erweitert, bis er in der hier vorliegenden Ausgabe erstmals mit 137 Liedern seine endgültige, bis heute unveränderte Form gefunden hatte. Während deutsche Bibliothekskataloge diese Ausgabe teils noch noch ins 17. Jh. datieren, ist sie bei Breslauer bereits richtig ins 18. Jahrhundert erschlossen. - Die vorliegende Ausgabe sehr selten, auf Auktionen der letzten Jahrzehnte nicht nachweisbar. Etwas gebräunt bzw. fingerfleckig, jedoch gutes Exemplar in einem interessanten Einband der Zeit. - Breslauer (Das dt. Lied) 318 d ("Die vollständigste Sammlung"). OCLC 9353643. Vgl. Jantz 24 u. Faber du Faur 92a (jeweils andere Ausgaben). Blank, Benuel S. The Amazing Story of the Ausbund. Carlisle Printing: Sugar Creek, OH, 2001. {BN#20107} (mehr)

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Avancini, Niccolò, SJ. Vita et doctrina Jesu Christi, ex quatuor evangelistis collecta, et in meditationum materiam ad singulos totius anni dies distributa. Denuo edita. Tyrnau, typis Academicis, 1679. (24), 417, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Pergamentband der Zeit. Eine Schließe (von 2) vorhanden. 12mo.

€ 100

Noch frühe Ausgabe (insgesamt 8. Druck) des erstmals 1665 bei Cosmerovius in Wien erschienenen Andachtsbuchs auf das Leben Christi, vom Trienter Jesuiten Niccolo Avancini (1612-86) für das Kirchenjahr eingerichtet. Unzählige Male aufgelegt und übersetzt. - Gutes, sauberes Exemplar; am hinteren Vorsatzblatt zeitgenöss. hs. Anmerkung zur Begegnung Christi mit dem Zöllner Zachäus. - De Backer/Sommervogel I, 674, 18. {BN#19988} (mehr)

In meine Auswahl

Balbín, Bohuslav Aloysius, SJ. Diva Wartensis, seu origines, et miracula magnae Dei, hominumque matris Mariae, quae a tot retro saeculis Wartae, in limitibus Sileasiae, comitatusque Glacensis, magna[m] populorum frequentia[m] colitur, clarissima miraculis [...]. Prag, formis Caesaro-Academicis, 1655. 304, (8) SS. Mit gest. Frontispiz, ganzs. Wappenkupfer im Text und 3 gest. Tafeln (dav. 1 gefaltet). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. 4to.

€ 750

Erste Ausgabe. - Über Ursprung und Geschichte des Wallfahrtsortes Wartha (heute Bardo) an der Glatzer Neisse und über die Marienwunder daselbst. 1657 sollte eine deutsche Ausgabe erscheinen ("Ursprung und Mirackel der großmächtigsten Gottes- und der Menschen Mutter Mariae, welche von so viel Hundert Jahren hero zu der Warten, in den Gräntzen deß Landes Schlesien, und der Graffschafft Glatz, mit unzehlbar-grossen Wahlfahrten verehrt wirdt, und hoch mit Wunderwercken leuchtet"). Druckvariante ohne den Buchhändlerhinweis "prostant apud Nicolaum Hosing Bibliopolam". Die Kupfer gestochen von Wolfgang Kilian (darunter eine hübsche Ansicht von Wartha). Der tschechische Theologe, Geschichtsschreiber und Sprachwissenschaftler Bohuslav Balbín (1621-88) aus Königgrätz "consacra toute sa vie à la composition de ses ouvrages, et mourut à Prague" (de Backer/S.). - Teils schwach gebräunt, insgesamt sehr schön erhaltenes Exemplar. Das Frontispiz aus einem anderen Exemplar ergänzt und am Titel vorgeheftet (kl. Spuren beschnittenen Besitzvermerks einer Augustinerbibliothek am unteren Blattrand). Am vorderen Innendeckel Exlibris der Sammlung Michel Hudelot, Brunoy. - De Backer/Sommervogel I, 793, 7. Estreicher XII, 338f. Vgl. Loewe 5154 und VD 17 1:680006S (dt. Übers.). {BN#21315} (mehr)

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Balduin, Friedrich. Examen apologetici: quem Gasper Schoppius apostata pro gemino de indulgentiis libro Roberti Bellarmini [...] in nupero Pontificiorum Iubilaeo opposuit [...]. Wittenberg, Johann Gorman für Zacharias Schürer, 1606. (32), 604, (18) SS. Titel in rot und schwarz. Mit Holzschnittdruckermarke am letzten Bl. verso und mehreren ornamentalen Initialen in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit zweifachen blindgepr. Deckelfileten und hs. Rückentitel (berieben). 8vo.

€ 220

Theologische Streitschrift gegen Kaspar Schoppe, der zum Katholizismus konvertiert war und, seit 1599 in Rom ansässig, im Auftrag deutscher Fürsten und der Kurie publizistisch für die alte Lehre wirkte. - Der evangelische Theologe F. Balduin (1575-1627) war ab 1604 Nachfolger von David Runge als Prof. der Theologie in Wittenberg; im folgenden Jahr erwarb Balduin die theologische Doktorwürde. - Titel mit kl. Randläsuren und altem Besitzermonogramm; sonst sauberes, wenig gebräuntes Exemplar. - VD 17, 23:278010A. {BN#7139} (mehr)

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Baronius, Caesar. Martyrologium Romanum Gregorii XIII. pont. max. iussu editum, & Urbani VIII. auctoritate recognitum. Köln, Peter Henning, 1640. (40), 805 [recte: 803], (47) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit 13 (teils wdh.) ganzseitigen Textkupfern. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln auf 4 Doppelbünden. Eine Schließe (von 2). 4to.

€ 750

Spätere Ausgabe dieses erstmals 1586 zu Rom erschienenen Martyrologiums, das Baronius aber wegen Griechischfehlern zurückzog und dann 1589 (Rom 1598, Paris 1607) in verbesserter Neubearbeitung wiederum herausbrachte. Der Neapolitaner Baronius (1538-1607), 1596 zum Kardinal erhoben, ist vor allem als Verfasser der monumentalen "Annales ecclesiastici" in Erinnerung, die ihm den Ehrentitel eines "Vaters der Kirchengeschichte" eintrugen. - Die hübschen Kupfer mit Szenen aus dem Neuen Testament alle unsigniert. - Unterschiedlich gebräunt bzw. braunfleckig. Einband stärker berieben und zu den Rändern hin angedunkelt; Ecken und Kanten bestoßen; Rücken mit Spuren alter Kalkung. Hübsche, originelle Einbandprägung aus Bandwerk und Bogenfriesen (im inneren Rahmen bezeichnet "HT"); das Mittelfeld mit Eckfleurons und maureskem Ornament. - Vgl. Wetzer/W. I, 2039. Nicht im VD 17 oder STC. {BN#18489} (mehr)

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Barthel, [Johann] Kaspar. Annotationes ad universum jus canonicum compilatae in collegiis privatis [...]. Nunc auctius et emendatius editae. Köln u. Frankfurt, o. Dr., 1765. (2), XLV, (1), 331, (1) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. 4to.

€ 150

Zweite Ausgabe (EA 1757). - Der fränkische Kirchenrechtslehrer J. K. Barthel (1697-1771), Renovator der Kanonistik in Deutschland, promovierte in Rom zum Doktor beider Rechte, bevor er ab 1727 in Würzburg als Regens des Seminars St. Kilian und als Professor des kanonischen Rechts an der Universität wirkte. "Seit 1738 Kanonikus beim Stift Haug in Würzburg, wurde er 1744 Geheimer Rat und 1754 Dechant dieses Stiftes [...] An der Universität führte er eine neue Lehrmethode des kanonischen Rechts ein" (DBE). "Seine gediegenen kanonistischen Abhandlungen zeichnen sich im Unterschied zur älteren scholastischen Betrachtungsweise durch ihre historisch-pragmatische Methode aus. Er gilt mit Recht als Begründer einer neuen Schule unter den kath. deutschen Kanonisten" (NDB I, 608). - Papierbedingt teils schwach braunfleckig; im ganzen sauberes, wohlerhaltenes Exemplar. - Schulte III/1, 185, Anm. 6. Vgl. Kayser I, 152 (verzeichnet eine Ausg. Würzburg, Stahel, 1766; über Bibliothekskataloge nicht nachweisbar). {BN#21568} (mehr)

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Bartoli, Giuseppe. I miracoli. Libri due di Giuseppe Bartoli all'occasione che i chierici regolari di Somasca solennizzano nella citta di Fossano la canonizzazione fatta dal regnante sommo pontefice Clemente XIII [...]. Turin, nella Stamperia Reale, 1768. 126, (2) SS. Mit gest. Frontispiz, gest. Titelvignette, 5 gest. Kopfstücken, 5 gest. Initialen und 1 gest. Schlußvignette sowie einigen Textholzschnitten. Lederband der Zeit mit Marmorspiegeln und dekorativer Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Gr.-4to.

€ 350

Einzige Ausgabe dieser Papst Clemens XIII. gewidmeten Dichtung in ottava rima. Den Anhang (ab S. 53) bildet eine "Dissertazione sopra un' arca marmorea effigiata dagli antichi cristiani" in Ancona. - Mit schönem Buchschmuck vom Turiner Kupferstecher Angelo Ghizzardi (vgl. Thieme/B. 13, 573). Die Titelvignette zeigt das Wappen des Papstes, der überraschend schon im Folgejahr sterben sollte. - Giuseppe Bartoli (1717-88) war "Antiquarius des Königes von Sardinien, [...] studierte [zu Padua] die Rechte, [...] weil er aber mehr Neigung zu der Philosophie und den schönen Wissenschaften hatte, so gab er in denselben Privat-Unterricht, und ward bald darauf dem Lehrer der Experimental-Physik, dem Marchese Poleni, adjungiret, welche er aber drey Jahr darauf wieder niederlegte, und 1745 als Professor der schönen Wissenschaften nach Turin berufen ward" (Jöcher/A. I, 1469). - Einige hebräische Einsprengsel im Druck. Papierbedingt minimal gebräunt; der Einband (vor allem die Rückenvergoldung) etwas berieben. Kl. Papierschäden im Titel unauffällig mit Japanpapier hinterlegt. - ICCU TO0E03596. Nicht bei Gamba. Nicht bei Graesse, Brunet, Ebert. Nicht im Kat. der Ornamentstichslg. Berlin. {BN#18651} (mehr)

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Basedow, Johann Bernhard. Bernhards aus Nordalbingien (oder Basedows) Vermächtniß für die Gewissen. Erster Theil. Für alle Gottesverehrer, auch die Nichtchristen. (Zweyter Theil. Für Christliche Gottesverehrer und Zweifler.) Ein Lehrbuch der natürlichen Religion, auch zur Erinnerung und Erbauung. Dessau, Heinrich Heybruch, 1774. 2 Teile in 1 Band. XIV, (2), 112 SS. XV, (1), 113-304 SS. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. Lesebändchen. 8vo.

€ 1.000

Seltene erste Ausgabe. "Unter dem Einfluß gemüthlicher Ueberreiztheit, auch fortwährend mit dem Gedanken an sein eigenes Lebensende beschäftigt, schrieb [Basedow] sein 'Vermächtniß ...'. Es sollte in Basedow's Sinne eine Vertheidigung des Christenthums sein, aber durch seine vermittelnde Stellung, die er zwischen Freigeisterei auf der einen und gedankenlosem Pastorenglauben auf der anderen Seite einzunehmen suchte, machte er sich [...] sowol die Orthodoxen als die Heterodoxen zu Feinden" (ADB). Der Hamburger Pädagoge und Theologe J. B. Basedow (1724-90) wurde 1761 wegen seiner aufklärerischen Schriften an das Gymnasium nach Altona versetzt, wo er auf den Widerstand orthodoxer Theologen um den Senior Johann Melchior Goeze traf und schließlich entlassen wurde. "Unter dem Einfluß von Rousseaus 'Emile' verfaßte Basedow 1768 ein philanthropisches Erziehungsprogramm, in dem er ein lebensnahes, überkonfessionelles, unter staatlicher Aufsicht stehendes Bildungswesen forderte. 1774 gründete er in Dessau das Philanthropinum, gab 1778 dessen Leitung ab und widmete sich literarischer Tätigkeit" (DBE). - Der Papierbezug der Deckel stärker berieben; der sehr schöne Lederrücken wohlerhalten. Gutes, sauberes Exemplar aus dem Besitz des dt. Diplomaten Fürst Philipp zu Eulenburg und Hertefeld (1847-1921) mit entspr. Stempel am Titel und Bibliotheksetikett am vorderen Innendeckel. Der enge Freund Kaiser Wilhelms II. wirkte 1894-1902 als Botschafter in Wien. "Nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst 1903 wurde er von Maximilian Harden [...] öffentlich der Homosexualität bezichtigt. Es kam schließlich zu einem Prozeß, der wegen seines schlechten Gesundheitszustands abgebrochen werden mußte" (DBE). Am Vorsatz früherer hs. Besitzvermerk "Fr. Hertefeld" (dat. 1775). Zuletzt in der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. - DG 12.6120. Kayser I, 155. ADB 2, 119. {BN#16733} (mehr)

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Basilius Cassinensis. De discrimine animarum humanarum. Padua, Conzatti, 1769. (12), 150, (2) SS. Mit gest. Titelvignette. Halbleinenband um 1880 mit gepr. Rückentitel. Dreiseitiger leicht gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 200

Einzige Ausgabe dieser philosophischen Schrift des Basilius Tertius, Mönch in der Benediktinerabtei Monte Cassino. Großzügig gedruckt mit weitem Zeilendurchschuß und breiten weißen Rändern. - Einband berieben; innen teils etwas angestaubt (vor allem der Titel), sonst wohlerhalten. - OCLC 46267716. {BN#15282} (mehr)

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Battaglini, Marco. Istoria universale di tutti concilii generali e particolari di Santa Chiesa. Venedig, Andrea Poletti, 1686. (58), 858, (22) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz und zahlreichen floralen Holzschnittinitialen. Pergamentband der Zeit auf 5 Bünden mit hs. Rückentitel. Folio.

€ 400

Erste Ausgabe. - Hauptwerk des Marco Battaglini (1645-1717), Bischof von Cesena. "Man rühmte an ihm Gelehrsamkeit, Großmuth und Geradheit seines Charakters" (Wetzer/W.). Enthält die Geschichte von 475 Konzilien bis auf das Jahr 1563. - Vortitel mit Knitterspur von entferntem Etikett. Pergamentbezug an den Bünden etwas abgerieben; Kapitale lädiert, Gelenke an den Enden angeplatzt. Innen weitgehend sauberes Exemplar. - Wetzer/Welte II, 41, 2. ICCU RMGE00656. Gamba 1784 (Anm.). Graesse I, 311 (Anm.). Vgl. Lib. Vinciana 4908. {BN#10282} (mehr)

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Baumgarten, Sigmund Jakob. Unterricht von dem rechtmäßigen Verhalten eines Christen, oder Theologische Moral, zum academischen Vortrag ausgefertiget. Fünfte und verbesserte Auflage. Halle, Johann Justinus Gebauer, 1756. (86), 482, (22) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette und gest. Portraitfrontispiz (J. D. Schleuen sc.). Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt; Marmorvorsätze. 8vo.

€ 200

Fünfte Ausgabe dieser Vorlesung (EA 1753). - Der lutherische Theologe S. J. Baumgarten (1706-57) übertrug die Lebniz/Wolffsche Philosophie in die lutherische Theologie. So wurde er "durch seine Methode ein Wegbereiter des Rationalismus und insbesondere der Lehrer des großen Neologen Johann Salomo Semler. Voltaire sah in ihm die Krone der deutschen Gelehrten" (NDB I, 660). - Papierbedingt gleichmäßig schwach gebräunt. Der Einband an den Deckeln minimal berieben, aonsonsten sehr hübsches Exemplar aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. {BN#16691} (mehr)

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Becanus, Martin, SJ. De ecclesia Christi. Itemque de ecclesia Romana, quae est Catholicorum; et de reformata, quae est Lutheranorum & Calvinistarum. Mainz, Johann Albin, 1615. 247, (1) SS. (Beigebunden) II: Ders. Apologia pro iudice controversiarum fidei ac religionis. Ebd., 1617. 172 SS., 2 w. Bll., 391, (1) SS. Ohne das zumindest einem Exemplar beigegebene Faltkupfer. (Beigebunden) III: Ders. Libellus de invocatione Sanctorum. Ebd., 1617. 164 SS. (Beigebunden) IV: Ders. Epistola [...] ad D. Davidem Pareum theologum Heidelbergensem de actis colloquiorum Swalbacensium, & defide haereticis servanda. Ebd., 1619. (4), 81, (1) SS. Dunkelgrün gefärbter Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit hs. Rückenschildchen. Spuren von Bindebändern. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.

€ 600

Sammelband mit vier durchwegs seltenen kontroverstheologischen Drucken des Brabanter Jesuiten Martin Becanus (eigtl. Verbeeck oder Van der Beeck, um 1561-1624), der in Würzburg, Mainz und Wien die Theologie lehrte. I: Erste Ausgabe. II: Druckvariante der Erstausgabe mit erweitertem ersten Teil (nur ein Exemplar über VD 17 nachgewiesen [Wolfenbüttel]; dieses mit einem Kupfer - die Variante mit kürzerem erstem Teil ist nicht illustriert). III: Seltene zweite Ausgabe; nicht im VD 17. IV: Erste Ausgabe der gegen den Heidelberger evangelischen Theologen David Pareus (1548-1622) gerichteten Schrift. - Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk des Michaelerkollegs zu Wien (mit entspr. Stempeln des 18. Jhs.). Papierbedingt gleichmäßig etwas gebräunt; im ganzen wohlerhalten. - I: VD 17, 12:107975X. De Backer/Sommervogel I, 1103f., 41. - II: VD 17, 23:647113Y. De Backer/S. I, 1104, 45. - III: De Backer/S. I, 1104, 43. Nicht im VD 17; vgl. VD 17, 23:241132U (Ausg. 1617; andere Kollation). - IV: VD 17, 23:678518X. De Backer/S. 1104f., 47. {BN#24078} (mehr)

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Becanus (Van der Beeck), Martin, SJ. Compendium manualium controversiarum huius temporis de fide, ac religione. Lyon, o. Dr., 1624. (16), 359, (11) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Pergamentband der Zeit auf 4 Bünden mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 250

Wohl dritte Ausgabe des erstmals 1623 erschienenen Werks, ?eine übersichtlich geordnete Vertheidigung der vorzüglichsten von den Lutheranern, Calvinisten, Wiedertäufern und ?Politikern? jener Zeit angefochtenen katholischen Lehrpunkte [...] Alle seine Schriften zeichnen sich durch bündige Kürze und Klarheit aus und erlebten daher auch zahlreiche Auflagen? (Wetzer/W. II, 162). ?He was one of the most fanatical champions of the return to Roman Catholicism, and his ?Manuale Controversiarum? was meant as a manual for the conversion of protestants [...] The objectionable chapters are found in the fifth book, which deals with heretics, especially the chapter headed: De Fide Haereticis servanda" (Faber du Faur). Der Jesuit und Kontroverstheologe M. Becanus (1561-1624) war Beichtvater Kaiser Ferdinands II., dem er andere Ausgaben des Werks auch widmete; die vorliegende ist gewidmet seinem Sohn Erzherzog Ferdinand Ernst. De Backer/S. verzeichnen unmittelbar nach der Erstausgabe eine Lyoner Ausgabe von Pillehotte und Caffin (1624, in-12°), die allerdings 483 SS. hat und für den vorliegenden, nicht verzeichneten Nachdruck als Vorlage gedient haben dürfte. - Teils etwas braunfleckig. Hinterer Deckel mit Spuren konzentrischer Zirkelschnitte (den innersten Zirkel bildet ein kl. Loch von ca. 7 mm Durchmesser). - Vgl. de Backer/Sommervogel I, 1108f., 50. Faber du Faur 944 (Ausg. Würzburg, 1626). NDB I, 686 (EA). {BN#7994} (mehr)

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Beda Venerabilis. Expositio epistolarum B. Pauli apostoli ex diversis opusculis Sancti Augustini a Venerabili Beda presbytero excerpta, et in unum corpus collecta [...] Addita sunt eiusdem Bedae Venerabilis commentaria in Acta Apostolorum, in Epistolas catholicas SS. Jacobi, Petri, & Joannis, itemque in Apocalipsim. Paris, George Josse, 1649. (6), 531, (67), 119, (1) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Druckermarke am Titel. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. Verblaßter dreiseitiger Farbschnitt. Folio (252:380 mm).

€ 300

Von Beda dem Ehrwürdigen zusammengestellter Kommentar zu den Paulusbriefen, gezogen aus verschiedenen Schriften des Hl. Augustinus. - Unterschiedlich gebräunt; Einband gering fleckig. Gutes Exemplar. - OCLC 65661210. {BN#23982} (mehr)

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Benedikt XIV. (Prosper Lambertini). Commentarius de D. N. Jesu Christi matrisque ejus festis. Ex editione Pataviensi. Alt-Prag, Franz Karl Hladky, 1756. (8), 340 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Lederband der Zeit auf 6 Bünden mit Spuren eines gepr. Rückenschildchens. Folio.

€ 140

Prager lateinische Ausgabe der päpstlichen "Annotazioni sopra le feste di nostro Signore e della Beatissima Vergine" (übs. von Michelangelo Giacomelli). - Gebräunt und fingerfleckig. Am vorderen Innendeckel zeitgenöss. hs. Besitz- und Kaufvermerk des Dominikaners Samuel Haffner aus Klein-Prag, der den Band um 2 Gulden und 21 Kreuzer gekauft hatte. {BN#22747} (mehr)

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Berghauer, Johann Thomas Adalbert. Proto-martyr poenitentiae ejusque sigilli custos semper fidelis divus Joannes Nepomucenus, S. metropolitanae Ecclesiae Pragensis ad S. Vitum M. in regno Boemiae canonicus [...]. Augsburg und Graz, Gebr. Veith, 1736. (22), 414, (8) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz und 4 teils gefalt. Kupfern (Thomas Baeck sc., Gottfried Rogg del.) sowie einigen herald. Textholzschnitten. Lederband der Zeit auf 5 Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. Folio.

€ 450

Erste und einzige Ausgabe; erst 1761 sollte ein zweiter Band folgen. Der Theologe und Jurist J. C. F. Berghauer (1684-1760), Doktor beider Rechte, war Dekan des Domkapitels zu Prag und Pfarrer zu Tschochau bei Leitmeritz. - Titel mit kl. Ausschnitten (etwas Buchstabenberührung). Oberes Kapital lädiert, unteres Vordergelenk etwas angeplatzt, oberstes Rückenfeld zeitgenössisch gekalkt und mit hs. Bibliothakssignaturletter. Papierbedingt teils etwas gebräunt, sonst gutes Exemplar. Recht selten; das Göttinger Exemplar verfügt über nur 2 Tafeln. - Graesse I, 340. {BN#10324} (mehr)

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Bernhard von Clairvaux, Hl. Opera [omnia]. Post Horstium denuo recognita [...] secundis curis Domni Johannis Mabillon [...] e Congregatione S. Mauri. Paris, (Jean-Baptiste Guignard, Thomas Moette, Pierre Auboyn), Pierre Delaunay, 1690. 2 Bde. (29) Bll., 400 Spp., (401-)406 SS., 407-702 Spp., (703-)716 SS., 717-1260 Spp., (1261)-1266, 1267-1574, CXVIII Spp., (53) SS. (3) Bll., 1356 Spp., (17) Bll. Beide Titel in rot und schwarz gedruckt und mit großer Holzschnittdruckermarke. Mit gest. Kopfstück und großer gest. Initiale. Französische Lederbände der Zeit auf 6 Bünden mit goldgepr. Rückentitel und hübscher Rücken- sowie Stehkantenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio (278:398 mm).

€ 850

Neuedition der erstmals 1667 von Jean Mabillon vorgelegten Werkausgabe; 1719 erschien eine dritte Ausgabe. Die vorliegende gilt als "editio ommnium aestimatissima" (Janauschek); so auch Ebert: "Wird der Ausgabe Paris 1719 [...] vorgezogen". Der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux (1090-1150), einer der bedeutendsten Mystiker des Mittelalters, trat als Kreuzzugsprediger hervor und zählte zu Pierre Abaelards theologischen Gegnern. "Bernhards Mystik hat die Frömmigkeit der nächsten Jahrhunderte, auch die evangelische, nachhaltig beeinflußt. Bis in die neueste Zeit hat man Bernhard das sog. Passionssalve zugeschrieben [...], dem Paul Gerhardt 'O Haupt voll Blut und Wunden' nachgedichtet hat [...] In seinem Hauptwerk 'De consideratione ad Papam Eugenium' wandte sich Bernhard gegen das Machtstreben und die Weltherrschaft der Päpste und empfahl Eugen III., seinem früheren Schüler, Armut, Demut und Beschränkung auf das religiös-kirchliche Gebiet" (Bautz, BBKL I, 530ff.). - Gegen Ende etwas wurmspurig. Die ansprechenden Einbände mit Spuren fachmännischer Restaurierung. An den Titeln hs. Besitz- und Erwerbungsvermerke des Kamaldulenserklosters Insula Calvenata (frühes 18 Jh.), das die Bände als Geschenk von Henri-Louis Barrin de la Galissonière erhielt; der hintere Innendeckel des 1. Bands mit entspr. längerer Notiz. - Brunet I, 796. Goldsmith B 612. Janauschek 1306. Ebert 1989 (falsch: "1696"). OCLC 55697858. {BN#22382} (mehr)

In meine Auswahl

Berti, Giovanni Lorenzo. Breviarium historiae ecclesiasticae. Editio post venetam in germania quarta. Wien, Johann Thomas Edler v. Trattner, 1774. 2 Teile in 1 Bd. (8), 343, (1) SS. (4), 392, (102) SS. Marmorierter roter Pappband der Zeit mit goldgepr. grünem Rückenschildchen. 8vo.

€ 100

Etwas spätere Ausgabe des vielgedruckten kirchenhistorischen Abrisses. Berti war "ein gelehrter Augustiner, welcher zu Seravezza 1696 gebohren war, sich sehr frühe in verschiedenen Städten Italiens durch Predigen hervor that, in seinem Orden die Philosophie und Theologie lehrte, und hernach nach Rom berufen ward, ein System der Theologie nach dem Geschmacke seines Ordens auszuarbeiten, worauf er Bibliothekarius di S. Spirito zu Florenz und darauf Lehrer der Kirchengeschichte zu Pisa ward" (Jöcher/Adelung I, 1774). - Papierbedingt gelegentlich unbedeutend braunfleckig. {BN#15142} (mehr)

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Besange, Hieronymus, OSB (Hrsg.). Fasciculus myrrhae collectus ex omnibus angustiis, et doloribus patientis pro humano genere salvatoris. Complectens praeter concordem SS. IV evangelistarum narrationem, piissima quaeque SS. patrum, et ecclesiae doctorum sensa, quae de sacratissima Christi passione sparsim in scriptis suis prodidere. Steyr, Gregor Menhardt, 1766. 2 Bde. (30), 420 SS. 421-864 SS. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen (leicht abweichend gebunden). Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 150

Einzige Ausgabe. - Der Kirchenrechtler Hieronymus Besange (1726-81), Sohn eines Freiherrn und Oberstleutnants im Dragonerregiment Batthyany und einer Gräfin Auersperg, kam im Alter von neun Jahren an das Benediktinerstift Kremsmünster, wo er seit 1755 die Heilige Schrift lehrte. - Einbände berieben und wurmspurig; innen unterschiedlich gebräunt. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster; am vorderen Innendeckel des 1. Bands zeitgenöss. gestempelter Besitzvermerk "PHB" (wohl das Besitzermonogramm des Verfassers selbst). - Pachmayr IV, 785, IV. Wurzbach I, 347. {BN#22021} (mehr)

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Besange, Hieronymus, OSB. Introductio in sancta IV evangelia critico-hermeneutico-historica [...]. Venedig, Antonio Zatta, 1775. (2), LXXX, 756, (6) SS. Mit gest. Frontispiz, Holzschnittvignette am Titel sowie gest. Wappenkopfstück und gest. Initiale am ersten Widmungsblatt. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Farbschnitt. Gr.-4to.

€ 140

Erste Ausgabe dieses Lehrbuchs der Evangelienauslegung. "Der vielen Druckfehler wegen mußte davon eine neue Auflage zu Steyr veranstaltet werden" (Wurzbach). Der Kirchenrechtler Hieronymus Besange (1726-81) lehrte seit 1755 in Kremsmünster die Heilige Schrift. - Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Signaturvermerk am vorderen Innendeckel und entspr. Schildchen am Rücken. - Pachmayr IV, 785, VI. Wurzbach I, 347. {BN#21995} (mehr)

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[Biblia germanica - NT]. [Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments]. Die Heilige Schrifft Neuen Testaments. Tübingen, Johann Georg und Christian Gottfried Cotta, 1729. (8), 582 [recte: 572], 80, (76), 1101-1248 SS. Mit gest. Kopfstück und doppelblattgr. gefalt. Kupferstichkarte. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Kapitale mit je 5 Metallbuckeln besetzt; Deckel mit buckligen Mittelstücken und 5 (von 8) buckligen Eckbeschlägen. Reste von Schließen. Groß-Folio (447:290).

€ 1.500

Spätere, aufwendig im Stil des frühen 17. Jahrhunderts gebundene Ausgabe der Lutherbibel, hier nur das Neue Testament. Enthält neben dem reich kommentierten Bibeltext die "Harmonia der vier Evangelisten", zwei Register sowie die "Apocrypha". Die Karte zeigt die Reiseroute des Apostels Paulus (im Bug eingerissen und mit unterem Eckausriß; etwas Textverlust in der gestochenen Legende). Bl. M3 (S. 137f.) mit Einriß und oberem Eckausriß (Verlust der Paginierung). Die SS. 1233-1236 irrtümlich nach S. 1228 eingebunden. Gedruckt auf kräftigem Papier; papierbedingt durchgehend leicht gebräunt bzw. braunfleckig. Einband mit Wurmlöchern, an Bünden und Gelenken berieben; der Bezug stellenweise leicht wellig. Hübsche Blindprägung aus Bogenfriesen, einer schmalen Köpferolle (Feldherrn im Oval mit Laubstab und Engelsköpfen) und Rankenrolle mit Blüten. Die Beschläge am Vorderdeckel komplett; am Hinterdeckel fehlen drei Eckbeschläge. Vorsatz und Titel mit kl. Läsuren von den durch den Deckel gedrungenen Nägeln des Mittelbeschlags. - Württ. Bibelslg. E 1255. Lüthi 112 (nur AT). Vgl. Darlow/Moule 4231 (Ausg. 1730). {BN#18495} (mehr)

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[Biblia germanica - NT]. Das neue Testament unseres Herrn Jesu Christi nach der uralten, gemeinen, von der katholischen Kirche bewährten Uebersetzung deutsch herausgegeben. Wien, (v. Baumeister für) Sebastian Hartl, 1787. (4), 732, (4) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und Rückenvergoldung. Buntpapiervorsätze. 8vo.

€ 250

Seltenes Wiener Neues Testament. Folgt offenbar der 1786-87 in Würzburg und Fulda bei Stahel erschienenen sechsbändigen Bibelausgabe (EA 1778ff.) in der katholischen Übersetzung des Joseph Fleischütz. - Durchgehend stärker gebräunt, stellenwiese auch wasserrandig. Einband berieben; hinteres Gelenk angeplatzt. - Nicht in der Württ. Bibelslg. Vgl. Darlow/Moule 4263. {BN#23472} (mehr)

In meine Auswahl

[Biblia germanica]. Sacra Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments: Nach der letzten Römischen Edition, mit Fleiß übersetzet durch den ehrwürdigen und hochgelehrten Herrn Casparum Ulenbergium [...]. Wien, Georg Lehmann, 1734. (62), 642 SS. 280 SS. 244 SS. Drucktitel in rot und schwarz. Mit Kupfertitel und 25 gest. Tafeln (E. Nunzer inv. & sc.). Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 5 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Schließen fehlen. Folio (252:386 mm).

€ 700

Eine der zahlreichen Ausgaben dieser geschätzten katholischen Bibleübersetzung des Konvertiten Ulenberg. "Diese sehr verdienstvolle Arbeit, welche Ulenberg im Auftrag des Kurfürsten Ferdinand von Köln [...] begann, [...] übertraf bei weitem alle bisherigen katholischen Übersetzungen, sowohl durch größere Correctheit wie durch Sprachgewandtheit und fand daher bis in unser Jahrhundert als eigentliche Bibel der Katholiken sehr große Verbreitung (Wetzer/Welte). - Einband berieben; Deckelbezug an den unteren Ecken und Kanten aufgeplatzt. Innen durchgehend etwas gebräunt und fingerfleckig, teils auch leicht wasserrandig; die Bll. etwas lappig und teils mit kl. hinterlegten Randeinrissen; die Bll. A2-3 und D4 im Neuen Testament mit unterschiedlichen Randausrissen (etwas Textverlust). - Nicht in der Württ. Bibelslg. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#22779} (mehr)

In meine Auswahl

[Biblia graeca - NT]. [He kaine diatheke]. Novum Testamentum. Padua, ex typographia Seminarii, apud Giovanni Manfré, 1774. 564 SS. Mit gest. Frontispiz und gest. Titelvignette. Pergamentband der Zeit mit Spuren eines goldgepr. Rückentitels. Gr.-12mo.

€ 180

Teils etwas braunfleckig. Buchblock gebrochen; Einband gelockert und fleckig, Bezug am Rücken mit Fehlstellen. Aus dem Besitz des Philosophieprofessors Luigi Palmieri (1807-96) mit seinem eigenh. Besitzvermerk an Vorsatz und Titel, wohl schon aus dessen Schulzeit. - Reuss 337. Vgl. Darlow/Moule 4765 (Nachdruckausg. 1785). Nicht in der Württemberger Bibelslg. {BN#10413} (mehr)

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[Biblia graeca - NT]. [He kaine diatheke.] Novum Testamentum. Padua, ex Typographia Seminarii, apud Joannem Manfrè, 1745. 660 SS. Mit gest. Titelvignette und gest. Frontispiz. Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. 12mo.

€ 180

Wohl zweite Paduaner Taschenausgabe des seit 1725 immer wieder bei Manfrè aufgelegten griechischen Neuen Testaments. Die SS. 5-16 enthalten einen "Pinax martyrion". - Zu Beginn leicht wasserrandig; Vorsätze erneuert; hinteres Innengelenk gebrochen. - Nicht in Württ. Bibelslg. {BN#17966} (mehr)

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[Biblia graeca - NT]. [He kaine diatheke]. Novum testamentum graece. Ex recensione Jo. Jac. Griesbachii cum selecta lectionum varietate. Tomus primus (- secundus). Leipzig, G. J. Göschen, 1805. XXX, (2), 275, (3), 277-615, (1) SS. Halblederband der Zeit. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.

€ 100

Griesbachs Text, erstmals 1777 komplett erschienen. "Johann Jakob Griesbach (1745-1812), a pupil of Semler, after lecturing in Halle, became professor at Jena in 1776. In 1774-7 he published the first edition of his critical Greek Testament" (Darlow/M. II, 632). - Einband stark berieben; Rücken fehlt; Ecken und Kanten stärker bestoßen. Innen papierbedingt gleichmäßig etwas gebräunt und mit Interlinearkommentaren in Bleistift (um 1900). Am Vorsatz hs. Besitzvermerk (dat. 1808). Aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. - Württ. Bibelslg. C 523. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#16666} (mehr)

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[Biblia graeca - NT]. [He kaine diatheke]. Novum testamentum, in quo tum selecti versiculi 1900 quibus omnes novi testamenti voces continentur asteriscis notantur: tum omnes et singulae voces semel vel saepius occurrentes peculiari nota distinguuntur. Berlin & Leipzig, Johann Christian Langenheim für Christian Friedrich Voss, 1757. (6), 337, (3) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz (Schleuen fec.) und 2 gest. Karten. Zweispaltiger Text. Lederband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. Gr.-12mo.

€ 180

Zweite Ausgabe bei Voss (zuvor 1739). Auszeichnung der Verse nach und mit Vorwort von Johannes Leusden; folgt dessen Ausgabe Utrecht 1698. Mit Index der Sonn- und Festtagsperikopen. - Etwas wurmspurig (auch der Hinterdeckel mit kl. Wurmspur); Ecken bestoßen. - Württ. Bibelslg. C 442. Adler (Lorckiana) 723. Vgl. Darlow/Moule 4718a. {BN#21353} (mehr)

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[Biblia graeco-latina - NT]. Novum domini nostri Jesu Christi testamentum graecum, latine ad litteram redditum, et in usum theologiae candidatorum vulgatum. Wien, Leopold Johann Kaliwoda, 1740. 2 Bde. (4), 120, 80, 134, 98 SS. (2), 136, 328, 62, (8) SS. Mit 2 gest., ill. Titeln (Franz Leopold Schmitner sc.) und 2 gest. Faltkarten. Lederbände der Zeit mit Rückenschildchen und -vergoldung (lädiert). Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.

€ 280

Hübsches Wiener Neues Testament in griechischer Sprache, zu Unterrichtszwecken besonders brauchbar durch die lateinische Interlinearübersetzung. Nach der Vulgata eingerichtet von Ludwig Debiel (1527-98). "Die Einrichtung ist im Grunde wie bei [Plantins griech.-lat. Ausgabe von 1572], nur daß die ersetzten Vulgata-Elemente nicht mehr neben der Zeile am Rand erscheinen, sondern am unteren Rand und durch Buchstabenindices der Verweis sichergestellt wird" (Strohm, Württ. Bibelslg.). - Teils schwach gebräunt. Einbände mit kl. Wurmspuren; Bd. 2 mit größeren Rückenfehlstellen. Es fehlt der gedr. Titel in Bd. 1. Kleines Bibliotheksetikett am Vorderdeckel. Kupfertitel verso mit Stempel der Universitätsbibliothek Wien; alte hs. Besitzvermerke "Ex Bibliotheca Conventus Baadensis" (lt. zeitgenöss. hs. Notiz am Vorsatzblatt. Geschenk des Wiener Theologieprofessors Edmund Küffner im Jahre 1741). - Württ. Bibelslg. C 417. Adler (Lorckiana) 587. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#21343} (mehr)

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[Biblia hebraica]. [Vetus testamentum hebraicum (Kupfertitel)]. Lex, prophetae, hagiographi canonici, veteris nempe testamenti libri, qui originario nobis etiamnum ore loquuntur, ex hebraico in latinum ad literam versi, & in usum theologiae candidatorum vulgati, adjecta editione vulgata, ad exemplar Sixtinum, anno MDXCII in typographia Vaticana Apostolica impressum. Wien, Johann Ignaz Heyinger, 1743-1744. 2 Bde. (von 4). (6), 830 SS. (2), 466, 272 SS. Mit 2 gest. Vortiteln und 11 großen, szenischen gest. hebr. Initialen. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 400

Einzige Ausgabe bei Heyinger; für den Gebrauch an Priesterseminaren herausgegeben. Vorliegend die beiden bis 1744 erschienenen ersten beiden Bände: der erste Band enthält den Pentateuch, der zweite die Bücher Josua, Richter, Samuel I und II sowie Könige I und II. "Ein besonders interessantes Werk haben wir in [Heyingers] 'Vetus testamentum hebraicum' (1743) vor uns. Auf jeder der insgesamt 830 Seiten ist dem hebräischen Text die [lateinische] Interlinearübersetzung beigefügt" (Durstmüller, hier nur zum ersten Band). Vorwort gezeichnet von Ludwig Debiel, SJ. - 1. Band mit Wurmspuren am unteren Kapital; hinterer Vorsatz mit 7zeiligem hs. Besitzvermerk einer Wiener Bibliothek (dat. 1750). Selten; nur 4 Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (ÖNB; Württ. LB; Yale; Indiana Univ. [ebenfalls nur 2 Bde.]). - Durstmüller I, 228. De Backer/Sommervogel II, 1860, 13 (falsch: "Trattner"). OCLC 43263869. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#11111} (mehr)

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[Biblia latina - AT - Psalmi]. Tommasi, Giuseppe Maria (ed.). Psalterium cum canticis versibus prisco more distinctum argumentis et orationibus vetustis novaque literali explanatione brevissima dilucidatum. Studio et cura [...] Josephi Mariae Thomasii [...]. Editio tertia ad usum cleri Dioecesis Strigoniensis. Wien, Peter Conrad Monath, 1735. (114), 688 SS. Mit gest. Portraitfrontispiz. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 580

Seltene lateinische Psalmenausgabe mit Kommentar des Regularkanonikers Joseph Maria Thomasius für die Diözese von Gran (Esztergom). Mit dem Portrait des Verfassers. Ohne den Widmungsteil für Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim, der wohl nur wenigen Exemplaren beigegeben wurde. - Leicht gebräunt, in den Rändern etw. braunfleckig. Zu Beginn und gegen Ende unten mit Wurmspuren. Der hübsch mit Bogenfries- und Rankenwerksrollen blindgeprägte Einband mit kl. Wurmspuren am Rücken. Titel mit zeitgenöss. hs. Besitzvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner; entspr. hs. Bibliothekssignatur am Innendeckel und hs. Signaturschildchen am Rücken. - Nicht bei Darlow/Moule oder in der Württ. Bibelslg. {BN#22932} (mehr)

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[Biblia latina]. Biblia sacra. Quae praeter antiquae latinae versionis necessariam emendationem [...]. Quarta editio. Frankfurt, Matthias Becker für Nikolaus Roth und Gottfried Tampach, 1611. (6), 286, 110, 101, (25) Bll. Gest. Titel; fast blattgr. gest. Textportrait am zweiten Blatt; die Druckermarke an den Zwischentiteln wdh. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 5 Doppelbünden. Bindebänder fehlen. Folio.

€ 800

Zweispaltige Frankfurter Vulgata, ediert von Andreas Osiander. "Der Kupfertitel zeigt oben die Erschaffung Evas, unten die Geburt Christi, links Moses, rechts Aaron und in den Ecken die vier Evangelisten mit ihren Symbolen" (Württ. Bibelslg.). Das Widmungsportraitkupfer des Herzogs Friedrich von Württemberg (gest. von Jacob van der Heyden) ist aus der Gruppenbacher Bibel von 1606 wiederverwendet. Der hübsche Rollenstempeleinband mit fünffacher Umrahmung aus Bogenfriesen, Ranken- und Stabrollen; im Mittelfeld vorne ein Plattenstempel (Justitia mit Motto "Iusticie Quisquis Pic|turam Lumine Cernis"); Hinterdeckel stark lädiert mit größerem Einriß im Bezug. Innen etwas gebräunt bzw. braunfleckig; teils mit zeitgenöss. Unterstreichungen in roter Tinte. Am vorderen Innendeckel eigenh. Besitzvermerk des Hofkammerrats Michael Zeller Edler von Kastenberg, gewester Hofkammerrat des Kaisers Rudolf II. (um 1620), mit dem Ovidischen Motto "Non Est Mortale, Quod Opto" und seinem Linzer Kaufvermerk. Am Titel hs. Besitzvermerk der Bibliothek der Wiener Unbeschuhten Augustiner (um 1730); Titel unten mit überklebtem Remotavermerk des 18. Jhs. (als protestantisches Werk in einem katholischen Kloster abgesondert); deren hs. Bibliothekssignatur am Innendeckel, das Signaturetikett am Rücken. - VD 17, 23:230836E. Württemb. Bibelslg. D 1030-31 (mit Abweichungen zu den beiden dort beschriebenen Exemplaren). Nicht bei Darlow/Moule. {BN#22931} (mehr)

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[Biblia latina]. Biblia sacra vulgatae editionis Sixti V. & Clementis VIII. Pont. Max. auctoritate recognita. Editio nova. Amsterdam, Jan Baptist Verdussen, 1715. 2 Bde. (6), XVI [statt XX], 624 SS. 576 SS. Mit gest. Vortitel und (wdh.) Holzschnittdruckermarke an den Titeln. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und ornamentaler Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Gr.-4to.

€ 300

Hübsch gedruckte, zweispaltige Vulgata Clementina mit schönem Kupfertitel. - Einband schwach berieben; innen teils gering braunfleckig. Ohne das 74-seitige zusätzliche Register am Schluß sowie die letzten 2 Bll. der Vorstücke. - Württ. Bibelslg. D 1413. BLC 28, 361. Bibl. Lorckiana 1281. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#22884} (mehr)

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[Biblia latina]. Biblia cum summarioru[m] apparatu pleno quadruplicique repertorio insignita [...]. (Lyon, Jacques Mareschal [f. Simon Vincent], 16. X. 1519). (30), CCCCC [500], (54) Bll. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit Holzschnittverlegermarke am Titel und wdh. am letzten Bl. verso. Mit ganzs. Textholzschnitt am Bl. dd10v (recto vacat) und zahlr. figuralen Holzschnittinitialen und -vignetten. Dunkelbrauner, blindgepr. Lederband der Zeit mit zehn ziselierten Messingbeschlägen und 2 Schließen. 8vo.

€ 3.500

Dritte Oktavbibel Mareschals (erstmals 1510 in dieser Form gedruckt). Aufgrund seines ansprechenden Illustrationsmaterials von besonderem Reiz: der blattgroße Holzschnitt am Schluß der Vorstücke (abgeb. bei Baudrier XI, 448) zeigt die sechs Schöpfungstage; "vor den Vorreden zur Bibel und zum Pentateuch kleinformatige Holzschnitte (Hieronymus am Schreibpult); kleinformatige Holzschnitte vor Gn 1, vor Ios 1, vor Prv 1, vor Is 1, vor jedem der vier Evangelien, vor Rm, vor Act 1 und vor Apc 1; von G. Leroy gezeichnete figürliche Initialen (vgl. Baudrier XI, 394-397)" (Württ. Bibelslg., zur ausstattungsgleichen Ausg. 1514). Am Titelblatt und am letzten Blatt Verlegermarke des Simon Vincent (Silvestre 267). Am Schluß des Bandes das häufig fehlende "Compendiolum totius sacrae scripturae per rhymos" des Minoriten Franziskus Gotthi: "This 'compendiolum' beginning with the words 'Ante fit lux producitur...,' gives the contents of the Bible in rude mnemonic verses, one tetrastich epitomizing each chapter" (Darlow/Moule). - Der blindgepr. Einband stärker berieben und am Rücken mit Fehlstellen; die späteren Messingapplikationen tadellos. Einige Anstreichungen und Marginalien von alter Hand. Am Titel hs. Besitzvermerk des Düsseldorfer Jesuitenkollegs (am vorletzten Bl. wdh. und datiert 1626) sowie Erwerbungsvermerk des Jakob von Mercken, Propst von Münstereifel und Kanoniker der Düsseldorfer Kollegiatskirche: "Ex donatione L.ti Krieckelmanni possidet Jacobus à Märcken Praefectus Dalensis" (um 1650). Später in der Bibliothek der Kartause Hain bei Düsseldorf (mit entspr. Stempelung und hs. Bibliothekssignaturen, um 1870) und wohl im Zuge der zeitweiligen Kartausenschließung 1875-90 oder aber anläßlich der Übersiedlung der Kartäuser nach Bad Wurzach/Marienau 1964 ausgeschieden (vgl. Handbuch der Histor. Buchbestände in Deutschland VII, 50). - Württ. Bibelslg. D 276. Darlow/Moule II.2, S. 917 (Anm. zu Nr. 6093). Adams B 997. BM-STC French 53. Baudrier XI, 401. Copinger 171. Panzer VII, 324/399. BLC 28, 348. Adler (Lorckiana) 1313. {BN#23428} (mehr)

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[Biblia raetoromanica]. La Sacra Biblia; quai ais tuot la Sancta Scrittüra: in la quala sun comprais tuots Cudeschs dal Velg è Nuof Testamaint: Cun l'aggiunta dall' Apocrifa. Schuls, Jacob Dorta à Vulpera jun., 1679. 2 Teile in 1 Bd. (12), 753, (1) SS., 1 w. Bl. (2), 332, 138 (statt 140) SS. Mit zwei (wdh.) breiten Titelbordüren in Holzschnitt. Reich blindgepr. Lederband der Zeit auf 5 flach gearbeiteten Bünden über Holzdeckeln. Zehnteilige ziselierte, getriebene Messingbeschläge. Reste von 2 Schließen. Folio.

€ 5.000

Erste Ausgabe der ersten rätoromanischen Bibel im Niederengadiner Dialekt, übersetzt aus dem Hebräischen und Griechischen (mit Verweisen auf einige andere Übersetzungen, darunter die italienische Diodatis) von Jakob Dorta von Vulpera, Pastor zu Fetan, und J. A. Vulpius. Seltenes Erzeugnis der seit etwa 1660 bestehenden ersten Druckerei in Scuol (Schuls). - Etwas gebräunt bzw. stellenweise braunfleckig, anfangs und am Schluß oben wasserrandig. Der Haupttitel mit Holzsschnittbordüre stark knittrig und mit Randläsuren. Vereinzelte Eck- und Randabrisse (stellenweise mit geringem Textverlust); einige längere Einrisse. Die SS. 135-138 am Schluß lose, knittrig, ausgefranst und stärker lädiert (etwas Textverlust); es fehlt das letzte Bl. (SS. 139f.: Schluß der Makkabäer; Errata). Der schöne zeitgenössische Einband nur schwach berieben und mit mehrfacher blindgepr. Deckelbordüre (Figurenrolle, Bogenfriese); das Mittelfeld mit reich verschlungener und gegliederter ornamentaler Prägung. Gelenke leicht eingerissen. - Darlow/Moule 7688. {BN#10582} (mehr)

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[Biblia slavica - NT]. Evangelion. Lwow, v' Leto, ot Sozdanie Mira, 1690. (12), 412 Bll. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit breiter figuraler Holzschnitt-Titelbordüre, 5 ganzseitigen und 50 kleineren Textholzschnitten sowie zahlreichen Kopfstücken und Initialen in Holzschnitt. Späterer blind- und goldgepr. Lederband (um 1880) mit goldgepr. Rückentitel ("Sluiebnik") und dekorativer Rückenprägung sowie vier guillochierten Messing-Eckbeschlägen. Bindebänder, Buntpapiervorsätze. Folio.

€ 2.800

Reich illustrierter Lemberger Evangeliendruck. Die großen Holzschnitte signiert von Eustaphius Zadarowski (dat. 1681-1683), die kleineren offenbar von verschiedenen Künstlern, zumeist aus früheren Werken wiederverwendet (vielfach recht flau im Abdruck). Neben klassischen Szenen wie Elend und Heimkehr des verlorenen Sohnes, Christus und die Ehebrecherin etc. auch die originelle bildliche Darstellung des Sinnbilds von Splitter und Balken im Auge (Bl. 212r). - Durchgehend etwas fingerfleckig, gegen Ende im breiten w. Rand auch leicht wasserrandig. Zu Beginn etwas knittrig, vor allem gegen Ende auch kleinere Wachsflecken; die kl. Randläsuren zumeist zeitgenössisch hinterlegt. Einige hs. Marginalien der Zeit in kyrillischer Schrift. Der Einband mit breitem ornamentalem Blütenband an der oberen und unteren Deckelkante; am Vorderdeckel ein großes goldgepr. russisches Kreuz, am Hinterdeckel das blindgepr. Wappen des Lemberger Stauropegion-Instituts, der Nachfolgeorganisation der diesen Druck veranstaltenden Dormitio-Bruderschaft, welche die alte Offizin des slawischen Erstdruckers Iwan Fjodorow übernommen hatte. 1788 auf Erlaß von Kaiser Joseph II. in das Stauropegion-Institut umgewandelt, kam das Ende der Druckerei erst 1939 mit der sowjetischen Besatzung. - Darlow/Moule II, S. 1403. {BN#19074} (mehr)

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[Biblia slavica - NT]. Evangelion. Lwow, Michail Slioska, 1665. (10), 414 Bll. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit breiter figuraler Holzschnitt-Titelbordüre, 6 ganzseitigen und 18 kleineren Textholzschnitten sowie zahlreichen Kopfstücken und Initialen in Holzschnitt. Neuerer dunkelgrüner, lackierter Lederband mit vier sparsam ziselierten silbernen Eckbeschlägen und drei silbernen Schließbeschlägen. Am Vorderdeckel ein goldgepr. ovales Medaillon mit dunkelroter Lederauflage, darin goldgepr. Kreuz. Buntpapiervorsätze. Kl.-Folio.

€ 5.800

Schöner Lemberger Evangeliendruck; eines der letzten Werke aus der Presse des Michael Slioska (aktiv 1639-67) und eine der vollendetsten Evangelienausgaben, die im 17. Jahrhundert in der Ukraine gedruckt wurden. Besticht durch seine kleinteiligen Illustrationen, zumeist Werke des russischen Mönchs und Holzschneiders Ilija (Anagnostes oder Angilejko; vgl. Thieme/B. 18, 567): zu nennen sind die achtteilige Titelbordüre, die eine Auferstehung in sechs Einzelszenen am Titel verso (von einer ornamentalen Bordüre eingefaßt), vor den Evangelien und der Apokalypse jeweils ein Evangelistenportrait (zum Teil mit Szenen aus deren Leben). Aber auch die Kopfstücke sind von Interesse, sind doch hier u. a. auch historische Persönlichkeiten wie etwa Kaiser Theophilos (vor dem Lukas-Evangelium) dargestellt. Die Evangelientexte selbst sind sparsam, aber ansprechend illustriert: von besonderem Reiz ist die dreiteilige Folge zum Verlorenen Sohn, die desselben Fortgang, Elend und Heimkehr schildern. Die Illustrationen aufgrund der aus früheren Drucken wiederverwendeten Druckstöcke (die frühesten mit 1639 datiert) zum Teil minimal flau, zumeist jedoch kräftig im Abdruck. Im breiten weißen Fußrand der ersten 17 Bll. des Matthäus-Evangeliums zeitgenöss. hs. Notizen in kyrillischer Schrift. Kleine Randläsuren zumeist hinterlegt; teils etwas wasserrandig und braun- bzw. fingerfleckig. Im ganzen ungewöhnlich schön erhaltenes Exemplar dieses seltenen Druckes. - Zastiret 220. Undolski (1871), 808. Maksimenko 166. Zapasko/Isaievych I, 421 (mit Abb. S. 79). Dudas, Cazania lui Varlaam (1983), S. 12ff. (mit Abb.). Nicht im OCLC. {BN#19069} (mehr)

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[Biblia slavica - VT - Psalmi]. Psaltyr' blazhennago proroka i tsaria Davyda [...]. Lwow, v typografie Bratskoi pri tserkvi Uspeniia pr[esviatyia] B[ogorodi]tsa [Vassil Stavnitski], 1708. (10), 251, (1) Bll. Titel, Vorrede, Index und erstes Textblatt in rot und schwarz gedruckt. Mit breiter figuraler und architektonischer Holzschnitt-Titelbordüre, der Holzschnittdruckermarke am Titel verso, einem ganzseitigen Textholzschnitt, einem Kopfstück in Holzschnitt (König David mit Harfe) und zahlr. Initialen und Zierstücken in Holzschnitt. Text durchgehend von doppelter Rahmenlinie umfaßt. Blindgepr. Lederband der Zeit auf 3 Bünden mit goldgepr. Supralibros am Vorderdeckel. Buntpapiervorsätze. 4to.

€ 2.500

Schön gedruckter Lemberger Psalter aus der Presse der Dormitio-Bruderschaft. Folgt direkt der Ausgabe des slawischen Erstdruckers Iwan Fjodorow (EA Zabludów, 1570) unter Verwendung von deren originalem Typen- und Holzschnittmaterial. Die Lemberger Bruderschaft hatte Fjodorows alte Offizin übernommen und entwickelte eine rege Drucktätigkeit (liturgische Werke sowie pädagogische Schriften für die selbst betriebene Bruderschaftsschule). Die Presse spielte für das intellektuelle Leben der Ukraine und für die Apologie der dortigen orthodoxen Kirche eine wichtige Rolle, und Fjodorows Material wurde bis ins 19. Jahrhundert weiterverwendet. Die Druckerei wurde 1788 auf Erlaß von Kaiser Joseph II. ins Stauropegion-Institut umgewandelt; ihr Ende kam erst mit der sowjetischen Besatzung 1939. - Die Holzschnitte sind signiert "EZ" bzw. "Eustaf. Zadar" (d. i. Eustaphius Zadarowski); der schöne ganzseitige David-Holzschnitt datiert 1677. Die Illustrationen aufgrund der häufigen Wiederverwendung seit dem 16. Jahrhundert zumeist recht flau im Abdruck. Besser erhalten sind die zahlreichen Initialen und Holzschnittzierstücke, die das Buch durchziehen und die aus der berühmten Ostrog-Bibel von 1580 wiederverwendet wurden. - Einige kl. Randläsuren fachmännisch restauriert; einige kl. Randausrisse alt hinterlegt (auf S. 6f. geringfügiger Textverlust). Durchgehend etwas fingerfleckig und mit zeitgenöss. hs. Marginalien. Der hübsche, neu lackierte Einband zeigt außen eine Rankenwerksrolle, darin eine schmale Ornamentbordüre mit Eckfleurons; das neu vergoldete Mittelstück zeigt die Heilige Dreifaltigkeit. Das Mittelfeld am Hinterdeckel mit drei parallelen Rankenrollen gefüllt. - Zapasko/Isaievych II, 24. Darlow/Moule II, S. 1403. {BN#19071} (mehr)

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[Biblia slovenica - NT]. Listi inu Evangelji, v' nedele, inu prasnike zeliga lejta, pod milostuim, visoko vrednim gospodam gospodam Augustinam, tri in dvajsetim shkofam Lublanskim, pregledani, in med ludi dani, po dovoljenju vishih. Ljubljana, Maria Skarbina, 1820. 346, (6) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Lederband der Zeit. Verblaßter dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 120

Seltenes slowenisches Lektionar mit dem Evangelientext. Ohne das Frontispiz (im Faksimile beiliegend). Am Schluß beigebunden: Fragment von "Sveti postni Evangelji za vsah dan v? postu" (ebd., 1820. 76 statt 111 SS.). - Einband berieben; innen etwas braunfleckig. - OCLC 83423083 und 78692398. Nicht bei Darlow/Moule. {BN#22514} (mehr)

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[Biblia syriaca - NT]. Gutbier, Aegidius (ed.). Novum Domini Nostri Jesu Christi Testamentum Syriace, cum punctis vocalibus [...]. Hamburg, impensis autoris, 1663-1667. 3 Teile in einem Bd. (32), 606 (recte: 604) SS. (16), 146, (50), 55, (1) SS. Mit separatem Kupfertitel. Lederband der Zeit mit Spuren eines gepr. Rückenschildchens und beriebener Rückenvergoldung. Verblaßter dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. 8vo.

€ 650

Erster Druck der ersten Ausgabe, kenntlich an der noch fehlerhaften Paginierung (S. 524-525 übersprungen); die Anhänge mit syrischem Lexikon, Grammatik und Kommentar, die erst 1667 erschienen. "Gutbier war einer der bedeutendsten Orientalisten seiner Zeit. Er errichtete eine Druckerei im eigenen Hause und ließ die Typen zu der Übersetzung des Neuen Testaments in syrischer Sprache mit großen Kosten anfertigen und in seiner eigenen Druckerei im Hause drucken" (ADB). - Der gest. Titel dat. 1663, die Bibel selbst 1664, der Anhang 1667. Der Einband etwas berieben und bestoßen. Am Titel des Anhangs hs. Besitzvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner (dat. 1731); deren hs. Signaturvermerk und Bibliotheksetikett am vorderen Innendeckel; das hs. Signaturschildchen am Rücken. - Darlow/Moule 8966. Reske 342. Graesse VII, 103. ADB X, 215. {BN#22934} (mehr)

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Bíró, Márton. Enchiridion Martini Bironii Padani Episcopi Weszprimiensis, de Fide, Haeresiarchis, ac eorum asseclis, in genere de apostasis [...] contra dissipatores catholicae ecclesiae editis. Diotrephi seu acatholicis in Hungaria commorantibus [...] exhibitum. Raab, Gregor Johann Streibig, 1750. (28), 208, (16) SS. Brauner gesprenkelter Pappband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 200

Erste Ausgabe. - Biró (1696-1762), Bischof von Weßprim in Ungarn, geb. zu Padany auf der Insel Schütt in Ungarn, erregte mit dieser Schrift "zu jener Zeit großes Aufsehen" (Wurzbach). "Die Veranlassung zu diesem Buche erhellet aus dessen Titel; Diotrephes (wörtlich übersetzt: der von Zeus ernährte, im biblischen Sinne: anmaßender, harter Christ) ist ein im III. Brief Johannis Vers 9 erwähnter, mit dem vorherigen Begriffe übereinstimmender Name. Biró ließ die Bittschrift der Protestanten an die Kaiserin Wort für Wort abdrucken; dieser Abdruck, wie die Aufforderung des Bischofs selbst, alle Ketzer aus dem Lande zu jagen oder zu verbrennen, veranlaßten den König Friedrich II. von Preußen das Schreiben an den Breslauer Bischof Schafgotsche (de dato 16. Februar 1751) zu richten. Die erleuchtete Maria Theresia ließ den Verkauf dieses Buches untersagen. Se. Heiligkeit Papst Benedict XIV. belobte aber dafür den Verfasser in einem sehr schmeichelhaften Schreiben (de dato 14. nov. 1750)" (ebd.). - Vorderdeckel mit kl. Spur von entferntem Etikett. Zeitgenöss. hs. Besitzvermerke am Vorsatz (dat. 1752) und Titel. Gegen Ende schwacher Braunfleck im w. Rand und minimal wurmspurig (ohne Textberührung), sonst sauber und wohlerhalten. - Wurzbach I, 408. {BN#14437} (mehr)

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Bogdanowicz, Bernhard. Brevis notitia de mysteriis sacrae domus Nazarenae, nunc Lauretanae. Rom, Johann Jakob Komarek, 1693. (12), 62 SS. (Beigebunden) II: Discalceatorum S. Augustini Hispaniarum, & Indiarum praetensae nullitatis electionis Vicarij Generalis. O. O. u. Dr. (um 1690). 3 Teile. (40) SS. (Beigebunden) III: Innozenz XII. Constitutio super facultatibus maioris poenitentiarii. Rom, Camera Apostolica, 1692. 18 SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittvignetten am Titel. (Beigebunden) IV: Ders. Constitutio moderatoria facultatum protectorum ordinum regularium. Ebd., 1694. (14) SS., l. w. Bl. (Beigebunden) V: Carpegna, Gasparo. Leodien. Electionis. Ebd., 1694. 1 Bl. Mit Holzschnittvignetten am Kopf. (Beigebunden) VI: An suppriores nostrae congregationis absente priore habeant iurisdictionem ordianariam [...]. O. O. u. Dr. (20) SS. (Beigebunden) VII: Sommario delle concessioni, e privilegi fatti da Sommi Pontefici alli Frati Mendicanti. (Rom, Camera Apostolica, 1664). (4) SS. (Beigebunden) VIII: Osservazioni sopra il manifesto del. Sig. Marchese di Lavardin. (2), 16 SS. Pergamentband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 950

Einzige Ausgabe dieses Lobgedichts des polnischen Zisterziensers Bernard Bogdanowicz (1640-1722) auf die wunderbaren Translationen des Heiligen Hauses von Nazareth, welches 1291 - nach der Eroberung Palästinas durch die Muslime - von seinem ursprünglichen Standort in Galiäa verschwunden und mehrmals versetzt worden sein soll: zunächst nach Trsat/Rijeka in Dalmatien (wo heute die Kirche der heiligen Madonna von Lauretano steht), bald aber ins italienische Recanati in Italien in einen Lorbeerhain (Lauretanum): Hirten hätten das Haus über das Meer fliegen gesehen. Seit 1295 soll es in geringer Entfernung zum Hain auf der Landstraße von Recanati stehen. - Beigebunden sieben weitere theologisch-administrative Kleinschriften von 1664-94. - Teils braunfleckig; Einband etwas berieben. Am Titel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner (um 1730); entspr. hs. Bibliothekssignatur am Innendeckel und hs. Signaturschildchen am Rücken. - Estreicher XIII, 207. {BN#22935} (mehr)

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Bona, Giovanni, O.Cist. Opera omnia. Antwerpen, Verdussen & Foppens, 1694. (8), 648, (10) SS. Mit gest. Vignette (Gasp. Bouttats fec.) am rot-schwarz gedruckten Titel. Pergamentband der Zeit mit alt erneuertem Pergamentrücken und goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Folio (332:215 mm).

€ 280

Zweite Antwerpener Ausgabe (EA 1677) der Werke des "ausgezeichneten liturgischen und asketischen Schriftstellers" (LThK) Giovanni Bona (1609-74), Abt seiner Geburtsstadt Mondovi (Piemont), seit 1669 Kardinal. - Teils stärker gebräunt; zu Beginn kl. Wurmspuren (auch am Rücken). - OCLC 55251360. Vgl. Bautz, BBKL I, 678f. LThK II, 443. {BN#22852} (mehr)

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Bonifatius VIII., Papst. Liber sextus decretalium D. Bonifacii Papae VIII. Clementis Papae V. constitutiones. Extravagantes tum viginti D. Ioannis Papae XXII. tum communes. Haec omnia cum suis glossis suae integritati restituta, et ad exemplar romanum diligenter recognita. Venedig, sub signo Aquilae renovantis, 1604. (8), 47, (3) SS., 1 w. Bl., 948 Spp., 1 w. Bl., 384, 396 Spp., 1 w. Bl., (24) SS. Mit großer Holzschnittdruckermarke am rot-schwarz gedruckten Titel. Halbschweinslederband der Zeit auf 5 Doppelbünden mit Deckelblindprägung. Bindebänder fehlen. Dreiseitiger Farbschnitt. Folio.

€ 650

Fortsetzung der Dekretalien des Papstes Gregor IX., bis 1917 ein wesentlicher Bestandteil des Codex Iuris Canonici. Bonifatius VIII. gilt als "one of the most distinguished canonists of his age, and as pope enriched the general ecclesiastical legislation by the promulgation [...] of a large number of his own constitutions and of those of his predecessors, since 1234, when Gregory IX promulgated his five books of Decretals. In reference to this the collection of Boniface was entitled 'Liber Sextus', i. e., Sixth Book of Pontifical Constitutions, being constructed on the same lines" (Cath. Enc. II). Mit den ebenfalls enthaltenen "Constitutiones" des Papstes Clemens V. sowie den "Extravagantes" und "Extravagantes communes" bildet der vorliegende Band den Abschluß der dreibändigen, ausführlich glossierten CIC-Folioausgabe, die die Verlagsgenossenschaft "Socios Aquilae Renovantis" 1604 herausbrachte. - Einband etwas berieben. Am Titel zwei zeitgenöss. hs. Besitzvermerke von Kärntner Geistlichen aus Feldkirchen und Feistritz/Drau: "Ex libris Sebastian Grosser Parochi Veltkhiorchenii" und "Ex libris Jacobi Ernest Tyrgg Parochi ad S. Georgium in Feistritz". - OCLC 41409521. {BN#21794} (mehr)

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Bossuet, Jacques-Bénigne. Abhandlung von der Genießung des Heil. Abendmahls, unter beyden Gestalten. Wien, Johann Thomas Edler von Trattner, 1779. (14), 292, (4) SS. Interimspappband der Zeit. 8vo.

€ 80

Erste deutsche Ausgabe von Bossuets "Traité de la communion sous les deux espèces", übersetzt vom Benediktiner und Kirchenrechtler Hieronymus Besange (1726-81), der seit 1755 in Kremsmünster die Heilige Schrift lehrte. - Stellenweise unbedeutend wasserrandig. Unbeschnittenes, breitrandiges Exemplar. - Fromm 3723. Seemann (Trattner) 3286. Giese 1629. Kayser I, 321. {BN#22732} (mehr)

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Bossuet, Jacques-Bénigne. Offenbarung deß Heil. Johannis, samt dero Erklärung [...]. Augsburg und Graz, Philipp, Johann und Martin Veith, 1718. 2 Teile in 1 Band. 408, 166, (2) SS. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 4to.

€ 150

Erste deutsche Ausgabe des für Bossuets Zögling, den Dauphin Louis, verfaßten Lehrwerks, übersetzt vom bayerisch-österreichischen Jesuiten Joseph Stöcklein (1676-1733). - Leicht gebräunt; Einband und erste bzw. letzte Seiten stärker wurmspurig. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster (OÖ) mit entspr. Signaturetikett am Rücken. - Nicht bei Fromm. Nicht bei de Backer/Sommervogel. {BN#21924} (mehr)

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Boulduc, Jacques, OFMCap. De ecclesia ante legem libri tres. In quibus indicatur quis a mundi principio usque ad Moysen fuerit ordo Ecclesiae, quae festa, quae templa, quae sacrificia, qui ministri, quive ritus & ceremoniae: et alia multa arcana ex fontibus praesertim sacri sermonis exhausta. Lyon, Claude Landry, 1726. (30), 476, (28) SS. Mit gest., ill. Titel und einer Falttabelle. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 8vo.

€ 140

Erste Ausgabe der Schrift über die "Kirche vor der Errichtung des Gesetzes", von Giambattista Vico in seinen "Prinzipien einer neuen Wissenschaft" rezipiert. Der Kapuzinerprediger Boulduc (eigtl. Jacopo Bolducci) stammte aus Bologna und zog nach Paris, wo er sich "auf die Theologie, Kirchen-Historie und Jurisprudenz [legte]" (Jöcher). - Einband berieben; Rücken mit Einriß; Hinterdeckel mit zeitgenöss. Kalkulationen. Vorderes Innengelenk gelockert; die Tafel knittrig und mit kl. Einriß. Gelegentliche geringfügige Textverluste durch alte Restaurierungen. Am Titel hs. Besitzvermerk der Wiener Unbeschuhten Augustiner (dat. 1731); entspr. hs. Bibliothekssignatur am Innendeckel und hs. Signaturschildchen am Rücken. - Jöcher I, 1206. {BN#22855} (mehr)

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[Boutauld, Michel?] / Rettenpacher, Simon, OSB. Consilia sapientiae seu epitome axiomatum Salomonis necessariorum ad vitam prudenter instituendam. Cum axiomatum illorum considerationibus [...]. Linz, Johann Michael Feichtinger, 1733. 2 Teile in 1 Band. (8), 186, (12) SS. (2), 198, (4) SS. Lederband der Zeit auf 4 Bünden. Dreiseitiger Goldschnitt. 8vo.

€ 140

Zweite Ausgabe von Simon Rettenpachers lateinischer Übersetzung (EA Salzburg 1682) des anonymen französischen Werks "Les conseils de la sagesse ou le recueil des maximes de Salomon". Der Verfasser ist lt. NUC Michel Boutauld, nach Melzi (Dizionario di opere anonime e pseudonime) jedoch Pierre Cureau de LaChambre. "Manche schreiben den Titel auch Nicolas Fouquet zu" (VD 17). Der gelehrte Benediktiner Rettenpacher (1634-1706) diente dem Stift Kremsmünster als Klosterbibliothekar und Haushistoriker. Rettenpacher hatte in Rom Orientalistik studiert und verfaßte auch Dramen und Oden, die er unter dem Pseudonym "Mison Erythreus von Gänßbrunn" veröffentlichte. - Einband berieben; Gelenke angeplatzt. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Stempelung und Besitzvermerken. Etwas braunfleckig bzw. wasserrandig (zu Beginn stärker); am Titel hs. Besitzvermerk des Kremsmünsterer Benediktiners Theodorich Byhers (1687-1750) mit Datierung im Druckjahr, in welchem er "29. Martii oeconomicae curam suscepit, promus aeque ac condus prudentiae laude insignis" (Pachmayr IV, 674f.). {BN#21998} (mehr)

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[Boutauld, Michel?] / Rettenpacher, Simon, OSB. Consilia sapientiae seu epitome axiomatum Salomonis necessariorum ad vitam prudenter instituendam. Cum axiomatum illorum considerationibus [...]. Linz, Johann Michael Feichtinger, 1733. 2 Teile in 1 Band. (8), 186, (12) SS. (2), 198, (4) SS. Lederband der Zeit auf 4 Bünden mit goldgepr. rotem Rückenschildechen und Fileten. Dreiseitiger Goldschnitt. 8vo.

€ 120

Zweite Ausgabe von Simon Rettenpachers lateinischer Übersetzung (EA Salzburg 1682) des anonymen französischen Werks "Les conseils de la sagesse ou le recueil des maximes de Salomon". Der Verfasser ist lt. NUC Michel Boutauld, nach Melzi (Dizionario di opere anonime e pseudonime) jedoch Pierre Cureau de LaChambre. "Manche schreiben den Titel auch Nicolas Fouquet zu" (VD 17). Der gelehrte Benediktiner Rettenpacher (1634-1706) diente dem Stift Kremsmünster als Klosterbibliothekar und Haushistoriker. Rettenpacher hatte in Rom Orientalistik studiert und verfaßte auch Dramen und Oden, die er unter dem Pseudonym "Mison Erythreus von Gänßbrunn" veröffentlichte. - Durchgehender Wasserrand; papierbedingt teils leicht braunfleckig; kleine Wurmspuren am Hinterdeckel. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. hs. Signaturvermerken am Vorderdeckel. {BN#22018} (mehr)

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[Boutauld, Michel]. Les conseils de la sagesse ou le recueil des maximes de Salomon, les plus necessaires à l'homme pour se conduire sagement. Avec des reflexions sur ces maximes. Nouvelle edition. Den Haag, Abraham Trojel, 1682. 305, (3) SS., w l. w. Bll. Mit gest. (mitgez.) Vortitel. Pergamentband der Zeit mit dreiseitigem gesprenkeltem Rotschnitt. 12mo.

€ 140

Noch frühe Ausgabe (Nachdruck der 3. Ausgabe; insgesamt 7. Druck) des erstmals 1677 erschienenen und unzählige Male aufgelegten und übersetzten Hauptwerks des Paris Jesuiten Boutauld (1604-89). Auf Deutsch erstmals 1727: "Die Rathschläg der Weisheit, oder ein kurtzer Außzug der nothwendigsten Grund-Lehren Salomonis" (englisch bereits 1680, italienisch 1681, lateinisch 1682, spanisch 1691, polnisch 1753). - Zeitgenöss. hs. Besitzvermerk bzw. Notiz (dat. 1686) an den Vorsätzen. - De Backer/Sommervogel II, 45, 1. {BN#19987} (mehr)

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Boverio, Zaccaria. Censura paraenetica in quatuor libros de republica ecclesiastica M. Antonii de Dominis, nuper Archiep. Spalaten., nunc vero à S. R. E. apostatae, & haeretici. Mailand, Pandolfo Malatesta, 1621. (34), 651, (47) SS., l. w. Bl. Mit gest., ill. Titel und 1 mehrf. gefalt. tabellar. Tafel. Holzschnittdruckermarke am letzten bedr. Bl. verso. Flexibler Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. Vordere Bindebänder fehlen. Folio.

€ 900

Vom piemontesischen Kapuziner Z. Boverio (1568-1638) verfaßte ?Censura? der Hauptschrift des ehemaligen Bischofs von Spalatro (Split), Marcantonio de Dominis: ?De republica ecclesiastica wurde schon 1616, noch ehe es erschienen war, von der Index-Congregation verboten, 1621 nochmals und zugleich alle von [de Dominis] herausgegebenen und herauszugebenden Schriften [...]. Im Anfange der Regierung Urbans VIII., 21. December 1624, wurde [de Dominis], der 1616 Anglicaner geworden, 1622 nach Rom zurückgekehrt war und abgeschworen hatte, 1623 aber einem neuen Inquisitionsprocesse unterworfen worden und im Gefängnis gestorben war, als rückfälliger Ketzer verurtheilt und seine Leiche, sein Bild und seine Bücher verbrannt? (Reusch II, 396; vgl. dazu ausführlich 401-404). Boveri wurde aufgrund ?seines glühenden Eifers für den katholischen Glauben und für strenge Ordenszucht, sowie durch seine mit Geist und in elegantem Latein geschriebenen theologischen Schriften? (Wetzer/W.) vom Papst zum Theologen von Franz Kardinal Barberini bestimmt. - Titel mit kl. Ausschnitten u. Durchrieben von entferntem Besitzvermerk (kein Textverlust). Papierbedingt teils etwas braunfleckig. - LThK II, 504. Wetzer/Welte II, 1171. OCLC 49765738. ICCU BVEE48338. Jöcher I, 1290. {BN#9615} (mehr)

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Braun, Johann. [Bigdê kohanîm], id est vestitus sacerdotum hebraeorum, sive commentarius amplissimus in Exodi cap. 28, ac 29 & Levit. cap 16 aliaque loca S. Scripturae quamplurima. Liber primus (-secundus). Amsterdam, veneunt apud Janssonio-Waesbergios, Danielem Elsevirium, Viduam J. à Someren, et Henr. & Theod. Boom, 1680. 2 Bände. (58), 430 (recte: 432), (36) SS. (4), 431-940 (recte: 433-942), (48) SS. Mit gest. Frontispiz, zus. 5 gest. Tafeln (dav. 1 mehrf. gefalt.), 11 ganzseitigen Textkupfern und 1 Münzkupfer im Text. Halblederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen und Rückenvergoldung. 4to.

€ 1.200

Erste Ausgabe, selten. - ?A scarce work on the Jewish high priests. The first volume discusses the materials, colors and origins of sacred dress; in the second volume the various forms of the garments are considered? (OCLC 39926835, zur ebenfalls 1680 erschienenen Leydener Ausgabe bei Arnold Doud). ?La première partie traite de l?origine, la matière et la couleur des vêtements sacerdotes des hébreux; le second est relatif à la forme des diverses parties de ces vêtements? (Colas). - Der Kaiserslauterner protestantische Theologe Johannes Braun (1628-1708) wurde ?nach vorübergehender Tätigkeit in Zeeland und Delft 1661 Professor und Prediger in Nymegen, 1680 Professor und Universitätsprediger in Groningen? (RGG). - Das schöne Frontispiz und die gefaltete Tafel signiert vom Amsterdamer Kupferstecher und Zeichner Bastiaen Stoopendael (1636-1707, vgl. Thieme/B. XXXII, 117). - Papierbedingt teils etwas gebräunt. Bd. 2 mit Fehlstelle am Rücken und teils mit kl. Wurmspuren. S. 499 mit kl. Eckausriß (alt hinterlegt, kein Bild- oder Textverlust). Unbeschnittenes, weitgehend unaufgeschnittenes Exemplar. - Colas 424. Rahir 1732. Willems 1575. RGG² I, 1227. Vgl. Fürst I, 131 (Ausg. 1701) sowie Hiler 112 und Lipperheide Oc 15 (Ausg. 1697f.). {BN#6029} (mehr)

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Bretagne, Pierre de, OESA. Abbregé de la vie et des miracles de S. Nicolas de Tolentin, religieux de l'ordre des Ermites de St. Augustin. München, Mathias Riedel, 1722. (16), 232, (12) SS. Mit gest. Frontispiz (Johann Heinrich Störklin sculps.). Lederband der Zeit mit oxydierter dekorativer Rückengoldprägung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

€ 450

Erste Ausgabe dieser Lebens- und Wunderbeschreibung des Hl. Nikolaus v. Tolentino (1245-1305), Patron von Bayern. 1724 folgte eine deutsche Übersetzung durch den Augustiner Franz Westermayer. - Der Augustinerprediger Peter de Bretagne (gest. 1733?) hatte in Paris an der Sorbonne promoviert und kam unter Maximilian II. als Hoftheologe nach München, wo er auch als Beichtvater des Kurfürsten wirkte. "Er war als ein grosser Gelehrter und ein vortrefflicher Redner allgemein geschäzt, und kehrte nach einem fünfzehnjährigen Aufenthalte zu München wieder nach Frankreich zurück" (Baader). Zum aus dem Schweizer Cham gebürtigen Augsburger Stecher J. H. Störklin (1687-1737) vgl. Thieme/B. 32, 94. - Kapitale leicht lädiert (oberes stärker); das Portrait mit geringfügigen Wurmspuren. Selten; nur 2 Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (Stabi Berlin; Stift Kremsmünster); nicht in München. - Baader (Das gelehrte Baiern) I, s. v. (in: DBA I 144, 68). {BN#18617} (mehr)

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[Breviarium Benedictinum]. Breviarium monasticum Pauli V. ac Urbani VIII. summorum pontificum auctoritate recognitum, pro omnibus sub regula SS. P. Benedicti militantibus; cum novissimis Sanctorum officiis a S. R. congregatione hactenus approbatis. Pars vernalis (-aestivalis). Kloster Einsiedeln, Adam Rupert Schedler, 1718. 2 Bde. (32), 669, (1), CCLXXXVIII, 72, (18) SS. (32), 585, (1), CCXL, 72, (4) SS. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit 2 gest. Druckermarken an den Titeln und zus. 6 teils wdh. ganzs. Textkupfern und 2 gest. Tafeln (Philip Jakob Leidenhoffer sc.). Schwarze Lederbände der Zeit mit goldgepr. Deckelmonogrammierung "ASAC" (recto) sowie -datierung "1720" (verso). Goldgepr. Rückentitel "P.V." bzw. "P.Ae.". Dreiseitiger Goldschnitt. Marmorspiegel. Gr.-8vo.

€ 450

Schönes Schweizer Benediktinerbrevier (Winter- und Sommerteil; so komplett) aus der 1664 gegründeten Klosterdruckerei Einsiedeln. Bis 1798 gingen über tausend Titel aus dieser Mönchsoffizin hervor. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster, gebunden für Alexander Strasser (1656-1731), "einen der bedeutendsten Äbte des Stiftes" (Wurzbach XXXIX, 276). Der strenge, aber baufreudige Abt hinterließ seinem Kloster große Schätze und Geldsummen: "Glückliche Speculationen hatten ihn in die Lage gesetzt, für sein Stift in so opulenter Weise vorzusorgen; das gemeine Volk suchte die Ursache in unreinen Quellen, da es ihn für einen Adepten hielt und die wunderlichsten Gerüchte über ihn in Umlauf brachte" (ebd.). Einige kleine Eckknicke; im ganzen gutes, sauberes Exemplar. - Bohatta 1179. {BN#21977} (mehr)

In meine Auswahl

[Breviarium Benedictinum]. Breviarium monasticum Pauli V. ac Urbani VIII. summorum pontificum auctoritate recognitum, pro omnibus sub regula SS. P. Benedicti militantibus; cum novissimis Sanctorum officiis a S. R. congregatione hactenus approbatis. Pars vernalis (-aestivalis). Kloster Einsiedeln, Adam Rupert Schedler, 1718. 2 Bde. (32), 669, (1), CCLXXXVIII, (14), 13, (5), 72 SS. (32), 585, (1), CCXL, 10 (falsch: 12), (4), 72 SS. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit 2 gest. Druckermarken an den Titeln und zus. 6 teils wdh. ganzs. Textkupfern und 2 gest. Tafeln (Philip Jakob Leidenhoffer sc.). Schwarze Lederbände der Zeit mit goldgepr. Deckel- und Rückenfileten. Goldgepr. Rückentitel "P.V." bzw. "P.Ae.". Dreiseitiger Goldschnitt. Marmorspiegel. Gr.-8vo.

€ 280

Schönes Schweizer Benediktinerbrevier (Winter- und Sommerteil; so komplett) aus der 1664 gegründeten Klosterdruckerei Einsiedeln. Bis 1798 gingen über tausend Titel aus dieser Mönchsoffizin hervor. - Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster. Einige kleine Eckknicke; zu Beginn kl. Randläsuren; Bindung teils etwas gelockert; etwas braun- bzw. fingerfleckig. - Bohatta 1179. {BN#21978} (mehr)

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[Breviarium Romanum]. Breviarium Romanum ex decreto sacrosancti Concilii Tridentini restitutum, S. Pii V. Pontificis Maximi jussu editum, Clementis VIII. & Urbani VIII. auctoritate recognitum, cum officiis sanctorum novissimis [...]. Pars aestivalis. Kempten, Aloys Galler, 1781. (18), 646, CCLIV SS., l. w. Bl. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette und 1 gest. Tafel. Schwarzer Lederband der Zeit mit dekorativer Rückengoldgprägung und Monogrammierung "P. AE." sowie goldgepr. Deckelbordüre und Eckfleurons. Dreiseitiger ziselierter Goldschnitt. Buntpapiervorsätze. 8vo.

€ 280

Durchgehend in rot und schwarz gedrucktes römisches Breviar (Sommerteil). Das Kupfer vor dem Psalterium zeigt David beim Harfenspiel. - Alte Bibliotheksstempel der "Bibliotheca Johannei". Buchblock schwach verzogen, sonst hübsches Exemplar aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. {BN#16695} (mehr)

In meine Auswahl

[Breviarium Romanum]. Breviarium Romanum ex decreto sacrosancti Concilii Tridentini restitutum, S. Pii V. Pontificis Maximi jussu editum, Clementis VIII. & Urbani VIII. auctoritate recognitum, in quo officia novissima sanctorum ad hanc diem per Summos Pontifices cobcessa accurate sunt disposita. Venedig, ex typographia Balleoniana, 1764. (4), 111, (1), CXVIII (statt CXIX; letztes Bl. handschriftl. ergänzt) SS. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette und 2 ganzseitigen Textkupfern. Hübscher schwarzer Lederband der Zeit mit übergreifenden Deckelkanten, floraler Rückengoldgprägung sowie goldgepr. Deckelbordüre und Eckfleurons. Dreiseitiger Goldschnitt. Marmorvorsätze. 4to.

€ 240

Durchgehend in rot und schwarz gedrucktes römisches Breviar. Die Kupfer zeigen David beim Harfenspiel (vor dem Psalterium) bzw. die Verkündigung Mariä (vor dem Commune Sanctorum). Die fehlende letzte halbe Seite in äußerst sorgfältiger rot-schwarzer Kalligraphie handschriftlich ergänzt. Aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. {BN#16626} (mehr)

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Brändl, Matthäus. Parochus meditans, seu modus piè secum loquendi, in usum cleri maxime ruralis. Una cum meditationibus pro sacerdotii candidatis de septem ordinibus &c. [...]. Salzburg, Johann Joseph Prambsteidl, 1714. (14), 327, (9) SS. Mit einer Holzschnittvignette am Schluß der Vorstücke. Pergamentband der Zeit mit hs. Rücken- und Deckeltitel. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.

€ 120

Erste Ausgabe. - Der bayerische Theologe Brändl, Pastor in Grödig, Anif und Niederalm, trat außerdem als Verfasser eines etymologischen Wörterbuchs der griechischstämmigen theologischen Fachbegriffe sowie einer Beschreibung der Hirsche im Augsburger Tiergarten hervor. - Papierbedingt teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig; Titel mit kl. Randeinriß. {BN#17806} (mehr)

In meine Auswahl

Buddeus, Johann Franz. Institutiones theologiae dogmaticae variis observationibus illustratae. Leipzig, Thomas Fritsch, 1724. (12), 1320, (20) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und einer gest. Vignette (Kopfstück mit Portrait des Herzogs Johann Wilhelm v. Sachsen; Mentzel sc.). Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. Gr.-4to.

€ 380

Zweite Ausgabe von Buddeus' dogmatischem Hauptwerk (erstmals im Vorjahr erschienen). "Große historische Gelehrsamkeit in angenehmer Form [...] von moderatem Gepräge und sparsam im Gebrauche scholastischer Termini" (ADB 501). - H. F. Buddeus (1667-1729) war zunächst Professor der Philosophie in Halle, dann der Theologie in Jena. "Von den Orthodoxen als Pietistenpatrron verschrien, von seinem Freunde Zinzendorf als des Himmelreichs Agent besungen, nahm er in seiner Zeit eine vermittelnde Stellung ein, den Pietisten näher als den Rechtgläubigen" (ADB 3, 500). - Durchgehend mit Anstreichungen und Marginalien versehenes Handexemplar des aus Bremen gebürtigen protestantischen Predigers Cornelius August Wilkens (1829-1914); am Titel sein hs. Besitzvermerk sowie Stempel. Wilkens kam nach Studien in Jena und Heidelberg nach Wien, "entwickelte sich hier zu einem angesehenen Prediger und wurde 1873 Superintendent-Stv. Nach kurzer Tätigkeit in Den Haag und Aufenthalt in Bremen kehrte er nach dem Tod seiner Mutter nach Österreich zurück und lebte ab 1883 in Kalksburg als Privatgelehrter" (Czeike V, 658). Zuletzt in der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. - Papierbedingt etwas gebräunt bzw. braunfleckig; sonst sauberes, hübsches Provenienzexemplar. {BN#16366} (mehr)

In meine Auswahl

Bury, Guillaume de. Romanorum pontificum brevis notitia, ritus ecclesiasticos a singulis institutos praecipue declarans. Linz, Johann Michael Feichtinger, 1750. (8), 365 (falsch: 265), (1) SS. Lederband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen und oxydierter Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 120

Etwas spätere Linzer Ausgabe dieses Abrisses der Papstgeschichte vom belgischen Theologen und Dichter G. de Bury (1618-1700), herausgegeben von der Marianischen Kongregation. - Papierbedingt teils etwas gebräunt; Ecken und Kapitale etwas lädiert. Exemplar aus der Noviziatsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Etikett am Vorsatz und Etikett am Vorderdeckel. {BN#22007} (mehr)

In meine Auswahl

Buxtorf, Johannes (d. J.). Exercitationes ad historiam I. Arcae Foederis. II. Ignis Sacri Et Coelestis. III. Urim Et Thummim. IV. Mannae. V. Petrae In Deserto. VI. Serpentis Aenei. [...]. Basel, Georg Decker, 1659. (16), 492, (20) SS. Mit einigen figuralen Holzschnittinitialen. Pappband des 18. Jhs. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 350

Erste und einzige Ausgabe des alttestamentlich-exegetischen Werks. Der Basler Theologe J. Buxtorf (1599-1664), Sohn des noch bedeutenderen gleichnamigen Hebraisten, dem er auch auf dem Lehrstuhl für Hebraistik nachfolgte, ?verfaßte viele wertvolle Arbeiten aus dem biblischen Gebiete [und] war ein bedeutender Kenner der hebräischen Sprache? (Jüd. Lex.). Buxtorf d. J. ?plädierte für die These der Unversehrtheit der hebräischen Bibeltexte, vertrat diese nachhaltig in einer umfangreichen Korrespondenz und trug so zur Ausbildung der orthodoxen, auf die Masora bezogenen Inspirationslehre bei? (DBE). - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig (am Titel stärker). - VD 17, 12:119374U. OCLC 3537544. Vgl. ADB III, 673ff. NDB III, 84f. Jüd. Lex. I, 1255f. Nicht bei Fürst. {BN#6682} (mehr)

In meine Auswahl

Böhme, Jakob. Mysterium Magnum, oder Erklärung über das erste Buch Moses, von der Offenbahrung göttlichen Worts durch die drey Principia göttlichen Wesens, auch vom Ursprung der Welt und der Schöpffung. Amsterdam, [Wetstein oder de Blaeu?], 1682. (2), 805, (7) SS. Mit doppelblattgr. gest. Titel nach dem gedr. Titel sowie einem Textkupfer. (Vorgebunden) II: Ders. Von sechs Puncten hohe und tieffe Gründung. Amsterdam, 1682. (2), 90, (2), (91)-104 SS. Mit 2 gest. Titelblättern am gedr. Titel bzw. Zwischentitel verso aufgezogen. Lederband um 1720 mit goldgepr. Deckel- und Rückenfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 1.200

Sammelband aus zwei Teilen von Gichtels Amsterdamer Böhme-Gesamtausgabe unter dem Haupttitel "Alle Theosophische Wercken"; in der von Buddecke willkürlich gewählten Folge als Teil 13 und 7 geführt. Hier vorliegend - neben den "Sechs Puncten" - das Hauptwerk des Mystikers und Theosophen: in seiner Genesisauslegung entfaltet Böhme seine Anschauungen über das Mysterium Magnum von Gott, Natur und Mensch. - Die Schriften Böhmes wurden erst ?seit 1640 [...] in den Niederlanden gedruckt [...] Die Breitenwirkung Böhmes begann mit der ersten [...] Gesamtausgabe, die Johann Georg Gichtel 1682 in Amsterdam veröffentlichte? (DBE). "The printing was probably done by the firm of de Blaeu [the purpose having been to produce a critical text of all Böhme's works]. The important engraved titles and the copperplates which illustrate the text were possibly engraved by Jan Luyken after sketches by Franckenberg. The works were issued in such a form that they could also be sold separately, so that the make-up of individual sets of this edition varies, and copies of individual works are occasionally found for sale. The type is good, clear and well inked, but tightly set" (Faber du F.). - Das "Mysterium Magnum" ohne das Blatt "Die Druckfehler"; der doppelblattgr. Kupfertitel vor die Vorrede und nach der "Andeutung der Titul-Figur" gebunden. Die "Sechs Puncte" mit zusätzl. gedr. Zwischentiteln "Eine kurtze Erklärung nachfolgender Sechs Puncten" sowie "Gründlicher Bericht, vom irdischen und himmlischen Mysterio" (dieser auch mit Kupfertitel verso). Durchgehend mit sehr genauen, ansprechenden kalligraphischen Marginalien der Zeit (diese bei der Bindung teils minimal angeschnitten), die Kupfer teils goldgehöht. Vorderer Innendeckel mit radiertem Bucheignerzeichen (Grünler fec.); Stempel der Bibliothek der Loge der "Vereinten" zu Rostock am Schluß. - Faber du Faur 116. Dünnhaupt 678, 3. Bruckner 513. - I: VD 17, 12:101417V. Buddecke I, 9f., Nr. 13. - II: VD 17, 12:104630D. Buddecke I, 4, Nr. 7. {BN#12669} (mehr)

In meine Auswahl

Cabassut, Jean. Notitia ecclesiastica historiarum conciliorum & canonum invicem collatorum [...]. Bamberg, Martin Göbhard, 1754. (32), 774, (88) SS. Titel in rot und schwarz. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio.

€ 250

Etwas spätere Ausgabe des Standardwerks. - Jean Cabassut aus Aix (1604-1685) war probabilioristischer Moraltheologe, Kirchenhistoriker und Kirchenrechtler. Seine "Notitia Conciliorum" erschienen erstmals 1668 in Lyon; 1680 erweiterte er sie auf Anregung Kardinal Grimaldis zu den häufig aufgelegten und erweiterten "Notitia ecclesiastica". Als "Cabassutius" galt das Werk lange als Autorität für die Geschichte der Konzile. - Papierbedingt stellenweise leicht gebräunt bzw. braunfleckig. Der hübsche, etwas beriebene Einband mit minimalen Schabspuren; oberes Kapital leicht lädiert. - Vgl. Wetzer/Welte II, 1642. {BN#12973} (mehr)

In meine Auswahl

Calmet, Augustin. Dictionarium manuale biblicum ex celebratissimis potissimum dictionariis [...]. Augsburg, Gebr. Veith, 1776. 2 Bde. Titel, (2), XCII, 616 SS. Titel, 680 SS. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

€ 150

Zweibändige lateinische Handbuchausgabe von Calmets (1672-1757) bekanntem biblischen Reallexikon, hier vermehrt durch Konflation mit Richard Simons (1638-1712) Werk und aus dem Französischen übersetzt von Johann Anton Dalmasus. - Gutes, nur wenig fleckiges Exemplar aus der Bibliothek ?Neoreisch? mit eh. Besitzvermerk des Eigentümers an den Titeln und Monogrammprägung ?P. B. I. C. N.? an den Rücken. An den Deckeln Doublettenetikett. Selten; international nur 3 Exx. in Bibliotheken nachgewiesen (Mt. St. Mary's Coll.; St. Bonaventure Univ.; British Library). {BN#4783} (mehr)

In meine Auswahl

Carlo Borromeo, Hl. Instructiones Sancti Caroli Borromaei ad confessarios. Additis aliis, quae versa pagina indicat. Juxta exemplar Tugii 1726 impressum. Wien, Hueber, 1740. (32), 175, (1) SS. Zeitgenöss. Lederband über Holzdeckeln mit goldgepr. Rücken. 1 Schließe (von 2). 12mo.

€ 280

Zweite Ausgabe; Nachdruck der 1726 bei Franz Leonz Schell in Zug erschienenen Ausgabe. Im Gegensatz zu dieser sehr selten; in Bibliothekskatalogen international nur ein Exemplar nachweisbar (Stift Heiligenkreuz). - Teils leicht gebräunt bzw. wasserrandig. Ecken und Kanten bestoßen. - Vgl. OCLC 7648368 (Zuger Ausg.). {BN#20038} (mehr)

In meine Auswahl

[Carlo Felice da Milano]. Cenni biografici e ritratti di padri illustri dell' ordine Capuccino sublimati alle dignità ecclesiatiche. Rom, G. A. Bertinelli, 1850. 3 Bde. Vortitel, Kupferfrontispiz, Titel mit gest. Vignette, 168 SS. Vortitel, Titel mit gest. Vignette, 143 SS. Vortitel, Titel mit gest. Vignette, 181, (2) SS. Mit zusammen 102 Kupferporträts. Bedruckte Originalbroschuren. 4to.

€ 300

Das komplette biographische Erinnnerungswerk des Kapuzinerordens von 1570 bis 1850 verzeichnet alle Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe und apostolischen Vikare des Ordens italienischer Abkunft. Die Kupferportraits stammen u. a. vom römischen Stecher Luigi (Aloisio) Cunego (1750-1823, vgl. Thieme/Becker VIII, 196) und G. Mochetti. - Umschläge teils mit kl. Fehlstellen und gelockert, sonst tadelloses, breitrandiges und teils unaufgeschnittenes Exemplar. {BN#1707} (mehr)

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Cartier, Germain, OSB. Psalmodiae ecclesiasticae dilucidatio qua loca obscura in psalmis et canticis secundum ordinem previarii monastici dispositis occurentia ad mentem SS. patrum [...]. Freiburg im Breisgau, Franz Xaver Schaal, 1734. (42), 617, (3) SS. Schwarzer Lederband der Zeit auf 4 Bünden über Holzdeckeln (Schließen fehlen). Dreiseitiger Rotschnitt. Gr.-8vo.

€ 140

Erste Ausgabe. - Die Einleitung behandelt u. a. die Autoren der Psalmen, deren Überlieferung, Texte und Liturgie. Germain Cartier (1690-1749) aus Porrentruy gehörte wie sein Bruder Gallus (1693-1757) dem Benediktinerkloster Ettenheimmünster an. - Exemplar aus der Noviziatsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Etikett am Titel und Signaturvermerken am vorderen Innendeckel. Zahlr. alte Bleistiftanmerkungen; am Vorsatz hs. Besitzvermerk (dat. 1838) des niederbayerischen Benediktiners Theoderich Hagn (1816-72), der 1841 in Kremsmünster die Profeß ablegte. "1842-58 Archivar in Kremsmünster, war er seit 1846 auch Kustos der Stiftskirche, seit 1850 Novizenmeister. Hagn widmete sich seit 1850 gegen vielfache Widerstände der Reform des Benediktinerordens, war 1857 Sekretär des Apostolischen Visitators und wurde 1858 Abt von Lambach. Aus Protest gegen seine Einsetzung ließen sich die Kapitularen säkularisieren. Nach seiner Weihe 1859 besiedelte Hagn das Kloster neu, führte u. a. Bruderschaften und Maiandachten ein, gründete Vereine, Kunst- und Musikschulen, restaurierte die Bauten, vergrößerte die Bibliothek und legte naturhistorische Sammlungen an" (DBE). {BN#22000} (mehr)

In meine Auswahl

Cavalcanti, Francisco Antonio. Vindiciae Romanorum Pontificum [...]. Rom, Geronimo Mainardi, 1749. (12), 384 SS. Mit gest. Vignette (Andr. Ant. Orazi del., Gio. Gius. Orazi sc.) am rot-schwarz gedruckten Titel sowie einer gest. figuralen Initiale. Pappband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und braunem Wolkenkleisterbezug. Folio.

€ 300

Einzige Ausgabe. - Der Regularkleriker F. A. Cavalcanti (1695-1748) war Erzbischof von Kalabrien. Möglicherweise fehlt ein Widmungskupfer an Benedikt XIV., das oberhalb des Widmungsbriefs hätte eingedruckt werden sollen. - Einband stärker berieben und an Ecken und Kanten bestoßen; Deckel mit Spuren von entferntem Bibliotheksschildchen. Innen im ganzen sauber; Titel unbedeutend fingerfleckig. - Jöcher/Adelung II, 192. {BN#19650} (mehr)

In meine Auswahl

Christelius, Bartholomäus, SJ. Zodiacus Laetofatalis. Lustiges Sterb-Jahr. Mit Sinn- und Geistreichen Grabschrifften und Schlußreimen. Prag, Jan Karel Jerábek, 1690. (28), 856, (16) SS. Mit gest. Frontispiz und 4 gest. Tafeln. Pergamentband der Zeit (Rücken fehlt). Verblaßter dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.

€ 650

Einzige Ausgabe. - Der mährische Jesuit Bartholomäus Christel (1624-1701) war Rektor in Kommotau und Breslau und zuletzt Rektor des Prager Clementinums und Ordensprovinzial von Böhmen. Als Prediger wurde er aufgrund seiner urwüchsig-realistischen Darstellungsgabe mit Abraham a Sancta Clara verglichen. Sein letztes größeres Werk, das Meditationsbuch "Zodiacus laetofatalis", steht in der Ars-moriendi-Tradition und soll den Leser zur täglichen Reflexion über den eigenen Tod veranlassen. Dafür wählt Christel als Ordnungsrahmen die vor allem von seinem Ordensbruder Johannes Nadasi erprobte Form des Zodiacus (Jahreskreises) mit Medititationstexten auf jeden Tag des Jahres. Um den Widerwillen des Lesers gegen sein Thema zu überwinden, legt er ihm für jeden Tag je vier satirische Grabschriften vor, die dann nach Art des Gesprächspiels und mit Liedern in ihrem geistlichem Sinn erschlossen werden. Damit stellt Christels Werk ein besonders originelles, aber auch radikales Beispiel für die jesuitische Praxis dar, das geistliche Ziel mit höfischer Poetik, Emblematik, Allegorik und Kombinatorik zu verbinden, ja diesen letztlich sogar unterzuordnen. - "Meditations divided into four parts corresponding to the seasons of the year, in prose interspersed with numerous poems and in the form of dialogues conducted by five 'Unterweißerinnen', Albertina the Simple, Erudita the Learned, Ingeniosa the Witty, Optativa the Desirous or Pleasing, and Varianda the Adventurous. The verses are quite remarkable - many done in a pleasing narrative style, others influenced by Khuen and rather rough in popular fashion, some soaring into ecstasy" (Faber du F.). - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. Das Frontispiz hinter den Titel gebunden. Alte Griffregister für jeden Monat. - VD 17, 23:639860B. De Backer/Sommervogel II, 1161, 13. Goedeke III, 196, 9, 2. Faber du Faur I, 1023. Jantz 742. {BN#19084} (mehr)

In meine Auswahl

Cito, Antonio, SJ. Verita cristiane, dedotte dall' Istoria di Lazaro infermo, Lazaro morto, Lazaro risuscitato [...]. Wien, Gregor Kurzböck, 1747. 136, (3) SS. Zeitgenöss. Pappband über Holzdeckeln mit floralem Kattunpapierbezug. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

€ 180

Erste Ausgabe der später auch in deutscher Sprache erschienenen "Christlichen Wahrheiten, aus der Geschichte des krancken, verstorbenen und auferweckten Lazarus" (so der Titel der 1761 erschienenen Übersetzung). Von 1746 bis 1768 brachte der aus Neapel gebürtige Wiener Jesuit A. Cito (1700-77) die 22teilige Reihe "Verita Cristiane, proposte in Vienna" heraus. - Einband etwas berieben. Innen teils unbedeutend braunfleckig; zeitgenöss. hs. Besitzvermerk am vorderen Innendeckel. - De Backer/Sommervogel II, 1191, 2. {BN#18400} (mehr)

In meine Auswahl

Clemens von Alexandria. [Klementos Alexandreos ta heuriskomena.] Clementis Alexandrini opera, quae extant. Recognita & illustrata per Johannem Potterum, Episcopum Oxoniensem. Venedig, Antonio Zatta, 1757. 2 Bde. XII (einschl. gest. Frontispiz und gest. Titel), (12), 642 SS., l. w. Bl. (2), 643-1072, (4), 206, (66) SS., l. w. Bl. Italienische Pergamentbände der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Groß-Folio (288:412 mm).

€ 1.000

Schöne, zweispaltig griechisch-lateinische Kirchenväter-Edition in einem sauberen, breitrandigen Exemplar. "Sehr vermehrter" (Hoffmann) venezianischer Nachdruck von John Potters Clemens-Edition (Oxford 1715), "a very splendid and elaborate edition, worthy [...] the erudition of the very learned prelate who hath so happily illustrated this miscellaneous writer" (Harwood, zit. n. Dibdin I, 188). "The editor (as is well known) was afterwards Archbishop of Canterbury; and will long be remembered and reverenced for his acute and successful emendations of some of the most difficult of the Greek writers" (ebd.). - Das Frontispiz zeigt den Heiligen Klemens; am gest. Titel eine hübsche Ansicht des Markusdoms in Venedig. - Hoffmann I, 456. Ebert 4803. OCLC 4606451. {BN#23394} (mehr)

In meine Auswahl

Clemens XI. Orationes consistoriales: ejusdemque Homiliae in Evangelia: cum compendio vitae ipsius, et oratione funebri. Juxta exempla Romae anno M.DCC.XXII. impressa. Tegernsee, Klosterdruckerei, 1723. 2 Teile in einem Bd. (8), 180, (4) SS. 84 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit zahlr. großen Holzschnitt-Initialen. Lederband der Zeit auf 6 Bünden mit floraler Rückenblindprägung. Dreiseitiger Goldschnitt. Bunte Wolkenkleistervorsätze. Folio (210:318 mm).

€ 450

Zweite Ausgabe der erstmals 1722 erschienenen, von Hannibal Albani besorgten "Orationes consistoriales", hier erstmals mit den Homilien, der Kurzbiographie und der Trauerrede (von J. V. Luchesini). - Einband kaum berieben. Fliegender Vorsatz und Titel leicht fingerfleckig, minimale Wurmspur im unteren Bug, sonst nur gering gebräunt und insgesamt sauber. Aus der einst über 27.000 Bände umfassenden Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Das Kloster Tegernsee wurde 1817 von König Max I. Joseph für die königlich-bayerische Familie erworben, die benediktinische Gemeinschaft bestand jedoch noch bis zum Ableben des letzten Konventualen im Jahre 1861. {BN#24394} (mehr)

In meine Auswahl

C[ollot], P[ierre]. La vraie et solide pieté expliquée par Saint François de Sales, evêque et prince de Genêve. Paris, Ganeau, 1736. XXI, (1), 537, (1) SS., l. w. Bl. Frz. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und hübscher floraler Rückenvergoldung. Marmorvorsätze; dreiseitiger Rotschnitt. Gr.-8vo.

€ 140

Zweite Ausgabe (EA 1729). Sauberes, hübsch gebundenes Exemplar der Erbauungsschrift des Theologen Pierre Collot (1672-1741). Wohlerhalten. - OCLC 40365219. {BN#18300} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilium Tridentinum]. Canones et decreta sacrosancti et oecumenici Concilii Tridentini [...]. Klagenfurt, [Kleinmayr] in Archi-Ducali Soc. Jesu Collegio, 1737. (26), 350, (82) SS. Mit gest. Wappenkupfer. Lederband der Zeit mit (teils oxdierter) dekorativer Rückenvergoldung und Spuren eines gepr. Rückenschildchens. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. Buntpapierspiegel. 8vo.

€ 250

Seltener, von den Klagenfurter Jesuiten veranstalteter Nachdruck von Philippe Chifflets Ausgabe von 1639. - Einband leicht berieben; Ecken und Kanten gering bestoßen; Kapitale lädiert. Zeitgenöss. hs. Besitzvermerk (dat. 1790) am Vorsatz. - De Backer/Sommervogel IV, 1092, 9. {BN#18106} (mehr)

In meine Auswahl

[Concilium Tridentinum]. Sacros. Concilii Tridentini canones et decreta Paulo III. Iulio III. et Pio IV. Pont. Max. celebrati [...]. Index librorum prohibitorum [...]. Köln, Johann Kinckius, 1644. (8), 459, (5) SS. (Dabei:) Index librorum prohibitorum. Köln, Bernhard Wolter, 1621. 123, (1) SS. (22) SS. Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückentitel. Bindebänder fehlen. 12mo.

€ 250

Seltener Kinckius-Nachdruck der Ausgabe Walther, 1621 (der Index librorum prohibitorum noch in der genannten Ausgabe beigegeben). Ediert von Jacques Chifflet. Am Schluß 22 SS. Gliederung und Index: "Ordo seu methodus brevis et facilis legendi decreta reformationis Concilii Tridentini" (beginnt mit Bl. A4; vollständig?). - Papierbedingt durchgehend gebräunt. Alter Besitzvermerk am Titel radiert. - VD 17, 12:124158G (Index); vgl. VD 17, 12:124030C. {BN#22512} (mehr)

In meine Auswahl

Conring, Hermann. De electione Urbani IIX et Innocentii X pontificum commentarii historici duo. Helmstedt, Henning Müller, 1651. 2 Teile. (48), 135, (1), 44 SS. (Zwischengebunden) II: Ders. Defensio ecclesiae protestantium adversum duo pontificiorum argumentis. Ebd., 1654. 120 SS. (Beigebunden) III: Ders. Historia electionis Alexandri VII Papae. Ebd., 1657. 3 Teile. 56, 23, (1), 3-117, (1) SS. Jeweils mit derselben Holzschnittdruckermarke am Titel. Marmorierter österreichischer Halblederband um 1700 auf 4 Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.

€ 400

Sammelband mit drei kirchengeschichtlichen Werken Hermann Conrings (1606-81), Professor für Medizin und Philosophie in Helmstedt, zuerst Anhänger der Remonstranten, danach Lutheraner und Gegner der Katholiken (vgl. LThK III, 35). Der Allgemeingelehrte war - "neben dem überragenden Philosophen Leibniz - einer der Polyhistoren des 17. Jahrhunderts, ein Vielwisser, kritischer Kopf und methodisch arbeitender Gelehrter, der außerordentlich anregend gewirkt und insbesondere die Rechtsgeschichte in den Rang einer historisch-kritischen Disziplin erhoben hat [...] In der politischen Theorie blieb [Conring] moderater und zukunftsoffener Aristoteliker [...] In der Auseinandersetzung mit Machiavelli war er Gegner einer moralischen Staatsräsondoktrin und entfaltete eine in Sitte und Religion eingebundene Glückseligkeitslehre" (DBE). I: Einer von drei Drucken im Jahr der Erstausgabe; II und III: erste Ausgaben. Über Bullen und Konklaven zu den Papstwahlen etc. - Etwas gebräunt, gegen Anfang und Ende mit unbedeutenden Wurmspuren. Rücken (v. a. Kapitale) lädiert; am vorderen Innendeckel hs. Signatur der Wiener Unbeschuhten Augustiner; am Rücken deren hs. Signaturetikett. - I: VD 17, 12:116684D. II: VD 17, 12:115494V. III: VD 17, 3:008223P. {BN#22938} (mehr)

In meine Auswahl

Conti, Biagio. Theologiae scholasticae P. M. Blasii Antonii de Comitibus à Mediolano [...] In primum librum sententiarum, ad mentem subtilissimi doctoris Joannis Duns Scoti, pars I (-II). In lucem data studio & opera P. M. Mariani Unczowsky [...]. Alt-Prag, Georg Labaun, 1686-1687. 2 Teile in 1 Band. (8), 333, (7) SS. (10), 214, (16) SS. Mit 2 gest. Frontispizen. Lederband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Reste von Bindebändern. Folio.

€ 350

Einzige Ausgabe. - Der Minorit Biagio de' Conti (1636-85) "stand den Klöstern seines Ordens in Breslau und Prag vor [und] war Beysitzer des erzbischöflichen Consistorii in Prag [...] Man hat von ihm: Sententiarum Part I, II, III, de Deo, de Intellectu, de Creatione etc. Prag, 1687, 1688, drey Theile, welche Marianus Unezoukhi nach seinem Tode heraus gab" (Jöcher/A.). - Beim von Adelung beschriebenen posthum erschienenen Werk handelt es sich offensichtlich um das vorliegende, das im ersten Teil "de Deo uno et trino", im zweiten "de intellectu, scientia. voluntate, ac providentia dei, praedestinatione & reprobatione, nec non visione beatifica" handelt. Ein dritter Teil konnte nirgends nachgewiesen werden und dürfte, wie auch Adelungs ungenaue Datierung vermuten läßt, nicht erschienen sein. - Einband leicht berieben; Hinterdeckel mit kl. Wurmspuren. Innen papierbedingt vereinzelt unbedeutend gebräunt. Kl. Papierdurchbruch im letzten Bl., sonst sehr sauber. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk des Prager Erzbischofs Adam Ernst Groß (dat. 2. Februar 1688); wiederholt am Titel; dort auch zeitgenöss. hs. Besitzvermerk der Piaristenschule in Schlackenwerth, in die auch die Bücher der Prinzessin Piccolomini Eingang fanden. - Von großer Seltenheit; weder in Wolfenbüttel noch in der Wiener Nationalbibliothek verzeichnet; beide in Bibliotheken nachweisbare Exemplare (Emory Univ., Georgia; St. Bonaventure Univ., NY) umfassen ebenfalls nur zwei Teile. - OCLC 54450761. Jöcher/Adelung II, 453. Nicht im VD 17. {BN#12999} (mehr)

In meine Auswahl

Cordara, Giuolio Cesare, SJ. Brevis descriptio vitae, virtutum, et miraculorum beati Simonis de Roxas ordinis Sanctissimae Trinitatis Redemptionis Captivorum. Preßburg, Johann Michael Landerer, 1773. (8), 246 SS., l. w. Bl. Mit gest. Frontispiz (Binder sc. Budae). Lederband der Zeit mit blindgepr. Deckelfileten. Dreiseitiger gesprenkelter Farbschnitt. 8vo.

€ 100

Erste lateinische Ausgabe dieser Vita des Hl. Simon de Rojas (1552-1624), erstmals 1766 in Rom in italienischer Sprache erschienen und bereits 1767 auf Deutsch gedruckt. - Hs. Besitzvermerk der Zeit am Vorsatz. Titel und Frontispiz mit minimaler Wurmspur am unteren Blattrand; Titel mit altem Stempel "F.F.M. Graz". - De Backer/Sommervogel II, 1419. {BN#13814} (mehr)

In meine Auswahl

[Corpus iuris canonici] - Pithou, Pierre & François (ed.). Corpus iuris canonici Gregorii XIII. pont. max. jussu editum a Petro Pithoeo, et Francisco fratre, jurisconsultis [...]. [Leipzig], Johann Friedrich Gleditsch, 1695. (64), 492 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette (Doppelportrait) und gest. Kopfstück. (Beigebunden:) Gregorii Papae IX. Decretales a Petro et Francisco Pithoeo [...] restitutae [...]. Ebd., 1695. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Titelvignette. (12), 282, (6), 283-488, (82), (8), 86, (12), 87-140 SS. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 6 Bünden mit hs. Rückentitel und goldgepr. Wappensupralibros ("F.E.A.A. & W.", dat. 1683) am Vorderdeckel. 1 Schließe (von 2). Folio.

€ 750

Sauber ausgeführter Leipziger Nachdruck der wichtigen Pariser CIC-Neuausgabe von 1687, ediert von den Gebrüdern Pierre (1539-96) und François Pithou (1543-1621) und herausgegeben von Le Pelletier (vgl. LThK VIII, 298). - Papierbedingt durchgehend gebräunt bzw. braunfleckig; einige unbedeutende Randläsuren. Insgesamt wohlerhaltenes Exemplar im hübschen zeitgenössischen Klostereinband für Engelbert Fischer (1648-1723), 1683-1705 Abt des bayerischen Zisterzienserklosters Aldersbach bei Passau, mit seinem datierten Wappensupralibros ("F[ischerus] E[ngelbertus] A[bbas] A[ldersbachensis] et W[alderbachensis]"). Die damals sehr bedeutende, über 40.000 Bände umfassende Klosterbibliothek wurde im Zuge der Säkularisierung von Johann Christoph Freiherr von Aretin (1773-1824) aufgelöst. - VD 17, 3:621631R und 1:009963G. Graesse II, 274. Schulte III/1, 564ff. {BN#21693} (mehr)

In meine Auswahl

[Corpus iuris canonici]. Corpus iuris canonici emendatum et notis illustratum. Basel, Emanuel u. Johann Georg König, (1695-)1696. 5 Teile in 1 Band. (34) SS., 1280 Spp. (12) SS., 754 Spp., (1) S. (12) SS., 406 Spp., (1) S. (8) SS., 158 Spp., (81) SS. (4) SS., 236 Spp., (20), (16), (86) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Hübscher blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 3 erhabenen Bünden mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen. Verblaßter dreiseitiger Farbschnitt. 2 intakte Schließen. Gr.-4to.

€ 850

Prächtige Basler Gesamtausgabe der seit 1582 unter diesem Titel herausgegebenen päpstlichen Rechtsbücher. "Das kanonische Recht hatte weite Felder, die sich mit dem römischen (weltlichen) Recht überlappten, großteils ergänzten sich beide Rechtssysteme: ius utrumque. Körperschaftsrecht, Strafrecht. Eherecht, Erbrecht, Eigentumsrecht, Vertragsrecht und vor allem Verfahrensrecht waren auch systematisch Gebiete des kirchlichen Rechts. Die gut ausgebaute und bestens funktionierende Rechtsprechung, die stets auch mit ausgezeichnet ausgebildeten Juristen besetzt waren, prägte das Abendland und hatte auch Vorbildfunktion. Die Materien des kirchlichen Rechts waren [bis ins] 18. Jahrhundert Gegenstand des Rechtsunterrichts" (Auvermann & Keip, Kat. Mundus Iuris, S. 22f). Enthält ferner (mit eigenem Titelblatt) die Einführung des Giovanni Paolo Lancellotti (1522-90) in das Kirchenrecht. - Papierbedingt teils unterschiedlich braunfleckig; der schön blindgepr. Einband wenig berieben und insgesamt außergewöhnlich frisch. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Klosterneuburg mit hs. Besitzvermerk (dat. 1761) am Titel. - VD 17, 1:009956Y. {BN#22305} (mehr)

In meine Auswahl

[Corpus iuris canonici]. Corpus iuris canonici emendatum et notis illustratum. Basel, E[manuel] u. J[ohann] R[udolf] Thurneysen, 1717. 5 Teile in 1 Band. (108) SS., 1280 Spp. (20) SS., 754 Spp., (1) S. (6) SS., 404 Spp., (68) SS. (4) SS., 236 Spp., (10) SS. (6) SS., 158 Spp., (1) S. Titel in rot und schwarz gedruckt. Lederband der Zeit auf 4 flach gearbeiteten Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen. Gr.-4to.

€ 580

Schöne Basler Gesamtausgabe der seit 1582 unter diesem Titel herausgegebenen päpstlichen Rechtsbücher. "Das kanonische Recht hatte weite Felder, die sich mit dem römischen (weltlichen) Recht überlappten, großteils ergänzten sich beide Rechtssysteme: ius utrumque. Körperschaftsrecht, Strafrecht, Eherecht, Erbrecht, Eigentumsrecht, Vertragsrecht und vor allem Verfahrensrecht waren auch systematisch Gebiete des kirchlichen Rechts. Die gut ausgebaute und bestens funktionierende Rechtsprechung, die stets auch mit ausgezeichnet ausgebildeten Juristen besetzt war, prägte das Abendland und hatte auch Vorbildfunktion. Die Materien des kirchlichen Rechts waren [bis ins] 18. Jahrhundert Gegenstand des Rechtsunterrichts" (Auvermann & Keip, Kat. Mundus Iuris, S. 22f). Enthält ferner die Einführung des Giovanni Paolo Lancellotti (1522-90) in das Kirchenrecht. - Papierbedingt teils etwas braunfleckig; der Einband berieben; Ecken und Kanten bestoßen; Kapitale lädiert. Zu Beginn einige Bleistiftanstreichungen und -marginalien. Alte, teils gestrichene hs. Besitzvermerke am Titel. {BN#22306} (mehr)

In meine Auswahl

[Corpus iuris canonici]. Corpus iuris canonici Gregorii XIII. [...] in duos tomos divisum et appendice nova auctum. Iustus Henningius Boehmer IC. [...] recensuit [...]. Halle, Waisenhaus (Emanuel Schneider), 1747. 3 Teile in 1 Band. (2), LXXXVIII, (2) SS., 1242 Spp., (3) SS. (2), LVI SS., 1200 Spp. 860 Spp. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz (Mart. Tyroff sc. nach G. A. Gründler) und gest. Titelvignette (G. A. Gründler del. & sc.). Pergamentband der Zeit auf 4 durchzogenen Bünden mit gepr. Rückentitel und rot gefärbtem Titelfeld. Dreiseitiger Rotschnitt. Rote Wolkenkleisterspiegel. Kl.-Folio.

€ 1.000

Die wichtigste Edition des Corpus Iuris Canonici im 18. und 19. Jahrhundert. Der Hallenser Jurist Justus Henning Böhmer (1674-1749) war einer der hervorragendsten deutschen Kirchenrechtslehrer seiner Zeit. Große Verdienste erwarb er sich um die Edition von Rechtsquellen; seine vorliegende Corpus-Juris-Canonici-Edition setzte Maßstäbe und wurde im 19. Jh. von Richter als Grundlage seiner kritischen Ausgabe benutzt. Böhmer war ein Hauptvertreter des "usus modernus pandectarum"; seine "Introductio in ius digestorum" gilt als das beste römischrechtliche Lehrbuch seiner Zeit und behauptete sich bis ins 20. Jh. - Frontispiz und Titelblatt im Rand mit unbedeutendem Wasserrand; insgesamt sehr sauberes, tadellos erhaltenes Exemplar in einem bis auf geringe Bereibungen am Hinterdeckel makellosen Einband. Am hinteren Vorsatzblatt zeitgenöss. hs. Buchhändlerkalkulation, dergemäß das Buch selbst 13 fl., der Einband jedoch 2 fl. 10 kr., der Band in Summe somit 15 fl. 10 kr. gekostet habe. {BN#22304} (mehr)

In meine Auswahl

Costanzi, Guglielmo. Le istituzioni di pietà che si esercitano in Roma con una breve notizia de' santuari che si venerano in essa. Rom, Crispino Puccinelli, 1825. 2 Teile in einem Band. 263, (1) SS. 106 SS., l. w. Bll. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.

€ 100

Erste Ausgabe. - Über die kirchlichen Institutionen und Bauwerke Roms. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar. Selten; nur ein Exemplar nachweisbar (Harvard College Library). - OCLC 80399172. {BN#21901} (mehr)

In meine Auswahl

Cyprianus, Caecilius, Hl. Opera. Ad mss. codices recognita & illustrata studio ac labore Stephani Baluzii Tutelensis. Venedig, Anton Gropper & Francesco Pitteri, 1728. (2), XLVIII SS., CXXIX Spp., (1) S., 646 Spp., (3) SS., CCCLVI (falsch: CCCLV) Spp. Mit gest. Vignette am rot-schwarz gedruckten Titel und einem gest. Kopfstück. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen am (wenig späteren) goldgepr. Lederrücken. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio (275:390).

€ 450

Nachdruck der Ausgabe Paris 1726: "Neue treffliche Recension" (Ebert). - Der karthagische Rhetor Cyprianus (3. Jh.) trat im reiferen Alter zum Christentum über. "Er wurde bald Presbyter und schließlich Bischof, bei der Christenverfolgung des Kaisers Valerian wurde er (258 n. Chr.) enthauptet. In seinen zahlreichen lateinischen Traktaten und Briefen will er teils das Christentum verteidigen, teils die Christen im Glauben stärken; seine Briefe haben für Kirchengeschichte und Kirchenrecht besonderen Wert. Die leichtverständliche und gefällige Form seiner Werke verschaffte ihm mehr Nachwirkung als seinem Lehrer Tertullian" (Tusc. Lex. Lit. 73f.). - Einband leicht berieben, die hübsche Bogenfriesprägung prägnant erhalten. Titel etwas fleckig, kl. Einriß am Unterrand. Einige wenige hs. Marginalien der Zeit. Am vorderen Innendeckel Exlibris der Wiener Augustiner sowie spätere hs. Bibliothekssignatur derselben; der Lederrücken (mit entspr. kl. hs. Signaturschildchen) wohl von denselben zur Wahrung eines einheitlichen Regal-Erscheinungsbilds noch im 18. Jahrhundert ersetzt. - Ebert 5583. Brunet II, 459. {BN#22389} (mehr)

In meine Auswahl

[Dalberg, Carl Theodor von]. Betrachtungen über das Universum. Dritte Auflage. Mannheim, in der neuen Hof- und akademischen Buchhandlung, 1787. (2), 140 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Interimspappband der Zeit. 8vo.

€ 200

Dritte Ausgabe der religiös-philosophischen Betrachtungen über das System der Schöpfung. Seltene Schrift von Dalberg (1744-1817), dem Erzbischof und letzten Kurfürsten von Mainz. - Papierbedingt teils etwas braunfleckig. Mit mehreren hs. Besitzvermerken der Zeit. Aus der Bibliothek des Vorarlberger Rechtsanwalts Dr. Karl J. Steger. - Holzmann/Bohatta I, 6195. Ziegenfuß I, 510. {BN#11869} (mehr)

In meine Auswahl

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